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Frauke Petry

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Frauke Petry
Frauke Petry.jpg
Geboren 1. Juni 1975
Parteibuch Alternative für Deutschland
Beruf Unternehmer
Twitter @FraukePetry

Frauke Petry (* 1975, geb. Marquardt) ist eine deutsche Chemikerin, Unternehmerin und Politikerin.

Beruflich

PURInvent-Gründerin Frauke Petry im Porträt[1]

Frauke Petry wurde in Dresden geboren und promovierte in Chemie. 2007 gründete sie ihr eigenes Unternehmen PURinvent in Leipzig. Bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 2012 bescheinigte ihr Bundespräsident Joachim Gauck[wp] "besondere Courage und Tatkraft in Forschung und Entwicklung".

Politisch

In der Alternative für Deutschland war Petry von 2013 bis 2015 neben Bernd Lucke[wp] und Konrad Adam[wp] eine der drei gleichberechtigten Vorsitzenden.[2]

Seit 2013 war sie Vorsitzende der AfD Sachsen. Bei der Landtagswahl in Sachsen 2014 wurde Petry als Spitzen­kandidatin ihrer Partei in den Landtag gewählt. Seit Juli 2015 war sie neben Jörg Meuthen Bundes­vorsitzende der AfD. Ende September 2017 verließ sie die AfD.

Reaktionen

"Dass gerade die Kirche eine Art modernen Ablasshandel[wp] betreibt, gerade in der aktuellen Flüchtlingskrise, das scheint mir offensichtlich."[3]
Zitat:

«Die neue Chefin muss programmatische Debatten ermöglichen. In einer solch emotions­geladenen Partei wie der AfD ist das schwer, da sich der Ton bei den Themen Asyl, Islam und Einwanderung kaum vom Stammtisch­niveau unterscheidet. Ver­selbst­ständigt sich dieser Ton, wird sich der Lucke-Flügel weiter abwenden. Schon jetzt ist hier vielen die geistige Nähe zu Pegida hochgradig suspekt. Petry weiß das - und will gegen­steuern. Ganz besonders daran wird sie zu messen sein.» - Tilman Steffen[4]

Zitat:

«Sorry, Petry lügt.

Beweis: Wenn Petry ihr eigenes Geschwätz ernst nehmen würde, wäre sie Hausfrau und Mutter geworden. - q.e.d.

Und die AfD, der ich gespendet habe, gibt's nicht mehr. Ich habe Lucke im Bundestags­wahlkampf erlebt. Dort hat er als Unterschied zwischen der AfD und den Altparteien hervorgehoben, dass die Mehrzahl der Mitglieder gestandene Menschen mit Berufs- und Lebens­erfahrung seien. Dass die AfD eben kein Sammelbecken für Plakatkleber oder Politologen ist. Diese AfD, der ich 2013 meine Stimme gegeben habe, gibt es nicht mehr.

Ich will weder

  • eine Partei mit einer Vorsitzenden, noch
  • eine Partei mit einem Vorsitzenden aus dem Fass-ohne-Boden, noch
  • eine Partei mit einem Vorsitzenden, der beruflich nichts auf die Reihe gebracht hat, noch
  • eine Partei mit einem Pastor, Pastorengatte oder Pastorenkind als Vorsitzenden.

Wenn ich von einer inkompetenten, religiösen, beruflich gescheiterten und lügenden Ossi vertreten werden will, dann wähle ich CDU.
Wenn ich von einer inkompetenten, religiösen, beruflich gescheiterten und scheinheiligen Ossi vertreten werden will, dann wähle ich Grün[5]

Privat

Bis Mitte 2015 war sie mit dem evangelischen Pfarrer Sven Petry verheiratet, mit dem sie vier Kinder hat. Die Familie lebte in Tautenhain. Im Dezember 2016 heiratete Petry den nordrhein-west­fälischen AfD-Landes­vorsitzenden Marcus Pretzell[wp]. Sie haben seit Mai 2017 einen gemeinsamen Sohn.

Interview

Reden und Video-Beiträge

Versuchter Rufmord

Ähnlich wie bei Eva Herman und Akif Pirincci versucht die Meinungswirtschaft es auch bei Frauke Petry mit Rufmord. Der Mannheimer Morgen macht aus diesem Interview

Zitat:

«Frau Petry, Sie fordern, an den Grenzen "wieder Recht und Ordnung herzustellen". Was heißt das?

Frauke Petry: Wir brauchen umfassende Kontrollen, damit nicht weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen können.

Die Grenze zu Österreich ist mehr als 800 Kilometer lang. Wie wollen Sie die durchgängig kontrollieren?

Petry: Ich weiß genau, dass Sie mich zur Schlagzeile "Petry will Grenzzäune errichten" provozieren wollen.

Wir wollen nur wissen, wie Ihr Plan aussieht. Wie sieht er aus?

Petry: Wir müssen natürlich genügend Bundespolizisten einsetzen und dürfen Zurück­weisungen nicht scheuen. Dies muss notfalls auch mit Grenz­sicherungs­anlagen durchgesetzt werden.

Wie hoch sollen die Zäune sein?

Petry: Sie können es nicht lassen! Schauen Sie doch mal nach Spanien. Die haben auch hohe Zäune.

Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?

Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.

Und wenn er es trotzdem tut?

Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.

Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?

Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.

Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?

Petry: Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio[wp] gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlings­zustrom bremsen.»[6]

am Folgetag das:

Zitat:

«Frauke Petry hat im In- und Ausland Empörung ausgelöst: Die AfD-Bundes­vorsitzende hatte im Interview mit dieser Zeitung gefordert, durch den Einsatz von Schusswaffen bei Grenz­kontrollen im Notfall illegale Grenz­über­tritte zu verhindern. Im Folgenden haben wir einige Stellung­nahmen zusammengestellt.

Katrin Göring-Eckardt (Grünen-Fraktionschefin im Bundestag): "Frauke Petry offenbart die hässliche Fratze der AfD." Es zeige sich, dass die AfD eine zutiefst rassistische, diskriminierende und menschen­verachtende Partei sei. "Hohe Stachel­draht­zäune an den Grenzen und Grenz­polizisten, die auf Flüchtlinge schießen, gehören nicht zu einem freien, demokratischen und rechtsstaatlichen Deutschland."

Thomas Oppermann (Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion): "Ihr Vorschlag erinnert an den Schießbefehl der DDR. Der letzte deutsche Politiker, der auf Flüchtlinge schießen ließ, war Erich Honecker. Frauke Petry hat sich politisch vollends verirrt. Mit ihrem Vorstoß macht Frauke Petry auf unerträgliche Art Stimmung gegen Flüchtlinge."

Jan Korte (Vize-Fraktionschef der Linken im Bundestag): "Nun weiß jeder, mit wem er es zu tun hat. Die Aussagen sind inhuman, verroht, antidemokratisch, und sie legen den Schluss nahe, dass sich Frauke Petry in Nordkorea sicherlich sehr wohlfühlen würde."

Peter Tauber (Generalsekretär der Bundes-CDU): "Den Schießbefehl an deutschen Grenzen haben wir zum Glück vor über 25 Jahren überwunden. Mit solchen Entgleisungen entlarvt sich die AfD selbst als Ansammlung frustrierter Ewig­gestriger, denen Demokratie, Rechtsstaat und Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit nichts bedeuten."

Anton Hofreiter (Grünen-Fraktionschef im Bundestag): "Frauke Petry zeigt eine widerliche Geistes­haltung. Bei der AFD handelt es sich mindestens in Teilen um eine rechts­radikale Partei. Die gängige Bezeichnung als rechts­populistisch gleicht inzwischen einer Verharmlosung."

Reinhold Gall (Innenminister Baden-Württemberg): "Frau Petry hat nun endgültig deutlich gemacht, welch Geistes Kind sie selbst und die AfD als Partei ist. Die Partei hat sich mit den Äußerungen zum Schusswaffen­einsatz gegen Flüchtlinge ins politische Aus manövriert. Politische Verantwortung sollten die Bürgerinnen und Bürger nicht in die Hände dieser Partei geben."

Nils Schmid (SPD-Chef Baden-Württemberg, Wirtschafts- und Finanzminister): "Frauke Petry schürt mit ihren Äußerungen den Hass auf Flüchtlinge. Während in Villingen-Schwenningen eine Handgranate auf ein Asyl­bewerber­heim geworfen wird, will die AfD Flüchtlinge im Zweifel an der Grenze erschießen. Auf diese Weise werden Flüchtlinge systematisch entmenschlicht und es wird zugleich ein Klima von Hass und Gewalt herbeigeredet. Wer AfD wählt, der wählt nicht Protest, sondern Hass, Hetze und Gewalt."

Roger Lewentz (Innenminister Rheinland-Pfalz): "Die AfD entlarvt sich selbst als demokratie­feindlich und menschen­verachtend, wenn sie Polizisten an der Grenze der Bundesrepublik auf Flüchtlinge schießen lassen will. Solche Forderungen können nur empören", so die Reaktion des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz auf entsprechende Verlautbarungen der AfD-Sprecherin Frauke Petry. Damit zeige diese Partei "ihr wahres Gesicht."»[7]

Sicherlich hätte Petry auch geschickter auf die Fragen des Mannheimer Morgen reagieren können, wie beispielsweise PI-News aufzeigt.[8] Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine - von der Meinungswirtschaft aufgeführte - politische Inszenierung.[9][10][11]

Einzelnachweise

  1. Andreas Wrede: Die Ideentreiberin, DreiEinsNull am 1. August 2011 (Frauke Petry wurde im Osten Deutschlands geboren, reiste später gen Westen aus, um als Chemikerin und Unternehmerin zurückzukehren - und macht da weiter, wo ihre Mutter einst aufgehört hat: bei einer genialen Erfindung.)
  2. COMPACT-Magazin: Kurzinfos zu den Referenten 2013
  3. Andreas Wrede: AfD-Vorsitzende Petry zur Flüchtlingshilfe: Die Kirche betreibt eine Art modernen Ablasshandel, Deutschlandfunk am 29. Mai 2016 (Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat der Kirche vorgeworfen, in der Flüchtlings­politik lediglich eigene Interessen zu verfolgen. Mit Nächstenliebe habe das nichts zu tun, sagte Petry im Interview der Woche des DLF. Diakonie und Caritas erhielten staatliche Gelder dafür, dass sie Flüchtlinge aufnehmen und Räum­lich­keiten bereitstellten. Dies sei eine moderne Form des Ablasshandels.)
  4. Tilman Steffen: Alternative für Deutschland: Petrys Chance, Die Zeit am 6. Juli 2015 (Wenn die AfD nicht als Nadelstreifen-Version der NPD untergehen will, muss die neue Chefin die Lucke-Anhänger einbinden. Dass sie führen kann, hat der Parteitag gezeigt.)
  5. WGvdL-Forum: AfD wählt Frauke Petry zur alleinigen Vorsitzenden, Bellator Eruditus am 6. Juli 2015 - 21:12 Uhr
  6. Steffen Mack und Walter Serif: Frauke Petry will Grenzen notfalls mit Gewalt sichern - Interview mit AfD-Chefin, Mannheimer Morgen am 30. Januar 2016
  7. AfD-Vorsitzende: Die Interview-Äußerungen haben im In- und Ausland für Entsetzen gesorgt: Petry würde sich in Nordkorea sicherlich wohlfühlen, Mannheimer Morgen am 1. Februar 2016
  8. Wie AfD-Petry dämlich in Fettnäpfchen tritt!, PI-News am 30. Januar 2016
  9. Susanne Kablitz: Frauke Petry und der Schießbefehl, Freiraum-Magazin am 2. Februar 2016; Susanne Kablitz: Frauke Petry und der Schießbefehl: Die Dummheit kennt keine Grenze (Einheitsmarsch in den strammen Totalitarismus), ef-magazin am 3. Februar 2016
  10. Klaus Peter Krause: Petry-Interview: Der erfundene Schießbefehl (Das absichtsvolle Missverstehen, das Ritual der Fassungslosigkeit), ef-magazin am 5. Februar 2016
  11. Weiteres Beispiel für die Rufmord-Kampagne: AfD-Vorsitzende: Petry will auf Flüchtlinge schießen lassen, Stuttgarter Zeitung am 30. Januar 2016

Netzverweise

  1. Bezug: Frauke Petry: Wir wollen keinen Bürgerkrieg in Deutschland, Welt am Sonntag am 11. September 2016 (Im Interview mit der "Welt am Sonntag" erklärt Petry, wie die AfD bei der Bundestagswahl Erfolg haben soll.), "Welt am Sonntag" bringt selbst und in voller Absicht den Begriff "völkisch" ins Spiel und behauptet in der Folge: AfD-Chefin: Petry verharmlost Begriff "völkisch", Welt am Sonntag am 11. September 2016 (Der Begriff "völkisch" sollte nach Auffassung der AfD-Chefin Frauke Petry positiv aufgeladen werden. Man müsse "daran arbeiten, dass dieser Begriff wieder positiv besetzt ist", sagte Petry im Interview mit dieser Zeitung. Der Begriff "völkisch" ist historisch durch die Nazi-Ideologie aufgeladen und rassistisch motiviert, Petry dagegen will darin lediglich "ein zugehöriges Attribut" zum Wort Volk sehen.)