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Hinrich Rosenbrock

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Hinrich Rosenbrock
Hinrich Rosenbrock
Geboren 1985
Beruf Soziologe

Hinrich Rosenbrock (* 1985) ist Sozialpsychologe und Sozialanthropologe mit dem Schwerpunkt Gender Studies.

2009 bis 2011 arbeitete er am Lehrstuhl der Soziologin Ilse Lenz, die auch für die Tageszeitung (taz) Artikel schreibt. Seitdem arbeitet er an der Philipps-Universität Marburg[wp] im Institut für Soziologie.[1][2]

Magisterarbeit

Hinrich Rosenbrock hat eine Magisterarbeit mit dem Titel Die antifeministische Männerrechtsbewegung - Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung verfasst und kann insofern in eine Reihe mit Thomas Gesterkamp und Andreas Kemper gestellt werden, die sich auch bereits mit der "Männerrechtsbewegung" beschäftigt haben und versucht haben, die Männerrechtsbewegung zu diskreditieren. Dass sich weder die Arbeit von Rosenbrock[3] noch die von Gesterkamp[4] oder Kemper eignet, um als wissenschaftliche Arbeit bezeichnet zu werden, wurde bereits mehrfach gezeigt. Die Magisterarbeit von Hinrich Rosenbrock wird von der Heinrich-Böll-Stiftung, der politischen Stiftung der Grünen, als so genannte "Expertise" vertrieben.

Eine Frau aus dem Alternativ-Gelben-Forum über Rosenbrock:

"Rosenbrock schreibt seinen Katechismus[wp]. Sein Glaubensbekenntnis bezieht sich auf den Feminismus. Feminismus ist gut, heilig und steht über jeder Kritik."[5]

Die wissenschaftliche Qualität der Arbeit wird bestritten:

"Dass es sich dabei um eine parteiische Quelle handelt, wäre natürlich auch vom Auftraggeber ablesbar, steht (aber auch) schon im Vorwort zur 2. Auflage:
Wir freuen uns über Rückmeldungen und werden weiter daran arbeiten, dass die Positionen der antifeministischen Männerrechtsbewegung nicht mehrheitsfähig werden.
Das Ziel der Arbeit ist hauptsächlich:
Abschließend werden die Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und mögliche Vorgehensweisen im Umgang mit antifeministischen Männerrechtler/innen aufgeführt.
Das Ergebnis dreht sich zumeist darum, wie die feministische Position nicht gefährdet wird und wie sowohl die Debatte als auch eine drohende Zusammenarbeit mit der Männerrechtsbewegung verhindert werden kann."[6]

Andreas Kemper bestätigt im Vorwort zu seinem Buch Die Maskulisten, dass es sich um eine Magisterarbeit handelt, welche die Heinrich-Böll-Stiftung als "Expertise" veröffentlichte:

"Thomas Gesterkamp, der kurz zuvor eine Expertise über die Männerrechtsszene geschrieben hatte, nahm Kontakt mit mir auf und vermittelte den Kontakt zu Hinrich Rosenbrock, der seine Abschlussarbeit (!) an der Hochschule zu diesem Thema schrieb." [7][8]

Hass und Morddrohung

Die "Morddrohung": "Rosenbrock? Klingt verdächtig jödisch! Ich werde ihm persönlich die Kehle aufschlitzen!" -
Der Kommentar des Urhebers: Die "Mord­drohung" stammt tatsächlich von mir und ich bekenne mich schuldig im Sinne der Paranoia. [Vorstehend] der tatsächliche Wort- und Bild­laut meines Minitextes. Joa Mei. Des hat der James T. Kirk tat­säch­lich dem Adolf in den Mund gelegt. Joa Mei. Ich stelle den straf­ver­folgen­den Behörden gerne meine Personen­daten zur Ver­fügung. Ich hätte nicht gedacht, daß mein jetziger Blogpost noch so eine Wendung nimmt. Ich hatte ganz arglos das Manus­kript durch­geblättert und dachte: "So, jetzt kommst du mal langsam zum Schluß. Das Wichtigste hast du ja gesagt."[9]

Hinrich Rosenbrock hat in der Vergangen­heit wiederholt die Behauptung verbreitet, gegen ihn wären Mord­drohungen erhoben worden.[10][11][12] Damit wollte er wohl einerseits Anti­feministen zu Straf­tätern abstempeln, ander­seits aber auch sich und seine Kampf­schrift interessant machen. Einen Beleg für die Behauptung gibt es nicht, nicht einmal eine Straf­anzeige.

Arne Hoffmann kommentiert dazu:

Zitat:

«Die Passage "Ich werde ihm persönlich die Kehle aufschlitzen" war keine Mord­drohung, sondern eine missglückte Satire. Ein Blogger der Männerszene machte sich über den Feministen Hinrich Rosenbrock, der Männer­rechtler als Nazis fantasierte, lustig, indem er neben einen Beitrag über Rosenbrocks Pamphlet ein Hitler-Bild mit der Textzeile "Rrrrosen­brock? Wer ist dieser Rrrrosen­brock? Klingt jödisch! Ich werde ihm persönlich die Kehle aufschlitzen" (oder sehr ähnlich) setzte. Er hat den Quatsch also nur verhohne­piepelt. Beides hätte Witte schnell heraus­gefunden, wenn er ordentlich recherchiert und seriöse Männer­rechtler danach befragt hätte. Aber dann hätte er natürlich keinen reißerischen Beitrag vorweisen können, der ihm ideologisch in den Kram passte.»[13]

Zitate

Zitat:

«Im Forum von MANNdat, ein sich sehr seriös gebender Verein, hat der "user" Eugen, der sehr wahrscheinlich der ehemalige Vorsitzende Eugen Maus des Vereins ist, die Studie letztlich darauf zurückgeführt, dass mein Penis zu klein ist und dass ich Orgasmusschwierigkeiten habe, also hier zeigt sich keine Möglichkeit des Dialoges als solches.» - Hinrich Rosenbrock im Interview beim Deutschlandradio[14]

Zitat:

«Der sich seriös gebende Hilfsschreiber von Frau Prof. Lenz der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des fragwürdigen Gunda-Werner-Instituts der so genannten Böll-Stiftung, die unseres Wissens noch nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht, bezieht sich in seiner umstrittenen "Expertise" auch auf den norwegischen Massenmörder Breivik und erwähnt in seinen Interviews außerdem Adolf Hitler, ohne sich von diesen ausdrücklich zu distanzieren. Also hier zeigt sich keine Möglichkeit des Dialoges als solches.» - Retourkutsche im MANNdat-Forum[15]

Zitat:

«Allerdings muss er sich aufgrund seiner Blogger-Tätigkeit vor Gericht verantworten. Im Verlauf des Prozesses wurden dabei sein Blog und die Website der IGAF-D aus dem Netz genommen.
Detlef Bräunig ist Antifeminist. Sein Frauenbild ist sexistisch und oft durch obszöne Sprache charakterisiert. Diesen Sexismus verbindet Bräunig mit biologischem und kulturellem Rassismus - Hinrich Rosenbrock in seiner "Expertise"[16]

Zitat:

«Hinrich Rosenbrock behauptet, dass ich durch die Klage einer (...) Feministin aus Magdeburg für alle Zeiten in die Versenkung verschwunden sei und das Klagen gegen antifeministische Webseiten ein gutes Mittel wäre, diese aus dem Internet zu verbannen. Hinrich Rosenbrock zeigt hier diktatorische Gedankenzüge, die gegen die Meinungsfreiheit und gegen das Grundgesetz sind. (...)
(Er behauptet weiter), dass meine Argumente auf kulturellen und biologischen Rassismus beruhen. Das ist deshalb interessant, weil man dieses Argument beliebig drehen kann. Wenn ich also nur mit deutschen Frauen Kinder produziere, dann könnte man mir vorwerfen, dass ich die deutsche Rasse rein halten würde und man würde mich in die Nazi-Ecke stellen. Schlafe ich mit ausländischen Frauen, dann würde ich das deshalb tun, um meinen angeblichen Rassismus auszuleben.» - Retourkutsche von Detlef Bräunig[17]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Werke

Artikel

  • Neue Freiheit, neues Glück?, Heinrich-Böll-Stiftung NRW am 5. Dezember 2013 (In Europa kann jedoch davon ausgegangen werden, dass durch den Neoliberalismus durchaus neue Chancen für Frauen geschaffen wurden. [...] Diese Entwicklung macht nicht nur deutlich, dass sich manche Inhalte des Feminismus und des Neoliberalismus durchaus ähneln, sondern ermöglicht auch eine neue Art des Feminismus. So arbeitete Prof. Dr. Katja Sabisch heraus, wie sich bestimmte feministische Selbstbilder von "Top-Frauen" aus einer leistungs­bezogenen und hoch mobilen Mittelschicht über ihre Exzellenz insbesondere auf dem Arbeitsmarkt definieren.)

Rezeption

In Wikipedia wird seine Magisterarbeit seitenweise ausgeschrieben. Ein Wikipedia-Autor kommentiert dazu:

  • "Debattengegner (nicht -analytiker) sind eindeutig Primärquellen. Rosenbrock wird bei [d.h. in den Wikipedia-Artikeln] Maskulismus und MANNdat aber wie eine Sekundärquelle gehandhabt." - Anti am 9. Juli 2012 um 12:38 Uhr[18]
  • "Ich fasse nochmal kurz die beiden Hauptargumente gegen die Quelle zusammen:
    1. Auftraggeber der Arbeit war das Gunda-Werner-Institut, eine dediziert feministische Organisation mit ganz klarer politischer Zielsetzung. WP:Belege[wp] sagt: Quellen, deren Neutralität berechtigt angezweifelt werden kann (z. B. Aktivisten, Unternehmen, Interessen­gruppen, Konflikt­parteien), sind in Wikipedia nur in den seltensten Fällen als Quelle geeignet.
    2. Im Vorwort der Quelle steht, Zitat (Hervorhebung von mir): Wir freuen uns über Rückmeldungen und werden weiter daran arbeiten, dass die Positionen der anti­feministischen Männer­rechts­bewegung nicht mehrheits­fähig werden. Abschließend werden die Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und mögliche Vorgehensweisen im Umgang mit anti­feministischen Männer­rechtlern aufgeführt. Die Quelle selber belegt ganz offen die eigene Nicht-Neutralität.
    Die Neutralitäts-Anforderung[wp] nach WP:Belege[wp] wird hier hammerhart gerissen, schlimmer geht es eigentlich schon gar nicht mehr. Ich fände es äußerst peinlich, dass es so eine Quelle überhaupt in die Wikipedia geschafft hat. Ich weiß, dass wahrscheinlich nun wieder das Gegenargument kommt, die Quelle sei ja vielfach rezipiert worden. Dies ist kein Gegenargument, da vielfache Rezeption eine nicht-neutrale Quelle deshalb nicht auf einmal neutral macht. Damit eine Quelle zulässig ist, muss sie neutral sein und zusätzlich rezipiert werden; ist das erste nicht gegeben, ändert das zweite nichts mehr daran.
    Jetzt geht es aber noch weiter: Die Rosenbrock-Quelle ist nicht etwa gesondert in einem "Kritik-Teil" untergebracht, sondern ist vielmehr der zentrale Ankerpunkt für den Abschnitt über die Männer­rechts­bewegung im deutsch­sprachigen Raum und liefert auch die Grundlage für genau die Aussagen, an denen sich viele Leute hier zurecht reiben und dem Artikel mangelnde Neutralität vorwerfen. So etwas muss natürlich auch passieren, wenn man unter Missachtung von WP:Belege eine politische Kampfschrift als Hauptquelle zulässt." - IP am 30. Juni 2014 um 13:00 Uhr[19]
  • "Die von mir entfernte vermeintliche Rosenbrock-Hetze stellt eine gebotene NPOV-Bearbeitung dar. Der Autor wird - wie auf der Diskussions­seite ausgiebig geklärt - wissenschaftlich nicht anerkannt, sondern verfasste eine weltanschaulich-politische Schrift für eine politische Stiftung, die ihrem Daseinszweck gemäß politische Kampagnen - nicht nur mit Rosenbrock - betreibt. Ein solches Hinein­tragen von externen Kampagnen in die Wikipedia ist inakzeptabel. Ob Pro- oder Contra-Rosenbrock-Ansichten in anti­faschistischen oder anti­feministischen Frauen-, Männer- oder Menschen­rechts­blogs oder -foren geäußert werden, ist unerheblich. Eine "Bestätigung" durch unabhängige Autoren der Wikipedia ist nicht bekannt - zumal dafür die von Fiona nicht erbrachten - und wohl nicht erbringbaren - Belege beizufügen wären." - Zuviele Interessen am 12. August 2014 um 14:34 Uhr[20]

Einzelnachweise

  1. Institut für Soziologie an der Philipps-Universität Marburg: Arbeitsgebiet Angewandte Soziologie
  2. An der Philipps-Universität Marburg gibt es auch ein "Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung".
  3. Michael Klein: Religiöse Schriften aus der Böll-Stiftung: Ode an den Feminismus, 20. Januar 2012
  4. Michael Klein: Etikettenschwindel: Der Missbrauch des Begriffs Expertise, 24. Juni 2011
  5. (Neugelbes WGvdL-)ForumHemsut am 21. Januar 2012 - 07:45 Uhr  (Archiv)
  6. Wikipedia: Version vom 31. Juli 2012, 23:24 Uhr
  7. Andreas Kemper (Hg.): Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum., Unrast Verlag 2012, ISBN 3-89771-523-6, S. 7
  8. "Seit die Heinrich-Böll-Stiftung die Magisterarbeit von Hinrich Rosenbrock als Expertise präsentiert hat ...", Michael Klein: Zwergenaufstand - Neues aus dem Genderisten-Zirkus, 12. April 2012
    "Eigentlich hatte ich nicht vor, mich noch einmal mit der 'extended version' der Magisterarbeit von Hinrich Rosenbrock auseinanderzusetzen, deren Erstellung die Heinrich-Böll-Stiftung bezahlt hat. Aber nachdem mir die Mentorin Rosenbrocks und Lehrstuhlbesetzerin Ilse Lenz empfohlen hat, das Inhaltsverzeichnis der Rosenbrockschen Magisterarbeit zu lesen ...", Michael Klein: Rosenbrock II: Feministischer Plagegeist, 6. Februar 2012
  9. James T. Kirk: Maskuline Muskelspiele, Gender-Universium am 7. Juni 2013
  10. Mit Hassparolen erschweren sie sachliche Debatten über Geschlechterfragen: Diskussion zu Antifeminist_innen in Köln, Gunda-Werner-Institut am 3. Februar 2012 (Hinrich Rosenbrock bei der Vorstellung der Expertise in Köln am 3. Februar 2012)
  11. Pdf-icon-intern.png Maskuline Muskelspiele - Ralf Homann, SWR (24 Seiten) (Das ARD-Radiofeature); Antifeminismus: Männerrechtler im Netz, Deutschlandradio am 6. März 2012 (Ein Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Hinrich Rosenbrock)
  12. Veranstaltungsbericht: "Die antifeministische Männerrechtsbewegung" in Köln, Gunda-Werner-Institut am 3. Februar 2012; MANNdat-Forum: "Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß, James T. Kirk am 9. Juni 2013 - 18:52 Uhr (Als ich das erste Mal von Rosenbrock und seiner Studie erfuhr, legte ich meinem Adolf dann folgende Zeilen in den Mund: 'Rosenbrock? Klängt verdächtig jödisch! Ich schlitze ihm persönlich die Kehle auf!' Man glaubt es kaum, aber wie ich jetzt auf dem Blog Alles Evolution erfuhr, hält Rosenbrock das nicht nur ernsthaft für eine Morddrohung, sondern zeigt dies auch noch öffentlich auf Podiums­diskussionen herum. Und alle Feministinnen staunen dort dann: 'Oh, eine Morddrohung.' Man entschuldige bitte meinen Humor. Aber ich persönlich kann diesem ganzen Schwachsinn nur noch so begegnen. Ach so, und meine Morddrohung ist natürlich auch antisemitisch. Noch eine schöne Vokabel. Ich persönlich setze mich gerne auf satirische Weise mit diesem Müll auseinander.)
  13. Kommentar von Arne Hoffmann am 27. Juli 2015 um 01:00 Uhr
  14. Mp3-icon-intern.png Interview im Deutschlandradio, 24. Januar 2012, 8:40 Uhr (ab 4:00 Min.)
  15. MANNdat-ForumEs ist noch viel schlimmer, Eugen am 25. Februar 2012 - 16:17 Uhr
  16. Hinrich Rosenbrock: Die antifeministische Männerrechtsbewegung - Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung, S. 64
  17. Hinrich Rosenbrock - der Lügner, Das Männermagazin am 2. März 2012
  18. Wikipedia: 9. Juli 2012 von 10:33 bis 12:38 Uhr, Anti
  19. Wikipedia: Version vom 30. Juni 2014 um 13:00 Uhr
  20. Wikipedia: Version vom 12. August 2014, 14:34 Uhr, Zuviele Interessen

Querverweise

Netzverweise