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Anonymous

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Hauptseite » Internet » Netzkultur » Anonymous


Eines der Erkennungszeichen von Anonymous. Die kopflose Person im Anzug symbolisiert den führerlosen Charakter der Bewegung.

Anonymous (amerikanisch-englische Aussprache [əˈnɒnɪməs], vom griechischen ανώνυμος anonymos für "namenlos") ist ein Internet-Phänomen[wp], das weltweit von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen innerhalb der Netzkultur verwendet wird, um - mit oder ohne Abstimmung mit anderen - unter diesem Namen Hacktivismus[wp] und öffentliche Demonstrationen zu betreiben.

Anfangs als Spaßbewegung aus dem Imageboard[wp] 4chan[wp] hervorgegangen, trat Anonymous seit 2008 zunehmend politisch mit Protest­aktionen für die Redefreiheit, die Unabhängigkeit des Internets und gegen das Urheberrecht, Schriftsteller[1] und verschiedene Organisationen, darunter Scientology, staatliche Behörden, global agierende Konzerne, Urheberrechts­gesell­schaften und auch in internationalen sozialen Problemfällen in Erscheinung. Die Teilnehmer agierten anfangs nur im Internet, mittlerweile betreiben sie ihre Aktivitäten auch außerhalb des Internets. Aktionsmittel von Anonymous sind unter anderem Demonstrationen und Hacker­angriffe. Bei öffentlichen Kundgebungen treten die Aktivisten zu einem erheblichen Teil mit Gesichts­masken auf, die zu einer Art Marken­zeichen der Bewegung geworden sind. Diese stellen den britischen Wider­stands­kämpfer Guy Fawkes[wp] dar und sind dem dystopischen[wp] Polit-Comic V wie Vendetta[wp] entlehnt, in dem die so maskierte Hauptfigur ein unter­drückerisches Regime bekämpft.

Da es keine - zumindest offensichtliche oder erkennbare - Hierarchie gibt, ist es auch grundsätzlich schwierig, Meldungen oder Informationen von Anonymous bezogen auf ihre Echtheit zu bestätigen. So kann bereits ein Einzelner auf Grund der Anonymität vermeintlich authentische Falschmeldungen produzieren.

Anonymous-Aktivist bei einer Occupy Wall Street[wp]-Kundgebung 2011. Auf dem Schild steht Die Korrupten fürchten uns - die Ehrlichen unterstützen uns - die Heroischen schließen sich uns an.

Motto

We are Anonymous.
We are Legion.
We do not forgive.
We do not forget.
Expect us. - "Message-to-Scientology"-Video[2]
Wir sind Anonymous[wp]/anonym.
Wir sind Legion[wp]/viele.
Wir vergeben nicht.
Wir vergessen nicht.
Erwartet uns.

Die Namenlosen

Anonymous

Anonymous ist eine lose Gruppierung, die ihren Ursprung einst im anarchischen Bilderforum 4Chan hatte. Zunächst konzentrierten sich Aktivisten auf Aktionen gegen Scientology. Inzwischen werden DDoS-Attacken, bei denen Websites durch massenhafte Anfragen überlastet werden, gegen eine Vielzahl von Zielen durchgeführt. Die Gruppe erklärte sich solidarisch mit den Aufständischen in Ägypten, Libyen, Syrien und anderswo, sie verteidigt WikiLeaks und bekämpft die Branchenverbände der Musik- und Film­branche. Freie Information und das Recht auf Anonymität gehören zu den wenigen geteilten Zielen der zahlreichen Netznutzer weltweit, die sich zu Anonymous zählen.

Masken und Anzüge

Aktivisten mit ihren typischen Guy-Fawkes-Masken[wp], die dem britischen Widerstands­kämpfer nachempfunden sind.
Zitat:

«Die Maske ist eine stilisierte Version des politischen Widerstands von Guy Fawkes, einem Engländer, der am 5. November 1605 versuchte, das britische Parlament zu bombadieren um den damaligen König zu stürzen.»[3]

Die Maske kommt aus Alan Moores Kultcomic "V wie Vendetta"[wp] und steht dort als Symbol für den Kampf gegen Unterdrückung, Überwachung und Zensur: Man erkennt die Gruppen­zugehörigkeit, nicht aber den anynomen Träger. Angelehnt ist die Maske an Guy Fawkes[wp], einen englischen Offizier, der 1605 den König und das Parlament in die Luft sprengen wollte, um die Verfolgung der Katholiken anzuprangern. Der Mann im Anzug ohne Kopf, das Logo der Bewegung, steht für eine Organisation ohne Anführer: Jeder kann Anonymous sein. Eine Vielzahl von Webseiten und Foren, Social-Network-Profilen und YouTube-Angeboten propagiert die Grundideen und -ziele der Bewegung.

Dauerfeuer aus Ionenkanonen

Anonymous setzt häufig auf Distributed-Denial-of-Service[wp]- oder kurz DDoS-Attacken. Darunter versteht man Angriffe über das Internet, bei der eine Vielzahl von Rechnern für so massenhafte Seitenaufrufe sorgt, dass die angegriffenen Server mit der Überlast nicht mehr fertig werden und kollabieren. Meist sind sie Stunden später aber wieder am Netz. Die "Niederorbit-Ionenkanone"[wp] ist ein Tool, das DDoS-Attacken für jedermann ermöglicht - und den freiwilligen Anschluss an ein Botnetz. Klingt cool, ist bei Einsatz aber kriminell. Anonymous hat mehrere zehntausend dieser DDoS-Tools für so genannte Raids in Umlauf gebracht.

Anonymous gegen Scientology

Anlass zur Gründung der Bewegung waren 2008 Versuche von Scientologen, das Internet zensieren zu lassen: Ein ganz besonders wirres Video, in dem der Schauspieler Tom Cruise[wp] über Scientology redet, sollte aus dem Web entfernt werden. In den Foren einiger Imageboards (vor allem 4Chan, wo alle Teilnehmer Anonymous heißen) wurde daraufhin eine DDoS-Attacke verabredet. Seitdem protestiert ein "Arm" von Anonymous regelmäßig, auch ganz in echt auf der Straße, gegen Scientology.

Unterstützung für WikiLeaks

Bekannt wurde Anonymous durch Blockade-Angriffe auf Mastercard und Visa, die "Operation Payback". Die Finanz­dienst­leister hatte der Enthüllungs­plattform WikiLeaks[wp] die Unterstütung entzogen. Später startete Anonymous "Operation Leakspin", eine Crowd­sourcing-Initiative, um die von WikiLeaks veröffentlichten Dokumente nach interessanten Geschichten zu durchsuchen. Sympathisanten sollen ihre Energie darin investieren, Enthüllungen in "bürger­jounalistischer" Aufmachung auf allen denkbaren Kanälen so weit wie möglich zu verbreiten.

Anonymous und Sony

Sony möchte nicht, dass die Nutzer der Playstation auf der Spielkonsole eigene Software laufen lassen. Der Hacker GeoHot veröffentlichte eine Anleitung, wie es trotzdem geht - und bekam deshalb juristischen Ärger. Anonymous blies als Reaktion Mitte April zum DDoS-Angriff, zur "Operation Sony". Unbekannte stahlen parallel mehr als hundert Millionen Nutzerdaten des Playstation-Networks, weitere Hacker-Angriffe folgten - und Sony verdächtigt Anonymous, beschuldigt die Gruppe der Mittäterschaft.

Im Visier der Ermittler

Die Website-Blockaden provozieren staatliche Gegenwehr: Das FBI ermittelt, Anfang des Jahres wurden Wohnungen durchsucht und Verdächtige festgenommen. In Deutschland durchsuchten Ermittler im Mai, mitten im Wahlkampf, Server der Piratenpartei: Auf einer offenen Plattform soll, ohne Wissen der Partei, ein DDoS-Angriff geplant worden sein. Im Juni nahm die Polizei in Spanien drei mutmaßliche Anonymous-Mitglieder fest, mehr als zwei Millionen Chat-Protokolle sollen ausgewertet worden sein. Auch das Militärbündnis Nato, das sich für den Cyber-War rüstet, hat Anonymous im Visier.

Einzelnachweise

  1. Aufruf "Wir sind die Urheber": Anonymous stellt Unterstützer an den Pranger, boersenblatt.net am 14. Mai 2012
  2. Youtube-logo.png Message to Scientology - Church0fScientology (aktualisiert 21. Januar 2008) (Länge: 2:03 Min.)
    Youtube-logo.png Message to Scientology: We Still Run This - Church0fScientology (aktualisiert 2. Januar 2009) (Länge: 3:30 Min.)
  3. fawkes-maske.de

Querverweise

Netzverweise

  • Webseite: anonymousnews.ru
  • Ole Reißmann: Anonymous-Protest in Hamburg: Mit bunten Hüten gegen Scientology, Spiegel online am 16. Februar 2014 (Scientology wird 60 Jahre alt - und die Gegner feiern Geburstag: Seit sechs Jahren demonstrieren Anonymous-Anhänger nun schon in Hamburg gegen die selbsternannte Kirche.)
  • Hacker gegen RechtsAnonymous startet Nazi-Enthüllungsportal, 2. Januar 2012 (Unter dem Namen "Operation Blitzkrieg" haben sich Hacker gegen die rechte Szene verschworen. Eine Enthüllungs­plattform veröffentlicht Massen an Daten und enttarnt Nazis. Die NPD will Anzeige erstatten.)
  • Konrad Lischka: Anonymous und Guy Fawkes: Grinsemaske ohne Botschaft, Spiegel Online am 5. November 2011 (Guy Fawkes wollte das englische Parlament in die Luft sprengen, den König töten. Er war ein katholischer Terrorist. Vier Jahrhunderte später wurde eine weiße Maske mit seinem Antlitz zum Symbol der Web-Guerilla Anonymous. Eine Markengeschichte.)
  • Roland Peters: Größte Sammlung im Internet: Anonymous sprengt Kinderpornoring, N-TV am 18. Oktober 2011 (Im Zuge der "Operation Darknet" legt das Hacker-Netzwerk Anonymous eigenen Angaben zufolge einen Online-Tauschring für Kinderpornografie lahm. Tagelang machen die Aktivisten im Cyberspace Jagd auf Pädophile, offenbar mit Unterstützung eines Google-Mitarbeiters.) (Die Mitglieder des Tauschrings machten es ihren Jägern nicht leicht: Sie verschanzten sich in einem so genannten "Darknet", einem privaten Netz zwischen bestimmten Nutzern, das anderen nicht zugänglich ist - oder sein sollte.) (Es dauerte einen Tag, dann veröffentlichte Anonymous die Inhalte des gekaperten "Hidden Wiki", einer Informationsseite für Pädophile aller Art. Mit Sicherheits­hinweisen, die vor Straf­verfolgungs­behörden schützen sollen, Angaben zu Chaträumen für diverse Vorlieben, Adressen zu Bild- und Video­archiven. Und, was viel gravierender sein dürfte: eine Liste mit fast 1600 Nutzer­namen des Kinder­porno­rings "Lolita City".)
  • Matthias Heine: Guy Fawkes: Warum Demonstranten eine Offiziersmaske tragen, Die Welt am 23. Juni 2011 (Madrid, Stuttgart, Athen: Wo in diesen Tagen protestiert wird, da taucht die Maske von Guy Fawkes auf. Wer war das eigentlich?) (Anti-Scientology-Kampagne als Ausgangspunkt - Guy Fawkes, eine Reklamefigur für Anonymous.)
  • YouTube als Schlachtfeld für Anonymous gegen Scientology, Heise Online am 19. April 2008
Dieser Artikel basiert Einleitung auf dem Artikel Anonymous (20. Dezember 2014) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anonymous und Guy Fawkes: Grinsemaske ohne Botschaft von Spiegel Online, 5. November 2011.