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Andersdenkende

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Meinungswirtschaft und Andersdenkende

Zitat:

«Und nachdem sie [in der Meinungswirtschaft] gemerkt haben, dass es erstens nicht mehr zieht, jeden und alle als "rechtsradikal" zu beschimpfen, und zweitens es sich inzwischen herum­gesprochen hat, dass das auch nicht stimmt, sie sich damit also nur weiter unglaubwürdig machen würden, reden sie jetzt wieder verstärkt von "Wutbürgern" und "von der Globalisierung vergessene", "Verlierer".

Es bleibt also beim Prinzip, jeden, der anderer Meinung ist, als Verlierer, Außenseiter, Spinner zu diffamieren, diskreditieren, pathologisieren.

Das nach wie vor alte Prinzip: Abweichender Meinung kann man nur aufgrund eines die Person entwertenden persönlichen Problems sein, das ist wie so eine psychische Erkrankung. [...]

Demokratie heißt bei denen, wenn einem die (staats­geleiteten) Medien sagen, was man zu wählen hat. Der ehrenwerte Bürger hat links zu wählen, nichts anderes. Da kann man mal drüber nachdenken, wie die Tagesschau-Inhalte zustande­kommen.

Die Hauptursache aber dafür, dass Menschen überhaupt den leeren Versprechungen von Trump, Le Pen[wp], Farage und Co auf den Leim gehen, ist: Ein Gefühl des Abgehängt-Seins angesichts einer davon­eilenden Globalisierung. Natürlich hat die den Wohlstand weltweit gesteigert. Der aber bei den meisten entweder "gefühlt" oder eben wirklich nicht ankommt. Gegen dieses Gefühl der Vernachlässigung muss Europa jetzt etwas tun. Denn die Identitäts­krise des weißen Mannes ist so weit gediehen, dass sie sich in aggressiver Form gegen alles zu wenden droht, was auch nur entfernt Veränderung verheißt: Egal, ob es sich um Flüchtlinge, Einwanderer oder die Homo-Ehe handelt.[1]

Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen, als was die nun die Abweichung von der Zwangsmeinung hinstellen: "Die Identitäts­krise des weißen Mannes".

Wieder mal das Schema, dass der weiße Mann an allem schuld ist. Nur der, sonst niemand. Und das natürlich pathologisch, durch eine "Identitätskrise". Anderer Meinung darf der nicht sein. Eine eigene Meinung wird ihm nicht zugebilligt. Das sind "Identitäts­krisen", wenn er nicht brav das macht, was man ihm sagt. Ein Mensch mit gesunder Identität wählt, was man ihm sagt.» - Hadmut Danisch[2]

Einzelnachweise

  1. Kai Küstner: Europa nach dem "Jahr der Populisten" 2016 - was zu tun ist, HRinfo am 27. Dezember 2016
  2. Hadmut Danisch: Globalisierte Journalisten, Ansichten eines Informatikers am 28. Dezember 2016

Querverweise

Netzverweise