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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen Männer bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Gerd Held

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Gerd Held
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Geboren 1951
Beruf Publizist
URL wordpress.gerdheld.de

Dr. Gerd Held (* 1951) ist Privatdozent an der TU Berlin und freier Publizist.

Nach einer Facharbeiterlehre und Berufstätigkeit absolvierte er das Studium der Sozialwissenschaften (Diplom) und der Sozial­philosophie (Maitrise) in Hannover und Paris. Wissenschaftliche und publizistische Tätigkeiten führten ihn nach Paris und Valencia.

Von 1993 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund, wo er promovierte und habilitierte. Seitdem ist er dort Privatdozent.

2006 und 2007 arbeitere er auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter am IRS Erkner/Berlin. Seit 2008 ist er als freier Publizist und Privatdozent (TU Berlin) tätig.[1]

Artikel

  • Verheimlicht und verschleppt: Der schändliche Sozial-Diebstahl, AchGut-Blog am 18. Februar 2017 (Die Sache mit den vielen Identitäten ist ein einschneidender, ein ungeheuerlicher Vorgang. Es geht hier nicht nur darum, dass Migranten deutsche Sozial­leistungen in Anspruch nehmen. Es geht um einen Diebstahl. Er wird verübt von einem bestimmten Migranten-Milieu - am Sozialstaat des Landes, das sie aufgenommen hat. Gestohlen werden Mittel aus dem Fonds, den Deutschland für seine sozialen Notfälle, für Schwache, Kranke und Hilfs­bedürftige eingerichtet hat. Die "Flüchtlinge", die das tun, handeln aktiv, planvoll, arglistig und organisiert: Sie geben an verschiedenen Orten immer wieder neue, falsche Identitäten an, um sich mehrfachen Zugang zu Sozial­leistungen zu verschaffen. Und es geht nicht um eine einmalige Zahlung, sondern regelmäßige Geldbezüge auf Dauer. So findet in Deutschland Monat für Monat, Woche für Woche ein ständiger Sozial-Diebstahl statt, auf Kosten der Hilfs­bedürftigen dieses Landes. Es ist ein gesell­schaft­licher Diebstahl. Es handelt sich um ein schändliches Verbrechen. - Die Sozialbetrugs-Affäre trifft den moralischen Kern der deutschen Migrations­politik. Instinktiv spüren die politischen und gesellschaftlichen Kreise, die sich als Vertreter des "weltoffenen Deutschland" weit aus dem Fenster gelehnt haben, dass diese Affäre ihre Stellung als die Guten im Lande gefährdet. Sie könnten sehr schnell als die Komplizen eines asozialen Zerstörungs­werks dastehen. Deshalb wird mancherorts eine fast schon kriminelle Energie an den Tag gelegt, um die Vorgänge zu verschleiern.)
  • Sie ist da, mitten in Deutschland: Die vagabundierende Gewalt, Tichys Einblick am 2. Januar 2017 (Der umherschweifenden Willkür­herrschaft der alltäglichen Gewalt kann man nicht entkommen. Sie zermürbt das Land, zerstört seinen Fleiß und seinen Zusammenhalt. Sie ist mit "Integration" nicht aufzulösen, sondern alimentiert sich aus der Integration.)
  • Politik als Dünkel der besseren Stände (1), AchGut-Blog am 4. November 2016 (In der Kampagne gegen den so genannten "Rechtspopulismus" geht es nicht nur um politische Dinge. Bestimmte Lebensformen, ein bestimmtes Aussehen und überhaupt das ganze Dasein bestimmter Bevölkerungs­gruppen wird verächtlich gemacht. Was hat man in Deutschland nicht schon alles über die typischen AfD-Wähler gehört. Sie seien meistens Arbeitslose. Oder "alte Männer". Oder Ostdeutsche, die kaum je einen Ausländer zu Gesicht bekommen hätten. Auf jeden Fall handele es sich um "ungebildete" Leute.) (Den gesellschaftlichen Dünkel, der hier unterwegs ist, hat Werner Patzelt[wp], Professor für Politik­wissen­schaft an der TU Dresden sehr treffend beschrieben.[ext] Er schildert, wie Anti-Pegida-Leute vom Straßenrand aus eine dreiviertel Stunde lang "Faschisten­pack" riefen, während sie "ganz normale Leute an sich vor­über­ziehen" sahen. Dies Szenario sagt mehr als tausend Worte: Hier sind die Guten, und dort "der hässliche und böse Feind" (Patzelt).)
    • Politik als Dünkel der besseren Stände (2), 5. November 2016 (Bei der Kampagne gegen den "Populismus" kommt ein Element immer wieder vor: der Bildungs­unterschied. Die gute Gesellschaft, so wird behauptet, sei bedroht durch eine Bewegung der Ungebildeten, der geistigen Grobmotoriker, der ahnungs­losen Provinzler, des gröhlenden Pöbels. Allerdings konnte die These vom dummen Populisten mit Sozial­erhebungen - zum Beispiel über AfD-Wähler oder über Teilnehmer an Pegida-Demonstrationen - nie belegt werden. Aber das soziale Vorurteil, das ganz schamlos die deutsche Gesellschaft in Gebildete und Ungebildete teilt, wird weiter gepflegt.)
  • Die neue Standesherrschaft, Tichys Einblick am 29. Oktober 2016 (In der Kampagne gegen den "Populismus" werden ganze Bevölkerungs­schichten stigmatisiert. Aber wer spricht da eigentlich?)
  • Und es gibt es doch - das Volk, Tichys Einblick am 17. Oktober 2016 (Die Kampagne gegen den "Rechtspopulismus" verfolgt ein verdecktes Ziel. Das Volk selber und mit ihm eine zentrale Instanz politischer Verantwortung soll zum Verschwinden gebracht werden.)
  • Deutsche Einheit 2016 - der heimliche Abschied, Tichys Einblick am 2. Oktober 2016 (Bisher stand am 3. Oktober die "Vollendung der deutschen Freiheit und Einheit" im Fokus. Man baute auf innerdeutsche Selbsthilfe, auf die eigene Kraft. Nun ist der Blick nach außen gerichtet. Im Innern sieht man nur Dunkles. Es ist das erste Mal seit der Wiedervereinigung, dass ein Pauschalverdacht in den Raum gestellt wird, der sich besonders gegen die neuen Länder, aber auch gegen das wiedervereinigte Deutschland insgesamt richtet.)
  • Berliner Wahlen - Fragt bloß nicht, wie die Lage ist, Tichys Einblick am 14. September 2016 (Das Verhältnis zwischen Wahlvolk und Gewählten ist unredlich geworden. Und in den bisherigen Wahlen des Jahres 2016 ist es nicht gelungen, diesen Spalt zu schließen. Eher im Gegenteil: Die allzu vollmundigen und selbstgewissen Wahlkämpfe haben dazu geführt, dass der Spalt sich noch vergrößert und noch deutlicher sichtbar wird.)
  • Wo ist die Verteidigungslinie dieser Republik?, Tichys Einblick am 2. August 2016 (Was jetzt geschafft werden muss, ist die praktisch wirksame Wehrhaftigkeit des Staates. Das Wir-schaffen-das-Gerede ist deshalb so betrügerisch, weil es diese unmittelbar praktische staatliche Aufgabe verschweigt.)
  • Die alltägliche Erpressung, Tichys Einblick am 22. Juli 2016 (In München bis zu 3 Tote nach einem "Amoklauf", sagt die Polizei. Ist es das? Wer ist der Täter? Nach den jüngsten Terrorangriffen wird gefordert, dass noch mehr für die "Integration" getan werden müsse. Das beweist nur, dass die Migrationspolitik gar keine freie Wahl mehr ist, sondern im Schatten immer größerer Drohungen stattfindet.) (Nach dem Terrorangriff auf einen Regionalzug in Würzburg ist die Reaktion der deutschen Regierung und der so genannten Leitmedien katastrophal. Sie ist schlimmer als hilflos, sie ist eine Unterwerfung.)
  • Integrationsgesetz: Der zweite Dammbruch, Tichys Einblick am 16. Juli 2016 (Unter dem Vorzeichen "Integration" wird Deutschland nun erst wirklich der Massen­ein­wanderung unterworfen.) (Um jeden Preis soll der Eindruck erweckt werden, die Sache sei nun nachhaltig im Griff. Doch eigentlich geschieht etwas anderes. Die großen Massen­kolonnen, die über die Grenze drängen, stehen nicht mehr im Mittelpunkt. Die Migration wird überführt in unzählige Einzel­bewegungen und -schauplätze. Die Millionenzahl, die innerhalb eines Jahres nach Deutschland gekommen ist, wird in Kleingruppen aufgegliedert und erscheint nicht mehr in ihrem ganzen Ausmaß. Doch zugleich geht die Migrations­krise weiter. Sie geht jetzt sogar erst richtig in die Tiefe. Sie greift über in den Normalbetrieb des Landes, sie nistet sich in Wohngebäuden, Schulen, Betrieben, Freizeit­ein­richtungen und vielen anderen Stellen ein. So ist in der neuen Un­über­sichtlichkeit der Migrations­welle eine ganz neue Qualität enthalten.)
  • EU und GB: Der unsinnige Imperativ der "vier Grundfreiheiten", Tichys Einblick am 7. Juli 2016 (Angesichts der demonstrativen Selbstgewissheit in Brüssel, Luxemburg und Strassbourg sollte man die Eckdaten nicht vergessen: Der Anteil der EU am (kaufkraftbereinigten) Bruttoinlandsprodukt der Welt sank von 21,77 % (2005) auf 16,95 % (2015). Aber rund 50 % der Sozialausgaben der Welt werden in der EU ausgegeben - bei einem Bevölkerungsanteil von 7 bis 8 %.) (Während manche damit beschäftigt sind, das Brexit-Referendum nachträglich doch noch zu gewinnen, gibt es Wichtigeres zu tun. Nämlich zu überlegen, welche dauerhaften Regeln für das Verhältnis EU - GB gefunden werden können. Das Vertragsverhältnis, das hier entstehen muss, ist auch für andere Nationen außerhalb der EU von Interesse - es zeigt, wie anschlussfähig die EU ist.)
  • Brexit III - Gegen die schleichende Staatsauflösung in Europa, Tichys Einblick am 21. Juni 2016 (Das Votum in Großbritannien wird Folgen für die europäische Ordnung haben. Mehr noch, es wird Einfluss darauf haben, ob die Europäer in Zukunft noch über etwas verfügen, das man als "Staat" bezeichnen kann, als Demokratie und als Rechtsordnung.)
  • Brexit - Eine Tür ins Freie, Tichys Einblick am 10. Juni 2016 (Das "Immer enger vereint" der EU ist ein Anachronismus. Eine immer stärker durchregulierte, protektionistische Groß­raum­wirtschaft ist nicht etwas ganz Neues "für das 21. Jahrhundert", sondern ein Wieder­gänger von Paradigmen, die sich schon im 20. Jahrhundert erschöpft haben.)
  • Soll Europa für 1916 büßen? - Die angebliche Nahost-Schuld, Tichys Einblick am 25. Mai 2016 (Jubelnde Kämpfer des IS twittern "Wir zerschmettern Sykes-Picot". Diese Schuldlegende von 1916 bildet ein Kernelement der IS-Propaganda. Deutsche Zeitungen stützen diese Legende mit ihren Geschichten zum Jahrestag 16. Mail 1916.)
  • Flüchtlingskrise? Wir haben eine Lernkrise!, Tichys Einblick am 29. April 2016 (Etwas stimmt nicht mit dem Lernen in Deutschland. Liegt es an ungenügender Pädagogik? An ungenügendem Eingehen auf die jungen Leute? Die Organisation des Lernens tut sich schwer, wo sie Anpassungs­zwänge vermitteln muss und den Anforderungen des Arbeitslebens näherkommt. Der Realitätsschock beim Eintritt in die Arbeitswelt ist groß. Der Spalt zwischen der Lernwelt und der Arbeitswelt ist über Jahrzehnte immer größer geworden.)
  • Idomeni: Die neuen Weltbürger bei der Arbeit, Tichys Einblick am 16. April 2016 (Global-Eliten und Global-Aktivisten führen zurück in die alte Welt der Imperien und der geschlossenen Herrscherkreise. Weltbürger sind das keine.) (Es war einmal eine Lichtgestalt: der Mensch, der überall zu Hause ist, der den ganzen Erdkreis mit seinem Wissen überblickt und mit seinem guten Willen zu gestalten weiß; aufmerksam für alles Fremde und gewandt im Auftreten. Die Rede ist vom "Weltbürger". Der kosmopolitische Geist schien sich wohltuend von allem engstirnigen, provinziellen, muffigen Geist abzuheben. Auf ihn wurden große Hoffnungen gesetzt, wenn internationale Konflikte drohten. Mehr noch, er sollte solche Konflikte schon im Ansatz unmöglich machen: Wenn alle Weltbürger sind, gibt es keine Kriege mehr. Der Abstand, der den Weltbürger von den Niederungen der Realpolitik trennte, schien sein besonderer Vorzug zu sein. Der Weltbürger war Idealist und er war stolz darauf. - Wer in diesen Tagen nach Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze blickt, sieht freilich ein anderes Weltbürgertum am Werk. Es geht erstaunlich gewalttätig zu. Da werden Migranten von internationalen "Aktivisten" zum gewaltsamen Grenz­durch­bruch aufgefordert und auf Flugblättern mit detaillierten Plänen versorgt. Die vordersten Linien der Grenz­stürmer sind mit Steinen bewaffnet und erklären vor laufenden Kameras, dass sie bereit sind, auf Leben und Tod zu kämpfen. Dahinter ist eine ganze Logistik aus Helfern aufgebaut: Man versorgt das Durch­bruchs­unter­nehmen in PKWs mit Lebens­mitteln, Schutz­kleidung, Werkzeug und anderen Hilfsmitteln zum Nieder­reißen der Grenzzäune. Anwälte und politische Sprecher stehen bereit, um den Aktionen Schutz und Deckung zu geben. Und um die Verantwortung von den Angreifern auf die Verteidiger der Grenze abzuschieben. Sogenannte Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), die im Namen des "Flüchtlings­schutzes" auftreten, tun so, als gäbe es hier nur das Rechtsgut der Freizügigkeit, vor dem jeder Grenzzaun zu weichen hat.)
  • Die verlorene Souveränität, Tichys Einblick am 11. März 2016 (Gerade vereinbarte man noch, dass Europa seine Außen­grenzen schützen sollte. Nun soll es eine fremde Macht tun - wenn es nach dem Türkei-Deal der Bundeskanzlerin geht.) (Angela Merkels Politik soll "alternativlos" sein. Sie soll einfach für das schlechthin Menschliche stehen. Für alles andere erfanden die Polit-Designer die Sammel­bezeichnung "rechtspopulistisch". In dieser Bezeichnung ist schon eine versteckte Drohung gegenüber dem Populus, dem Volk, enthalten. Er soll nur ja nicht zu sehr auf seinem eigenen Urteil beharren. Der Eigensinn des Bürgers steht in diesen Zeiten der "höheren Werte" unter Generalverdacht.) (Merkels Türkei-Deal ist der Versuch, unter dem Druck der Massen­migration die Souveränität der europäischen Staaten auszuhebeln. Zugleich wird der deutsche Souverän ausgehebelt: Das Volk hat keine Möglichkeit mehr, durch eine von ihm gewählte Regierung eine Obergrenze der Zuwanderung festzulegen. Die Souveränitäts-Frage ist ja der politische Kern des Obergrenzen-Streits. Die Frage, die hier im Raum steht, lässt sich recht einfach formulieren: Wer setzt das Maß für die Einwanderung - die nach Deutschland und Europa drängenden Migranten oder die Bürger des Ziellandes?) (Über die Souveränität - Der Begriff der "Souveränität" ist weitgehend aus dem politischen Vokabular der Gegenwart verschwunden. Das Wort klingt irgendwie altbacken. Man denkt an absolute Macht, an Königsthrone und die Herrschaft alter Männer. Doch ganz verschwunden ist die Wertschätzung von Souveränität nicht. Sie hat sich in die individuelle Lebensführung zurück­gezogen. Die Aufforderung, mit Problemen "souverän umzugehen", ist ja in aller Munde. Gemeint ist damit die Fähigkeit, sich nicht von den Wechsel­fällen des Lebens bestimmen zu lassen, sondern ein Stück darüber zu stehen. Das gilt im Guten wie im Schlechten: Souverän ist, wer bei einem großen Erfolg nicht überheblich wird, und wer bei schmerzhaften Niederlagen seinen aufrechten Gang nicht verliert. Dazu gehört auch die Fähigkeit, sich nicht in hoffnungslose Kämpfe zu verbeißen und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Souveränität ist nicht als Selbst­isolierung zu haben, sondern erweist sich dort, wo man mit einer fremden, widrigen, un­durch­schaubaren Lage konfrontiert ist. Allerdings wird "Souveränität" in der politischen Sphäre gegenwärtig eher selten und zögernd verwendet. Dabei liegt hier der historische Ursprung des Begriffs. Der Staats­philosoph Jean Bodin[wp] (1530-1596) hat ihn geprägt, in der Zeit der Religionskriege. An diesem Anfang der Neuzeit, als politische Macht nicht mehr von religiösen Autoritäten entliehen werden konnte und Hoheit in neuer Form errichtet werden musste, kam "souverän" als Begriff in Umlauf.) (Der Ernst der Lage (I) - Je länger die Migrationskrise dauert, umso deutlicher wird, dass es hier nicht um irgendein singuläres Ereignis geht, zum Beispiel um einen einzelnen Krieg. Die aktuellen Zuspitzungen sind nur Teil eines größeren sozialen Prozesses. Es gibt ein fundamentales Ungleichgewicht zwischen demographischer Entwicklung und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Eine riesige soziale Last hängt über großen Teilen der Welt. Es finden verschiedene Entwurzelungen statt: Zunächst die Migration vom Land in die Stadt, von kleineren Städten in Megastädte; Eintritt in Klientel­systeme und religiöse Erlösungs­bewegungen; Übergang zu sozialen Unruhen und Bürger­kriegen; schließlich eine neue ("zweite") Migration nach Europa. Hier verketten sich also mehrere Fehl­entwicklungen. Sieht man es so (Paul Colliers[wp] Buch "Exodus" ist hier sehr instruktiv), dann rücken die verschiedenen Krisen, die in der arabischen Welt und in Afrika seit den 1980er Jahren stattgefunden haben, näher zusammen. Eine riesige Generation ohne Existenz­grundlage ist Träger aller gewaltsamen und letztlich selbst­zerstörerischen Aus­einander­setzungen. Die entwurzelten jungen Männer, die in Syrien schließlich den Bürgerkrieg gewählt haben, gibt es auch in Nordafrika. - Das ist ein viel ernsteres Lagebild, als es einzelne Szenen von Krieg und Flucht vermitteln können. Um dies Lagebild zu sehen, muss man auf die Zahlen schauen. Wenn man einmal nur den Mittelmeer­raum betrachtet und die Anrainer am (europäischen) Nord­west­ufer und die Anrainer am (arabisch-türkischen-nord­afrikanischen) Südost­ufer zu Gruppen zusammen­zieht, haben wir zwischen 1950 und 2025 eine Bevölkerungs­zunahme von 140 auf 180 Millionen auf der europäischen Seite und eine Zunahme von 75 auf 340 Millionen bei den südlichen und südöstlichen Anrainern. Letztere haben ihre Bevölkerung um 450 % gesteigert, insbesondere seit ihrer Unabhängigkeit. Es sind ungeheuer große junge Jahrgänge entstanden, fast überall sind 50 % der Bevölkerung unter 30 Jahre alt. Die Arbeits­märkte bieten nicht annähernd die Möglichkeit, sie aufzunehmen - man müsste das Doppelte der chinesischen Wachstums­zahlen der jüngeren Vergangenheit erreichen. Das sind Größen­ordnungen, die die Kategorie "Notfall" weit über­schreiten. Wir müssen von einem Jahr­hundert­problem sprechen. Wie naiv ist da die Behauptung, dass es "ja nur um 1 Million Flüchtlinge geht, die unter 500 Mio. EU-Bürgern Platz finden müssen".)
  • Im Gefängnis der Worte (3): Spricht hier noch eine Regierung?, AchGut-Blog am 8. August 2016 (Es ist unglaublich, aber wahr: Nach der Anschlagsserie Ende Juli, die jederzeit eine Fortsetzung erfahren kann, ist die Bundesregierung nicht in der Lage, den Satz über die Lippen zu bringen: "Dies ist ein Angriff auf unser Land".) (Spricht aus Merkels Mund überhaupt eine Regierung? Von der Rolle des Staates und seinen Schutz­pflichten gegenüber der Gesellschaft war auf der Pressekonferenz kaum die Rede. Das "Wir" dieser Kanzlerin scheint sich eher an die Bürger zu wenden und ihnen die Verantwortung zu übergeben. Sie sollen "zusammen­halten", was immer das konkret bedeuten mag. [...] Auf keinen Fall soll der Gedanke zugelassen werden, dass hier ein Verteidigungs­fall[wp] vorliegt. Das ist aber eigentlich der naheliegende Gedanke. Die Anschläge haben kriegs­ähnliche Züge. Man darf sich nicht von der Tatsache täuschen lassen, dass der Krieg hier nur halb­offiziell deklariert wird. Auch wenn die Motive individuell geäußert werden, so geht es doch immer um Macht. Um die Verschiebung der Macht­verhältnisse in einer Straße, einem Stadtviertel, einem ganzen Land. Und die Handlungen sind nicht einfach Kriegs­handlungen, sondern Kriegs­verbrechen: Angriffe auf die Zivil­bevölkerung, aus dem Hinterhalt, mit möglichst großer Brutalität, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Unternommen von Tätern, die sich als "Krieger" sehen, die sich über jegliches Völkerrecht erhaben fühlen.)
  • Im Gefängnis der Worte (2): Die Rede von "den Flüchtlingen", AchGut-Blog am 20. Juli 2016 (Im offiziösen Sprachkodex, der die Politik und die Medien in Deutschland bestimmt, werden bis heute - allen zwischen­zeitlichen Erfahrungen zum Trotz - die ins Land drängenden Migranten mit dem Oberbegriff "Flüchtlinge" geführt. Und das, was man zunächst einmal einfach als Migrationskrise bezeichnen müsste, heißt bei uns "Flüchtlingskrise". Das hat Folgen. Jedes Wort ist mit bestimmten Vorstellungen verbunden. Indem wir es gebrauchen, lenken wir das Denken (unser Denken und das Denken anderer) auf bestimmte Bahnen. Es gibt treffende und irre­führende Bezeichnungen. Ja, in manchen Fällen darf man ruhig von "Lügenworten" sprechen, wenn sie ganz offensichtlich und wiederholt die wahren Verhältnisse verschleiern. - Die Assoziationen, die durch das Wort "Flüchtling" geweckt werden, sind klar: Wir stellen uns Menschen vor, die sich unter dem äußeren Zwang einer Notlage oder einer fremden Gewalt auf den Weg machen. Sie haben keine Alternative. Sie handeln deshalb nicht aus freiem Willen und sind für ihre Entscheidung nicht verantwortlich. Ohne Zweifel gibt es in den massiven Bevölkerungs­bewegungen, die sich gegenwärtig auf Deutschland, Europa und andere Wohlstands­regionen der Welt richten, Menschen, auf die das Wort "Flüchtling" zutrifft. Aber für die Gesamt­bewegung ist "Flucht" nicht der angemessene Oberbegriff. - Hier sind nicht nur Hilflose und Getriebene unterwegs. Die Vorgeschichte dieser Welle ist keine allgemeine Verelendung, kein Weltkrieg, keine globale Natur­katastrophe. Gewiss gibt es Notlagen, Katastrophen und Kriege, doch generell ist die Versorgung mit Nahrung, Gesundheit, Information in den ärmeren Regionen der Welt in den vergangenen Jahrzehnten besser statt schlechter geworden. Deshalb sind es oft nicht extreme Notlagen, sondern neue Wünsche und Ansprüche, die die Menschen in Bewegung setzen, die Staaten aus­einander­brechen lassen und die dann im Gefolge tatsächlich auch zu Krieg, Gewalt, Hunger, Krankheit führen.) (Die generelle Rede von "den Flüchtlingen" [...] hat auch etwas Drängendes. Es muss unbedingt gerettet werden. Sie duldet keine prüfende Distanz. Sie wartet das Anerkennungs­verfahren des Asyl­bewerbers nicht ab, sondern nimmt ihr Ergebnis moralisch schon vorweg. Geboten ist auf jeden Fall das "Ja zur Migration" und diese Konsequenz ist im Leitwort "Flüchtlinge" schon vorprogrammiert. - Doch jetzt kommt es mit dem Oberbegriff "Integration" zu einer merkwürdigen Verwandlung. Auf einmal geht es nicht mehr um eine Notlage und Nothilfe. Auf wundersame Weise wird der hilflose Flüchtling zu einer positiven Ressource. Nicht um seine Rettung geht es, sondern gerettet werden muss nun das alternde schrumpfende Deutschland. Aus Flüchtlingen werden Retter. Und auf einmal passen diese Leute haargenau für die Lösung seiner Probleme - ohne dass wir sie vorher gezielt durch Einwanderungs­politik vor Ort in den Herkunfts­ländern angeworben hätten. Es ist wie die magische Verwandlung von Wasser in Wein. Gerade waren sie noch das Elend der Welt, jetzt sind sie "jung", "gebildet" und "hochmotiviert". Gerade war ihre Not so groß, dass man sie ohne Prüfung erstmal alle ins Land lassen musste. Nun sind sie eine so große, kostbare Ressource, dass wir sie alle (wiederum ohne Prüfung) integrieren müssen. - Dazu müssen wir neue, noch größere Vorleistungen erbringen. Es geht um sehr viel Geld, um ein Vielfaches der Kosten der Erstaufnahme. Kosten, die sich über Jahre und Jahrzehnte erstrecken können. Aber noch bedeutsamer ist eine innere Grenzauflösung: Im Zeichen der Integration müssen unsere Wohnhäuser, unsere Schulen, unsere Betriebe, unsere Kultur- und Freizeit­anlagen bedingungslos geöffnet werden. Auch denen, die noch keine Anerkennung als Asylanten haben. Sogar denen, die schon ausdrücklich abgelehnt sind und nur "geduldet" werden. Ja, sogar denen, die ihre Ausweise vernichtet und ihre Identität gefälscht haben - also Straftaten begangen haben. - Die Rede von der "Integration" markiert also einen zweiten Dammbruch in Deutschland. Nach der Auflösung unserer Außengrenzen (an der sich nichts geändert hat) findet nun eine Auflösung an den inneren Grenzen unserer privaten und öffentlichen Güter statt. Ein Dammbruch vor allem in den Kommunen. Ein Dammbruch im Herzen unseres Landes.)
  • Im Gefängnis der Worte (1): "Fremdenfeindlich", AchGut-Blog am 4. Juli 2016 (Der Preis für das Gefängniswort des Tages geht an Claus Kleber, Chefmoderator des Heute Journal (ZDF). In der Sendung am 1. Juli nennt er den öster­reichischen Präsident­schafts­kandidaten Hofer[wp] den Kandidaten der "fremden­feindlichen FPÖ". So mal eben im Vorübergehen wird da mindestens die Hälfte der Wähler unseres Nachbarlandes unter Generalverdacht gestellt. Wie selbstverständlich ist seit einiger Zeit der Begriff "Feind" in die Bericht­erstattung der öffentlich-rechtlichen Sender vorgedrungen. Dabei ist eine indirekte Wirkung im Spiel: Indem die FPÖ für "fremden­feindlich" erklärt wird, wird sie selber zum Feind erklärt. So geschieht eine Unter­teilung der politischen Landschaft nach dem Freund-Feind-Schema. Für das politische Leben ist das keine Kleinigkeit. Zwischen Feinden gibt es keine rationale Aus­einander­setzung, in der jeder Gründe für seine Position vortragen kann. Das Freund-Feind-Schema spaltet die Öffentlichkeit als gemeinsamen Ort aller Bürger.)
  • Der Migrationsmythos (Migranten, Flüchtlingshilfe)
    1. Die Diktatur des Rettens (Der Migrationsmythos, Teil I), 1. September 2015
    2. Der Inbegriff des Bösen - die Abschiebung (Der Migrationsmythos, Teil II), 4. September 2015
    3. Die Grenzlüge (Der Migrationsmythos, Teil III), 13. Oktober 2015
    4. Wer Grenzen stürmt, wird nirgendwo heimisch werden (Der Migrationsmythos, Teil IV), 25. Oktober 2015
    5. "Integration" - die falsche regulative Idee (Der Migrationsmythos, Teil V), 8. November 2015
    6. "Sie haben es nicht geschafft" - Über die versteckte Frankreich-Verachtung (Serie Migrationsmythos, Teil VI), 22. November 2015
    7. Legitim handelt, wer Grenzen setzt (Serie Migrationsmythos, Teil VII), 14. Dezember 2015
    8. Die Theologie der Migration (Serie Migrationsmythos, Teil VIII), 28. Dezember 2015
    9. Wir brauchen ein Moratorium für Migration (Der Migrationsmythos, Teil IX), 14. Januar 2016
    10. Merkels Protektorat (Der Migrationsmythos, Teil X), 22. Januar 2016
  • Über die Souveränität, NovoArgumente am 31. März 2015 (Politik ist zum bloßen Moderieren von Interessen geworden. Die staatliche Eigenverantwortung wird durch eine internationale Politik­verflechtung abgelöst. Gerade jetzt erscheint die souveräne Einheit des Staatswesens zu Unrecht als Konzept von gestern.)

Diskussion

Einzelnachweise

  1. AchGut-Blog: Gerd Held; Tichys Einblick: Gerd Held
  2. Youtube-Kommentar: "Herzlichen Dank an das Podium und das unverblümte Eingeständnis, die Meinung des anderen schlicht nicht respektiert zu haben bzw. bis heute nicht zu respektieren! Schlimme Sache per se. Auch hätte man durchaus bereits im Alter von Anfang 20 oder später leicht feststellen können, daß Mao, Stalin & Co. schlichte Massen­mörder waren und daher nicht als Referenz taugten. Schade um die verlorenen Generationen in Deutschland, die sich dieser Ideologie anschlossen und bis heute unsinnig wirken."

Netzverweise