Der Begriff Moralsturbation (Kofferwort aus Moral und Masturbation[wp]) bezeichnet schlagwortartig die emotionale Selbstbefriedigung eines moralischen Wohlfühlbedürfnisses durch die öffentlichkeitswirksame Darstellung der Moralität der eigenen Gesinnung und des eigenen Verhaltens, oftmals unter Ausnutzung jeder beliebigen Situation.
Hintergrund
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«Ich frage mich da immer, welche Angehörigen das überhaupt erreichen soll. Auf mich wirkt das immer wie eine Masturbationsübung für Selbstgefällige, die den einzigen Zweck hat, sich selbst zu gefallen und selbst moralisch gut zu fühlen. Ich habe das als Kind noch gelernt, dass es zu Pietät und Anstand gehört, von Trauernden gebührenden Abstand zu halten und sie zunächst mal ganz in Ruhe zu lassen und zu schweigen, und sich zu einem passenden Zeitpunkt dezent und zurückhaltend zu äußern, und nicht jeden Todesfall zu nutzen, um sich selbst zu produzieren und in den Vordergrund zu spielen, eine Social-Media-Nummer abzuziehen.»[1]
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Einzelnachweise
Querverweise