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211 StGB

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Hauptseite » Recht » Strafgesetzbuch » 211 StGB


Der Paragraph 211 StGB (Mord) beschreibt einen Täter und nicht die Tat.

Wortlaut

211 StGB - Mord
Fassung von 1. Jan. 1872 Fassung von 15. Sept. 1941 Fassung von 1. Okt. 1953 Fassung von 1. Sept. 1969 Fassung von 21. Juni 1977 [1]
(1) Wer vorsätzlich einen Menschen tödtet, wird, wenn er die Tödtung mit Über­legung ausgeführt hat, wegen Mordes mit dem Tode bestraft. (1) Der Mörder wird mit dem Tode bestraft. (1) Der Mörder wird mit lebens­langem Zuchthaus bestraft. (1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheits­strafe bestraft. (1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheits­strafe bestraft.
(2) Mörder ist, wer
  • aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechts­triebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweg­gründen,
  • heim­tückisch oder grausam oder mit gemein­ge­fähr­lichen Mitteln oder
  • um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

(2) Mörder ist, wer
  • aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechts­triebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweg­gründen,
  • heim­tückisch oder grausam oder mit gemein­ge­fähr­lichen Mitteln oder
  • um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

(2) Mörder ist, wer
  • aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechts­triebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweg­gründen,
  • heim­tückisch oder grausam oder mit gemein­ge­fähr­lichen Mitteln oder
  • um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

(2) Mörder ist, wer
  • aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechts­triebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweg­gründen,
  • heim­tückisch oder grausam oder mit gemein­ge­fähr­lichen Mitteln oder
  • um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet. [2]

(3) Ist in besonderen Ausnahme­fällen die Todes­strafe nicht angemessen, so ist die Strafe lebens­langes Zuchthaus. (3) (weggefallen) (3) (weggefallen) (3) (weggefallen) [3]

Kommentare

Die Formulierung "ohne Mörder zu sein" stammt jedoch aus der Zeit des Nationalsozialismus, deren Grundlage die so genannte Lehre vom Tätertyp[wp] ist, wonach im Bereich der straf­recht­lichen Wertung nicht auf die Tat, sondern den Täter abgestellt werden müsse.[4]

Zitat:

«Damals reformierten Nazis, angeleitet von ihrer Ideologie, heute reformieren Feminst.I.nnen, angeleitet von ihrer misandrischen Ideologie.

In beiden Fällen: kein Fehler.

Damals konsequente Folge eines menschen­feindlichen, heute vor allem männer­feindlichen Denkfühlens.»[5]

Die heutigen Mordmerkmale wurden von der national­sozialistischen Reichs­regierung[wp] beschlossen und am 4. September 1941 im Reichsgesetzblatt[wp] verkündet.[6] Sie ersetzen die kürzere und allgemeinere Fassung von 1872.[3] An der Legitimität der Neufassung und der Übernahme in die Bundesrepublik gibt es Kritik.[7][8]

Einzelnachweise

  1. § 211 des Strafgesetzbuches in der Fassung des Ersten Gesetzes zur Reform des Strafrechts (1. StrRG) vom 25. Juni 1969, neu bekannt­gemacht am 2. Januar 1975 (Bundesgesetzbl. I S. 1), ist nach Maßgabe der Entscheidungs­gründe mit dem Grundgesetz vereinbar, soweit als Mörder mit lebens­langer Freiheits­strafe bestraft wird, wer heim­tückisch oder um eine andere Straftat zu verdecken, einen Menschen tötet.
  2. lexetius.com: § 211 StGB
  3. 3,0 3,1 Juristischer Informationsdienst: § 211 StGB
  4. Schneider in: Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. 2003, § 211 Rdnr. 4.
  5. MANNdat-Forum: Ist das ein Fehler, Radfahrer?, Roslin am 1. Juli 2014 - 15:29 Uhr
  6. Deutsches Reichsgesetzblatt Teil I 1867-1945, Österreichische Nationalbibliothek
  7. Gerhard Wolf - Befreiung des Strafrechts vom nationalsozialistischen Denken, Humboldt Forum Recht
  8. Thomas Fischer: Mord-Paragraph: Völkisches Recht, Die Zeit 51/2013 vom 12. Dezember 2013