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Moralpanik

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Hauptseite » Moral » Moralpanik


Information icon.png Moralpanik ist ein Beitrag aus der BoyWiki.

Moralpanik ist ein in Pädophilen­­kreisen viel verwendeter Begriff.[1]

Moralpanik (moral panic) bezeichnet ein schnell wachsendes und maßlos übertriebenes öffentliches Interesse an einem Thema, einer "Bedrohung", das von Moral­unter­nehmern (moral entrepreneurs) erzeugt wird, und "ein Eigenleben entwickeln kann, in dem die absurden Behauptungen von gestern die Grundlage für noch absurdere Behauptungen von heute bilden, und Aktivisten um die Aufmerksamkeit abgestumpfter Massenmedien konkurrieren, die immer höhere Schockwerte einfordern." Dies ist ein medien-soziologischer Begriff; er wurde in den 1970er Jahren von englischen Soziologen eingeführt, um die gesellschafliche Reaktion auf - aus den USA importierte - Bedrohungen zu beschreiben: Jugend­banden, und Straßen­raub. Als solcher fragt er nicht nach der zugrunde­liegenden Realität, sondern geht davon aus, daß dem Zustand, der Episode oder Gruppe, die zum Problem wurden, "eine Definition widerfährt, wonach sie gesellschaftliche Werte oder Interessen bedrohen" (Stanley Cohen[wp]), und daß es für die gesellschaftliche Realität einer Moralpanik auf die zugrunde­liegenden "Tatsachen" überhaupt nicht ankommt.

Merkmale

Stuart Hall[wp] führt folgende Merkmale auf:

  • eine offizielle Reaktion auf Personen oder Ereignisse, die in keinem Verhältnis zu der von ihnen ausgehenden Bedrohung steht,
  • "Experten, die "wie mit einer Stimme" zu sprechen scheinen,
  • ein "Problem", das "ständig und dramatisch" zu wachsen scheint und das immer wieder als "neu" dargestellt wird.

Eine Moralpanik existiert in Grundsatz nur für eine begrenzte Zeit, dann wird sie Opfer der nächsten. Während amerikanische Soziologen ihr Haupt­augen­merk auf psychologische Faktoren legen, thematisieren europäische Wissenschaftler Moralpanik eher vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche und Legitimations­krisen, etwa der des kapitalistischen Systems.

Beispiele

Bei [Harris] Mirkin (...) findet sich die white slavery panic[2] als erstes Beispiel, dann die Homosexuellen-Panik, dann die Mißbrauchs­panik. Letztere zeichnet sich durch ihr Überdauern aus, das ihr eine Sonder­stellung einräumt. Wir kennen zahlreiche Subpaniken in der Mißbrauchspanik:

  • ritueller Mißbrauch
  • Kindergartenfälle
  • usw.

Der britische Kriminalsoziologe Stanley Cohen[wp] prägte den Begriff 1972, um den öffentlichen Aufruhr und die mediale Brandmarkung zweier Gangs der Londoner Jugend­subkultur (Mods und Rockers) als folk devils, gefährliche Außenseiter, zu beschreiben, nachdem es Mitte der 1960er Jahre zu teils heftigen Straßen­kämpfen zwischen beiden Gruppen gekommen war.

Stuart Hall[wp] thematisierte den Einfluß einer hochgezüchteten Kriminalitäts­furcht, ausgelöst durch ein typisch amerikanisches Phänomen bewaffneter Raub­über­fälle, auf die britische Legislative.

Yvonne Jewkes[wp] merkt an, dass die Reaktionen bezüglich Pädophilie in der westlichen Welt als "die größte Moralpanik der letzten zwei Dekaden" bezeichnet worden ist.

Literatur

  • Cohen, Stanley[wp] (1972). Folk Devils and Moral Panics. London: MacGibbon and Kee
  • Hall, Stuart[wp] et.al. (1978). Policing the Crisis. Mugging, the State, and Law and Order. London: Macmillan Publishers
  • Jenkins, Philip[wp] (1998). Moral Panic: Changing Concepts of the Child Molester in Modern America. New Haven, CT: Yale University Press. ISBN 0-3001-0963-6
  • Jewkes Yvonne[wp] (2004). Media and crime. Thousand Oaks, Calif: Sage. Seiten 76-77. ISBN 0-7619-4765-5
  • Kutchinsky, Berl[wp] (1994). Mißbrauchspanik. Häufigkeit und Befund sexuellen Kindesmißbrauchs. In: Rutschky, Katharina & Wolff, Reinhart. Handbuch sexueller Mißbrauch. Hamburg: Klein
  • Lautmann, Rüdiger (1996). Mißbrauch. Über Moralpolitik. Merkur, 50(9/10), 865-879
  • Lautmann, Rüdiger (2002). Soziologie der Sexualität. Erotisches Körper, intimes Handeln und Sexualkultur. Weinheim, München: Juventa
- Quelle: BoyWiki (2009)

Einzelnachweise

  1. Nina Apin: Pädophile Positionen bei pro familia: "Bedürfnisse" und "Moralpanik", TAZ am 9. Oktiker 2013
  2. Joanne McNeil: The "White Slavery" Panic, reason.com im April 2008 (Anti-prostitution activists have been equating sex work with slavery for over a century.)

Netzverweise

  • Die deutschsprachige Wikipedia führt einen Artikel über Moralische Panik
  • Die englischsprachige Wikipedia führt einen Artikel über Moral panic
  • Norbert Blech: Diskussion in Düsseldorf: Strategien gegen die Moralpanik von "Besorgten Eltern" & Co., queer.de am 20. September 2015
  • Alexandra Klein: Die Wiederentdeckung der Moralpanik - "Sexuelle Verwahrlosung" und die "neue Unterschicht", 2009, DOI 10.1007/s12592-009-0001-7
  • Sabine Rückert: Die Keimzelle der Gewalt, Die Zeit am 7. April 1995 (Seite 8) (So sorgten übereifrige Berater selbst für Opfer: Kinder, die aufgrund falscher Diagnosen gegen ihren Willen in Heime eingewiesen wurden, Väter, die, oft im Wirrwarr von Sorgerechts­verfahren, fälschlich bezichtigt worden sind. Manche wurden verurteilt, andere von ihren Kindern getrennt, allen wurde das Leben zur Hölle gemacht. - Bei Siegfried Schwarz (Name geändert) in Frankfurt begann alles mit einem Einschreiben. Seine Frau teilte ihm ein Jahr nach der Trennung mit: "Ich verdächtige Dich des sexuellen Mißbrauchs. Die Kleine kommt jetzt nicht mehr." Die Mutter hatte den Eindruck, das vierjährige Kind sei aggressiv geworden und litte unter Schlaf­störungen. - Sie war in einer Beratungsstelle gewesen. - Damit auf rechtlichem Wege Klarheit in die Sache käme, suchte der Musik­lehrer einen riskanten Ausweg: Er zeigte sich selbst wegen Kindesmißbrauchs an. Er wurde gehört, seine Frau auch, ebenso das Kind. Ergebnis: könnte sein, könnte nicht sein. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht stellte das Verfahren ein. Der Familienrichter aber sperrte dem Vater das Besuchsrecht, solange der Fall nicht geklärt war. Der Strafrichter will harte Beweise sehen. Vor dem Familienrichter aber reicht der Verdacht, daß das Kindeswohl in Gefahr sei, um die Beziehung zwischen Vater und Kind zu kappen. [...] Es gibt keine Beschuldigung, gegen die der Verdächtigte so wenig Chancen hat, den Verdacht zu widerlegen, wie der Kindesmißbrauch. [...] Wie eine "Epidemie" habe sich die "Mißbrauchs­panik" von Amerika nach Mitteleuropa ausgebreitet, sagte der Kriminologe Berl Kutchinsky[wp] auf einem Kongreß, den Katharina Rutschky Anfang 1994 in Berlin veranstaltete.)
  • Jörg Hutter: Aids und die gesellschaftliche Moralpanik


Dieser Artikel basiert leicht gekürzt auf dem Artikel Moralpanik (9. Juni 2009) aus der pädophilen Enzyklopädie BoyWiki. Der BoyWiki-Artikel steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der BoyWiki ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.