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Body count

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Für den englischen Begriff Body count gibt es keine vollständig etablierte deutsche Entsprechung, die genau dieselbe Bedeutung und denselben sozialen Beiklang hat.

Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet body count die Anzahl der bisherigen Sexualpartner einer Person. Mögliche deutsche Übersetzungen sind:

  • Anzahl der Sexualpartner (neutral, am präzisesten)
  • Zahl der Sexualpartner
  • Anzahl der früheren Sexualpartner
  • Sexualpartnerzahl (fachsprachlich, selten)
  • Partnerzahl (etwas ungenau, da auch Beziehungen gemeint sein können)

Begriffsabgrenzung

Der Begriff Promiskuität bezeichnet dagegen das Verhalten bzw. die Neigung, häufig wechselnde Sexualpartner zu haben, nicht die reine Anzahl der Sexualpartner. Deshalb ist Bodycount nicht einfach mit Promiskuität gleichzusetzen.

Für eine stilistisch gute deutsche Übersetzung kann Bodycount mit "Anzahl der Sexualpartner" oder "Zahl der bisherigen Sexualpartner" wiedergegeben werden. Diese Varianten sind idiomatisch, verständlich und wertungsfrei.

Fachbegriff im Militärwesen

Deutsche Übersetzung
Die Zahl der Toten bezeichnet die Gesamtzahl der bei einem bestimmten Ereignis Getöteten. Im Kampf basiert sie oft auf der Anzahl bestätigter Tötungen, gelegentlich aber auch nur auf einer Schätzung. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit militärischen Kämpfen verwendet, kann aber auch Situationen mit mehreren Tötungen bezeichnen, wie beispielsweise die Taten von Todesschwadronen oder Serienmördern.

Das Militär erfasst solche Zahlen aus verschiedenen Gründen, etwa um den Bedarf an fortgesetzten Operationen zu ermitteln, die Effizienz neuer und alter Waffensysteme einzuschätzen und Folge­operationen zu planen.

Der Begriff wird inzwischen auch verwendet, um die Anzahl der Sexualpartner einer Person zu beschreiben.

Englisches Original
A body count is the total number of people killed in a particular event. In combat, a body count is often based on the number of confirmed kills, but occasionally only an estimate. Often used in reference to military combat, the term can also refer to any situation involving multiple killings, such as the actions of death squads or serial killers.

The military gathers such figures for a variety of reasons, such as determining the need for continuing operations, estimating efficiency of new and old weapons systems, and planning follow-up operations.

The term has since been used to describe the number of sexual partners a person has engaged with.  - Englischsprachige Wikipedia [1]

Zitat: «Body Count ist ein Begriff für die Zählung der getöteten Mitglieder der gegnerischen Kriegspartei.

Vietnamkrieg

Die USA versuchten im Vietnamkrieg[wp], durch den Body Count ihre eigenen Fortschritte zu bemessen, Verfechter war der damalige US-Verteidigungsminister Robert McNamara[wp]: Je mehr gegnerische Leichen gezählt wurden, desto erfolgreicher schien die Taktik des Search and Destroy[wp] der US-amerikanischen Truppen zu sein. Andere "Kennzahlen" für militärischen Erfolg wie beispielsweise die Größe eroberter Flächen oder die Zahl abgeschossener Flugzeuge sind nur im konventionellen Krieg gegen Armeen sinnvoll, nicht aber gegen personell und technologisch unterlegene Aufständische[wp] und Guerilleros[wp]. Die Gegner wurden dabei in drei Kategorien eingeteilt:

A: nordvietnamesische Soldaten und Kämpfer der FNL[wp]
B: "Schlafende", also inaktive FNL-Kader
C: Personen, die "in irgendeiner Weise" mit der FNL zusammen­arbeiteten.

Von der außerordentlich unscharfen Definition der Gruppe C war auch die Zivilbevölkerung in den Free Fire Zones betroffen. "Wenn man nach der Body-Count-Mentalität handelte und die Quoten erfüllen wollte, dann war das nur durch die Gruppe C zu schaffen – und das war einwandfrei Völkermord", sagte nach dem Vietnamkrieg der CIA-Agent K. Barton Osborn, der für dieses Programm mitverantwortlich gewesen war.

Die Ergebnisse des Body Count wurden allabendlich über den Rundfunk verbreitet und sollten der psychologischen Kriegsführung[wp] dienen. Nach Angaben von Conrad C. Crane, Direktor des militär­historischen Instituts des US Army War College, habe man in Vietnam eine Zermürbungs­strategie verfolgt, sodass body counts zum Maßstab der Leistungsfähigkeit militärischer Einheiten wurden. Aus Karrieresucht seien die Zahlen öfters verfälscht worden und sollen groteskerweise schließlich sogar die angenommene Gesamtzahl der vietnamesischen Gegner übertroffen haben.» - Deutschsprachige Wikipedia[2]

Einzelnachweise

  1. ↑ Englischsprachige Wikipedia: Body count
  2. ↑ Deutschsprachige Wikipedia: Body Count (Krieg)

Querverweise