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Selbstjustiz

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Hauptseite » Staat » Justiz » Selbstjustiz


Selbstjustiz bezeichnet das außergesetzliche Vorgehen von nicht dazu Berufenen gegen eine Straftat oder eine andere als rechtswidrig oder ungerecht empfundene Handlung. Die Selbstjustiz widersetzt sich dem Gewaltmonopol des Staates[wp] und ist in diesem Rahmen strafbar.


Zitat:

«Jemandem "Menschenverachtung" vorzuwerfen, ist eine willkürliche Moralisierung, um Selbstjustiz zu rechtfertigen. Da wird mit Worthülsen um sich geworfen, um Ideologie und Rechtsbruch[wp] als moralische Überlegenheit auszugeben.»

Zitat:

«Das waren noch Zeiten, als Old Shatterhand[wp] gemeinsam mit Winnetou durch den wilden Westen strich. Der nächste Friedens­richter in Bosten war 1000 Meilen weg und so sprach man eben der Einfachheit halber selbst Recht. Doch seitdem die Dampf­lokomotive ihren ersten Siegeszug von Nürnberg nach Fürth fuhr, kam es wie es kommen musste, die deutsche Gerichts­barkeit hielt ihren ordnungs­gemäßen Einzug und mit ihr die Erfindung der Langsamkeit. Hatte ein bekannter Romanheld von Jules Verne[wp] noch 80 Tage um die Welt gebraucht, die deutsche Familien­gerichts­barkeit zeigt jeden Tag, dass es auch wesentlich länger dauern kann, bis ein Vater, dem die Mutter das gemeinsame Kind vorenthält, wenigstens mal einen Anhörungstermin beim Familiengericht erhält. Noch einmal die zehnfache Zeit braucht dann das Gericht, um festzustellen, dass der Umgang dem Kindeswohl schadet und er daher auf Dauer auszusetzen ist.» - Väternotruf[1]

Einzelnachweise

  1. Väternotruf: Selbstjustiz

Netzverweise