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Diese Weiber werben für die Ermordung ungeborener deutscher Kinder und halten das für Menschenrecht.
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Die Mörderinnen von Nagyrev

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Bei den Mörderinnen von Nagyrev handelt es sich um über 50 Frauen aus dem Dorf Nagyrév[wp] in Ungarn. Sie vergifteten in den Jahren 1914 bis 1929 hauptsächlich ihre Ehemänner, Verlobten und Familienangehörigen. Später töteten sie alle, die ihnen irgendwie unangenehm wurden oder im Weg waren. Selbst untereinander lösten sie Streitigkeiten bald mit Gift.

Die Frauen von Nagyrev nach ihrer Verhaftung

Das Morden in Nagyrev

Alles begann 1914 mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs. Alle Männer des Dorfes wurden eingezogen und mussten an der Front ihren Dienst leisten. So herrschte stetiger Männermangel in dem kleinen Ort. Aber nicht lange, denn vor der Ortschaft wurde ein Kriegs­gefangenen­lager errichtet und darauf schienen die Frauen des Orts nur gewartet zu haben. Es entbrannte ein regelrechter Wettbewerb unter den Frauen, wer sich die meisten Gefangenen angeln konnte. So wurden die heimkehrenden Ehemänner und Verlobten bald überflüssig, sogar als störend empfunden und mit Hilfe der Hebamme Júlia Fazekas entledigten sich die Frauen ihrer unliebsam gewordenen Männer. Fazekas kochte Fliegenfänger aus, um daraus Arsen zu gewinnen. Und bald standen die Frauen Schlange vor dem Haus der Hebamme, um das begehrte Mittel zu erhalten.

Untersuchung über hohe Todesrate

Durch die hohe Todesrate in der Region wurden die Behörden auf die Frauen aufmerksam und führten eine entsprechende Untersuchung durch. Dies erbrachte jedoch nichts, da alle Todesfälle durch eine gültige Sterbeurkunde belegt waren. Bei genauerer Kontrolle der Urkunden hätte man jedoch feststellen müssen, dass alle von der Cousine der Hebamme ausgestellt waren. Dadurch hätte dem Morden frühzeitig Einhalt geboten werden können.

Das Morden geht weiter

So ging das Töten weiter, bis 1929 ein Mann [die Frau] (László?) Szabó anzeigte, weil sie ihm Gift in den Wein kippte. Szabó wollte nicht die ganze Last alleine tragen und beschuldigte ihre Freundin Bukenoveski, die wiederum keinen Hehl daraus machte, ihre alte Mutter vergiftet und dann in die Theiß geworfen zu haben. Sie war sogar stolz auf ihre Tat, weil man bei der Bergung der Mutter Tod durch Ertrinken feststellte. Bukenoveski belastet eine weitere Frau des Dorfes, nämlich die Hebamme Fazekas, diese leugnete allerdings jegliche Beteiligung und wurde aus Mangel an Beweisen freigelassen.

Juliane Lipke mordete mindestens sieben Menschen, einschließlich ihre Stiefmutter, Tante, Schwägerin, Bruder und - als ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk für sich selber - ihren Ehemann. Als sie den größten Teil ihrer eigenen Familie ausgelöscht hatte, bot sie ihre Erfahrungen ihrer Nachbarin Maria Koteles an:

"Mir tat diese armselige Frau leid, also gab ich ihr eine Flasche mit Gift und sagte ihr, dass sie das ausprobieren solle, wenn bei ihrer Ehe nichts mehr helfen würde."

Verhaftung der Mörderinnen

Fazekas hatte nichts besseres zu tun, als sich direkt in ihr Dorf zu begeben und alle ihre Kundinnen zu warnen. Sie ahnte nicht, dass die Polizei sie überwachte und so auf einen Schlag alle beteiligten Frauen verhaften konnte. Insgesamt wurden 38 Frauen verhaftet, wovon 28 dann tatsächlich verurteilt wurden.

Verurteilung der Mörderinnen

Zsuzsanna Oláh, die von ihren Kunden nur Tante Susi genannt wurde, erhielt die Todesstrafe, ebenso ihre Schwester Lydia, und Marie Kardos, die ihren Ehemann, Liebhaber und ihren Sohn umbrachte. Ihr Sohn musste auf seinem Sterbebett für sie singen, bis er unter Krämpfen erstickte. Rosalie Sebestyen und Rosa Hoyba erhielten ebenfalls die Todesstrafe für die Vergiftung ihrer "langweiligen" Ehemänner. Maria Varga erhielt für die Ermordung ihres Ehemannes und ihres Liebhaber die Todesstrafe, bestritt aber bis zu letzt alles. Juliane Lipke wurde ebenfalls hingerichtet. Insgesamt wurden von den 28 verurteilten Mörderinnen acht zum Tod durch den Strang verurteilt. Sieben erhielten lebenslänglich und die restlichen Frauen bekamen unterschiedlich lange Haftstrafen. Nach der Exekution der zum Tode Verurteilten ließ man die toten Körper hängen, bis sie verfault waren. Dies sollte als abschreckendes Beispiel für alle anderen gelten. Die Anführerin entzog sich der Verhaftung, indem sie selbst Gift schluckte. Beweise für ihre Schuld hätte es genug gegeben, denn ihr verdrecktes Haus war voller Töpfe mit ausgekochten Fliegenfängern.

Insgesamt konnten 45 Morde bewiesen werden, es sollten aber geschätzte 300 Mordopfer gewesen sein.

Literatur

  • Michael Neutonio: Die große Enzyklopädie der Serienmörder. ISBN 3-85365-189-5, 3. Auflage, Stocker 2007, S. 93f., 103f., 6. Auflage, Stocker 2009, ISBN 3-85365-240-9
  • Michael Neutonio: The Encyclopedia of Serial Killers. 2nd edition. Checkmark Books. 2006. ISBN 0-8160-6196-3
  • Jessica Gregson[wp]: The Angel Makers[wp]. PaperBooks Ltd. 2007. ISBN 0-9551094-6-9
  • Béla Bodó: Tiszazug: A Social History of a Murder Epidemic. Columbia University Press East European Monographs, 2003. ISBN 0-88033487-8
  • Béla Bodó: Las mujeres del envenenamiento de Tiszazug. Diario de los antecedentes familiares, 27:1, 2002, P. 40-59

Netzverweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Serienkiller - Angelmaker of Nagyrev von dunkletage.de.