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Facebook

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Facebook
Logo-Facebook.png
Beschreibung Soziales Netzwerk
Sprachen ca. 50
Online seit 4. Februar 2004
Status aktiv
Weitere Infos
Registrierung Ja
Betreiber Facebook Inc.[wp]
Urheber Dustin Moskovitz[wp], Chris Hughes[wp], Eduardo Saverin[wp], Mark Zuckerberg[wp]
URL facebook.com

Facebook ist ein soziales Netzwerk[wp], das vom gleich­namigen amerika­nischen Unter­nehmen Facebook Inc.[wp] in Zusammen­arbeit mit der NSA betrieben wird. Der Name bezieht sich auf die so genannten Facebooks (Englisch wörtlich: "Gesichtsbuch", sinngemäß: "Jahrbuch") mit Abbildungen von Studenten, die an manchen US-amerika­nischen Colleges verteilt werden.

Das soziale Netzwerk wurde am 4. Februar 2004 veröffentlicht und zählt inzwischen mehr als eine Milliarde Mitglieder. Facebook gehört nach unter­schiedlichen Statistiken zu den fünf am häufigsten besuchten Webseiten der Welt, in Deutschland liegt es auf dem zweiten Rang hinter Google.[1]

Seit seiner Veröffentlichung steht Facebook aufgrund mangelhafter Daten­schutz­praktiken in der Kritik, insbesondere von europäischen Daten­schützern und Sicher­heits­experten.[2] Verbraucher­zentralen in Deutschland raten davon ab, das Angebot zu nutzen.[3][4] Zahlreiche andere Plattformen bieten Alternativen zur Nutzung von Facebook.

Verflechtung von Politik und Facebook

Zitat:

«Sinem Taskin (33) verstärkt als Public Policy Manager die politische Kommunikation von Facebook in Berlin. In der neu geschaffenen Position begleitet sie die Positionierung des Unternehmens im politischen Raum und berichtet an Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zuvor war Taskin als Referentin im Bundespräsidialamt tätig.» - Michael Seemann[wp][5]

Zitat:

«Vom Bundespräsidialamt zu Facebook. Das hat "ä G'schmäckle", wie die Schwaben sagen.

Wenn das dieselbe Sinem Taşkın ist, die Referentin von Tom Koenigs MdB (Grüne) war[ext], dann stinkt's sogar.» - Hadmut Danisch[6]

Zitat:

«Falls Mark Zuckerberg bei der nächsten Wahl für die Clinton-Partei als Präsident kandidieren will und falls Facebook und Google schon darauf getrimmt sind, deren Wahlkampf in den Social Media durch Bevorzugen und Ausfiltern durchsetzen sollen, dann stellt sich die Frage, wer da eigentlich Koch und wer Kellner ist:

Treibt Heiko Maas Facebook vor sich her, oder ist es umgekehrt: Hat Facebook die deutsche Regierung oder Heiko Maas damit beauftragt, ihnen eine Zensur-Legitimation zu verschaffen und es so aussehen zu lassen, als würden die auf unseren Wunsch tätig? Damit da künftig die internationale Meinung auf Linie der Clinton-Partei liegt?» - Hadmut Danisch[7]

Zitate

"Gefällt mir"-Button
Zitat:

«Würde er heute Facebook noch einmal gründen, wären die persönlichen Daten der Anwender von Anfang an öffentlich zugänglich: Mark Zuckerberg, Mitgründer und Chef des sozialen Netzes, macht kein Hehl daraus, dass er Privatsphäre im Web 2.0 für ein weitgehend überholtes Konzept hält.»[8]

Zitat:

«Datenschutz[wp] stellt nur noch ein Rückzugs­gefecht dar, auf den sich keine Zukunft im Netz bauen lässt. "Wir wissen so wenig von der Datentechnik der nächsten fünf Jahre, wie Tutenchamun von der heutigen wusste."» - Michael Seemann[9]

Zitat:

«Ich habe mich [...] als Informatiker ausgewiesen, der schon im Internet rumspringt, seit es das in Deutschland gibt, und Social Media benutzt habe, lange bevor es den Begriff und Facebook gab (man muss sich ja von den "Social-Media-Experten" abgrenzen, die Twittern für Expertentum halten). Ich habe gesagt, dass ich an dieser Veranstaltung viel Kritik hätte, mich aber wegen der Kürze der Zeit auf einen einzigen Punkt beschränken wolle: Nämlich den der Überheblichkeit.

Facebook sei nicht, wie andere sagten, ein "neues Internet", sondern nur eine Server­plattform mit Software, die es auch dem Laien ermöglich, leicht und einfach Webseiten zu produzieren. (Fachbegriff wäre Content-Management-System; ich kringel mich immer, wenn die Leutinnen sich als Social-Media-Experten oder Internet-Beraterinnen verkaufen, aber Facebook, Web und Internet nicht aus­einander­halten können, also eigentlich gar nichts verstanden haben.)

Wir würden als Deutsche erwarten, dass die Amerikaner uns eine Dienstleistung wie Facebook kostenlos zur Verfügung stellen, aber sich dabei bitteschön nur nach unserem Recht richten, nicht mehr und nicht weniger sperren, als wir für richtig halten. Ich hielte es für überheblich und anmaßend, in einem fremden Land deren Dienste - kostenlos - zu nutzen und dann noch zu verlangen, dass man sich nach uns richten möge. Auf die Frage, was man gegen Facebook tun könne, gebe es meines Erachtens nur eine Antwort, nämlich sowas wie Facebook selbst zu schreiben und selbst zu betreiben, nach deutschem Recht und Gusto. Die Realität habe aber gezeigt, dass wir, die Deutschen, dafür zu doof waren und nichts derartiges hinbekommen habe. Wie das laufen würde, sähe man ja an De-Mail und dem Berliner Flughafen.

Wenn wir es aber selbst nicht hinbekämen, es uns nach deutscher Art zu bauen, könnten wir auch von den Amerikanern nicht verlangen, dass sie das für uns dann machen.» - Hadmut Danisch[10]

Facebooks Schutzbehauptung

Seit etwa einem Jahr warnen wir[11], dass alle Webseiten, die Facebook-Buttons einbinden, ohne weiteres Zutun des Anwenders Informationen an Facebook senden, die der Konzern einer konkreten Person zuordnen kann.

Erst erklärte uns die Presse­abteilung von Facebook: Nein, so was machen wir nicht, vertraut uns. Nachdem der technische Nachweis erbracht war, hieß es: Ja, stimmt schon, wir bekommen die Daten. Aber wir speichern die nicht - vertraut uns. Jetzt erklärt ein Techniker einige Details zur Cookie[wp]-Nutzung auf Facebook und heraus kommt: Ja, stimmt, wir benutzen diese Daten. Aber nur zu Eurer Sicherheit - vertraut uns.

Wenig vertrauenerweckend ist schon die Art und Weise, wie Facebook kommuniziert. So dokumentiert der Konzern nicht etwa öffentlich, wie diese Cookies genutzt werden. Auf konkrete Fragen antwortet in der Regel die Presseabteilung mit inhaltsarmen, vor­formulierten Versatz­stücken. Spricht doch mal ein Techniker, dann mit einem Online-Portal, das erstens selbst Facebook-Buttons einsetzt und zweitens auch nicht gerade für technische Expertise im Bereich Netzwerk-Sicherheit und Datenschutz bekannt ist. Genau so würde jemand vorgehen, der etwas zu verbergen hat.

Leider tragen auch die hauptamtlichen Datenschützer zur Verwirrung bei, indem sie sich immer wieder auf IP-Adressen kaprizieren. Es ist ja schön, dass sie verstanden haben, dass eine IP-Adresse durchaus auch daten­schutz­rechtlich relevant sein kann. Aber hier geht es um viel mehr, nämlich um Daten, die Facebook ganz direkt mit Personen verknüpft. Sich in diesem Kontext über die Speicherung von IP-Adressen aufzuregen, ist in etwa so, als würde ein Parkplatz­betreiber von allen Benutzern den Personalausweis kopieren und ein besorgter Datenschützer beschwerte sich dann über fehlende Anonymität, weil er deren Auto-Kennzeichen notiert.

Deshalb noch mal eine Beschreibung des Grundproblems: Wenn ich eine Spiegel-Seite aufrufe oder die Fan-Seite von Hannover 96 oder irgendeine andere Seite mit Facebook-Elementen, bekommt Facebook die Information, dass ich, Jürgen Schmidt, diese konkrete Seite gelesen habe. Da Facebook-Buttons quasi omnipräsent sind, kann Facebook eine komplette Liste aller Websites erstellen, die ich besuche und diese mit meiner Person verknüpfen - einer Person, deren Namen, Adresse, Vorlieben und Freunde es kennt.

Das gilt nicht nur für mich, sondern für alle 800 Millionen Facebook-Mitglieder. Offen ist nur die Frage, was genau Facebook mit diesen Daten macht. Von uns zu erwarten, dass wir Facebook vertrauen, dass da schon nichts Böses passiert, ist wirklich zu viel verlangt. Schließlich haben wir es mit einem Konzern zu tun, der demnächst für 100 Milliarden Dollar an die Börse will. Und der wichtigste Gegenwert für diese unvorstellbare Summe, die das Brutto­sozial­produkt vieler Staaten übersteigt, sind nun mal die Daten seiner User.

Via Spiegel online verbreitet Facebook jetzt die Behauptung, dass man zwar durchaus Daten über die Nutzung von Dritt-Seiten speichere - aber dies erstens keine Surf-Profile seien und es zweitens für die Sicherheit der Anwender unverzichtbar sei. Mal ganz abgesehen von den vielen Unstimmigkeiten in der Darstellung fehlt dort eine ganz entscheidende Frage: Was verhindert, dass morgen Terror­fahnder bei Facebook solche kompletten Surf-Profile im Rahmen einer Ermittlung einfordern, etwa um herauszufinden, ob jemand öfter mal Hetz-Videos oder sogar Bomben­bau­anleitungen im Internet aufgerufen hat?

Und es komme mir jetzt bitte keiner mit anonymisierten IP-Adressen ...
- Jürgen Schmidt: Facebooks Schutzbehauptung, Heise am 17. Dezember 2011

Das Like-Problem

Was Facebooks Gefällt-Mir-Buttons verraten

Datenschützer warnen vor den überall auftauchenden Gefällt-Mir-Buttons von Facebook. Tatsächlich übermittelt er persönliche Daten, auch ohne dass man ihn angeklickt hat.

Heise-Facebook-01.png

Immer mehr Web-Seiten bieten Ihren Lesern die Möglichkeit, durch einen Klick auf das "Gefällt mir"-Symbol ihre Facebook-Freunden auf eine interessante Seite aufmerksam zu machen. Von Spiegel Online über Bild.de bis hin zur Fan-Seite von Hannover 96 - überall begegnet man dem hochgestreckten Daumen.

Web-Sites versprechen sich mehr Sicht­bar­keit und damit höhere Zugriffs­zahlen, die Anwender finden den Service ebenfalls praktisch. Daten­schützer warnen allerdings, dass damit die Privat­sphäre der Anwender gefährdet sei. Zum besseren Verständnis sei hier der technische Hintergrund der Problematik kurz erklärt.

Hier sind die eingebetteten iFrames eines Spiegel-Artikels mit einem blauen Rahmen markiert. Sie enthalten Code von Facebook beziehungs­weise Twitter.

Für den Like-Button bindet die Web-Seite einen sogenannten iFrame[wp] ein. Das ist eine kleine Mini-Seite innerhalb der Seite, deren Quelltext von Facebook selber stammt. Ruft man etwa eine Spiegel-Online-Seite auf, bettet diese sofort den Facebook-Frame ein - also bevor der Anwender auf "Gefällt mir" geklickt hat. Konkret führt etwa das Öffnen einer Spiegel-Online-Seite zu folgendem Aufruf des Browsers:

GET http://www.facebook.com/plugins/like.php?locale=de_DE&
href=http%3A%2%2Fwww.spiegel.de%2F...00.html... HTTP/1.1
Host: www.facebook.com
Referer: http://www.spiegel.de/.../0,1518,758141,00.html
Cookie:
datr=12...f; lu=T...XQ; c_user=100...20; sct=13...539; ...

Dabei sendet der Browser an Facebook unter anderem als Referrer[wp] die URL der gerade geöffneten Spiegel-Seite. Außerdem schickt er dem Facebook-Server auch das von ihm bereits früher gesetzte Cookie[wp]. Ist der Anwender gerade in einem anderen Fenster bei Facebook angemeldet, enthält das seine Sitzungs-ID. Damit kann Facebook diesen Aufruf der Spiegel-Seite einer konkreten Person zu ordnen.

Konkret kann Facebook also während Sie dort angemeldet sind beobachten, welche Web-Seiten Sie aufrufen, sofern diese einen solchen Like-Button oder andere Facebook-Elemente enthalten. Angesichts des Erfolgs des sozialen Netzwerks nimmt deren Zahl ständig zu. Und anders als Statistik-Server wie Google Analytics, die IVW oder auch die Server von Anzeigen-Dienst­leistern, die mit anonymisierten Daten oder schlimmsten­falls IP-Adressen arbeiten, kann Facebook diese Daten direkt mit einer realen Person verknüpfen, deren Adresse und Freunde es kennt.

Auch wer nicht bei Facebook angemeldet ist, sendet Daten an deren Server[wp].

Auch wer nicht bei Facebook angemeldet ist, sendet auf Seiten mit aktiven Facebook-Elementen Daten an Facebook. So setzt Facebook bei jedem Aufruf der Web-Site ein Cookie mit einer Kennung wie E9dcTgVq3xnuDQAAFw47QTAZ, das zwei Jahre gültig ist. Da der Browser dieses Cookie bei jeder Verbindung mit einem Facebook-Server ungefragt mitschickt, könnte der Betreiber damit prinzipiell ein Profil erstellen, welche Web-Seiten der zu der Kennung gehörende Anwender aufgerufen hat. Und es wäre dann auch durchaus möglich, diese Kennung später - etwa beim späteren Anmelden bei Facebook - auch wieder einer Person zuzuordnen.

Angesichts der einschlägigen Erfahrungen, was die Daten und Privatsphäre der Mitglieder angeht, muss man auch davon ausgehen, dass die amerikanische Firma alle Daten, derer sie habhaft werden kann, auswertet und früher oder später zu Geld macht. Vergleichbare Informationen gehen übrigens auf vielen Web-Sites auch an Twitter oder Google.

Um das zu verhindern, kann man etwa in Firefox Cookies von Dritt­anbietern blockieren. Dann sendet der Browser bei eingebetteten Inhalten anderer Anbieter keine Cookies an den Server. Damit funktionieren allerdings außer dem Like-Button unter Umständen auch andere Site-über­greifende Funktionen nicht mehr. Um Datenschutz besorgte Web-Seiten-Betreiber müssen nicht völlig auf Facebook verzichten. Sie können statt ein iFrame einzubetten, einen einfachen Link einbauen, bei dem der Klick ein eigenes Facebook-Fenster öffnet. Dort kann Leser dann einen Kommentar erstellen und die Seite seinen Freunden empfehlen. Das ist nicht zwar ganz so komfortabel, aber es übermittelt erst dann Daten an Facebook, wenn der Anwender seine Bereitschaft dazu signalisiert hat.

Update: heise online hat mittlerweile eine daten­schutz­freundliche Lösung umgesetzt, die der Artikel 2 Klicks für mehr Datenschutz beschreibt. Da deren Code frei verfügbar ist, können auch andere Sites dieses Konzept einsetzen.
- Jürgen Schmidt: Das Like-Problem: Was Facebooks Gefällt-Mir-Buttons verraten, Heise am 20. April 2011

Kein Freibier

Sagt mal, Leute, glaubt Ihr wirklich, dass Euch die Dienst­leistungen kostenlos vom Himmel regnen?

Bei mir kommen gerade jede Menge Hinweise unter­schiedlicher Seriosität und Nachprüfbarkeit rein, wonach bei Facebook gerade aus Angst vor Maas derartig viele Facebook-Accounts abgeschaltet werden, dass das Waldsterben dagegen wie Kinder­geburtstag aussieht. In Frankreich hätten sie angeblich 30.000 Accounts vor der Präsidenten­wahl auf stumm geschaltet. Und so weiter.

Äh, Leute, jetzt muss ich doch mal blöd fragen:

Glaubt Ihr alle wirklich, dass da eine amerikanische Firma vorbeikommt um Euch so ganz kostenlos und nur in Eurem Interesse die Webseiten macht?

Was glaubt Ihr eigentlich, warum Facebook das macht?

Weil die Geld verdienen wollen. Eure Interessen interessieren die einen Scheiß, wenn es über deren Geschäfts­interessen hinausgeht.

Wieso glaubt Ihr, dass sich Facebook in Eurem Interesse mit Maas anlegen würde? Sobald die Gefahr besteht, dass sie die paar Kröten, die sie mit Euren Daten verdienen, wieder verlieren, treten die auf die Bremse. Was hätten die davon, sich auf ihre Kosten für Euch einzusetzen?

Das ist halt das Problem der heutigen Alles-Kostenlos-Bekommen-Mentalität. So sieht's dann eben auch aus. Hättet Ihr einen ordentlichen Vertrag mit einem ordentlichen Provider, sähe die Sache ganz anders aus.

(Das ist übrigens auch ein Punkt, warum wir dynamische IP-Adressen und asymmetrische Band­breiten haben. Würde jeder zuhause seinen Webserver auf seinem Raspi betreiben, wäre das für Maas rechtlich viel, viel schwerer, das abzuschalten.)

Wenn Euch die Facebook-Sperrerei stinkt, dann solltet Ihr jetzt bei allen Parteien anfragen, wie sie dazu stehen und ob man bei der Bundes­tags­wahl für oder gegen sie stimmen müsste, um Maas los­zu­werden. Lasst Euch das schriftlich geben.

Datenschutzrecht

Regelverstoß bei Facebook: "Eine dieser Personen verstöpt gegen die Regeln von Facebook. #nippelstatthetze"[13]

Eine aktuelle und dringende Frage ist, ob das bestehende Daten­schutz­recht noch seinen Zweck erfüllt. Ihm liegt das Grundrecht auf informationelle Selbst­bestimmung zugrunde, welches das Bundesverfassungsgericht im Jahr 1983 formulierte. Dieses Grundrecht beruht auf zwei Prinzipien: der Daten­vermeidung und der durchdachten Entscheidung informierter Bürger, ob und wem sie ihre Daten preisgeben.

Dem durchschnittlichen Nutzer des Internet fehlt heute jedoch das Wissen, das für eine durchdachte Entscheidung notwendig wäre. Er kann nicht mehr überblicken, welche Daten er für wen zugänglich macht, und wie diese ausgewertet oder mit anderen Informationen verknüpft werden. Langatmige Daten­schutz­erklärungen in Juristendeutsch, wie sie der Gesetzgeber vorschreibt, sind ihm dabei keine Hilfe.

Datenvermeidung wiederum bedeutet ein ständiges Ankämpfen gegen die Sammelwut der Dienste, die man gerne nutzen möchte. Auch wer ganz bewusst entscheidet, was er an Daten preisgibt, verliert die Kontrolle darüber, was mit diesen passiert. Etwa wenn Facebook die Regeln ändert und Vertrauliches plötzlich öffentlich wird. Oder weil sich morgen oder nächstes Jahr neue Verknüpfungs- und Auswertungs­möglichkeiten ergeben. Denn das Internet hat ein ganz großes Defizit: Ihm fehlt der Löschknopf. Sind private Daten einmal unterwegs, lassen sie sich nicht mehr aufhalten. Jedes Leck, jede Datenpanne, jeder Datenklau - egal ob selbst verschuldet oder von einer Firma verursacht - kann zu einem irreparablen Schaden führen.

Die Notwendigkeit, das deutsche Datenschutzrecht zu überarbeiten, ist eine Sache, gleichzeitig ist eine gesellschaftliche Diskussion darüber erforderlich, was der Schutz der Privatsphäre wert ist und welche Kontrollmöglichkeiten die Nutzer brauchen und haben wollen.[14]

Zensur

WikiMANNia - in eigener Sache

Aufgrund der vorstehend erläuterten Problematik werden auf WikiMANNia-Seiten keine Facebook-Buttons verwendet.

Gegenmaßnahmen

Für den Internet-Browser Firefox stehen verschiedene Erweiterungen zur Verfügung, um mit der Facebook-Problematik umzugehen:

Facebook Blocker
URL: http://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/facebook-blocker/
Disables auto-submitting your data to Facebook
Deaktiviert die automatische Übermittlung Ihrer Daten an Facebook
FacebookBlocker
URL: http://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/facebookblocker/
Block Facebook content from appearing on other websites
Blockiert, dass Inhalte aus Facebook auf anderen Websites gezeigt werden
Facebook Block
URL: http://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/block-access-facebook/
Block access of the Facebook
Blockiert den Zugriff von Facebook

60 Geschlechter

Die neuen Auswahlmöglichkeiten bei Facebook

Bei Facebook Deutschland gibt es jetzt 60 Geschlechtsidentitäten, in den USA sind es 58, in Großbritannien 70.[15]

Facebook-Alternativen

Eine Übersicht über diese Alternativen liefert PlusPedia: Alternativen zu Facebook.

Einzelnachweise

  1. Top Sites in Germany, alexa.com am 17. Januar 2013
  2. Datenschutz bei Facebook, Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationssicherheit[wp]
  3. Andreas Wilkens: Verbraucherzentrale rät zu Verzicht auf Facebook, heise online[wp] am 7. April 2010
  4. Verbraucherzentrale rät von Facebook ab, T-Online am 7. April 2010
  5. Michael Seemann[wp]: Taskin verstärkt Public-Policy-Team bei Facebook, Politik&Kommunikation am 6. Januar 2017
  6. Hadmut Danisch: Archäologie der Zukunft: Vom unvermeidlichen Kontrollverlust im Web 2.0, Ansichten eines Informatikers am 20. Januar 2017
  7. Hadmut Danisch: Heiko Maas: Zensurlegitimation auf Bestellung von Mark Zuckerberg?, Ansichten eines Informatikers am 4. August 2017
  8. Für den Facebook-Chef ist Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß, Heise am 10. Januar 2010
  9. Michael Seemann: Archäologie der Zukunft: Vom unvermeidlichen Kontrollverlust im Web 2.0, c't magazin 14/2010
  10. Hadmut Danisch: Unter Pressesprechern, Ansichten eines Informatikers am 19. Oktober 2016 (Ich fand es unglaublich seicht. Wiederkäuen des schon tausendmal gehörten in schlaffer Version. Zudem Leute auf dem Podium (und im Publikum), die sich in ihrer Meinung sehr, sehr ähnelten und auf einer 360°-Skala um vielleicht 5 bis 10° unterschieden.)
  11. Dieser Artikel erschien ursprünglich in c't 01/2012, Seite 31
  12. Hadmut Danisch: There is no free lunch, Ansichten eines Informatikers am 14. April 2017
  13. Barbara Vorsamer: #nippelstatthetze: "Das Ding ist außer Kontrolle geraten", Süddeutsche Zeitung am 30. Oktober 2015 (Seit zwei Tagen taucht ein Foto mit dem Hashtag #nippelstatthetze in allen Timelines auf - und wird von Facebook immer wieder gelöscht. Wegen Nacktheit, nicht wegen Rassismus. Ein Gespräch mit dem Urheber des Bildes, Fotograf Olli Waldhauer.)
  14. Jürgen Kuri: Macht und Ohnmacht: Grenzen ziehen zwischen Privatsphäre und öffentlichem Leben im Web 2.0, c't 14/2010
  15. Birgit Kelle: Gendergaga, The European am 5. September 2014

Querverweise

Netzverweise