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EMMA

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Die EMMA ist ein zweimonatlich erscheinendes staatsfinanziertes[1] feministisches Kampfblatt. Sie wurde Mitte der 1970er Jahre von der deutschen Frauenrechtlerin Alice Schwarzer gegründet. Der Name wurde wegen seiner Griffigkeit und als Wortspiel auf "Emanzipation" gewählt; es könnte kein Zufall sein, dass "Emma" gleichzeitig ein Mädchenname ist, da die EMMA für Alice Schwarzer einen Kindesersatz darzustellen scheint.

Die erste EMMA erschien am 26. Januar 1977 und gilt seit der ersten Ausgabe als Leitblatt der so genannten Frauenbewegung in Deutschland und im deutsch­sprachigen Raum. Sie will sich ausdrücklich politisch und wirtschaftlich unabhängig positionieren, weshalb sie laut eigenen Aussagen alleine vom Kioskverkauf und den Abonnements­gebühren existieren kann und nicht auf Anzeigen angewiesen ist.

Anfang Dezember 2007 gab Schwarzer bekannt, die Chefredaktion von EMMA spätestens im Frühjahr 2008 an die Fernseh­journalistin und Kolumnistin Lisa Ortgies zu übergeben. Schwarzer erklärte, weiterhin als Verlegerin, Herausgeberin und als Autorin mitzuwirken. Ortgies trat ihre neue Stelle Anfang April 2008 an und stellte dafür ihre bisherige Tätigkeit als Moderatorin von "Frau TV" ein. Zum 30. Juni 2008, nur wenige Monate nach ihrem Antritt, hat Ortgies die Zeitschrift jedoch wieder verlassen.

Danach nahm Schwarzer die Position wieder selbst ein. Dies sollte zunächst eine vorüber­gehende Lösung sein. Das Nachrichten­magazin "Der Spiegel" unterstrich die Vermutung, Alice Schwarzer habe weiterhin das Tagesgeschäft dominiert und so einen Generations­wechsel zum Scheitern gebracht.

Seit 2010 kamen die Ausgaben im Drei-Monats-Rhythmus heraus, aber durch die großzügige staatliche Quersubvention soll das männer­feindliche Hetzblatt ab 2013 wieder sechsmal erscheinen. Neben der erhöhten Erscheinungs­weise wird auch der Heftpreis von 9,80 Euro auf 7,50 Euro gesenkt. Laut Mediadaten hat das Heft 2011 im Jahresdurchschnitt 41.266 verkauft, davon 27.176 im Abo und 14.090 am Kiosk.[2]

Kritik von Feministen

Die schärfste Kritik bekam und bekommt EMMA immer wieder aus den Reihen der Frauenbewegung. Es wird ihr vorgeworfen, ohne entsprechende Legitimation als "Sprachrohr" für die Frauenbewegung fungieren zu wollen und auf diese Weise die öffentliche Aufmerksamkeit für Frauenthemen einseitig zu monopolisieren.

Insbesondere die Tatsache, dass die "schwarzersche Linie" der Frauenbewegung in der deutsch­sprachigen Öffentlichkeit als "die Frauenbewegung" wahrgenommen wird, stößt vielen sowohl radikalen als auch differenzialistischen Feministinnen sauer auf.

Kritik wird aber auch einzelnen Sparten der Zeitschrift geübt. So wird den in EMMA abgedruckten Witzen Sexismus gegen Männer vorgeworfen.

Weiterhin werfen viele ehemalige EMMA-Mitarbeiterinnen Alice Schwarzer einen tyrannischen Führungsstil vor.

Zitat:

«Ich habe mal für ein Buch recherchiert und dabei ein Probe-Abo der EMMA gebucht und mit Ende der ersten Recherchen wieder gekündigt. Ein ganz gruseliges Blatt, geradezu extremistisch. Da wird einfach nur hirn- und begründungslos gehetzt und damit offenbar ein Publikum bedient, das das so haben will. EMMA ist ein Blatt, das zwar vordergründig auf intellektuell macht, aber nicht intellektuell ist, und sich ganz eindeutig an Leute wendet, die sich für intellektuell halten, es aber nicht sind. Und sie entsprechend pseudointellektuell bedient. Das ist so flach, das passt unter der geschlossenen Tür durch.» - Hadmut Danisch[3]

Zitat:

«Ich kenne eine Frau, die mal bei EMMA ein Praktikum gemacht hat (und irgendwann in Entsetzen geflüchtet ist). Was sie berichtet hat, war hochinteressant: Offiziell gibt sich die EMMA-Redaktion als "wir sind alle gleich" und beschwören die weibliche Solidarität. Intern herrscht in Wirklichkeit eine ungeschriebene aber gnadenlose Hackordnung. Das Kriterium, wie hoch eine Frau in der Hierarchie steht, bestimmt sich ausschließlich danach, wie sehr sie in der Gunst von Alice steht.
Das ist genau das gleiche wie in Firmen, wo sich der Vorstandsvorsitzende einen Hofstaat schafft. Oder an Uni-Instituten, wo der Herr Professor sich als Sonnenkönig in seinem Glanz sonnt.»[4]

EMMA über WikiMANNia

  • "Die 'Männerechtler' (sic![5]) haben inzwischen ihre eigene Wikipedia gegründet, die WikiMANNia. Kostprobe: Der Begriff Unterhaltsnutte bezeichnet zumeist eine Frau, die meint, mit einer Heirat einen Unterhaltsanspruch über die Scheidung hinaus ­erworben zu haben und den Mann auf seine Zeugungs- und Zahlfunktion reduziert." - EMMA 2013[6]
  • "Zu den Maskulisten gehören christliche Fundamentalisten, Militaristen wie Väterrechtler. Sie haben das Internet-Lexikon WikiMANNia gegründet und befüllen es eifrig mit Schlagworten wie 'Falschbeschuldigung' ('Feministinnen erfinden hohe Opferzahlen und wollen am liebsten alle Männer pauschal schuldig sprechen.') oder 'Familienzerstörung' ('Die Zerstörung der Familie durch den deutschen Staat vollzog sich in mehreren Etappen: Der erste Enthauptungsschlag - im Jahre 1959 - bestand in der Abschaffung des Familienoberhaupts.')." - EMMA 2012[7]
  • "Inzwischen haben Männerrechtler ein eigenes Nachschlagewerk gegründet: WikiMANNia." - EMMA 2010[8]

EMMA zum Absturz von Flug 4U9525

Zitat:

«Die dümmste und peinlichste Reaktion steht bei EMMA: Frauenquote fürs Cockpit. Wie ignorant jeder Form Anstand gegenüber! Hier sieht man, wes Geistes Kind die Verfechterinnen sind.» - Tichys Einblick[9]

Zitat:

«Instrumentalisiert die Emma hier wirklich Tote für die Quote?!? Verrückt. #4U9525» - Robert Roßmann[10]

Zitat:

«Eine Feminismus-Kampagne auf dem Rücken der Opfer.» - Ralph Schuster[11]

Zitat:

«Wenn Hitler eine Frau gewesen wäre, wären nicht so viele Menschen gestorben und die Nazizeit wäre auch nicht so schrecklich gewesen.» - Jan Böhmermann[12]

Zitat:

«Wenn Männer als Piloten tatsächlich solch eine immense Gefahr darstellen, müsste man sie dann nicht komplett aus dem Cockpit verbannen?» - Spiegel Online[13]

Zitat:

«Die Geschichte der Luftfahrt ist eine Männergeschichte, Männer haben es erfunden und entwickelt, sie fliegen die Dinger. Natürlich gab es ein paar Frauen wie Amelia Earhart[wp] oder auch Beate Uhse[wp]. Aber die Art und Weise, wie man so drei, vier Namen immer wieder hervorzerrt (wie in der Informatik Ada Lovelace[wp] und Grace Hopper[wp] oder in der Physik Marie Curie[wp] oder Lise Meitner[wp]), während das Fach an sich von tausenden Männern aufgebaut und vorangetrieben worden war, zeigt eigentlich nur die Gering­fügig­keit weiblicher Beiträge. Zu sagen, dass Frauen die besseren Pilotinnen seien, weil sie zur Luftfahrt im Cockpit und der Entwicklung kaum etwas beitragen und sich auf Cabin Crew konzentrieren, und deshalb weniger Flieger crashen, ist eine Unverschämtheit.» - Hadmut Danisch[14]

Zitat:

«Wieviele Fälle gab es, in denen tollkühne und exzellente Piloten Passagiere gerettet haben? Wird halt nicht so oft in der Presse ausgewalzt, wenn nichts passiert ist. Und selbst wenn: Einer der bekanntesten Fälle, in denen ein Pilot durch exzellentes Können Passagiere gerettet hat, war etwa die Notwasserung im New Yorker Hudson durch Chesley B. Sullenberger[wp]. Und? Hat man damals gefordert, mehr Männer in die Cockpits zu setzen, weil die so tolle Notlandungen schaffen? Nein, natürlich nicht, weil's Schwachsinn wäre.

Schwachsinn zugunsten von Männern würde man sofort erkennen. An Schwachsinn zugunsten von Frauen hat man sich so gewöhnt, dass man ihn schon für normal hält.» - Hadmut Danisch[14]

Zitat:

«2008 gab es den Fall, bei dem eine Lufthansa-Copilotin bei der Landung durch Seitenwind mit der Flügelspitze über den Boden schrammte, herrje, sie war auch noch hübsch und blond, und der - männliche - Kapitän retten musste, indem er übernahm, die missglückte Landung abbrach und sofort durchstartete? Eigentlich sagt der Vorfall gar nichts, schon gar nicht über Geschlechter, denn Landungen bei starken Seitenböen sind nunmal gefährlich und können schiefgehen, dass der Kapitän mehr Erfahrung hat als der Erste Offizier liegt in der Natur der Sache, und dass der Kapitän im Notfall übernimmt und man in solchen Fällen durchstartet, ist Routine und Vorschrift.

Sollte man daraus folgern, dass Frauen Landungen vermurksen und Männer sie retten (so wie rückwärts einparken, nur größer), und folgern, dass immer mindestens ein Mann im Cockpit sitzen muss? Natürlich nicht, weil es Blödsinn wäre.» - Hadmut Danisch[14]

Zitat:

«Frauen nehmen häufig keine Fremden, sondern ihre Kinder und gelegentlich Verwandte mit in den Tod. Sehr häufig eben Kinder oder Babys, die völlig wehrlos und von ihnen abhängig sind, weil sie sich einbilden, dass ohne sie sowieso kein wertvolles Leben mehr möglich sei und man die Kinder vom Übel erlösen müsse (sog. pseudo­altruistischer erweiterter Suizid).

Nur: Darüber wird kaum berichtet. Und wenn, dann heißt es, die arme Frau war so verzweifelt, dass sie ihre Lieben ... blablabla. Wenn Frauen morden, wird es anders wahrgenommen, anders darüber berichtet. Wenn mal wieder in der Zeitung am Rande erwähnt wird, dass man irgendwo im Gebüsch oder im Müll einen Säugling gefunden hat, der noch am Tag seiner Geburt erstickt wurde, passiert gar nichts, oder es heißt, man müsse die Situationen von Frauen verbessern, damit sie nicht so verzweifelt sind. Da ist dann immer die Gesellschaft dran schuld, nie die Frau selbst. Gab's da nicht mal eine, bei der sie so irgendwie ein Dutzend Kinderleichen fanden, im Tiefkühler und in Blumentöpfen? Sowas wird nicht wahrgenommen.» - Hadmut Danisch[14]

Zitat:

«EMMA meint, die Männer seien Täter und die Frauen Opfer. Man könnte es auch andersherum formulieren: Die Männer arbeiten, bis sie ausbrennen, und die Frauen machen Urlaub.» - Hadmut Danisch[14]

Zitat:

«Wahrscheinlich kommt man an diese "besseren" Pilotinnen in nennens­werter Zahl dann auch nur, wenn man wie bei der Bundeswehr die Anforderungen drastisch senkt, bis auf Null. Wenn die dann die Piloten­aus­bildungen so umbauen, wie sie das bei der Informatik versuchen und teils schon geschafft haben, würde das bedeuten, dass Navigation und Technik rausfallen, und dafür die Soziologie des Funkverkehrs auf dem Plan steht, weil Frauen ja kommunikativer seien.» - Hadmut Danisch[14]

Zitat:

«Es gibt bei der Bundeswehr (bzw. der LUFTWAFFE) genau 1 (in Worten: EINE) Jet-Pilot/in. Und das Mädel wurde (nachweislich) "mit aller Gewalt" durch sämtliche Prüfungen "getragen" (...) in TOTALER Unabhängigkeit der von ihr erbrachten Leistungen. KEIN männlicher Flugschüler mit einem solchen Leistungsprofil würde a) die Ausbildung "überleben" oder b) gar am Ende noch die "Pilot Wings" erhalten.» - Coyote38[15]

Zitat:

«Piloten stehen unter hohen Testanforderungen und werden auf Herz und Nieren geprüft. Dabei fallen die meisten Frauen aufgrund der Anforderungen durch oder bewerben sich erst gar nicht. Zudem werden die meisten psychischen Erkrankungen erkannt. Nun soll eine psychische Erkrankung falsch eingeschätzt worden sein. Das hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun. Solche Dinge passieren leider.

Frauen scheitern oft schon an den Anforderungen Pilot zu werden. Flüge sollen aber sicherer werden, wenn mehr Frauen im Cockpit sitzen. Sollen dann wieder die Anforderungen herunter­geschraubt werden, wie es bei Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr schon der Fall ist? Frauen wurden schon zu meiner Zeit mit Studien­abschlüssen der Informatik beschenkt. Zum Glück haben sie dann nie als Programmierer gearbeitet.» - Wolle Pelz[16]

Zitat:

«[Sie] zeigt ganz deutlich, wie es um feministische Logik bestimmt ist: Sie nimmt die Selbstmord­rate aller Männer und setzt diese völlig undifferenziert auf männliche Piloten um. Selbst wenn man die Selbstmord­raten von Piloten untersucht - die Anforderungen an Piloten bleiben bestehen, und an eben diesen scheitern viele Frauen. Luise Pusch beispielsweise scheitert schon an der Sprache und das als Linguistin.» - Wolle Pelz[16]

Zitat:

«Hier werden grundsätzliche Eigenschaften des Feminismus deutlich: Es geht [dem Feminismus] nicht um größtmögliche Sicherheit - hier hätte man zusätzliche psychologische Untersuchungen fordern können -, sondern lediglich darum "das eine, das richtige, das empathische Geschlecht" zu bevorzugen. Es ging nie um Gleichberechtigung. Frauen sind gleichberechtigt, den Beruf des Pilotens zu ergreifen: Sie tun es nicht oder sie scheitern an den Anforderungen. Vielmehr soll hier die Gleichberechtigung zugunsten einer Gleichstellung ausgehebelt werden. Da spielt es dann auch keine Rolle, wenn man völlig menschen­verachtend Menschenleben instrumentalisiert.» - Wolle Pelz[16]

Zitat:

«Ich will vom fachlich versiertesten, nerven­stärksten und überhaupt geeignetsten Homo sapiens geflogen werden, den man für diese Aufgabe überhaupt kriegen kann - schließlich will ich den Flug überleben.
Schlitz oder Schniedel interessieren mich dabei überhaupt nicht. Im Gegenteil: jedes sachfremde Auswahl­kriterium senkt meine Überlebens­chancen.» - Leon I[17]

Zitat:

«Weiß man eigentlich schon, wer die Restchen in diesem Gebirge einsammelt? Männer? Frauen? Andersartige? Männer wären ja schlimm, selbst da drängeln die sich vor, dabei könnten sich Frauen da so gut beweisen. Frauen wäre aber auch schlimm, denn dann müssten ja wieder Frauen aufräumen, was Männer verursacht haben.» - Bzzz[18]

Zitat:

«Hätten wir mehr Frauen im Cockpit, hätten wir zudem die Luftschlacht um England gewinnen, Stalingrad aus der Luft versorgen und die alliierten Bomber über den deutschen Innenstädten abschießen können.» - Hanna Reitsch[19]

Zitat:

«Die "EMMA" fordert jetzt ja die Frauenquote für's Cockpit.
Ob dabei bedacht wurde, daß Frauen häufiger auf die Toilette gehen als Männer und das meistens auch zu zweit??» - Dirk Niebel[wp][20]

Zitat:

«Ich danke Luise Pusch jedenfalls für ihr feministisches Meisterstück des intellektuellen Sturzflugs, das vielen Menschen noch einmal vor Augen geführt hat, warum DIESEN Feminismus heute kein Mensch mehr braucht, im Gegenteil, er sich gar schädlich auf jede soziale und gleichberechtigte Gesellschaft auswirkt. Zeit, dass dieser Feminismus endlich seinen Weg auf den Müllhaufen der Geschichte findet - und seine Anhängerschaft den Weg in eine angemessene medizinische Behandlung.» - Männerstreik[21]

EMMA und die Frauenschutzzonen

Offenbar glaubt die EMMA selbst nicht an die oft beschworene These, dass Frauen alles genauso gut oder sogar noch besser können als Männer, denn sie lässt kaum eine Gelegenheit aus, die Bildung einer Frauenschutzzone, eines Frauenfördergebietes oder eines Frauenreservat zu bejubeln. Schon der FrauenMediaTurm ist ein Extrem-Beispiel für ein Frauenreservat: "Zutritt für Männer verboten!" Irgendwie muss ja der Widerspruch erklärt werden, warum einerseits behauptet wird, dass "Frauen an den Männer vorbei ziehen" und von der "Schule mit besseren Noten" abgehen und andererseits der Anteil der Frauen bei Wikipedia bei rund acht Prozent liegt.[22][23]

Nun ist Wikipedia ein Projekt, in dem man auch ohne sich zu registrieren mitarbeiten kann, wer sich registrieren will und Benachteiligungen wegen seines Geschlechts befürchtet, kann einen geschlechtsneutralen Benutzernamen oder einen des anderen Geschlechts wählen, niemand kontrolliert das nach. Es gibt also bei Wikipedia keine Hürden außer das eigene Unvermögen oder das eigene Desinteresse. Trotzdem wähnt EMMA auch in Wikipedia Frauenbenachteiligung und Diskriminierung am Werke und beruft sich auf ihren Gewährsmann Andreas Kemper:

Zitat:

«Bisher ist es nur einer Handvoll wackerer AutorInnen zu verdanken, dass die Frauenhasser bei Wikipedia nicht die Oberhand bekommen haben. Sie könnten Unterstützung gebrauchen. "Schwarze Feder" - vom Autor "Kalfatermann" als "Held der Wikipedia in Gold für hervorragende Artikelarbeit" ausgezeichnet - arbeitet derzeit schwerpunktmäßig an Aufbau und Wartung des WikiProjekts "Diskriminierungsfreie Wikipedia". Denn als Gemeinschaftsprojekt sei Wikipedia "genauso anfällig gegen Diskriminierungen und Privilegierungen von gesellschaftlichen Gruppen wie jedes andere Projekt oder Organsation". Daher gelte es, gegen jede Form von Diskriminierung anzugehen, die sich in Inhalten, einer ausgewogenen Sprache und auch der Sozialstruktur der AutorInnen äußere.»[24]

EMMA fordert Frauen nun nicht etwa auf, sich zu emanzipieren und etwas zu leisten, sondern beklatscht jedes neue Frauenbiotop, das als exklusives Hege- und Pflegegebiet nur für Frauen errichtet wird.

WikiWomen

Zitat:

«Stierch leitet die WikiWomen's Collaborative, ein Netzwerk aus Wikipedianerinnen aus diversen Ländern, die als Pilotprojekt eine Facebook-Seite und einen Twitter-­Account eingerichtet haben. Ziel ist, die Frauen da abzuholen, wo sie häufiger anzutreffen sind als in der Wikipedia: in den ­sozialen Online-Netzwerken.
Auf dem WikiWomen-Community-Blog ­füttern sich Wikipedianerinnen mit inter­nationalen News aus der Community: In Indien zum Beispiel hat im Oktober der erste WikiWomen-Day stattgefunden. In Buenos Aires tagte im Mai das erste WikiWomen-Camp. Und Ende 2011 ging in der englischsprachigen Wikipedia das "Tea­house" online, das ähnlich wie ein soziales Online-Netzwerk funktioniert: Neuankömmlinge können dort Profile anlegen und werden von alteingesessenen ModeratorInnen beim Einstieg betreut. Auch das "Teehaus" soll die Wiki-Vielfalt vergrößern und richtet sich vor allem an Frauen.
Dass in den USA Frauen, allen voran Chefin Sue Gardner[wp] persönlich, in der Gender-Gap-Debatte öffentlich Position beziehen, zeigt Wirkung. Der Frauenanteil in der amerikanischen Community lag 2012 immerhin bei 14 Prozent. Damit ist er fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Hierzulande sind es gerade mal acht Prozent Frauen.
Ein schallendes "WikiWomen unite!" ertönte bisher trotzdem nicht in deutschen Landen. Was sich in Amerika als Frauen­offensive präsentiert, versteckt sich im ­Jah­resplan 2013 der deutschen Wikimedia hinter dem allgemeinen Ziel "Diversität stärken". "Mehr Vielfalt!", das klingt nicht so bedrohlich wie "Mehr Frauen!". Wikimedia Deutschland schmückt sich mit dem Projekt "Silberwissen", um AutorInnen über 50 zu gewinnen; und mit einem Hochschul-Programm, um StudentInnen zu werben. Bei alledem sind die Frauen natürlich mitgedacht, klar. Sie werden nur nicht direkt angesprochen.»[23]

Chaos Computer Club

Zitat:

«In ihrem Vortrag "Androzentrismus im Netz 2.0" erzählt Tangens folgende Anekdote: Ihr erster Besuch auf einem Chaos-Computer-Club[wp]-Kongress (CCC) in Hamburg anno 1988. Hunderte Männer sind da - und zwei Frauen. Nämlich: Rena Tangens und die Freundin eines Hackers, die sich um Kaffee und Vollkornbrötchen kümmert. Tangens tut zwei Dinge. Sie schwört sich, sich auf künftigen CCC-Kongressen niemals für Cafeteria-Dienste zu melden. Und sie gründet die "Haecksen", ein Zusammenschluss weiblicher Hacker des Clubs. Fortan gab es auf den CCC-Kongressen einen Raum für Frauen - ein Projekt, das im Hamburg der 80er Jahre auch Hacker-Kollegen begrüßten und unterstützten. "Aber als dann die New-Economy-Blase aufpoppte und der Kongress nach Berlin umzog, begannen die Diskussionen mit Männern, die dem Projekt mit Unverständnis begegneten", sagt Tangens.»[25]

Egal wo Frauen hinkommen, zicken sie erstmal rum, inszenieren sich als Opfer, kriegen dann ein Frauenbiotop zugewiesen (was von EMMA wohlwollend beklatscht wird) und wundern sich dann, warum sie von Männern nicht ernstgenommen werden.

Einzelnachweise

  1. Mit öffentlichen Geldern wird verdeckt das feministische Kampfmagazin EMMA finanziert. Der "Förderverein FrauenMediaTurm e. V." ist mit Redaktions­mitgliedern der EMMA besetzt, der Bayenturm dient auch als Büro von Alice Schwarzer und für die Redaktion der EMMA wurde ein Panorama-Büro mit Kölns schönstem Ausblick über den Rhein eingerichtet. Der Verdacht der verdeckten Sub­ventionierung der Zeitschrift besteht seit 1994. Seit 2008 wurde der FrauenMediaTurm, und damit indirekt die Zeitschrift EMMA, nach Angaben der Landes­regierung Fördermittel in Höhe von rund 800.000 Euro subventioniert. (NRW kürzt Mittel für Frauenarchiv: Die Frauen, das Geld und der Turm, WDR am 30. Januar 2012) 2012 sagte das Bundesministerium für alle außer Männer eine Projekt-Förderung von 150.000 Euro jährlich für vier Jahre zu. (FrauenMediaTurm: Kristina Schröder rettet Alice Schwarzers Lebenswerk, Die Welt am 21. Februar 2012; Förderung für Frauenmediaturm: Schröder beglückt Schwarzer, Spiegel am 21. Februar 2012)
  2. Emma erscheint wieder zweimonatlich, Media am 24. September 2012
  3. Hadmut Danisch: Alice Schwarzers Stil, Ansichten eines Informatikers am 17. November 2012
  4. Steffen am 18.11.2012 - 12:08 Uhr, Kommentar zu: Alice Schwarzers Stil
  5. Die Schreibweise "Männerechtler" (mit einem "r") findet sich auch bei Wikipedia-Autoren rund um Fiona Baine häufiger.
  6. Internet: WikiWoman unite! Und in Deutschland?, EMMA, Januar/Februar 2013
  7. Frauenhass - Die Verschwörung der Maskulisten, EMMA, Frühjahr 2012, S. 29
  8. Susanne Patzelt: Internet: Nichts wie rein in die Welt des Wissens!, EMMA, Winter 2010
  9. Fritz Goergen: Gedanken zum öffentlichen Umgang mit dem Unvorstellbaren: Flugkatastrophe: Innehalten ist das Gebot der Stunde - und Demut, Tichys Einblick am 28. März 2015
  10. Twitter: RobertRossmann - 28. März 2015 - 04:23
  11. Twitter: TechnicalG - 28. März 2015 - 05:36
  12. Twitter: janboehm - 28. März 2015 - 08:58
  13. Frauenquote im Cockpit: "Emma" irritiert mit Kommentar zur Germanwings-Katastrophe, Spiegel Online am 28. März 2015
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 Hadmut Danisch: Flug 4U9525: Die geschmacklose Widerlichkeit der Alice Schwarzer, Ansichten eines Informatikers am 28. März 2015
  15. Coyote38 am 30. März 2015 am 10:00 Uhr
  16. 16,0 16,1 16,2 Wolle Pelz: Luise Pusch und die Frauenquote im Cockpit - Ein Kommentar, Nicht-Feminist am 29. März 2015
  17. Leon I am 28. März 2015 um 22:18 Uhr
  18. Bzzz am 28. März 2015 um 22:23 Uhr
  19. Hanna Reitsch am 28. März 2015 um 22:27 Uhr
  20. Facebook: Dirk Niebel am 29. März 2015
  21. EMMA, Luise Pusch und Flug U49525, Männerstreik am 29. März 2015
  22. Kathrin Hollmer: Autorinnen dringend gesucht, Die Zeit - Jetzt am 17. Juli 2012
  23. 23,0 23,1 Internet: WikiWoman unite! Und in Deutschland?, EMMA, Januar/Februar 2013
  24. Internet: Nichts wie rein in die Welt des Wissens!, EMMA, Winter 2010
  25. Frauen im Netz: Geschlechterkrieg im Internet? (Frauen im Netz machen mobil gegen den Sexismus 2.0), EMMA, Sommer 2010

Querverweise

Netzverweise