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Männerbenachteiligung

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Männerbenachteiligung ist in einer Gesellschaft ein Tabuthema, in der nur von Frauenbenachteiligung gesprochen wird, wobei tatsächlich Frauenbevorzugung auf allen Ebenen stattfindet. Im Folgenden werden die wichtigsten Bereiche benannt, in denen Männer benachteiligt werden.

Esther Vilar schreibt 1987 in einem Vorwort zur Wiederauflage ihrer Triologie:

  1. Männer leisten Militärdienst, Frauen nicht.
  2. Männer werden in den Krieg geschickt, Frauen nicht.
  3. Männer werden später pensioniert als Frauen (obwohl sie aufgrund ihrer kürzeren Lebenserwartung ein Recht auf frühere Pensionierung hätten).
  4. Männer haben praktisch keinen Einfluss auf ihre eigene Fortpflanzung (es gibt für sie weder Pille noch Schwangerschaftsabbruch, sie müssen - oder können nur - die Kinder bekommen, die Frauen bekommen wollen.
  5. Männer ernähren Frauen, Frauen ernähren nie - oder nur vorübergehend - Männer.
  6. Männer arbeiten ein Leben lang, Frauen vorübergehend oder gar nicht.
  7. Obwohl Männer ein Leben lang arbeiten und Frauen nur vorübergehend oder gar nicht, sind sie insgesamt ärmer als Frauen (die amerikanischen Frauen besitzen bereits 61 Prozent des US-Privatvermögens).
  8. Männer bekommen ihre Kinder "geliehen", Frauen dürfen sie behalten (da Männer ein Leben lang arbeiten und Frauen nicht, beraubt man sie - mit der Begründung, dass sie arbeiten müssen - bei einer Trennung von der Mutter automatisch der Kinder).

Wie man sieht, hat sich die weibliche Machtposition unterdessen höchstens noch verfestigt.[1]

Arbeitswelt

Männer bilden das Rückgrat der Wirtschaft und leisten das Gros der Berufsarbeit. Wenn man die durchschnittlich geleisteten Stunden der Männer mit denen der Frauen vergleicht, arbeiten Männer pro Woche rund 585 Mio. Stunden und Frauen 357 Mio. Stunden (Offizielle Zahlen der Bundesregierung von 1998, bei "über 35 Std." sind als Durchschnitt 40 Std. eingesetzt).[2]

Std. pro Woche Männer in Tausend Frauen in Tausend
unter 15 Std. 182 1.017
15 - 35 Std. 420 3.246
über 35 Std. 14.345 6.721
Hauptartikel: Arbeit und Frauen in der Arbeitswelt

Der Mann hat die Wahl zwischen:

  1. Vollerwerbsarbeit und
  2. Vollerwerbsarbeit und
  3. Vollerwerbsarbeit

Die Frau kann wählen zwischen:

  1. Vollerwerbsarbeit
  2. Teilzeitarbeit (50% Beruf-, 50% Hausarbeit) und
  3. Hausfrau
Fazit
Männer finanzieren, Frauen profitieren![3]

Die Berufe Rauchfangkehrer, Tischler und Automechaniker gelten für Frauen als Schwerarbeit, für Männer - unabhängig von der Statur - aber nicht.[4]

Es ist oft die Rede davon, daß Frauen in schlechtbezahlte Berufe mit schlechten Aufstiegschancen und schlechten Arbeitsbedingungen abgedrängt werden. Der Jobs Related Almanac (Handbuch des Arbeitsmarkts) zählt 250 Berufe auf und stuft sie nach den Faktoren Bezahlung, Streß, Arbeitsumfeld, Aufstiegschancen, Gefahren am Arbeitsplatz und körperlicher Beanspruchung ein. Demnach sind von den fünfundzwanzig schlechtesten Jobs vierundzwanzig Jobs fast reine Männerjobs. Männer erleiden 95% aller Berufsunfälle. Je gefährlicher ein Job, desto höher der Männeranteil. Einige Beispiele:

Berufsbranche Gefährliche Arbeiten Sichere Arbeiten
Feuerwehr 99% Männer ...
Holzfällen 98% Männer ...
Schwertransporte 98% Männer ...
Baugewerbe 98% Männer ...
Kohlebergbau 97% Männer ...
Rezeption ... 97% Frauen
Sekretär/in[5] ... 99% Frauen

Berufe mit hohem Frauenanteil.jpg

Keine Förderung bei Wiedereintritt ins Arbeitsleben für Männer
  • Mp3logo.jpg Gleichstellungspolitik und die Praxis der Frauenförderung: Für Männer keine Förderung bei Wiedereintritt ins Arbeitsleben - Väterradio (26. Juni 2003)
    • Während etwa 20 Prozent der Männer sich eine Elternzeit nach der Geburt des Kindes vorstellen können, nehmen praktisch nur 2 Prozent dieses Angebot an. Was hindert die anderen 18 Prozent an der Elternzeit? Für Männer ist die Gleichstellung in der Gesellschaften jenseits des klassischen Rollenbildes besonders schwierig.
    • Gäste: Dieter Boek - Vater in Elternzeit auf der Suche nach Förderprogrammen, Frau Unger Seyka - Deutsches Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Knorr - "Frau und Beruf", Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung Heinsberg, Frau Sieger - Beauftragte für Chancengleichheit beim Arbeitsamt Aachen, Herr Ziemer - Stellvertretender Leiter des Sozialamtes Heinsberg
Männer in traditionellen Frauenberufen

Lebenserwartung

Männern sterben früher als Frauen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt laut Statistischem Bundesamt bei Männern 75,89 Jahre, bei Frauen 81,55 Jahre.[6] Die Lebenserwartung einer Gruppe ist ein geeigneter Indikator für ihre Stellung im gesellschaftlichen Machtgefüge.

1920 lebten Frauen in den USA ein Jahr länger als Männer. Heute leben Frauen sieben Jahre länger. Die Lebenserwartung von Frauen gegenüber der von Männern nahm um sechshundert Prozent zu.

Schwarze sterben in den USA sechs Jahre früher als Weiße, weil sie weniger Geld und weniger Einfluss auf ihre Situation haben. Daß Männer sieben Jahre früher sterben als Frauen, wird jedoch selten als Ausdruck der Machtlosigkeit von Männern gesehen. Ist der Unterschied von sieben Jahren biologisch bedingt? Wenn das der Fall wäre, hätte er 1920 nicht nur ein Jahr betragen. Wenn Männer sieben Jahre länger leben würden als Frauen, hätten Feministinnen uns klargemacht, daß die Lebenserwartung der beste Indikator dafür sei, wer die Macht habe. Und damit hätten sie recht.

Macht heißt, über das eigene Leben zu bestimmen. Der Tod ist das Ende der Selbstbestimmung. In der Lebenserwartung kristallisieren sich, wie in einer Bilanz, die Mühen und Erfolge unseres Lebens. Wenn Macht bedeutet, Kontrolle über das eigene Leben zu haben, dann gibt es vielleicht keinen besseren Gradmesser für den Einfluß von Geschlechterrollen und Rassismus auf unser Leben als die Lebenserwartung.[7]

Wer hat die Macht? Lebenserwartung
weiblich (weiß) 79 Jahre
weiblich (schwarz) 74 Jahre
männlich (weiß) 72 Jahre
männlich (schwarz) 65 Jahre
Hauptartikel: Lebenserwartung

Das Risiko, eines unnatürlichen Todes zu sterben, ist bei Männern 2,2 mal so hoch wie bei Frauen.

Hauptartikel: Lebensrisiko

Militär

Der Mann hat die Wahl zwischen:

  1. Kampfeinsatz und
  2. Kampfeinsatz

Die Frau in der Armee kann wählen zwischen:

  1. Kampfeinsatz
  2. Kein Kampfeinsatz[8]
Hauptartikel: Bundeswehr und Frauen in der Bundeswehr

Sozialtransfers

Weil Berufsarbeit auch mit Einzahlungen in die Sozialsysteme verbunden ist und Frauen meist ihre Ehegatten überleben und Witwenrente beziehen, zahlen Männer beispielsweise rund doppelt soviel wie Frauen in die Rentenkassen ein und Frauen beziehen rund doppelt soviel Rentenleistungen wie Männer.

Hauptartikel: Geldtransfer

Gesundheitspolitik

Obwohl Männer eine um rund sechs Jahre geringere Lebenszeiterwartung haben als Frauen und rund 95% aller Arbeitsunfälle erleiden, gibt es keinen gesonderten Männergesundheitsbericht, der auf die besondere Gesundheitssituation und -risiken von Männern eingeht, obwohl es einen Frauengesundheitsbericht bereits seit 1996 gibt. Bisher lag der Fokus in vielen Bereichen auf der Frauengesundheit, während der Wissensstand der Medizin über den männlichen Körper einige Lücken aufweist.[9]

Hauptartikel: Männergesundheitsbericht

Männer werden häufiger als Laborratte "missbraucht" als Frauen. Frauen stellen nur rund zehn bis 30 Prozent der Studienteilnehmer. Wenn Medikamente überwiegend an jungen Männern getestet werden, dann wird nicht etwa beklagt, dass wieder einmal Männer einem Risiko ausgesetzt werden, von dem Frauen verschont werden, sondern es wird (wieder einmal) beklagt, dass Frauen benachteiligt würden, weil zu wenig berücksichtigt würde, dass "zelluläre, physiologische, immunologische Prozesse oder rheumatische und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen anders ablaufen“ und dies bei der Medizinerausbildung zu wenig berücksichtigt würde.[10]

Dressur

Eine der wesentlichen Benachteiligungen ergeben sich für Männer dadurch, dass sie von Frauen dressiert sind.

"Die Frau lässt den Mann - nur aufgrund der Tatsache, daß er ein Mann ist und sie etwas ganz anderes, nämlich eine Frau - bedenkenlos für sich arbeiten, wann immer es eine Gelegenheit gibt." (S. 16)
"Spätestens mit zwölf Jahren - einem Alter, in dem die meisten Frauen beschlossen haben, die Laufbahn einer Prostituierten einzuschlagen, das heißt, später einen Mann für sich arbeiten zu lassen und ihm als Gegenleistung ihre Vagina in bestimmten Intervallen zur Verfügung zu stellen - hört die Frau auf, ihren Geist zu entwickeln. Sie läßt sich zwar weiterhin ausbilden und erwirbt dabei allerlei Diplome - denn der Mann glaubt, daß eine Frau, die etwas auswendig gelernt hat, auch etwas weiß (ein Diplom erhöht also den Marktwert der Frau) -, doch in Wirklichkeit trennen sich hier die Wege der Geschlechter ein für allemal." (S. 22)
"Frauen können wählen, und das ist, was sie den Männern so unendlich überlegen macht: Jede von ihnen hat die Wahl zwischen der Lebensform eines Mannes und der eines dummen, parasitären Luxusgeschöpfes - und so gut wie jede wählt für sich die zweite Möglichkeit. Der Mann hat diese Wahl nicht." (S. 25)
"Die Männer führen, ohne je darüber nachzudenken, die Kriege der Frauen, zeugen die Kinder der Frauen, bauen die Städte der Frauen. Und diese Frauen werden dabei immer fauler, dümmer, materiell anspruchsvoller. Und immer reicher. Durch ein primitives, aber wirkungsvolles System von direkter Ausbeutung, Heirat, Scheidung, Beerbung, Witwen-, Alters- und Lebensversicherung bereichern sie sich unaufhaltsam. In den USA verfügen Frauen bekanntlich über mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens. Nicht viel anders dürfte es in den fortschrittlichen Teilen Europas sein." (S. 40)
"Indem die Frau alle Arbeiten in männlich und weibisch, in würdig und unwürdig einteilt und so mit Gefühlswerten befrachtet, denen sich nach einiger Zeit niemand mehr entziehen kann, wird sie selbst unkontrollierbar und verschafft sich so in ihrem Machtbereich völlige Narrenfreiheit. Was immer sie tut es ist ja im Vergleich zur Männerarbeit sowieso nichts wert; sie selbst sagt es, und warum sollten die Männer das nachprüfen wollen?"
"Natürlich könnte der Mann, wenn er nur wollte, die weibliche Terminologie entlarven, die männlichen und weibischen Arbeiten schwer und leicht nennen: Männerarbeit ist meist schwer, Hausarbeit immer leicht. Mit den Maschinen, die der Mann dafür erfunden hat, erledigt sich die Arbeit zum Beispiel für einen Vier-Personen-Haushalt mühelos in zwei Vormittagsstunden. Alles, was die Frauen sonst noch tun, ist überflüssig, dient ihrem Vergnügen und zur Erhaltung der idiotischen Statussymbole ihrer Clique (Spitzengardinen, Blumenbeete, Hochglanzpolitur): Wenn sie es als Arbeit bezeichnen, so ist das nichts weiter als eine unverschämte Zwecklüge."
"Hausarbeit ist so leicht, daß sie in psychiatrischen Heilanstalten traditionell von jenen Schwachsinnigen erledigt wird, die zu keiner anderen Tätigkeit mehr taugen. Wenn sich die Frauen beklagen, daß sie für diese Arbeit nicht noch extra Geld bekommen (sie fordern nicht viel, nur etwa den Lohn eines Automechanikers!), dann ist das nur ein weiterer Beweis dafür, wie attraktiv diese »Arbeit« für sie ist. Solche Forderungen sind außerdem kurzsichtig, denn sie könnten dazu führen, daß die Frauen eines Tages tatsächlich als Arbeitskraft bewertet und angemessen belohnt würden. Das würde dann offenbaren, wie sehr sie auf Kosten der Männer über ihre Verhältnisse leben." (S. 50) [11]

Einzelnachweise

  1. Esther Vilar: Der dressierte Mann - Das polygame Geschlecht - Das Ende der Dressur (Wiederauflage der Triologie) Dtv 1987, (Anmerkung für den Leser der Neuausgabe in einem Band) S. 11
  2. WGvdL-Forum: Frauen arbeiten durchschnittlich 39% weniger als Männer, Rainer am 7. September 2009 - 19:12 Uhr
  3. MANNdat: Feministische Mythen: Männer finanzieren, Frauen profitieren
  4. Gastkommentar von Robert Boder: Alleinerzieherinnen: Geißel Kind, Geisel Kind?, Wiener Zeitung am 31. Juli 2009
  5. Warren Farrell: Mythos Männermacht, Zweitausendeins 1995, ISBN 3-861-501-082, S. 129f.
  6. Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 061, 15. Februar 2006
  7. Warren Farrell: Mythos Männermacht, S. 40f.
  8. Warren Farrell: Mythos Männermacht, S. 155ff.
  9. Siegfried Meryn/Markus Metka/Georg Kindel: Der Mann 2000. Die Hormon-Revolution, Wien 1999, S. 24
  10. Mehr Komplikationen und Nebenwirkungen. Frauen sind anders krank., RP Online am 3. Januar 2011
  11. Esther Vilar: Der dressierte Mann - Das polygame Geschlecht - Das Ende der Dressur, Dtv 1987

Weblinks

Siehe auch

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Dieser Artikel wurde am 2. Dezember 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.