10 Jahre feminismus­freie Information!
Number-10.png

Noch 37 Tage bis zum 10. Jubiläum.
Stell Dir eine Welt vor, in der jeder freie Mann feminismusfreies Wissen mit anderen teilen kann.
Dies ist unser Auftrag. — Leitbild WikiMANNia.
Spendenaktion 2018 Der Kampf für ein freies und nicht ideologisches Leben ist nicht kostenfrei.
!!! Sie können das unterstützen !!!
Damit WikiMANNia auch nach dem 10. Jubiläum feminismusfreie Information bereitstellen kann, benötigen wir Ihre finanzielle Hilfe. Donate Button.gif
Aktueller Spendeneingang: Durch Spenden ist der Betrieb bereits gesichert bis 20. Februar 2019 (also noch für 68 Tage)
8,3 %
829,87 € Spendenziel: 10.000 €

Menschenwürde

Aus WikiMANNia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hauptseite » Mensch » Menschenwürde


Menschenwürde ist ein Begriff, der in der deutschsprachigen Rechtsphilosophie und Rechtstheorie für bestimmte Grundrechte und Rechts­ansprüche des Menschen steht (dies ist von der umgangs­sprachlichen Bedeutung des Begriffes Würde[wp] zu unterscheiden). Im modernen Sinne versteht man darunter, dass alle Menschen unabhängig von allen ihren Unterscheidungs­merkmalen wie Herkunft, Geschlecht, Alter oder Zustand denselben Wert haben, und dass dieser Wert über dem aller anderen Lebewesen und Dinge steht.

Der Begriff Menschenwürde ist nach Auffassung von Christian Starck[wp] und anderer Staatsrechtler verwurzelt in einer christlichen Tradition sowie der antiken Philosophie[wp] und beinhalte damit eine bestimmte Sicht auf Menschenrechte; Herbert Schnädelbach[wp] führt den Begriff auf die jüdische Religion sowie die Stoa[wp] zurück.[1][2] Auf rechtsphilosophischer Ebene sind Menschenrechte u. a. durch Menschenwürde im deutschen Grundgesetz verankert.[3]

Zitat:

«In westlichen Gesellschaften herrscht keine Einigkeit mehr darüber, was unter dem im Grundgesetz (GG Art. 1) Deutschlands und vielen internationalen Abkommen zentralen Begriff der Menschenwürde (MW) zu verstehen ist. Die Säkularisierung[wp] und die Pluralisierung der Lebens- und Wert­vorstellungen haben es mit sich gebracht, dass jede religiös-metaphysische und transzendente Begründung der MW als rational nicht begründbare und gesellschaftlich nicht mehr konsensfähige "Sonderethik" abgelehnt wird. Wenn das diesseitige Leben aber kein "Jenseits" mehr hat, dann wird auch unklar, welchen Sinn ein Leben hat, das von schwerer unheilbarer Krankheit und cerebralem "Abbau" gekennzeichnet nur noch auf seinen Tod zuläuft.» - Prof. Dr. Ulrich Eibach[4]

Zitat:

«In vielen deutschen Pflegeheimen werden die Menschenrechte täglich verletzt.» - Claus Fussek[5]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Mit entsprechenden Nachweisen Christian Starck: Der demokratische Verfassungsstaat: Gestalt, Grundlagen, Gefährdungen. Mohr Siebeck, 1995, ISBN 3-16-146442-7, S. 193
  2. Herbert Schnädelbach[wp]: Der Fluch des Christentums. Die sieben Geburtsfehler einer alt gewordenen Weltreligion. Eine kulurelle Bilanz nach zweitausend Jahren, Die Zeit am 11. Mai 2000
  3. Wikipedia: Menschenwürde am 7. November 2015
  4. Prof. Dr. Ulrich Eibach: Wenn der zentrale Begriff vom Ursprung abgekoppelt ist (Menschenwürde und Lebensschutz - Zur Debatte um die Sterbehilfe), iDAF am 2. November 2015
  5. Claus Fussek: Pflege: Pflegenotstand wird kollektiv verdrängt, Süddeutsche Zeitung am 20. Oktober 2015
  6. Wir sollen sterben wollen - Andreas Krause Landt, Axel W. Bauer, Reinhold Schneider, Eine Buchbesprechung am 18. Januar 2013
  7. Rezension: Krause Landt und Bauer über Entwurf zum § 217 StGB, Die Freie Welt am 31. Januar 2013

Querverweise

Netzverweise