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Jochen Heistermann

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Jochen Heistermann
Beruf Informatiker
Ehegatte Xia
URL bodenseenews.wordpress.com

Dr. Jochen Heistermann hat in theoretischer Informatik promoviert. Er war dann selbstständig und lebt nun als Privatier am Bodensee.

Sinnbildlich für den Umgang der Deutschen mit den Leistungsträgern ist folgende Anekdote von Dr. Jochen Heistermann:

Zitat:

«Im Frühjahr 1985 fand die Landtagswahl in NRW statt, die geprägt war vom "Wir in NRW"-Slogan des Landesvaters Johannes Rau[wp]. Ich nutzte die Gelegenheit, auf eine Groß­veranstaltung der SPD in Dortmund zu gehen. Das Ganze hatte Volks­fest­charakter, viele Kinder bekamen bunte Luftballons und auf der Bühne waren etliche Redner, unter ihnen auch Rau. Die Sprecher blickten zurück auf den Wiederaufbau an Rhein und Ruhr nach dem Krieg und die großen Erfolge der SPD, riefen zum Zusammenhalt der Menschen auf und sangen das Hohelied des kleinen, ehrlichen Arbeiters. Als schließlich Rau ans Rednerpult trat, konnte er minutenlang nicht sprechen aufgrund der frenetischen Ovationen. Während seiner Rede nutzten die Zuschauer jede Kunstpause zum Applaus und manchmal wurde er durch den Jubel sogar mitten im Satz unterbrochen. Ich wurde dagegen etwas verdrossen, weil Rau nur von Kontinuität bei Stahl und Kohle sprach und Arbeits­plätze in diesen Bereichen erhalten wollte. Die Zukunft sollte offenbar so aussehen wie die Vergangenheit. Rau räumte zwar aufkeimende Struktur­probleme ein, forderte aber die Genossen zu Geschlossenheit auf, um diese zu überwinden. Am lautesten wurde es, als er den Slogan der CDU "Aufschwung. Nur mit uns!" zitierte und mit hoch­gereckter Faust rief: "Nein, Aufschwung mit allen Bürgern!".

Nach seinen Ausführungen durften Fragen gestellt werden und so stellte ich mich an. Die Frage­steller vor mir bestätigten die Politik der SPD und lobten einhellig deren Politik. Eine Frau brach sogar in Tränen aus, als sie speziell die christliche Einstellung von "Bruder Johannes" würdigte, wie er damals ob seines pastoralen Auftretens scherzhaft genannt wurde. Als ich ans Mikrophon trat, war ich zwar nervös, fragte aber frech, was Herr Rau für technische Akademiker tun wolle - insbesondere für junge Informatiker und wies darauf hin, dass ich lediglich ein Angebot über 1.200 DM vorliegen hatte, was dem Sozial­hilfe­niveau entspräche. Die Antwort kam post­wendend von einem der Redner, der 1.200 DM als gutes Anfangsgehalt empfand und ergänzte, dass seine Söhne nicht einmal die Hälfte davon als Lehrgeld beziehen würden, aber bereits produktiv arbeiteten, während ich mich offenbar noch weiter an der Uni herum­drücken wollte. Ein zweiter Redner übernahm das Mikrophon und sagte, dass er nach dem Krieg für 80 Pfennig die Stunde das Land aufgebaut hätte und mein Anspruchs­denken nicht fassen könne. Er meinte, dass die schlechte Erziehung diese fehlende Dankbarkeit der jungen Leute bewirken würde. Als ich ihm antworten wollte, nahm mir der Moderator das Mikrophon aus der Hand und meinte, dass es noch weitere Fragen gäbe und ich mir die Antwort hinter die Ohren schreiben solle. Frustriert wandte ich mich zum Gehen, wobei mir jemand aus der Menge ein Bein stellte und ich ungeschickt das Gleichgewicht verlor. Der nächste Fragesteller bemerkte das und sagte mit schneidender Stimme: "Da macht der Herr Studiosus mal drei Schritte selber und schon liegt er auf der Nase!", was mit Gelächter und rauschendem Beifall der Menge bedacht wurde. Als ich mir den Weg durch die Menge bahnte, kam noch ein abschließender Kommentar vom Podium: "Das sind die Leute, die alles bestreiten, nur nicht ihren eigenen Lebens­unterhalt!", was zu brüllendem Gelächter und Sonder­applaus führte.

Mit dem kläglichen Rest meiner Würde ging ich ans schwarze Brett der Uni und schrieb Telefon­nummern von Firmen ab, die Informatiker suchten. Die gab es reichlich, aber fast alle in Süddeutschland, wo ich eigentlich gar nicht hin wollte. Ich rief mehrere Firmen an und erhielt von allen Einladungen samt Kosten­erstattung. So reiste ich zwei Wochen später in den Süden. In München bekam ich das Angebot in der Forschungs­abteilung eines großen Konzerns zu arbeiten mit der Perspektive, auch zu publizieren und zu promovieren. Dazu bot man mir einen Auslands­aufenthalt von mindestens sechs Monaten in Princeton/USA mit Kontakten zur dortigen Universität an. Als mein neuer Chef mir 4.100 DM Einstiegsgehalt bot samt der Aussicht, dass diese nach der Probezeit auf 4.500 DM angehoben wurden (bei 13,5 Monats­gehältern), unterschrieb ich vollkommen perplex den angebotenen Vertrag. Ich wurde zu meinem Glück gezwungen und habe es nie bereut.»[1]

Der Verlust der Meinungsvielfalt und seine Opfer

Vor 2010 stand jede Entscheidung der Politik hinsichtlich ihrer Folgen auf dem Prüfstand, insbesondere welchen Nutzen und Schaden sie für die Bevölkerung haben würde. Dieses ungeschriebene Gesetz wurde nie abgeschafft, doch es gilt nicht mehr.

Im Jahre 2010 wurde der Begriff "alternativlos" zum Unwort des Jahres gekürt. Die bissige Begründung der Jury war: "Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungs­prozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe."

Insbesondere Kanzlerin Merkel verärgerte viele Menschen dadurch und machte sich auch zur Zielscheibe von Spott. Ich erinnere mich gern, wie Urban Priol im ZDF bei der Anstalt die Schrullen der Kanzlerin in Perfektion imitierte. Merkel prägte damals unter anderem den Satz "Scheitert der Euro, scheitert Europa" und wies dieses Statement als alternativlos aus. Argumente, dass es vor dem Euro bereits Europa gegeben habe und auch nach einer Abschaffung dieser Währung der Kontinent nicht einfach im Meer versinken würde, wurden vom Diskurs ausgeschlossen.

Die Implementierung der Alternativlosigkeit durch Merkel

Schrullig oder lustig war Merkels Politik der Alternativlosigkeit für mich aber nur bis zum Atomausstieg. Nach dem schweren Unglück von Fukushima[wp] ließ Merkel quasi im Alleingang mehrere Atommeiler in Deutschland stilllegen und brachte den Atomausstieg Deutschlands auf den Weg. Mich überraschte das sehr, denn Japan war weit weg, das Unglück wurde ausgelöst durch Erdbeben und einen Tsunami und das kleine Deutschland ging seinen Weg allein, während die AKW in Nachbar­ländern einfach am Netz blieben. Ich fand besonders schlimm, dass dieses richtungs­weisende Thema von Merkel allein entschieden wurde und zwar als komplette Kehrtwende zur vorher beschlossenen Verlängerung der Laufzeiten.

Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass es Gegenpole gibt, die von Parteien und Personen vertreten werden und in denen sich die Volks­meinung wider­spiegelt. Als 1989 die Wieder­vereinigung auf die Tages­ordnung kam, fuhr der Oppositions­führer Lafontaine[wp] Kanzler Kohl[wp] in die Parade und wies auf Kosten sowie ruinöse Folgen für die ostdeutsche Wirtschaft hin. Dieser Diskurs um die Wieder­vereinigung und seine Folgen war das große Thema der Bundestagswahl 1990, die von der CDU/CSU unter Helmut Kohl deutlich gewonnen wurde. Aus meiner Sicht hatte Lafontaine sogar recht mit seinen Prognosen, die auch später eintrafen; ich wählte aber Kohl, weil ich ihm zwar seine blühenden Landschaften nicht glaubte, aber die Wieder­vereinigung für eine gute Sache hielt trotz hoher Kosten und vieler Probleme.

Die Kraft des Diskurses

Deutschland hat solche Diskussionen immer gehabt. 1982 führte die Diskussion über den so genannten NATO-Doppel­beschluss[wp] und die damit verbundene Aufstellung von US-Mittel­strecken­raketen zu einem konstruktiven Misstrauens­votum gegen Kanzler Schmidt und der Machtübernahme durch Helmut Kohl, der dann folgerichtig auch vorgezogenen Neuwahlen zustimmte, um das Volk zu befragen - ganz im Sinne der Demokratie.

Die Politik von damals war eben nicht alternativlos. Es gab Sachargumente zu allen wichtigen Themen, die leiden­schaftlich vorgetragen wurden. In der Rückschau sehe ich diese Zeit vor Merkel als geradezu vorbildliche Demokratie an. Auch Gerhard Schröder ließ sich auf eine vorgezogene Neuwahl des Bundestages 2005 ein, nachdem der Rückhalt in der Bevölkerung für seine Politik nicht mehr spürbar war und insbesondere die SPD in NRW bei der Landtagswahl schlecht abschnitt.

In der Sache wurde hart gestritten, aber im Endeffekt fügten sich die Politiker der Meinung der Bürger und das Volk war der Souverän, wie es das Grundgesetz vorsieht.

Die Verengung des Meinungs­korridors

Im Jahre 2010 veröffentlichte der SPD-Politiker Thilo Sarrazin sein Buch "Deutschland schafft sich ab" und ich erwartete eine lebhafte Diskussion seiner Thesen. Das Buch erregte viel Aufsehen und mich beunruhigte die Lektüre sehr. Thema war u. a. die Ausbildung von Parallelgesellschaften in Deutschland, die meist über mehrere Generationen hinweg von Sozialhilfe lebten und wenig Interesse hatten, sich und ihre Nachkommen in unsere Gesellschaft einzubringen und zu allem Überfluss oft kriminelle Strukturen wie Familien­clans bildeten. Ich kannte diese Parallel­gesellschaften von meinen Besuchen in Frankreich und hätte nicht gedacht, dass in Deutschland ähnliches geschieht. Eine Diskussion der mit vielen Zahlen belegten Thesen Sarazzins fand kaum statt, vielmehr wurde er als "Rassist" bezeichnet, weil er das Problem auf Muslime reduziere. Die Kanzlerin gab an, das Buch nicht gelesen zu haben, fand es aber "nicht hilfreich" und "diffamierend". Ich habe zur Vorbereitung des Artikels noch einmal in das Buch geschaut und vieles, was damals noch gewagte Hypothesen waren, wirkt nun wie ein Blick in den Rückspiegel.

Verstörend wirkt auf mich seit Merkels Regentschaft das geänderte Verhalten der Meinungs­führer­presse. Diese war immer kritisch gegen jede Regierung eingestellt und hat den Finger stets in die Wunde gelegt. Das war auch bitter notwendig und schränkte Alleingänge der Machthaber wirksam ein. Aber diese Stimmen sind weitest­gehend verstummt, selbst die Satire ist sanft dahin­gegangen und richtet sich gegen die "Demokratie­feinde" wie die AfD und die "Populisten". Die von mir früher so geliebte Anstalt[wp] im ZDF wirkt wie ein verlängerter Arm der Regierung und auch die Heute-Show[wp] wirkt wie Regierungs­propaganda auf mich. Selbst in den Talkshows werden immer die gleichen Protagonisten eingeladen, die kaum die Meinung der Bevölkerung wider­spiegeln. Mir fällt vor allem auf, dass junge "Feministinnen" dort oft Kopftuch tragen und einen "linken" Mainstream vertreten.

Ich weiß nicht, wann die Fähigkeit des Diskurses in dieser Gesellschaft verloren gegangen ist, aber es muss in etwa um 2010 gewesen sein. Das Problem dahinter ist, dass es der Regierung Spielräume ermöglicht, die vorher nicht vorhanden waren, denn die Medien hätten eine Regierung, die Risiken für die Sicherheit des Landes erzeugt, täglich scharf angegriffen und sicher keinen Beifall gespendet.

Der große Knall 2015

Ich verlor die Politik nach 2010 ein wenig aus dem Blickfeld, weil außer der sich ewig hin­ziehenden Griechen­land­krise wenig passierte. Gegner der Insolvenz­verschleppung Griechenlands wurden als "Europa­hasser" tituliert und wie inzwischen gewohnt gab es keine Diskussion, sondern nur das Merkelsche Hin­schleppen von Hilfspaket zu Hilfspaket.

Mit der Grenz­öffnung im September 2015 änderte sich alles. Es kamen pro Tag im Schnitt 10.000 Menschen als "Flüchtlinge" über die Grenze und wurden allesamt ohne Kontrollen aufgenommen und im Land verteilt. Dabei stellten sich derart offen­sichtliche Fragen, dass die Negation des wiederum notwendigen gesell­schaftlichen Diskurses auf mich so wirkte, als wäre die deutsche Demokratie durch einen Allparteien-"Putsch" von oben abgeschafft worden.

Einige der nicht offen diskutierten Fragen waren (nicht vollständig):

  • Kommen wirklich nur "Flüchtlinge", wenn man niemanden kontrolliert, oder auch Kriminelle und Glücks­ritter?
  • Wie will man verhindern, dass der IS[wp] Tausende schickt ohne Pass, dann separat Waffen einschleust und seine Schläfer in Klein­gruppen aktiviert zu brutalsten Attentaten?
  • Kann man einfach die Grenzen öffnen und andere EU-Länder aus moralischen Gründen verpflichten auch einen Anteil aufzunehmen, oder übersteigt das die Kompetenzen einer deutschen Kanzlerin?
  • Stimmt es wirklich, dass Deutschland seine Grenze gar nicht schützen könnte, selbst wenn es wollte (und wieso können das z. B. Chinesen oder Mazedonier)?
  • Wer wird die Schuld haben an den Menschen, die von ein­gewanderten Terroristen oder Kriminellen umgebracht werden? Muss die Regierung in solchen Fällen Schaden­ersatz leisten oder zurück­treten?
  • Gibt es nur Push-Faktoren der Flucht wie Krieg, oder auch Pull-Faktoren, die von Deutschland aus Migranten magnetisch anziehen?
  • Wieso lässt man die Türkei die Grenze sichern, anstatt das selbst zu tun und warum ist die Abweisung von Migranten durch die Türkei etwas Anderes als Zurück­weisungen an der deutschen Grenze?
  • Steht die Politik Deutschlands im Einklang mit deutschen und EU-Gesetzen (GG Artikel 16, Genfer Konvention, Dublin-Abkommen)?
  • Wieso heißt es, dass Migranten "feststecken", wenn sie in der EU sind, aber (noch) nicht in ihrem Wunschland?
  • Was sind die Folgen der un­beschränkten Migration auf lange Sicht? Wieso werden Flüchtlinge in deutschen Medien als Belastung für alle anderen Länder, aber als Gewinn und Bereicherung für Deutschland selbst dargestellt?
  • Warum unterstützt man nicht Flüchtlinge im Heimat- oder Nachbar­land und kann mit dem gleichen Geld ca. 30 mal so viele Menschen versorgen wie in Deutschland?

Ich kann mich nicht an eine Diskussion dieser Fragen im Parlament erinnern. Über Erhöhung des Hartz4-Satzes um fünf Euro oder Anhebung des Kindergeldes um wenige Euro wurde dagegen erbittert gerungen.

Khaled (Asylbewerber aus Eritrea)

Die Auswahl der Opfer der Politik des fehlenden Diskurses ist subjektiv und beinhaltet Fälle, die mich besonders berührt haben. Im Januar 2015 (schon vor der großen Asylwelle) wurde der Asylbewerber Khaled aus Eritrea in Dresden durch Messerstiche ermordet aufgefunden. Der Mord geschah zeitgleich mit einer Pegida-Demonstration, was vielen mehr erschien als nur ein Neben­einander. Die Polizei ermittelte in alle Richtungen, was Volker Beck von den Grünen zu einer eilig gestellten Straf­anzeige gegen die Ermittler veranlasste. Im Verlaufe der Woche gab es mehrere anti-rassistische Demonstrationen, die teilweise von Aus­schreitungen begleitet waren. Die Mitbewohner von Khaled standen im Mittelpunkt der Bericht­erstattung und gaben an, Angst um ihr Leben zu haben und aus Dresden wegzuwollen. Während der Ermittlungen gab es bundesweit weitere Aktionen und Kund­gebungen gegen "rechts" und wütende Stimmen gegen die im Stillen ermittelten Polizisten. Nach zehn Tagen gab die Polizei lakonisch bekannt, dass der Täter aus dem Umfeld des Opfers stammte und einer der Mitbewohner war, der auch bei den Demos vorne mit­marschiert und einer derjenigen war, die Angst vor den Dresdnern geäußert hatten.

Die Bestattung von Khaled fand zwei Tage später in kleinem Kreise statt und hatte kein mediales Echo. Eine Debatte über die voreiligen Aktionen der "linken" Szene und die Gleich­gültig­keit nach Ermittlung des "falschen" Täters fand nicht statt. Ein Lerneffekt für die bald danach einsetzende Asylwelle wäre gewesen, dass eben auch Mörder und andere Kriminelle ins Land kommen und echte Flüchtlinge wie Khaled deren Opfer werden. Hier hätte eine Diskussion über die Identifizierung und Über­prüfung von Asyl­bewerbern schon vor der großen Einreise­welle beschlossen werden können, denn Khaled suchte Schutz und wurde von unzureichend über­prüften Mitbewohnern erstochen. Ich habe im Netz recherchiert und finde bis Ende 2016 über 50 Fälle von Morden an Migranten durch andere Migranten, deren Überprüfung nach der Tat oft ergab, dass es sich um verdeckt eingereiste Schwer­kriminelle handelte.

Lukasz Urban (Polnischer LKW-Fahrer)

Die Toten des Anschlags vom Breitscheid-Platz bekamen in den Medien wenig Resonanz, während im Gegensatz dazu der Attentäter Anis Amri in aller Munde war und Journalisten sogar dessen Familie in Tunesien porträtierten. Die Opfer und ihre Angehörigen vom Breitscheidplatz blieben im Vergleich dazu weitestgehend gesichtslos mit Ausnahme des polnischen LKW-Fahrers, der in Polen in einem würdigen Staatsakt beigesetzt wurde. Kurz nach dem Anschlag sah ich ein Bild von Lukasz Urban, dem Fahrer des LKW, der von Amri gekapert wurde. Das Bild zeigt einen Mann mittleren Alters, der ungefähr so aussieht, wie Martin Schulz den in seinem Wahlkampf so gern zitierten "hart arbeitenden kleinen Mann" skizziert. Das Bild zu sehen, machte mir die Brutalität des Anschlags viel klarer, als die ganzen Reportagen und Artikel zuvor. Herr Urban hatte zusammen mit seinem Cousin eine kleine Spedition betrieben und mit einem geleasten Lastwagen fuhren sie Waren aus in Europa. Inzwischen droht dem Cousin die Pleite, da der LKW nicht zurück­gegeben wurde und er natürlich ohne Fahrzeug kein Geld verdienen kann. Hier hätte ich eine unbürokratische Hilfe unserer Regierung in Form eines Ersatz­fahrzeuges begrüßt.

Aus dem Fall könnte die Regierung lernen, nachträglich alle seit 2015 ein­gereisten Migranten erkenntnis­dienstlich zu erfassen und so genannte Gefährder zu internieren. Darüber hinaus war Amri mit 14 Identitäten unterwegs; auch gegen diesen Sozialmissbrauch hätte ich wirksame Maßnahmen erwartet. Diese Maßnahmen gibt es bis heute nicht und die Medien setzen die Regierung auch nicht diesbezüglich unter Druck. Wieder entsteht kein sichtbarer Lerneffekt aus der schrecklichen Tat.

Maria Ladenburger

Die 19jährige Medizinstudentin Maria Ladenburger radelte in der Nacht vom 15. auf den 16.10.2016 nach einer Feier allein die Dreisam entlang nach Hause. Sie wurde von einem afghanischen Flüchtling vergewaltigt und anschließend in der Dreisam ertränkt. Als der Täter ermittelt wurde, erfuhr ich das zuerst durch meine chinesische Frau, deren Familie in Xian (China) ihr diese Info geschickt hatte, denn es war in den Top­nachrichten Chinas präsentiert worden. Unsere Leitmedien berichteten zunächst nicht darüber mit dem Argument, dass es sich um ein regionales Ereignis handele. "Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen!", war die virtuelle Botschaft der deutschen Medien.

Marias Facebook Profilbild zeigte eine unbeschwert und glücklich lachende junge Frau, der man ihre positiven Energien förmlich ansieht. Ihr Vater ist als Anwalt für die EU tätig in Fragen von Humanität und Menschenrechten und Maria war selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv. Mir stellte sich die Frage, warum sie allein nach Hause radelte und sich weder heimbringen ließ, noch Begleitung suchte, noch sich abholen ließ von der Familie. Die Antwort ist ganz einfach: sie wird geglaubt haben, was Eltern, Medien und Politik uns unisono vermitteln. Dieses sei hier kurz skizziert in Form aktueller Stellung­nahmen von Politikern. Unser neuer Bundes­präsident Steinmeier hat aktuell in seiner Antrittsrede aufgerufen, mutig für die Demokratie zu streiten und auch auf Gefahren hingewiesen, die insbesondere durch Nationalisten und "Rechts­populisten" entstehen. Vor seiner Vereidigung hatte er den US-Präsidenten Trump einen Hass­prediger genannt. Ins gleiche Horn tutet lautstark Martin Schulz, der für einen offenen Dialog ist und eine klare Abgrenzung zu den "Demokratie­feinden", die er bei der AFD verortet und die er "Schande für Deutschland" nennt. Ähnliche Statements kann man in fast allen Medien lesen und hören: der Feind steht "rechts" und bedroht die innere Sicherheit Deutschlands, das sich dagegen aktiv und entschlossen wehren muss. Für den anstehenden Parteitag der AfD im April in Köln werden so auch logischerweise bis zu 50.000 Gegen­demonstranten erwartet, die die Demokratie dort wehrhaft verteidigen werden.

Wenn man diesem Narrativ folgt, dann wird Maria wohl kaum gedroht haben, dass ein "Rechts­populist" ihr nachts an der Dreisam auflauert, aus dem Gebüsch hervorbricht und sie vom Fahrrad reißt. Die Gewalt kommt zwar laut Medien stets von "rechts", aber gegen Minderheiten, zu denen Maria nicht gehörte. Im Gegensatz zu vielen Freiburgerinnen, die sich damals abends nicht mehr allein auf die Straße trauten und den Umsatz von Pfefferspray in Rekordhöhe trieben, trat Maria unbesorgt und unbeschwert in die Pedale. Ich gehe davon aus, dass die Medien und ihr Umfeld ihr jegliches Misstrauen förmlich aberzogen haben und sie im Glauben ans Gute ihr Leben verlor.

Marias Tod wirkt auch heute noch sehr auf mich und macht mich unfassbar wütend und traurig. Traurig um ein so junges und hoffnungs­vollen Mädchen, das bestimmt eine wunderbare Ehefrau, Mutter, Freundin, Tochter und Ärztin geworden wäre und wütend um die Leitkultur in Deutschland, die jegliche Fakten ignorierend sich einseitig gegen die "rechte" Schimäre positioniert und selbst durch den Tod von Maria in keiner Weise ihre Denkweise in Frage stellt. Im Nachhinein stellte sich sogar heraus, dass der Mörder bereits in Griechenland zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde und Griechenland angesichts der Überfüllung der Gefängnisse ihm und vielen anderen Amnestie erteilte. Wir können davon ausgehen, dass nicht nur Marias Mörder nach Deutschland kam, sondern auch weitere Schwer­verbrecher, die die Weigerung Deutschlands nutzen, die Identität von Migranten mit den zur Verfügung stehenden Mitteln in Erfahrung zu bringen. In Düsseldorf wurde z. B. Anfang 2017 ein Syrer enttarnt, der als anerkannter Flüchtling in Deutschland mit Familie lebt und des 36fachen Mordes angeklagt ist in seiner Heimat!

Ich habe mich bemüht, die Denkweise der Linken zu verstehen und dazu das Buch "Gegen den Hass" von Carolin Emcke[wp] komplett gelesen. Frau Emcke wurde dafür 2016 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Sie beschreibt den Hass in der Gesellschaft auf Muslime, Juden, Schwule/Lesben, Flüchtlinge und andere Minder­heiten und sieht als Täter neben den "Rechten" auch die "Mitte der Gesellschaft", die das zulässt. Die Lektüre des Buches weist z. B. jemand wie mich als Täter aus durch mein Ignorieren der Belange dieser Minderheiten. Sie prangert insbesondere Hass­verbrechen an und gibt Beispiele von "Rassismus", die meist verbale Beleidigungen enthalten. Frau Emcke spart selber nicht mit Hass und erregte bei der Amts­einführung Donald Trumps Aufsehen durch ihren Vorschlag, diesem seinen 10jährigen Sohn Barron zu entziehen und ihn in eine Pflegefamilie zu geben. Es bleibt nur zu hoffen, dass Menschen mit dem Weltbild von Frau Emcke so wenig wie möglich Macht über andere Menschen bekommen.

Ich habe bei amazon.de eine Rezension zu ihrem Buch verfasst und dabei eine Liste von Hass­verbrechen erstellt, die tatsächlich in Deutschland in jüngster Zeit statt­gefunden haben. Bei all den Vergewaltigungen, Messer­attacken, Morden und Gruppen­attacken junger Männer gegen wehrlose Einzel­personen gab es kaum einen Fall, wo ein Täter aus dem von ihr angeklagten Kreis der Millionen Menschen der politischen "Rechten" oder "Mitte" stammte. Ein Blick von Frau Emcke auf die aktuellen Gewalt­verbrechen in Deutschland hätte ausgereicht, ihren Standpunkt komplett zu widerlegen, nur hat sie diesen Blick nicht riskiert.

Imaginäre Opfer

Hört man Politiker sprechen, schaut sich Talkshows an oder liest die Meinungs­führer­presse, dann wird das oben skizzierte Weltbild aufrecht erhalten, verteidigt und gebets­mühlen­artig wiederholt. Es ist alles wie immer, nur "rechte Hetzer" und "Populisten" schüren durch Falsch­meldungen Ängste und säen Hass. Mir stellt sich dann aber die Frage, warum gleich­zeitig Weihnachts­märkte mit bewaffneten Polizisten bewacht werden, das Oktoberfest eingezäunt und Karneval abgesagt oder mit riesigem Polizei­aufgebot durchgeführt wird, wenn es keine Gefahr gibt, denn selbst überzeugte "Linke" denken nicht, dass "Rechts­populisten" mit einem LKW in einen Weihnachtsmarkt fahren oder mit Äxten und Macheten auf Bürger losgehen.

Das unbeschwerte Leben in Deutschland wurde geopfert. Das Spazieren­gehen im Wald, die vielen kleinen und großen Volksfeste, ja selbst das einfache Shoppen in der Innenstadt machen keinen Spaß mehr aufgrund der latenten Gefahr, Opfer einer Gewalttat zu werden.

Der Geist der Aufklärung als weiteres Opfer

Ich habe das alte Deutschland geliebt und darum schreibe ich auch diese Artikel. Besonders wichtig war mir immer, dass der alte Geist der Aufklärung durch unser Land wehte. Kant[wp] hat empfohlen, selbst zu denken, Newton[wp] und Galilei[wp] haben nur Theorien der Wissenschaft als wahr erachtet, wenn sie durch natur­wissen­schaftliche Experimente belegbar waren. Als Einstein[wp] seine allgemeine Relativitäts­theorie vorstellte, wurde diese erst anerkannt, als britische Forscher im Mai 1919 eine Expedition aussandten, die während einer Sonnen­finsternis die Licht­ablenkung des Sternenlichts durch die Sonne messen konnte. Die Werte entsprachen genau Einsteins Theorie, die damit den Durchbruch schaffte.

Vor 2010 stand jede Entscheidung der Politik hinsichtlich ihrer Folgen auf dem Prüfstand, insbesondere welchen Nutzen und Schaden sie für die Bevölkerung haben würde. Dieses ungeschriebene Gesetz wurde nie abgeschafft, doch es gilt nicht mehr. Wenn in Massen Menschen ohne Pass einreisen und ein Teil davon bereits in anderen Ländern nachweislich Schwer­verbrecher, Mörder und Terroristen waren, dann muss das ausreichen, um die Politik nach­zu­justieren und diese Leute nachträglich zu erfassen und festzusetzen. Der verengte Meinungs­korridor lässt aber nicht einmal diese banale Kritik zu und so wird die Sicherheit aller auf deutschem Staatsgebiet Lebenden einer Ideologie der offenen Grenzen und Aufgabe der National­staatlichkeit geopfert und das ungeachtet der Folgen.

Die absehbare Zukunft unseres Landes sind der Gegenstand des dritten und abschließenden Teil meines Deutschland-Blues.
- In: Tichys Einblick[2]

Artikel

Einzelnachweise

  1. Zur Hölle mit den Reichen?, Stefans-Börsen-Blog am 24. Juni 2018
  2. Jochen Heistermann: "Deutschland-Blues": Der Verlust der Meinungsvielfalt und seine Opfer, Tichys Einblick am 15. April 2017

Netzverweise