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Männerrechtsbewegung

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Widerstand ist zwecklos

Die Männerrechtsbewegung kann, begrifflich von der Menschenrechtsbewegung[wp] kommend, als ein Gegenstück zur Frauenrechtsbewegung aufgefasst werden. Doch so einfach ist das nicht.

Versuch einer Systematisierung
Strömungen Zum Vergleich Andere Begriffe

Vorgeschichte

Übergang vom christlichen Weltbild zum Humanismus

Für das Umreißen des Ausgangspunktes ist ein Rückgriff auf die Bibel legitim, weil diese unstrittig für lange Zeit den Werterahmen Europas gebildet hat. In der Schöpfungs­geschichte heißt es:

"1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. (...) 26 Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, (...) 27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib." - Genesis, Kapitel 1[1]

Sowohl das Weib als auch der Mann wurden als "Bild Gottes" geschaffen. In diesem Sinne sind sie wesensgleich. Zugegeben, ein paar Unterschiede hat Gott dann doch zwischen Mann und Weib gemacht, was zwei Kapitel später mit

"16 Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären (...)
17 Und zu Adam sprach er: (...) 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist." - Genesis, Kapitel 3

beschrieben wird. Die Gottes­eben­bildlich­keit von Mann und Weib wird dadurch aber nicht aufgehoben.

Um eine lange Sache kurz zu machen: Die Religion wurde vom Humanismus verdrängt. Um es mit den Worten Goethes zu sagen:

"Alle Schöpfung ist Werk der Natur." - Johann Wolfgang von Goethe[wp], Vier Jahreszeiten - Herbst (1796)

Wenn Gott nicht mehr Schöpfer ist, dann ist auch die Gottes­eben­bildlich­keit von Mann und Weib dahin. Friedrich Nietzsche[wp] hat klar erkannt, dass der Mensch Gott vom Thron gestoßen hat, um sich selbst an seinen Platz zu setzen. Er muss um die weittragende Bedeutung gewusst haben, als er schrieb:

"Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet. Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?" - Die fröhliche Wissenschaft, Aph. 125 (1882)

Michel Foucault[wp] bemerkt treffend, dass es mit Verlust der objektiven Wahrheit nur relative Wahrheiten geben kann. Humanismus ist für ihn nichts Anderes als eine Säkularisierung[wp] idealistischer Gedanken. Daher gebe weder ein Wesen des Menschen noch objektive und universelle Menschenrechte. Foucault war einer der ersten, der sich den in den 1960er-Jahren populären marxistischen Denkfiguren und Geschichts­philosophien entzog und damit Kontroversen in der "Linken" auslöste. Die noch von Sartre[wp] verfochtene Freiheit sei letztlich eine Illusion. Tatsächlich denke man innerhalb eines anonymen und zwingenden Gedanken­systems einer bestimmten Sprache und Epoche. Mit dieser Erkenntnis werde die Idee vom Menschen in der Forschung und im Denken überflüssig. Sie sei nur ein Hindernis, die wahren Zusammenhänge zu erkennen. Das am meisten belastende Erbe, das uns aus dem 19. Jahrhundert zufalle, sei der Humanismus. Alle politischen Regime des Ostens oder des Westens brächten ihre schlechte Ware unter der Flagge des Humanismus durch.

Weil aber mit der Existenz Gottes auch die Grundlage des Wertesystems für die Menschen verloren ging, brauchte man einen Ersatz. So einigte man sich auf die unantastbare Menschenwürde als Grundlage eines neuen Wertesystems und verankerte dies sowohl völkerrechtlich als auch in den meisten nationalen Verfassungen. Durch die Übernahme des sittlichen Wertes der Menschenwürde in geltendes Recht ist sie zugleich zu einem Rechtswert geworden. Die Präambel der Charta der Vereinten Nationen beginnt mit:

"Da die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt bildet [...]" - Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Und in Art. 1 Satz 1 heißt es dort:

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."

Das Ergebnis der Verrechtlichung der sittlichen Werte von Freiheit und Gleichheit erleben wir in der Gegenwart der Gleichstellungspolitik.

Ursprung der Misandrie

Etwa zeitgleich zum Humanismus, zu Beginn der Moderne, entstand das Stereotyp vom unmoralischen, gewalttätigen, sexuell unersättlichen Mann, weit vor dem Feminismus. Die Feministinnen griffen aber dankbar die entstehende Misandrie auf und tradieren sie bis heute. Sie gehen mehrheitlich davon aus, zu Beginn der Moderne habe der Mann sich selbst zum Inbegriff des Menschlichen erklärt, als überlegenes Geschlecht, rational, moralisch und fehlerlos. Im Unterschied zur emotionalen, häuslichen und einfältigen Schwundform des Menschen namens Frau. Als "Mann plus, Frau minus" wurde dieses vermeintliche Denkmodell bezeichnet - um es als patriarchal und anmaßend zu bekämpfen.

Nur leider: Es ist bloß ein Mythos. Um 1800 kam ein Diskurs auf, der Männer als naturhaft unmoralisch, gewalttätig, egoistisch, asozial, hypersexuell, gefühlskalt, kommunikationsunfähig und verantwortungslos charakterisiert. Die Vorwürfe beginnen etwa um 1765. Im Jahre 1779 weiß der schottische Aufklärer William Alexander bereits: "Der Mann ohne weibliche Begleitung ist ein gefährliches Tier der Gesellschaft."

Kurz darauf sieht der deutsche Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt[wp] in naturaler Männlichkeit nichts als "Härte und Gewaltthätigkeit", nur "Einseitigkeit" und "Mangel", was ihn zur Schlussfolgerung verleitet: dass "sich der Mann von seinem Geschlecht lossagen und sich dem Weiblichen nähern müsse, um wahrer Mensch zu werden". Die SPD hat von ihm gelernt.

Andere bürgerliche Denker, die heute keiner mehr kennt, finden in Männern nichts als "Egoismus der gröbsten Art, instinktmäßigen Eigennutz" und eine "grausame und gleichgültige Natur". Kein Wunder, dass von diesem bloßen "Stück kalter Vernunft" nur das Übelste zu erwarten ist: "die Gefühllosigkeit der Männer vernichtet die Menschlichkeit".

Hauptartikel: Misandrie

Männerfeindlicher Feminismus

Auf der Basis des zuvor Gesagten baute der Feminismus seine Ideologie von der guten Frau und dem bösen Mann auf. Die Frau galt als die vom Mann Unterdrückte, der Mann als Unterdrücker der Frau. Es wurde eine Dichotomie[wp] (Zweiteilung der Gesellschaft) in weibliche Opfer und männliche Täter geschaffen, die an die religiöse Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige, in Fromme und Heiden erinnert.

Wenn alles Gute einseitig den Frauen zugeschrieben wird, und für alles Schlechte die Männer verantwortlich gemacht wird, dann kann das bei Frauen nur zu Männerhass und bei Männern zu Selbsthass führen.

Wesen der Männerrechtsbewegung

Die skizzierte Vorgeschichte sollte plausibel machen, warum Männer­rechts­bewegung und Frauen­(rechts)­bewegung nicht gleichwertig reziprok sind. Solange sich Männer und Weiber als Gottes Ebenbilder verstehen konnten, gab es weder Männer- noch Frauen­rechts­bewegungen. Männer und Weiber hatten zwar aufgrund ihrer Unter­schied­lichkeit ein paar Probleme, die man jedoch mit einer gewissen Gelassenheit als unabänderlich hinnahm und damit fertig zu werden wusste. Aber mit dem Humanismus und seiner Ersatzreligion von Freiheit und Gleichheit war plötzlich der Mann daran schuld, dass das Weib unter Schmerzen Kinder gebar. Die Möglichkeit, Gott dafür anzuklagen, ist ja weggefallen.

Asymmetrie

Die Männerrechtsbewegung steht also deshalb in einem asymmetrischen Verhältnis zur Frauen­(rechts)­bewegung, weil sie sich - ob sie will oder nicht - mit der Misandrie des Feminismus auseinandersetzen muss. Wenn nun profeministische Autoren, wie beispielsweise Hinrich Rosenbrock, davon fabulieren, dass die Ziele der Männer­rechts­bewegung "in Vernichtungs­phantasien gegen den Feminismus und auch gegen einzelne feministische Personen" gipfelt, beziehungsweise behauptet, die Männer suchten sich einen Sündenbock - Zitat: "Das ist der übermächtige Feminismus, der undifferenziert zum Feindbild erklärt wird - und durch den alle Männer zu Opfern werden" - dann handelt es sich dabei um Übertragung[wp].[2]

Denn es ist die Frauenbewegung, die Frauen kollektiv als Opfer inszeniert und die feministischen Vernichtungs­phantasien zeigen sich nicht nur im SCUM-Manifest der Valerie Solanas, in dem sie zur Rettung der Welt die Tötung aller Männer forderte. Die Ausrede, das sei die Meinung einer Außenseiterin gewesen, zieht nicht. Das Buch ist allein in deutscher Übersetzung 1997 und 2010 neu aufgelegt worden, weil es offenbar Bedarf gibt. Außerdem wird SCUM in Schweden als Schul­theater­stück aufgeführt.[3] Es darf bezweifelt werden, dass ein Buch, das umgekehrt zur Frauenvernichtung aufriefe, veröffentlicht würde. Ein solches Buch wäre verboten und würde erst recht nicht als "witzig" oder "kurzweilig" bezeichnet werden.

Die IGAF Schweiz machte im März 2012 die Probe und schaltete einen Textauszug des S.C.U.M.-Manifests auf ihrer Webseite auf. René Kuhn berichtet über diesen Versuch, bei dem die Begriffe Mann und Frau ausgetauscht waren:

"Während der kurzen Zeit, als dieser Text unkommentiert aufgeschaltet war, erreichten mich zahlreiche Mails von Sozial­tanten und Studien­gängern der Soziologie mit üblen Beschimpfungen. Vielleicht müssten diese zuerst einmal vor der eigenen Türe kehren und sich vergewissern, was ihre Vorbilder 'zum Besten' geben." [4]

Sally Miller Gearhart schrieb in ihrem Essay "The Future - If There Is One - Is Female"[5] unter anderem die folgenden programmatischen Sätze:

  1. Jede Kultur muss jetzt Schritte unternehmen, damit die Zukunft weiblich wird.
  2. Die Verantwortung für den Fortbestand der menschlichen Gattung muss in allen Kulturen wieder in die Hände der Frauen gelegt werden.
  3. Der Anteil der Männer muss auf ungefähr 10 % der menschlichen Rasse reduziert und festgeschrieben werden.

Den in den Romanen dargestellten radikal-misandristischen Positionen schloss sich Mary Daly in einem Interview mit dem EnlightenNext magazine an.[6]

Etwas vornehmer drückt sich die SPD in ihrem Wahlprogramm aus:

Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden." [7]

Ausgangsposition

Jede Strömung der Männerrechtsbewegung - unabhängig davon, wie sie sich selbst definieren - muss sich damit auseinandersetzen, dass jedwede Kritik am Feminismus als frauenfeindlich und rechtsextrem diffamiert wird. Diese Asymmetrie ist gewissermaßen die Ausgangslage der Männerrechtsbewegung, also noch bevor sie überhaupt konkrete politische Forderungen erhoben oder inhaltliche Kritik geübt hat. Die Männerrechtsbewegung muss sich also auf eine Uphill-Battle[8] gegen feministische Positionen einstellen. Die Frauen(rechts)bewegung hingegen hat es einfach. Sie muss nur gebetsmühlenartig immer wieder Frauen als Opfer inszenieren und den Mann als Vergewaltiger, Gewalttäter und Patriarch denunzieren.

Definition

Nachdem die Vorgeschichte und die Ausgangslage der Männerrechtsbewegung skizziert wurde, kann nun der Versuch unternommen werden, über die Männerrechtsbewegung selbst etwas zu sagen. Spontan können zum Begriff Männerrechtsbewegung drei Dinge genannt werden, die wenig miteinander zu tun haben:

  1. Was die Männerrechtsbewegung wirklich ist (Beschreibung der Realität)
  2. Was die Männerrechtsbewegung sein könnte (Beschreibung einer Vision oder Utopie)
  3. Was der Männerrechtsbewegung zugeschrieben wird (Zuschreibungen von weiblichen Feministinnen und männlichen Profeministen)

Zu 3)
Zu den Zuschreibungen wurde bereits etwas angedeutet. Als Eva Herman Kritik am Feminismus übte, wurde sie als "Eva Braun" denunziert und so in die geistige Nähe Hitlers gerückt. Dieselbe Methode wendet Hinrich Rosenbrock an, wenn er im Vorwort seiner "Expertise" Männerrechtler mit dem norwegischen Massen­mörder Anders Behring Breivik[wp] in Verbindung bringt.

Zu 1)
Eine Beschreibung dessen, was die Männerrechtsbewegung wirklich ist, wird so natürlich schwierig, weil diese Beschreibungen von ideologischen Verzerrungen durchsetzt sind. Selbstverständlich unterscheidet sich dabei das Selbstbild der Männerrechtler vom Fremdbild der Biedermänner, Feministinnen und Profeministen.

Eine Schlüsselfrage für Männerrechtsgruppen ist, wie sie mit dem institutionellen Feminismus (Staatsfeminismus) umgeht. Die meisten scheuen, im Bewusstsein der Uphill-Battle-Situation, die direkte Konfrontation. So vermeiden Väterrechts­gruppen, wie beispielsweise der Väteraufbruch für Kinder direkte Kritik am Feminismus und übt allenfalls indirekte Kritik, wenn die Ausurteilung von Unterhaltsverpflichtungen (Unterhaltsmaximierungsprinzip) oder das Umgangsrecht mit den Kinder allzu Ungunsten des Vaters ausfällt. Ein Kampf gegen den Feminismus würde von der Gegenseite gegen die Väter verwendet werden und die gesellschaftliche Auseinandersetzung würde auf Familienebene ausgetragen, was man vermeiden möchte. Auch andere Gruppen, wie männer.ch um Markus Theunert setzen auf Kooperation statt auf Konfrontation, weil sie diesen Weg für erfolgversprechender halten. Allerdings wurde Markus Theunert vor Ablauf eines Monats aus seiner Arbeit als männlicher Gleichstellungsbeauftragter wieder rausgemobbt. Dies ist der lebende Beweis dafür, dass der Konflikt mit dem institutionalisierten Feminismus praktisch nicht vermieden werden kann.

Auf dem anderen Extrem der Skala agieren Gruppen wie die IGAF Schweiz, welche sich auf den Standpunkt stellt, wenn die konfrontative Auseinandersetzung mit dem Feminismus schon nicht vermeidbar ist, dann geht man auch gleich offensiv damit um.

Zu 2)
Zu der Frage, was die Männerrechtsbewegung sein könnte, lässt sich trefflich spekulieren.

Agens e.V. hat errechnet, dass mit jedem Familiengerichtstag 400 neue Scheidungswaisen produziert, werden. Andersherum formuliert verlieren jeden Tag rund 400 Väter den Kontakt zu einem oder mehreren Kindern. Die Zahl der Betroffenen ist riesengroß und damit ist auch das Potential einer großen und starken Männerrechtsbewegung groß. Die Realität ist allerdings anders und de facto haben entsorgte Männer keine der Sachlage angemessene Interessenvertretung. Politiker scheuen das Thema Männerrechte wie ein Minenfeld, sie fürchten sich in einer feministisch beherrschten Öffentlichkeit politisch zu isolieren.

Strategien

Die Frage, ob Radikalismus und verbale Kraftmeierei vielleicht kontraproduktiv sein könnten, wird in der Männerrechtsbewegung immer wieder heiß diskutiert. Einen exemplarischen Beitrag dieser Debatte lieferte ein Anonymus mit dem Nick "Leszek" in der Kommentarspalte eines Artikels auf Christian Schmidts Blog "Alles Evolution". Er schreibt:

"Ich habe den Eindruck, dass es nicht wenige Personen im Kontext der Männer­rechts­bewegung gibt, die diese als eine Art 'trivial-thera­peutische Gemeinschaft' missverstehen, die es ihnen ermöglicht, unverarbeitete Erfahrungen und unangenehme persönliche Gefühle in extremen Phrasen auszuagieren. Das Resultat dieses Ausagierens ist dann aber oft weder eine tatsächliche emotionale Verarbeitung, noch eine rationale Perspektive - eher scheint das Ausagieren zur Sucht zu werden und einfache Feindbild­konstruktionen das Denken zu dominieren (ist bei extremen Feministinnen nicht anders, siehe Andrea Dworkin als proto­typisches Beispiel).
Ohne grundsätzlich bestreiten zu wollen, dass die Männer­rechts­bewegung durchaus auch eine - dann allerdings konstruktiv-aufklärende und von psycho­thera­peutischer Kompetenz getragene - psycho­logische und thera­peutische Dimension beinhalten kann: In erster Linie muss die Männer­rechts­bewegung eine politische Bewegung sein.
Vielen Personen, die sich eine zeitlang im Kontext der Männerbewegung bewegen, scheint nicht ganz klar zu sein, wie befremdlich und im Extremfall abstoßend manche dort verbreitete Kommunikations­formen und Feindbild­konstruktionen auf die Normal­bevölkerung wirken. Die Normal­bevölkerung aber gilt es zu gewinnen, wenn es wirklich um politischen Erfolg gehen soll. Wenn die Männerbewegung in der Öffentlichkeit als eine Bewegung wahrgenommen wird, der es vorrangig um emotionales Ausagieren und verbal-radikale Phrasen­drescherei geht und nicht als eine soziale und politische Bewegung, die von moralischer Integrität, gesellschaftlichem Verantwortungs­bewusstsein und politisch-strategischer Kompetenz getragen wird, dann wird die Männer­rechts­bewegung scheitern. Punkt.
[...] Zweitens ist das Argument des Erfolges des Feminismus trotz des Einflusses seiner radikalen Strömungen schon deshalb absurd, weil gerade für Männerrechtler offensichtlich sein sollte, dass eine von Fanatismus, Einseitigkeit und Engstirnigkeit geprägte Bewegung, selbst wenn sie gesellschaftlichen Einfluss gewinnen würde, auf jeden Fall mehr Schaden als Nutzen bewirken würde. Von Fanatismus, Einseitigkeit und Engstirnigkeit geprägte Bewegungen können gesellschaftlich nicht viel Gutes bewirken, aus ihnen kann nichts Konstruktives und Dauerhaftes erwachsen. Sie bringen notwendigerweise wieder Gegenbewegungen hervor und sind unfähig, das Ziel des Geschlechter­friedens, der Gleichberechtigung und -verpflichtung (oder wie auch immer man es nennen will) zu erreichen.
Beide Extreme sind zu vermeiden: Eine Männerbewegung, die ihre Anliegen nicht in deutlichen Worten artikuliert und die auf jegliche argumentative Schärfe verzichtet, wird mit dieser Strategie genauso wenig Erfolg haben wie eine Männerbewegung, die primär auf emotionales Ausagieren und Verbalradikalismus setzt." [9]

An dieser Einschätzung ist richtig, dass die Männerrechts­bewegung in erster Linie eine politische Bewegung sein muss. Und zutreffend ist ebenfalls, dass es die Normal­bevölkerung zu gewinnen gilt, wenn es um politischen Erfolg gehen soll.

Aber der Autor macht es sich zu einfach. Zum einen ist die "Normalbevölkerung" längst vom Feminismus eingelullt, oder noch schlimmer, sie ist absolut indifferent und desinteressiert. Es ist tatsächlich nicht einfach, Aufmerksamkeit zu gewinnen, wenn ständig in den Nachrichten eine neue globale Krise "durchs Dorf getrieben" wird. Zum zweiten erleben Männer, die eine traumatische Scheidung erlebt haben oder den Verlust ihrer Kinder verarbeiten müssen, dass sie keine Lobby haben. Nicht selten müssen sie überhöhten Unterhalt zahlen und nicht wenigen werden gleichzeitig die Kinder vorenthalten, während sie gleichzeitig von einer ihnen gegenüber gefühlsarmen Justiz durch die Mangel gedreht werden.

Erstens kann man Männern, die solches erleben, nicht verdenken, wenn sie sich emotional Ausagieren und verbal radikal sind. Während es für Frauen eine engmaschige und weitverzweite Helfer- und Unterstützer­struktur gibt, ist es eher Glückssache, ob diese Männer aufgefangen werden und Unterstützung erfahren. Zweitens ist es unredlich, die Äußerungen dieser Männer das Gewicht von Presse­erklärungen von Männer­rechts­organisationen zu geben. Und drittens verlangt niemand von einer Frau, sich verbal zurückzunehmen, wenn sie sich von einem Mann ungerecht behandelt fühlt.

Es ist falsch und zynisch, wenn man von einem Mann, dessen gesamtes Lebensumfeld gerade zerstört worden ist, erwartet, dass er sich zusammennimmt und einen "sozialverträglichen" Eindruck macht. Bei diesen existentiellen Dingen kann man nicht so tun, als wäre außer einem Totalschaden am Auto nichts geschehen. Wenn angeführt wird, die Männer­rechts­bewegung habe wegen des lautstarken Auftretens einiger ultra­radikaler und politisch problematischer Personen bei nicht wenigen Menschen einen schlechten Eindruck hinterlassen, dann soll angemerkt sein, dass dies dem Feminismus noch nie geschadet hat. Man könnte das auch "Frechheit siegt" nennen.

Das brave und zurückhaltene Auftreten von Väteraufbruch für Kinder, MANNdat und Agens e.V. birgt die Gefahr, dass die Öffentlichkeit gar nicht wahrnimmt, dass es ein wirklich ein Problem gibt.

Das Problem ist nicht, dass Verbalradikalismus dazu genutzt wird, um mit Hilfe pseudo­wissen­schaftlicher "Expertisen" die Gesamtbewegung zu diskreditieren. Das eigentliche Problem liegt darin, dass die Betroffenen (noch) nicht den erforderlichen Willen und die Entschlossenheit zeigen, ihre Anliegen in politische Arbeit zu transformieren.

Ohne eine engagierte und kontinuierliche politische Arbeit jedoch kann keine soziale und politische Bewegung erfolgreich sein.

Zitat:

«Die Männerbewegung wird eine Graswurzelbewegung[wp] sein, oder sie wird nicht sein.» - MASKULIST[10]

Männerrechtsgruppen in deutschsprachigen Ländern

Welche Gruppen es mit welcher Ausrichtung und welcher politischen Agenda gibt und wie groß sie sind, müsste noch separat erarbeitet und dargestellt werden.

Väteraufbruch für Kinder

Hauptartikel: Väteraufbruch für Kinder

MANNdat

Hauptartikel: MANNdat

Agens e.V.

Hauptartikel: Agens e.V.

GeCoBi

Hauptartikel: GeCoBi

IGAF Schweiz

Wer sind die Maskulisten?

Zitat:

«"Maskulisten" gibt es nicht. Mir ist keine Gruppierung bekannt, die sich so nennt, und ich kenne mich da aus: Es gibt unterschiedliche Einzelstimmen, die jeweils eine eigene Webseite unterhalten und sich dann verlinken. Doch sobald man Männer zu einer Gruppe zusammenfassen will, kommt das Rumpelstilzchen und lacht: Keiner weiß, wie man so eine Gruppe nennen soll. Deshalb haben sich auch so seltsame Namen herausgebildet wie "Cuncti", "Agens" oder "Argumente von Femastasen".
Die Kategorie "Frau", die sowieso ein fragwürdiges Konstrukt ist, um es sehr diplomatisch auszudrücken, findet keine Entsprechung in einer Kategorie "Mann". Auch das Wörtchen "man" ist nicht der richtige Tanzpartner für das klein geschriebene "frau". Männer lassen sich nicht über einen Kamm scheren - so wie man es mit Frauen macht, wenn man von Quoten spricht und von Frauenrechten. Das geht bei Männern nicht. Schwule und Väter sind ohne Zweifel Männer - doch wo liegen die gemeinsamen Interessen? Sie bilden eben gerade keine Einheit, auch die von Unterhalts­zahlungen Gebeutelten und die von Beschneidung Betroffenen nicht.» - Bernhard Lassahn[11]

Themen der Männerrechtsbewegung

Hier müssten noch die Hauptthemen der Männerrechtsbewegung zusammenfassend dargestellt werden.

Sorgerecht

Hauptartikel: Sorgerecht

Unterhaltsmaximierungsprinzip

Kuckuckskinder

Hauptartikel: Kuckuckskind

Strafrecht

Hauptartikel: Falschbeschuldigung

Gesundheit

Hauptartikel: Männergesundheitsbericht

Stellung des Mannes

Hauptartikel: Familienoberhaupt, Trennungsvater und Zahlesel

Entwicklung der Männerrechtsbewegung

Wie Bernhard Lassahn zutreffend bemerkt, bilden Männer gerade keine Einheit, auch die von Unterhaltszahlungen Gebeutelten und die von Beschneidung Betroffenen nicht. Sie bilden erst recht keine Bewegung. Dazu fehlt ihnen sowohl eine verbindende Geschichte (Einheit in der Vergangenheit) als auch eine programmatische Ziele (Einheit in die Zukunft). Mit Männerrechtsbewegung wird deshalb etwas unzutreffend ein inhomogenes Sammelsurium von Einzelkämpfern, Weblogs, Internet-Foren, kleinen und kleinsten Gruppen und Interessenvertretungen mit unterschiedlicher Geschichte und eigenen (eigenbrötlerischen?) Programmen, die von Gewichtung und Zielsetzung meist wenig kompatibel sind.

Ein wesentlicher Meilenstein stellt die Emanzipation der aktuellen Männer­rechts­bewegung von den profeministisch eingestellten Männern, welche ihr Geschlecht gemäß feministischer Vorgaben beliebiger Definition zum "neuen Mann" umformen wollten. Während sich die profeministische Männerbewegung vom Feminismus am Nasenring durch die Manege ziehen ließ und in Männer­stuhl­kreisen Selbstanklage-Rituale abhielt, begannen andere systematische Benachteiligungen von Männern zu thematisieren und gingen zunehmend auf Distanz zum Feminismus.

Diese Männerrechtler fanden sich sofort in einem Zweifrontenkrieg zwischen weiblichen Feministinnen und männlichen Profeministen. Da sich die Profeministen durchgehend als links definierten, wurde dies auch als Spaltung zwischen "linken" und "rechten" Männerrechtlern wahrgenommen. Es ging zunächst darum, die starre Zuschreibung von Mann gleich Täter und Frau gleich Opfer aufzubrechen und die feministische Deutungshoheit zu überwinden. Das Themenfeld Familienrecht und der Begriff Gleichberechtigung waren zwei bestimmende Themen der Männerbewegung.

Gleichberechtigung

Der Begriff der Gleichberechtigung war seit jeher ein bestimmendes Element der Männer­rechts­bewegung. So definierte der ursprüngliche Gründer des WGvdL-Forums seinen Zweck als Diskussion über "Sinn und Unsinn der derzeit praktizierten Form der Gleichberechtigung".[12] Es kann daher kaum verwundern, dass just um diese Begrifflichkeit mehrere Entwicklungen stattgefunden haben.

In einem ersten Schritt wurden die entsprechenden Begriffe, namentlich Gleichberechtigung, Gleichbehandlung sowie Gleichstellung voneinander abgegrenzt, was wiederum in einer Polarität erfolgte: Gleiche Eingangs­vor­aus­setzungen (Gleichberechtigung) gegenüber einer Ergebnis­gleichheit (Gleichstellung von Lebens­situationen). Exakt mit dieser Unterscheidung erlangte die Gleichberechtigung über die Jahre sehr wohl Akzeptanz, während Gleichstellung klar abgelehnt wurde. Zu dieser Zeit wusste die Männer­rechts­bewegung aber sehr wohl um die Definition der Begriffe, ihrer Ursprünge und ihrer Verflechtung mit den Menschenrechten.

In einem zweiten Schritt erfolgte eine Verwässerung dieser Begriffe. Insbesondere die Gleichberechtigung wurde mit allerlei wohlfeilen Adjektiven geschmückt, wie z.B. "wahr", "wirklich", "richtig" und "absolut". Wiewohl diese Attribute weder eine normative noch deskriptive Aussagekraft besitzen, sorgten sie aber zumindest dafür, dass die Definition der Begriffe in der Versenkung verschwand und ein jeder in sie hinein­interpretieren durfte, was ihm beliebte. Dieser Effekt wurde noch verstärkt durch gleichzeitige Vermengung mit den Begriffen "Gleichwertigkeit" und "Gleichverpflichtung". Allein die klare Abgrenzung dieser neuen Begriffsvielfalt würde eine Vielzahl heller Köpfe auf Jahre beschäftigen. Nötig war sie gleichwohl nicht, denn all diese neuen Varianten haben rechtlich keine klare Definition oder wo doch, keinen zusätzlichen Wert. Diese Entwicklung hatte jedoch einen ganz klaren Effekt: Sie schoss den Begriff der Gleichberechtigung sturmreif für eine kritische Betrachtung auf einer viel allgemeineren Ebene.

Der dritte Schritt bestand demgemäß schlichtweg aus einer Ablehnung des Begriffs der Gleichberechtigung insgesamt - und der Überleitung in den politischen Grabenkampf, der hier zur Diskussion steht. Im Gegensatz zur vorhergehenden Entwicklung geschah dies jedoch nicht ohne Substanz. In der Tat nämlich basiert die Gleichberechtigung sowie alle damit verwandten Begriffe auf dem Konzept der Egalität, und dies ist originär eine Theorie des linken politischen Spektrums. Wer sich traditionell und ausschließlich dem rechten Spektrum verpflichtet fühlte, konnte diesen Begriff somit nur ablehnen - und mit ihr alle Abstraktions­ebenen bis hinunter zu den Menschenrechten. Während die Gleichberechtigung somit für den linken Männerrechtler die Eingangs­vor­aussetzung für jede Diskussion darstellte, bedeutete sie für sein rechtes Gegenstück den primären Ausschlussgrund - die Spaltung war vollzogen.[13]

Der vierte Schritt besteht in der Erkenntnis, dass mit der Abgrenzung der Begriffe Gleichberechtigung, Gleichbehandlung und Gleichstellung eine Phantomdiskussion geführt wurde, weil in den internationalen Verträgen, die in englischer Sprache verfasst sind, unterschiedslos immer nur der eine Begriff Equality verwendet wird.

Familienbild

Als zweites bestimmendes Thema der Männerbewegung kristallisierte sich die Familie heraus. Im Grunde ist es sogar das wichtigste Thema und nur deshalb an zweiter Stelle, weil es im Sinne des Aufbaus einer ordentlichen Argumentation geboten erscheint. In der Tat nämlich ist ein erheblicher Teil der Substanz der Bewegung sowohl quantitativ als auch historisch auf der Väterrechtsbewegung begründet, ebenso wie der Großteil der Kritik, die weltweit letztlich in Aktionen, Prozesse, Studien und neue Entwicklungen mündete. Das Verständnis dieser Kritik ist damit essentiell für die Männerbewegung, eine Spaltung in der Sache verheerend. Und doch war sie unvermeidlich. Grundlage hierfür sind die unterschiedlichen Familienmodelle, welche Vertreter linker und rechter Denkmuster zwangsläufig vertreten müssen.

Im linken Spektrum gebiert sich aus dem Grundsatz der Egalität das als progressiv wahrgenommene Verständnis, dass "Familie" jede Art eines gleichberechtigten zwischen­menschlichen Zusammenschlusses darstellt, deren genaue Zusammensetzung variabel ist. Es wird daher nicht unterschieden zwischen sexueller Ausrichtung, Verwandtschaftsstufe oder rechtlichem Status der Partnerschaft. Die Familie wird in ihrem Wortsinne als "Hausgemeinschaft" verstanden oder ganz modern im Sinne des SGB als "Bedarfsgemeinschaft" von Einzelpersonen, der kein besonderer Wert beigemessen wird. Übergeordnete Werte wie Sozialisation und Absicherung werden in die Gesellschaft ausgelagert.

Im rechten Spektrum jedoch ist die Familie die "Keimzelle der Gesellschaft", umfasst mindestens zwei Generationen und bedingt durch ihre Fähigkeit zur Fortpflanzung im konservativen Verständnis als langfristige Partnerschaft zwischen Mann und Frau definiert. Sie umfasst nicht nur die gemeinsame Bereitstellung physiologischer Bedürfnisse, sondern erfüllt zudem soziale und in der verrechtlichten Form als Ehe auch wirtschaftliche und rechtliche Funktionen. Sie agiert möglichst unabhängig und wendet sich nur in Notfällen an die Gesellschaft. Im Extremfall kann dies zu Konflikten führen, wenn Werteverständnis von Familie und Gesellschaft zu sehr voneinander abweichen.

Es versteht sich von selbst, dass diese Modelle nicht miteinander vereinbar sind, da sie sich auf mehreren Ebenen widersprechen. Verschärft wird dieser Konflikt zusätzlich dadurch, dass zumindest das Verständnis der Ehe durchaus konservativer Definition folgt, inklusive aller rechtlichen Konsequenzen bei deren Auflösung. Ist die Ehe aber erst einmal geschieden, lernen die Beteiligten jedoch sehr schnell, dass das "Biotop Familie" außerhalb derselben in der Gesellschaft keinen größeren Wert besitzt und ungeachtet anderslautender Festlegung im Grundgesetz auch keinen besonderen Schutz (siehe Artikel 6) genießt.[14] Dadurch ist es kaum möglich, die "Causa Familia" nur im privaten Kontext zu betrachten und aus gesellschaftlichen Grabenkämpfen herauszuhalten.[13]

Einmischung des Staates

Sowohl in Anbetracht dieser beiden Schwerpunkte als auch durch Analyse der Fachbereiche im Rahmen der Männerbewegung rückte in den letzten Jahren zwangsläufig der Grad staatlicher Regulation in den Mittelpunkt der Diskussionen. Dies betrifft einerseits zahllose Sonderregelungen zur Privilegierung von Frauen, die von Bereitstellung zusätzlichen Personals (Frauenbeauftragte) über gesonderte Einrichtungen (Frauenhäuser), spezielle Förderungen für Frauenprojekte (Frau und Wirtschaft) bis hin zu rechtlich nicht festgelegten Trivialitäten wie Frauenparkplätzen reichen. Andererseits jedoch betrifft dies eine Verrechtlichung der Geschlechterverhältnisse allgemein (Antidiskriminierungsgesetz, Frauenquoten) und die übernationale Ausgestaltung entsprechender Maßnahmen und Gesetze im Sinne des EU-Rechts (Gender Mainstreaming) oder auch global (Menschenrechte).

An diesem Punkt jedoch wird die Polarisation schwierig. Zweifellos folgen auch die Menschenrechte einem egalitären Leitbild, doch ist dieses durch sie selbst begrenzt. Einerseits nämlich sind jene Rechte als "minimale Abwehrrechte" konzipiert, die zudem den Staaten eine Vielzahl von Schlupflöchern lassen. Andererseits liegen diese Rechte als Diskriminierungsverbot vor, die eine Gleichstellung von Lebenssituation gezielt ausschließen. Diese Ausformulierung wirkt einer übermäßigen Regulierung sogar entgegen, ist dieses Ziel doch am Einfachsten durch Abschaffung aller Sonder­regelungen zu Nach- oder Vorteil einer der benannten Personengruppen zu erreichen. Dennoch aber werden insbesondere von der EU Ziele verfolgt, die nicht originär durch die Menschenrechte abgedeckt sind. Dazu gehören die Gleichstellung von Lebens­situationen ebenso wie der Grundsatz "gleiches Geld für gleichwertige Arbeit". Hinzu kommt, dass die Umsetzung der Gleichstellung bisweilen mit Maßnahmen vollzogen wird, die eindeutig rechts zu verorten sind, wie beispielsweise der "positiven Diskriminierung", die in ihrer Ausführung mit der Egalität nichts mehr zu tun hat.

Dennoch aber wird die Situation für eher links stehende Männerrechtler dadurch nicht einfacher. Obschon die Verstärkungen staatlicher Regulation aus unterschiedlichen Lagern kommen und dieser Effekt bei einer Querschnitts­betrachtung der Geschichte keiner speziellen Ausprägung des politischen Spektrums zugeschrieben werden kann, lässt es sich doch nicht verleugnen, dass zumindest in der gegenwärtigen Situation Gegenstand oder Ursprung der Betrachtung stets ein egalitäres Verständnis mit sich bringt. Verschärft wird diese Situation noch durch den Umstand, dass alle Staaten, welche die Menschenrechte ratifiziert haben, sich zumindest einem gewissen Grad der Egalität verpflichten, der Platz für originär rechte Standpunkte somit kleiner geworden ist und diese sich zudem in Bereichen manifestieren, die bereits durch politische Richtungen belegt sind, die unter weit stärkerer Kritik stehen (Kapitalismus). Dies zeigt sich durch Etikettierung dieser Staaten als "modern", was eine genauere Charakterisierung verhindert.[13]

Nebenschauplätze

Im Sinne einer "erweiterten Kampfzone" kommen zu all diesen Themen, die für sich genommen schon umfangreich genug sind, noch zahlreiche Schauplätze hinzu, welche von den Vertretern des politischen Spektrums traditionell bearbeitet werden.

Für das linke Spektrum sind dies beispielsweise die Themen Multikulturalismus, Kapitalismuskritik, soziale Absicherung, Schutz von Minderheiten und Schutz vor Diskriminierung. Dem gegenüber stehen im rechten Spektrum die Themen Elitarismus (Privilegierung aufgrund von Qualifikation oder Leistung) und Nationalismus (Schutz der "Leitkultur"), aber auch Liberalismus (Leistungsgerechtigkeit).

Diese Vielzahl an Themen kann eine ohnehin recht junge Männerbewegung natürlich nicht erschöpfend bearbeiten, weshalb sie zwangsläufig diese Gebiete auslagern muss, da ein völliges Ausblenden dieser Themen auf der mittlerweile erreichten Abstraktionsebene nicht mehr möglich ist. Hier jedoch zeigt sich das Dilemma der heutigen Debatte. Denn durch die weite Streuung der Interessen ist die Männerbewegung zumindest in diesem Sinne im Kern der Gesellschaft angekommen. Die zur Verfügung stehenden Meinungen rangieren nämlich nicht mehr wie am Anfang im Bereich der bürgerlichen Mitte oder wie in der zweiten Phase zwischen dem linken und rechten politischen Spektrum, sondern sie bewegen sich im gesamten zur Verfügung stehenden Bereich - von linksaußen über liberale Vorstellungen bis nach rechtsaußen. Die Bewegung ist demgemäß aber mitnichten gewachsen, weshalb es ihr äußerst schwer fällt, die Randbereiche von den gemäßigten Zonen zu trennen.

Unter "Kapitalismuskritik" fallen daher sowohl Kritiken renommierter Wirtschafts­wissenschaftler als auch zahlreiche Verschwörungstheorien zur Unterdrückung der Bürger, unter "Nationalismus" wird so ziemlich alles abgehandelt von berechtigten Kritiken an der Immigrations­politik bis hin zu offen feindseligen und antisemitischen Kommentaren. Als Notbehelf wird daher gerne auf spezialisierte Seiten verwiesen, die sich jedoch nur allzu oft als extremistische Seiten darstellen wie die Nachrichtenportale Indymedia und Altermedia. Der konkrete Artikel mag in solchen Fällen noch nicht einmal zu beanstanden sein, die Verortung in den Randbereichen des Spektrums über die Webseite macht die Angelegenheit jedoch sehr schwierig.[13] Weiteres Streitpotential besitzen folgende Themen:

Abtreibung

Ab wann fängt das Leben an? Direkt bei der Verschmelzung von Samen- und Eizelle oder gibt es da einen Spielraum, der eine Abtreibung zulässig macht?

Hauptartikel: Abtreibung

Rollenverteilung

Klassisch oder modern, wie sollte der Mann sein? Er sollte auf jeden Fall frei wählen dürfen.

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Strategien

Zitat:

«Die Männerrechtsbewegung führt in erster Linie einen Informationskrieg, das heißt einen Krieg um die Köpfe, und das in erster Linie im Internet, da sich die etablierten Mainstreammedien einer männerfreundlichen Perspektive in ihrer Berichterstattung sperren.»[15]

Männerinteressen

Im Zusammenhang mit den Zielen, die eine wie auch immer geartete Männer­rechts­bewegung verfolgen könnte, wirft Lucas Schoppe die interessante Frage auf, was denn eigentlich (gemeinsame) Männerinteressen sind.

"Für Männer aller Schichten ist es traditionell normal, sich nicht allein an ihrer Geschlechts­zu­gehörigkeit, sondern an ihren beruflichen und sozialen Positionen zu identifizieren - im Zweifelsfall nicht mit anderen Männern, sondern in Abgrenzung zu ihnen.
Die Identifikation über die eigene Geschlechts­zu­gehörigkeit ist eine spezifische Sonderbarkeit der traditionellen Position bürgerlicher Frauen, die sich als Mutter und Ehefrau bestimmten und bestimmen. Da der Feminismus seit der zweiten Welle fast ausschließlich als akademisch unterfüttertes bürgerliches Selbst­gespräch geführt wird, erscheint es daher in dessen Perspektive als ganz fraglos, von den Fraueninteressen sprechen zu können - auch wenn die meisten Frauen davon weitgehend unberührt bleiben.
Für Männer hingegen werden gemeinsame Männer­interessen meist erst durch die Erfahrung relevant, dass sie als Männer angegriffen werden, als Männer ihre Kinder nicht sehen dürfen, als Männer für Unterdrücker erklärt werden oder für sexfixierte Deppen. Es kann daher eigentlich nicht ernsthaft überraschend sein, dass die Vertretung von Männer­interessen eng mit der Kritik an solchen feministischen Klischees verbunden ist."[16]

Hindernisse

  • Der "lace curtain" (mit "lace curtain", also "Spitzenvorhang", bezeichnet die US-Männerbewegung den Umstand, dass ihre Anliegen und ihre Veröffentlichungen im Gegensatz zu den feministischen Texten von den Medien weit überwiegend ignoriert werden, weil diese den Medienmachern anscheinend nicht ins "frauenfreundliche" Konzept passen. [...]).
  • Vielen Männern wird oft erst dann klar, dass ihr Geschlecht auf vielfache Weise diskriminiert wird, wenn sie selbst damit konfrontiert werden: ihnen also zum Beispiel fälschlich sexueller Missbrauch unterstellt wird, sie von ihrer Frau geschlagen werden oder nach einer Scheidung ihr eigenes Kind nicht mehr sehen dürfen. Davor herrscht oftmals das Gefühl, dass Frauen die Opfer dieser Gesellschaft sind. Wenn ein Mann dann plötzlich die staatlich verordnete Diskriminierung des Mannes (einseitige Wehrpflicht, später in Pension trotz niedrigerer Lebenserwartung als Frauen, gefährlichere Arbeiten, kein Recht am Kind, keine Rechte bei Entscheidung um Geburt oder Abtreibung des Kindes, keine Unterstützung bei Gewalt gegen Männer usw). erkennt, hat er meist durch seine persönlichen Probleme weder Zeit noch Motivation, um sich männer­politisch zu engagieren.
  • Viele Männer haben Angst, dass, wenn sie sich zu stark für ihre Rechte engagieren, sie mit dem Vorwurf konfrontiert werden, kein "echter" Mann oder gar frauen­feindlich zu sein. Wie berechtigt solche Befürchtungen sind, weiß jeder, der sich in entsprechenden Diskussions­foren im Internet umgetan hat. Die Waffen der Beschämung und des politisch korrekten Dogmatismus werden sehr gezielt gegen Männer eingesetzt, die für ihre Sache einstehen. Dies geht bis zum Verlust des Arbeitsplatzes durch "politisch korrekte" Vorgesetzte.
  • Das andere Extrem zu diesem Handicap ist es natürlich, sich selber im Wege zu stehen, indem man vorsichtshalber alles angreift, was weiblich ist oder eine andere Meinung vertritt. Viele Frauen unterstützen unsere Anliegen, und der Wahrheits­findung hat eine kontroverse Debatte noch nie geschadet.
  • Ein nicht zu vernachlässigender Grund für politische Untätigkeit mag der Eindruck sein, gegen die feministische Übermacht in Politik, Medien, Justiz und dem Rest der Gesellschaft ja doch nichts ausrichten zu können. Viele werden anscheinend apathisch, weil sie den Eindruck haben, dass ihr Kampf ohnehin aussichtslos ist, und weil sie sich nicht vorstellen können, als Einzelne oder kleine Gruppe eine tatsächliche Veränderung bewirken zu können. Sie werden Opfer ihrer eigenen Ungeduld.
  • Ebenfalls sehr schädlich ist die (oftmals nicht gegebene!) Verflechtung mit konservativen oder "neuen" Rechten. Kann eine männerpolitisch aktive Person nicht anders angegriffen werden, wird ihr meist Sympathisantentum zu oder gar Mitgliedschaft in einer rechten Organisation unterstellt. Selbst faktisch unterlegte und juristisch untermauerte Gegen­darstellungen (siehe z. B. Eva Herman oder Arne Hoffmann) führen zu einer medialen Abwertung der Person, die dadurch faktisch mundtot gemacht wird. Es muss daher im Sinne der Männerbewegung sein, sich klar und deutlich von jeglicher politischen und ideologischen Grundlage zu distanzieren, sei es rechts oder links. Damit könnte man gegenüber des Feminismus, der sich klar links sieht (aber in Wahrheit bereits deutlich rechte Formen angenommen hat!) punkten, da man nicht auf ein Spektrum festgelegt ist, sondern alle Männer vertritt.

Zitate

Zitat:

«Als abhängig Beschäftigter bin ich links.
Als Bürger liberal.
Als Christ konservativ.
Als lebendiger Mensch in unserer Umwelt grün.

Als Mann bin ich Männerrechtler!»[17]

Zitat:

«Die Männerrechtsbewegung, die es so einheitlich gar nicht gibt, ist eine Geschichte der völligen Erfolglosigkeit. Die Linken dieser "Bewegung" erreichen mit ihrer Diskurs­akzeptanz, ihrer Vorliebe für den argumentativen Austausch und ihrem naiven Glauben an die Wirksamkeit demokratischer Spielregeln - nichts. Der Staatsfeminismus lässt sie gegen die Wand laufen. Die Rechten trauen sich nicht, sich zu outen und verharren in der Anonymität.» - Max Erdinger[18]

Zitat:

«Die Männerrechtsbewegung ist 100 Jahre alt, seit 100 Jahren steht sie international vor den gleichen Problemen und hat seit 100 Jahren nichts erreicht, während der Feminismus global eingeschlagen ist.

Das liegt an vielem, teilweise an Persönlichkeitszusammenstößen.

Deshalb ist ja MGTOW so gut. Denn da müssen Männer nichts tun, sondern einfach nur aufhören, dem System das Brennholz zu liefern. Sich zurücklehnen, Hilfe zu entziehen und zusehen wie Frauen und Politiker immer lauter jammern.

MGTOW+Redpill (also die Aufklärung über die wahre Natur der Frau) sind wie eine schmutzige Bombe nach der anderen. Das kriegt man nicht mehr weg.»[19]

Literatur

Einzelnachweise

  1. zitiert nach der Luther-Bibel 1545
  2. Die eigene Männerfeindlichkeit (Misandrie) wird von Feministinnen und Profeministen nicht wahrgenommen und auf Männerrechtler übertragen, indem diesen "Frauenhass" und "Hassrede" unterstellt wird.
  3. FemokratieBlog: Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer
  4. Tabubruch, das Blog von René Kuhn: S.C.U.M (Society for Cutting Up Men), 15. März 2012
  5. 1982, erschienen in: McAllister, Pam (Hrsg.) "Reweaving the Web of Life", Philadelphia
  6. Interview mit Mary Daly
  7. Pdf-icon-intern.png SPD-Grundsatzprogramm, 28. Oktober 2007 Beschlossen auf dem Hamburger Bundesparteitag, Seite 41 letzter Absatz; Dschinblog: Das neue alte Programm der SPD
  8. Kampf gegen ansteigendes Gelände. Schlachten wie diese wollen Strategen eigentlich vermeiden, denn die meisten von ihnen gehen verloren.
  9. Genderama: "Die Männerrechtsbewegung muss eine politische Bewegung sein", 13. März 2012; "Die Feministen sind ja auch nicht zum Dialog bereit, also ist Kampfrhetorik der richtige Weg", Alles Evolution am 31. Januar 2012; Kommentar von Leszek am 31. Januar 2012 von 13:32 Uhr
  10. Twitter am 6. März 2014
  11. Bernhard Lassahn: "Die Jungfrau und die Maskulisten", AchGut-Blog am 14. August 2012, Die Freie Welt am 15. August 2012
  12. WGvdL-Forum (Archiv 1): Jörg am 20. Juni 2001 - 19:58 Uhr
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 Männerrechtsbewegung: Politische Spaltung, leifers.de am 1. Mai 2012
  14. DFuiZ: Der staatliche Schutzauftrag
  15. WGvdL-Forum: wkit am 3. Dezember 2012 - 19:49 Uhr
  16. Lasst endlich die Feministinnen in Ruhe!, Man Tau am 26. Juni 2014
  17. MANNdat-ForumEverhard am 18. Juni 2013 - 11:20 Uhr
  18. Max Erdinger: Rechte Männerrechtler in Deutschland (II), Die Blaue Narzisse am 17. Juni 2013
  19. WGvdL-Forum: Wird nicht klappen. Kann gar nicht klappen., knn am 15. März 2015 - 21:34 Uhr
  20. Thomas Mittelberger: Studie "Die Teilhabe von Frauen und Männern am Geschlechterdiskurs und an der Neugestaltung der Geschlechterrollen. Entstehung und Einfluss von Feminismus und Maskulismus", Cuncti am 27. April 2015 (Die Autoren Christine Bauer-Jelinek und Johannes Meiners geben in ihrer Studie "Die Teilhabe von Frauen und Männern am Geschlechterdiskurs und an der Neugestaltung der Geschlechterrollen" einen Überblick über den Einfluss, den Frauen und Männer in der Vergangenheit auf die Entwicklung der Geschlechterrollen nahmen bzw. den sie heute geltend machen.)
  21. Arne Hoffmann: Endlich: Seriöse Studie über Feminismus und Maskulismus online, Genderama am 25. Februar 2015
  22. "Das entehrte Geschlecht" (Rezension) von Arne Hoffmann, 27. Februar 2012;
    WGvdL-Forum (Archiv 2): Mein Verriss des Ganzen, Kurti am 26. Februar 2012 - 17:05 Uhr;
    WGvdL-Forum (Archiv 2): Männer müssen nicht auch noch fliegen lernen, Royal Bavarian am 27. Februar 2012 - 23:55 Uhr (So, wie ich das verstanden habe, plädiert Bönt für "Wünsch dir was - jetzt auch für Männer".);
    WGvdL-Forum (Archiv 2): Manifest für den Mann - Besprechung, Bernhard Lassahn am 15. März 2012 - 04:40 Uhr (Das "Manifest für den Mann" verbleibt in vornehmer, aber auch feiger Distanz zur Realität der Familienzerstörung. - Richtig wäre, wenn Ralf Bönt sagen würde: Der Feminismus hat mich verschont, er hat mir nicht das angetan, was er tausenden von Vätern angetan hat, die nun verzweifelt und vergeblich Prozesse führen, um ihre Kinder sehen zu dürfen. - Feministen schenken nicht, sie stellen Rechnungen. - Das Dilemma liegt darin, dass er keine Bestandsaufnahme macht. Es bleibt bei dem Versuch, Wolkenbilder zu malen und allgemeine Befindlichkeiten zu beschreiben.)

Netzverweise