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Dreifachunterdrückung

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Hauptseite » Gesellschaft » Diskriminierung » Unterdrückung » Dreifachunterdrückung


Dreifachunterdrückung (Englisch: Triple Oppression) ist ein Begriff für mehrfache und gleichzeitige Unterdrückung[wp] aufgrund der geschlechtlichen, ethnischen[wp] und klassen­spezifischen[wp] Zugehörigkeit (Sexismus, Rassismus, Klassismus[wp]). Eine weitere Bezeichnung ist Race-Class-Gender-Unter­drückung.

Geschichte

Ein wichtiger Schritt zur Entwicklung der Mehrfach­unterdrückungs­hypothese war ein Zusammenschluss in den USA von lesbischen schwarzen radikalen Feministinnen zum Combahee River Collective[wp]. In ihrem 1977 erschienenen Manifest wurde sowohl der Androzentrismus der schwarzen Bürgerrechtsbewegung[wp] kritisiert, als auch die Beschränkung des Feminismus auf die Bedürfnisse der weißen Mittelschichts­frauen. Ihnen ging es darum, die spezifischen Unterdrückungs­erfahrungen schwarzer Frauen in den Mittelpunkt zu rücken. Im Südafrika der 1980er Jahre wurden ähnliche Ansätze innerhalb des radikalen Flügels der Anti-Apartheidbewegung breit diskutiert, so innerhalb der links vom ANC[wp] stehenden National Forums.

Im deutschsprachigen Raum wurde die Mehrfach­unter­drückung zunächst in der feministischen Bewegung diskutiert. Nennenswert ist hier vor allem die Publikation Scheidelinien. Über Sexismus, Rassismus und Klassismus der niederländischen Feministin Anja Meulenbelt[wp].

Innerhalb der linksradikalen autonomen Szene wurde die Triple-Oppression-Theorie Mitte der 1990er Jahre intensiv diskutiert anhand des Buches Drei zu Eins. Klassen­wider­spruch, Rassismus und Sexismus. Die Theorie dreier sich gegenseitig beeinflussender Mechanismen löste weitgehend die zuvor in autonomen Zusammen­hängen verbreitete These des "Haupt­wider­spruchs[wp] Kapitalismus", dem andere gesellschaftliche Herrschafts­verhältnisse (insbesondere Rassismus und Patriarchat; auch als "Neben­wider­sprüche" bezeichnet) untergeordnet wären, ab und wird häufig auch im Rahmen der Subsistenz­theorie[wp] angeführt.

Eine Erweiterung der Mehrfach­unter­drückungs­these findet sich in der Intersektionalitäts­forschung (von Intersektion = Überschneidung). Die Intersektionalitäts­forschung geht von zahlreichen verschiedenen Unterdrückungs­formen bzw. "bipolaren hierarchischen Grenzlinien" aus.

Triple Oppression nach Klaus Viehmann

Klaus Viehmann empfiehlt, Herrschaft gegenüber Frauen, Schwarzen und Arbeitern in der Metapher des Netzes zu denken:

Zitat:

«Das Denkmodell einer netzförmig angelegten Herrschaft ist als Vorstellungs­behelf gar nicht schlecht.

Die Maschen des Netzes sind weiter (Metropole[wp]) oder enger (Trikont[wp]). Die Fäden älter (Patriarchat) oder neuer (Kapitalismus). Stabiler (in der BRD z. B.) oder schwächer (in Mittelamerika z. B.). Die Fäden bilden unterschiedliche Knoten (Rassismen sind anders mit Kapitalismus verbunden als das Patriarchat usw.) und das Netz wird von manchen repariert und neu geknüpft (Kapital, Staat, Weiße, Männer), um andere zu fesseln (Frauen, Schwarze, Arbeiter[wp]) und sie zerreißen es, so gut sie können.

Die Vorstellung einer netzförmigen Herrschaft, in der jeweils bei jedem Faden und Knoten Oben und Unten erhalten bleibt, aber keine alleinige Ursache, kein Haupt­wider­spruch mehr voraus­gesetzt wird, berührt auch die Frage nach dem revolutionären Subjekt.

Wenn es nicht mehr aus einer Dualität, aus einer einzigen letztlichen Ursache abgeleitet werden kann, dann kann auch keiner Gruppe von Unterdrückten mehr eine privilegierte Avantgarde­position zugewiesen werden.»[1]

Kritik

Kritisiert wird am Triple-Oppression-Ansatz unter anderem, dass Unter­drückungs­formen wie Heterosexismus, Behindertenfeindlichkeit[wp] oder Speziesismus[wp] nicht vorkommen. Auch könne Antisemitismus[wp] nicht einfach nur als Rassismus betrachtet werden. Von kritisch-marxistischer Seite wird am Triple-Oppression-Ansatz kritisiert, dass dieser den Kapitalismus eher als bloßes Unter­drückungs­verhältnis zwischen Bourgeoisie und Proletariat[wp] und nicht als Gesellschaftsformation[wp] oder Produktionsweise[wp] analysiert, in welcher Patriarchat, Rassismus, etc. unlösbar eingebundene beziehungsweise konstitutive Bestandteile seien und dass der Ansatz die Verbindungen zwischen den spezifischen Formen von Unterdrückung und Ausbeutung eher verschleiere.

Literatur

  • Anja Meulenbelt[wp]: Scheidelinien. Über Sexismus Rassismus und Klassismus. Rowohlt Verlag, 1988, ISBN 3-498-04316-1.
  • Ingrid Strobl[wp], Klaus Viehmann und GenossInnen, autonome l.u.p.u.s.-Gruppe: Drei zu Eins. Metropolen(gedanken) und Revolution?. Verlag ID-Archiv, 1993, ISBN 3-89408-029-9.
  • Helma Lutz[wp], Norbert Wenning: Unterschiedlich verschieden. Differenz in der Erziehungswissenschaft. Leske + Budrich Verlag, 2001, ISBN 3-8100-2854-1.
  • Neville Alexander[wp]: Wer Wind sät wird Sturm ernten. Kultur und Politik der unterdrückten Mehrheit Südafrikas ISP-Verlag, 1986, ISBN 3-88332-113-3.
  • Broschürengruppe u. a.: Triple Oppression und bewaffneter Kampf - Eine Dokumentation. Beiträgen zur Debatte über die Neubestimmung revolutionärer Politik. Eigenverlag, Berlin 1995.
  • Combahee River Collective. 1977: A Black Feminist Statement. In: Zillah Eisenstein (Hrsg.): Capitalist Patriarchy and the Case For Social Feminism.

Einzelnachweise

  1. Klaus Viehmann u. a.: Drei zu Eins: Klassenwiderspruch, Rassismus und Sexismus. In: nadir.org.

Querverweise


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Triple Oppression (12. Mai 2018) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.