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Wieselwort

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Hauptseite » Sprache » Wieselwort


Wieselworte saugen die Bedeutung aus den Sätzen, wie Wiesel[wp] Eier aussaugen - nur die leere Schale bleibt, scheinbar intakt, zurück. Ähnlich wie bei einem von einem Wiesel ausgesaugten Ei erkennt man die Leerphrase nicht sofort.

Abgrenzung

Während die Worthülse schon selbst inhaltsleer ist, bewirkt das Wieselwort, dass neben ihm stehende Wörter und Sätze inhaltsleer werden.

Zitat:

«Der Nationalökonom Friedrich August von Hayek[wp] pflegte in seinen Vorträgen den Begriff "sozial" ironisch als "Wieselwort" zu bezeichnen. Je näher man ihm zu kommen scheint, umso schneller entzieht er sich der zugreifenden Hand. Mit den Begriffen Kommunikation und Kultur steht es nicht anders. Dem babylonischen Sprachgewirr im Alltag entsprechen ebenso heftige wissenschaftstheoretische Diskussionen.»[1]


Wenn hinter dem Geld keine Werte mehr stehen, wenn hinter den Worten keine Inhalte mehr sind, brechen diese Fassaden, bricht auch die Wirtschaft zusammen. Eine verarmte Sprache entsteht sowohl aus einer Abnahme aktiv verwendeter Wörter als auch aus der Zunahme von Worthüslen und Wieselworten.

Zitat:

«While English spreads across the globe, the language itself is shrinking. Vast numbers of new words enter it every year, but our children's and leader's vocabularies are getting smaller.
Während Englisch sich über die Welt verbreitet, schrumpft die Sprache als solche. Zahlreiche neue Wörter kommen jedes Jahr hinzu, aber das von unseren Kindern und Führern verwendete Vokabular wird kleiner.»

Das Resultat ist eine verarmte Sprache, eine Management-Sprache. Damit wird es - vermutlich nicht ohne Grund - schwer, noch eine Bedeutung in diesen Worten und Texten zu erkennen. Aber "why has managerial language proliferated? Earlier, I quoted Watson as saying this type of language has virtually taken the place of the machine and the assembly line - important elements of the industrial age." Informationen lösten quasi in vielen Bereichen direkt oder indirekt körperliche Arbeit ab, das ökonomische System ist "financialized". "Such a 'hollow' economy would need its own type of language to try and justify its existence - weasel language." Irgendwann sind nur noch die Eischalen übrig und ein Windhauch genügt, sie zusammenbrechen zu lassen ...

Oft spielen wir dieses Spiel mit, nutzen Wieselworte gezwungenermaßen, wenn wir mit Wieselwort-Sprechern/-Schreibern kommunizieren. Und trotzdem - wir können mit word bytes ehrliche, aktive Wortgebäude bauen. Lee leitet Word byte von Sound byte her: "short pithy phrase or attention-grabbing sentence that will stay in people's minds, competing successfully against the million-and-one other pieces of information now bombarding us during most of our waking lives." Word bytes kreieren, bedeutet nicht nur die Sprache mit Sorgfalt und Leidenschaft zu verwenden, sondern sichert auch Aufmerksamkeit. Denn, abhängig davon in welcher physikalischen Situation unsere Worte gelesen werden, müssen sie unter Umständen mit vielen und vervielfachenden Medien kämpfen. Vielleicht läuft ja gerade Ihr Radio, wenn Sie diese Zeilen lesen. Word bytes ringen um die Aufmerksamkeit der Leser, haben etwas weiterzugeben, das hängenbleiben soll. Wenn Sie Ihr Fachwissen transferieren wollen, meiden Sie die Falle der Wieselworte. Leider haben es Wieselworte auch unter anderem deshalb leicht in Texte zu gelangen, weil wir Texte oft jeglicher Emotion, jeglicher Identität berauben, prophylaktisch, so macht man das ja in der Firma. Immer möglichst nüchtern, leider damit auch leer - im wahrsten Sinne des Wieselwortes.

Carolyne Lee hat den Begriff Word byte geprägt:

  • "I have termed such words and phrases, that hit their targets, 'word bytes', not because I want such words to conform to the information society, but because I want language - stylish, sharp, carefully-constructed - to do battle with the 'decayed' language usually dashed-off in this speeded up world (Hassan, 2003), to take it on even on its own terms, and to win." "The quality of our world is shaped by the quality of the words around us, including every word we write, type, or speak."[2][3]
  • "Ich habe solche Wörter und Phrasen, die ihr Ziel treffen, Word bytes genannt, nicht weil diese Wörter der Informationsgesellschaft entsprechen sollen, sondern weil eine Sprache - stilvoll, scharf, sorgfältig gebaut - eine 'heruntergekommene' Sprache kämpfen soll, die für gewöhnlich schnell hingerotzt ist in dieser beschleunigten Welt (Hassan, 2003), dies zu schaffen mit eigenen Begriffen, und zu gewinnen." "Die Qualität unserer Welt hängt ab von der Qualität der Wörter um uns herum, inbegriffen jedes Wort, das wir schreiben, tippen oder sprechen."[3]

Wie entsteht Sprache mit Stil, Schärfe und Sorgfalt? Erste Voraussetzung ist ein Text, der etwas zu sagen hat. Ein Text in persönlichem Ton, nicht in der oft üblichen betont neutralen dienstlichen Sprache. Wenn Sie dazu einige einfache Tricks auf der Wort- und Satz-Ebene beachten, entwickeln Sie Word bytes. Damit transferieren Sie Wissen so, das es bei Ihren Lesern ankommt - "The quality of our world is shaped by the quality of the words around us, including every word we write, type, or speak."[3]

Hier einige Wort- und Satz-Tricks:

Wörter: Kurze Wörter sind kraftvolle Wörter; einsilbige Wörter bringen die größte Kraft in den Satz und sind außerdem sehr verständlich.
Substantive: Versteckt sich darin ein Verb, holen Sie es heraus, lassen Sie es seine Wirkung frei entfalten; vermeiden Sie zusammengesetzte Substantive.
Verben: Aktive, so genannte schwitzende Verben, die Tätigkeiten benennen (z. B. kaufen) oder einen Vorgang bezeichnen (z. B. wachsen), bewegen einen Text. Geteilte Verben sollten nicht zu weit auseinander stehen, damit der Leser sie noch erfassen kann. Besser - wenn möglich - keine geteilten Verben einsetzen.
Adjektive: Präzisieren das tragende Wort oder schränken es ein; ein Adjektiv wirkt oft mehr als zwei.
Satz: Lange Sätze ermüden und schrecken ab. Der sinnvolle Wechsel von langen und kurzen Sätzen belebt den Geist des Lesers.
Nebensatz: Ein guter Platz für Einzelheiten, die angehangen werden können mit Hilfe von "und zwar", "besonders", "in der Absicht", ...

Diese Tipps sollen Sie aber nicht im Schreibfluss bremsen. Schreiben Sie zuerst hintereinander weg, was Sie mitteilen möchten - in Ihrer Sprache. So entsteht der "Textrohling", ein "unbehauener Stein, den Sie in vielen kleinen Schritten meißeln, schleifen, polieren oder - sollte er sich als zu glatt erweisen - aufkratzen müssen".[4] Das Handwerkszeug dafür sind Wort- und Satz-Tricks. Das Ergebnis Ihrer Arbeit, der beste Lohn Ihrer Mühe - word bytes.[5]


Der aus dem amerikanischen Englisch stammende Ausdruck weasel word steht für ein Wort mit doppelsinniger, oder mehrdeutiger Bedeutung, einen "vagen und unscharfen Begriff". Auch Wörter mit denen eine unmittelbar vorher gemachte Aussage relativiert wird, können als weasel words bezeichnet werden. Der Ausdruck geht auf die Übertragung von weasel (engl. für Wiesel) auf einen "hinterhältigen Menschen" bzw. das intransitive Verb to weasel ("drumherumreden") zurück. Populär wurde die Bezeichnung weasel word in den USA durch Theodore Roosevelt[wp], der 1916 die Politik von Woodrow Wilson[wp] angriff:

Zitat:

«You can have "universal training" or you can have "voluntary training", but when you use the word "voluntary" to qualify the word "universal", you are using a weasel word; it has sucked all the meaning out of "universal". The two words flatly contradict each other.»[6]

Weitere Beispiele
  • Einige Leute sagen ...
  • Viele Gelehrte betonen ...
  • Es wird angenommen ...
  • Viele sind der Meinung ...
  • Experten bestätigen ...
  • Forschungen haben ergeben ...
  • Es wird oft berichtet, dass ...[7]
  • Einige meinen, dass ...
  • Kritiker sagen, dass ...
  • Fachleute geben an, dass ...
  • Man kann sich streiten, ob ...
  • Die meisten Wissenschaftler glauben ...
  • Gemäß einiger Studien ...
  • Entgegen landläufiger Meinung ...
  • Es ist erwiesen ...[8]
Zitat:

«Echte Gleichberechtigung» - MANNdat[9]

Zitat:

«Für eine echte Gleichberechtigung» - IGAF[10]

Zitat:

«Soziale Gerechtigkeit»

Einzelnachweise

  1. Bodo Rollka, Friederike Schultz: Kommunikationsinstrument Menschenbild: Zur Verwendung von Menschenbildern in gesellschaftlichen Diskursen, VS-Verlag 2010, ISBN 3-53117297-2, S. 42
  2. Annette Hexelschneider: Leeres Geld, leere Worte, 14. März 2009
  3. 3,0 3,1 3,2 Carolyne Lee: "Wordlings in a Web 2.0 world", "First Monday" Volume 14, Number 2, 2 February 2009
  4. Doris Märtin: Erfolgreich Texten, Voltmedia GmbH; Wolf Schneider: Deutsch!, Rowohlt Taschenbuch Verlag 2007
  5. Annette Hexelschneider: Word bytes, 18. April 2009
  6. Absatz und Zitat nach Christoph Gutknecht: Lauter böhmische Dörfer: Wie die Wörter zu ihrer Bedeutung kamen, 2004, Seiten 84-86
  7. Wikipedia: Weasel word
  8. Kooperatives Lernen in MV: Wieselwörter
  9. Laura Gehrmann: Männerrechtler kämpft um "echte Gleichberechtigung", Die Welt am 16. Juli 2010
  10. Interessengemeinschaft Antifeminismus Schweiz - Motto auf der Webpräsenz

Querverweise

Netzverweise