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Herrenmensch

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Hauptseite » Mensch » Herrenmensch


Herrenmensch wurde durch Nietzsches[wp] "Zarathustra" (1883) vor allem, worin dieser leidenschaftliche Verkünder einer neuen aristokratischen Herrenmoral den höheren Typus Mensch als den organisierenden und eigentlich schöpferischen so wirkungsvoll verteidigt hatte, ein Modeschlagwort großer Bildungskreise.

Vergl. auch 7, 239 (1886), wo er die beiden Grundtypen scharf einander gegenüberstellt: "Es gibt Herren-Moral und Sklaven-Moral." Mit gleicher Schlagkraft spricht er 7, 353 von einem: "Herren-Rechte" und 309 von der "Eroberer- und Herren-Rasse" der Arier[wp] oder ausführlicher noch 382 (1887): "Ich gebrauchte das Wort 'Staat': es versteht sich von selbst, wer damit gemeint ist - irgend ein Rudel blonder Raubtiere, eine Eroberer- und Herren-Rasse, welche, kriegerisch organisiert und mit der Kraft, zu organisieren, unbedenklich ihre furchtbaren Tatzen aus eine der Zahl nach vielleicht ungeheuer überlegene, aber noch gestaltlose, noch schweifende Bevölkerung legt."

Das Schlagwort vom Herrenmenschen oder auch vom Edelmenschen ist aber entschieden das beliebteste geblieben und selbst als Romantitel benutzt worden.[1]

Zitate mit Herrenmensch oder Herrenrasse

Zitat:

«Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter auf diesem Planeten. Wir sind so weit entfernt von den minder­wertigen Rassen, wie sie von Insekten sind. (...) Andere Rassen werden als menschliche Exkremente betrachtet. Unser Schicksal ist es, die Herrschaft über die minder­wertigen Rassen zu übernehmen. Unser irdisches Reich wird von unseren Führern mit einem Stab aus Eisen regiert werden. Die Massen werden unsere Füße lecken und uns als Sklaven dienen!» - Israels Ministerpräsident Menachem Begin[wp] in einer Rede vor der Knesset. Amnon Kapeliouk[wp]: Begin and the Beasts, New Statesman, 25. Juni 1982.[2]

Zitat:

«[...] ihr sollt kein Mitleid mit ihnen haben und ihr sollt ihre arabische Kultur restlos zerstören. Auf diesen Ruinen werden wir dann unsere eigene Zivilisation aufbauen.» - Israels Ministerpräsident Menachem Begin auf einer zionistischen Konferenz in Tel Aviv am 28. Oktober 1956

Die vorstehenden Zitate werden im Internet in Foren/Blogs teilweise so bestritten:

Zitat:

«Na, aus welchen dubiosen Rechtsblogs hast du all die Zitate heraus gekramt?

Unbegreiflich ist für mich, wie einige Menschen immer wieder auf Artikel gegen "Rechts" reagieren und sich dabei anscheinend wissentlich falscher Darstellungen bedienen. Wie anders ist zu verstehen, wenn du hier ein angebliches Zitat von Herrn Begin anführst und dazu eine Quellenangabe nennst, unter der umfassend dargestellt ist, dass es eben nicht ein Zitat von Begin vor der Knesset ist.

Hier heißt es: "Herr Begin sagte nie diese Worte und es gibt keine sachliche Grundlage für dieses Zitat."

Die Recherchen haben ergeben, dass es sich hier um einen Text handelt, der so genannt, "durchgeschleift" wurde. Dabei hat die radikale, französisch-israelische Journalistin Amnon Kapeliouk[wp] eine Rede Benins in Bezug auf "den Schutz isralischer Kinder vor Terroristen" so entfremdet, das eine völlig andere Bedeutung herausgekommen ist! Die wirklichen Worte von Herrn Begin sind unter der gleichen Quellenangabe (Übersetzung) wörtlich nachzulesen!

Mit deinen diversen anderen Zitaten will ich mich gar nicht weiter beschäftigen. Sie dienen eh nur den einem Zweck, deine entsprechende Gesinnung in die Welt zu tragen, um deiner Angst Herr zu werden und mit dem obigen Thema klar zu kommen. Ansonsten Thema verfehlt und ich hoffe, deine Hetze hier wird entsprechend gelöscht.»[3]

Sich "gar nicht weiter beschäftigen" wollen und noch schnell einen "Phobie"-Vorwurf nachgeschoben. Unbestritten dürfte ja wohl sein, dass Herr Benin ein Terrorist ist, der in Israel Minister­präsident werden konnte. Und der soll nun eine Rede über den "Schutz isralischer Kinder vor Terroristen" gehalten haben. Ja, da fragt man sich doch, warum die Amerikaner Osama bin Laden nicht eingeladen hat, über den "Schutz amerikanischer Kinder vor Terroristen" zu referieren. Wer ist hier Terrorist? Wer ist radikal? Und wer hat eine Phobie?

Zitat:

«[...] Du bringst hier über mehrere Beiträge antisemitische Zitate [...]

Ich denke eher, dein Leseverständnis ist schlecht. Vielleicht tut es ein Augenoptiker? [...]

[...] damit hast du dann deine Persönlichkeits­schwäche offenbart. [...].»[4]

Zitat:

«Wladimir Putin ist böse, Baschar al-Assad[wp] ist böse, Mahmud Ahmadinedschad[wp] ist böse, wen gibts noch?? HMMMM. All diese Leute wollen doch nur Krieg nicht wahr?

Obama[wp] ist schließlich der erste schwarze Präsident und der Friedens­nobel­preis­träger!!! Haha.

Die Wahrheit ist simpel, Ultra­orthodoxe Juden sind gute Brutstätten. Die Amerikaner sind die Helden, Julija Tymoschenko[wp] ist die Gute. Alles andere ist Propaganda.

Wenn ich mir die heutige westliche Propaganda­maschinerie anschaue ergibt alles einen Sinn.»[5]

Zitat:

«Über arabische Palästinenser: "They are beasts walking on two legs."» - Israels Ministerpräsident Menachem Begin in einer Rede vor der Knesset. Amnon Kapeliouk: Begin and the Beasts, New Statesman, 25. Juni 1982.[6]

Zitat:

«This quote

"Our race is the Master Race. We are divine gods on this planet. We are as different from the inferior races as they are from insects. In fact, compared to our race, other races are beasts and animals, cattle at best. Other races are considered as human excrement. Our destiny is to rule over the inferior races. Our earthly kingdom will be ruled by our leader with a rod of iron. The masses will lick our feet and serve us as our slaves."

is attributed to Begin and it is all over the web. Do you know where it came from?»[7]

Zitat:

«Zwischen dem Angeklagten Alfred Rosenberg[wp] und dem amerikanischen Anklage­vertreter Dodd[wp] gab es am 17. April 1946 im Nürnberger Prozeß[wp] einen denkwürdigen Dialog. Rosenberg beschwerte sich über die englisch­sprachige Übersetzung der Prozeßakten und Gespräche. Dort werde immer von "Herrenrasse" gesprochen, englisch "Master Race". Dieser Begriff sei aber in den vorgelegten deutschen Dokumenten gar nicht enthalten. Schon vorher hatte sich Rosenbergs Verteidiger Thoma gegen die ständige Wiederholung des Herrenrassen-Begriffs im Zusammenhang mit seinem Mandanten ausgesprochen. Mehr noch: In Rosenbergs sämtlichen Schriften komme dieser Ausdruck kein einziges Mal vor.

"Das interessiert mich nicht", gab Ankläger Dodd zurück. Damit lag er auf jener Linie, die im weiteren beibehalten wurde. Die Nürnberger Anklage­behörde insistierte auf dem Vorwurf des "Herren­rasse­dünkels" mit genau diesem Ausdruck und auch das Schlußplädoyer der Anklage warf Rosenberg un­ver­drossen vor, die "Herrenrasse" gepredigt zu haben.

Der Begriff stand nie im Zentrum des NS-Weltbildes

Aus heutiger Sicht wirkt der Streit zunächst skurril. Zum einen scheint nichts einfacher zu sein, als ihn sofort verbindlich zu entscheiden. Ob der NSDAP-Chef­ideologe Rosenberg in seinen Schriften von "Herrenrasse" gesprochen hat oder nicht, sollte mit wenig Aufwand zu klären sein. Hat er das nicht, sollte der Sprachgebrauch wohl leicht zu ändern sein, ohne daß die Anklage von den sonstigen schweren Vorwürfen gegen Rosenberg etwas zurück­nehmen müßte. Auf der anderen Seite hat sich der Begriff der "Herrenrasse" als scheinbarer Teil des national­sozialistischen Weltbilds inzwischen derart etabliert, daß Rosenbergs Widerspruch irritierend wirkt. Wie kann einer versuchen, dies abzustreiten?

Letzteres sehen jedenfalls die eifrigen Geschichts­dilettanten des Wikipedia-Lexikons so und erklären flugs, "der Begriff Herrenrasse" sei "ein zentraler Begriff zur Zeit des National­sozialismus" gewesen. Später wird dort über die Herkunft des "in der NS-Ideologie benutzten Begriffs Herrenrasse" berichtet. Nun sollte man meinen, daß die eifrigen Zitat­sammler des Online-Lexikons irgendeinen National­sozialisten herbeigeschafft haben, der von "Herrenrasse" gesprochen hat, oder ein Dokument, in dem der Ausdruck vorkommt. Das haben sie leider nicht, so wenig wie damals die Nürnberger Anklage ein solches Zitat bringen konnte. Den angeblich "zentralen Begriff" ihrer eigenen Ideologie kannten die National­sozialisten offenbar selbst nicht, jedenfalls verwendeten sie ihn nicht, schon gar nicht zentral.

Es sind solche Details, die den großen Einfluß der Nürnberger Geschichts­politik und der darauf aufgebauten Nachkriegs­bildung aufzeigen. Die Differenz zwischen damaligen Ereignissen und heutigen Deutungen kommt hier schon im Sprachgebrauch gut zum Ausdruck. Das hat Folgen, auch in der Politik. Ende letzten Jahres wies die mecklenburgische SPD-Politikerin Stefanie Drese im Namen und unter dem dröhnenden Beifall der Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und Linken einen NPD-Antrag auf den biologischen Erhalt des deutschen Volks als "menschen­verachtende Forderung" zurück. Begründung: Es seien zwei Weltkriege (sic) von Deutschland ausgegangen - damit die "deutsche Herrenrasse über den anderen Völkern stehen solle".» - Stefan Scheil[8]

Einzelnachweise

  1. Otto Ladendorf: Historisches Schlagwörterbuch (1906)
  2. "Begin[wp] war verantwortlich für den Spreng­stoff­anschlag auf das King David Hotel[wp] 1946 in Jerusalem, bei dem 91 Menschen ums Leben kamen (28 britische Staats­angehörige, 41 Araber, 17 Juden und fünf aus anderen Ländern). Unter Begins Befehl wurden zwei britische Soldaten - Clifford Martin und Mervyn Paice - entführt und gehängt. Begin wurde anschließend von den Briten steck­brieflich gesucht. Er tarnte sich unter anderem als bärtiger Rabbi Sassover. Menachem Begins Verwicklung in das Massaker von Deir Yasin[wp] vom 9. April 1948 an Arabern ist umstritten. Seine politischen Gegner des sozialistischen Parteien­spektrums in Israel versuchten Begin wie überhaupt den revisionistischen Zionismus als faschistisch und radikal rechts abzustempeln. So verglich David Ben-Gurion[wp] Begin 1963 mit Adolf Hitler, und Erich Fried[wp] verglich ihn 1982 mit Reinhard Heydrich[wp]. Nach der Israelischen Unabhängig­keits­erklärung[wp] 1948 löste sich die Irgun auf, und Begin gründete die Cherut-Partei, die später die führende Kraft im Likud-Block wurde. Seine Partei, die eine Ausdehnung Israels auf die Grenzen des Britischen Mandats vor der Abspaltung des Königreichs Jordanien 1922 anstrebte, wurde 1949 drittstärkste Kraft im israelischen Parlament. Begin hielt sich jedoch im Hintergrund und wurde aufgrund seiner terroristischen Vergangenheit auch gemieden. Im Jahr 1977 wurde die Likud-Partei erstmals stärkste Kraft und Menachem Begin ab Mai 1977 der erste Likud-Ministerpräsident (bzw. der erste Ministerpräsident der politischen Rechten) und sechste Ministerpräsident insgesamt des Staates Israel." - Wikipedia: Menachem Begin
  3. Katatonia am 4. Juli 2014 um 01:49 Uhr
  4. Katatonia am 4. Juli 2014 um 03:52 Uhr
  5. rockzzz am 4. Juli 2014 um 01:13 Uhr
  6. "Some accounts claim that Begin was referring to Palestinians in general, others that he refers only to Palestinian terrorists." - Wikiquote: Menachem Begin[wq]
  7. "First of all, Mr. Begin never said those words and there is no factual basis for that quote." - Correcting A Misquotation Reputedly By Menachem Begin, Begin Center Diary am 27. Mai 2009
  8. Stefan Scheil: Herrenrasse, Junge Freiheit am 18. Februar 2012

Querverweise