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Marcel Bartels

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Marcel Bartels
Marcel Bartels.jpg
Geboren 1969
URL net-news-global.net

Marcel Bartels (* 1969) ist aufgewachsen in Düsseldorf. Nach seinem Diplom des Wirtschafts­ingenieur­wesens im Jahr 2000 an der TU Berlin hat er zwei Jahre bei einem Unternehmen des damaligen "Neuen Marktes" gearbeitet. Anschließend machte er sich als IT-Projekt­manager selbständig. Bekannt wurde er durch seinen gesellschafts­kritischen Blog "Mein Parteibuch".[1][2] Mit der Eröffnung des Blogs und dem Eintritt in die SPD folgte er im Jahr 2005 einem anlässlich der damaligen Neuwahlen von Franz Müntefering[wp] ausgegebenen Aufruf an die Sympathisanten der SPD, sich öffentlich am Prozess der politischen Willens­bildung zu beteiligen. In diesem Rahmen wurde er mit der Praxis des äußerungs­rechtlichen Abmahnwesens in Deutschland konfrontiert, darunter auch eine Klage, die sein Parteigenosse Sigmar Gabriel gegen ihn angestrengt und verloren hat. Nach zahlreichen juristischen Angriffen stellte er sein Blog mein-parteibuch.de im Jahr 2007 ein. Von 2006 bis 2011 betrieb er das Parteibuch Lexikon. Seit Oktober 2009 ist er für Net News Global verantwortlich.[3]

Marcel Bartels gibt an, von seiner Weltanschauung her atheistischer Humanist zu sein, ist geschieden, hat einen Sohn und lebt im Großraum Berlin.

Zitat:

«Ich weiß heute, dass jede Äußerung, durch die sich jemand persönlich betroffen fühlt, in Deutschland juristisch angegriffen werden kann, äußerungs­rechtliche Prozesse sehr teuer und die Ergebnisse von äußerungs­rechtlichen Prozessen kaum vor­her­zusagen sind.»[4]

Zitat:

«Ich sehe in der gängigen Praxis, der unabhängig von Auflage und Verbreitung gleich hohen Streitwerte und der sich daraus ergebenden Verfahrens­kosten, eine Behinderung der Ausübung des Grundrechtes auf Meinungsfreiheit für wirtschaftlich Schwächere, also eine Verletzung des Gleichheitsprinzips. Und auch sachlich halte ich es in Bezug auf die Schwere eines möglichen rechts­widrigen Eingriffs in jemandes Persönlichkeitsrecht[wp] für einen großen Unterschied, ob die betreffende Äußerung in einer Zeitung mit zehn Millionen Lesern täglich oder auf einer Seite eines Internet­forums mit zehn Lesern täglich veröffentlicht wurde. Diese Argumentation habe ich vor etwa zwei Jahren dem Bundesverfassungsgericht vorgetragen. Seitdem bin ich neugierig, wie das Bundes­verfassungs­gericht entscheiden wird. Dass sich das Bundes­verfassungs­gericht mit der Entscheidung nun schon zwei Jahre Zeit lässt, deute ich als Zeichen dafür, dass die Entscheidung nicht einfach ist. Ich sehe dahinter auch die politische Frage, ob in Deutschland ein Trend in Richtung mehr Medien­pluralität und mehr öffentlicher Partizipation einfacher Leute gewünscht ist oder nicht.»[4]

Zitat:

«Bei der Ankündigung von Neuwahlen im Mai 2005 habe ich Franz Müntefering[wp] beim Wort genommen, bin in die SPD eingetreten und habe mich unter meinem eigenen Namen in die politische Diskussion eingebracht. Inzwischen erscheinen mir die Worte von Franz Müntefering, mit denen er mich bewogen hat, in die SPD einzutreten und mich für die Wiederwahl von Gerhard Schröder[wp] öffentlich zu engagieren, ebenso als Heuchelei wie mir die Deckelung der Abmahn­kosten durch den Vorschlag von Brigitte Zypries als bewusst zur Irreführung der Öffentlichkeit ausgeworfene Nebelkerze erscheint.
Durch die Erfahrungen mit meiner Webseite bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass öffentliches Engagement von deutschen Politikern nur solange erwünscht ist, wie Duckmäuser den in den von ihnen kontrollierten Massenmedien verbreiteten Unfug nach­plappern. Ebenso bin ich zwischen­zeitlich davon überzeugt, dass öffentliches Gehör findende Meinungs­äußerungen von vielen Politikern und einigen diesen Politikern nahe­stehenden Richtern und anderen Juristen nicht erwünscht sind, sondern als Gefahr der Aufdeckung von Straftaten und anderem Fehl­verhalten ebenso konsequent wie listenreich bekämpft werden.
Mein grundgesetzlich garantiertes Recht auf Meinungsfreiheit ist in Deutschland offensichtlich nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt ist. Es ist absehbar, dass ich für die weitere Veröffentlichung meiner Recherche­ergebnisse und meiner Meinung unter meinem eigenen Namen unter Missbrauch der Gerichte zumindest finanziell ruiniert oder gar ins Gefängnis gesperrt würde.
Nachdem ich in den letzten Tagen mit vier Abmahnungen belästigt worden bin und vom Landgericht Hamburg meine Verpflichtung zur Zahlung von mehr als 500 Euro "Anwalts­kosten" für eine einstweilige Verfügung, die mir untersagt, ein Anwalts­schreiben zu veröffentlichen, bestätigt wurde, beabsichtige ich nun, keine neuen kritischen Beiträge auf meiner Webseite Mein-Parteibuch.de[ext] mehr zu veröffentlichen.»[1]

Der folgende Kommentar über die Meinungswirtschaft stammt (sehr wahrscheinlich) von einem anderen Marcel Bartels:

Zitat:

«Die Rolle der Medien wird weitläufig unterschätzt. Und zwar selbst von denen, die glauben, sie hätten sich mit Medien beschäftigt. Der Psychologe Edward Bernays hat mal gesagt, wer die Medien steuern kann, wer die ungenannten Gesellschafts­prozesse steuern kann, der bildet eine wahre Herrscher­macht über die demokratischen Strukturen eines Landes. Das heißt eine Herrscher­macht im Verborgenen. Dieses Konzept ist sehr vielen mächtigen Leuten bekannt und die streiten sich demnach mit enormer Schärfe darum, Medien zu kontrollieren. [...]
Man sollte jetzt meinen, die [Idee eine] unsichtbare Herrscher­macht eines Landes zu haben, das wäre eine fürchterliche Verschwörungstheorie, die also die Rolle der Medien völlig überstreibt. Ein russischer Analyst hat dazu geschrieben, das sei noch völlig unter­trieben.
Die Medien konstituieren in der heutigen Welt einen Staat. Ohne dass es Medien gibt, gibt es keinen Staat mehr. Ohne dass es einen Gleichklang an Medien gibt, ohne einen medialen Konsens darüber, was der Staat ist, gibt es keinen Staat mehr. Das heißt, die Medien bilden den Staat. Sie sind nicht nur bestimmend, sondern es ist eine Identität zwischen Medien und Staat. [...] Wenn die Medien jetzt auf einmal pro-russisch wären, dann wären wir eine pro-russischer Staat ... über kurz oder lang, oder pro-chinesisch, dann wären wir ein pro-chinesischer Staat, und wenn die Medien pro-amerikanisch sind, sind wir ein pro-amerikanischer Staat oder pro-franzöischer Staat, wenn die pro-französisch sind. Wenn die Medien die staatlichen Institutionen ablehnen, dann haben wir keine staatlichen Institutionen mehr, oder dann werden wir über kurz oder lang keine staatlichen Institutionen mehr haben. Das heißt, die Rolle der Medien ist der Schlüssel schlechthin.» - Marcel Bartels[5]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Mein-parteibuch.de wird geschlossen[webarchiv] (28. Januar 2007)
  2. Das war mal das Parteibuch Lexikon[webarchiv] (11. Dezember 2007)
  3. Net News Global: Impressum
  4. 4,0 4,1 Muslim-Markt interviewt Marcel Bartels, Betreiber von "Net News Global", Muslim Markt am 21. Januar 2010
  5. Youtube-logo.png Über die Medien - Marcel Bartels - videoatonale (19. Januar 2012) (Länge: 52:13 Min., Zitat ab 48:25 Min.) (Anmerkung: Es ist handelt sich sicher um einen anderen Marcel Bartels!)

Netzverweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Muslim-Markt interviewt Marcel Bartels, Betreiber von "Net News Global" von Muslim Markt, 21. Januar 2010.