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Wolfgang Berger

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Wolfgang Berger
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Geboren 4. November 1941
Beruf Ökonom
URL business-reframing.de

Wolfgang Berger (* 1941) ist ein deutscher Philosoph und Ökonom.

Nach einer Lehre zum Industriekaufmann studierte Berger Philosophie und Volks­wirtschafts­lehre in Frankreich und in den USA. Berger setzt sich Berger für die Einführung von "fließendem Geld" (umlaufgesichertes Geld[wp]) ein, was er als Lösung der Fehler im derzeitigen weltweit etablierten durch Milton Friedman[wp] geprägten Finanzsystem propagiert. Berger ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Wissensmanufaktur.

Wolfgang Berger ist mit einer Koreanerin verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.[1]

Vorträge

Zitate

  • "Wer etwas verändern will, hat alle gegen sich, die sich in den alten Zuständen bequem eingerichtet haben."[2]
  • "Der Philosophie geht es um Weisheit, der Ökonomie um Effizienz. Wir lassen heute zu, dass alles der Ökonomie untergeordnet wird und sind deshalb gerade dabei, unseren Planeten als Lebensraum mit großer Effizienz zu zerstören."[1]

Zum Zinseszinssystem:

  • "Zinsen[wp] vermehren Geld ohne Arbeit. Da Geld nicht arbeiten und sich auch nicht von selbst vermehren kann, müssen die Zinsen von Menschen erarbeitet werden - von jedem von uns: In den Preisen von allem, für das wir Geld ausgeben, stecken im Durchschnitt 40 % Zinsen[3] und auch ein wesentlicher Bestandteil der Steuern, die wir zahlen, sind Zinsen. Die meisten Menschen geben deshalb die Hälfte ihres Einkommens für Zinsen aus, auch wenn sie überhaupt keine Schulden haben. Nur wenige bekommen diese Zinsen. Nur wenn Ihr Zinseinkommen höher ist als Ihr Arbeitseinkommen, gehören Sie zu den Gewinnern des Systems. Ist Ihr Zinseinkommen aber niedriger als Ihr Arbeitseinkommen, gehören Sie zu den Verlierern - und das sind fast alle. Ein System aber, in dem 90 % der Bevölkerung verlieren, was 10 % unverdient hinzubekommen, ist auf Dauer nicht lebensfähig."[1]

Zur Frage, warum nur wenige Wirtschaftswissenschaftler in der westlichen Welt diese Zusammenhänge benennen oder diskutieren:

  • "Der Zins ist für die Ökonomen so selbstverständlich, dass sie ihre eigene Disziplin in Frage stellen, wenn sie den Zins in Frage stellen. Wer aber seine eigene Disziplin verleugnet, verleugnet sich selbst und wird von seiner Zunft[wp] ausgeschlossen. Wer viele Jahre studiert hat und mit diesem Wissen einen Beruf ausübt, muss Mut haben, um das alles abzulegen."[1]

Zum Zinsverbot:

  • "Sämtliche Religionen verbieten den Zins - sämtliche! Als Ökonom sage ich, dass man ihn nicht verbieten kann. Es würde sofort ein schwarzer Finanzmarkt entstehen. So sind die großen Finanzdynastien der Fugger, Rothschilds und Wallensteins entstanden. Die Zentralbank muss fließendes Geld[wp] einführen, bei dem der Markt den Zins auf Null drückt."[1]

Zum Leistungsprinzip:

  • "Wenn Sie das Doppelte verdienen, weil sie doppelt so tüchtig sind, ist das doch in Ordnung. Bei einem einzelnen Unternehmen ist es ebenso. In einer Marktwirtschaft setzen sich immer diejenigen durch, die besser sind. Das bringt letztlich alle weiter."[1]

Über die Ursachen des Sozialabbaus:

  • "Wenn wir das Bruttosozialprodukt von 100 um 15 auf 115 erhöhen, ist das ein Wachstum von 15 %. Das war die Situation in Deutschland nach dem Krieg (und ist es heute in China). Wenn wir es von 1.000 um 15 auf 1.015 erhöhen, ist das - bei dem gleichen absoluten Zuwachs - nur noch ein Wachstum von 1,5 %. Das ist die Situation in den reifen Volkswirtschaften mit gesättigten Märkten - auch in Deutschland. Wenn aber 3 % Zinsen vorab den Kapitalgebern zufließen, muss der Fehlbetrag den Arbeitenden weggenommen werden. Das ist der Grund für Sozialabbau, Arbeitslosigkeit, Ausdünnung der Infrastruktur etc. Dass wir alle den Gürtel enger schnallen müssen, hat nichts mit Politik zu tun, es ist systembedingt."[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Muslim-Markt interviewt Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger, Muslim Markt am 10. Dezember 2005
  2. business-reframing.de
  3. Das ist so, weil für Unternehmen und Dienstleister die Kapitalkosten ein Kostenfaktor unter vielen ist und diese einfach auf die Preise umgelegt werden.

Netzverweise

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