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Margot Käßmann

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Als Lichtgestalt, so sah sich Margot Käßmann gerne

Margot Käßmann (* 1958 in Marburg als Margot Schulze) ist eine deutsche evangelisch-lutherische Theologin und Pfarrerin. In den 1980er und 1990er Jahren hatte sie verschiedene Kirchenämter in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck inne und war unter anderem als Gemeindepfarrerin, Ökumenikerin und Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages tätig. 1999 wurde sie zur Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gewählt, ab Oktober 2009 war sie zudem Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).[1] Von beiden kirchlichen Führungsämtern trat sie nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss im Februar 2010 zurück.[2]

Inhaltsverzeichnis

Genderisierung der Bibel

Die Bibel in gerechter Sprache ist ein Projekt feministischer Theologen, welche die Bibel in selbstgerechter Sprache herausgebracht haben. Das Bibelverfälschungsprojekt wurde von Margot Käßmann, ab 1999 Landesbischöfin in Hannover, intensiv gefördert, und erschien auf der Frankfurter Buchmesse 2006.

Hauptartikel: Bibel gegendert

Beschönigung der Scheidung und der Familienauflösung

1981 heiratete Margot Schulze den Pfarrer Eckhard Käßmann und nahm dessen Nachnamen an. Die beiden haben vier Töchter (Hanna, Esther, Sarah und Lea), die 1982, 1986 (Zwillinge) und 1991 zur Welt kamen.

2007 ließ sie sich scheiden. Dabei legte sie den Führungsgremien und Pastoren der Hannoverschen Landeskirche, der sie seit 1999 angehört, ihre Gründe offen und fand in den Gremien Rückhalt. Sie habe den Rücktritt als Bischöfin erwogen, glaube aber, dass es in diesem Amt auf Wahrhaftigkeit ankomme. Sie berufe sich nicht auf eine "Normalität" von Scheidungen, sondern halte am christlichen Leitbild der Ehe fest. Dessen Verwirklichung könne jedoch im Einzelfall scheitern. Die frühere Praxis, geschiedene Pastoren in jedem Fall zu versetzen, war drei Jahre zuvor aufgegeben worden.[3][4]

Adeligung einer Trunkenheitsfahrt

Am 20. Februar 2010 gegen 23 Uhr fuhr Käßmann in Hannover mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,54 ‰ bei Rot über eine Ampelkreuzung und wurde von der Polizei angehalten. Dieser Vorfall wurde bundesweit thematisiert. Der Rat der EKD sprach Käßmann einstimmig sein Vertrauen aus und sicherte ihr seinen vollen Rückhalt zu, falls sie sich für den Verbleib im Amt entscheide.[5] Kritische Stimmen warnten vor negativen Folgen ihres Verbleibens.[6] Nachdem Käßmann ihren "schlimmen Fehler", den sie "gefährlich und unverantwortlich" nannte, am 23. Februar "zutiefst bedauert" hatte[7], trat sie am Folgetag von Bischofsamt und Ratsvorsitz zurück.[8]

Aufgrund der hohen Blutalkoholkonzentration war die Trunkenheitsfahrt keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine veritable Straftat. Noch dazu fand der Exzess in der Fastenzeit statt. Als Fastenzeit oder als Passionszeit wird im Christentum der Zeitraum der sieben Wochen vor Ostern bezeichnet. Sie erinnert an das 40-tägige Fasten Jesu Christi zur Vorbereitung seines öffentlichen Wirkens. Frau Käßmann hat somit nicht nur einen objektiven Fehler (Straftat) begangen, sondern hat auch alle Christen brüskiert, denen die Fastenzeit eine spirituelle Bedeutung hat. Es zeigt, wie sehr sie sich von den religiösen Inhalten der Glaubensgemeinschaft, der sie vorstand, entfernt hat und deshalb als Vorbild kaum mehr infrage kam.

Ihr Rücktritt wurde in den Medien zwar teils als folgerichtig oder vorbildlich begrüßt, teils aber auch als unnötig bedauert. Als Folge wurde sie vom deutschen Staat im Januar 2011 auf eine Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Forschungs- und Lehrschwerpunkt der Ökumene und Sozialethik (sic!) berufen.[9]

Nun soll am 4. März ihr unvorbildliches Verhalten in der Frankfurter Paulskirche von der Kulturstiftung Pro Europa geadelt und in "Zivilcourage" umgedeutet werden.[10] PI-News meint:

"Wenn einem dafür, dass man auf die Öffentlichwerdung einer solchen Suff-Fahrt hin seinen Rücktritt erklärt, bereits der Europäische Kulturpreis für Zivilcourage verliehen wird, dann muss es um die Zivilcourage in unserem Land mehr als schlecht bestellt sein." [11]

Otto21 kommentiert dazu:

"Mich hats schier vom Sessel gehauen, als ich das hörte. Sie will eine Vorsitzende einer der vielen protestantischen Bewegungen sein und verhöhnt regelrecht die Gläubigen." [11]

Früher ging man nach solchen Verfehlungen in Sack und Asche, heute nimmt man dafür Preise und Auszeichnungen entgegen. Das ist ein schönes Beispiel für den kulturellen Niedergang Europas.

Auszeichnungen

  • 2001 erhielt Käßmann den vom Verlag für die Deutsche Wirtschaft ausgesetzten "Preis für die beste Predigt" des Jahres.[12]
  • 2002 erhielt sie die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Erziehungswissenschaften von der Universität Hannover.
  • 2008 wurde Margot Käßmann zusammen mit Brunhilde Raiser für ihr kirchen- und gesellschaftspolitisches Engagement von Bundespräsident Horst Köhler mit dem großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.[13] "Ihre Herzensanliegen sind die Ökumene, die Überwindung von Gewalt, die Verbesserung der Stellung der Frau in Beruf und Gesellschaft, Hospizarbeit und Palliativmedizin, Hilfeleistungen für Mütter in Not und die deutsch-polnische Aussöhnungsarbeit", hieß es.[14]
  • 2010 zeichnete das Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen ihre Neujahrspredigt als "Rede des Jahres" aus.[15]

Einzelnachweise

  1. Erstmals Frau an der Spitze der EKD. Käßmann zur neuen EKD-Ratsvorsitzenden gewählt, Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am 28. Oktober 2009
  2. Presseerklärung der Landeskirche zum Rücktritt von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann / Erklärung Käßmann im Wortlaut, Johannes Neukirch (Pressesprecher) / Margot Käßmann, Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers am 24. Februar 2010
  3. Scheidung der Bischöfin Käßmann. Die Frau, die sich traut, Süddeutsche Zeitung am 15. Mai 2007; Bischöfin Käßmann erläutert Pastoren ihre Scheidung. Ehemann wird nicht von seiner Kasseler Stelle versetzt, Evangelischer Pressedienst am 16. Mai 2007
  4. Zitiert nach Wikipedia: Margot Käßmann am 3. Februar 2011
  5. EKD.de am 24. Februar 2010: Rat der EKD spricht Margot Käßmann sein Vertrauen aus
  6. Käßmanns Kritiker - Krokodilstränen in Strömen, Frankfurter Rundschau am 24. Februar 2010
  7. EKD-Ratsvorsitzende Käßmann mit 1,54 Promille am Steuer gestoppt, Die Welt am 23. Februar 2010
  8. Schnell weg vom Steuer, Focus 9/2010
  9. rub.de 4. August 2010
  10. Europäische Kulturstiftung Pro Europa: Europäische Kulturpreisverleihungen 2011
  11. 11,0 11,1 Käßmann erhält Zivilcouragepreis für Suff-Fahrt, PI-News am 12. Februar 2011
  12. Predigt von Margot Käßmann über Mk 16,9-15
  13. Bundesverdienstkreuz für Bischöfin Käßmann, Domradio am 6. Oktober 2008
  14. Bischöfin Margot Käßmann erhält Bundesverdienstkreuz, epd am 26. September 2008
  15. Rede des Jahres - Margot Käßmann: Predigt im Neujahrsgottesdienst der Dresdner Frauenkirche am 1. Januar 2010

Weblinks

Wikipedia führt einen Artikel über Margot Käßmann

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