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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Revolution von oben

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Revolution von oben, nach Friedrich Schlegels Angabe in der Concordia (1820 ff. S. 38) ein eigener Kunstausdruck, den "die Anhänger der aus der Revolution hervorgegangenen neuen Despotie" aufgebracht haben, ist von eben diesem Schriftsteller mit Nachdruck in Umlauf gebracht worden. Ebenda erläutert er: "Ich meine jene, so viele alte Institute vernichtende Zerstückelung und Verschleuderung des Reichs von 1803, die in jedem der nachfolgenden unseligen Friedensschlüsse weiter fortgesetzt, und immer anders modifiziert ward, ohne doch je zu einem konsequenten Abschluß zu gelangen." Ergänzend urteilt er S. 42 über die Revolutionsepoche von 1789 oder 1792 bis 1814 oder 1815: "Es war dieser Akt nicht eher geschlossen, als bis die Revolution, die von Einer Nation und von unten ausgegangen, dann schnell in eine große Despotie und Revolution von oben übergegangen war." Weiter unten: "Auch hat die 'Revolution von oben' viel tiefer noch in das europäische Fleisch eingeschnitten, mehr geschadet und verwüstet, als die erste anarchische Bewegung, weil sie die Anarchie selbst erst in eine gewisse Ordnung gebracht und dauerhaft gemacht hatte." Vergl. S. 49.

Dann aber schöpft er S. 165 für die konstitutionellen Bestrebungen, die er als einen konvulsivischen Übergang von der monarchischen zur republikanischen Verfassung, oder als ein gefahrvolles Schwanken zwischen beiden bezeichnet, einen analogen schlagenden Ausdruck, indem er ausführt: "So ist es denn endlich dahin gekommen, dass nachdem erst die Revolution von unten, dann die Revolution von oben ihre volle Zeitperiode hindurch ausgewütet hatten, nun noch ein neues politisches Unheilsphänomen, als erstes eigentümliches Kennzeichen der neuesten, eben jetzt beginnenden Epoche hervorbricht. Ich möchte es die Revolution aus der Mitte heraus nennen; denn so könnte man wohl diese plötzliche Staatsauflösung und Anarchie am schicklichsten bezeichnen, die nicht etwa bloß in einem einzelnen Akt der Empörung und rebellischer Gewalt sich kund gibt, sondern von allen Seiten, und wie aus allen Gliedern und Teilen des ganzen Staatskörpers zugleich losbricht, die ganze Monarchien mit einem Schlage epidemisch ergreift, schnell wie eine Flamme wachsend, über ferne Länder sich ausbreitet, und Europa, seit dem Anbeginn dieses 1820ten Jahres, mit einer neuen furchtbaren Krisis und allgemeinen Erschütterung bedroht."

Noch bei der letzten Reichstagswahl spielte die Phrase von der sozialen Revolution von oben und für oben in sozialdemokratischen Flugblättern eine ziemliche Rolle.

Vergl. auch Nordau, Die conv. Lügen (1883) S. 14: "Es gibt nur noch Reaktion und Reform, das heißt Revolution nach rückwärts oder nach vorwärts."[1]

Einzelnachweise

  1. Otto Ladendorf: Historisches Schlagwörterbuch (1906)

Querverweise