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Muttersöhnchen

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Das Muttersöhnchen bezeichnet einen Mann, der nicht über genügend Mut und Durch­setzungs­vermögen verfügt, um Problemlagen des Lebens eigenständig zu bewältigen. Wenn er auf unüberwindbare Schwierigkeiten stößt oder sich nicht wie gewünscht durchsetzen kann, flüchtet er unter die Fittiche der Glucke. Die Glucke ist oftmals die Mutter, kann aber auch der Vater sein, oder später auch die Ehefrau oder im Berufsleben der Chef.

Das weibliche Gegenstück zum Muttersöhnchen ist die Zimtzicke. Frauen müssen im Gegensatz zu Männern nicht über Mut und Durch­setzungs­vermögen verfügen, um Problemlagen des Lebens eigenständig bewältigen zu können. Wenn die Zimtzicke auf unüberwindbare Schwierigkeiten stößt oder sich nicht wie gewünscht durchsetzen kann, dann setzt sie sich einfach hin und heult. Mädchen müssen nur heulen, dann kommt jemand gelaufen und rettet die Situation. Mädchen kommen also gar nicht in die Situation, mit der Jungen fertig werden müssen.



Muttersöhnchen ist die Bezeichnung für einen Jungen (oder auch erwachsenen Mann), der eine zu enge Beziehung zu seiner Mutter hat. Grund dafür ist ein zu starker Einfluss der Mutter - entweder, weil der Vater nicht stark genug ist, um seinen Einfluss gegen die Mutter durchzusetzen - oder, wenn er bei Alleinerziehenden ganz abwesend ist.

Die Folgen: Oft kann die Mutter ihrem Sohn nicht genug Mut und Durch­setzungs­vermögen mitgeben. Es ist nachgewiesen, dass eine zu enge Mutter-Sohn-Beziehung nicht zu Homosexualität führt, anders als vor Jahrzehnten noch geglaubt wurde; allerdings ist es wahrscheinlich, dass ein Muttersöhnchen effeminiert wirkt - eine Eigenschaft, die als typisch für Schwule gilt. Das Verhalten des Muttersöhnchens kann auch als eine Persönlichkeits­störung missverstanden werden; und in manchen Fällen, wenn Missbrauch vorliegt, kann sich auch eine echte Persönlichkeits­störung entwickeln.

Muttersöhnchen werden von Männern und Frauen bestenfalls mitleidig, in den meisten Fällen aber abfällig betrachtet. Manche Leute verwenden in diesem Zusammenhang das Wort "Weichei". Viele Frauen wollen prinzipiell keine Beziehungen mit Muttersöhnchen eingehen. In vielen Fällen kommt es auch vor, dass die Mutter aktiv die andere Beziehung sabotiert, bewusst oder unbewusst. Grundsätzlich gilt, dass es der Mutter gefällt, ihr Muttersöhnchen zu kontrollieren; daher wird sie die Beziehung mit ihrem Sohn niemals freiwillig lösen.

Frauen, die ihren Sohn zum Muttersöhnchen machen, sind sich selten bewusst, dass sie ihrem Sohn damit schaden, oder dass überhaupt ein Schaden vorliegt. Wie ein EMMA-Artikel[1] von "Maria Magdalena Rousseau" zeigt, werden eher seine anerzogenen Schwächen (Überempfindlichkeit) zu Tugenden (Sensibilität) uminterpretiert, die von der "patriarchalen Gesellschaft" nicht "akzeptiert" werden.

In manchen Fällen, in denen eine Mutter ihren Sohn nicht gehen lassen wollte, half ihm unter Umständen nur der gewaltsame Bruch.

Beispiele

In der Realität

  • Erich Kästner, deutscher Kinderbuchautor
  • Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller und Journalist
  • Der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges
  • Modeschöpfer Rudolph Moshammer
  • Michael Jackson
  • Kaiser Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)
  • Alexander Severus, römischer Kaiser
  • Der römische Kaiser Nero, Sohn der Agrippina
  • Wolfgang Priklopil, Entführer von Natascha Kampusch
  • Adolf Hitler
  • Josef Stalin
  • Osama bin Laden [2]

In der Fiktion

  • Norman Bates aus dem Film "Psycho" (Extrembeispiel)
  • Verschiedene Charaktere aus Erich Kästners Büchern (Emil, Anton, Fabian)
  • Ödipus aus der antiken griechischen Legende
  • Lothar aus Loriots Film "Ödipussi" (ein Beispiel für ein Muttersöhnchen, das sich erfolgreich abnabelt)
  • Pink aus "The Wall"
  • Die Petrelli-Brüder aus der Fernsehserie "Heroes"
  • Suzi Quatro schrieb den Song "Mama's Boy"
  • Rektor Skinner aus der Zeichentrickserie "Die Simpsons"
  • Kyle Broflovski aus "South Park"
  • Sephiroth, Endgegner im Videospiel "Final Fantasy VII" (ein Sonderfall; Jenova, die er für seine Mutter hält, ist nicht wirklich seine Mutter, aber er verhält sich trotzdem typisch)

Literatur

  • Silke Frink: Muttersöhnchen. Vom Schaden weiblicher Erziehung. Gütersloher Verlagshaus 2011, ISBN 3-579-06741-9
  • Karl Haag: Wenn Mütter zu sehr lieben. Verstrickung und Missbrauch in der Mutter-Sohn-Beziehung. Kohlhammer 2006, ISBN 3-17-019029-6

Einzelnachweise

  1. Traumtöchter, EMMA, Februar 1986
  2. Toter Al-Kaida-Anführer: Muttersöhnchen Bin Laden, Financial Times Deutschland vom 03. Mai 2011

Netzverweise

Querverweise