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Radikaler Feminismus

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Radikalfeminismus - Lernerfolg

Der Radikalfeminismus ist nicht radikal.

Merksatz:

«Radikalfeminismus hat weniger mit Radikalität als vielmehr mit Oberflächlichkeit zu tun.»

Der Begriff radikal ist in seiner ursprünglichen Bedeutung ausgesprochen sympathisch -

"von Grund aus erfolgend, ganz und gar; vollständig, gründlich"

schreibt der Duden[wp] in seiner Definition. Vom lateinischen Wort für Wurzel stammend, kann er beispielweise das Bemühen bezeichnen, Sachverhalte nicht nur oberflächlich, sondern von ihren Wurzeln her zu verstehen.

Phänomenologie

Typisch ist dafür eine berühmte Argumentation der Feministin Susan Brownmiller aus ihrem Buch Against Our Will ("Gegen unseren Willen") aus dem Jahr 1975. Vergewaltigungen sind für Brownmiller keineswegs bloß einzelne Gewaltakte, die Vergewaltigung sei vielmehr

"... nichts mehr und nichts weniger als ein bewusster Prozess der Einschüchterung, mit dem alle Männer alle Frauen in einem Zustand der Angst halten."
(... is nothing more or less than a conscious process of intimidation by which all men keep all women in a state of fear.)

Die Unterstellung, dass jeder Mann ein potenzieller Vergewaltiger sei, schließt sich ebenso an Brownmiller an wie die heutige Rede von einer "Vergewaltigungskultur", die unterstellt, dass unsere gesamte Kultur unterschwellig die Vergewaltigung von Frauen durch Männer fördere.

Auch Alice Schwarzer argumentiert ähnlich wie Brownmiller, wenn sie 1975 in ihrem bekannten Buch Der kleine Unterschied und seine großen Folgen von

"... unserer täglichen Vergewaltigung auf allen Ebenen und in den unter­schiedlichsten Formen."

schreibt. Schon ein Jahr zuvor hatte die amerikanische Feministin Andrea Dworkin, in Woman Hating, darüber geschrieben, dass die Liebe des Mannes zur Frau ihre Zerstörung und Verkrüpplung beinhalte.

Hier werden konkrete Vorwürfe, bestimmbare und belegbare Handlungen durch Metaphern ausgetauscht - anstatt beispielsweise zu überlegen, wie die Straf­verfolgung von Vergewaltigern effektiver gestaltet werden könnte, wird die Vergewaltigung schlicht und generell zum Sinnbild von Mann-Frau-Beziehungen erklärt. Frauen­feindliche Gewalt prägt aus dieser Perspektive nicht nur einzelne kriminelle Handlungen, sondern durchzieht die gesamte Gesellschaft.

Der Unterschied zwischen unschuldigen Männern und Vergewaltigern verschwindet ebenso wie der Unterschied zwischen Vergewaltigungsopfern und Frauen, die niemals in dieser Weise Opfer wurden. Dass der Begriff Opfer - von Vergewaltigungen, von häuslicher Gewalt - oft durch den der Überlebenden ersetzt wird, lässt sogar Erinnerungen an Holocaust-Überlebende anklingen.

Problematisch ist so also nicht mehr ein bestimmter Bereich der Gesellschaft, beispielsweise eine bestimmte Gesetzgebung, sondern die gesamte Gesellschafts­ordnung, ja, die gesamte soziale Interaktion. Selbst alltägliche Handlungen wie das Unterbrechen einer Frau im Gespräch oder das leicht breitbeinige Sitzen in einer Bahn kann so als gewalttätiger männlicher Akt interpretiert werden.

Radikalfeministische Muster

Beispielhaft kann in Anne Wizoreks Buch zur #aufschrei-Kampagne folgendes Muster gefunden werden:

  1. Halt den Mund. Hör mir zu. Und zwar richtig.
  2. Du trägst Schuld. Du trägst große Schuld.
  3. Setze dich mit deiner Schuld auseinander.
  4. Ändere dein Verhalten. So wie ich es dir sage.
  5. Du kannst einen kleinen Teil deiner Schuld abtragen.
  6. Ich werde dir zeigen, was du dabei falsch gemacht hast.
  7. Gehe zurück zu Punkt 1.

In Wizoreks Buch liest sich das laut einer Rezension in der TAZ so:

"Was es heißt, ein guter Verbündeter zu sein", nennt sie ein Kapitel und dekretiert: "Hör zu. Und zwar richtig." - "Setz Dich mit Deiner eigenen Schuld auseinander." - "Ändere Dein Verhalten."[1]

Vergessen hat die Rezensentin noch die bemerkenswerte Zeile: "Du wirst verkacken und du wirst daraus lernen." - Arne Hoffmann schreibt in seiner Rezension über das #Aufschrei-Buch treffend:

"Als gleichberechtigtes Gegenüber bei Diskussionen auf Augenhöhe sind Männer in Wizoreks Welt nicht vorgesehen."[2]

Bedeutung der Radikalität

Radikalität verkehrt sich hier in ihr Gegenteil: Der Radikalfeminismus ist vielleicht alles Mögliche, aber ganz gewiss nicht radikal.

Die komplexen, unüberschaubaren Herrschafts­strukturen moderner Gesellschaften werden in ein simples Gut-Böse-Muster aufgelöst, bei dem die Rollen unkompliziert anhand der Geschlechts­zugehörigkeit von Menschen verteilt werden können. Differenzierungen erscheinen als Täuschungs­manöver, die es nicht mehr möglich machen, die gemeinsame Logik von Gesprächs­unter­brechungen und Vergewaltigungen zu erkennen.

Vor allem aber kommt dieses Denken zuverlässig immer genau dort wieder an, wo es gestartet ist: Radikal­feministinnen wie Schwarzer, Brownmiller, Dworkin oder Connell kennen immer schon die Antwort, bevor sie überhaupt die Frage verstanden haben. Während sie vorgeben, in die Tiefe gesellschaftlicher Herrschafts­strukturen hinabzutauchen, bleiben Radikal­feministinnen also zuverlässig an der Oberfläche.


Wenn Männerrechtler vom Radikal­feminismus sprechen, tun sie ihm daher zu viel Ehre an. Sie akzeptieren unterschwellig den Anspruch, dass diese Form des Denkens radikal sei, an die Wurzel von Problemen rühre, vielleicht mit dem Risiko, zu weit zu gehen - dabei sind Argumentationen wie die, die Schwarzer während des Kachelmann-Prozesses als Kolumnistin der Bild-Zeitung verbreitete, von einer erstaunlich scham­resistenten Oberflächlichkeit: Schwarzer war sich immer schon sicher (und dies immer noch, nachdem er längst freigesprochen war), dass Jörg Kachelmann ein Täter sei, weil Kachelmann ja schließlich ein Mann ist.

Gender-Feminismus

Der Begriff Gender benennt zunächst einmal nur die Geschlechts­zu­gehörig­keit als eine soziale Konstruktion. Der Denkansatz, Aspekte der Geschlechts­zu­gehörig­keit seien nicht als biologisch determiniert, sondern als sozial bestimmt zu verstehen, wäre vermutlich sogar sehr interessant. Allerdings ist der Gender-Feminismus in aller Regel mit einem Ressentiment verbunden, das dem des radikalen Feminismus gleicht: nämlich mit der Unterstellung, hinter den Geschlechter­konstruktionen würden sich eigentlich Herrschafts­strukturen verbergen. Anstatt also nach der Funktion sozialer Konstruktionen zu fragen, danach, welchen Nutzen sie haben, welche Grenzen, ob sie unter veränderten Bedingungen noch funktional sind oder dys­funktional werden - anstatt diesen Konstruktionen also zumindest potenziell einen Wert beizumessen, ist es für Gender-Feministinnen durchaus üblich, in einem auf Permanenz gestellten Entlarvungs-Gestus aufzutreten.


Wie beim Radikalfeminismus gesteht es den politischen Gegner zu viel zu, sie als Gender-Feministinnen zu bezeichnen.

Mit dem Gedanken, dass Geschlechts­zu­ge­hörigkeit nicht nur als biologisches Programm, sondern auch als soziale Konstruktion verstanden werden kann, können auch Männer­rechtler eine Menge anfangen - Warren Farrell oder Christoph Kucklick sind prominente Beispiele dafür. Gender-Feministinnen hingegen haben im Normalfall ein sehr eingeschränktes Verständnis sozialer Konstruktionen, die sie nämlich auf Herrschafts­interessen reduzieren, welche wiederum durchgehend männlich geprägt seien.

Bündnisse

Wolle Pelz berichtet vom "Fachgespräch: Wer will die Uhr zurückdrehen? Strategien gegen Anti-Feminismus und Homophobie" der Bündnis 90/Die Grünen-Bundestags­fraktion im Deutschen Bundestag. Volker Beck war Veranstalter::

Zitat:

«[Volker Becks] Aussagen machen insgesamt deutlich, dass der Feminismus Verbündete sucht. Da der Feminismus übersexualisiert ist, sucht und findet man diese Verbündete am besten dort, wo Sexualität auch ein großes Thema ist. Viele Radikal­feministinnen sind lesbisch, der Weg ist also nicht weit. Ein Bündnis scheint dementsprechend naheliegend zu sein.

Allein die Schwulen werden sich wundern, wenn sich die Feministen daran erinnern, dass Schwule auch "nur" Männer sind.» - Wolle Pelz[3]

Fazit

Das Problem an diesen Spielarten des Feminismus ist also weder der - verfehlte - Anspruch, radikal zu sein, noch der - massiv reduzierte - Anspruch, Geschlechter als soziale Konstruktionen zu verstehen. Das Problem ist, dass beide Konzepte sexistisch sind. Ihre Vertreter reduzieren die soziale Wirklichkeit auf Mann-Frau-Gegen­über­stellungen, deren offenkundige Simplizität sie dann auch noch ihren Gegnern zur Last legen - es sei die Männerherrschaft oder die heterosexuelle Matrix, die Menschen in den unseligen Mann-Frau-Dualismus hineinzwingen würden.

Sexistisch, weil beide Konzepte umfassend und diffus Männlichkeit mit negativen Eigenschaften - Gewalt, Herrschaft, Krieg, Schmutz, rücksichtlose Geilheit etc. - konnotieren und Weiblichkeit als ein positives Gegenstück aufbauen.[4]

Der Radikalfeminismus ist also weniger radikal, sondern erinnert vielmehr an den Nationalsozialismus, der ähnlich umfassend Juden mit negativen Eigenschaften belegte und Deutsche (Arier) als positives Gegenstück aufbaute. In dem einen Fall war - erwartungsgemäß - Judenhass die Folge, in dem anderen Fall ist es Männerhass.

Zitate

  • "Radikal ist am Feminismus nur seine konsequente Realitäts­verweigerung." - MASKULIST[5]
Zitat:

«Englisches Original:
Radical Feminism is NOT the fringe of feminism.
Radical feminism is feminism's rotten core, and the source of feminism's life. Without it, feminism at large would amount to little, and scatter to the four winds. [...]

So once again, radical feminism - to wit, the man-hating kind - is the CORE of feminism.

And it is the liberals, the moderates, the humanists, and the "fun" feminists who make up the fluffy fringe on feminism's outskirts. They are the useful idiots who serve mainly as camouflage and as ideological pack mules.[6] Deutsche Übersetzung:
Radikalfeminismus ist keine Randerscheinung des Feminismus.
Radikalfeminismus ist der verrottete Kern des Feminismus und der Ursprung für die Existenz des Feminismus. Ohne ihn wäre die Gesamtheit des Feminismus sehr klein und würde vom Wind verweht werden. [...]

Radikalfeminismus - der männer­hassende Feminismus - ist der Kern des Feminismus.
Es sind die Liberalen, die Moderaten, die Humanisten und die "Spaß­feministen", die eine flauschige Rand­erscheinung an den Grenzen des Feminismus daraus machen. Es sind nützliche Idioten, die als Tarnfarben und als ideologische Packesel dienen.» - Fidelbogen[7]

Literatur

  • Matthias Rahrbach: Warum Frauen eben doch nicht benachteiligt sind. Eine Abrechnung mit dem männerfeindlichen Radikalfeminismus., Verlag Natur und Gesellschaft (Selbstverlag) 2015, ISBN 3-00-050916-X[8]

Einzelnachweise

  1. Heide Oestreich: Feminismus? Fuck, yeah!, TAZ am 3. Oktober 2014 (Anne Wizorek initiierte die #Aufschrei-Kampagne. Jetzt liefert sie eine selbstbewusste Anleitung für ihren Twitter-Feminismus.)
  2. Von wem geht hier wirklich Sexismus aus?, Rezension von Arne Hoffman zum Buch Weil ein #Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute., Fischer E-Books 2014
  3. Wolle Pelz: Die Grünen: Veranstaltung - "Strategien gegen Anti-Feminismus und Homophobie", Pelz Blog am 10. Mai 2015
  4. Lucas Schoppe: Zombie-Feminismus, Antisexismus und Demokratie, Man Tau 21. November 2013
  5. MASKULIST: Twitter vom 1. August 2014 um 04:29 Uhr
  6. Fidelbogen: Radical Feminism is the Real Feminism, The Counter-Feminist am 22. Dezember 2014
  7. Fidelbogen: Radikalfeminismus ist der wahre Feminismus, Nicht-Feminist am 7. Januar 2015
  8. verlag-natur-und-gesellschaft.de

Querverweise

Netzverweise

Aussteiger
Dieser Artikel basiert lose auf dem Artikel Zombie-Feminismus, Antisexismus und Demokratie von Lucas Schoppe, Man Tau am 21. November 2013.