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Daphne Patai

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Daphne Patai
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Geboren 1943

Daphne Patai (* 1943) war ebenso wie Noretta Koertge[wp] im Bereich Frauenstudien tätig und stellte dabei fest, dass Feministinnen jegliche Kritik von Nicht-Feministinnen an ihrer Ideologie schlicht ignorieren. Ihre Ergebnisse haben sie in dem Buch Professing Feminism niedergelegt. Darin hielten sie als zentrale Tatsache fest, dass die meisten Feministinnen der Kritik von Nicht-Feministen keine Aufmerksamkeit widmen. Von Vertretern der eigenen Fraktion hören sie sich leichte Kritik an - aber diese bezieht sich hauptsächlich auf die Reinheit ihres Bekenntnisses zur feministischen Politik und Doktrin. Wenn hingegen Wissenschaftler einander kritisieren, liegt deren Fokus hauptsächlich auf den Untersuchungs­methoden und wie gut sich verschiedene Theorien mit den Daten in Übereinklang bringen lassen. Patai und Koertge zufolge gibt es diesen Prozess in den Frauenstudien nicht.

In ihrem Werk Heterophobia beschreibt Daphne Patai, wie Gender-Feministinnen in ihren Aussagen ständig und von einem Satz zum nächsten Begriffe, Bedeutungen und Standpunkte wechseln und ändern. Darin wandte sie sich vor allem gegen totalitäres Denken in den US-amerikanischen Frauenstudien sowie gegen die von ihr so bezeichnete "Sexuelle-Belästigungs-Industrie". Ihr Buch Heterophobia über die in der feministischen Bewegung wachsende Diffamierung von Sex zwischen Männern und Frauen wurde leider nicht ins Deutsche übersetzt.

Werke

Professing Feminism (1994)
Heterophobia (1998)
  • Professing Feminism. Cautionary Tales from the Strange World of Women's Studies. (zusammen mit Noretta Koertge), 1. Auflage, Basic Books 1994, ISBN 0-465-09827-4[1][2]
    • Professing Feminism. Education and Indoctrination in Women's Studies. (mit N. Koertge), neue und erweiterte Ausgabe, Lexington Books 2003, ISBN 0-7391-0455-1
  • Heterophobia. Sexual Harassment and the Future of Feminism., Rowman & Littlefield Publishers 1998, ISBN 0-8476-8987-5; 2000, ISBN 0-8476-8988-3

Einzelnachweise

  1. MenWeb: Professing Feminism - A book review
  2. Roy F. Baumeister[wp], einer der einflussreichsten und meistzitierten Psychologen der Welt, behandelt in seinem Buch "Is There Anything Good About Men? How Culture Flourishes by Exploiting Men" (Oxford University Press 2010) einige Grundthemen der Männerbewegung - bis hin zu Tabubrüchen wie, dass häusliche Gewalt überwiegend von Frauen ausgeübt wird. Zugleich äußert er seine starke Überzeugung, dass es aussichtslos sei, mit Feministinnen diskutieren zu wollen. Als Beleg nennt er unter anderem das Buch "Professing Feminism" von Daphne Patai[wp] und Noretta Koertge, zwei Professorinnen, die im Bereich Frauenstudien tätig waren und dabei feststellten mussten, dass Feministinnen jegliche Kritik von Nicht-Feministinnen an ihrer Ideologie schlicht ignorieren. - Von Arne Hoffmann: Linksextreme: "Haut den Chauvis vor den Latz!", ef-magazin am 25. Oktober 2010

Netzverweise