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Marilyn French

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Marilyn French
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Gelebt 21. November 1929-2. Mai 2009
Beruf Autor

Marilyn French (1929-2009, geb. Edwards) war eine US-amerikanische Schriftstellerin und Radikalfeministin. Marilyn French hatte einen Sohn und eine Tochter und lebte in New York. In den siebziger Jahren war sie eine der weltweit einflussreichsten Feministinnen.

Frenchs bekanntestes Buch, The Women's Room[wp], verkaufte mehr als 20 Millionen Exemplare und wurde in 20 Sprachen übersetzt. Als ihr Lebensziel definierte French, einem Nachruf in der New York Times zufolge, die gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Struktur der westlichen Zivilisation zu verändern, sie zu einer feministischen Welt zu machen.[1]

In ihrer Arbeit behauptet French, dass die Unterdrückung der Frauen ein wesentlicher Bestandteil in der von Männern dominierten globalen Kultur ist. Zum Beispiel einer ihrer ersten nicht fiktionalen Werke, Beyond Power: On Women, Men and Morals (1985), ist eine historische Untersuchung der Auswirkungen des Patriarchats auf der Welt.

Frenchs Roman, The Women's Room (1977), beschreibt das Leben von Mira und ihre Freundinnwn im Amerika der 1950er und 1960er Jahre, einschließlich Val, einer militanten Radikalfeministin. Der Roman schildert die Details aus dem Leben der Frauen und auch der Frauenbewegung in den Vereinigten Staaten zu dieser Zeit. An einer Stelle in dem Buch lässt sie den Charakter Val sagen:

"Alle Männer sind Vergewaltiger, und das ist alles, was sie sind. Sie vergewaltigen uns mit ihren Augen, ihren Gesetzen und ihren Vorschriften." [2]

Während French sich später damit rechtfertigte, diese und andere Aussagen seien lediglich von der Hauptfigur ihres bekanntesten Romans getätigt worden, und ein Autor müsse nicht unbedingt mit den Ansichten seiner Figuren übereinstimmen, decken sich diese Sätze doch sehr mit denen aus Frenchs politischen Schriften. Auch darin sah sie Vergewaltiger als ausführende Organe der Männergesellschaft an sich:[3]

"Solange einige Männer körperliche Gewalt anwenden, um Frauen zu unterdrücken, brauchen das nicht alle Männer zu tun. Das Wissen, dass dies einige Männer tun, reicht aus, um alle Frauen einzuschüchtern. Ein Mann kann die Frau schlagen oder töten, die er behauptet zu lieben, er kann Frauen vergewaltigen, er kann seine Töchter sexuell missbrauchen. Die große Mehrheit der Männer auf dieser Welt tut eines oder mehrere dieser Dinge." [4]

Weitere Zitate

Zitat:

«All patriarchists exalt the home and family as sacred, demanding it remain inviolate from prying eyes. Men want privacy for their violations of women [...] All women learn in childhood that women as a sex are men's prey.» - The War Against Women, S. 186

Zitat:

«The media treat male assaults on women like rape, beating, and murder of wives and female lovers, or male incest with children, as individual aberrations [...] obscuring the fact that all male violence toward women is part of a concerted campaign.» - The War Against Women, S. 21

Zitat:

«Alle bedeutenden Weltreligionen sind patriarchalisch. Sie wurden gegründet, um die Vorherrschaft der Männer zu verbreiten und zu festigen - deswegen sind auch alle Götter männlich.»

Zitat:

«Er war ein Bastard wie alle Männer. Sie können nichts dafür, sie werden dazu erzogen, Bastarde zu sein. Wir werden dazu erzogen, Engel zu sein, damit sie Bastarde sein können.»

Zitat:

«Ein Mann kann einfach ablehnen, Frauen in gutbezahlte Jobs einzustellen, soviel oder mehr Arbeit von Frauen wie von Männern herauszupressen, ihnen aber weniger bezahlen, oder Frauen respektlos am Arbeitsplatz oder zu Hause behandeln. Er kann sich weigern, ein von ihm gezeugtes Kind zu unterstützen oder verlangen, dass die Frau, mit der er lebt, ihn bedient wie eine Sklavin. Er kann die Frau schlagen oder töten, die er zu lieben behauptet; er kann Frauen vergewaltigen, ob Partner, Bekannte, oder Fremde, er kann seine Töchter, Nichten, Stiefkinder oder die Kinder der Frau, die er zu lieben behauptet, vergewaltigen oder sexuell mißbrauchen. Die weit überwiegende Mehrheit aller Männer auf der Welt tut eines oder mehrere dieser Dinge.»

Zitat:

«Meine Gefühle über Männer sind das Ergebnis meiner Erfahrungen. Ich habe wenig Sympathie für sie. Wie ein Jude, der gerade aus Dachau freigekommen ist, sehe ich den hübschen jungen Nazisoldaten mit einer Kugel im Bauch, sich vor Schmerzen krümmend, niedersinken, und ich schaue nur kurz und gehe weiter. Ich muss nicht mal mit der Achsel zucken. Es geht mich einfach nichts an. Männer sind Nazis, durch und durch. Ihr Tod ist also historisch gerecht.

My feelings about men are the result of my experience. I have little sympathy for them. Like a Jew just released from Dachau, I watch the handsome young Nazi soldier fall writhing to the ground with a bullet in his stomach and I look briefly and walk on. I don't even need to shrug. I simply don't care. What he was, as a person, I mean, what his shames and yearnings were, simply don't matter.» - The Women's Room

Werke

Einzelnachweise

  1. A. G. Sulzberger, Herbert Mitgang: Marilyn French, Novelist and Champion of Feminism, Dies at 79, The New York Times am 4. Mai 2009
  2. French Marilyn: The Women's Room, 1977, Book 5. Chapter 19 ("Whatever they may be in public life, whatever their relations with men, in their relations with women, all men are rapists, and that's all they are. They rape us with their eyes, their laws, and their codes.")
  3. Marilyn French im Alter von 79 Jahren gestorben, Genderama am 5. Mai 2009
  4. "As long as some men use physical force to subjugate females, all men need not. The knowledge that some men do suffices to threaten all women. He can beat or kill the woman he claims to love; he can rape women [...] he can sexually molest his daughters. THE VAST MAJORITY OF MEN IN THE WORLD DO ONE OR MORE OF THE ABOVE." - The War Against Women, S. 182 (Der letzte Satz ist im Original durch Kursivschrift hervorgehoben)

Netzverweise