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Antifa Rostock - Und gleich wird die rechte Hetze beginnen.jpg

Die Antifa meldet einen Einzelfall:

"#Frankfurt Mann stößt #Kind auf die #Gleise und wird von #Schnellzug (#ICE) überrollt. Und gleich wird die rechte Hetze beginnen. Lasst die Flüchtlinge aus dem Spiel.
Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!"
- Auf Twitter am 29. Juli 2019

Die Helferindustrie reagiert:

Carsten Baumann, Leiter der ökumenisch geführten Bahnhofsmission, äußerte die Befürchtung, dass die Tat "in Sozialen Netzwerken[wp] genutzt wird, um die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben". Feldmann sagte, er hoffe, "dass der Hass nicht verfängt, den einige bereits gestern Abend im Netz geäußert haben".
- Nord-Bayern am 30. Juli 2019[ext]

Der Qualitätsjournalismus meint:

"Kind von Eritreer vor Zug gestoßen - Danke, Merkel" - Was ist bloß los in den Hirnen all jener, die im Internet solche Sätze verbreiten, fragt sich unser Kommentator Matthias Koch. Seine Antwort: Dem Wahn des Einzelnen folgt der Wahn der Menge.
- Leipziger Volkszeitung am 2. August 2019[ext]

Die Pfarrerin predigt:

"Was muss jemand erlebt und erlitten haben, wenn er anderen so etwas Furchtbares antut?" [...] "Wir dürfen nicht zulassen, dass jetzt Gedanken von Hass um sich greifen."
- Hessenschau[ext]
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Bohème

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Hauptseite » Gesellschaft » Kultur » Subkultur » Bohème


Bohème benannte Henri Murger[wp] 1851 mit glücklichem Ausdruck das bunte und genialisch-liederliche Leben und Treiben in Pariser Studenten-, Literaten- und Künstler­kreisen, das er so lebensvoll und packend unter dem Titel Scènes de la vie de bohème schilderte. Darin definiert er: "La Bohème, c'est le stage de la vie artistique; c'est la préface de l'Académie, de l'Hôtel-Dieu ou de la Morgue. Nous ajouterons que la Boheme n'existe et n'est possible qu'à Paris."

Gleichwohl kam das wirksame Schlagwort bald auch in Deutschland als typische Bezeichnung für diese Welt der werdenden und verbummelten Talente in Aufnahme. Sanders, Fremdw. 1, 159 belegt sowohl Bohème als Bohemien seit den sechziger Jahren mehrfach in dieser Bedeutung z. B. bei Fanny Lewald, Villa Riunione 1, 14 (1864): "Überall bleibe ich ... in der bohème, wie die Franzosen es nennen" usf.

Spätere Zeugnisse bieten neben zahlreichen anderen Bleibtreu[wp] in der Gesellschaft 1, 330 (1885): "Die sonstige Schillerstiftung ist aber geradezu eine Aufmunterung der literarischen Bohème" und Größenwahn 1, 36 f. (1888).[1]


Der Begriff Bohème oder Boheme bezeichnet eine Subkultur[wp] von intellektuellen[wp] Randgruppen mit vorwiegend schrift­stellerischer, bild­künstlerischer und musikalischer Aktivität oder Ambition und mit betont un- oder gegen­bürgerlichen Einstellungen und Verhaltens­weisen. Die Bohème ist dabei keine ästhetisch-kritische, sondern eine sozial­geschichtliche Kategorie.[2]

Diese Art zu leben ist vor allem in Künstler­kreisen, wie zum Beispiel bei Malern, Dichtern und Literaten, aber auch bei Studenten verbreitet. Bürgerliche Töchter und Söhne verweigerten sich oft den Normen und Gepflogenheiten ihres Elternhauses und ihrer Klasse[wp] und lebten das Leben eines Bohémiens, das häufig als authentischer, eigenständiger, ursprünglicher und weniger entfremdet erlebt wurde.[3]

Einzelnachweise

  1. Otto Ladendorf: Historisches Schlagwörterbuch (1906)
  2. Helmut Kreuzer: Die Boheme: V
  3. Wikipedia: Bohème, Version vom 5. Oktober 2016