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Pegida

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Pegida, gegründet am 19. Dezember 2014 in Dresden
Wirmer-Flaggen und Russland-Flagge auf Pegida-Demo in Dresden am 13. April 2015 in der Flutrinne.[1]

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Pegida ist ein Akronym, das für Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes[wp] (PEGIDA) steht.

Initiator, Hauptorganisator und das "Gesicht der Bewegung", die sich gegen eine angenommene Islamisierung Deutschlands und Europas richtet, war Lutz Bachmann[wp]. Er trat am 21. Januar 2015 als Vorsitzender des Vereins Pegida zurück.[2][3][4]

Pegida-Chef Bachmann distanziert sich von Akif Pirinçci[5], der auf der Pegida-Demo am 19. Oktober 2015 eine Rede hielt.[6]

So sieht eine Pegida-Demo aus - Und so eine Antifa-Demo

Stimmen zu oder über Pegida

Zitat:

«Der Sprachduktus dieser Bewegung, der sich in den vergangenen Wochen Zehntausende anschlossen, entspringt der "Neuen Rechten" Europas: Patrioten Europas, die für die Rettung des Abendlandes vor der Islamisierung eintreten wollen.

Dieser vermeintliche Patriotismus ist gleichermaßen diffus wie gefährlich. Der kleinkriminelle Vorkocher Lutz Bachmann[wp] wirft alles in einen Topf - Flüchtlinge, Islamisten, kriminelle Migranten und natürlich die Lügenpresse - verrührt es kräftig und wirft den braunen Fraß der hungrigen Meute hin.

[...] Wie können Menschen, die mitten im Leben stehen, [...] auf den Ratten­fänger Bachmann reinfallen? Stopp. Reinfallen ist das falsche Wort. Denn ein Großteil der Demonstranten würde bei genauerem Hinschauen durchaus registrieren, dass PEGIDA nichts anderes ist als Stimmungs­mache, Aufruf zum Menschen­hass.

Aber PEGIDA lässt sich, entgegen der Vorstellung mancher Spitzen­politiker, nicht darauf reduzieren. Denn PEGIDA ist das Sinnbild für die Entfremdung zwischen Politik und Volk.

Ein Entfremdungsprozess, dessen Motor die zunehmende Entleerung des Kernsatzes der demokratischen Ordnung: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus" durch die politische Klasse ist. Die Debatten­kultur in Deutschland ist, und da ist den Medien durchaus ein substanzieller Vorwurf zu machen, oberflächlich, schnelllebig und vor allem nicht lösungs­orientiert. Und so geschieht das Unausweichliche, die Extremisten gewinnen die Deutungshoheit - Martin Reinhardt[7]

Zitat:

«Es wird sich wiederholen, was in Dresden zum Brauch wurde. Sie reden nicht mehr mit Journalisten. Der Direktor der sächsischen Landeszentrale für was mit neuen Medien, Frank Richter, fasst die Stimmung zusammen: "Wir reden nicht mehr mit der Politik und den Medien", so schilderte er die Überzeugung der Dresdner Demonstranten, "ihr hört uns doch sowieso nicht zu". Damit sei der "Tiefpunkt für unser politisches System erreicht". Recht hat er. Ohne Kommunikation und Diskussion ist das Ende eines demokratischen Systems erreicht.

Es ist der Tiefpunkt des deutschen Journalismus. Die Medien­verachtung führt zur totalen Verweigerung. Vorbei die Zeit, in der jeder Demonstrant seine Visage oder sein Plakat in jede Kamera hielt und auch noch Oma grüßte. Medien werden heute so wahrgenommen, wie wir es eigentlich nur noch aus der DDR kennen: "Ein Schni" - das war die Zeiteinheit, die man brauchte um die Glotze auszuschalten, wenn Karl-Eduard von Schni--tzlers Schwarzer Kanal[wp] auf den Schirm kam. Das NEUE DEUTSCHLAND[wp] wurde zum Fische­einwickeln (wenn es welche gab) gekauft, aber nicht gelesen.» - Roland Tichy[8]

Zitat:

«Ja, ich denke zuerst an unsere Demos von 1989! Ja, wir haben damals unter anderem auch die Freiheit zur öffentlichen Meinungs­äußerung und die Pressefreiheit gefordert.

Deshalb kann ich erstmal friedliche Demonstrationen in unserem nun geeintem Vaterland nur begrüssen! Ja, ich bin stolz darauf ein Deutscher zu sein, auch deshalb weil wir unsere Wieder­vereinigung ohne jegliches Blut­vergießen ohne einen einzigen Schuss erkämpft haben. Noch heute bin ich dafür dankbar. Allen, die dafür eingetreten sind, inklusive dem damaligen Kreml-Chef M. Gorbatschow[wp]!

Wenn heute wieder Menschen das Demonstrations­recht auf der Straße wahrnehmen dürfen, ist auch das eine positive Seite unseres Rechtsstaates! Allerdings ist berechtigte oder überzogene Angst ein schlechter Ratgeber, auch für Demonstranten! Nur, die Gesellschaft sollte geäußerte Angst und Entäuschungen (auf beiden Seiten dieser Demo) sehr Ernst nehmen.» - Jürgen Hohberg[9]

Zitat:

«[In den] Positionspapiere[n] der Pegida stehen [...] lauter vernünftige Forderungen, von der notwendigen Unterscheidung zwischen normalen Muslimen und politischen Islamisten, zwischen tatsächlichen Flüchtlingen, die Deutschland aufnehmen, und unerwünschten Einwanderern, denen man nolens volens die Tür weisen soll; man fordert die Abschiebung ausländischer Straftäter, das Primat der heimischen Kultur, keinen Polizei­abbau und dergleichen Selbst­ver­ständ­lich­keiten mehr.

Im Grunde steht dort dasselbe wie in Grundsatz­erklärungen von bürgerlichen Parteien überall auf der Welt, aber dass solche Lippen­bekenntnisse hier­zulande plötzlich beim Wort genommen und als Forderungen auf die Straße getragen werden, irritiert die politischen Gouvernanten unserer Republik, interessanter­weise auch in der CDU/CSU, also in jenen Parteien, von denen man in den vergangenen beiden Jahr­zehnten die Etablierung einer intelligenz­gesteuerten Zuwanderungs­politik erwartet hätte.

Undenunziert demonstrieren darf man in der Bunten Republik Deutschland allerdings und bekanntlich nur gegen das Atom, gegen die Banken, gegen Putin und vor allem gegen "rechts". Beim Umgang mit Pegida ist ein ähnliches Muster zu beobachten wie bei den politisch-medialen Reaktionen auf die Petition gegen die so genannte "Akzeptanz sexueller Vielfalt" in den Schulen Baden-Württembergs, wo immerhin 200.000 Unterzeichner die grün-rote Landes­regierung nicht bewegen konnten, von ihren Plänen abzurücken oder sich wenigstens einer offenen Diskussion zu stellen. Hier wie dort sehen wir also, was das speziell von den Grünen strapazierte, aber gewiss auch die Bundes­regierung amüsierende Motto "Mehr Bürger­be­teiligung!" wert ist.» - Michael Klonovsky[10]

Zitat:

«Vielleicht ist Pegida ja auch nur der Geist den man rief. Schließlich wurde der Islam auch von unserer Regierung in der Vergangenheit als so bösartig und verschlagen dargestellt, dass es notwendig war Grundrechte für alle einzuschränken, um ihn zu bekämpfen (Kampf gegen den Terror, islamistischer Hintergrund). Jetzt gehen die Leute auf die Straße und wollen den Islam hier nicht mehr haben. Find ich irgendwie logisch ...» - Holger[11]

Zitat:

«Seit Jahren hämmern uns die entsprechenden staatlichen Stellen ein, dass ohne Totalüberwachung die Sicherheit der Bevölkerung auf gar keinen Fall mehr gegeben ist. Alles unter dem Gesichtspunkt islamischer Terrorismus. Eine Bedrohung, die hierzulande exakt null Opfer gefordert hat. Und nun wundern sich diese Stellen, dass die hiesige Bevölkerung ein wenig fremdelt?» - Tito[12]

Zitat:

«PEGIDA hat einen 19-Punkte-Katalog veröffentlicht: Dort wird vor allem die aktuelle deutsche Asylpolitik kritisiert. Die Forderungen sind alles andere als "rechtsextrem", wie etwa Medien und Politiker mitunter suggerieren. Es geht darum, die zunehmende Zahl der Flüchtlinge und Einwanderer nach Deutschland auf ein erträgliches Maß zu bringen! PEGIDA ist in seinen Forderungen noch sehr gemäßigt. Es gibt viel weit­reichendere Forderungen in anderen Ländern Europas, bis hin zum konsequenten Zuwanderungs­stopp. PEGIDA spricht sich auch für die Aufnahme von Kriegs­flüchtlingen sowie von politisch und religiös Verfolgten aus. Sie kritisieren jedoch die wachsende Zahl der Wirtschafts­flüchtlinge, die oft illegal nach Deutschland reisen und seltener abgeschoben werden. Und es geht auch um straffällig werdende Ausländer, die deutsche Gesetze ignorieren. Die etablierte Politik hat darauf keine angemessene Lösung. Sie ignoriert das Problem.

Unterm Strich ist PEGIDA die notwendige Reaktion auf die Ignoranz der Politiker.» - Johannes Schüller[13]

Zitat:

«Letztlich sehe ich die Wut gegen Pegida als die Wut der Staats­profiteure, der staats­zersetzenden System­schranzen, die Angst um ihre Pfründe haben. Die Armuts- und Elends­industrie ist der größte Arbeitgeber in der BRD und die ist auf einen stetigen Nachschub an "Elenden" aller Art angewiesen. Und natürlich verdienen sich auch viele grün-rote "Kapitalisten" bei dieser Elends­bewirtschaftung dumm und dämlich. Da ist ein rebellierendes Kleinbürgertum, welches den ganzen Wahnsinn bezahlen muß, eine echte Bedrohung!»[14]

Zitat:

«Hinsichtlich Pegida wäre es jedenfalls besser, wenn Medien und Politik einfach mal die Kirche im Dorf belassen könnten, anstatt, wie zur Zeit, den Untergang der westlichen Zivilisation herbeizureden. Denn dies tun ja schon die Pegida-Anhänger zur Genüge.»[15]

Zitat:

«Wenn ich ein Mitglied der derzeitigen Bundesregierung wäre, ich würde mir sowas wie PEGIDA wünschen. Viel heiße Luft, aber alle regen sich auf. echte Probleme kann man im Schatten des ganzen schön unter den Teppich kehren.»[16]

Zitat:

«25.000 Nazis, wusste gar nicht, dass die Szene so groß ist. Habe keinen "Klischee-Nazi" gesehen, aber das war ja auch zu erwarten, denn es sind ja "Nazis in Nadelstreifen". Gut, in Nadelstreifen hab ich auch keine gesehen, das kann aber an der Kamera­auflösung und dem Licht gelegen haben. Auch waren keine der typischen Nazi-Parolen zu hören ... da hat aber jemand die Massen ordentlich im Griff gehabt.»[17]

Zitat:

«Die DDR war weitgehend - das Tal der Ahnungslosen[wp] fast komplett - von der US-amerikanischen "Re-Education" abgeschnitten. Das ist der Grund, warum PEGIDA im Osten erfolgreicher ist. Die besser indoktrinierten Westdeutschen bekommen schlicht keinen vernünftigen Aufstand mehr hin.»[18]

Zitat:

«Das Volk, das sich in Dresden und Bonn versammelt, hat kein Parteibuch mehr, das es zurückgeben könnte. Bei vielen liegt die Vermutung nahe, dass es kein Zeitungs­abonnement mehr gibt, das sie kündigen könnten, weil sie schon vor langer Zeit aufgehört haben, Tages­zeitungen zu lesen. Wahrscheinlich sehen sie auch keine "Tagesschau" und keine "Tagesthemen" oder eine andere Informations­sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, gegen den sie so eifrig ihre Plakate schwenken.» - Jan Fleischhauer[19]

Zitat:

«Immer mehr Menschen in Deutschland wehren sich gegen einen Bevormundungs­staat, der ihnen vorschreiben will, wie sie zu denken und zu handeln haben. Zwar laufen sie nicht mehr zu Zehntausenden jeden Montag durch die Innenstädte, seit die Kanzlerin sie in einen Topf mit Rechtsradikalen geworfen hat, doch sind sie deswegen nicht weniger präsent. Und es werden immer mehr. Waren es früher die Studenten, die aufbegehrten, ist es heute die gut gebildete Mittelschicht des Landes, die durchschaut, welches Spiel da getrieben wird.

Diese gibt den vielen Millionen Mitbürgern eine Stimme, die ihr Unwohlsein nicht recht artikulieren können oder schlicht keinen Sinn darin sehen, sich in die Aus­einander­setzung mit der politischen Klasse zu begeben. Sie alle eint die Wut auf den offensichtlichen Wunsch von Politik und Medien, die Menschen immer unmündiger zu machen. Einerseits durch die Errichtung eines Nanny-Staates, der vorgaukelt, er könne die Risiken aller persönlichen Lebens­entscheidungen abnehmen, andererseits durch die offenbar bewusste Verbreitung einseitiger Sichtweisen, vor allem im Staats­fernsehen.» - Ramin Peymani[20]

Zitat:

«Da den Ostdeutschen Jahrzehnte westlicher Sozialisation fehlen, erkennen sie eher, was an der westlichen Lebensweise nicht stimmt, was daran falsch und verlogen ist.» - Dr. Hans-Joachim Maaz[wp][21]

Aus bayerischer Sicht:

Zitat:

«Ich lege wert auf Kultur. Ich rede aber nicht nur, dass ich meine Kultur erhalten will. Ich mache dafür dreimal die Woche: Schützenverein, einmal Stammtisch und einmal gehe ich zum Kegeln und das schon seit 24 Jahren. Ich muss nicht auf die Straße gehen, damit unsere Kultur geschützt ist. [...]

25 Jahre ist es her. [...] Jetzt gehen Leute auf die Straße, in Massen. [...] Arme Leute kommen bei euch vorbei und ihr macht einen Aufstand, wie wenn man bei uns die Weißwurst[wp] verbieten würde. So einen Aufstand macht ihr. [...]

Wenn es darum geht, eine Kultur nicht zu würdigen oder sich nicht zu integrieren in eine fremde Kultur. Was ist denn mit euch gewesen? 25 Jahre ist es her. Da seid ihr aus eurem schönen Sachsen [...] zu uns gekommen. An die Bank habt ihr euch angestellt und jeder 100 Mark. Wo kam das Geld denn her? Das hat doch uns der [...] uns vorher aus der Tasche gezogen. Und unser Geld habt ihr geschenkt gekriegt. Sind wir auf die Straße gegangen? Der Willi mit dem Obststand, alles leer, Bananen, alles habt ihr weggefressen. Ja, und? [...] Fünf Sachsen bei uns in der Firma gewesen. [...] Ich verstehe euch genauso wenig wie wenn der Ahmed mit dem Mustafa redet. Das ist für mich als Bayer doch alles fremde Kultur. Und, wo ist das Problem? Ihr ward doch früher die armen Leute. Arme Würste ward ihr, und, haben wir uns aufgeführt? Und nun, 25 Jahre später, wer spricht von euch Bayerisch? Wir lassen euch doch in eurem Dialekt und wir lassen euch euren scheiß Christstollen fressen! Und, wo ist das Problem? [...]

Damit ihr mal merkt, was das für eine Kuhscheiße ist, habe ich mir eine Initiative überlegt. [...] Jetzt gründen wir mal eine Initiative, BaPAgesÜdA, oder was weiß ich, irgendwie so werden wir das nennen: Bayerische Patrioten gegen die sächsische Übernahme des Alpenlandes. Weil die ist bei uns real spürbar, mehr als bei euch die Islamisierung. [...]

Jetzt gehen die einen Deppen auf die Straße, gegen die anderen Deppen, die auf die Straße gehen wegen irgendwelche armen Würstchen, anstatt ihr euch zusammensetzt und überlegt, ob ihr nicht verarscht werdet von ganz jemanden anders [...]

Ihr habt vergessen, wir ihr vor 25 Jahren zu uns gekommen seid!»[22]

Lügenpresse und Feindbild Islam

Einerseits wird bei Demonstrationen der Pegida gerne fundamentale Kritik an den Manipulations­mechanismen der deutschen Leitmedien geübt ("Lügenpresse"), andererseits glaubt man exakt diesen Medien immer noch bereitwillig, wenn es um deren Darstellung des Islam geht.[23]

Pegida und Feindbild Islam

Patriotismus und Feindbild Islam

Mediale Empörung über Galgen

Zitat:

«Die mediale Empörung über den Galgen ist groß. Das kann man verstehen. Und doch war es sehr peinlich. Denn dieselben Medien hatten nichts dabei gefunden, dass bereits bei der Anti-TTIP-Demonstration am vergangenen Samstag eine Guillotine mitgeführt wurde, auf der der Name von Gabriel stand. Dass die meisten Sender und Zeitungen in Bezug auf den TTIP-Galgen Spätzünder waren, kann eigentlich nicht überraschen. Irgendwie herrscht in den meisten Redaktionsstuben Konsens darüber, dass Extremismus – ganz gleich ob von links oder rechts - abzulehnen sei, Links­radikalismus ob seiner angeblichen hehren Ziele aber Nachsicht verdiene. Das hat sich im unterschiedlichen Empörungsgrad über Galgen und Guillotine wieder einmal gezeigt. Quod erat demonstrandum, wie der Lateiner sagt.

Die "intellektuellste" Begründung, warum ein "Pegida"-Galgen schlimmer ist als eine Anti-TTIP-Guillotine, lieferte Heribert Prantl[wp] am Mittwoch in der "Süddeutschen", dem bürgerlichen Zentralorgan der Gutmenschen. Sein Urteil über "Pegida" fällt erwartungsgemäß brutalst­möglich aus: "Das ist die Sprache der Gosse, das ist die Primitivierung des Abendlandes." Und die Guillotine der TTIP-Gegner? Das ist nur ein "intolerabler Vorfall", der "auch strafrechtlich verfolgt werden muss."

Was aber macht den Unterschied zwischen rechtsextremem und linksextremem "Pack" aus, um es im Gabriel-Jargon auszudrücken? Die "Süddeutsche" unterscheidet feinsinnig: Bei "Pegida" geschehe "nun seit einem Jahr die Veralltäglichung des Kriminellen." Wir lernen also: Die "Primitivierung des Abendlandes" darf schon mal vorkommen - nur halt nicht jeden Montag.

Apropos "Veralltäglichung": Es ist natürlich eine Mär, dass primitive Parolen und blanker Hass ein trauriges Privileg des rechten Rands wären. Das mag so erscheinen, weil linke Auswüchse von den Medien meistens nicht mit der Lupe, sondern eher mit dem Feldstecher beobachtet werden und wurden. Ist es aber nicht, wie ein anderes Beispiel aus diesen Tagen zeigt. Die rheinland-pfälzische Minister­präsidentin Malu Dreyer[wp] (SPD) posierte mit dem Juso-Chef von Mayen-Koblenz vor der Kamera. Dabei trug der junge Sozialist ein T-Shirt mit dem Schriftzug "Capitalism". Darüber ein Mann, der mit einer Pistole einen anderen Mann mit Koffer (Geld­koffer?) erschießt. Die politische Botschaft: "Erschießt die Kapitalisten". Und die SPD-Landesmutter? Sie strahlte mit der schießwütigen SPD-Nachwuchs­hoffnung um die Wette. Für die meisten Medien war das natürlich kein Thema.» - Hugo Müller-Vogg[24]

Gegendemonstranten

Zitat:

«Bei der Gewalt, die von den Gegendemonstranten ausgeht, bis hin zur offenen Sabotage und Anschlägen gegen Pegida-Anhänger sowie Morddrohungen würde ich sagen, es dürfte kaum schwer sein, zu sehen, von wem die Offensive hier ausgeht.

Eher ist es so, dass eine Minderheit dieser "Gegendemonstranten" wohl noch friedfertig ist während die überwiegende Mehrheit auf geltende Gesetze scheißt. Es kamen ja auch schon mehrfach Berichte darüber, dass viele Gegen­demonstranten von Städten bezahlt werden. Das von den Schulen auf unschuldige Schüler Druck gemacht wird verstärkt nur meinen Eindruck einer staatlich verordneten antifaschistischen Aktion.»[25]

Rücktritt von Lutz Bachmann

"Er ist wieder da!" - Hitler­parodist Christoph Maria Herbst[wp] liest die Hitler-Satire "Er ist wieder da" fürs Hörbuch ein und Lutz Bach­mann macht ein Hitler-Bild­chen.[26]

Die Hintergründe zum Rücktritt von Lutz Bachmann[wp] sind bezeichnend. Er habe sich als "Hitler" posiert und das Photo auf Facebook veröffentlicht. Na, ja, denkt man sich, so ein alter Nazi kann es halt nicht lassen. Wir haben es ja schon immer gewusst und so weiter.

Gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigte Bachmann die Echtheit des Fotos. Er habe es zur Veröffentlichung des Satire-Hörbuchs von "Er ist wieder da" beim Friseur geknipst und dem Komiker Christoph Maria Herbst[wp] auf die Pinnwand gepostet.[26] Henryk M. Broder[wp] kommentiert dazu:

Zitat:

«Es sieht aus, als ob die Deutschen im Jahre 70 n. A. sich selbst nicht über den Weg trauen würden. Jetzt hat es den Gründer der Pegida-Bewegung erwischt. Lutz Bachmann war so leichtsinnig, ein Foto zu posten. Angeblich an die Pinnwand des Schauspielers und Hitler­parodisten Christoph Maria Herbst, der gerade die Hitler-Satire "Er ist wieder da" fürs Hörbuch eingelesen hatte. Auf dem Bild ist Bachmann mit AH-Bärtchen und Seitenscheitel zu sehen - um sich selbst "auf die Schippe" zu nehmen, wie er nun sagt.

Und schon ist wieder von einer Schande für Deutschland die Rede, die Aufrechten treten zum letzten Gefecht gegen die Rechten an. Solche periodischen Anfälle von Hysterie kann man nur damit erklären, dass Hitler den Deutschen peinlich ist. Sie wissen, dass sie einem Mickerling auf den Leim gegangen sind. Und deswegen muss aus dem Würstchen eine dicke Salami gemacht werden, eine Bestie, ein Monster, dessen Blick Millionen in die Ohnmacht trieb. Deshalb mögen sie es nicht, dass AH ironisiert wird. Lieber machen sie [...] aus einem Furz einen Fackelzug, als dass sie zugeben, dass der ganze Fackelzug ein Furz war, der bis heute die Luft verpestet.»[27]

Rücktritt von Kathrin Oertel

Kathrin Oertel zieht sich eine Woche später zurück und legte ihr Amt als Pressesprecherin nieder.[28]

Zitat:

«Pegidas Lebenslüge lautet, man müsse nur das 'Interesse des Volkes berücksichtigen. Dass aber nicht einmal eine Truppe aus zwölf Bekannten dasselbe Interesse hat, haben sie nun unter Beweis gestellt. Sie wollten konkret werden, konnten es aber nicht. Weil das Konkrete die Dresdner Wutbürger auch nicht interessierte, und weil sie selbst nicht wussten wie.»[29]

Angela Merkel, Multikulti und Pegida

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am 16. Oktber 2010 den gescheiterten Ansatz von Multikulti auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Potsdam![30]

Mehr noch: "Es geht nicht an, dass doppelt so viele von ihnen keinen Schulabschluss machen. Es geht nicht an, dass doppelt so viel von ihnen keinen Berufsabschluss haben. Das macht uns die sozialen Probleme der Zukunft und deshalb ist Integration so wichtig..."

CSU-Chef Horst Seehofer[wp] setzte sogar noch einen drauf und meinte, dass Deutschland nicht zum Sozialland der ganzen Welt werden dürfe. Und weiter: "Wir als Union treten für die deutsche Leitkultur und gegen Multikulti ein! Multikulti ist tot!" [31][32][33] Horst Seehofer provozierte auch mit seiner These, Deutschland brauche keine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen.[34]

Wie bitte? "Multikulti ist gescheitert, Multikulit ist tot."? "Deutschland darf nicht zum Sozialland der ganzen Welt werden" und wir setzen uns für die "deutsche Leitkultur ein"? Haben Merkel und Seehofer etwa das Pegida-Forderungs­programm geschrieben?

Gerhard Schröder und Kritik an Pegida

Zitat:

«Im Sommer des Jahres 1997 machte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder[wp] etwas, das er als "schonungslose Analyse" bezeichnete. Es war ein Dreivierteljahr vor der Landtagswahl in Niedersachsen, die schließlich darüber entschied, wer die SPD nach 16 Jahren Kohl-Kanzlerschaft als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl 1998 führen würde.

Schröder musste der SPD-Wählerschaft etwas bieten. Also wandte er sich dem Thema Ausländer zu. "Man muss das mal sagen, selbst wenn es manche nicht gerne hören: Beim organisierten Autodiebstahl sind Polen nun mal besonders aktiv, das Geschäft mit der Prostitution wird dominiert von der Russenmafia, Drogen­kriminelle kommen besonders häufig aus Südosteuropa und Schwarzafrika", sagte Schröder der Zeitung "Bild am Sonntag".

Der Mann, der drei Jahre später als Bundeskanzler nach einem Brandanschlag auf eine Düsseldorfer Synagoge zum "Aufstand der Anständigen" gegen rechte Gesinnung aufrufen sollte, setzte in dem Interview noch eins drauf: "Wir dürfen nicht mehr so zaghaft sein bei ertappten ausländischen Straftätern. Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell!"

Man stelle sich vor, ein Ministerpräsident mit einem Parteibuch von CDU oder gar CSU würde sich in der aufgeheizten Diskussion über die Pegida-Demonstrationen selbsternannter "Patriotischer Europäer" gegen eine angebliche "Islamisierung des Abendlandes" in dieser Tonlage äußern.

Die AfD trüge ihm die Ehrenmitgliedschaft an, und die Pegida-Organisatoren würden anbieten, ihn mit der Sänfte zur nächsten Kundgebung zu tragen.»[35]

Einzelnachweise

  1. Sven Felix Kellerhoff: Schwarz-Rot-Gold: Pegida maßt sich das Erbe des 20. Juli an, Die Welt am 20. Januar 2015 (Bei Pegida-Demonstrationen tauchen immer öfter Flaggen auf, die Deutschlands Farben ungewohnt präsentieren. Damit vereinnahmen die selbst ernannten "Patrioten" die Idee eines linken Christdemokraten.)
  2. Rassistische Facebook-Kommentare: Pegida-Chef Lutz Bachmann tritt zurück, Der Tagesspiegel am 21. Januar 2015
  3. Ausländerfeindliche Hetze bei Facebook: Pegida-Chef Bachmann tritt zurück, Spiegel Online am 21. Januar 2015
  4. Nach Bachmann-Rücktritt: Pegidas Franchise-Pläne, Spiegel Online am 22. Januar 2015 (War's das mit Pegida? Nach dem Rücktritt von Mitbegründer Lutz Bachmann werden die ersten Abgesänge auf die islam­kritische Bewegung angestimmt. Doch die Dresdner haben neue Pläne.)
  5. Pegida: Lutz Bachmann entschuldigt sich für Hetze von Akif Pirinçci, Die Zeit am 20. Oktober 2015 (Pirinçcis Rede sei ein "gravierender Fehler" gewesen, sagt Pegida-Chef Lutz Bachmann.)
  6. Hass-Prediger Akif Pirincci zerstört die Pegida in Dresden, Deutsche Wirtschafts Nachrichten am 20. Oktober 2015 (Was keinem Politiker in Deutschland bisher gelungen ist, das dürfte dem Schriftsteller Akif Pirinçci gelungen sein: Mit einer unglaublichen Hass-Rede hat er die Pegida in Dresden zerstört. Kein Mensch, der auch nur noch Spuren­elemente von Anstand in sich hat, kann jemals wieder zu solch einer Veranstaltung gehen.)
  7. Martin Reinhardt: Land der Extreme: PEGIDA und der Aufruf zu einer neuen Debattenkultur!, Die Freie Welt am 19. Dezember 2014
  8. Roland Tichy: Pegida: Die Schweigsamen und das Lärmen der Medien, Tichys Einblick vom 12. Dezember 2014
  9. Jürgen Hohberg: Angst oder Enttäuschung, nnz-Forum am 17. Januar 2015
  10. Michael Klonovsky: Pegida gießt den Tea zur Party: Die Fronten müssen völlig neu gezogen werden, ef-magazin am 28. Dezember 2014
  11. Holger am 7. Januar 2015 um 07:01 Uhr
  12. Tito am 7. Januar 2015 um 07:52 Uhr
  13. Johannes Schüller: Pegida: Beginn eines "Europäischen Frühlings"?, Blaue Narzisse am 2. Januar 2015
  14. Norbert_G am 7. Januar 2015 um 11:39 Uhr
  15. Zaphod B am 7. Januar 2015 um 11:63 Uhr
  16. janndh am 7. Januar 2015 um 19:33 Uhr
  17. peter am 15. Januar 2015 um 19:34 Uhr
  18. Joe am 15. Januar 2015 um 1:39 Uhr
  19. Jan Fleischhauer: Der Schwarze Kanal: Aufmarsch der Netzverschwörer, Spiegel Online am 23. Dezember 2014
  20. Ramin Peymani: Unruhe in der Mittelschicht: Die Krise der Political Correctness, Huffington Post am 31. Januar 2015
  21. Twitter: Junge Freiheit - 20. Feb. 2015 - 06:13
  22. Youtube-logo.png Die Wahrheit über PEGIDA - Franz Schwanz - FreiwilligFrei (30. Dezember 2014) (Länge: 7:26 Min.)
  23. Islambild - Wo PEGIDA bereitwillig der "Lügenpresse" Glauben schenkt, RT Deutsch am 30. Dezember 2014
  24. Hugo Müller-Vogg: Nur linke Extremisten sind gute Extremisten, Tichys Einblick am 16. Oktober 2015
  25. ST_T am 26. Januar 2015 um 13:03 Uhr
  26. 26,0 26,1 "Er ist wieder da!": Bachmann posiert als Hitler, n-tv am 20. Januar 2015
  27. Bachmann-Skandel: Lasst uns öfter mal ein Hitlerbärtchen tragen!, Die Welt am 21. Januar 2015
  28. Streit in Anti-Islam-Bewegung: Pegida-Sprecherin Oertel tritt zurück, Spiegel Online am 28. Januar 2015 (Kathrin Oertel hat sich von der Pegida-Spitze zurückgezogen. Neben der Sprecherin treten vier weitere Führungsmitglieder der Anti-Islam-Bewegung ab.)
  29. Fabian Reinbold: Zerwürfnis in Dresden: Pegida schafft sich ab, Spiegel Online am 29. Januar 2015 (Was für eine Selbstdemontage! Die Organisatoren der Pegida-Bewegung überwerfen sich, die nächste Demo muss abgesagt werden. Für die Montagsmärsche durch Dresden war es das wohl - der Hass wird sich einen neuen Kanal suchen.)
  30. Youtube-logo.png Merkel&Seehofer: Multikulti ist tot - kabel 1 news (16. Oktober 2010) (Länge: 1:49 Min.)
  31. Horst Seehofer: "Multikulti ist tot", Handelsblatt am 15. Oktober 2010
  32. Carsten Lissmann: Seehofer erklärt Multikulti für tot, Die Zeit am 16. Oktober 2010
  33. Youtube-logo.png Horst Seehofer (CSU CDU): Multikulti ist tot! Union tritt für deutsche Leitkultur ein (Länge: 0:09 Min.)
  34. Integrationsdebatte: Seehofer gegen Zuwanderung aus "fremden Kulturkreisen", Die Zeit am 9. Oktober 2010
  35. Eckart Lohse: Kritik an Pegida: Eine Merkel nach Maas, FAZ am 1. Januar 2015

Querverweise

Netzverweise