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Alexander Gauland

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Alexander Gauland
Alexander Gauland.jpg
Geboren 20. Februar 1941
Parteibuch Alternative für Deutschland
Beruf Jurist, Publizist

Alexander Gauland (* 1941) ist ein deutscher Jurist, politisch-historischer Publizist und konservativer Politiker.

Gauland war von 1973 bis 2013 Mitglied der CDU. Er war im Laufe seiner Partei­karriere im Frankfurter Magistrat und im Bundes­umwelt­ministerium tätig und leitete von 1987 bis 1991 die Hessische Staatskanzlei unter Minister­präsident Walter Wallmann, der sein Mentor war. Die Affäre Gauland fand Einzug in die deutsche Literatur. Er wurde nach der Wende Herausgeber der in Potsdam erscheinenden Tageszeitung Märkische Allgemeine und publizierte vielfältig, so auch die Anleitung zum Konservativsein. Zuletzt war er Vordenker des Berliner Kreises.

Gauland ist Gründungsmitglied der Euro-kritischen Wahl­alternative 2013 und der daraus hervor­gegangenen Partei Alternative für Deutschland (AfD), deren stellvertretender Sprecher er ist. Außerdem ist er Landes­vorsitzender der AfD Brandenburg. Nach der Landtagswahl in Brandenburg 2014, bei der er Spitzen­kandidat war, wurde er Fraktions­vorsitzender seiner Partei und Alters­präsident im Landtag Brandenburg.[1]

Boateng-Affäre

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte den AfD-Vize am Wochenende mit dem Satz zitiert:

"Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut, aber wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." [2]
Zitat:

«Der AfD-Vize kritisiert in seinem Schreiben, dass ein dritter Redakteur der Zeitung den Titel "Gauland beleidigt Boateng" gewählt habe. Diese Überschrift sei "durch keinen Satz im Text gedeckt".

"Erst durch diese Überschrift haben die ansonsten richtigen Aussagen den Dreh ins Fremden­feindliche, Rassistische bekommen", monierte Gauland. Ihm sei es "nur um eine Beschreibung von Gefühlen" gegangen, "die wir alle überall in unserer Nachbarschaft wahrnehmen und die sich nicht dadurch vermindern, dass wir sie heuchlerisch nicht zur Kenntnis nehmen".» - Zeit Online[3]

Zitat:

«Im Streit um Gaulands Äußerungen sind Staatsgläubigkeit und kollektivistisches Denken auf beiden Seiten frappierend. Gauland will mit seiner Äußerung nicht Boateng beleidigen, er will Politik machen. Er will eine Politik, in der "fremde" Elemente so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Wer fremd ist, bestimmt dabei die Mehrheit oder eine lautstarke Minderheit. Seine Gegner verteidigen Boateng, weil er so gut integriert ist und sich zudem engagiert. Was heißt das? Wäre er nicht integriert, dürfte man ihn beleidigen? Wäre er z. B. zufällig NPD-Mitglied, dann wäre es eine gute Haltung, wenn andere ihn nicht zum Nachbarn haben wollten? Die Gauland-Kritiker teilen in mindestens einer Hinsicht sein Weltbild: Sie glauben, dass die Formen des Zusammenlebens, auch auf sehr persönlicher und lokaler Ebene, letztlich politisch gesteuert werden müssen. Der eine will ein möglichst reines deutsches Kulturvolk (mit Verboten von Religionen etc.), die anderen wollen eine Gesellschaft der maximalen "Integration" (mit Anti­diskriminierungs­richtlinien etc.) - und beides soll politisch durchgesetzt werden. Das schränkt Freiheit ein, das sind zwei Seiten einer Medaille - der Medaille des Kollektivismus.» - Sascha Tamm[4]

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Alexander Gauland, Version vom 31. Mai 2016
  2. Nicht als Nachbarn: Gauland beleidigt Boateng, FAZ am 29. Mai 2016 (Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland sagt, Fußball-Weltmeister Jerome Boateng werde im eigenen Land als fremd empfunden. Der DFB reagiert scharf. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat Boatengs Nachbarn nach Vorbehalten gefragt.)
  3. Gauland rechtfertigt sich für Boateng-Äußerungen, Die Zeit Online am 31. Mai 2016 (Der AfD-Vize fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Um das seiner Partei zu erklären, schreibt er eine Rundmail. Die Schuld an der Aufregung liege bei der Presse.)
  4. Sascha Tamm: Nachbarn und Freiheit - noch etwas zu Gauland, antibuerokratieteam.net am 30. Mai 2016

Netzverweise

  • Wikipedia führt einen Artikel über Alexander Gauland
  • Parteitag in Köln: AfD kürt Weidel und Gauland zum Spitzenduo, Rheinische Post Online am 24. April 2017 (Parteivize Alexander Gauland und die baden-württembergische Spitzen­kandidatin Alice Weidel sollen die AfD in den Bundestags­wahlkampf führen. Damit hat die Partei ihre Chefin Frauke Petry ein Stück weit entmachtet.)
  • Hadmut Danisch: Die Boateng-Affäre und die Lügenpresse, Ansichten eines Informatikers am 1. Juni 2016 (Es erinnerte so an die FDP-Brüderle-Dirndl-Affäre.) (Was dann die Frage aufwirft, ob das nur Schlamperei bei den Nachweisen war, oder ob das systematisch Fake war, um durch Desinformation und Täuschung in den Wahlkampf einzugreifen. Erstaunlich dabei ist ja, wie sich die Presse immer so darüber aufregt, wenn sie als Lügenpresse tituliert wird.)
  • Klaus D. Minhardt: Ethik, Journalismus, Medienkritik: Der Shitstorm, der nach hinten los ging, DJV Deutscher Journalisten-Verband - Landesverband Berlin-Brandenburg am 31. Mai 2016 ("Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben", soll laut Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung AfD-Vize Gauland gesagt haben und damit den Fußballstar beleidigt haben. Zuerst stellte sich die Frage, ob diese Äußerung überhaupt beleidigend sei oder zumindest rassistisch. Eigentlich besagt sie ja nicht, dass Gauland etwas gegen den Nationalspieler hat, sondern stellt nur die Ressentiments in der Bevölkerung dar. Man muss schon sehr gewagt interpretieren, um das als Rassismus von Gauland zu sehen. Bevor jedoch im Internet differenziert über diese Frage diskutiert wurde, musste erst einmal ein veritabler Shitstorm inszeniert werden.) (Journalistische Grundsätze werden mittlerweile über Bord geworfen, falls es gegen die AfD geht. Gleichzeitig zeigen sich die gleichen Medien völlig überrascht, dass sie immer öfters als "Lügenpresse" beschimpft werden.)
  • Stefan Winterbauer: Wie seriös ist eigentlich der AfD-Aufreger der FAS? Die Mär vom ungeliebten Nachbarn Boateng, Media am 31. Mai 2016 (Die Aufregung rund um das Boateng-Zitat des AfD-Politikers Alexander Gauland in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) hat mittlerweile fast Böhmermann-Erdogan'sche Dimensionen erreicht. Immerhin hat sich auch schon die Kanzlerin geäußert ("nieder­trächtig"). Aber hat Gauland wirklich den deutschen Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng beleidigt? Und wie seriös ist eigentlich die FAS?)
  • Bettina Röhl: FAZ rudert zu Gauland und wirft neue Fragen auf Tichys Einblick am 30. Mai 2016 (Was die Redakteure von FAZ und FAS an Erklärungen abgeben, verstärkt den Eindruck, sie wollten unbedingt Punkte gegen die AfD machen, die andere noch nicht schafften. Im Wettbewerb um die AfD-Hatz sind die journalistischen Maßstäbe in Gefahr.) (Die FAZ räumt ein, dass nicht Gauland, sondern dass sie, die Redakteure von FAS und FAZ es selber waren, die den Namen und die Person Jerome Boateng in das Hintergrund­gespräch eingebracht haben. [...] Zu dem Gespräch problematisierten Komplex "Fremd sein in Deutschland und Integration" fiel den FAZ-Journalisten, man höre und staune, gar beispielhaft die Person Jerome Boateng ein. [...] Wieso führen sie Boateng, der eine deutsche Mutter hat, in Deutschland geboren wurde und in Deutschland aufwuchs, zur Schule ging und seine Fußball­karriere machte, in den Diskurs als fremd und integrations­fraglich ein? Wegen der Hautfarbe? Scheint da ein gewisser tief und elegant vergrabener Rassismus durch? Was soll die Person Jerome Boateng hergeben? Für was haben die FAZ-Herren Boateng als "Beispiel" instrumentalisiert?) (Wieso lenkte die FAZ das Gespräch über allgemeine Fremdheit und Integrations­probleme und Christentum und Religionen auf eine einzige konkrete Person, die mit ihren persönlichen Merkmalen und Daten zum Thema definitiv nicht passt. Und wieso beschwert sich Lohse jetzt umgekehrt, dass Gauland "eine einzige Person" thematisiert hätte, die die FAZ selber verwirrt und undurchdacht als so genanntes "Beispiel" selber in das Gespräch eingeführt hat?) (Wenn die FAZ in so schräger Weise ein untaugliches Beispiel in ein brisantes Gespräch zu einem brisanten Thema einbaut, dann wäre es erste Journalisten­pflicht nach allen Regeln der Kunst, auch wenn ein vertrauensvoller Verzicht auf Autorisierung erklärt wurde, den Befragten vor der Veröffentlichung mit dem Zitat zu konfrontieren und ihn zu fragen, ob er sich so zu Boateng äußern wollte.)