Information icon.png International Conference on Men's Issues in London, Termin: 20-22. Juli 2018, Ort: Noch bekanntzugeben! - Info[ext]
Spendenaktion 2017 Der Kampf für ein freies und nicht ideologisches Leben ist nicht kostenfrei.
!!! Sie können das unterstützen !!!
WikiMANNia braucht ein stabiles, rechtliches Fundament für die weitere Arbeit. Das stemmen wir nicht alleine.
Ihre finanzielle Hilfe trägt dazu bei, diese Vision zu erfüllen.
Donate Button.gif
Aktueller Spendeneingang:
14,9 %
893,50 € Spendenziel: 6.000 €

Sebastian Zidek

Aus WikiMANNia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hauptseite » Personen-Portal » Sebastian Zidek Bei Namensgleichheit siehe: Sebastian

Sebastian Zidek

Sebastian Zidek ist Verkehrswesenstudent an der Technischen Universität Berlin[wp].

Er wurde von der Sprachzeitung Deutsche Sprachwelt[nw] als "Sprachwahrer des Jahres 2015" ausgezeichnet.[1]

Lehrkraft darf Studenten nicht zum Gendern zwingen

Der Verkehrswesenstudent Sebastian Zidek hat durchgesetzt, dass er seine Prüfungs- und Seminar­arbeiten an der Technischen Universität Berlin nicht mit Binnen-Is, Sternchen oder Unterstrichen in Personen­bezeichnungen versehen muss.

Stein des Anstoßes waren die Richtlinien des Seminars "Einführung in das Verkehrswesen", in denen es hieß, eine "gender­sensible Sprache" werde "in einer wissen­schaft­lichen Arbeit erwartet". Begründet wurde die Forderung am Ende des Absatzes lediglich mit dem Verweis "BMFSFJ 2012". Zideks wissen­schaft­liche Neugier ließ ihn diese Behauptung nicht einfach schlucken. Stattdessen schrieb er auf den Rat des Portals ScienceFiles hin die Lehrkraft an und verlangte weitere Erläuterungen dazu.

Die Lehrkraft schrieb ihm zurück, das Gendern sei "eine Vorgabe seitens der TU Berlin", deren Nicht­berücksichtigung einen Punktabzug zur Folge habe. Außerdem habe es sich "inzwischen als gesell­schaft­licher Konsens auch in wissen­schaft­lichen Ausarbeitungen nieder­geschlagen". Und wenn er sich entschließe, eine Prüfung oder Seminararbeit stattdessen nur auf Wissen­schaft­lichkeit und Lesbarkeit hin auszurichten und dafür eine schlechtere Note bekomme, dann werde ihm "alles diskutieren" nichts helfen.

Darauf hin wandte sich Zidek an die Rechtsabteilung der TU-Berlin, die ihm mitteilte, dass es die von der Lehrkraft behauptete Vorgabe der Universität zur Verwendung einer "gender­gerechten Sprache" gar nicht gibt. "Grundlagen für die Bewertung bzw. Benotung einer wissen­schaft­lichen Arbeit" sind der Rechts­abteilung zufolge üblicherweise Inhalte und Aussagen, weshalb mit den "Modul­verantwortlichen (...) diesbezüglich eine Rücksprache unter entsprechenden Hinweisen erfolgen" soll.

Lehrkräfte, die bei Nichtgendern mit Punktabzug drohen, gibt es nicht nur an der TU Berlin, sondern auch an der Berliner Humboldt-Universität, am Geschwister-Scholl-Institut der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, an der Universität Hamburg, der Universität Salzburg, der Fachhochschule St. Pölten und der Fachhochschule des Berufs­förderungs­instituts Wien. An diesen Hochschulen war bislang niemand für eine Stellungnahme zu eventuellen Auswirkungen der Entdeckung Zideks erreichbar.
- Peter Mühlbauer[2]

Einzelnachweise

  1. Deutsche Sprachwelt: Ein Student, ein Mohr und Sarah Connor sind Sprachwahrer des Jahres, Pressemitteilung am 16. März 2016; Sprachwahrer des Jahres
  2. Peter Mühlbauer: Lehrkraft darf Studenten nicht zum Gendern zwingen, Heise/Telepolis am 29. Juni 2015 (Keine Rechtsgrundlage für Punktabzug)

Netzverweise