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Heinz-Jürgen Voß

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Heinz-Jürgen Voß
Heinz-Juergen Voss.jpg
Geboren 1979
Beruf Soziologe, Biologe
URL heinzjuergenvoss.de

Heinz-Jürgen Voß (* 1979) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler und Biologe. Als Genderist setzt er sich insbesondere mit der Frage von Geschlechter­konstruktion und Geschlechter­verhältnissen auseinander.

Positionen

Voß hat mehrere Bücher und zahlreiche Aufsätze veröffentlicht, in denen er sich insbesondere mit Geschlecht und Sexualität befasst. Seine Haupt­gedanken entwickelt er in den beiden Büchern Making Sex Revisited - zugleich seine Doktorarbeit - und Geschlecht: Wider die Natürlichkeit, worin er sich mit historischen und aktuellen biologischen und medizinischen Geschlechter­theorien auseinandersetzt. Voß behauptet, dass es nicht zwei, sondern viele biologische Geschlechter gäbe. In einem Interview gegenüber der Zeitschrift Chrismon erklärte Voß, dass auch die Spezies Homo sapiens[wp] nicht aus zwei sich ergänzenden Geschlechtern bestehe, sondern, dass unzählige biologische Geschlechter existierten.[1] Auf die Frage nach dem neuesten Stand der Forschung behauptet er, nicht Gott habe Adam und Eva erschaffen (Bibel, Genesis), nein, es war Adolf Hitler:

Zitat:

«Bis in die 1920er Jahre sprach man von Geschlechter­vielfalt. Mit den Nazis kam die Theorie einer weitgehend klaren biologischen Zweiteilung, die auch immer noch im Biologie­studium vermittelt wird, obwohl die aktuelle Forschung längst weiter ist. Solche einfachen Thesen machten mich stutzig, und ich erkannte, dass die vermeintlich natürliche Zweiteilung viel Leid mit sich bringt.»[1]

Zitat:

«Es gibt biologisch nicht zwei Geschlechter, sondern viele[2]

Akif Pirinçci antwortet Heinz-Jürgen Voß:

Zitat:

«[Man] gelangt [...] an die Wahrheit [...] nicht dadurch, indem man gerade jetzt in der Sommerzeit geile junge Frauen in sexy Kleidern und mit sehr weiblichen Attributen durch die Stadt stöckeln sieht und dann darob sagt, das sind eigentlich alles nur Männer, die zu Frauen erzogen worden sind. Will sagen, es gibt gewisse Realitäten wie die Erd­anziehungs­kraft oder die chemischen Elemente. Wer die anzweifelt, ist nicht ein oberschlauer Zweifler, sondern ein Spinner.»[3]

Akif Pirinçci hatte mit streitbaren Äußerungen Sozial­wissen­schaftlerin Elisabeth Tuider angegriffen, woraufhin Heinz-Jürgen Voß sich als Weißer Ritter betätigte.

Daraufhin wurde Heinz-Jürgen Voss von Akif Pirinçci mit beißendem Spott überzogen. Voß erstattete Strafanzeige gegen Pirinçci und erwirkte auf zivil­recht­lichem Weg eine einstweilige Verfügung. Demzufolge darf Pirinçci die vorgebrachten Beleidigungen bei Androhung einer Strafe von 250.000 Euro nicht wiederholen. Wegen Beleidigung erging seitens der Bonner Staatsanwaltschaft im November 2014 ein Strafbefehl über 12.000 Euro gegen Pirinçci.

Zitat:

«Die Sexualtheorie des Professors, der einen Lehrstuhl in Norddeutschland hat, bezeichnete Pirinçci als "geisteskrank" und "durchgeknallt". Der Wissenschaftler sei ein "Irrer" und habe "einen Dachschaden", seine Theorie sei ein "Juwel der Dummheit".»[4]

Zitat:

«"Auch biologisch gibt es viele Geschlechter":
Forschung und Lehre zu biologischen und medizinischen Geschlechter­theorien und ihrer gesell­schaft­lichen Einbindung und zu Sexual­wissenschaft und sexueller Bildung

Ein Denken von Entwicklung, eine Betonung von Entwicklungs­prozessen geht ab von wenigen kleinen vorbestimmenden Einheiten. Vielmehr wird es notwendig, den gesamten Organismus und dessen Wechsel­wirkungen mit der Umwelt zu betrachten. Das bedeutet, dass aus der Perspektive heutiger biologischer Wissenschaft die Kommunikation zwischen verschiedenen Bestandteilen der Zelle, die Kommunikation zwischen verschiedenen Zellen, deren Einbindung in den Organismus und die Einfluss­faktoren aus der Umgebung im Blick sein müssen. "Gene", DNA sagen eben nicht die Entwicklung eines Organismus bzw. hier eines "Genital­traktes" voraus. Vielmehr stellen sie lediglich einen Faktor im komplexen Zusammenspiel von Faktoren der Zelle dar.»[5]

Zitat:

«Bei der Gruppe "Besorgte Eltern" handelt es sich eher um "besorgnis­erregende" Eltern.»[6]

Zitat:

«Vor einigen Wochen wurde Akif Pirinçci wegen Beleidigung des Genderforschers Heinz-Jürgen Voß zu einer Geldstrafe verurteilt. Jetzt veranschaulicht das Wissenschaftsblog Sciencefiles, dass auch persönliche Angriffe, die von Voß ausgehen (etwa wenn er gegen "Maskulinisten und andere Leuten der extremen Rechten" polemisiert), Pirinçcis Niveau problemlos erreichen können und Voß darüber hinaus einige für einen seriösen Akademiker höchst fragwürdige Vorschläge macht. Weil Voß aber offenbar davon ausgeht, dass er in der Sache "des Guten" unterwegs ist und dabei vieles erlaubt ist (etwas anderes, das er mit Pirinçci gemeinsam haben dürfte), betitelt Sciencefiles seinen Beitrag ironisch mit Der gute Mensch aus Merseburg. Ob man irgendwann wohl einen Genderforscher finden wird, der sich statt auf der Ebene persönlicher Anfeindungen auf der Sachebene bewähren kann?» - Arne Hoffmann[7]

Zitat:

«Heinz-Jürgen Voß, der an der Hochschule Merseburg eine Professur für Sexual­wissenschaft und sexuelle Bildung besetzt, scheint jemand zu sein, der so in der Welt seiner Vorurteile gefangen ist, dass alle Versuche, ihn nicht nur sexuell, sondern auch intellektuell zu befreien, zum Scheitern verurteilt zu sein scheinen.» - Michael Klein[8]

Zitat:

«Die Prediger von Heilslehren haben sich immer als Herren über eine Minderheit dargestellt, eine erleuchtete Minderheit von Jüngern, denen die Wahrheit eingesalbt wurde, damit sie in die Welt gehen und Gutes tun, bevor sie Eingang in das Himmelreich finden.

Und immer haben die Prediger von Heilslehren für sich in Anspruch genommen, emanzipativ zu wirken, eine befreiende Botschaft zu verbreiten. Auch nicht neu ist, dass sich die Heilsbringer nicht mehr darauf beschränken, Ihr Heil zu verkünden, sondern andere, die aus ihrer Sicht einer anderen und somit falschen Heilslehre anhängen, zu bekämpfen.

Wir finden entsprechende Auseinander­setzungen im Mittelalter, wir finden sie in der Weimarer Republik in den Straßen­kämpfen, die zwischen Kommunisten und National­sozialisten geführt wurden, und wir finden sie heute in einem anderen Gewand, im Gewand des nicknames, hinter dem man sich mit seinen "emanzipatorischen Inhalten" verstecken kann.

Und wir finden sie als Aufruf zur Sabotage:

"Gleiches gilt für Amazon. Auf Grund der schlechten Arbeits­bedingungen kauft mensch dort zwar keine Bücher. Dennoch beeinflusst Amazon stark die Sicht auf Bücher. Daher: Lasst uns dort jeweils ein Profil haben und jeweils wöchentlich zwei Bücher positiv oder negativ besprechen. Dazu reicht ein Dreizeiler völlig aus. Das wirkt den häufig schlechten Bewertungen linker und emanzipatorischer Bücher entgegen. Gleichzeitig machen viele knappe Rezensionen letztlich immer deutlicher, dass Leute sich auf die Bewertungen bei Amazon nicht verlassen können."

Das muss man sich jetzt wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Da besetzt ein Heinz-Jürgen Voß einen Lehrstuhl, der mit öffentlichen Mitteln finanziert wird und nutzt die Ressourcen eines Blogs, das an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt ist und ebenfalls aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, um politische Agitation zu betreiben, um die wahre Lehre des guten linken Menschen zu verbreiten.

Nicht nur das: Er ruft in einer Art und Weise, die man nicht anders als hinterhältig bezeichnen kann, zur Sabotage einer Serviceleistung auf, die ein privates Unternehmen seinen Kunden bietet, Kunden, von denen der gute Mensch aus Merseburg offensichtlich denkt, dass sie allesamt Idioten sind, die sich kein Urteil über die Qualität einer Buch­rezension bilden können - vor allem wenn sie drei Zeilen umfasst. [...]

Da Wissenschaft gerade nicht mit der Überzeugung eigener Überlegenheit kraft Offenbarung der korrekten Heilslehre vereinbar ist, wie unter anderem Hans Albert[wp] sehr deutlich gemacht hat, müssten wir jetzt eigentlich fordern, dass Heinz-Jürgen Voß wie das Hornscheidt von der Hochschule entfernt wird, da er sich offensichtlich als politischer Aktivist und nicht als Hochschul­lehrer oder gar Wissenschaftler sieht.» - Michael Klein[8]

2017 hat er den "Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht" zur Sexualität von Männern mit herausgegeben. In ihm plädiert der insbesondere auch für die Neu­geborenen­beschneidung werbende Voß ("Beschneidung bei Jungen") dafür, die Zirkumzision generell in den Leistungs­katalog der gesetzlichen Kranken­kassen aufzunehmen, was der Professor für Psycho­somatische Medizin und Psychotherapie Matthias Franz in einer Rezension kritisierte.[9]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Bücher

Making Sex Revisited (2010)
  • Making Sex Revisited. Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive., Transcript 2010, ISBN 3-8376-1329-1
  • Geschlecht. Wider die Natürlichkeit., Schmetterling-Verlag 2011, ISBN 3-89657-663-1
  • Intersexualität - Intersex. Eine Intervention., Unrast 2012, ISBN 3-89771-119-2
  • Biologie & Homosexualität. Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext., Unrast 2013, ISBN 3-89771-122-2

Artikel und Vorträge

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Hanna Lucassen: Weder Mann noch Frau, Interview mit Heinz-Jürgen Voß, Chrismon im September 2013 (Heinz-Jürgen Voß ­erklärt, warum die Einteilung in zwei Geschlechter Schaden anrichtet.)
  2. Die Daten der Biologie sind eindeutig: Beim Menschen gibt es viele Geschlechter – Von Heinz-Jürgen Voß, Soziologie-Magazin am 15. April 2013
  3. Akif Pirinçci: Werte, ach so eingeschüchterte von der Fachgesellschaft Geschlechterstudien, Facebook am 26. Juli 2014
  4. Akif Pirinçci wegen Beleidigung verurteilt, Die Welt am 19. Januar 2015
  5. aus: Voß, H.-J. (2010): Alles bio? Auch aus biologischer Sicht gibt es mehr als zwei Geschlechter. analyse & kritik, Nr. 547, S. 10
  6. Überblick: Angriffe gegen Geschlechterforscher und Sexualpädagogen und die Positionierungen von Fachgesellschaften, Das Ende des Sex: Biologisches Geschlecht ist gemacht (Blog) am 23. November 2014
  7. Arne Hoffmann: Heinz-Jürgen Voß in der Kritik: Agitation statt Wissenschaft, Genderama am 17. Februar 2015
  8. 8,0 8,1 Michael Klein: Queer, links, feministisch und anti: Der gute Mensch aus Merseburg, Kritische Wissenschaft - critical science am 16. Februar 2015
  9. Pdf-icon-extern.png Die Jungenbeschneidung aus Sicht des Sozialwissenschaftlers Heinz-Jürgen Voß. Kritische Anmerkungen zum dritten Männergesundheitsbericht.[ext] - Matthias Franz, 16. Juli 2017 (5 Seiten)

Netzverweise