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Weltjudentum

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Der Begriff Weltjudentum bezeichnet eine antisemitische Verschwörungstheorie, wonach ein fiktives Kollektiv, "die Juden" bzw. "das Judentum", die Weltherrschaft anstrebe oder besitze.

Kurz und knapp

Verwandt sind Ausdrücke wie jüdische Weltverschwörung[1] oder jüdische Welt­beherrschung, jüdische Internationale[2], Alljuda[3], internationales (Finanz)Judentum[4] und (von Henry Ford[wp]) Der internationale Jude[wp].

Legenden eines heimlichen Welt­herrschafts­strebens der Juden wurden schon im mittel­alterlichen Antijudaismus überliefert und im neuzeitlichen Antisemitismus[wp] rassistisch verschärft. Für den Nationalsozialismus war das "Weltjudentum" der "Weltfeind", den die "arische Herrenrasse"[wp] für ihr eigenes Überleben vernichten müsse.[5] Damit rechtfertigten die National­sozialisten ab 1941 ihren Vernichtungskrieg[wp] gegen die Sowjetunion[wp] und den Holocaust.

Der Begriff Weltjudentum im Nationalsozialismus

Adolf Hitler schrieb in Mein Kampf[wp] (1925/26) von den "Weltjudentum" bzw. "den Juden", die vor allem die deutsche Nation von innen durch "Blutvergiftung" und "rassische Zersetzung", von außen mit ideologischer Hetz­propaganda und wirtschaftlicher Macht zu zerstören trachte, um sich mit allen Mitteln die Weltherrschaft anzueignen. Dabei griff Hitler auf Metaphern zurück, wonach Juden als "Parasiten im Körper anderer Völker", Bazillen und Blutsauger ihr "Wirtsvolk zum Absterben" brächten.

Dem voraus ging 1903 die Veröffentlichung der Protokolle der Weisen von Zion[wp], die zuerst als Flugschriften auf Russisch erschienen, um die Bevölkerung zu Pogromen gegen Juden aufzuhetzen. 1905 gab Sergei Alexandrowitsch Nilus[wp] sie als Anhang in seinen Büchern heraus. Der Text stammte vom zaristischen Geheimdienst Ochrana[wp] und fasste dessen antisemitische Motive zusammen. Im Anschluss an ältere russische und französische Vorläufer und Vorlagen stellte das Pamphlet eine Verbindung zwischen Sozialismus bzw. Bolschewismus[wp], Kapitalismus, Freimaurerei[wp] und Zionismus her. Es führte neu­zeitliche Revolutionen, Kriege und andere negativ gedeutete Ereignisse auf eine angebliche Geheimelite des Judentums zurück, die eine angebliche jüdische Weltherrschaft zum Schaden aller übrigen Völker anstrebe. Damit begründete es auch die Vorstellung eines Jüdischen Bolschewismus[wp].[6]

1920 veröffentlichte der rechtsradikale Publizist Ludwig Müller von Hausen[wp] (1851-1926) eine deutsche Übersetzung der Protokolle. Diese beeinflusste die NSDAP[wp]: Gottfried Feder[wp] und Adolf Hitler benutzten die Protokolle in ihren Schriften als Beweis für eine jüdische Welt­verschwörung, Alfred Rosenberg[wp] behauptete ihre Echtheit.[7] Seit 1933 benutzten die National­sozialisten die Protokolle weiterhin als "tödliches Mobilisierungs- und Manipulations­instrument".[8]

Hitlers "Mein Kampf" voraus ging ebenfalls das Buch The International Jew des amerikanischen Unternehmers Henry Ford[wp], das in vier Bänden in den Jahren 1920 bis 1922 in den USA erschien. Unter dem deutschen Titel Der internationale Jude[wp] erschien zeitnah auch eine deutsche Übersetzung.[9][10]

Es findet sich die Aussage, dass Hitler gegenüber einem Journalisten geäußert haben soll, Fords Bücherreihe Der internationale Jude habe ihn maßgeblich inspiriert.

Einzelnachweise

  1. Israel.net: Jüdische Weltverschwörung; Wolfgang Benz: Argumente gegen rechtsextreme Vorurteile (Informationen zur politischen Bildung - aktuell); Helmuth Auerbach: "Weltjudentum" und "jüdische Weltverschwörung" (aus: Wolfgang Benz: Legenden, Lügen, Vorurteile)
  2. Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, 1. Auflage. Nachdruck 2000, ISBN 3-11-016888-X, S. 323
  3. Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter 2000, S. 22f.
  4. Rechtsradikale Propaganda und wie man sie widerlegt: Finanzjudentum und Westmächte, (Lüge No. 42 aus dem Buch von Jonas Lanig, Wilfried Stascheit (Hrsg.): Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg, Verlag an der Ruhr, ISBN 3-86072-394-4)
  5. Beispiel: Julius Streicher: Schlagt den Weltfeind! (Der Stürmer, 30. März 1933); zitiert bei Armin Pfahl-Traughber, Anton Pelinka, Helmut Reinalter: Der antisemitisch-anti­frei­maurische Verschwörungs­mythos in der Weimarer Republik und im NS-Staat. Braumüller, 1993, ISBN 3-7003-1017-X, S. 84
  6. Wolfgang Benz[wp]: Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von der jüdischen Weltverschwörung., C. H. Beck 2011, ISBN 3-406-53613-1, S. 20
  7. Wolfgang Wippermann: Rassenwahn und Teufelsglaube. Frank & Timme, 2005, ISBN 3-86596-007-3, S. 138
  8. Johannes Rogalla von Bieberstein[wp]: Die These von der Verschwörung, 1776-1945. Peter Lang, 1976, ISBN 3-261-01906-9, S. 232
  9. Die Übertr. ins Deutsche bes. Paul Lehmann
  10. Hammer-Verl., 1921. 2. Aufl. (4.-6. Tsd.). 135 S.
    Hammer-Verl., 1926. 26. Aufl. (90.-94. Tsd.).
    Hammer-Verl., 1937. 33. Aufl. (117.-118. Tsd.). 344 S.

Querverweise

Netzverweise

Dieser Artikel basiert weitgehend, aber gekürzt auf dem Artikel Weltjudentum (10. Mai 2014) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.