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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Tufta

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Hauptseite » Sprache » Wörterbuch » Tufta


Tufta ist ein russischer Begriff für "Arbeit zum Schein" beziehungsweise für "allgegenwärtigen und systematischen Normbetrug".[1]

Tufta

Zitat:

«Angesichts vorgegebener Arbeit­normen, die "nicht fürs reale irdische Leben geschaffen (waren), sondern für irgendein mondfernes Ideal", griffen die Zwangs­arbeiter darum immer häufiger zur Praxis der Tufta, einer aus­geklügelten Mogelei. Die Häftlinge schrieben sich nichtgeleistete Arbeit­leistungen an und verrechneten ungenutzte oder zweck­entfremdete Materialien. Die Folge war "unverhohlene und erstklassige Pfuscherei [...] Überall sind Fehler, überall ist Verdruss." Dieses "struktur­bedingte Betrugs­system" führte nicht nur zu einem verantwortungslosen Umgang mit Material und Maschinen, sondern auch zu einer ausgeprägt negativen Haltung gegenüber der Arbeit. Das Wesen der Tufta war es, besondere Anstrengungen zu vermeiden oder, falls sich der Arbeit­einsatz nicht umgehen ließ, den Aufwand soweit wie möglich zu vermindern.»[2]

Normbetrug

Zitat:

«Die Bau- und Lagerleiter von Stalingradgesstroj wussten 1952 vom permanenten Normbetrug, von geschönten Bilanzen und der weitverbreiteten Pfuscherei. Ihnen war auch bekannt, dass die Zwangs­arbeiter Maschinen mutwillig zerstörten, um sich angesichts des kräfte­zehrenden Arbeits- und Lager­lebens die zur Erholung notwendigen Pausen zu verschaffen. Was den zuständigen Leitern fehlte, war ein schlüssiges Konzept, wie sich diese Schwindelei und die mutwillige Verantwortungs­losigkeit aus der Welt schaffen ließen. Daher blieb ihnen nichts anderes übrig, als die Misstände hinzunehmen.»[3]

Einzelnachweise

  1. Hierzu Applebaum: Der Gulag, S. 378-387; Gestwa: Die Stalinschen Großbauten des Kommunismus, S. 405 f. Die Häftlinge des Gulag lösten das Wort Tufta, welche die Kehrseite der Normierung jedweder Lagerarbeit und der Verpflegungs­ration bezeichnete, als technika uceta fiktivnogo truda (Berechnungstechnik fiktiver Arbeit) auf, siehe Gestwa: Die Stalinschen Großbauten des Kommunismus, S. 405, Fußnote 76.
  2. Klaus Gestwa: Die Stalinschen Großbauten des Kommunismus: Sowjetische Technik- und Umweltgeschichte 1948-1967, 2010, S. 405
  3. Klaus Gestwa: Die Stalinschen Großbauten des Kommunismus: Sowjetische Technik- und Umweltgeschichte 1948-1967, 2010, S. 406

Querverweise