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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unter­drücken, zu schlagen, zu ver­gewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tief­greifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Bohème

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Bohème benannte Henri Murger[wp] 1851 mit glücklichem Ausdruck das bunte und genialisch-liederliche Leben und Treiben in Pariser Studenten-, Literaten- und Künstler­kreisen, das er so lebensvoll und packend unter dem Titel Scènes de la vie de bohème schilderte. Darin definiert er: "La Bohème, c'est le stage de la vie artistique; c'est la préface de l'Académie, de l'Hôtel-Dieu ou de la Morgue. Nous ajouterons que la Boheme n'existe et n'est possible qu'à Paris."

Gleichwohl kam das wirksame Schlagwort bald auch in Deutschland als typische Bezeichnung für diese Welt der werdenden und verbummelten Talente in Aufnahme. Sanders, Fremdw. 1, 159 belegt sowohl Bohème als Bohemien seit den sechziger Jahren mehrfach in dieser Bedeutung z. B. bei Fanny Lewald, Villa Riunione 1, 14 (1864): "Überall bleibe ich ... in der bohème, wie die Franzosen es nennen" usf.

Spätere Zeugnisse bieten neben zahlreichen anderen Bleibtreu[wp] in der Gesellschaft 1, 330 (1885): "Die sonstige Schillerstiftung ist aber geradezu eine Aufmunterung der literarischen Bohème" und Größenwahn 1, 36 f. (1888).[1]


Der Begriff Bohème oder Boheme bezeichnet eine Subkultur[wp] von intellektuellen[wp] Randgruppen mit vorwiegend schrift­stellerischer, bild­künstlerischer und musikalischer Aktivität oder Ambition und mit betont un- oder gegen­bürgerlichen Einstellungen und Verhaltens­weisen. Die Bohème ist dabei keine ästhetisch-kritische, sondern eine sozial­geschichtliche Kategorie.[2]

Diese Art zu leben ist vor allem in Künstler­kreisen, wie zum Beispiel bei Malern, Dichtern und Literaten, aber auch bei Studenten verbreitet. Bürgerliche Töchter und Söhne verweigerten sich oft den Normen und Gepflogenheiten ihres Elternhauses und ihrer Klasse[wp] und lebten das Leben eines Bohémiens, das häufig als authentischer, eigenständiger, ursprünglicher und weniger entfremdet erlebt wurde.[3]

Einzelnachweise

  1. Otto Ladendorf: Historisches Schlagwörterbuch (1906)
  2. Helmut Kreuzer: Die Boheme: V
  3. Wikipedia: Bohème, Version vom 5. Oktober 2016