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Fake-News

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"Fake-News" ist der falsche Begriff. Das sind keine ver­sehentlich geposteten fehlerhaften Nachrichten. Das ist Propaganda. Ein Einbrecher ist ja auch ein Ein­brecher und kein "Fake-Besucher".

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Der scheidende EU-Parlaments­präsident Martin Schulz[wp] fordert ein EU-weites Gesetz gegen die Verbreitung von Falschmeldungen im Netz. Die sozialen Netzwerke[wp] sollen verpflichtet werden, so genannte Fake-News zu kenn­zeichnen oder zu löschen... Ein Verstoß müsse für Facebook und andere Netzwerke "richtig teuer werden", meint Schulz.[1]
Zitat:

«Die Bundesregierung plant ein Gesetz[ext], das Fake-News unter Strafe stellen soll. Künftig soll jeder bestraft werden, der etwas behauptet, was der Regierung nicht passt oder deren Obsiegen bei der Bundestagswahl in Frage stellen könnte.» - Hadmut Danisch[2]

Zitat:

«"Fake-News" ist keine Verniedlichung, sondern ein politischer Kampfbegriff. Früher hieß das Ente[wp]

Zitat:

«Fake-News findet sich viel häufiger z. B. in Form der Behauptung, Saddam Hussein[wp] sei im Besitz von Massen­vernichtungs­waffen[wp] als im Kontext mit übler Nachrede[wp] oder Verleumdung[wp]. Fake-News kommt auch als Behauptung daher, z. B. als Behauptung, es gebe in Deutschland einen Gender Pay Gap - Michael Klein[3]

Zitat:

«Wer "Fake-News" bestrafen will wie SPD, Heiko Maas und CSU, kommt an Wahrheitsministerium[ext] oder -kommission nicht vorbei.» - Julian Reichelt[4]

Zitat:

«Als man #Fakenews noch Wahlversprechen nannte, wollte kein Politiker sie verbieten.» - Werner Niedermeier[5]

Zitat:

«Wie würde man hierzulande reagieren, hätte Putin angekündigt, die Verbreitung "unwahrer" Nachrichten sanktionieren zu wollen? #fakenews» - Zeberdee[6]

Zitat:

«Katrin Göring-Eckardt: Die Nazis haben in Dresden die Frauenkirche zerstört...

Claudia Roth: Die Türken haben sie wieder aufgebaut...» - hadi ya[7]

Zitat:

«Gegen Fake News hilft nach Ansicht von Mathias Döpfner[wp] nur die Recherche der Medien. Weder eine staatliche Stelle oder Hilfen für Facebook seien geeignet, falsche Nachrichten in den sozialen Medien zu entlarven. Hart ins Gericht geht der 5Springer-CEO und BDZV-Präsident mit der Großen Koalition: "Was Wahrheit ist, definiert keine Regierung, auch nicht Facebook."»[8]

Bundesmysterium für Wahrheit und Volkslenkung - Regierungs­amtliche Fake-News sind Kraft Gesetzes reine Wahrheit
Katrin Göring-Eckardt - Willkommenskultur ist der beste Schutz vor Terroristen

FakeNewsChallenge

Sawsan Chebli - Mein kaum Deutsch sprechender Vater
Zitat:

«Die neue Sozialisten-Regierung in Berlin wird die Stadt aus den Schulden heben und wettbewerbsfähig machen. #FakeNewsChallenge» - Lukas Steinwandter[9]

Zitat:

«Je "bunter" und vielfältiger Deutschland wird, desto größer wird die Meinungsvielfalt in dem Land. #FakeNewsChallenge» - Lukas Steinwandter[10]

Zitat:

«Katrin Göring-Eckardt im #MDR: "Willkommenskultur ist der beste Schutz vor Terroristen." #FakeNewsChallenge» - Nasobeeem[11]

Zitat:

«Sawsan Chebli: "Mein kaum deutsch sprechender Vater ist integrierter als viele Funktionäre der #AfD." #FakeNewsChallenge» - Nasobeeem[12]

Zitat:

«Die Zahl der Schwimmbadübergriffe ist nicht gestiegen. Das Anzeigeverhalten hat sich geändert! #FakeNewsChallenge» - Murphyne[13]

Zitat:

«Wir wissen ganz genau, wer sich in unserem Land aufhält. Wir haben alles unter Kontrolle! #FakeNewsChallenge» - Justine[14]

Hacking-Tool

Zitat:

«Der CCC ist zur verblödeten Mainstream-Veranstaltung verkommen.

Es gab mal eine Zeit, in der war der CCC eine Veranstaltung für Hacker. Die ihren zentralen Spaß und intellektuellen Reiz daraus zogen, die Fehler in Systemen aufzuzeigen, indem sie sie "hacken"[wp] - eben auch durch Eingabe falscher Daten. Man gibt einem System andere Daten ein als erwartet und zeigt damit seine Konstruktions­fehler, seine Pfusch­elemente, seine Funktions­mängel, seine Gefahren, seine Schädlichkeit auf. "Fake Data" sind ein zentrales Werkzeug des Hackens[wp] und der Systemanalyse[wp].

Sind Fake News damit nicht "Hacken" im Ursinne?

Wir haben ein degeneriertes Presse­system, das überhaupt nichts mehr verifiziert und sich darauf beschränkt, aus den political-correctness-Kanälen (und den Presse­agenturen) unbesehen durchzureichen, was gerade kommt.

Wir haben ein degeneriertes Pressesystem, das sich längst daran gewöhnt und darauf eingestellt hat, dass Nachrichten gar nicht mehr zu hinter­fragen sind, weil es Fakten gar nicht mehr gibt. Was politisch und ideologisch von oben vorgegeben wird, ist gefälligst zu glauben, und jeder Zweifler ist ein Verschwörungs­theoretiker oder Populist. Darin hatten sich die Medien über Jahre bequem drin eingerichtet. Bequem, weil man kein Hirn braucht und es kaum Arbeit macht.

Beispiel: Gender Pay Gap. Alle haben das nach­geplappert, fast keiner hat es nachgeprüft. Oder überhaupt das ganze Gender-Ding von der Unterdrückung der Frau und dem Sexismus. Hat man einfach durch­gereicht, nie geprüft.

Fake News "hacken" dieses System.

Damit lernen wir nun wieder, nicht alles zu glauben, sondern Meldungen auch zu überdenken, überprüfen. Und Journalisten werden endlich wieder (etwas) gezwungen, ihre Nachrichten nach­zu­prüfen und wenigestens etwas Hirn einzusetzen.

Merkt das CCC-Publikum aber schon nicht mehr. Es ist schon länger her, dass die noch selbst denken und hacken konnten.» - Hadmut Danisch[15]

Politischer Bullshit

Zitat:

«Ihnen und mir schlägt von allen Seiten politischer Bullshit entgegen. Formulierungen, die verschleiern statt zu informieren. Emotionen statt Fakten. Ausflüchte statt Pläne. Reaktion statt Prävention.

Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 können wir uns auf einen kontinuierlichen Strom an politischem Bullshit und Fake-News einstellen. Einiges von hoch­offizieller Stelle. Anderes von angeblichen "Qualitäts­journalisten". Und dann noch Zeug aus ganz anderen Kanälen. Wir werden alle drin schwimmen - und es wird nicht appetitlich sein.» - Dushan Wegner[16]

Volksverdummung durch Fernsehen

Michael Born saß mehrere Jahre im Gefängnis, weil er Fake-News fürs Fernsehen produziert hat. Sein Vertrauen in die Sender hat seitdem nicht zugenommen. STEFAN MEYER

Herr Born, mit ihren Dokumentar­filmen haben sie ohne Zweifel Medien­geschichte geschrieben, lange bevor das Wort Fake News in aller Munde war. Was denken Sie, wenn man Sie sogar als Vater der Fake News bezeichnet?

Das mit der Vaterschaft ist vielleicht etwas zu viel der Ehre. An Fake-News haben schon einige Generationen vor mir gebastelt. Aber tatsächlich bietet die digitale Variante Möglichkeiten, die wir nicht zu träumen wagten. Vom Internet mal ganz zu schweigen. Sicher ist: Wir waren die letzten echten Handwerker. Mit den heutigen Möglichkeiten lässt sich praktisch alles machen. Journalistische Standards gibt es praktisch nicht mehr. Die Strafe, die ich bekam, machte Sinn. Das letztliche Resultat ist erschreckend

Inwiefern?

Der Richter stellte mit Bedauern fest, dass nur der freie Journalist für Fakes bestraft werden könne. Sender und fest­angestellte Redakteure aber nicht, denn zwischen Sender und Zuschauer findet keine Vermögens­verfügung statt, und die ist Vor­aus­setzung für den Betrugs­paragraphen. Allerdings findet die Irrtums­erregung zwischen Sender und Zuschauer sehr wohl statt. Dies aber alleine lässt keine Anklage zu. Im Klartext ein Freibrief für die Sender. Sie sind praktisch nur noch ihrer Quote verpflichtet, aber nicht mehr der Wahrheit.

Warum haben Sie über 30 gefälschte Filme in den 1990er Jahren an TV-Magazine verkauft?

Es ging recht harmlos los. Hier mal eine Kleinigkeit getrickst, da mal was aus dem Archiv genommen. Die richtigen Fakes begannen, wenn wir politisch etwas erreichen wollten. Anti-Nazifilme wie den Ku-Klux-Klan-Film oder den Film über Bomben an der türkischen Küste zum Beispiel. Das waren auch die beiden Filme mit den größten Auswirkungen. Der Bombenfilm führte später zu erheblichen Konflikten zwischen Griechenland und der Türkei. Die Türken wollten einfach nicht glauben, dass wir solch einen Film alleine auf die Beine gestellt hatten und vermuteten den griechischen Geheimdienst dahinter.

Aber warum die Fälschungen?

Die Gründe waren simpel. Diese beiden Filme waren top recherchiert. Wir besuchten Neonazis in den USA, die gaben uns Namen und Adressen in Deutschland. Wir trafen und filmten diese Leute. Den Redakteuren wollte einfach nicht in den Kopf, dass diese Leute in Deutschland ohne Kutten herum­spazierten. Um den Film zu versenden, verpassten wir ihnen welche. Wer diese Fälschung nicht erkannte, wollte sie nicht erkennen oder sein Bildungs­standard war umgekehrt proportional zu seiner Bezahlung. Mit dem Film über Arbeiterpartei Kurdistans­PKK[wp]-Bomben an der türkischen Küste sah die Sache anders aus. Selbst der Türkei-Experte der "Süddeutschen Zeitung" war fest davon überzeugt, dass dieser Film authentisch war. Authentisch aber waren nur die Anschlagsziele, und das vor den Anschlägen. Der Rest war in Griechenland gestellt, weil wir alle wegen unserer Reportagen über das Kurden­problem nicht mehr in die Türkei einreisen durften.

Aber Humor war wohl auch im Spiel?

Ja, mit einigen Beiträgen haben wir uns einfach lustig gemacht über die Verantwortlichen in den Sendern. Wir wollten austesten, wie weit wir gehen können, bevor irgendjemand Halt ruft. Ich denke da an Filme wie die Kröten­lecker. Es ging um Kröten als neue Droge, die Deutschland überschwemmt. Da sich Günther Jauch[wp] (damals Chef­redakteur von "stern TV") in seiner Moderation neben ein Terrarium mit zwei Kröten stellte, und die Welt von diesem neuen Drogen­problem informierte, haben wir beschlossen, die eigens dafür angeschaffte Sonorkröte "Günther" zu taufen. Wir waren überzeugt, wir könnten ihnen auch eine bemannte russische Mars­landung unterjubeln. Die Vorbereitungen liefen schon. Das ganze Ausmaß unserer Fälschungen brachte der Prozess nicht ans Tageslicht. Aber was er ans Licht brachte, war die Tatsache, dass die Sender es mit der Wahrheit auch nicht so genau nahmen. Aber, wie schon gesagt, das ist straffrei.

Was haben Sie nach Ihrer Haftentlassung getan?

Von den vier Jahren Haft habe ich nur zwei absitzen müssen. Schon als Freigänger habe ich wieder mit der Kamera gearbeitet, und, was habe ich gedreht? Wieder Fälschungen, aber diesmal für Quizshows. Unter anderem für "Wahr oder Falsch" im Mittags­magazin von ProSieben und für RTL 2 "X-Faktor Wahre Lügen". Natürlich ist das auf Dauer langweilig, immer nur Ideen für Fakes zu entwickeln. Dann haben wir es einfach mal umgedreht gemacht. Wahre Geschichten als falsche verkauft.

Und Sie leben heute in Griechenland.

2003 bin ich endgültig dorthin ausgewandert. Der letzte Hort der Anarchie in Europa. Das Maß an Freiheit, welches man hier genießt, übersteigt europäisches Mittelmaß. Sie können den Griechen alles nehmen, aber um Gottes Willen nicht ihre Freiheit. Hier drehe ich Werbefilme unter anderem für Lidl Griechenland und für die Tourismus-Industrie, schreibe Drehbücher und bin Bauer aus Leidenschaft. Garantiert nicht gefakten Ziegenkäse kann ich bieten.

Was würden Sie heutzutage zu Günther Jauch[wp] sagen?

Er soll um Himmels willen vernünftigen Wein auf seinem Gut produzieren und bloß die Finger von politischen Magazinen lassen. Frührente ist angesagt.

Wie beurteilen Sie die Gefahr durch Fake-News heute, auch mit Blick auf die Bundestagswahl?

Schon heute ist aus Information Infotainment geworden. Und das betrifft nicht nur die privaten TV-Programme. Konnte man ja deutlich im amerikanischen Wahlkampf beobachten. Ich habe die Befürchtung, dass es in Deutschland nicht anders laufen wird. Nachrichten müssen amüsant sein, ist das Motto, und sie müssen einem bestimmten Zweck dienen. Sie müssen nur bewusst die verschiedenen Programme anschauen. Jeder Sender versucht, die eigenen politischen Tendenzen, je nach Besitzer, dem Zuschauer zu "vermitteln". Das geht zulasten der Wahrheit. Passt die nämlich nicht, dann wird sie passend gemacht. Man strickt sich eine Welt, die ins eigene Weltbild passt. Das ging ja schon los mit Scripted Reality[wp]. Man nennt das auch Volksverdummung.

Was fordern Sie im Hinblick auf Fake News?

Dass wir eine Fälschung auf 100 Meter vom Bildschirm aus erkennen können. Das ergibt sich auch aus unserer Geschichte. 1998 habe ich einmal probeweise Lesungen an der Universität in Trier gegeben und anhand von Material vermittelt, wie man eine Fälschung erkennen kann. Kamera­führung etc.pp. Das ist durchaus auf frucht­baren Boden gefallen. Eine gute Idee wäre natürlich, den Weg umgekehrt zu beschreiten, und für Sender Beiträge zu prüfen. Ich befürchte allerdings, dass keine Sendeanstalt Wert darauf legt. Die stellen sich doch nicht selbst an die Wand.
- Michael Born im Interview mit Stefan Meyer[17]
Zitat:

«Das heißt, die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender können ohne juristische Folgen lügen und fälschen, soviel sie wollen, solange sie das über fest­angestellte Mitarbeiter machen.

Gut zu wissen.» - Hadmut Danisch[18]

Positionspapier der SPD

Blogger Hadmut Danisch kommentiert das Positionspapier der SPD zu Fake-News und deren Bekämpfung.[19] Da stellt er die Verständnisfrage "Was sind Fake-News?".

Es fällt auf, dass es keine greifbare Definition von Fake-News gibt. Es wird einfach vorausgesetzt, dass darüber Konsens herrscht oder zumindest die Frage nicht aufkommt, was man da eigentlich bekämpfen will. Denn solange das nicht klar, kann das nicht funktionieren. Bei einem Rechtsanwalt hätte ich das schon erwartet, dass der zunächst mal in der in Gesetzen üblichen Weise den Begriff definiert. Immerhin wollen sie im vierten Absatz zwischen rechts­verletzenden und rechtmäßigen Inhalten differenzieren. Wessen Recht anzuwenden sei, sind Fragen, mit denen man sich nicht abgibt. Aufschlussreich ist dabei, was deren erster Absatz, also die Eröffnung ist:
Zitat:

«Wir müssen gegenwärtig massive Veränderungen des gesellschaftlichen Diskurses im Netz und insbesondere in den sozialen Netzwerken[wp] feststellen. Umschrieben werden die Phänomene mit Begriffen wie Fake-News und Fake-Accounts, Hassrede oder auch Social-Bots. Immer häufiger ist leider festzustellen, dass die Debatten­kultur im Netz aggressiv, verletzend und nicht selten hasserfüllt ist. Offensichtlich ist ein beleidigender, verletzender oder auch rassistischer Kommentar oft schneller getippt als aus­gesprochen. Hassrede und rassistische Hetze können sich im Prinzip gegen jede und jeden richten und diese beispielsweise aufgrund ihrer Meinung, Hautfarbe oder Herkunft, ihrer Religion, ihres Genders oder ihrer Sexualität diffamieren. Nicht immer bleibt es bei Hassreden, sondern sind Worte die Vorstufe von Taten.»[19]

Merkt Ihr was?

Fake-News spielen nur ganz am Rande eine Rolle, werden nur pro Forma erwähnt, ohne sie inhaltlich irgendwie aufzugreifen.

Es geht hier um politisch unerwünschte Rede. Falsch muss sie gar nicht sein, um unter diese Sicht zu fallen. Auch "Hassrede" solle darunter fallen, selbst­verständlich ohne den Begriff irgendwie klar auszuformen. Das übliche Prinzip, auch der SPD: Erst wird mit leeren Begriffshülsen normiert, und wenn das Gesetz durch und akzeptiert ist, dann wird nachträglich ausgelegt, was die Begriffe eigentlich bedeuten sollen. Gab's ja schon oft, etwa bei Gleichberechtigung/Gleichsstellung.

Es ist auch nicht logisch. Jemanden zu diffamieren heißt, jemanden zu verleumden, Unwahres zu verbreiten. Das kann man zwar wegen einer Hautfarbe, oder in Zusammen­hang mit, sogar in Bezug auf eine Hautfarbe, aber nicht aufgrund. "Aufgrund" bezeichnet einen Kausal­zusammen­hang, und den gibt es bei Diffamierung ja gerade nicht. Das schließt sich gegenseitig aus. Sonderlich schlau oder durchdacht ist das Papier sicherlich nicht.

Was heißt überhaupt "Wir müssen gegenwärtig feststellen"? Das ist doch Unsinn.

Man kann sagen, dass man etwas festgestellt hat. Eben nachdem man es festgestellt hat. Ich würde schon kaum mitgehen, wenn man sagte, dass man feststellen musste, erstens weil's dämlich ist, denn wer hat einen denn dazu gezwungen, und zweitens weil es schlechter Stil ist, denn man vermischt dabei empirische Beobachtung mit moralischer Bewertung. Wir mussten leider feststellen, dass Ihr Sohn Hansi den Mädchen die Bonbons klaut, das wäre so ein Satz mit eingebautem Vorwurf und Bedauern. Wenn man aber sagt, dass man etwas muss, dann ist das inhaltlich eine Zukunfts­aussage, weil gegenwärtig der Zwang da ist und man künftig dem Zwang folgt.

Es ist aber keine Feststellung, wenn man vorher schon weiß, was herauskommt. Man kann sagen, dass wir feststellen müssen, ob sich der Diskurs verändert hat. Heißt, dass man es untersuchen wird, und danach (hoffentlich) schlauer sein wird, als vorher.

Wenn man aber sagt, dass man feststellen muss, dass etwas so ist, dann ist es eine Zukunfts­aussage mit vorweg­genommenem Ergebnis, und damit eben gerade keine Feststellung mehr, sondern eine Vorgabe.

Woher wollen die denn wissen, was die nächste Woche feststellen? Machen sie nicht gerade ein Riesen-Theater darum, dass sich mit ihrem Schulz alles geändert habe? Woher wollen sie also wissen, wie der Diskurs nächste Woche aussieht?

Schon beim ersten Absatz muss eigentlisch die Schwafel­alarm­anlage voll angehen.

Zitat:

«Daneben sind insbesondere im Kontext der Debatte um den Brexit und bei den Präsidentschafts­wahlen in den USA massiv gezielte Falsch­meldungen und Propaganda unter dem Deckmantel eines vermeintlich seriösen Journalismus verbreitet worden. Hassrede, gezielte Desinformationen und Verunglimpfungen werden zudem verstärkt durch den Einsatz von Social Bots und Meinungs­robotern. Diese Entwicklungen haben ein großes Potenzial, Debatten zu vergiften und Meinungs­bildung zu verzerren oder zu manipulieren.»[19]

Das ist der Brüller. Ausgerechnet die SPD wirft anderen vor, Debatten zu vergiften.

Ist nicht der Bezug auf Brexit und US-Wahlen der direkte Hinweis darauf, dass es vor allem darum geht, unerwünschte Wahlergebnisse zu verhindern?

Ein Gedankenexperiment

Ich möchte auch noch den dritten Absatz zitieren, weil es so gut passt:

Zitat:

«Gezielte Falschmeldungen, Propaganda und immens zunehmende Hassrede, die nicht effektiv bekämpft und verfolgt werden können, bergen eine große Gefahr für das friedliche Zusammenleben und für die freie, offene und demokratische Gesellschaft.»[19]

Was war in den letzten 10, 20, 30 Jahren in Deutschland das Thema, das am genauesten auf diese Umschreibung passt und auch quantativ den größten Raum einnahm?

Nochmal lesen: Gezielte Falschmeldungen, Propaganda, immens zunehmende Hassrede, Gefahr für friedliches Zusammen­leben und freie, offene, demokratische Gesellschaft?

Richtig: Feminismus-Genderismus.

Nicht sonst beruht so sehr auf genau diesen Prinzipien. Dauerbeschallung mit einem Gender-Pay-Gap, den es nicht gibt, Dauerfeuer mit falschen Vergewaltigungs­vorwürfen, Propaganda, der pure Männerhass, und friedliches Zusammenleben gibt es auch nicht mehr, eine freie offene Gesellschaft schon gar nicht.

Und wer steckte dahinter? Hauptsächlich die SPD.

Ist das nicht kurios, wenn der größte Brandstifter von allen mehr Feuerwehr fordert?

Geht es hier darum, dass der SPD ihre bisherigen Hass- und Fake-Kampagnen nicht mehr reichen, sie aber auch nicht steigerbar sind, und sie deshalb ein Monopol auf die Methoden haben wollen?

Wissenschaft

Zitat:

«Ein Leser wies mich auf einen Artikel vom April von Polizei.news[ext] hin. Darin geht es um den Erlanger Hirnforscher Prof. Manfred Spreng.

Eine Studie der Universität von Pennsylvania[ext] habe Gender Mainstreaming eindeutig widerlegt. Ich glaube, die habe ich sogar im Blog erwähnt.

Bemerkenswert ist aber vor allem dieser Satz:

Manfred Spreng ist von den Ergebnissen nicht überrascht. Wie er sähen auch andere Neuro­wissen­schaftler in aller Welt klar die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, trauten sich aber angesichts der aggressiven Medien­präsenz der Genderisten nicht, ihre Meinung kundzutun. Laut Spreng ist es jedoch höchste Zeit, den Gender-Theorien ein echtes wissen­schaftliches Gegen­gewicht zu bieten. Den hohen Anteil depressiv erkrankter Mädchen in Schweden sieht er beispielsweise der dortigen konsequenten Gender-Erziehung geschuldet.

Medienpräsenz.

Ständig reden sie von Fake-News und Hass-Postings, aber diese eigene hoch­kriminelle Rolle der Medien wird völlig ausgeblendet.

Und gerade mit Blick auf ARD und ZDF, die ja beide sehr stark für Gender-Mainstreaming prügeln, muss man sagen, dass das eben nicht mehr nur Unfähigkeit, Unglaub­würdigkeit, Tendenz ist, sondern dass hier ganz massive kriminelle Energie am Werk ist.» - Hadmut Danisch[21]

Eiertanz zur Täterherkunft

Fake-News vom Amtseid: Zum Wohle des deutschen Volkes!
Der Klassiker unter den Fake-News: Die Rente ist sicher!
Zitat:

«Ach, ein schöner Fall von Fake-News.

Ihr habt doch sicherlich mitbekommen, dass einer in einer U-Bahn-Station auf der Treppe nach unten einer zierlichen Frau von hinten einfach so in den Rücken getreten hat, worauf sie in hohem Bogen die Treppe runterflog und sich den Arm brach. Womit sie noch Glück hatte, es hieß, der Sturz sei potentiell lebens­gefährlich gewesen.

Riesen-Bohay in Berlin, Belohnung ausgesetzt, alles sucht. Gestern haben sie den Typ am zentralen Busbahnhof dann festnehmen können.

Und Fake-News: In diversen migrantischen Foren und Kommentaren (siehe beispielsweise hier[ext]) hieß es, die Frau (die man nur von hinten in schwarzem Mantel mit Kapuze sieht) sei eine Syrerin, die von Nazis die Treppe runter­getreten worden sei. Beides falsch. Man weiß zwar bisher nicht, wer sie ist (und so sollte es zu ihren Gunsten auch bleiben), aber die Polizei sagte, nein, sie sei keine Migrantin und keine Muslima. Und die Täter waren eben auch keine Deutschen. Aber von Fake-News und Verhetzung redet da niemand.

Sehr gut zu beobachten war aber, wie die Presse damit mal wieder umgeht. Wieder mal das Problem der Täter­herkunft. Dass das jetzt keine "Bio-Deutschen" waren, ist auf dem Video eigentlich sehr offensichtlich. (Warum man dann in syrischen Foren trotzdem behauptet, es wären deutsche Nazis gewesen, wäre eine interessante Frage.)

Es war immer die Rede von Bulgaren.

Nur wenn man genau las, fand man hier und da einen verschämten Hinweis am Rande, dass sich der Täter wohl nach Bulgarien abgesetzt hätte und dort sicherlich bei seinen Eltern oder Schwieger­eltern Unterschlupf gefunden habe. Die wohnten in einem Roma-Viertel. Der Wink mit dem Watte­stäbchen. Nur nichts gegen Roma sagen, die sind presse­technisch und politisch sakrosankt.

Also schreibt man einfach Bulgaren, denn Bulgaren sind kaum in der politischen Diskussion, der Begriff nicht sehr negativ belegt, damit schien die Sache möglichst entschärft.

Nun ist es aber so, dass den Bulgaren das nicht passt:[ext]

Der Fall des Berliner U-Bahn-Treters Svetoslav S. hat in seinem Herkunftsland Bulgarien heftige Emotionen ausgelöst. Viele Bulgaren fürchten jetzt, dass das Image ihres Landes darunter leiden wird. Dabei, so die Medien, sei der Täter gar kein "echter Bulgare", sondern Roma. Damit werden tief sitzende Vorurteile geschürt.
"Alle diskutieren darüber, weil der Fall so ekelhaft ist", sagt Borislav Denchev, ein junger Psychologe. Er steht in einer Straße in Varna und spricht aus, was viele hier über den U-Bahn-Treter von Berlin denken. "Das Problem, das wir damit haben, ist dies: Wir sind nicht so, unsere Gesellschaft und Kultur sind nicht so, aber wir fürchten, dass man uns jetzt im Ausland so sehen wird, als seien wir wie die." Also wie "die Roma".

Weil man also den Begriff der Roma aus der Diskussion raushalten wollte, schob man es den Bulgaren in die Schuhe, indem man ihn als Bulgaren verkaufte.

Man möge den Text weiterlesen.[ext] Das Thema "Roma" ist in der Tat sehr problematisch und aufgeladen. Man könnte jetzt allerdings auch nicht gerade sagen, dass die sich große Mühe geben, sich beliebt zu machen. Und die Bulgaren selbst gehen anscheinend auch nicht sauber mit denen um.

Aber: Gerade deshalb ist es hoch brisant, und in der Wirkung, wie man am Artikel sieht, viel, viel übler, wenn man einen Roma der Öffentlichkeit als Bulgaren verkauft, und damit die Aggressionen und Ressentiments gerade erst besonders hochkocht.

Die Frage wäre also, ob es Fake-News und Hetze ist, einen Roma der Öffentlichkeit als Bulgaren hinzustellen, und ob die Bulgaren das Recht haben, darüber beleidigt zu sein.

Sollte man in einer so in die Öffentlichkeit gedrückten Medien­kampagne zum Thema Fake-News durchaus bedenken.» - Hadmut Danisch[22]

Zitat:

«Dass der Fall Ressentiments schürt, belegt Kanew mit einem anderen Ereignis: Im spanischen Mursia hatte ein bulgarischer Staatsbürger, kein Roma, vor wenigen Tagen einen jungen Spanier so schwer verprügelt, dass dieser nun im Koma liegt. Über diesen Fall werde in Bulgarien kaum berichtet. "Da sagen die Medien nichts über die ethnische Herkunft des Täters", sagt er. "Warum auch?" Wenn aber ein Roma kriminell wird, würde dies gleich Wellen schlagen.» - Boris Kálnoky[23]

Fake-Meisterleistung vom März 2016
Fake-Meisterleistung vom Januar 2015 (Bluff)
Fake-Meisterleistung vom Januar 2015 (Realität)

Top-10-Schlagwörter

Die schlimmsten Schlagworte der staatlich kontrollierten Fake-News-Industrie 2016:

  1. Flüchtlinge
  2. Terrorist
  3. Weltoffenheit
  4. Nazi
  5. Multikulti
  6. Instrumentalisierung
  7. Psychisch gestörter Einzeltäter
  8. Religionsfreiheit
  9. Generalverdacht
  10. Fake News
Sie haben es mal wieder geschafft. Die deutschen Meinungs­fürsten aus Politik und Medien konnten auch im ablaufenden Jahr mit einer Reihe von Schlagworten, die sie überall einsetzten und permanent wiederholten, den Bürger bei der Stange halten. Der Begriff "Schlagwort" ist dabei wirklich zutreffend, wird doch die deutsche Sprache wie eine Keule verwendet, um den Untertanen den Rest des Verstandes aus dem Schädel zu prügeln.

Hier eine Liste der schlimmsten Schlagworte, die unsere Gesellschaft 2016 noch mehr gespalten, und Deutschland diese katastrophale Entwicklung beschert hat.

Flüchtlinge
Der wohl meist missbrauchte Begriff überhaupt. Er umfasst mittlerweile alles und jeden, der sich von A nach B bewegt und keinen deutschen Pass vorweisen kann. Die so genannten und bequemen Gutmenschen verwenden diesen Begriff, um ihr Gewissen zu bereinigen, ohne sich tatsächlich für die armen und verfolgten Menschen dieser Welt - die es eben nicht schaffen, das Paradies Deutschland zu erreichen, weil ihnen die Kraft und die Möglichkeiten dazu fehlen - zu engagieren.
Der Begriff "Flüchtling" wird mittlerweile auch als Waffe eingesetzt, um unliebsamen, weil kritischen Geister, den Mund zu verbieten und sie aus der Gesellschaft auszusortieren.
Irgendwann bleibt den Asylkritikern wohl nichts anders übrig, als sich in einem anderen Land als "Flüchtling" registrieren zu lassen.
Terrorist
Dieser überaus schwammige Begriff zeigt, mit welchen perfiden Mitteln Politik und Medien versuchen, die Bürger zu täuschen. Denn wobei denkt Otto-Normal-Medien-Verbraucher beim Begriff "Terrorist"? An die RAF, an Carlos, IRA oder die ETA?
Der Terrorismus ist lediglich, wenn auch gleichzeitig die brutalste Variante eines politischen Kampfes. Es muss also, wenn man sich der Wahrheit verpflichtet fühlt und aufklären will, immer der Hintergrund des Terrorismus benannt werden.
Aber in Deutschland will man ja lieber alles, was auf den Islam hinweisen könnte, verschleiern.
Diese Verallgemeinerung dient einfach nur dazu, die Wurzel allen Terror­übels, nämlich den Islam, politisch korrekt aus der Schusslinie zu bringen. Ein Ablenkungs­manöver, dass dazu führt, dass diese Demokratie alles andere als wehrhaft bleibt und dass sich der Islam­terror in aller Ruhe hier in Deutschland, wie in fast allen anderen westlichen Ländern auch, breitmachen darf.
Weltoffenheit
Dieser Begriff ist wohl der heuchlerischste von allen. Es sind genau diejenigen, die ihn lieben, die zu Hause Fenster und Türen aus Angst vor Einbrechern fest verschlossen haben. Dass diese weltoffenen Gutmenschen sich damit als fremden­feindlich outen und jeden anderen Menschen, der nicht im Besitz ihrer Haustür­schlüssel ist, unter General­verdacht stellen, soll nur nebenbei erwähnt werden.
Nazi
Ein Begriff, der in seiner Beliebigkeit kaum noch zu übertreffen ist. Er wird von den Hirnlosen mittlerweile für jeden eingesetzt, der nicht rechtzeitig auf den Baum gekommen ist oder einem Nicht­deutschen den Parkplatz weggeschnappt hat. Dass damit die vielen Millionen Opfer der wirklichen Nazis verhöhnt werden, ist dabei ein mehr als bitterer Beigeschmack.
Multikulti
Hat eigentlich etwas mit "bunt" und "Kultur" zu tun, wird aber mittlerweile von den Smileys dieses Landes eingesetzt, um uns alle direkt ins finstere Mittelalter zu katapultieren. Denn durch die Islamisierung Deutschlands wird hier bald alles mit einem Grauschleier verhüllt sein, den nicht mal die Sonne der Freiheit durch­dringen kann. "Multi-Kulti ist gescheitert" erklärte uns die Kanzlerin bereits vor sechzehn Jahren, inzwischen hat sie eine ihrer berühmten Kehrt­wenden hingelegt und den Begriff wieder hoffähig gemacht.
Instrumentalisierung
Ein überflüssigster Begriff, weil ihn sich die politischen Gegner wie einen Ping Pong Ball gegenseitig um die Ohren hauen. Jeder instrumentalisiert immer irgend­etwas oder irgend­jemanden.
Ganz besonders verlogen ist es, wenn Journalisten diesen Begriff verwenden, denn sie spielen die erste Geige im Orchester, sie instrumentalisieren jedes Ereignis und sei es noch so schön oder schlecht.
Warum das so ist: Journalisten geht es schon lange nicht mehr darum, Nachrichten zu verbreiten und Aufklärung zu betreiben. Zeitungs­verlage sind Wirtschafts­unter­nehmen geworden, die auf Gewinn­maximierung fixiert sind und nebenbei die Propaganda der Regierung verbreiten müssen. Es geht also bei jeder Meldung in Wirklichkeit nur noch darum, den politischen und medialen Chefs den Wohlstand zu sichern und die Redakteure und Reporter, als lohn­abhängige Handlanger dieses Systems, zu versorgen. Na, wenn das keine Instrumentalisierung ist!
Psychisch gestörter Einzeltäter
Mal abgesehen davon, dass dieser Begriff islamophob ist, weil er uns suggeriert, dass Muslime, nur weil sie die Befehle des Korans befolgen, einen an der Waffel haben, oder der Islam religiöse Zuflucht für alle Irren dieser Welt ist, wird hier versucht, das "Phänomen" des islamischen Terrors in homöo­pathische Teilchen zu zerkleinern. Mit der Fixierung auf den Einzel­täter soll unbedingt vermieden werden, dass der Bürger das schlimme Ganze, nämlich den Islam, dahinter vermutet.
Es darf einfach nicht sein, was ist - nämlich, dass all diese Einzeltäter austausch- und ersetzbare Soldaten sind - die im Auftrag ihres Kriegs­herren Mohammed versuchen, die Welt zu erobern.
Religionsfreiheit
Auch so ein Begriff, der im Grunde genommen nur noch eine Frechheit ist. Denn er wird insbesondere von denen in Anspruch genommen, die ständig etwas zu Gunsten ihrer "einzig wahren" Religion fordern und gleichzeitig die Freiheit der anderen Religionen einschränken wollen.
So paradox das klingen mag - eine echte Religionsfreiheit[wp] wird es in Deutschland nur geben, wenn dieses Buch, dass die anderen Religionen vernichten will, hier verboten wird. Vielleicht würden sich dann auch viele Streng­gläubige wieder ein wenig freier fühlen.
Generalverdacht
Dazu erst einmal eine Anekdote: Ich kannte mal einen radikalen Linken, der bei den Grünen Mitglied war. Eines Morgens, als er beim Frühstück auf seinem Balkon saß, wurde er von einer Wespe gestochen. Sie konnte entwischen, er aber entdeckte in der Nähe ein Wespennest und ließ es von der Feuerwehr ausräuchern - General­verdacht in seiner reinsten Form, oder?
Dieser Begriff ist zur stumpfen Waffe geworden, um den politischen Gegner mundtot zu machen. Und wir erinnern uns diesbezüglich an die vielen Schlagzeilen der linken Presse:
"Die fremden- und islam­feindliche Pegida-Bewegung". Hier wurden mal ebenso rund 20.000 Bürger unter General­verdacht gestellt, nur weil die Journalisten zu bequem waren, jeden einzelnen Teilnehmer nach seiner politischen Gesinnung zu befragen und dieses dann ordentlich, statistisch auszuwerten.
Und die etwas Beweglicheren unter uns, erinnern sich sicherlich daran, dass ganze Teams von internationalen Sport­ereignissen aus­geschlossen wurden, weil einzelne Sportler des Dopings verdächtigt wurden.
Also bitte schön: Immer erst vor der eigenen Tür kehren, bevor man den anderen eine General­verdächtigung vorwirft.
Kommen wir nun zum Schluss zum allerschlimmsten Schlagwort des Jahres 2016:
Fake News
Er wurde ausgerechnet von denen auf den Markt geworfen, die ihre Existenz eben nur der Verbreitung von Falsch­meldungen zu verdanken haben: Politikern und Journalisten.
Ich will Ihnen mal kurz erklären, wie diese täglichen Fake News, die die meisten deutschen Medien verbreiten, zustande kommen:
Ein Verleger ist eng mit einem hohen Tier aus der Politik befreundet. Der Verleger sorgt natürlich dafür, dass kein schlechtes Wort über seinen Freund und dessen Gesinnung an die Öffentlichkeit gerät. Entsprechend weist er seine Chef­redakteure an, nur Gutes über seinen Freund zu erzählen. Diese Order wird selbst­verständlich ausgeführt - man will ja nicht seinen Job verlieren - und gleichzeitig nach unten weiter­gereicht. Über die Ressort­leiter und die Redakteure zu den Reportern, die dann entsprechend an der Wahrheit herumfeilen, bis diese dem Verleger und seinem Freund passend erscheinen.
Im Blatt erscheinen nun die Fake News, die uns eine Realität vorgaukeln, die in Wahrheit nur das wider­spiegeln, was in den Köpfen der Politiker und Journalisten fabriziert wurde.
Dass die Meinungs­fürsten nun versuchen, diejenigen, die der Wahrheit auf der Spur sind, durch Gesetze, Verbote, Verordnungen und Straf­an­drohungen wieder in den Griff zu kriegen und ihre Monopol­stellung bei Fake News mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen, lässt tief blicken: Sie haben panische Angst davor, dass die anti­autoritäre, außer­parlamentarische Gegen­öffentlich­keit ihnen einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

Von daher sollten wir auch mal eins dieser ekelhaften Schlagworte benutzen: Wir schaffen das!

Und hier noch eine passende Floskel­sammlung meines geschätzten Kollegen Alexander Kissler:

Nach dem Anschlag in Berlin - Schluss mit dem Floskel-Bingo![24]
- Thomas Böhm[25]

Einzelnachweise

  1. Fake-News: Gesetz gegen die Verbreitung von Falschmeldungen geplant?, Maria-Lourdes-Blog am 19. Dezember 2016; Falschmeldungen: Schulz fordert EU-weites Gesetz gegen Fake News, Süddeutsche Zeitung am 18. Dezember 2016; Leserdiskussion: Verbot von Fake News: Wie beurteilen Sie Martin Schulz' Vorstoß?, Süddeutsche Zeitung am 18. Dezember 2016
  2. Hadmut Danisch: Gesetz gegen Fake News, Ansichten eines Informatikers am 16. Dezember 2016
  3. Michael Klein: Bundesjustizminister Maas ist ein Fake, Kritische Wissenschaft - critical science am 18. Dezember 2016 (Heiko Maas)
  4. Twitter: @jreichelt - 18. Dez. 2016- 07:38
  5. Twitter: @Aranita - 16. Dez. 2016 - 14:50
  6. Twitter: @TheZeberdee - 19. Dez. 2016 - 03:40
  7. Twitter: "George Orwell war harmlos dagegen": Döpfners harsche Kritik am Kampf der Bundesregierung gegen Fake News, Meedia am 1. Februar 2017
  8. Antje Homburger und Esteban Engel: @Aranita - 16. Dez. 2016 - 14:50
  9. Twitter: @LSteinwandter - 16. Dez. 2016 - 23:00
  10. Twitter: @LSteinwandter - 16. Dez. 2016 - 23:04
  11. Twitter: @Nasobeeem - 17. Dez. 2016 - 04:31
  12. Twitter: @Nasobeeem - 17. Dez. 2016 - 03:12
  13. Twitter: @_Murphyne - 16. Dez. 2016 - 16:04
  14. Twitter: @justineb98 - 16. Dez. 2016 - 15:58
  15. Hadmut Danisch: Fake News = Political Correctness "hacken", Ansichten eines Informatikers am 30. Dezember 2016
  16. Dushan Wegner: Ich habe die Nase voll von politischem Bullshit. Hier ist, was ich dagegen tue., Dushan-Wegner-Blog am 6. Januar 2017
  17. Stefan Meyer: TV-Fälscher Born über Fake News: Man nennt das auch Volksverdummung, Tagesspiegel am 17. März 2017
  18. Hadmut Danisch: Wann sind Fake-News im Fernsehen Betrug?, Ansichten eines Informatikers am 17. März 2017
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 So will die SPD-Fraktion gegen Fake-News und Hass in sozialen Netzwerken vorgehen, SPD-Bundestagsfraktion am 8. März 2017
  20. Hadmut Danisch: Das Fake-News-Positionspapier der SPD, Ansichten eines Informatikers am 12. März 2017
  21. Hadmut Danisch: Wenn der Druck auf Wissenschaft so hoch ist, dass Wissenschaftler sich nicht mehr zu sprechen trauen, Ansichten eines Informatikers am 26. September 2017
  22. Hadmut Danisch: Fake-News: Der falsche Bulgare, Ansichten eines Informatikers am 19. Dezember 2016
  23. Boris Kálnoky: Fall des U-Bahn-Treters facht Stimmung gegen Roma an, Welt Online am 19. Dezember 2016
  24. Kisslers Konter: Auf terroristische Attentate folgen relativierende Floskeln und moralische Ausflüchte. So wird die Frage nach politischer Verantwortung verhindert. Das sollte aufhören.
  25. Thomas Böhm: Die schlimmsten Schlagworte der staatlich kontrollierten Fake News Industrie 2016, JournalistenWatch am 31. Dezember 2016

Querverweise

Netzverweise

Fake-News: Drei Stahlbetonbauten kollabieren 2001 ohne gezielte Sprengung im Freien Fall.