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Antifa Rostock - Und gleich wird die rechte Hetze beginnen.jpg

Die Antifa meldet einen Einzelfall:

"#Frankfurt Mann stößt #Kind auf die #Gleise und wird von #Schnellzug (#ICE) überrollt. Und gleich wird die rechte Hetze beginnen. Lasst die Flüchtlinge aus dem Spiel.
Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!"
- Auf Twitter am 29. Juli 2019

Die Helferindustrie reagiert:

Carsten Baumann, Leiter der ökumenisch geführten Bahnhofsmission, äußerte die Befürchtung, dass die Tat "in Sozialen Netzwerken[wp] genutzt wird, um die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben". Feldmann sagte, er hoffe, "dass der Hass nicht verfängt, den einige bereits gestern Abend im Netz geäußert haben".
- Nord-Bayern am 30. Juli 2019[ext]

Der Qualitätsjournalismus meint:

"Kind von Eritreer vor Zug gestoßen - Danke, Merkel" - Was ist bloß los in den Hirnen all jener, die im Internet solche Sätze verbreiten, fragt sich unser Kommentator Matthias Koch. Seine Antwort: Dem Wahn des Einzelnen folgt der Wahn der Menge.
- Leipziger Volkszeitung am 2. August 2019[ext]

Die Pfarrerin predigt:

"Was muss jemand erlebt und erlitten haben, wenn er anderen so etwas Furchtbares antut?" [...] "Wir dürfen nicht zulassen, dass jetzt Gedanken von Hass um sich greifen."
- Hessenschau[ext]
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Rupert Neudeck

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Rupert Neudeck
Rupert Neudeck.jpg
Gelebt 14. Mai 1939–31. Mai 2016
Beruf Journalist, Gutmensch
Ehegatte Christel Neudeck[wp]

Rupert Neudeck (1939-2016) war ein deutscher Journalist, Mitgründer der Organisation Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte[wp] und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme e. V.[wp] Weltweit bekannt wurde Neudeck 1979 durch die Gründung einer Schlepper­organisation mit der Cap Anamur[wp], mit der er zehntausende vietnamesischer Flüchtlinge (so genannter "boat people"[wp]) aus dem Chinesischen Meer abholte und nach Deutschland brachte.

Vater der Schlepperschiffe

Anlässlich der großen Not vietnamesischer Flüchtlinge im Südchinesischen Meer gründete er zusammen mit seiner Frau Christel Neudeck[wp] sowie mit Unterstützung des Schriftstellers Heinrich Böll[wp] 1979 das Komitee Ein Schiff für Vietnam. 1982 wurde daraus die Hilfsorganisation Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte[wp] e. V. Namensgeber war der Frachter Cap Anamur[wp], mit dem die Besatzung um Rupert Neudeck insgesamt 10.375 vietnamesische Flüchtlinge, die so genannten boat people, aufnahm und nach Deutschland brachte. Es folgten zahlreiche weitere Hilfseinsätze mit der Cap Anamur.

Zitat:

«Ich möchte nie mehr feige sein. Cap Anamur ist das schönste Ergebnis des deutschen Verlangens, niemals wieder feige, sondern immer mutig zu sein.» - Rupert Neudeck, Anlässlich des 30. Jubiläums der Organisation zur Motivation seines Handelns

Bis 1998 gehörte er dem Vorstand des Komitees Cap Anamur an, danach wurde er Sprecher der Hilfs­organisation. Im April 2003 wurde er (gemeinsam mit Aiman Mazyek) zum Mitbegründer und Vorsitzenden des internationalen Friedenskorps Grünhelme e. V.[1] Neudeck verstand es als Auftrag, sich in islamischen Ländern zu engagieren, den Islam bekannt zu machen und Ängste vor dem Islam abzubauen. Für ihn bedeutete "islamistisch" oder "radikal­islamisch" eigentlich etwas Positives: auch die Menschlichkeit, die mit dem Glauben einhergehen muss, ernst zu nehmen. Deshalb die Farbe grün als "Farbe des Islam", analog zu den Blauhelmen[wp] der Vereinten Nationen.[2]

Privates

Seit 1970 war er mit Christel Neudeck[wp] verheiratet. Das Ehepaar hatte zwei Töchter und einen Sohn und lebte in Troisdorf[wp] in Nordrhein-Westfalen.[3] Dort steht an einer Straßenecke in Troisdorf-Mitte ein Original-Holzboot, aus dem er 1982 vietnamesische Flüchtlinge rettete.[4] Er geht als Vater der Schlepperschiffe in die deutsche Geschichte ein.

Interviews

Einzelnachweise

  1. Christoph Koch: Wie wird man eigentlich ... Entwicklungshelfer, Rupert Neudeck?, FAZ Hochschulanzeiger im September 2004
  2. Ursula Welter und Christoph Heinemann: Zum Tode von Rupert Neudeck: Der Menschenfreund, Deutschlandfunk: Hintergrund am 31. Mai 2016 (Bescheiden, freundlich, aber auch hartnäckig: Rupert Neudeck war ein Mann der klaren Worte, wenn es um das Leid von Menschen in Not ging. Als Mitbegründer der Hilfsorganisation "Cap Anamur" rettete er Tausenden von Menschen das Leben. Jetzt ist der Journalist und Publizist im Alter von 77 Jahren gestorben. Weggefährten berichten über sein Wirken.)
  3. Jana Petersen: Die Retterin des Retters "'Cap Anamur' ... wird 30 Jahre alt", TAZ am 20. Juni 2009
  4. Route der Migration Erinnerungsorte: Unna-Massen Landesstelle, www.routemigration.angekommen.com, Abgerufen am 1. Juni 2016
  5. WGvdL-Forum: Wir sind nicht Schuld an dem Elend Afrikas, Mus Lim am 5. August 2018 - 20:16 Uhr

Netzverweise