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Katja Sabisch

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Katja Sabisch
Katja Sabisch.jpg
Geboren 1975
Beruf Soziologe

Katja Sabisch (* 1975) ist eine feministische Soziologin und Professorin für Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum[wp]. Sie forscht u. a. zu Vätern in Elternzeit und zur gesund­heitlichen Versorgung intersexueller Kinder.

Feminismus, Politik und Gender­ismus gehen Hand in Hand (v. l.): Angela Siebold, Vorsitzende des Frauenbeirats, OB Dr. Ottilie Scholz, Prof. Dr. Katja Sabisch. (Foto: Grabowski)[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Werke

  • Der Mensch als wissenschaftliche Tatsache. Wissenssoziologische Studien mit Ludwik Fleck, Kulturverlag Kadmos, 2016, ISBN 3-86599-290-0[2]
  • Das Weib als Versuchsperson. Medizinische Menschenexperimente im 19. Jahrhundert am Beispiel der Syphilisforschung., Transcript-Verlag 2007, ISBN 3-89942-836-6[3]

Artikel

Vorträge

  • Pdf-icon-extern.png Post, pop und top: Feministische Subjekte des Neoliberalismus[ext] - Heinrich-Böll-Stiftung NRW, 24./25. Juni 2013

Interview

Sie sind Juniorprofessorin für Gender Studies - worum geht es bei Ihrer Arbeit?
Die Gender Studies oder die Geschlechterforschung ist inter­disziplinär aufgestellt und betrachtet Geschlecht als sozial­strukturelle und als kulturelle Variable. Wir schauen also, wie Geschlecht unseren Alltag strukturiert, unsere Sozialstruktur auch zementiert und wie es kulturell hergestellt wird.
Was fasziniert Sie besonders an Ihrem Forschungsfeld?
Ich glaube, dass Geschlecht omnipräsent und omnirelevant ist, dass Geschlecht also überall im Alltag eine Rolle spielt und wir deshalb sehr viele Zugriffe, Methoden und Theorien entwickeln, um dem Forschungs­gegenstand angemessen begegnen zu können, und ich glaube, das ist das Interessante, die Vielfältigkeit.
Haben Sie bereits während des Studiums eine akademische Karriere geplant?
Nein. Während des Studiums habe ich mich sehr viel mit Hochschulpolitik beschäftigt. Ich war selber AStA-Vorsitzende, habe sehr viel im Bereich der feministischen und anti­rassistischen Arbeit gemacht, aber eigentlich habe ich dabei nie an eine Hochschul­karriere gedacht.
Was war Ihr Plan B? Was hätten Sie gerne beruflich gemacht, wenn Sie nicht Wissenschaftlerin geworden wären?
Ich glaube, ich wäre ganz gerne in die Politik gegangen.
Haben Sie beispielsweise während des Studiums einige Zeit im Ausland verbracht?
Nein, leider nicht. Ich wollte eigentlich direkt nach meiner Promotion ins Ausland, aber da ist mir dann die Bewilligung eines DFG-Projekts dazwischen gekommen, was ich sehr gut hier in Deutschland bearbeiten konnte. Ich hatte in Deutschland bessere Bedingungen für meine Forschung, und deshalb bin ich hiergeblieben.
Karriere und Familie - wie bringt man das unter einen Hut?
Schlecht *lacht* Man braucht ein gutes Umfeld, was mithilft, gute Bedingungen beim Arbeitgeber, die ich hier an der RUB sehen würde, und ein tolles Kind - habe ich auch.
Was tun Sie gerne, wenn Sie nicht arbeiten?
Professorinnen arbeiten immer *lacht* Ich gehe mit meiner Tochter gemeinsam reiten - wir treiben uns auf Ponyhöfen rum, wie sich das für eine Mädchen­sozialisation gehört. Das Kind hat Priorität.
Wenn Sie heute Rektorin der RUB wären, was würden Sie als erstes tun?
Ich würde mir das Gleichstellungs­konzept vornehmen, das wir für die Exzellenzinitiative entwickelt haben, und das würde ich umsetzen.
Wenn wir zehn Jahre in die Zukunft sehen - was möchten Sie dann erreicht haben?
Einen Sonder­forschungs­bereich in der Geschlechterforschung.
Was ist Ihr Motto für Forschung und Lehre?
Immer die Frage stellen: wer spricht von wo aus für wen? Das ist die Geschlechter­forschungs­frage, die wichtig ist, um den kritischen Blick zu bewahren und die eigene Forschungs­position immer kritisch zu reflektieren.
- Ruhr-Universität Bochum[5]

Verteidigung der Gender Studies

Katja Sabisch schrieb im Versuch, Kritik gegen die Gender Studies abzuwehren, in der TAZ:

Zitat:

«Wenn in der deutschen Presselandschaft über "die Gender-Forschung" geschrieben wird, geschieht dies zumeist in kritischer Absicht. Dagegen ist zunächst nichts einzuwenden, allerdings beruhen die meisten Artikel scheinbar auf einer völligen Unkenntnis des Faches.»[6]

Blogger Hadmut Danisch fragte zurück:

Zitat:

«Unkenntnis des Faches?

Was wäre denn "Kenntnis des Faches"? Eines Faches, das sich selbst nicht darstellen kann, jede Darstellung verweigert und in dem jeder einfach behauptet, was er will? Ich befasse mich seit 2012 mit dem "Fach" und habe sogar Auskunft gegen die Humboldt-Universität geklagt, und nicht mal die konnten vor Gericht auch nur ansatzweise sagen, was eigentlich dessen Inhalt ist. Sie können nicht sagen, was gelehrt wird, sie können nicht sagen, was geprüft wird, und man darf erst gar nicht fragen, ob sie es jemals nachgeprüft haben.

Es gibt bis heute kein greifbares Curriculum, kein Lehrbuch, das den Namen verdient, keinen greifbaren Lehrplan. Die können selbst nicht sagen, was sie machen.

Und die besitzt die Frechheit, anderen Unkenntnis ihres "Faches" vorzuwerfen?»[7]

Katja Sabisch weiter:

Zitat:

«Allerdings gehören die konstruktivistischen Theorien, gegen die der Autor wettert, zum Kanon aller Sozial- und Geistes­wissen­schaften und sind bestimmt kein Alleinstellungs­merkmal der Gender Studies. Der Mediziner und Serologe Ludwik Fleck[wp] begründete diese Erkenntniskritik in den 1930er Jahren, indem er anhand eines natur­wissen­schaftlichen Beispiels aufzeigte, wie selbst "wissenschaftliche Tatsachen" kulturell, historisch und sozial verfasst sind.»[6]

Hadmut Danisch:

Zitat:

«Freilich kommt dieser konstruktivistische Quatsch auch in Sozial- und Geistes­wissen­schaften vor. Gerade deshalb muss man auch deren Wissen­schaftlich­keit anzweifeln oder eigentlich schon absprechen. Denn Theorien darf man aufstellen. Aber was die machen, ist ja keine Theorie. Eine Theorie dient dazu, empirische Beobachtungen zu erklären und steht zur Überprüfung. Eine Theorie muss überprüft werden. Und wenn sie das nicht wird, dann ist sie nur eine Hypothese. Wenn man aber, wie es hier passiert, etwas als wahr unterstellt und trotzdem die Überprüfung sogar ablehnt - und das hab ich ja nun sogar rechtskräftig bekommen - dann ist es ein Postulat, oder eigentlich sogar ein religiöses Glaubens­bekenntnis. Es ist eine regelrechte Frechheit, dass diese Professorin anderen Vorhaltungen macht und dabei diesen Käse auf das Niveau einer Theorie hebt. Eine richtige Unverschämtheit, diesen geistigen Dünnschiss mit wissenschaftlichen Theorien auf eine Stufe zu stellen.

Ich habe mir gerade von einem Gericht sagen lassen müssen, dass man bei Gender Studies gar nicht erst fragen darf, ob es stimmt und geprüft wurde. Dann ist es auch keine Theorie.

Und so nebenbei: Eine Dummheit wird nicht dadurch schlauer, dass man auf andere Dumme verweist, die die gleiche Dummheit begehen. Ein "die machen das aber doch auch" ist keine wissenschaftliche Begründung und wer als Professorin mit einer solchen Argumentations­weise daherkommt, ist eine glatte Fehlbesetzung und eine wandelnde Verschwendung von Steuergeldern.

Was soll überhaupt dieser permanente Soziologen­blödsinn, irgendetwas allein deshalb als wahr hinzustellen, weil irgendwer das so gesagt hat? Die gleiche Begründung könnte man auch für alles Unwahre bringen, denn auch alles Unwahre hat ja irgendwann mal einer gesagt, und es wird nicht wahrer, indem man die Quelle dazu angibt. Diese Soziologen und Geistes­wissenschaftler zitieren sich gegenseitig und im Kreis herum, und meinen, wenn's nur oft genug zitiert wird, muss es stimmen. Ganze Generationen von Feministinnen meinen, dass dieser Konstruktivismus-Blödsinn schon deshalb stimmen muss, weil Simone de Beauvoir es mal so gesagt hätte.»[7]

Katja Sabisch:

Zitat:

«Hier zeigt sich, dass Geschlechter­forschung ein interdisziplinäres Fach ist, welches Theorien und Methoden unterschiedlichster Disziplinen wie Soziologie, Geschichts­wissenschaft, Biologie, Politologie, Ökonomie, Medizin, Rechtswissenschaft oder Psychologie vereint.»[6]

Hadmut Danisch:

Zitat:

«Nein.

Es zeigt sich, dass Geschlechterforschung gar kein Fach ist und gar nichts vereint. Das sagen sie immer, aber letztlich wenden sie gar nichts an.

Außerdem führt das Zusammenrühren verschiedener Methoden nicht zur Wissen­schaftlich­keit. Denn gerade dann, wenn durch die ad-hoc-Auswahl der Methode eine Willkür reinkommt und halt immer die Methode ausgewählt wird, die einem gerade passt, ist es nicht mehr wissenschaftlich. Beispielsweise weil dadurch übergangen wird, wenn eine Methode ein negatives Ergebnis liefert, weil man das einfach übergeht, indem man die Methode austauscht. Wer immer die Methode wählt, die einem das gewünschte Ergebnis liefert, der betreibt keine Wissenschaft, sondern (Selbst-)Betrug.»[7]

Katja Sabisch:

Zitat:

«Das bedeutet aber auch, dass jede Berufung und jeder Forschungsantrag den Gepflogenheiten der jeweiligen Disziplin entsprechen müssen.»[6]

Hadmut Danisch:

Zitat:

«Nein. Falsch. Gelogen.

Gender Studies-Berufungen entsprechen überhaupt keine Standards. Da geht es darum, gewaltsam eine vorgegebene Frauenquote zu erfüllen. Da gibt es Informatik-Professorinnen, die nicht mal Anfänger­wissen von Informatik haben, und es gibt Jura-Professorinnen, die keinen ernstlich juristischen Text zusammen­bekommen (und gleichwohl Verfassungsrichterin werden). Man hat bei Gender Studies die dümmsten Leute gratis durchgewinkt. Weil man musste, weil man politisch unter Druck gesetzt wurde. Oder weil es Professuren gab, die von vornherein nur mit Frauen besetzt werden konnten, und es nicht genug qualifizierte Bewerberinnen gab.»[7]

Katja Sabisch:

Zitat:

«Was ist also die Zielscheibe der Angriffe? Sind es tatsächlich Gender Studies? Oder ist es nicht vielmehr die theoretisch und methodisch versierte Aus­einander­setzung mit Geschlecht, Geschlechter­ordnungen und den damit einhergehenden Ungleichheiten, die Analyse von hetero­normativen Zwängen und rigider Zweigeschlechtlichkeit eingeschlossen?»[6]

Hadmut Danisch:

Zitat:

«Auch das wieder gelogen: Es ist genau umgekehrt. Gender Studies greifen Biologie und Medizin an.

Theoretisch und methodisch versiert ist an Gender Studies gar nichts. Man wird nicht "theoretisch versiert", sondern belegt im Gegenteil seine Imkompetenz, wenn man beliebige Behauptungen als "Theorien" ausgibt. Genau das ist zentraler Gegenstand der Gender Studies: die "feministische Theorie" - frei erfundene Behauptungen, die danach optimiert werden, was am meisten Geld und Opferstatus bringt.»[7]

Einzelnachweise

  1. Zwischen Wissen und Willen - Geschlechtergerechtigkeit in der Kommunalpolitik, Lokalkompass Bochum am 15. April 2014 (Das Projekt "Wissenschaft und Politik gehen Hand in Hand - Gender Mainstreaming im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis" hat Prof. Dr. Katja Sabisch koordiniert. Die Ergebnisse wurden am 9. April in der Sitzung des Frauenbeirats im Bochumer Rathaus vorgestellt und erörtert.)
  2. Kulturverlag Kadmos: Der Mensch als wissenschaftliche Tatsache
  3. Transcript-Verlag: Das Weib als Versuchsperson
  4. Michael Klein: Recht auf Dummheit? Gender Studies Tag bei ScienceFiles, Kritische Wissenschaft - critical science am 9. Mai 2016
  5. Interview mit Katja Sabisch, Ruhr-Universität Bochum am 30. Oktober 2012
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 Katja Sabisch: Streit um Gender Studies: Hier wird Stimmung gemacht (Als unwissenschaftlich und Unfug wird in der "SZ" die Geschlechter­forschung an den Universitäten bezeichnet. Zu Unrecht. Eine Replik.), TAZ am 5. Mai 2016
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 Hadmut Danisch: Ein Beispiel für Lügenpresse, Ansichten eines Informatikers am 6. Mai 2016 (Was diese Professorin sich da leistet, das ist schon hart zwischen Desinformation, Lüge und Realitätsverlust.)

Netzverweise

  • Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW: Katja Sabisch
  • Unsinn der Woche: Bochumer Stadtverordnete sind inkompetent, Kritische Wissenschaft - critical science am 11. April 2014 (Die Inkompetenz der Stadtverordneten ist das Ergebnis des oben angesprochenen Kooperations­projekts, an dem Studenten von Junior­professor Sabisch beteiligt waren. Entsprechend kann man aus den Ergebnissen auf das schließen, was den Studenten von ihrer Juniorprofessorin vermittelt wird.)
  • Brüderle-Debatte: Forscherin hält Sexismus nicht für aussterbendes Phänomen, Der Westen am 25. Januar 2013 (Prof. Katja Sabisch, Frauenforscherin an der Ruhr-Universität Bochum, hält die Äußerungen von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle gegenüber einer Journalistin nicht für einen Ausrutscher. Die Wissenschaftlerin vermutet dahinter eine grundsätzliche Einstellung gegenüber Frauen. - Die plumpe Anmache Brüderles an der Hotelbar - das war mehr als dummes Gerede oder ein missglückter Flirt, es war purer Sexismus, sagt Prof. Katja Sabisch, Frauenforscherin an der Ruhr-Universität Bochum. "Er besteht darin, dass der Politiker die junge Frau nicht als Journalistin angesprochen hat, sondern als Frau in eindeutig sexualisierter Art und Weise. Das ist abwertend. Bedenken Sie, er hat ihren Busen kommentiert." - "Prof. Sabisch spricht von 'sexualisierter Diskriminierung' , wenn sich die Gesprächs­partner nicht auf Augenhöhe begegnen, sondern eine körperliche sexualisierte Ebene angesprochen wird. Darin bestehe im Brüderle-Vorfall auch der Skandal. Dieser Chauvinismus habe auch etwas mit Macht zu tun, mit dem Gefälle zwischen einer jungen Journalistin und einem einflussreichen und prominenten Politiker. Mächtige Männer lassen sich ihre Geltung gerne durch ihren Erfolg bei Frauen bestätigen. Sabisch: 'Sie sind überzeugt, sie hätten dazu das Recht und fühlen sich unantastbar.' Sie erinnert an Dominique Strauss-Kahn. 'Er nahm sich das Zimmer­mädchen, weil er dachte, er kann es.'")