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Expatriate

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10 Arten von Expatriates, die die Welt durchstreifen

Ein Expatriate (Plural -s; von englisch expatriate; von lateinisch ex 'aus', 'heraus' und patria 'Vaterland'), kurz Expat, ist in der Wirtschaft eine Fachkraft, die von dem international tätigen Unternehmen, bei dem sie beschäftigt ist, vorübergehend - meist für ein bis drei Jahre - an eine ausländische Zweigstelle entsandt wird.[1][2] Wenn die Initiative zum Auslands­aufenthalt nicht von einem Unternehmen, sondern von der jeweiligen Person ausgeht, spricht man wissenschaftlich von selbst­initiierter Expatriation.[3][4] Eine Sonderform sind Führungs­kräfte, die nicht von einem Unternehmen ihres Heimatlandes entsandt wurden, sondern in ihrem Gastland in lokalen Unternehmen arbeiten.[5][6][7][8]

Begriffsklärung

Obwohl sich die klassische Definition des Expats grundsätzlich auf (teils hoch­qualifizierte) Fachkräfte bezieht, die durch ihren Arbeitgeber für begrenzte Zeit ins Ausland entsandt werden, um in Zweigstellen oder ausgelagerten Projekten zu arbeiten, wird der Begriff heutzutage oft als Sammelbegriff verwendet. Zudem kommt es auch immer häufiger vor, dass die Abenteuerlust oder der Wunsch nach einem Neuanfang oder einem anderen Lebensstil hinter dem Auslands­aufenthalt stehen. Die rein berufliche Motivation rückt so bei vielen in den Hintergrund.[9]

Laut einer Umfrage des Expat-Netzwerks InterNations liegt der Anteil der vom Arbeitgeber entsandten Expatriates weltweit bei 16 %.[9]

Expatriate oder Immigrant

Der Begriff "Expatriate" überschneidet sich heute, aufgrund seiner Verwendung als Sammelbegriff, oft mit dem Begriff "Immigrant"[wp] oder "Emigrant"[wp]. Viele Expatriates haben nicht mehr die Absicht, das Gastland nach einem kurzen Aufenthalt wieder zu verlassen, sondern planen einen Neuanfang im Ausland.[10]

Der Begriff "Expatriate" wird unter anderem deshalb kontrovers diskutiert, weil er vor allem für westliche Fachkräfte im Ausland zu gelten scheint, während Menschen afrikanischer, ost-europäischer, oder asiatischer Herkunft oft als "Immigranten" bezeichnet werden.[11] Teilweise wird allerdings auch davon ausgegangen, dass sich die Diskrepanz vielmehr aus der Qualifikation und dem Einkommen der betreffenden Fachkraft ergibt, statt aus deren Hautfarbe oder Herkunft.[12][13]

Einzelnachweise

  1. Unternehmen werben um Expatriates auf: monster.de
  2. Grenzerfahrungen III - Arbeiten im Ausland, Frankfurter Allgemeine Zeitung am 3. November 2006
  3. K. Inkson, M. B. Arthur, J. Pringle, S. Barry: Expatriate Assignment Versus Overseas Experience: Contrasting Models of International Human Resource Development., in: Journal of World Business. 32(4) (1997), S. 351-368
  4. V. Suutari, C. Brewster: Making Their Own Way: International Experience Through Self-Initiated Foreign Assignments., in: Journal of World Business. 35(4) (2000), S. 417-436.
  5. Foreign Executives in Local Organisations, 2012
  6. Frithjof Arp: Typologies: What types of foreign executives are appointed by local organisations and what types of organisations appoint them?, in: German Journal of Research in Human Resource Management / Zeitschrift für Personalforschung. 27(3), 2013, S. 167-194
  7. Frithjof Arp: Emerging giants, aspiring multinationals and foreign executives: Leapfrogging, capability building, and competing with developed country multinationals., in: Human Resource Management. 53(6), 2014, S. 851-876
  8. Frithjof Arp, Kate Hutchings, Wendy A. Smith: Foreign executives in local organisations: An exploration of differences to other types of expatriates., in: Journal of Global Mobility. 1(3), 2013, S. 312-335
  9. 9,0 9,1 Expat Insider 2015: 10 Types of Expats That Roam the World, (Hrsg.) InterNations
  10. Rosie Spinks: You Say "Immigrant," I Say "Expat", Good am 25. November 2014
  11. Mawuna Remarque Koutonin: Why are white people expats when the rest of us are immigrants?, The Guardian am 13. März 2015}
  12. Expats and immigrants: How we talk about human migration, linguistic pulse am 15. März 2015
  13. Katy Scott: Who's an expat anyway?, The South African am 1. November 2015

Querverweise

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