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Patrick Gensing

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Patrick Gensing
Patrick Gensing.jpg
Geboren 1974
Beruf Journalist, Autor
URL patrick-gensing.info
Twitter @PatrickGensing

Patrick Gensing (* 1974) ist ein deutscher Antifa-Journalist vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD, Tagesschau.de) und war Betreiber des Gegen-Rechts-Blogs Publikative.org[wp], einem Projekt der staatlich geförderten, und für ihre anti­europäisch-rassistischen[pp] Positionen bekannten[1] Amadeu-Antonio-Stiftung.[2][3] Außerdem ist er Referent der Medien­akademie der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF zum Thema "Neonazis und Internet". Gensing ist Vertreter einer pro-amerikanischen Linken[wp], die sich innenpolitisch gegen die politische Rechte[wp] engagiert und außen­politisch die US-Außenpolitik und NATO-Kriege gegen nicht-westliche Staaten befürwortet (so genannte Antideutsche). Gemäß seiner politischen Gesinnung ist er ein ausgesprochener Gegner von Kriegs­gegnern, Friedens­aktivisten, Anti­imperialisten, Montags­demonstrationen und FED[wp]-Kritikern.[4] Die Überwachung der Bevölkerung Deutschlands und anderer europäischer Länder durch NSA und PRISM wird von ihm gerechtfertigt.[5] Seiner Ideologie entsprechend ist er auch Putin-Gegner, da das von Putin geführte Russland geopolitischer Konkurrent der USA ist. Im September 2014 interviewte er für Tagesschau.de den transatlantisch orientierten Journalisten und Putin-Gegner Boris Reitschuster[wp] zu diesem Thema.[6]

Persönlicher Werdegang

Gensing wohnt in Hamburg. Ein Kommentator von Politically Incorrect behauptet Folgendes über ihn:

"So war Patrick Gensing bis vor rund zehn Jahren bekennender Vollblut-Punker, inklusive Leder- und Nieten­kleidung sowie grell gefärbter und bretthart gegelter Haare, und bestritt Gerüchten zufolge seinen eigenen Lebensunterhalt nicht selbst, sondern wurde von einer wohlhabenden schwedischen Freundin ausgehalten. Seine "Kumpels" sollen ihn nur "Paddel" genannt haben, aufgrund seiner stets tollpatschigen und linkischen Art. Wie dem auch sei: Von der "schiefen" Bahn ab und auf den Weg gut bezahlter Projektarbeit "gegen Rechts" brachte ihn sein ehrgeiziger großer Bruder: Carsten Gensing. Der ist mittlerweile Nachrichtenchef bei der Bildzeitung und Intimus von Bildchef Kai Diekmann. Bei soviel Vitamin-B in der Familie und wohlfeiler Verbindung zum Springernetzwerk verwundert der "Erfolg" eines Nazijäger-Journalisten wie Patrick Gensing also überhaupt nicht. Gensings Tätigkeit stellt letztlich nicht mehr und nicht weniger dar als eine einträgliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für einen Ex-Punker. Schön für ihn. Der Tisch ist nun stets gedeckt und die "Hast Du mal nen Euro"-Nummer ist Vergangenheit."[7]

Gensing selber bestritt auf Publikative.org[wp], dass er je eine schwedische oder wohlhabende Freundin gehabt habe.[8] Zudem habe der Kommentator laut ihm offensichtlich keine Ahnung von der Materie "Punk-Frisuren", da man Haare mit Hilfsmitteln, die eigentlich beim Kuchenbacken zum Einsatz kommen, besser bretthart stylen könne, als mit Gel.[8] Des Weiteren behauptet er, dass sein Blog weder vom Bild-Zeitungs-Nachrichtenchef gefördert werde, noch gutbezahlte Projektarbeit sei.[8] Der Rest wurde von ihm nicht bestritten.

Zusätzlich zu dieser Stellungnahme verlinkte Gensing ein Video, dass ihn laut eigenen Angaben in den 1990er Jahren in seiner "ganz wilden Zeit" zeigen soll ("der Typ rechts mit den blond gefärbten Haaren").[8] Der Mann links neben ihm sei später "FDP-Bundestagsabgeordneter und Experte für die Förderung von Start-Up-Unternehmen im Bereich E-Mobility" geworden.[8] Weiterhin behauptete er, dass er nun lieber der Volksmusik frönen würde und verlinkte hierfür einen Artikel, in dem von einem "Patrick Gensing" aus der Oberpfalz die Rede ist.[8] Diese Behauptungen sind jedoch offensichtlich unwahr und scherzhaft gemeint, weil: 1. Das Video einen Auftritt der Punkgruppe The Exploited zeigt[9] (und nicht Gensing und den angeblichen FDP-Abgeordneten) und 2. der in dem Artikel von oberpfalznetz.de erwähnte "Patrick Gensing" ein Nachwuchsmusikant "aus der Region" Oberpfalz ist[10], während der Journalist Patrick Gensing in Hamburg wohnt, es sich also nur um eine gleichnamige, aber andere Person handelt.

Gensing ist Fan des FC St. Pauli. Deshalb wurde bei Publikative.org[wp] oft Werbung für Fanläden dieses Vereins eingeblendet.

Positionen

Engagement gegen Rechts

Als Journalist beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD, Tagesschau.de) ist Gensing gegen eine Vielzahl von tatsächlichen und vermeintlichen "rechten" Organisationen und Medien aktiv.

Beispielsweise beklagte er im April 2012 in einem Tagesschau-Beitrag, dass auf dem rechten Online-Nachrichtenportal DeutschlandEcho der Name des Vergewaltigers und Mörders der elfjährigen Lena aus Emden veröffentlicht wurde. Er begrüßte, dass aufgrund der Namens­nennung Anzeige gegen DeutschlandEcho erstattet wurde. Zu einer Verurteilung von DeutschlandEcho kam es jedoch nicht, weil die Nennung vom Namen eines Kinder­mörders rechtlich zulässig ist. Da sich Gensing über die Nennung der Namen anderer Schwerverbrecher, beispielsweise beim NSU, nicht beschwerte, kann davon ausgegangen werden, dass es ihm allein darum ging, DeutschlandEcho schlechtzumachen.[11]

Engagement gegen die NPD

Als Journalist bei Tagesschau.de ist Gensing zu einem Großteil für die Bericht­erstattung gegen die NPD zuständig.[12] Ein Großteil der Tageschau.de-Beiträge gegen die NPD stammt von ihm.

Engagement gegen die AfD

Gensing richtet sich bei seiner Arbeit für Tagesschau.de nicht nur gegen die NPD, sondern auch gegen nicht-rechtsextreme Parteien: So ist er ein ausgeprochener Gegner der Alternative für Deutschland (AfD) und rückt sie in die Nähe des Rechtspopulismus.[13] Des Weiteren schreibt er gar von einer "Sorge" um die Demokratie wegen der Partei.[13] Seine persönliche Abneigung gegen die AfD ist sehr stark und macht sich regelmäßig in den von ihm gegen die Partei für Tagesschau.de und Publikative.org verfassten Beiträgen bemerkbar. Nach der NPD ist die AfD die Partei, über die er am meisten negativ berichtet. Bevorzugter Interview­partner bei seinem Engagement gegen die AfD, ist der linksgerichtete Sozial­wissenschaftler und Wikipedia-Autor Alexander Häusler[pp] aka Häuslebauer, der auch für vom Verfassungschutz als linksextrem eingestufte Medien schreibt.[13][14][15][16] Im September 2013 machte Gensing auf seiner Facebook-Seite seiner Abneigung gegen die AfD Luft, indem sie folgendermaßen beschrieb:

"Endlich hat Deutschland seine rechtspopulistische Partei: Die 'man wird ja wohl nochmal sagen dürfen'-Fraktion kommt nicht aus der Unterschicht, sondern es ist das häßliche Gesicht des Bürgertums."[17]

Die AfD wird von Gensing als "gefährlicher" als die NPD eingestuft, obwohl sie, anders als die NPD, weder vom Verfassungsschutz beobachtet wird, noch ein Verbots­verfahren gegen sie läuft:

"Für die politische Kultur ist die AfD derzeit gefährlicher als die NPD".[18] Und: "Ähnlich wie die Rechtsextremen vergiften die Rechtspopulisten die gesellschaftliche Atmosphäre."[18]

Zum Einzug der AfD in den sächsischen Landtag 2014 meint Gensing:

"Die NPD ist weg, ein Kreis schließt sich. Mit dem Auszug aus dem Landtag von Sachsen dürfte der Niedergang der Partei unaufhaltsam weitergehen, so wie der Einzug 2004 ihren Aufstieg einleitete. Gut so. Aber: Noch immer haben fast 5% der aktiven Wähler für diese Neonazi-Partei gestimmt. Und dazu haben wir auch noch die AfD an der Backe - die sich auf ein aggressives Bürgertum stützt, auf die "gute Mitte". Die AfD ist die neue Rechtspartei, auf die wir eigentlich seit Jahren "gewartet" haben. Im Netz hat sich dieses bürgerliche Milieu über Jahre finden und organisieren können - und nun ist der Schritt zurück in die "First World" geglückt. Abstiegsängste, Bürgertum, Chauvinismus - so lautet das ABC der Rechtspopulisten. Sachsen ist ihre Hochburg. Deutschland ganz rechts."[17]

Engagement gegen Vertriebenenverbände

Gensing hat eine starke Abneigung gegen den Bund der Vertriebenen (BdV).[19] 2011 trat er eine Kampagne gegen den BdV wegen angeblicher "rechts­extremer" Unterwanderung der Schlesischen Jugend los. Der BdV distanzierte sich daraufhin von der Schlesischen Jugend. Im Juni 2013 beschwerte sich Gensing in einem Artikel für Publikative.org darüber, dass die von ihm als "ewiggestrig" und "rechts" empfundene Landsmannschaft Schlesien vom Staat finanziell gefördert wird (obwohl er als Gegen-Rechts-Aktivist und Tagesschau-Journalist selber von Steuergeldern und GEZ-Gebühren lebt).[19] Auslöser war eine Rede von Rudi Pawelka, dem Bundesvorsitzenden der Schlesischen Landsmannschaft, die von zahlreichen etablierten Politikern und Journalisten (darunter auch Gensing) als "antipolnisch" eingestuft worden war.[20][21][22]

Engagement gegen Frei.Wild

Gensing ist ausdrücklicher Gegner der Südtiroler Rockgruppe Frei.Wild. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird er in der Bericht­erstattung gegen Frei.Wild oft als "Experte" interviewt. Er wirft der Gruppe eine Nähe zum Rechtsextremismus vor. Mit extremistischen Musikgruppen hat er jedoch im Allgemeinen kein Problem: So ist er Fan der Antifa-Musikgruppe Feine Sahne Fischfilet, die vom Verfassungsschutz von Mecklenburg-Vorpommern als linksextremistisch eingestuft wird.[17][23][24][25] Im Januar 2013 solidarisierte sich sein Blog Publikative.org mit Feine Sahne Fischfilet, als diese eine Beschwerde einreichten, mit der sie versuchten, aus dem Verfassungs­schutz­bericht gestrichen zu werden.[26] Die Beschwerde blieb jedoch erfolglos, weil es laut dem Ober­verwaltungs­gericht Mecklenburg-Vorpommern erwiesen ist, dass "von der Band Bestrebungen ausgingen, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung[wp] richteten".[25]

Ansichten gegen PEGIDA und HoGeSa

Obwohl die Demonstranten von Pegida und HoGeSa[wp] durch ihre Ablehnung der Multikultur und Massen­ein­wanderung alles Andere als Establishment-konform sind, werden sie von Gensing als "konformistisch" bezeichnet. Nach Gensings Ansicht seien sie "autoritär" (weil sie gegen eine liberale Einwanderungs­politik sind), was er mit Konformismus (kritiklose Übernahme der vorherrschenden, gesellschaftlichen Vorstellungen) gleichsetzt.

Unterstützung der US-Regierung

Gensing ist pro-amerikanisch eingestellt.[5] Im Juli 2013 veröffentlichte er bei Publikative.org einen Artikel, in welchem er die Überwachung der Bevölkerung Deutschlands und anderer europäischer Länder durch NSA und PRISM verteidigt.[5]

Kriegsbefürwortung

Gemäß seiner pro-amerikanischen Haltung ist Gensing ein Unterstützer US-amerikanischer Kriegseinsätze in der arabischen Welt. Gensing ist der Ansicht, dass die USA keine Kriege führen, um ihre geopolitische Weltmachtstellung zu sichern, sondern um der Welt Freiheit und Demokratie zu bringen.[27] Daher befürwortet er einen NATO-Krieg gegen Syrien.[27] Im August 2013 veröffentlichte er einen Artikel für Publikative, in dem er, obwohl selber linksgerichtet, den Großteil der deutschen Linken dafür kritisiert, nicht für diesen Krieg zu sein.[27] Die Ablehnung des Syrienkrieges vereine ihm zufolge "Linke, Konservative und Rechtsradikale".[27] Aufgrund seiner Pro-Krieg-Einstellung, sind er und sein Blog innerhalb des linken Spektrums umstritten.

Gensing spricht sich für eine großzügige Ausweitung des bundesdeutschen Asylrechts aus.[17] Für die Opfer eines Syrienkrieges hat er folgende Lösung parat: Deutschland solle die NATO-Bombardierung von Syrien unterstützen.[17] Die durch die NATO-Bomben heimatlos gewordenen Flüchtlinge sollen danach auf deutsche Kosten Asyl bekommen.[17] Um dies zu ermöglichen, müsse dann in Deutschland das Asylrecht entsprechend ausgedehnt werden.[17]

Durch sein anti-rechtes Engagement bei gleichzeitiger Befürwortung von NATO-Kriegen gegen nicht-westliche Staaten, ist er dem Spektrum der so genannten Antideutschen zuzurechnen. Auf seiner Facebook-Seite postet er auch oft Artikel der antideutschen, linksradikalen, vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachteten Wochenzeitung Jungle World.[17][28][29][30][31] Er ist ein großer Fan dieser Zeitung. Im Gleichklang mit der Jungle World, macht er sich gern über Nahost­experten lustig, die angesichts des drohenden Krieges vor einem Flächenbrand in der Region warnen.[17] Ihm und der Jungle World zufolge sei ein Krieg in der Region, verglichen mit den im Nahen Osten bereits vorhandenen Konflikten, nämlich nichts Schlimmes.[17]

Meinung gegen Akif Pirinçci

Der türkischstämmige, deutsche Autor Akif Pirinçci, der regelmäßig als Multikulturalismus-Kritiker auftritt und besonders 2014 durch sein Buch Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer Aufsehen erregte, ist laut Gensing jemand, "dessen bemitleidens­wertes Gewinsel um Aufmerksamkeit vor allem Anlass zum Fremdschämen bietet".[4]

Veröffentlichung

  • Angriff von rechts. Die Strategien der Neonazis - und was man dagegen tun kann, dtv 2009, ISBN 3-423-34551-9
  • Terror von rechts. Die Nazi-Morde und das Versagen der Politik, Rotbuch-Verlag 2012, ISBN 3-86789-163-X[32]
  • Der Präventivstaat. Warum Gesundheits- , Kontroll- und Verbotswahn Freiheit und Demokratie gefährden., mit Andrej Reisin, Lingen Verlag 2013, ISBN 3-942453-33-9
  • Rechte Hetze im Netz - eine unterschätzte Gefahr[ext], Rowohlt Verlag am21. Mai 2016 [33]

Diskurs

Vorwürfe gegen Göring-Eckardt "Kinderinnen" auf dem Kirchentag?

"Linksgrünversiffter Hirntod" - mit drastischen Worten wird in den Sozialen Netzwerken[wp] die Grünen-Politikerin Göring-Eckardt kritisiert. Anlass: Sie habe auf dem Kirchentag von "Kinderinnen" gesprochen. Ein Nutzer betont, dies sei "kein Witz". Oder vielleicht doch?

In den Sozialen Netzwerken wird ein Auftritt der Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt heftig kritisiert. Auf dem Kirchentag soll sie das Publikum unter anderem mit der Formulierung "Liebe Kinderinnen und Kinder" angesprochen haben.

"Linksgrünversiffter Hirntod!", kommentierte die selbsternannte "Volksbewegung Nordthüringen" auf Twitter und Facebook. Die Macher der Seite, die in anderen Beiträgen von einem "Genozid am deutschen Volk" schreiben, bezogen sich dabei auf einen Tweet der hessischen AfD-Politikerin Joana Cotar.

Dutzende Nutzer antworteten auf diesen Eintrag mit Kommentaren wie "Wo es doch heißen müsste: Liebe Gutmenschen, Bahnhofs­klatscher und Opfer der offenen Grenzen!" oder "Die Kirche scheint sich einem neuen Götzen anzubiedern. Gender statt Gott. #genderwahn #völliggaga"

Auch die AfD-Politikerin Ute Reyners griff die angebliche Aussage von Göring-Eckardt auf - ihr Tweet wurde hunderte Male geteilt und mit Herzen versehen. "Wer jetzt noch Grün wählt hat einen an der Klatsche/Klatschinnen!!", kommentierte Jöggu.

Eine Quelle für die Behauptung, Göring-Eckardt habe auf dem Kirchentag von "Kinderinnen und Kindern" gesprochen, findet sich in keinem dieser Beiträge. Ein Nutzer schrieb lediglich, er habe im Radio gehört, die Grüne habe diesen Begriff benutzt.

Auf Anfrage des ARD-faktenfinder bestätigte Göring-Eckardt, dass sie tatsächlich von "Kinderinnen und Kindern" gesprochen habe, dies sei allerdings "Selbstironie pur" gewesen. Die meisten Kirchentags­besucher hätten diese Ironie auch verstanden, so Göring-Eckardt. Sie erklärte, der Ausspruch "Kinderinnen und Kinder" komme ursprünglich von den DDR-Liedermachern des Circus Lila, die damit wohl die westdeutsche 68er-Bewegung[wp] liebevoll aufs Korn genommen hätten.

Und tatsächlich findet sich diese Formulierung bei den erwähnten Liedermachern:

Liebe Kinderinnen und Kinder! Liebe Watte in den Ohren, liebe Tomaten auf den Augen, liebes Feuer unter den Sohlen! Die Platte aus der Hülle, die Nadel in die Rille, Circus Lila singt seine Lieder! [Text vom LP-Cover von Circus Lila]
Göring-Eckardt sagte weiter, für sie sei dies eine Avance an die beiden DDR-Lieder­macher gewesen. Deren bekanntestes Lied "Teilen macht Spaß" hätte sie und viele andere, auch auf Kirchentagen, begleitet. "Dass die AfD dieses Zitat aus dem Kontext löst und dafür nutzt, gegen mich zu hetzen, sagt viel über diese Partei aus. Wer inhaltlich blank ist, fängt an mit Dreck zu werfen."
- Patrick Gensing[34]
Eine Grüne scheitert am Versuch, Ironie zu zeigen, weil sie sich nicht von ihrem sonstigen Verhalten unterscheiden kann, und die Tagesschau hat endlich das ihr passende Niveau gefunden, nämlich indem sie den "Linksgrünversiffter Hirntod"[ext] erforscht.

Das heißt, dass sie eigentlich als ARD mit ihrem Wahrheits­aufdeckungs­projekt Fake-News in den Social Media[wp] entdeckt haben wollten, und dabei entsetzt feststellen mussten, dass die News wahr waren. Göring-Eckardt hatte den Blödsinn wirklich gesagt, sie hat es zugegeben.

Erholt haben sie sich von dem Schreck bisher nicht.

Gelernt haben sie davon auch nichts.

Und über den Umstand, dass Politiker etwas wirklich gesagt haben, was man in den Social Media für böswillige Fake-News hielt, und darüber, dass man Politiker und Fake-News mit gleichen Maßstäben messen sollte, haben sie auch noch nicht nachgedacht.

Waaah! Fake-News in den postfaktischen Social Media. Wie können die so einen Unsinn nur behaupten! Nieder mit ihnen! - - - Ach, das hat die wirklich gesagt? Na, dann war es doch nicht so schlimm und blöd, dann hat das ja seinen Sinn. Denkt mal über diese Sichtweise nach. Und darüber, dass solche Leute unsere Nachrichten machen.

Und wie fast immer müssen wir beide auch noch über Steuern und Zwangs­abgaben finanzieren.
Ein Leser weist mich gerade noch auf ein Detail zu der NDR-Tagesschau-Aktion "Sag's mir ins Gesicht" hin:
Zitat:

«Der Artikel zur Aktion "sag's mir in's Gesicht" ist an gut, jedoch fehlt mir eine wesentliche Komponente: aus meiner Sicht wird hier nämlich auf das rabulistische Stilmittel der Brunnen­vergfitung zurück­gegriffen. Damit werden a priori alle Personen, die Ihren Unmut bekunden, per definitionem als Verfasser von Hass-Post diskreditiert.

Das ist auch eine Art, sich substantieller Kritik zu entledigen: "wir stellen uns der Diskussion, und meldest Du Dich, bist Du Hassprediger". Vielleicht bin ich da mittlerweile überempfindlich, aber mein (Sprach-)Gefühl sagt mir, dass das eine besonders perfide Strategie ist, die eigentlich eher den Unwillen zur einvernehmlichen Kommunikation auf Augenhöhe weit vor dem eigentlichen Gespräch verkündet.»

Stimmt.

Wer auch immer da irgendwas kritisches sagt oder nicht zustimmt, steht sofort als Hassprediger oder zumindest deren Verteidiger da.

Immer dran denken: Diese Leute machen unsere Fernseh­nachrichten.
- Hadmut Danisch[36]

Einzelnachweise

  1. Die Gründerin der A. A. Stiftung, Anetta Kahane, bezeichnete unter anderem die "weiße Bevölkerung" Deutschlands - Deutsche, Spätaussiedler und europäische Migranten - als Problem, und rief zu deren Verdrängung auf.
  2. NPD-Blog geht an den Start, Online Journalismus am 12. März 2006
  3. Ina Krauß: Neuer Anlauf für NPD-Verbot? Die Länder wollen, Bundesinnenminister warnt, Bayern 2 am 5. Dezember 2012
  4. 4,0 4,1 Patrick Gensing: Formation einer Bewegung: Vom Netz auf die Straße, Publikative.org am 22. April 2014
  5. 5,0 5,1 5,2 Patrick Gensing: Edward Snowden, Pearl Harburg und die NSA, Publikative.org am 29. Juli 2013
  6. Interview von Patrick Gensing mit Boris Reitschuster: Russland-Experte Reitschuster im Interview: Putin selbst ist russenfeindlich, tagesschau.de am 2. September 2014
  7. Siehe Kommentar #87 unterhalb des Artikels
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 8,5 In eigener Sache: Punx not dead!, Publikative.org am 17. Februar 2009
  9. Youtube-logo.png The Exploited - Punks Not Dead - Live at Palm Cove - pt 10
  10. Brechend volle Zuschauer Oberpfalznetz.de am 2. Januar 2009
  11. Großes Herz für Kindermörder, in: Zuerst! am 23. April 2012
  12. Patrick Gensing: Kommentar für ein NPD-Verbot, tagesschau.de am 5. Dezember 2012
  13. 13,0 13,1 13,2 Patrick Gensing: Ökonomen und Publizisten gründen neue Partei. Mit Anti-Euro-Parolen in den Bundestag?, tagesschau.de am 12. März 2013
  14. Experte zu Anti-Euro-Populisten: Die Gefahr liegt in der Verrohung der Politik, tagesschau.de am 12. März 2013 (Interview von Patrick Gensing mit Alexander Häusler gegen die Alternative für Deutschland)
  15. Wikipedia-Autor Häuslebauer[wp]
  16. Wen das öffentlich rechtliche Fernsehen vor Wahlen alles als Rechtsextremismus­experten zitiert. In: ZUERST am 30. April 2010
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 17,5 17,6 17,7 17,8 17,9 Patrick Gensings Facebook-Account
  18. 18,0 18,1 NPD im Wahlkampfmodus: Europa-Debüt einer "sterbenden Partei"? EurActiv.de, 15/05/2014
  19. 19,0 19,1 Patrick Gensing: Pawelka und seine unverbesserlichen Schlesier, Publikative.org am 22. Juni 2013
  20. Rudi Pawelka: Schlesier-Chef fordert Entschuldigung für Vertreibung in: Der Spiegel am 23. Juni 2013
  21. Schlesier-Chef Pawelka kann Kritik an Rede nicht verstehen, Der Stern am 22. Juni 2013
  22. Die Rede von Rudi Pawelka im Wortlaut, Junge Freiheit am 24. Juni 2013
  23. Pdf-icon-extern.png Verfassungsschutzbericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2011[ext] (2,2 MB, S. 84)
  24. Julia Jüttner: Punkband Feine Sahne Fischfilet - Die Staatsfeinde, Spiegel Online am 5. November 2012
  25. 25,0 25,1 Urteil zu Rostocker Punk-Band, in: Nordmagazin (NDR) vom 18. Juni 2013
  26. Verfassungsschutzbericht 2011 ist rechtswidrig, Publikative.org am 24. Januar 2013
  27. 27,0 27,1 27,2 27,3 Patrick Gensing: Cowboy im Schlachthaus, Publikative.org am 29. Juli 2013
  28. Lorenz Jäger: Klimaskeptiker: Die letzten Fortschrittsgläubigen, FAZ am 11. Dezember 2009; ebd. Abschnitt "Linkswende nach rechts", 3. Absatz (Anreißer: Sie halten sich für Ritter in Frontstellung, die wider den Stachel des politisch Korrekten löcken: Viele Klimaskeptiker sind ehemalige Klassenkämpfer, die sich ideologisch neu eingekleidet haben. Industriezuschüsse nehmen sie gern.)
  29. "Verfassungsschutz Brandenburg - Ministerium des Innern des Landes Brandenburg: Verfassungsschutzbericht 2005"
  30. "Bundeszentrale für politische Bildung: DossierLinksextremismus - "Antiimperialistische" und "antideutsche" Strömungen im deutschen Linksextremismus"; ebd. Abschnitt: "Die "antideutsche" Strömung im Linksextremismus" (abgerufen am 12. August 2010)
  31. Richard Herzinger: Rückzug der Juso-Chefin: Franziska Drohsel, die radikale Gefühlssozialistin, Welt Online am 12. Mai 2010
  32. NSU nicht als Exoten von einem anderen Stern darstellen, Rezension des Buches Terror von rechts im Deutschlandfunk am 5. November 2011
  33. Rezension: "Rechte Hetze im Netz" "Querfront" im Internet: Mit Putin für mehr Pressefreiheit? Paul Starzmann in Vorwärts[wp] am 19. Mai 2016
  34. Patrick Gensing: Vorwürfe gegen Göring-Eckardt "Kinderinnen" auf dem Kirchentag?, tagesschau.de (faktenfinder) am 29. Mai 2017
  35. Hadmut Danisch: Liebe Kinderinnen und Kinder, Ansichten eines Informatikers am 29. Mai 2017
  36. Hadmut Danisch: Die Strategie des vergifteten Brunnens, Ansichten eines Informatikers am 28. Mai 2017

Netzverweise


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Patrick Gensing (17. Dezember 2014) aus der freien Enzyklopädie PlusPedia. Der PlusPedia-Artikel steht unter der Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0). In der PlusPedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.