Information icon.png Migrationspakt stoppen! in Berlin, Termin: 1. Dezember 2018, Ort: Brandenburger Tor, Uhrzeit: 14:00 Uhr - Info[ext]
10 Jahre feminismus­freie Information!
Number-10.png

Noch 64 Tage bis zum 10. Jubiläum.
Stell Dir eine Welt vor, in der jeder freie Mann feminismusfreies Wissen mit anderen teilen kann.
Dies ist unser Auftrag. — Leitbild WikiMANNia.
Spendenaktion 2018 Der Kampf für ein freies und nicht ideologisches Leben ist nicht kostenfrei.
!!! Sie können das unterstützen !!!
Damit WikiMANNia auch nach dem 10. Jubiläum feminismusfreie Information bereitstellen kann, benötigen wir Ihre finanzielle Hilfe. Donate Button.gif
Aktueller Spendeneingang: Durch Spenden ist der Betrieb bereits gesichert bis 22. Januar 2019 (also noch für 65 Tage)
3,7 % 372 € Spendenziel: 10.000 €

Judenemanzipation

Aus WikiMANNia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hauptseite » Gesellschaft » Emanzipation » Judenemanzipation


Hauptseite » Religion » Judentum » Judenemanzipation


Hauptseite » Wörterbuch » Judenemanzipation


Judenemanzipation, eine politische Losung, die sich in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts vorbereitet und seit Anfang der dreißiger Jahre immer vernehmlicher erklingt. Den Anstoß gaben die Verhandlungen im englischen Parlament. Vgl. Heine 3, 275 (1829): "Was ist aber diese große Aufgabe unserer Zeit? Es ist die Emanzipation. Nicht bloß die der Irländer, Griechen, Frankfurter Juden, westindischen Schwarzen und dergleichen gedrückten Volkes, sondern es ist die Emanzipation der ganzen Welt, absonderlich Europas, das mündig geworden ist und sich jetzt losreißt von dem eifernen Gängelbande der Bevorrechteten, der Aristokratie." Dazu bemerkt er ebenda S. 485 (1831) aber einschränkend: "Der Frankfurter Spießbürger ärgert sich über Vorrechte des Adels, aber er ärgert sich noch mehr, wenn man ihm zumutet, seine Juden zu emanzipieren."

Ebenso gedenkt Börne 10, 42 in den "Briefen aus Paris" am 4. Dez. 1831 der "Emanzipation der Juden". Seitdem ist das Schlagwort andauernd zu belegen. Siehe Judenemanzipation im Stuttg. Morgenbl. 1834, Lit.-Bl. S. 97 und die von Gombert ZfdW. 3, 310 f. angeführten Zeugnisse. Ausdrücklich versichert auch Mundt, Moderne Lebenswirren (1834) S. 36: "Es trägt sich unsere Zeit mit einem seltsamen Phantom, das sie die Aufhebung der Staatsreligionen nennt und mit einer ordentlichen Hoch­herzigkeit auf den Bannern des Liberalismus obenauf flattern läßt. Dies ist die vielbewegte Frage über die Emanzipation der Juden."

Der Rückschlag blieb nicht aus. Ich nenne nur die bezeichnende Äußerung Hebbels, Tageb. (Ausg. Werners) 2, 250 aus dem Jahre 1843: "Die Emanzipation der Juden unter den Bedingungen, welche die Juden vorschreiben, würde im weitern geschichtlichen Verlauf zu einer Krisis führen, welche - die Emanzipation der Christen notwendig machte." In der Tat vertritt dann Richard Wagner[wp] bereits wieder die Emanzipierung von den Juden.

Der Emanzipationsruf ist vielfach variiert und auch verspottet worden. Von solchen Parallelen sei z. B. notiert bei Heine 3, 420 (1831) die "Emanzipation der Könige" von den Adligen oder bei Brunner, Prinzenschule (1848) 1, 105 "Emanzipation der Hunde" und 2, 143 "Emanzipation der Schule von der Kirche" usw.[1]

Einzelnachweise

  1. Otto Ladendorf: Historisches Schlagwörterbuch (1906)

Querverweise

Netzverweise