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Hetzjagd

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Dieser Artikel ist Kriegsberichterstattung.

Hauptseite » Sprache » Wörterbuch » Hetzjagd


Hetzjagd oder nicht Hetzjagd, das ist hier die Frage!


Chemnitz

Zitat:

«Noch vor fünf Jahren war der Dresdner Politologe Werner J. Patzelt[wp] ein unspektakulärer Professor, der sich mit trockenen Themen wie parlamentarischer Praxis befasste. Seither aber hat sich seine Persona vor allem politisch rasant verschoben. Die erste Wegmarke war Pegida, die zweite ist nun "Chemnitz".

Pegida hatte Patzelt mit dem Ergebnis untersucht, die Bewegung sei im Kern "besorgt gutwillig" und gegen Rassismus­vorwürfe in Schutz zu nehmen. Daran konnte man unscharfe Begriffe und eine recht­fertigende Haltung kritisieren, es handelte sich aber noch um Wissenschaft. Doch nun macht sich Patzelt zum Stichwort­geber radikaler Trolle.

Das hauptsächlich mit der Diffamierung von Geschlechter­soziologie befasste Portal "ScienceFiles" ist Multiplikator einer von Patzelt initiierten Unterschriften­liste.[1] Von der Bundesregierung fordert diese "Beweise", dass es in Chemnitz tatsächlich zu jenen "Hetzjagden" kam, die Kanzlerin und Regierungs­sprecher verurteilt hatten. Denn hätten, so Patzelt, nicht "der Chef­redakteur der 'Freien Presse' in Chemnitz, dessen Journalisten vor Ort waren, die sächsische General­staatsanwalt­schaft sowie die sächsische Polizei" erklärt, dass "derlei Hetzjagden gar nicht" stattfanden?

Polizei und Staatsanwaltschaft sind hier ein Thema für sich. Doch zeigt schon ein Blick auf jene Einlassung des Chefs der "Freien Presse", wohin sich Patzelt hat tragen lassen. Torsten Kleditzsch bestreitet nämlich nicht, dass es "aus der Demonstration heraus Angriffe auf Migranten, Linke und Polizisten" gab. Es sei "Menschen über kurze Distanz nachgestellt" worden, sodass "der Begriff 'Jagdszene' noch gerechtfertigt" sei - nicht aber "'Hetzjagd' in dem Sinne, dass Menschen andere Menschen über längere Zeit und Distanz vor sich hertreiben".

Das ist schon bei einem Journalisten zynisch. Was aber will im Anschluss daran der Wissenschaftler? Eine sozio-morphologische Debatte über die Frage, was nun bloß "Nachstellung" sei, was "Jagdszene" und was "Hetzjagd"? Wie will man das messen? An der Verfolgerzahl und der zurück­gelegten Distanz im Verhältnis zur Flucht­fähigkeit des Gejagten?

Aus dem Aufruf, der im rechten Netz durch die Decke geht, spricht nacktes Ressentiment[wp]. Als beleidigte Frage verklausuliert er den Vorwurf, die Regierung lege an die Chemnitzer im Vergleich zu den "Hamburger Ereignissen anlässlich des G-20-Gipfels" nicht "die gleichen Beurteilungs­maßstäbe" an. Kann wirklich davon die Rede sein, dass "Hamburg" politisch nicht ausreichend skandalisiert wurde?

Patzelts Rhetorik ist auf dem Weg in eine Opfer­paranoia, die selbst in "eigenen" Untaten noch ihre Bestätigung findet. Dabei droht in ihm der normative Konsens zu verblassen, auf den sich seit 1945 die bundes­deutsche Politologie gründet: Dass nämlich die Definition von "Hetzjagd" oder "Jagdszene" nie ihr Problem sein kann, sondern jede solche "Nachstellung" nicht nur zu verstehen, sondern zurück­zu­drängen ist.» - Neues Deutschland[wp][2]

Dortmund

Zitat:

«Jagdszenen am Sonntag mitten in der Dortmunder Innenstadt: Türkische Moslems bedrängen ein AfD-Mitglied auf dem Motorrad gleich mit mehreren Autos, danach schlägt einer der Haupttäter den AfD-Mann Frank G. (* Name von der Redaktion geändert) kranken­haus­reif. Was die kriminellen Osmanen wohl ärgerte, waren die plakativen politischen Statements von Frank G., der ein Shirt mit der Aufschrift "AfD" und einen Helm mit der Aufschrift "No Islam" trug. Hier seine Schilderung:

Ich war mit dem Motorrad auf der Rheinischen Straße Richtung Königswall unterwegs. Auf der Höhe Westfalen­kolleg hat mich ein Fahrzeug von links bedrängt. Die Insassen waren zwei Türken in einem grüngrauen Ford Kuga - ein Mietwagen mit Wiesbadener Kennzeichen.

Aus dem Fenster schrien sie: "Ich ficke deine Mutter", "Ich bin stolzer Osmane, du ungläubiger Hurensohn". Parallel wurde ich vom Beifahrer bespuckt. An der Kreuzung Rheinische Straße/Möllerstraße wurde ich von einem weiteren Fahrzeug, einem Audi A8, daran gehindert, rechts abzubiegen. Im Auto saß ein junger Türke, Typ Türsteher, der mich ebenfalls beleidigte und bedrohte. Hinter mir fuhr ein Kleinwagen mit zwei Kopftuch­mädchen, die mich durch Hupen und dichtes Auffahren nötigten und bedrängten.

Bei einer Ampel-Rotphase Königswall/Rheinische Straße hat sich dann der Kuga vor mich gesetzt und der Fahrer stieg aus, während ich vom Motorrad stieg. Der Fahrer gab mir sofort einen rechten Schwinger gegen den Helm, während die Fahrzeuge hinter und neben mir Krawall machten und hupten und der A8-Fahrer die Szene mit seinem Handy filmte.

Ich bin auf ein Fahrzeug zugegangen, in dem mutmaßlich Deutsche saßen, und habe diese gefragt, ob sie die Situation beobachtet hätten. Aus Angst davor, selber Opfer einer Gewalttat zu werden, winkten sie allerdings ab und fuhren weiter, ohne überhaupt das Fenster zu öffnen. Der aggressive A8-Fahrer filmte während­dessen weiterhin alles, was sich zutrug.

Der Kuga fuhr dann mit quietschenden Reifen weiter nach rechts auf den Wall, während ich wieder auf das Motorrad stieg und auf den Königswall links Richtung Hauptbahnhof abbog.

Hier war die Geschichte aber noch nicht zu Ende: Hinter mir fuhr ein weiteres Fahrzeug, ein BMW X3. Während ich über den Fußgänger­überweg auf das Bahnhofs­gelände abbog, wurde ich vom Fahrer des vorbei­fahrenden Fahrzeuges ebenfalls bespuckt und beleidigt.

Mit meiner Kopfverletzung habe ich mich dann in die Notaufnahme des Klinikums begeben. Diagnose: Prellung des linken Jochbeins.

Natürlich habe ich Strafanzeige gegen die Täter erstattet.

Fazit: Ich wurde von jungen Männern attackiert, die geltende Gesetze nicht respektieren, die das Recht des Stärkeren[wp] leben und die nicht davor zurück­schrecken, einen Menschen auf offener Straße und am hell­lichten Tag schwer zu verletzen. Solche Menschen fordern lautstark Toleranz und Respekt und kennen selber nur ein Mittel: die rohe Gewalt! Eine derartige Gewalt­bereitschaft hat mich zutiefst schockiert!» - AfD-Pressemitteilung[3]

Amberg

All animals are equal. But some are more equal than others.

Könnt Ihr Euch noch an das Chemnitz-Video erinnern? "Hase, Du bleibst da!"? Da rennt einer 10 Meter hinter einem provokanten Migranten hinterher, berührt ihn nicht mal, und die Presse erklärt ganz Sachsen zu Nazi­deutschland und Chemnitz zum Führer­haupt­quartier. Man kennt nicht mal die Situation, sieht auch eigentlich nichts, aber verallgemeinert etwas, was nicht mal die Szene hergibt, auf alle und walzt das dann wochen­lang aus. Siehe etwa dieses Titelbild des SPIEGELS.[ext]

In Amberg haben vier Asylbewerber Asylforderer ohne erkennbaren Grund in der Innenstadt auf Passanten eingeschlagen.

Zitat:

«Zwölf überwiegend leicht verletzte Opfer im Alter zwischen 16 und 42 Jahren zählte Polizei­haupt­kommissar Reinhold Koch am Sonntag auf. Mehrere Menschen mussten ins Krankenhaus, ein 17-Jähriger lag am Sonntag­abend noch mit Kopfwunde in einer Klinik. "Dass so massiv so viele Menschen grundlos angegriffen werden, ist ein sehr seltener Fall", sagte Koch. Ein Motiv für den Exzess sei nicht bekannt.

Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny[wp] (CSU) zeigte sich in einem Facebook-Post erschüttert: "Wir brauchen solche Gewalt in Amberg nicht und wollen sie bei uns nicht sehen."»[4]

Und?

Würde man jetzt so verallgemeinern wie auf die Sachsen? Denn es ist ja weitaus erheblicher und schlimmer als das, was da in Chemnitz auf dem Video landete. Oder ein großes Presse­gezeter anstimmen?

Nee. Praktisch Funkstille.

Zitat:

«Und weiter: "Es darf natürlich nicht verallgemeinert werden, in der Gänze haben diese Idioten aber auch den friedlichen und engagierten Asylbewerbern Asylforderern einen Bärendienst erwiesen."»[4]

Ah, ja. Es darf nicht verallgemeinert werden. Die Idioten häten den "friedlichen und engagierten Asylbewerbern Asylforderern" einen Bärendienst erwiesen. Warum sagt man sowas aber über die Sachsen nicht? Warum gilt bei denen dann die Sippenhaftung[wp]?

Immer so, wie es gerade passt, wie man es gerade braucht.

Wie schon so oft gesagt: Am meisten stört mich diese Willkürlichkeit und ständige Änderung der Maßstäbe. Immer wird alles so gedreht, dass die eigene Position bestätigt wird. Eigentlich gibt es keine Maßstäbe und keine Wahrheit mehr, es gibt nur noch das grenzenlos selbstgerechte Geschwätz.
Nach den Angriffen von Asylbewerbern Asylforderern auf Passanten in Amberg gibt es derzeit rechtlich keine Möglichkeit, die Täter in ihre Heimat­länder abzuschieben. Darauf weist Bayerns Innenminister Herrmann hin. Es werde jedoch alles getan, um dies zu ändern.

Die Prügel-Attacken von vier alkoholisierten Flüchtlingen Invasoren[ext] in Amberg in der Oberpfalz sind längst zum Politikum[ext] geworden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann[wp] hat jetzt deutlich gemacht, dass die Tat­verdächtigen nicht einfach in ihre Heimat­länder abgeschoben werden können. Das sei derzeit rechtlich nicht möglich, teilte der CSU-Politiker mit. "Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um das zu ändern." Er habe deshalb alle verfügbaren Infos zu den Vieren an das Bundesamt für Asyl Migration und Flüchtlinge (Bamf) übermitteln lassen.

Details zu den Tatverdächtigen

Bei einem Tatverdächtigen handle es um einen seit Ende Dezember volljährigen Iraner, der nach Ablehnung seines Asyl­antrags seit Februar ausreise­pflichtig ist. Seine Abschiebung werde zwar bereits betrieben - bislang scheiterten Rück­führungen in den Iran allerdings häufig an fehlenden Pass- bzw. Pass­ersatz­papieren.

Die anderen drei mutmaßlichen Schläger stammen laut Innen­ministerium aus Afghanistan. Einer ist demnach minderjährig und das Bamf hat ein Abschiebungs­verbot erteilt. Bei einem weiteren wurde der Asylantrag zwar abgelehnt. Der Mann macht jedoch eine Koch-Lehre. Ihm soll die Ausbildungs­erlaubnis nun entzogen werden.

Die vierte Person befinde sich noch im laufenden Asylverfahren, so Herrmann. Damit sei seine Abschiebung derzeit rechtlich nicht möglich. Auch in diesem Fall habe man das Bamf gebeten, rasch Klarheit zu schaffen.

Mutmaßliche Schläger in Untersuchungshaft

Die vier Verdächtigen sollen am Samstag zwölf Personen in Amberg attackiert und verletzt[ext] haben. Nach bisherigen Informationen waren die jungen Männer alkoholisiert, als sie ihre Opfer im Bereich des Bahnhofs und der umliegenden Altstadt angegriffen hatten.

Bei der Festnahme leisteten sie zum Teil erheblichen Widerstand, berichtete das Polizei­präsidium Regensburg. Die vier Jugendlichen befinden sich seit Sonntagabend getrennt voneinander in Untersuchungshaft.

Politische Debatte über Flüchtlingsgewalt neu entfacht

Die wahllosen Angriffe haben die politische Debatte über den Umgang mit straffälligen Asylbewerbern Asylforderern[ext] erneut angefacht. Unions- und AfD-Politiker forderten eine schärfere Abschiebe­praxis und wurden dafür von FDP, Linken und dem Bayerischen Flüchtlingsrat kritisiert. Die Bundes­regierung verurteilte die Prügel­attacke.
- BR24[6]
Zitat:

«Neuer Gewaltausbruch - wahllos Bürger niedergeprügelt. Diesmal im oberpfälzischen Amberg/Bayern. Gott sei Dank nur ein Einzelfall. Immer feste dran glauben.» - Roland Tichy[7]

Zitat:

«Wenn Goldstücke eine Hetzjagd veranstalten, ist das bestenfalls kulturbedingte Folklore. Das müssen wir verstehen. Ich vermute spätestens in der Silverster­nacht sind die Fachkräfte wieder im Einsatz. Ein verständnisvoller Haftrichter wird sich schon finden, wäre doch gelacht.» - Jonathan Bambulie[8]

Zitat:

«In Chemnitz berichteten die rot/grünen deutschen Medien ARD und ZDF von Hetzjagden und Pogromen[wp]. Dabei wurde niemand verletzt, in Amberg 8 Bürger krankenhausreif geprügelt. Ich bin gespannt, ob die Toten Hosen und die anderen linken Schreier ein Konzert machen, bezahlt von ARD + ZDF.» - Gernot Krist[9]

Zitat:

«Folgendes wurde gemeldet: "Ein Gewaltexzess erschüttert Amberg. Vier Männer, die zum Teil vor der Tat schon polizeilich in Erscheinung getreten waren, zogen am Samstag­abend prügelnd durch das Viertel rund um den Bahnhof. Die 17- bis 19-jährigen Asylbewerber Asylforderer schlugen und stiefelten offenbar wahllos jeden, der ihnen über den Weg lief. Zwölf überwiegend leicht verletzte Opfer im Alter zwischen 16 und 42 Jahren zählte Polizei­haupt­kommissar Reinhold Koch am Sonntag auf. Mehrere Menschen mussten ins Krankenhaus, ein 17-Jähriger lag am Sonntagabend noch mit Kopfwunden in einer Klinik."

Bei der Polizei waren am Samstag gegen 18.45 Uhr mehrere Anrufe eingegangen, die vor einer Gruppe prügelnder Männer am Bahnhof warnten. Der Schlägertrupp lief zur Bahnhof­straße und griff weitere Passanten an. "Es spielten sich erschreckende Szenen ab. Menschen versuchten zu entkommen, wurden aber eingeholt, teilweise zu Boden geschleudert, geprügelt und getreten, bevor sich das Quartett weiter Richtung Altstadt bewegte."

Mit einem inzwischen geflügelten Wort: In Amberg fand am Samstag eine Hetzjagd statt. Eine rassistisch motivierte Hetzjagd auf Fremde, auf Andersartige - auf Einheimische. Ob wir von Frau Merkel oder Herrn Seibert ein mahnendes Wort an die Adresse der Täter und ihrer Sympathisanten zu hören bekommen werden? Wohl eher nicht, denn, wie Ambergs Ober­bürger­meister Michael Cerny[wp] (CSU) so prompt wie wohl­dressiert Stöckchen holte, der Fall "darf natürlich nicht verallgemeinert werden". Sensible Gemüter können sich zur Neujahrs­ansprache der Kanzlerin ins Abkling­becken legen: "Angela Merkel ruft die Deutschen zu Toleranz auf." Die Amberger sollten sich das zu Herzen nehmen, zumal bei ihnen, anders als in Chemnitz, nicht mal jemand zu Tode gekommen ist.

Man kennt solche Fälle zur Genüge, unsere Schutz­befohlenen haben hinreichend viele Eingeborene in die Not­aufnahmen geprügelt und auf Friedhöfe gemessert, Heime zerlegt, Helfer und Polizei­beamte angegriffen, doch dieser Fall hat etwas Exemplarisches. Man muss sich nur ausmalen, was geschähe, wenn vier deutsche Teenager eine ähnliche Kirmes in einer türkischen, ägyptischen, marokkanischen, somalischen Kleinstadt veranstalteten. Sie würden es natürlich nicht wagen, weil sie sich die Folgen ausrechnen könnten. Aber dieses Quartett hat es gewagt - weil es gar kein Wagnis war. Die hinter einem solchen Exzess stehende Mentalität ist das eine, die Folgen­losigkeit das andere. In ihren Herkunfts­ländern unterliegen diese Buben einem doppelten Sanktions­druck, horizontal und vertikal; den ersten üben die Familien der anderen aus, die Väter, Onkel und Brüder, den zweiten die Polizei, die dortzulande bekanntlich nicht zimperlich ist. Übertrittst du eine Norm, musst du mit Rache und/oder rustikaler Bestrafung leben. Nun sind sie auf einmal in einem Land, das aus ihrer Perspektive dem sagenhaften Lilliput ähneln muss; der horizontale Druck existiert dort nicht, der vertikale ist erschütternd sanft. Sie können machen, was sie wollen, am Ende finden sich sogar noch ein paar Grüne, Linke, Anwälte und perverse Frauen, die sie in Schutz nehmen.

Ein Motiv für den Exzess sei nicht bekannt, fügte der Polizei­sprecher noch hinzu. Das ist nicht wahr, das Motiv liegt offen zu Tage. Es heißt Verachtung. Wir verachten euch Deutsche, obwohl - oder weil - ihr uns aufnehmt und alimentiert, wir verachten eure historischen Städtchen und eure Traditionen, wir verachten eure Art zu leben, wir verachten eure lächerliche Friedfertigkeit, eure Teddy­bären, euer Willkommens­getue und Toleranz­gedöns, wir verachten eure hyper­trophe Fernstenliebe mangels Nächster, wir verachten eure Weibmänner, wir verachten eine Stadt, die 20.000 männliche Einwohner hat, aber ohne nach der Polizei zu rufen nicht mit vier Teenagern fertig wird, die auf offener Straße wahllos Leute nieder­schlagen und ihnen auf die Köpfe treten können, wir verachten eure Politiker und Medien, die sofort loströten, man dürfe solche täglichen Einzelfälle nicht verallgemeinern (und die im Falle, ein paar Amberger Burschen hätten sich gewehrt, mit Sicherheit "Hetzjagden auf Ausländer" beplärrt hätten), wir verachten eure Justiz, die uns doch nichts tun wird, wir verachten eurer ganzes überaltertes, wehleidiges, sturmreifes Land.» - Michael Klonovsky[10]

  • Angriffe auf Passanten in Amberg: Was bisher bekannt ist, BR24 am 3. Januar 2018 (Die Staatsanwaltschaft Amberg hat auf BR-Anfrage Auskunft zur Prügelattacke von Samstag gegeben. Nach derzeitigem Erkenntnisstand der Staatsanwaltschaft sind zwei der Beschuldigten afghanische Staatsangehörige, einer syrischer und einer iranischer Staatsangehöriger. Bei zwei der Männer ergaben sich aber Zweifel an der Nationalität.)
  • Prügeltour: Asylbewerber wohnten nicht in Amberg, BR24 am 31. Dezember 2018 (Vier junge Männer haben in Amberg auf Passanten eingeschlagen und dabei zwölf Menschen verletzt. Jetzt steht fest: Keiner der jungen Asylbewerber wohnt in Amberg. Warum sie hier ihre Prügeltour starteten, ist unklar.)

Einzelnachweise

  1. Michael Klein: "Frau Bundeskanzler, bitte belegen Sie ihre Behauptungen!": Aufruf von ScienceFiles und Werner J. Patzelt, ScienceFiles am 3. September 2018
  2. Velten Schäfer: Morphologie der Jagdszene: Professor will "Beweise" für Hetzjagden in Chemnitz, Neues Deutschland[wp] am 4. September 2018
  3. Türken jagen AfD-Mitglied mit Autos durch die Dortmunder Innenstadt, JournalistenWatch am 4. September 2018 (Dies ist eine Pressemitteilung der AfD-Dortmund)
  4. 4,0 4,1 Marianne Sperb und Martin Kellermeier: Nach Gewaltexzess: Männer sind in Haft, Mittelbayerische Zeitung am 30. Dezember 2018 (Vier Asylforderer schlagen in Amberg auf Passanten ein. Die Verdächtigen waren zum Teil vor der Tat schon polizei­bekannt.)
  5. Hadmut Danisch: Müllpresse: Über den subtilen Unterschied zwischen Sachsen und Migranten, Ansichten eines Informatikers am 30. Dezember 2018
  6. Prügeltour in Amberg: Abschiebung der Verdächtigen nicht möglich, BR24 am 3. Januar 2019
  7. Twitter: @RolandTichy - 31. Dez. 2018 - 02:19
  8. Twitter: @Bambulie - 31. Dez. 2018 - 02:36
  9. Twitter: @note0350 - 31. Dez. 2018 - 02:37
  10. Michael Klonovsky: Acta-Diurna am 31. Dezember 2018

Netzverweise

  • Alexander Wendt[wp]: Unterstellen, verdrehen, Thema wechseln, Publico am 15. September 2018 (Nach ihrer hysterisierten Bericht­erstattung über Chemnitz vollführen Medien und Politiker eine Übersprungs­handlung: nämlich der echten Hetzjagd auf Verfassungs­schutz-Chef Maaßen. Es geht längst nicht mehr um Fakten, sondern um Macht.) (Ein bemerkenswertes Schauspiel findet statt: eine sehr breite Front von Medien- und Politik­betriebs­mitarbeitern sieht sich in der misslichen Lage, dass sich die noch breitere Lücke zwischen ihrer Beschreibung der Ereignisse von Chemnitz und den Ermittlungs­ergebnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft inzwischen derart vergrößert hat, dass ihnen "semantische Diskussionen" (Steffen Seibert[wp]) nicht mehr weiterhelfen. [...] Um die Fallhöhe deutlich zu machen, muss man noch einmal auf die Szenerie zurück­blenden, die Meinungs­führer nach dem 26. August aufbauten, nach dem Tag, an dem als Reaktion auf die Tötung eines jungen Chemnitzers durch mehrere Asylforderer etwa 800 Menschen spontan auf die Straße gingen, darunter auch 50 aus der rechts­radikalen Szene. Es war also der Tag, an dem tobende Horden "ein Trümmerfeld aus Blut und Angst" hinter­ließen (ntv), an dem sich "ein Mob in Chemnitz in blinder Selbstjustiz[wp] übt" (Tagesspiegel), "Hetzjagden" stattfanden (Steffen Seibert, Angela Merkel), ja ein "Pogrom"[wp] (Jürgen Trittin). Die Polizei­bilanz des 26. August listete allerdings auf: zwei leicht­verletzte Beamte, ein Asylbewerber, der angab, ein Rechtsradikaler habe mit einer Bierflasche nach seinem Mobil­telefon geschlagen, ein Dutzend Ermittlungs­verfahren wegen Zeigen des Hitlergrußes, einige wegen volks­verhetzender Parolen und kleinerer Aus­schreitungen gegen die Polizei. Ohne Zweifel: Hitlergrüße, ausländer­feindliche Parolen, Attacken gegen Polizisten - das alles ist strafbar. Selbst­verständlich auch die noch nicht aufgeklärte leichte Sach­beschädigung an einem jüdischen Restaurant in Chemnitz am 27. August. Aber das Faktische passt nicht einmal annähernd zum so genannten Narrativ, das schon fix und fertig feststand, bevor die staats­anwalt­schaftliche Untersuchung überhaupt richtig begonnen hatte: Die Erzählung vom vorüber­gehenden Zusammenbruch der staatlichen Ordnung in Chemnitz.)
  • Thomas Fischer: Hetzjagd, Migration und Maaßen: Offenkundig außer Kontrolle, Spiegel Online am 14. September 2018 (Der Wortstreit um die Hetzjagd in Chemnitz ist ein sensationeller kommunikativer Erfolg der rechts­radikal-national­sozialistischen Minderheit und eine deprimierende kommunikative Insolvenz des von ihr bekämpften "Systems".) (Hans-Georg Maaßen)
  • Hadmut Danisch: Der ganz große Fake?, Ansichten eines Informatikers am 4. September 2018
  • Hadmut Danisch: "Nach allem uns vorliegenden Material hat es in Chemnitz keine Hetzjagd gegeben", Ansichten eines Informatikers am 2. September 2018
  • Hadmut Danisch: Hetzjagden, Videobeweise und Konjunktive, Ansichten eines Informatikers am 2. September 2018