Wladimir Wladimirowitsch Putin.jpg The Red Pill, Aufführung am 26. Februar 2017 um 19:00 Uhr in Karlsruhe Donald Trump.jpg
Добрый день Mr. Putin!
Welcome Mr. Trump!
Tschüß Miss "Alternativlos" Merkel   (Ein Abgesang)
Make Russia, make Germany Great Again!

Meinungswirtschaft

Aus WikiMANNia
Wechseln zu: Navigation, Suche
So einfach ist Manipulation in den Medien

Hauptseite » Wirtschaft » Meinungswirtschaft



Die Meinungswirtschaft (auch: politisch-mediale Bewusstseinsindustrie [1] oder medial-politischer Komplex [2], bzw. medial-politisches Kartell (MPK) [3]) ist der Teil der Wirtschaft, die mit der gewerblichen Verbreitung von Meinungen Geld verdient. Die Meinungswirtschaft ist von oligarchischen Strukturen geprägt, was bedeutet, dass eine überschaubare Gruppe von Radio­stationen, Fernseh­sendern, Zeitungen und Magazinen die öffentliche Meinung bestimmt.

Wie Journalismus arbeitet   © Matt Wuerker[wp]

Stimmen zum Thema

Zitat:

«Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht, auch nicht in Amerika. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten eine ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge. Und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer Zeitungs­ausgabe erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.» - John Swinton[wp] im Jahre 1880[4]

Zitat:

«In der Meinungswirtschaft, in der ich mein Geld verdiene, gibt es praktisch nur Linke. Und wer es nicht ist, behält das lieber für sich.» - Jan Fleischhauer[5]

Zitat:

«Die Medien arbeiten zunächst einmal für sich. Die Medien sind ein Gewerbe. Die Privatmedien müssen Rendite machen. Die Medien verkaufen Zerstreuung, Unterhaltung, Werbung und Nachrichten. Die Medien liefern den Rahmen für die Operationsweise der Eliten. Sie liefern dem Staat auch eine Möglichkeit, einerseits einen Operations­rahmen für die Wirtschaft zu schaffen und auch wieder die Bevölkerung zu disziplinieren und zu kanalisieren. Die Medien haben NICHT die Funktion, die Wahrheit zu sagen. Das Wort Lügenpresse ist ein gefährliches Wort. [...] Sie kämen nie auf die Idee, beispielsweise bei der Werbung zu sagen: Das ist ja "Lügen"-Werbung! [...] Sie sagen auch nicht: Das ist ein Lügen-Banker oder ein Lügen-Bischof. [...]» - Rainer Mausfeld[6]

Zitat:

«Das, was die Medien machen, ist Volksverdummung. Sie machen Politik und Meinungs­bildung, indem nicht alle Fakten im Bericht erwähnt werden.»[7]

Zitat:

«Das Bewusstsein bestimmt das Sein. Das ist die Grundannahme des herrschenden Diskurses in der Bundesrepublik. Journalisten, Intellektuelle, Politiker, Pädagogen und Lehrer sehen sich in der besonderen Pflicht, Bewusstsein zu schaffen. Bewusstsein für Umwelt­zerstörung, Rassismus, soziale Ungerechtigkeit, Diskriminierung und vieles mehr. (...) Dieser naive gesell­schafts­theoretische Idealismus hat drastische Folgen für den Stellenwert der Meinungsfreiheit. Es wird umso intoleranter auf andere Meinungen reagiert, je stärker jemand von der realen Wirkung von Meinungs­äußerungen ausgeht. Wenn man daran glaubt, dass allein die Wirksamkeit bestimmter öffentlich geäußerter Meinungen für die Probleme der Gesellschaft verantwortlich ist, dann ist der Schritt zu der Überzeugung, dass man diese Meinungen bekämpfen und unterbinden muss, ein sehr kleiner. Wer wirklich davon ausgeht, dass die Welt nur gerettet werden kann, wenn alle an die Erderwärmung glauben, für den ist jeder Kritiker, der seine Meinung öffentlich kundtut, nicht nur ein intellektueller Gegner, sondern der Feind der ganzen Menschheit.» - Gérard Bökenkamp[8]

Zitat:

«Die Masse folgt den vorgegebenen Parolen.» - Martin Hohmann[9]

Zitat:

«Professor Kepplinger, der an der Uni Mainz lehrt, befragte die Journalisten über ihr Selbstbildnis und er formulierte die Fragen sehr intelligent. Er fragte sie, ob sie eher links oder eher rechts gestanden haben als sie in der Schule waren, oder ob sie eher rechts oder links von den Eltern gestanden haben, und 80 % derjenigen, die in den Medien beschäftigt sind, sagten, sie hätten links von den Eltern und den Klassen­kameraden gestanden. Auf der anderen Seite, wenn sie die Leute in den Medien fragen, wem sie zuhören, dann antworten sie in überwiegender Mehrheit, dass sie auf andere Journalisten hören. Das ist wiederum ein Prozess der eigenen Wahl, ich bin überzeugt, wenn Sie 100 Juristen befragen, ob sie sich eher rechts oder links einordnen, dann werden die meisten antworten eher rechts. Genauso sieht es bei Ingenieuren aus. Alle Menschen, die sich in einer Gesellschaft mit den harten Sachen beschäftigen, tendieren eher nach rechts und alle, die die Gesellschaft eher meinungsmäßig beeinflussen tendieren nach links.» - Thilo Sarrazin[10]

Zitat:

«Der aufgeklärte und mündige Citoyen[wp] wird stillgelegt und in unserer post­demo­kratisch gelenkten Medien­gesell­schaft zunehmend durch den Claqueur[wp] in verworrenen Talkshows ersetzt.» - Hartmut Krauss[wp][11]

Zitat:

«Es gibt in Deutschland zu gewissen Themen eine politisch korrekte Haltung, gegen die kein Journalist, der in den Mainstream-Medien arbeitet, verstoßen darf, andernfalls ist er weg vom Fenster.» - Eva Herman[12]

Zitat:

«Die Deutschen haben ihren Medien ein mieses Zeugnis in Sachen Vertrauens­würdigkeit ausgestellt. Im diese Woche veröffentlichten Korruptions­barometer von Transparency International haben die Medien die Note 3,6 bekommen. Vor drei Jahren lag der Wert immerhin noch bei 3,0. Damit ist die deutsche Medien­land­schaft in der Wahrnehmung der Bürger fast so schlecht wie die politischen Parteien (3,8). Haben wir Medienmacher das Vertrauen der Bürger leichtfertig verspielt?»[13]

Zitat:

«Die Systempresse hält sich ein paar Hofnarren, die ab und zu die Wahrheit schreiben dürfen, um der Leserschaft Pluralität vorzugaukeln.»[14]

Zitat:

«Der Journalist Jürgen Liminski zeigt in seinem Buch "Die verratene Familie - Politik ohne Zukunft" sehr offen auf, welche Rolle gerade Medien bei der Verbreitung von Informationen haben. Mehrheitlich findet eine Meinungsmache im Sinne von politisch gewünschten Ergebnissen statt. Objektiv ist sie nicht. Tenor: Erwerbs­tätigkeit für alle, Kinder in die Krippe, ob die das nun wollen oder nicht.»[15]

Zitat:

«Journalismus ist das Immunsystem der Demokratie.
Journalismus beginnt innerhalb der Redaktionen.
Journalismus bedeutet, die Fragen zu stellen, die andere für beantwortet halten.

Diese drei Leitsätze haben das Leben des Vollblut-Journalisten Dirk C. Fleck immer begleitet und seine Arbeit geprägt. Der 1943 in Hamburg geborene Autor zählt zu den journalistischen Urgesteinen der Republik. Er hat jahrelang für die ganz großen Magazine gearbeitet: Geo, Meridian, Stern, Die Woche, Tempo, Der Spiegel.»[16]

Zitat:

«Während Zeit und Geld ständig knapper werden, in den Redaktionen und Korrespondenz­büros immer weniger Leute die gleiche Menge an Arbeit machen, wächst in Wirtschaft und Politik die Macht und Zahl der Spin-Doktoren[wp], PR-Consultants, Agenda­setter[wp], Werber, Image­berater, Markt­forscher[wp], Event­mangager[wp] und Medien-Coaches. Meinungen und Stimmungen werden gegen Geld von Profis gemacht. Ihre perfekt designten Bilder und Botschaften zielen direkt auf die Massen. Der unabhängige Journalist ist nur noch Störfaktor.» - Tom Schimmeck[wp], in: Am besten nichts Neues[17][18][19]

Zitat:

«Ken Jebsen: "Wo leben wir denn eigentlich?" - Dirk C. Fleck: "Herr Jebsen, erwarten Sie jetzt eine ehrliche Antwort?" - Ken Jebsen: "Ja!" - Dirk C. Fleck: "Dann garantiere ich Ihnen, dass ich nach dieser Sendung in eine ähnliche Ecke gestellt werde, in der Sie sich bereits aufhalten. Wir leben in einem globalen Schweinesystem. Unsere Demokratien sind heute lediglich die Deckmäntelchen legalisierter Schweinereien. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen."» - Dirk C. Fleck[20]

Zitat:

«Selbst Staaten wie die USA und Großbritannien rücken investigative Journalisten und ihre Hinweis­geber mittlerweile in die Nähe des Terrorismus - Michael Rediske[21]

Zitat:

«Wir sollten das Wort des Jahres durch eine Bewegung des Jahres ersetzen. Nein, es ist nicht Pegida. Die größte, wuchtigste und folgen­schwerste Bewegung 2014 war und ist der Aufstand des Publikums gegen die Massenmedien. Angekündigt hat sich die Revolte seit Jahren. Eskaliert ist sie mit der völlig einseitigen Bericht­erstattung über den Ukraine-Konflikt, in dem die Leitmedien fast geschlossen eine aggressive, anti-russische Position einnehmen.

Ihren vorläufigen Gipfel findet dieser Aufstand im Enthüllungs-Bestseller von Udo Ulfkotte über Gekaufte Journalisten, aber auch in den lauten Chören der Dresdener Demonstranten von der "Lü-gen-pres-se". Die Medienrevolte findet weniger auf der Straße statt als im Internet, bei den Netzmedien. Diese bilden sich als Gegen-Öffentlichkeit heraus. Man könnte sie auch den neuen Mainstream nennen. [...]

Teil des Problems ist ein fast kantsches Aufklärungs­bewusstsein, das Journalisten in diesen Beruf treibt und die Nachrichten­welt wie ein zwei­geschossiges Universum begreifen lässt: Oben der Deutungs-Adel, unten die Dumpf­backen und Ahnungs­losen, die von den Erleuchteten zur Erkenntnis geschrieben und geführt werden.

[...] Im Schweizmagazin wird eine Erklärung dafür gegeben, warum die politische Kaste so allergisch reagiert, wenn sich etwas gegen die Leitmedien zusammenbraut. Der Machtverlust der Medien stellt nämlich - weil diese zwischen Politik und Bürgern stehen - auch verlorenen Einfluss für die Parteien dar.

Das Wahlvolk holt sich Macht zurück, wenn es gegen die Massenmedien rebelliert und andere Quellen nutzt, und obendrein an den Medien vorbei auf Demonstrationen zu den Regierenden sprechen will. Doch diese Macht­verschiebung geht zu Lasten aller anderen, einschließlich der Politik. Im fein geordneten deutschen Politik-Orbit, in dem die Große Koalition 90 Prozent des Spektrums abdeckt, ist eine Bewegung wie PEGIDA quasi automatisch eine Revolte am Rand.

Denn die Krake der politischen Kaste, die sich über die Mitte gestülpt und dabei möglichst viel Raum auf beiden Seiten besetzt hat, fühlt sich angegriffen und reagiert hysterisch, wenn Demonstranten die Frechheit besitzen, sich in den übrig gebliebenen politischen Schreber­gärten einzunisten und das Megaphon anzuwerfen.

Die Massenmedien sind verunsichert und in Panik. Ihre Leserschaft bricht weg und damit die Auflagen.»[22]

Zitat:

«Man kann fast den Tag festmachen, an dem die deutsche Presse, die einmal Maßstäbe gesetzt hatte, zu einer "Keulen­presse" verkommen ist. Das ist mit dem Namen eines NATO-Beamten, Jamie Shea[wp], verbunden, der die NATO-Staaten gleichsam in den ordinären Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien geprügelt hatte und sie auch über die Medien prügeln konnte.

Als hätte man nicht Jahrzehnte zuvor erleben müssen, wie nach einer Macht­ergreifung in Deutschland das freie Wort verkommen musste, hatte man in der deutschen Presse geradezu Schaum vor dem Mund. Dieser Eindruck sollte sich über die geifernde Liebedienerei zum völker­rechts­widrigen Krieg gegen den Irak und das, was bis zum Putsch in der Ukraine noch folgen sollte, steigern. Da nützt es wenig, wenn man die Auflagen­entwicklung bei den ehemals bedeutenden Zeitungen oder Magazinen in Deutschland oder die wütenden Reaktionen der Konsumenten der öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernseh­anstalten über die Programm­beschwerden ansieht.

Jederzeit kann die Bundesregierung, die Menschen in diesem Land entweder als "Pack" oder "Dumpf­backen" beschimpft, die Kriegs­neigung über die Mainstream-Medien hochziehen und eskalieren lassen. Damit wird natürlich deutlich, in welchem Maße neben der ehemals respektablen deutschen Presse der Staat als solcher verkommen ist. Wenn man, wie mit einem Putsch, die Gesetze des eigenen Landes außer Kraft setzen kann und nicht mehr weiß, wer sich im eigenen Land überhaupt in der Zeit des Terrors aufhält, dann braucht man eigentlich nicht mehr viel, um ein vernichtendes Urteil zu fällen.

Dabei sind wir Deutschen nach dem schon erwähnten George Friedman[wp] von Stratfor doch selbst ein frühes Ziel jener Form von angel­sächsischer Propaganda geworden, die heute über deutsche Zeitungen und elektronische Medien unsere Beziehungen zu unseren russischen Nachbarn vergiftet. Man kann die Dimension kaum fassen, wenn man bedenkt, in welchem Maße es das russische Volk und die Regierung selbst der Sowjetunion gewesen sind, die den Deutschen die Einheit unseres Landes wieder ermöglicht haben.» - Willy Wimmer[23]

Stimmen aus der Meinungswirtschaft

Der Herausgeber des Handelsblattes, Gabor Steingart, hat anlässlich der w&v-Veranstaltung "Future Summit 2013: Innovation, Wirkung, Nachhaltigkeit" am 14. November 2013 in München eine bemerkenswerte Rede gehalten:

Die Leser-Revolution - und warum wir sie unterstützen sollten. [...]
Der Grund: Die Journalisten sind ganz die alten geblieben. Unsere Leser nicht. Es findet täglich ein lautloser Aufstand der Mündigen, der Selbstbewussten, der Aufgeklärten statt, die den medialen Frontalunterricht - die Redaktion belehrt, der Leser lauscht andächtig - als unzeitgemäß und auch als undemokratisch ablehnen. Wir leben größtenteils noch in der alten Welt, derweil sich unsere Leser auf fröhlicher Überfahrt in die neue Welt befinden. Es sind vor allem sieben Versäumnisse, die wir uns vorhalten lassen müssen. Ich benutzte bewusst die Form des "wir" und damit der Selbstbezichtigung; ich tue es mit dem Hinter­gedanken, so die Bekömmlichkeit des Gesagten zu erhöhen und die Abstoßungs­reaktionen innerhalb unserer Zunft zu reduzieren.
  1. Wir sind zu eintönig geworden. [...]
  2. Wir betreiben zuweilen Desinformation durch Information. [...]
  3. Wir haben uns mit der Politik gemein gemacht. [...]
  4. Wir sind nicht ausreichend transparent. [...]
  5. Unsere Wirtschafts-Berichterstattung ist oft nicht auf der Höhe der Probleme. [...]
  6. Wir haben uns unterwerfen lassen. [...][24][25]

Stimmen aus der Politik

Zitat:

«[...] Medienbashing ist in diesen Tagen zu einer Art Trendsportart geworden. [...]

Was sind die Ursachen der Glaubwürdigkeitskrise? Die einfachste Erklärung wäre: Der Leser ist schuld, der ist halt dumm und frech. Der kapiert nicht, wie gut die Zeitungen sind. Aber mit dem Leser ist es wie mit dem Wähler. Man kann sich über ihn ärgern, aber man sollte ihn nicht ignorieren und am besten sehr ernst nehmen.

Die zweite Möglichkeit: Die Umstände sind schuld. Das wäre in diesem Fall mal wieder das Internet. [...]

Es gibt aber auch eine dritte mögliche Ursache für das Misstrauen: Vielleicht waren sich die Journalisten einfach ihres Deutungs­monopols zu sicher. Vielleicht haben sie ihr Herrschaftswissen[wp] zu lange vor sich her getragen und nicht gemerkt, welche neue Form von Öffentlichkeit das Internet entstehen ließ. [...]

Vielfalt ist einer der Schlüssel für die Akzeptanz von Medien. Die Leser müssen das Gefühl haben, dass sie nicht einer einzelnen Meinung ausgesetzt sind. Reicht die Vielfalt in Deutschland aus? Wenn ich morgens manchmal durch den Pressespiegel meines Hauses blättere, habe ich das Gefühl: Der Meinungs­korridor war schon mal breiter. Es gibt eine erstaunliche Homogenität in deutschen Redaktionen, wenn sie Informationen gewichten und einordnen. Der Konformitäts­druck in den Köpfen der Journalisten scheint mir ziemlich hoch.

Das Meinungs­spektrum draußen im Lande ist oft erheblich breiter. Wie viele Redakteure wollen Steuer­senkungen, Auslands­einsätze, Sanktionen? Und wie viele Leser? Journalisten müssen nicht dem Leser nach dem Munde schreiben, genauso wenig, wie wir Politiker nur auf Umfragen starren sollten. Aber Politiker und Journalisten gleichermaßen sollten die Bedürfnisse ihrer Leser und Wähler nicht dauerhaft außer Acht lassen. [...]» - Frank-Walter Steinmeier[wp][26][27]

Diskurs zur Meinungswirtschaft

Die Presse war jahrzehntelang gewohnt, dass sie alleine die öffentliche Meinung diktieren kann, weil sie quasi das Druck­monopol hatte. Durch das Internet (und in gewisser Weise auch den Digitalen Buchdruck, der Verlage und großen Kapital­einsatz überflüssig macht) ist dem Monopol eine Konkurrenz erwachsen, der man nichts entgegen­zu­setzen hat: Nämlich kein Großer, den man einfach übernehmen könnte, sondern unzählige privat betriebene und ständig sich verändernde Mini-Publikationen.[28]
"Wenn die letzte anständige Zeitung verschwunden ist, bleibt nur noch das Geschwätz", hat der FAZ-Herausgeber Werner D'Inka vor längerem geschrieben.[29]

Die Frage wäre, ob es überhaupt noch "anständige Zeitungen" gibt und nicht der derzeitige Zeitungs­bestand eher dem übrig­gebliebenen Geschwätz zuzurechnen wäre - falls die Behauptung überhaupt stimmt. Tatsächlich werden Blogs und Mini-Publizisten mehr und mehr zur unentbehrlichen Meinungs- und Informations­quelle.[28]

Weil es Politiker unruhig macht, wenn eine größere Anzahl von Menschen mit ihnen unzufrieden ist, hat sich die Debatte der Frage zugewandt, wie man die Leute erreichen könne, die sich vom parlamentarischen System abgewandt haben.[29]

Man ersetze darin Politiker durch Journalisten und parlamentarisches System durch etablierte Presse. Denen geht der Arsch gewaltig auf Grundeis, wie man so schön sagt.[28]

Sascha Lobo[wp] hat neulich darauf hingewiesen, dass die neue Protest­kultur einen Gutteil ihres Erfolges der Netzpräsenz verdankt, aber er hat eine entscheidende Wendung verpasst. Die Teilnehmer bedienen sich des Netzes nicht nur, um ihren Anliegen Gehör zu verschaffen und sich mit Gleich­gesinnten zu verbinden, sie entnehmen dem Netz auch ihre Stichworte und Argumente.[29]

Da fängt doch der Krampf schon an. Warum zitieren die immer Sascha Lobo, obwohl der auch nicht mehr Ahnung als sie selbst hat? Weil er Journalist ist und schreibt, als würde er bloggen. Sie zitieren damit quasi einen Blogger und bleiben trotzdem innerhalb ihres Monopol­kreises unter ihresgleichen, ohne damit anzuerkennen, dass es da noch was anderes als Presse gibt. Um inhaltliche Qualität geht's da nicht.

Wichtig ist aber, dass hieraus die Panik darüber spricht, das Monopol, die Lufthoheit über "Stichworte und Argumente" verloren zu haben. Bisher herrschte da diese Diskurs-Sichtweise: Was in den Medien nicht erörtert, nicht erwähnt, nicht thematisiert wird, das existiert auch nicht. Wieder so dieser post­strukturalistische Gender-Ansatz, dass Sprache die Wirklichkeit erzeuge und man alles das aus der Wirklichkeit tilgen kann, was man einfach nicht erwähnt, und zwar indem man es nicht erwähnt. Jedenfalls nicht in der Presse. Die dachten, sie könnten das Denken lenken, indem sie alles weglassen, was man nicht denken soll. Und nun packt sie die Erkenntnis, dass es nicht funktioniert.[28]

Das Volk, das sich in Dresden und Bonn versammelt, hat kein Parteibuch mehr, das es zurückgeben könnte. Bei vielen liegt die Vermutung nahe, dass es kein Zeitungs­abonnement mehr gibt, das sie kündigen könnten, weil sie schon vor langer Zeit aufgehört haben, Tages­zeitungen zu lesen.[29]

Ja. Die Parallele zwischen Parteien und Zeitungen ist schon frappierend. Auch der ideologische Niedergang beider. Tages­zeitungen muss man heute auch nicht mehr lesen. Wozu auch? Wir sind längst im Stunden- oder sogar Minuten­rhythmus angekommen. Außerdem sind sie eh wertlos geworden, steht auch überall das gleiche drin.[28]

Mit Menschen, die ihr Weltbild vor allem aus Blogs und Webseiten zusammenklauben, die sich als Gegen­öffentlichkeit verstehen, wird es schwer, eine Ebene der Verständigung zu finden.[29]

Komisch. Hatte ich nicht den sinngemäß gleichen Satz gerade in der Pro-Hornscheidt-Propaganda der Humboldt-Universität gefunden?

Sind es nicht die Zeitungen selbst, die seit Jahren jede Gegen­meinung ausblenden und aus ihren Kommentar­foren verbannen? Sind nun wieder die anderen dran schuld?

Und ist es nicht schon wieder so, dass man mit der Arroganz kommt, nichts begründen zu müssen, weil die anderen schon deshalb falsch liegen, weil sie von der eigenen Meinung abweichen?

Solche Artikel sind wieder neue Sargnägel bei der Bestattung der Presse.
- Hadmut Danisch: Wenn die Öffentlichkeit der Meinungssteuerung entgleitet, Ansichten eines Informatikers am 24. Dezember 2014

Regierungsjournalismus

Zitat:

«WDR-Indendant Tom Buhrow verneinte es jüngst ausdrücklich. Doch Zweifel blieben. Jetzt sagt ein leitender ZDF-Journalist: Wir müssen so berichten, wie es Frau Merkel gefällt: "Das ist Regierungs­journalismus[wp]".

Der Journalist und Publizist Wolfgang Herles[wp], der jahrelang für das ZDF in leitenden Positionen tätig war, hat konstatiert, dass es im Sender "Anweisungen von oben" gebe. "Auch im ZDF sagt der Chefredakteur, 'Freunde, wir müssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient'. Und da muss er in Klammer gar nicht mehr dazu sagen, 'wie es der Frau Merkel gefällt'", so Herles am Freitag im "Deutschlandfunk".

Solche Anweisungen habe es auch früher schon gegeben. "Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe. Wir durften damals nichts Negatives über die neuen Bundesländer sagen - heute darf man nichts Negatives über die Flüchtlinge sagen - das ist Regierungs­journalismus".

Wolfgang Herles (ab 27:43):

"Wir haben ja das Problem, dass - jetzt spreche ich wieder überwiegend vom Öffentlich-Rechtlichen - dass wir eine Regierungsnähe haben. Nicht nur dadurch, dass überwiegend so kommentiert wird, wie es der Großen Koalition entspricht, dem Meinungs­spektrum, sondern auch dadurch, dass wir vollkommen der Agenda auf den Leim gehen, die die Politik vorgibt. Das heißt, die Themen, über die berichtet wird, werden von der Regierung vorgegeben. Es gibt aber viele Themen, die wären wichtiger, als das, was die Regierung - die natürlich auch ablenken will von dem was nicht passiert, aber das, was nicht passiert, ist oft wichtiger als das, was passiert - wichtiger als die Symbolpolitik, die betrieben wird..."»[30]
Zitat:

«"Hate Speech" ist am Ende nichts anderes als das Tarnwort für die Verletzung des nicht mehr existierenden aber herbei­gesehnten Meinungs-, Wahrheits- und Rede­monopols der Presse. Es hat längst nichts mehr mit Hass zu tun, sondern ist der Vorwurf die Dreistigkeit einer eigenen Meinung und der ungefragten Rede zu besitzen.» - Hadmut Danisch[31]

Kriegserklärung an den US-Präsidenten

Zitat:

«Ist das nicht hundsgemein? Alle haben sie sich gegen einen verschworen. Und das ist keine Verschwörungstheorie.

Meedia berichtet von einem offenen Brief des US Press Corps an Trump. Sie regen sich darüber auf, wie Trump mit der Presse umgeht und machen nicht weniger, als ihm eine Kriegs­erklärung zu überreichen.

We're going to work together. You have tried to divide us and use reporters' deep competitive streaks to cause family fights. Those days are ending. We now recognize that the challenge of covering you requires that we cooperate and help one another whenever possible. So, when you shout down or ignore a reporter at a press conference who has said something you don't like, you’re going to face a unified front. We'll work together on stories when it makes sense, and make sure the world hears when our colleagues write stories of importance. We will, of course, still have disagreements, and even important debates, about ethics or taste or fair comment. But those debates will be ours to begin and end.
We're playing the long game. Best-case scenario, you're going to be in this job for eight years. We've been around since the founding of the republic, and our role in this great democracy has been ratified and reinforced again and again and again. You have forced us to rethink the most fundamental questions about who we are and what we are here for. For that we are most grateful.
Enjoy your inauguration.[32]

Trump [...] kann künftig Mist bauen, soviel er will. Sie können ihn noch so hart dafür kritisieren. Er kann einfach diesen dummen Brief herausziehen und sagen

"Seht Ihr? Hier steht schwarz auf weiß, dass die sich verabredet haben, gegen mich zu schreiben!"

Wie kann man sich denn so selbst entwerten? Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, sich als Journalisten so zu verschwören und synchron zu schreiben? Denen glauben doch hinterher noch weniger Leute, dass sie journalistisch berichten und nicht ihre eigenen Interessen verfolgen und bewusst tendenziös schreiben.

Wofür braucht man überhaupt noch mehrere Journalisten, mehrere Zeitungen, mehrere Verlage, wenn sie doch schon selbst erklären, dass sie zusammen­pappen?

Ich würde das so erstmal als ein 1:0 für Trump werten. Der hat die ganze Presse mit ein paar lässigen Worten in ein paar Minuten ins Abseits gefahren, in den Krisenmodus versetzt, und ist noch nicht mal im Amt.

Und wenn er das noch damit kombiniert, dass er an der Presse vorbei direkt zur Öffentlichkeit kommuniziert, dann sind die Ruck-Zuck aus dem Geschäft. Wer will und wer soll denn dann noch eine Presse lesen, die gleich selbst erklärt, dass sie auf Rache aus ist?» - Hadmut Danisch[33]

Kerngeschäft

Zitat:

«Springer-Anwälte erklären dem Gericht: "Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen."»[34]

Problemfelder

Simulation der Wirklichkeit durch die Massenmedien

In Requiem für die Medien[wp] (1972) entwarf Baudrillard[wp] eine Art "Anti-Medien­theorie". Seine Theorie der "Simulation" diagnostiziert, dass heute die Bilder der Wirklichkeit, die vor allem über die Massen­medien vermittelt würden, wichtiger und wirklichkeits­mächtiger geworden seien als die Wirklichkeit selbst. Die durch die Medien simulierte Welt sei zur Scheinwelt, zum Simulacrum[wp] geworden, die in Form einer Hyper­realität die wirkliche Welt zunehmend verdränge. Anknüpfend an Marshall McLuhans[wp] Schlagwort "The medium is the message" ("Das Medium ist die Botschaft") betont Baudrillard gegen Hans Magnus Enzensberger[wp] und dessen Aufsatz Baukasten zu einer Theorie der Medien[wp] (1970) gerichtet, dass es unmöglich sei, Medien kritisch zu verwenden. Baudrillard spricht in diesem Zusammenhang von einer medialen "Rede ohne Antwort", durch welche die eigene Tätigkeit der Konsumenten verhindert würde. Für ihn sind die Medien also antikommunikative, Pseudo-Dialoge (Schein­dialoge) konstruierende Einrichtungen. Er schreibt:

"... die Medien sind dasjenige, welches die Antwort für immer versagt, das, was jeden Tauschprozess verunmöglicht, es sei denn in Form der Simulation einer Antwort, die selbst in den Sendeprozess integriert ist." [35]

Entfremdung vom Leser

Zitat:

«Eine ganze Generation wächst heran, die sich ihre Informationen online frei zusammenstellt, ohne den Umweg über bedrucktes Papier. Empfehlungen von Freunden ersetzen die Ratschläge von Verbraucher­journalisten und Leitartiklern. Zeitungen sind, kaum gekauft, schon veraltet. Die generelle Unlust am Wort in einer hochnervösen, teils neurotischen Bilderkultur tut Ihr Übriges. [...]

Der vielleicht entscheidende Grund für die kollabierende Leser­bindung lautet aber: Immer mehr Menschen haben den Eindruck, da werde an ihrem Leben, ihren Eindrücken, ihren Haltungen vorbei geschrieben. Da bastle sich eine abgehobene Medien­elite die Welt, wie sie ihr und nur ihr gefalle. Da herrsche der teils übellaunige, teils zwangs­ironische Nörgelton der Hyper­korrekten und Dauer­besorgten, der Schön­redner und Weg­gucker und Besser­wisser. Längst aber sei - um bespielhaft den Namen eines routinierten Leit­artiklers der SZ aufzurufen - alles der Fall, was eben nicht der (Heribert) Prantl ist. Man achte nur auf die stetig wachsende Schere zwischen dem Tenor der jeweiligen Kommentare zum Welt­geschehen und den Leser­bemerkungen gleich darunter. Die Entfremdung macht Fortschritte. Leser an Medium: du lügst, es ist ganz anders. Medium an Leser: Schnauze.

[...] In vielen Redaktions­stuben wird der Mythos vom "meinungs­bildenden Blatt" weiter gepflegt. Als könne es anno 2014 tatsächlich Medien­produkte geben, die es sich zum Ziel setzen, die Meinungen ihrer Konsumenten zu bilden, herzustellen, eine Meinungs­herrschaft auszuüben. Sehr viel Nostalgie und tatsächlich eine Ausblendung von Realitäten spricht aus diesem Selbstlob.

Als Noam Chomsky[wp] den Medien einst vorwarf, ihr Geschäfts­modell laute "manufactoring consent", Konsens zu fabrizieren, Meinungen zu bilden, war das Internet frisch erfunden und mit Telefonen konnte man nur telefonieren. Das ist 25 Jahre her und sowas von Eighties. Wer hat hier den Schuss nicht gehört?» - Alexander Kissler[36]

Selbstverständnis

Zitat:

«An Ihrer Formulierung fand ich nun nicht nur das "gleich­geschaltet" skandalös, sondern auch den Bezug auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dazu zählen ja nicht nur ARD und ZDF, die Ihnen wohl im Sinn standen, sondern auch das Radio. Der Deutschlandfunk zum Beispiel. Ich weiß nicht, ob Sie sein Hörer sind. Ich bin es. Und bin immer wieder begeistert über die Qualität des Programms, das freilich kaum je öffentlich gewürdigt wird. In der Medien­bericht­erstattung kommt dieses Radio nicht vor. In den sozialen Medien auch nicht. Man muss es stark machen. Man muss Dinge, die schwach sind, stärken, und Dinge, die zu stark und mächtig sind, schwächen, das ist mein Ethos als ein Journalist, der nicht Fakten liefert, sondern Interpretationen zu diesen Fakten.» - Michael Angele[37]

Dazu bemerkt der Blogger Danisch:

Zitat:

«Ein Journalist, der "nicht Fakten liefert, sondern Interpretationen zu diesen Fakten", der damit Schwaches stärken, und Starkes schwächen will.

Und die empören sich über den Vorwurf der Lügenpresse, des Schweigekartells?» - Hadmut Danisch[38]

Verarsche durch staatliche Medien

Am Beispiel Amoklauf und "Killerspiele" zeigt ein Youtube-Beitrag die unseriöse Bericht­erstattung der staatlichen Fernseh­sender auf:

Zitat:

«Ein sehr wichtiges Video. In der Regel verarschen Staat und Medien uns bei Dingen über die sie besser informiert sind als die Bevölkerung, da durch­schaut kaum einer die Verarsche. Bei dem Thema jedoch haben sie keine Ahnung, der Betrug wird laienhaft und man kann es sehr schnell durch­schauen. Unsere gesamte Gesellschaft ist eine einzige Lüge und widert mich nur noch an. Was nicht heißt, dass in dieser Gesellschaft nicht eine ganze Menge toller Leute leben.»[39]

In diesem Fall kann durch kundige Bürger die Falschinformation leicht nachgewiesen werden. Doch wie sieht es aus, wenn staatliche Bericht­erstattung aus Afghanistan oder über andere, nicht so leicht widerlegbare Themen berichtet? Ein Kommentar dazu aus dem WGvdL-Forum:

Zitat:

«Es geht immer um die Befestigung der Einheits­schiene im Denken. In diesem Land wird Pluralismus als Stress empfunden. Die deutsche Psyche hat das Kaiserreich nie verlassen. Vor 1968 wurden die Linken diskriminiert. Dann gelang denen, die Meinungshoheit zu kippen. Seitdem werden die Rechten diskriminiert.»[40]

Medienskandale

Zitat:

«Der "Hohmann-Skandal" war in erster Linie ein Medienskandal. Dreierlei hat sich gezeigt. Erstens: konservativen, christlichen, patriotischen, also irgendwie "rechts" eingeordneten Politikern (und Journalisten) wird nichts verziehen. Ihnen wird ein geringeres Maß an Meinungsfreiheit zugestanden als progressiven, linksgerichteten. Zweitens: Bevorzugt macht man Konservative mit dem - gerne auch konstruierten - Vorwurf fertig, sie hätten etwas Anti­semitisches oder "Pro­faschistisches" gesagt. Der Verdacht reicht aus. Dann kommt die Nazikeule zum Einsatz. Drittens: Erfolgreiche Gegenwehr aus dem bürgerlichen oder konservativen Lager: Fehlanzeige.
Die Wurzel für solche ungerechtfertigten Attacken gegen Konservative liegt meines Erachtens im ideologischen Erbe, das unmittelbar auf Karl Marx[wp] zurückgeht. Für ihn war Meinungs­kampf nicht in erster Linie ein Kampf gegen andere Meinungen, sondern vor allem ein Kampf gegen Personen, die andere Meinungen vertraten. Anders ausgedrückt: warum sich mit dem argumentum ad rem aufhalten, wenn das argumentum ad personam viel wirksamer ist. Es sichert die Lufthoheit im Meinungskampf effektiver, weil entschiedene Gegner ausgeschaltet und die übrigen eingeschüchtert werden. Diese Methode wird immer noch gern angewandt. Beispiele sind: Martin Walser[wp], Philipp Jenninger, Steffen Heitmann[wp] und Eva Herman - Martin Hohmann[41]

Qualitätsverlust bei den Journalisten

Zitat:

«Das Einstellungskriterium ist nicht mehr die Schreibe, sondern der "Umgang mit Social Media", die Fähigkeit des Twitterns. Die allermeisten Journalisten fallen heute nur noch in zwei Kategorien: Die, die bei DPA abschreiben, und die, die bei Twitter abschreiben. Bei Wikipedia schreiben sie alle ab.» - Hadmut Danisch[42]

Zitat:

«Eigentlich ist es Aufgabe und Verpflichtung der Presse, die Welt zu beschreiben und zu analysieren, wie sie ist.

Viele der heutigen "Journalisten" missverstehen ihre Aufgabe aber als Lizenz zur Darstellung der Welt, wie sie sie gerne hätten. Sie verstehen Journalismus nicht mehr als Beschreibung, sondern Methode zur Veränderung des Bestehenden, zur Beeinflussung, zur Täuschung, zur Desinformation. Was auch damit zusammenhängt, dass die allermeisten Journalisten aus nur einigen wenigen Studien­gängen hervorgegangen sind, und diese Studiengänge wie eben Journalismus, Politologie, Soziologie usw. längst qualitativ abgestürzt sind - und auch gezielt qualitativ auf Null geschraubt wurden, um die Gleichstellung der Dummen mit den Befähigten zu erreichen.

Wo man früher noch einigermaßen seriöses Arbeiten, Objektivität, Analysen unterrichtete, haben sich längst eine Ideologisierung, eine Politisierung und eine unglaubliche Verdummung breitgemacht. Journalismus wird nicht mehr als Pflicht und zu erlernende Befähigung angesehen, sondern als Machtinstrument, das man beliebig missbrauchen darf, um sein Ding durch­zu­ziehen. Die Redaktionen sind durchtränkt mit solchen Leuten, und die werden da nie wieder aus diesem Tief herauskommen, weil diese Leute weder lernfähig, noch belehrbar sind.» - Hadmut Danisch[42]

Zitat:

«Es gibt heute die kollektive Bereitschaft in weiten Teilen des deutschen Journalismus, Blödsinn zu schreiben. Es gibt eine weit verbreitete Hybris[wp], die es so vor 20 Jahren nicht gegeben hat. Und ich bin nicht sicher, ob es um schlechte Nachrichten geht. Es geht nicht mehr um die Wahrheit und das ist das, was mir Sorgen macht. [...] Der deutsche Journalismus in seiner kollektiven Hybris ist es nicht gewohnt, für Fehler kritisiert oder womöglich nicht ernst genommen zu werden.» - Jörg Kachelmann[43]

Frauen in den Medien

Zitat:

«Auf der Journalisten­tagung des Netzwerks Recherche wurde festgestellt: Der Frauenanteil ist umso höher, je niedriger die Qualität des Blattes. Kann man auch umgekehrt sehen: Je höher der Frauenanteil, desto niedriger die Qualität. [...]
Was feministisch orientierte Themen an Zustimmung bringen, haben die Grünen gerade gemerkt und ebenso die Piraten. Wurden die Piraten zu den Zeiten, als die Themen noch von Männern gemacht wurden, noch auf ein Potential zwischen 11 und 15 % geschätzt, sind sie inzwischen komplett abgestürzt, seit sich die Feministinnen da reinzwängen und von den von den Männern erarbeiteten Stimmen aushalten lassen wollten. So wird es auch Frauen­zeitungen ergehen.
Man kann nicht einerseits behaupten, dass man journalistisch genauso gut wie Männer wäre, andererseits aber von denen durchgefüttert werden will, wie die Gattin, die den Mann arbeiten lässt, und davon als Alimentierung die Hälfte haben will, ohne selbst was zu leisten.
Ich achte seit einiger Zeit bewusst darauf, wer was wie schreibt, und viele Artikel, die von Frauen geschrieben sind, kamen mir [...] drastisch schlechter vor, weil emotional, selektiv, oberflächlich, unlogisch, recherche­schwach und oft auch sprachlich schlecht. Es fällt mir auf, dass - vor allem feministisch ausgerichtete - Frauen an die Stelle von Belegen und Begründungen häufig nur Aussprüche und Zitate setzen [...], die effektiv gar nichts belegen.
Symptomatisch sind auch Fernseh­sendungen. Interessante Dokumentationen wie Terra X, Natur­sendungen, Physik, Chemie, Fortbildung werden fast nur von Männern gemacht. Frauen machen eher so seichte Laber-Talkshows, bei denen alle durch­einander­schwätzen und nichts herauskommt, unerträgliche Sanges­shows wie den Fernseh­garten und allenfalls mal ein Politmagazin. Der Klassiker ist "Clever!"[wp]: Barbara Eligmann[wp] gibt die unwissende Blondine, die die Kandidaten betüdelt, Wigald Boning[wp] ist im Kittel der experimentierende Wissenschaftler.
Und solange Frauen sich nicht aus diesen Schlabber-Themen und dem feministischen Gejammer herausbegeben, werden sie auch keine Medien zustande­bekommen. Und solange sie das nicht können, werden sie auch nicht in den Chefredaktionen vertreten sein.
Und sie werden es nicht können, solange sie sich nur beschweren und fordern, anstatt zu leisten und sich fundiert mit allen Themen befassen. Und Journalistinnen, denen zu allem nur feministisches Gejammer einfällt, die sind qualitativ bei Null. Die sollte man ganz rauswerfen.» - Hadmut Danisch[44]

Zitat:

«[Bemerkenswerter Weise sagte Jakob] Augstein, dass die Frauenquote umso niedriger sei, je höher der Qualitäts­anspruch des Mediums wäre, dass also bei den ganzen seichten Käse­blättern viele Frauen, bei den anspruchsvollen aber wenige arbeiteten. Und fragte, wer sich das erklären könnte. Nöh, meinten [Annette Bruhns, Carin Pawlak (FOCUS), Ines Pohl (TAZ), Sabine Rückert (ZEIT) und Claudia Spiewak (NDR HF)] mit aufgesetztem Unterton, das könnten sie sich nicht vorstellen. (Wie sollte man sich dazu auch vernünftig äußern können, wenn man gleichzeitig fordert, eine Zwangsquote für Redaktionen einzusetzen?)
Ich kam mir da vor wie im falschen Film. Die produzieren da so einen grotten­schlechten Blödsinn, schmoren im eigenen Saft, merken gar nicht, wie dämlich das alles wirkt - und kommen sich total gut vor. Suhlen sich in ihrer Selbstgefälligkeit. Und ein Publikum voller Frauen findet es ebenfalls toll, fast alle sind begeistert, freuen sich, finden es toll. Unglaublich, wie leicht und anspruchslos Frauen zu bedienen sind. Darauf beruht wohl der Feminismus fast ausschließlich. (Es gab allerdings auch einige wenige, denen das ebenfalls zu blöd war.)
Ich habe Augstein an seine Eingangsfrage erinnert, warum die Frauenquote im Seichten hoch wäre und umso niedriger läge, je höher der Qualitäts­anspruch eines Mediums sei. Die Frage hätten sie gerade selbst beantwortet. Richtig schlecht hätt ich's gefunden.
Fassungs­losigkeit. Rings um mich herum glotzte mich alles an wie vom Schlag getroffen, aber erst mal kein Widerspruch, die waren zu baff. [...] Da taucht einfach ein unbekannter Fremder auf und haut drauf. Ich hatte den Eindruck, dass die überhaupt noch nie direkt Kritik bekommen haben, und sie deshalb so selbstgefällig und selbstzufrieden da in ihrem Blödsinn baden, und einem anspruchslosen Publikum plaudern, was sie und das Publikum hören wollen. Das ist wohl auch der Grund, warum wir im Fernsehen immer öfter mit unerträglich schlechten Talkshows überschwemmt werden.» - Hadmut Danisch[45]

Zitat:

«Es ist bekannt, dass die Frauenquote bei Redaktionen umso höher ist, je niedriger das Niveau ist.» - Hadmut Danisch[46]

Analyse der Medien

Zitat:

«Bei den Medien gibt es einen täglichen Output, wodurch eine systematische Untersuchung möglich wird. Man kann die Version von gestern mit der von heute vergleichen. Es gibt eine Menge Material, anhand dessen man sehen kann, was die Medien in den Vordergrund rücken, was sie ausblenden und wie die Struktur dieses Prozesses aussieht. Meines Erachtens besteht zwischen der Analyse der Medien und der des Wissen­schafts­betriebs oder der Intellektuellen­zeit­schriften kein großer Unterschied - man muß einige zusätzliche Mechanismen berücksichtigen, aber davon abgesehen besteht kein radikaler Unterschied. Diese Bereiche stehen in enger Verbindung miteinander, und deshalb wechseln die Leute auch ziemlich leicht zwischen ihnen hin und her.

Wenn man die Medien oder eine beliebige Institution verstehen will, stellt man sich zunächst einmal Fragen nach ihrer inneren Struktur.

Zweitens wird man sich dafür interessieren, welche Rolle sie im Rahmen der Gesamt­gesellschaft spielen: In welcher Beziehung stehen sie zu anderen Systemen von Macht und Autorität?

Und schließlich gibt es, wenn man Glück hat, Akten und Aufzeichnungen führender Leute im Mediensystem, aus denen man erfahren kann, welche Ziele sie verfolgen. Das ist wichtig, da wir es mit einem ideologischen System zu tun haben. Ich meine natürlich nicht die üblichen Public-Relations-Veröffentlichungen, sondern das, was diese Leute sich gegenseitig über ihre Absichten mitteilen. Und was das betrifft, gibt es eine Menge interessantes Material.

Das sind drei wichtige Informations­quellen, wenn wir etwas über die Natur der Medien erfahren wollen. Wir sollten die Medien auf dieselbe Art untersuchen, wie ein Natur­wissen­schaftler ein komplexes Molekül oder einen sonstigen Gegenstand studieren würde. Dabei sieht man sich die Struktur der Medien an, um auf dieser Basis eine Hypothese darüber aufzustellen, wie das Produkt, das die Medien herstellen, wahrscheinlich aussehen wird. Dann untersucht man den Medien­output und überprüft, inwieweit er den aufgestellten Hypothesen entspricht.» - Noam Chomsky[wp][47]

Zitat:

«Die Massenmedien im eigentlichen Sinn haben im wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem fernzuhalten.

Sollen die Leute sich mit etwas anderem beschäftigen, Hauptsache, sie stören uns nicht (wobei "wir" die Leute sind, die das Heft in der Hand halten). Wenn sie sich zum Beispiel für den Profisport interessieren, ist das ganz in Ordnung. Wenn jedermann Sport oder Sex­skandale oder die Prominenten und ihre Probleme unglaublich wichtig findet, ist das okay. Es ist egal, wofür die Leute sich interessieren, solange es nichts Wichtiges ist. Die wichtigen Angelegenheiten bleiben den großen Tieren vorbehalten: "Wir" kümmern uns darum.» - Noam Chomsky[47]
Zitat:

«Mitte der vierziger Jahre schrieb George Orwell[wp] als Satire auf einen totalitären Staat, nämlich die Sowjetunion, seinen Roman Animal Farm[wp], der damals ein großer Erfolg war.

Alle Welt war begeistert. Später stellte sich heraus, daß er eine Einleitung zu Animal Farm geschrieben hatte, die aber nicht gedruckt wurde. Sie erschien erst dreißig Jahre später, als sie in seinem Nachlaß gefunden wurde. Thema dieser Einleitung war die "Literarische Zensur in England". Orwell sagt dort, daß er sich in seinem Buch natürlich über die Sowjetunion und ihre totalitäre Struktur lustig macht. Aber außerdem schreibt er auch, daß England sich gar nicht so sehr davon unterscheidet. Im Westen werden wir nicht auf Schritt und Tritt von einem KGB kontrolliert, aber das Resultat ist doch weitgehend dasselbe. Wer in seinem Denken zu unabhängig ist oder auf die falschen Gedanken kommt, bekommt keine Chance, seine Ideen zu verbreiten.

Außerdem macht er einige kurze Bemerkungen über die institutionelle Struktur der Medien. Er fragt: Wie kommt es zu dieser Art von Zensur? Ihm zufolge liegt das erstens daran, daß die Presse den Reichen gehört, denen es lieber ist, wenn bestimmte Dinge nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Zweitens, so Orwell, lernt man im Rahmen des Erziehungs- und Ausbildungs­systems der Elite, zum Beispiel an renommierten Universitäten wie der von Oxford, daß es gewisse Dinge gibt, die man besser nicht erwähnt, daß es gewisse Gedanken gibt, die man besser nicht zuläßt. Damit meint er die sozialisierende Rolle der Elite­institutionen: Wenn man sich hier nicht anpaßt, hat man in der Regel schon verloren. Und mit diesen wenigen Bemerkungen ist das Wesentliche eigentlich schon gesagt.» - Noam Chomsky[47]

Dekonstruktion der Stilmittel

Dekonstruktion der Stilmittel in Medien-Pamphleten und ähnlich gelagerten Politiker­phrasen:

  • Wiederholtes, unbegründetes Pochen auf die eigene "Seriosität"
  • Werturteil vor Bericht, die Vermischung von beidem, oder die Darstellung eines Kommentars als "Bericht"
  • Eigene Vorabsiegeserklärung: Es wird ein Argument eingebracht und sofort resümierend die Beendigung der Debatte durch den eigenen "Sieg" reklamiert. Extrapunkte für anschließendes Herumreiten auf der vermeintlichen "Dummheit" der Gegenseite.
  • Teilzugeständnisse zum Schein, die im Nebensatz wieder zurück­genommen werden ("Es läuft zwar hier und da etwas falsch, aber wir haben ja interne Kontroll­mechanismen, weshalb externe Kritik überflüssig und nicht 'konstruktiv' ist. Blablabla.") Der Klassiker: "Ängste der Bürger ernstnehmen", aber bloß nichts gegen Anlass und Ursache unternehmen.
  • Spaltung der Kritiker: totale Ausgrenzung der bösen "Anführer", während die Masse der Demonstranten nur durch überbordende Angstgefühle temporär unzu­rechnungs­fähig ist und noch durch schleuniges Einschwenken auf die Linie der Etablierten Buße tun kann.
  • Demoralisierungsversuche: Relativ zu den Teilnehmer­zahlen unverhältnis­mäßig umfangreiche Darstellungen der Gegner des Protests oder selektiv derjenigen Meinungs­umfragen, die der etablierten Position Mehrheits­status bescheinigen.
  • Psychologisierung der Kritik als irrationalen Ausdruck fehlgeleiteter bis krankhafter Emotionaltät: "Hass(er)", “Ängste”, diverse "Phobien".
  • Bonzen-Keule: Kritiker als hartherzige, reiche, männliche Deutsche, die bloß um ihre angeblich vorhandenen, ungerechtfertigten "Privilegien" fürchten und sich deswegen gegen den "Fortschritt" stellen ("Nazis in Nadelstreifen").
  • Bildungsferne-Keule: Kritiker als ungebildete, sozial Abgehängte, die ihre Felle durch Arbeitsmarkt- oder Sozial­leistungs­konkurrenten davon­schwimmen sehen und aufgrund ihrer Unzu­rechnungs­fähigkeit dringender "Aufklärung" durch die bildungs­bürgerlichen Eliten bestehend aus Journalisten und Politiker bedürfen. Besonders putzig, wenn Kollegen oder Politiker kurz zuvor die inhaltlich völlig widersprechende Bonzen-Keule gezückt haben!
  • Nazi-Insinuierungen: haarsträubendste Versuche, die Kritiker in irgendeiner Form unbegründet mit Nazis in Verbindung zu bringen, in der Hoffnung, dass irgendetwas davon bei Leser hängen bleibt.
  • Gleiches als Ungleiches: Identische Handlungen der wohlwollend betrachteten und der verächtlich gemachten Seite werden bei der Gegenseite mit pejorativen Umschreibungen gespickt. Die Guten "demonstrieren", die Bösen "marschieren auf" (militärische Assoziationen).
  • Verschleierung der Aggressoren ("Auseinander­setzung/Rangelei zwischen X und Y" statt "Übergriff von X auf Y"), wenn sich das Täter-Opfer-Verhältnis nicht mit der etablierten Wunsch­vorstellung deckt.[48]

Umgang mit dem Internet

Zitat:

«Die Aufregungskultur im Social Web schreckt professionelle Schreiber ab, schafft aber reichlich Raum für die so genannten Trolle. "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo beklagt nun einen zunehmenden Druck durch böswillige Kommentare im Internet. "Neben den großen Segnungen, die das Netz natürlich gebracht hat (...), gleicht der Blick in die Kommentar­spalten manchmal dem Blick in die Kloake menschlicher Abgründe", hat der 56-Jährige am Mittwochabend in der Münchner Universität betont. Es gehöre immer mehr Mut dazu, sich als Journalist mit einem Leitartikel anonymen Beschimpfungen auszusetzen, zitiert die Nachrichten­agentur "dpa" den "Zeit"-Macher.» - Petra Schwegler[49]

Ein Redakteur will einen Verfasser unzähliger Kommentare besucht und porträtiert haben. Ob sein Artikel stimmt oder gefälscht ist, steht dahin.[50] Ein Leser kommentiert seinen Bericht so:

Zitat:

«Meiner Beobachtung nach nähert sich die Qualität von Medienartikeln der Qualität der Leserkommentare an. Wobei nicht ausgemacht ist, ob Henne oder Ei zuerst da war. Wären sich die Medien ihrer Vorbild­funktion bewusst, wäre die allgemeine Kommunikations­kultur gar nicht so weit verkommen. Man braucht sich die Medien nur mal genau auschauen, welche Reißerei und Beißerei von ihnen ausgeht, was sie schüren, welche provokativen Kicks absichtlich in Titeln und Teasern untergebracht werden usw. Die Verkümmerung des zweiten Auges scheint längst selbstverständlich. Aber hinterher die Hände in Unschuld waschen: "Wir berichten doch NUR."» - Herbert Wolkenspalter[51]

Zitat:

«Das Internetforum bzw. der elektr. Leserbrief ist eine Erfindung, die erst seit wenigen Jahren bei größeren Teilen der Bevölkerung angekommen ist. Jahr­tausende­lang war der Bürger völlig "lautlos". Nur Adelige und die Priester hatten eine elevante Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge zu verbreiten. Dann kamen die Bücher, dann die Zeitungen - ebenfalls eine Äußerungs­möglichkeit weniger Privilegierter, die sich nur zu oft ins Boot der Machtvollen, der Privilegierten, bitten ließen. Und noch vor wenigen Jahren war es üblich, einen "Leserbrief" zu schreiben, was bedeutete, sinn­entstellende Verkürzungen und Abdruck - aber auch, häufiger, Nichtabdruck! - Wochen später und in völlig verrissenem Kontext hinzunehmen. Ich denke, dass dieser Bereich erst der Kultivierung bedarf. Der Einübung. Die Menschen werden lernen, dass sie mit Beleidigungen und Kraft­aus­drücken mehr über sich selbst aussagen, als über den streitigen Gegenstand. Das lernen nicht alle in wenigen Monaten oder Jahren. Und wehe den heute Mächtigen, das Volk begriffe seine (Wort-)Macht.» - Ursula Jens[52]

Zweite-Hand-Informationen

Zitat:

«Selbst erste Spitzenjournalisten aus dem Mainstream sagen mittlerweile offen, dass sie bei heiklen Themen einfach nicht mehr an unfrisierte Kernfakten herankommen und sich mit Zweite-Hand-Informationen begnügen müssen. So sagte die Innenpolitik-Chefin des NDR, Anja Reschke[wp] kürzlich, dass sie bis heute nicht wisse, was in der Silvester­nacht von Köln wirklich passiert ist. Zugespitzt könnte man sagen: die "Autoritäten" in Sachen Information geben mittlerweile zu, dass sie bei brisanten Angelegenheiten selber keine echten Informationen mehr haben. Und stattdessen lediglich das, was sie von Geheimdiensten und anderen Macht­klüngeln vorgekaut bekommen, als eigene Recherche verpackt nach unten weiterreichen.» - Gerhard Spannbauer[53]

Doppelmoral bei der Wahlberichtserstattung

Zitat:

«Ist Euch mal was aufgefallen?

Wenn in Österreich bei der Bundespräsidentenwahl der grüne Kandidat gegen den rechten Kandidat mit 50,3 % gegen 49,7 % bei einer Wahl­beteiligung von 68,5 % gewinnt, dann jubelt die Presse, dass man demokratisch erfolgreich rechts verhindert hat, und schimpft die, die die Wahl anfechten, schlechte Verlierer.

Wenn aber in Großbritannien 51,9 % für und 48,1 % gegen den Brexit sind, bei einer Wahl­beteiligung von 72,2 % - also deutlicheres Ergebnis bei höherer Wahl­beteiligung - dann töbert dieselbe Presse, das sei nicht demokratisch, das müsse wiederholt werden, die Wähler hätten sich geirrt, die Mehrheit sei zu wenig, die Wahl­beteiligung sei zu wenig, das sei kein brauchbares Wahl­ergebnis.

Wie kann Presse so verlogen sein?» - Hadmut Danisch[54]

Einschränkungen der Pressefreiheit durch staatlich lizensierte Meinungswirtschaftler

Journalismus: Hofberichterstattung aus Brüssel

Schon im Oktober 2013 berichtete eigentümlich frei von Einschränkungen der Pressefreiheit, die sich damals in den USA abzeichneten. Unbemerkt von allen großen Pressehäusern in Deutschland entschied der Justizausschuss im US-Senat bezüglich des, zur Zeit weiterhin noch zur parlamentarischen Diskussion stehenden, Free Flow of Information Act (FFIA), dass zukünftig nicht mehr die Tätigkeit des Journalisten per Definition schützenswert sei, sondern lediglich die Profession. Zum Kreis der US-Journalisten gehören damit in Zukunft womöglich nur noch direkt bei Verlagen angestellte Schreiberlinge. Freie Journalisten, Blogger und andere alternativ-medial Tätige werden dann vom Schutz des FFIA nicht mehr umfasst. Auch so genannte Whistle­blower-Organisationen, wie Wikileaks oder Cryptome, müssen damit um ihre Geschäfts­grund­lage bangen.

Der schon im Oktober 2007 initiierte FFIA sollte ursprünglich den ersten Zusatz der US-Verfassung zur Pressefreiheit auch auf nationaler Ebene effektiv umsetzen und einen verlässlichen juristischen Schutz für Journalisten bieten, ihre Quellen auch vor staatlichen Behörden und Gerichten nicht nennen zu müssen. Ähnliche Gesetze gibt es bereits in vereinzelten US-Bundes­staaten. Mit der Entscheidung des Justiz­aus­schusses mutierte der FFIA allerdings zum Gründungsbrief eines elitären Clubs privilegierter Autoren und zur staatlichen Lizenzierungs­maschine. Die angeschlossenen Medien­häuser werden die personelle Auswahl übernehmen. Gegen-den-Strich-Schreibende werden bis auf langweilige Unterhaltungs­schnipsel keine Inhalte mehr vorweisen können. Auskunfts­bereite Quellen zu wirklich heißen Eisen werden den freien Bericht­erstattern fehlen. Wer keinen Platz im Establishment gefunden hat, wird dank FFIA so schnell keinen redseligen Informanten mehr finden. Und wer im Establishment angekommen ist, wird auch weiterhin keinen redseligen Informanten finden wollen.

Die Entscheidung des Ausschusses war ein politischer Fingerzeig. Auch für die deutsche Medien­land­schaft, wie sich dieser Tage herausstellt. Denn seit Beginn diesen Monats verweigert die Pressestelle des Deutschen Bundestages Bloggern, in ihrer Funktion als Presse­vertreter, den länger­fristigen Zugang zum Parlament. Solchen Journalisten ohne Anbindung an einen Verlag werde lediglich eine organisatorisch weitaus aufwändigere Tages­akkreditierung angeboten, wie der freie Journalist Markus Beckedahl vor wenigen Tagen aus eigener Erfahrung berichten konnte.

Dahinter steckt jedoch keinesfalls ein spontaner Geistesblitz in einem Beamten­stübchen des Reichstages sondern System und große Politik. Auf Seite 135 des Koalitions­vertrages der schwarz-roten Großen Koalition heißt es: "Journalistisch-redaktionell verantwortete Medien sind von zentraler Bedeutung für Demokratie, Informations­freiheit und Meinungs­bildung und zwar unabhängig von der technologischen Verbreitung. Die Koalition unterstützt eine Initiative der Länder zur Wieder­einführung des amtlichen Presseausweises."

In diesem Zusammenhang bedeutet journalistisch-redaktionell nichts anderes, als dass wohl nur Vertreter etablierter Medienhäuser Zugang zu diesem amtlichen Presseausweis erhalten sollen. Auch in Deutschland wird damit der embedded journalist, der politisch gesteuerte, jederzeit kontrollier- und sanktionierbare System-Schreiberling unter besonderen Schutz gestellt. Abseits der herrschafts­konformen Hof­bericht­erstattung[wp] werden detaillierte Reportage und kritische Analyse unter diesen Umständen wohl kaum noch gedeihen können.

Im Zuge des Sozialisten­gesetzes[wp] im Kaiserreich eingeschränkt und im Dritten Reich[wp] schließlich per politischer Gleichschaltung und Lizenzvergabe gänzlich geplättet, findet die Pressefreiheit damit nach weniger als 70 gedeihlichen Jahren wieder unrühmliche Grenzen.

In Bälde vielleicht sogar EU-weit - durch die Hintertür. Denn um die berufliche Freizügigkeit und transparente Anerkennung von Berufs­qualifikationen in allen Mitglieds­staaten zu erleichtern, schlug eine Mehrheit der Abgeordneten des Europa­parlaments schon vor einigen Wochen vor, einen so genannten EU-Berufsausweis einzuführen. In einem "Standpunkt des Europäischen Parlaments" vom 9. Oktober 2013 bezüglich einer Änderung der Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufs­qualifikationen und der EU-Verordnung 1024/2012 über die Verwaltungs­zusammen­arbeit mit Hilfe des Binnenmarkt-Informations­systems (IMI-Verordnung) heißt es unter Punkt 4: "Zweck des Europäischen Berufs­aus­weises ist es, das An­erkennungs­verfahren zu vereinfachen und die finanzielle und operative Effizienz zu steigern, wovon Berufs­angehörige und zuständige Behörden profitieren werden. Der Europäische Berufsausweis sollte auf Antrag des Berufsangehörigen und nach Einreichung der erforderlichen Unterlagen sowie Abschluss der entsprechenden Über­prüfungs­verfahren durch die zuständigen Behörden ausgestellt werden."

Die geänderte Richtlinie 2005/36/EG trat schon im Jahr 2005 in Kraft. Nun müssen alle Mitgliedsstaaten anerkannte Berufs­qualifikationen überprüfen und untereinander vereinheitlichen, um ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof zu vermeiden. Im Zuge dessen wird sicherlich auch das Berufsbild des Journalisten in Augenschein genommen. Der von der Bundesregierung propagierte amtliche Presseausweis ist für die journalistisch tätige Gruppe der Steuerzahler also womöglich nur die nationale, sozialistische Vorstufe zu einem noch größeren sozialistischen Kontrollmoloch, gesteuert aus Brüssel.
- Henning Lindhoff: Journalismus: Hofberichterstattung aus Brüssel, ef-magazin am 11. Februar 2014 (Staatliche Stellen überwachen und lizenzieren zukünftig Medienvertreter)

Pressebluten

Zitat:

«Ich habe mir heute natürlich viel Presse und viele Sendungen zur US-Wahl angesehen. Und für mich zieht sich wie ein roter Faden durch alles, dass das Political-Correctness-Kartell aus Politik und Presse hier erstmals richtig hart mit eigenem Versagen konfrontiert ist.

Interessant war dabei, die Interviews mit Trump-Wählern, aber auch einige der Aussagen Trumps zu sehen und zu hören. Immer wieder geht es darum, dass man sich von der Presse und den Medien belogen, getäuscht fühlt. Es ist etwas, was mir schon um 2002 (oder 2003) aufgefallen ist, als ich beim damaligen Kriegsbeginn zufällig in den USA war. Nicht nur in Amerika, auch in Deutschland haben Rundfunk und Presse massiv desinformiert, systematisch manipuliert.

Habt Ihr mitgezählt, wie oft die Presse Trump als aus dem Rennen und chancen­losen Versager eingestuft hat? Jedes Mal auf's neue "Oh, jetzt ist er endgültig erledigt". Sagt, dass man Frauen an die Pussy greifen kann. Oh, jetzt ist er erledigt.

Keine der Einschätzungen hat gestimmt. Heute sind sie alle "schockiert", wie das passieren konnte. Gut, man kann sich irren. Passiert jedem Mal. Aber sie lernen nichts daraus. Dieselben Leute prognostizieren fleißig den Untergang des Abendlandes. Woher aber wollen sie das wissen, wenn sie doch bisher schon mit allem zu Trump so falsch lagen?

Und warum halten Journalisten zumindest dann, wenn sie einsehen müssen, dass alles, was sie geschrieben haben, einfach unhaltbarer Bullshit war, nicht einfach mal ein paar Tage das Maul, sondern fangen gleich von Neuem mit demselben Mist an? [...]

Ein zentrales Problem am Presseversagen ist der Einfluss der Sozial- und Geistes­wissen­schaften und des Milieus, das sich da gebildet hat.» - Hadmut Danisch[55]

Lügen und Propaganda

Zitat:

«Was läuft denn da für eine Nummer ab?

Erst trimmt man die Gesellschaft auf grenzenlose Lügenempfänglichkeit, tabuisiert und sanktioniert jegliches Anzweifeln von Vergewaltigungs­vorwürfen, und jetzt lastet man genau das plötzlich den Rechten an?

Müsste man nicht eher schreiben, dass Hillary Clinton nunmehr die von ihr selbst als Feministin geförderte Klatsche abbekommen hat, und deshalb auch damit leben muss? Lehrstunde der Kategorie "Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem andern zu"?

Wo waren denn alle die, die jetzt "Lüge!" schreien, wenn es um Vergewaltigungs­vorwürfe gegen Hillary geht, als es um Vergewaltigungs­vorwürfe gegen Männer ging? Selbst als der Fall Gina Lisa schon längst als Lüge entlarvt war, sprach die FAZ immer noch von "angeblicher Vergewaltigung"[ext], nicht von Lüge. Warum gelten für eine Hillary Clinton so andere Maßstäbe als für Männer? Wessen Interessen vertritt die FAZ?» - Hadmut Danisch[56]

Zitat:

«FAZ:

Mit dem Einwand, dass etwas nicht stimmt, mit der Frage nach Belegen oder auch dem Gegenbeweis kommt man in den Vereinigten Staaten inzwischen keiner Falsch­darstellung oder Lüge mehr bei.

Danisch:

Oh ja. Ergebnis von Gender und Feminismus. (Und letztlich auch der Religion und Kirchen in den USA, und des Kreationsmus[wp]-Krampfes.) Hat man nicht jahrelang auf alle eingeprügelt, die auch nur das leiseste Wort gegen Feminismus erhoben haben? Das ist das Ergebnis. Das ist nicht einfach passiert, das hat man so gebaut.
Nochmal der Satz aus dem Zitat von oben:
"So sei Trump an die Macht gekommen - indem er schlicht irgend etwas behauptete."
Sind nicht Linke, Genderisten, Feministen, Social-Justice-Warrior, kurz, das ganze Political-Correctness-Gesindel an die Macht gekommen, haben obendrein sämtlichen Quotenfrauen und Gender-Priesterinnen ihre Stellen verschafft und sämtliche öffentlichen Kassen geplündert, indem sie schlicht irgend etwas behauptet haben?
Warum fanden Medien, auch die FAZ, das bisher nicht anstößig, jetzt aber schon?
Warum schreibt niemand über linke Lügen?
Ist das Problem nicht offensichtlich gerade nicht die Lüge als solche, sondern dass die Linke aufschreit, weil sie ihr Monopol, ihr Patent, ihren Alleinanspruch auf die Lüge verletzt sieht und sie wieder für sich alleine haben will?»[56]
Zitat:

«Jahrelang haben sie sich über jegliche Fakten hinweggesetzt und uns jeden feministischen und genderistischen Unsinn ungeprüft aufgetischt.

Besonders bei der Tagesschau wurde ja auch schon oft und gern gegendert, gesperrt, gelöscht und von Gender und Pay Gap und so geschwafelt.

Ausgerechnet die Nachrichtenheinis der ARD kommen jetzt zeitgeist­schwaflig um die Ecke und wollen uns erklären, was "postfaktisch" und "Filterbubbles" sind.

Siehe Nachtmagazin von vergangener Nacht ab 0:05:40.

Ist der blanke Wahnsinn. Jetzt prangern sie an, was sie selbst jahrelang praktiziert haben, und tun so, als wäre das neu. (Ich erinnere nur mal daran, dass viele der bekloppten Journalisten­tagungen, bei denen ich auch war, beim NDR in Hamburg stattfanden, wo auch die Tagesschau produziert wird.)

Zitat aus dem Video: "Wenn der größte Quatsch durch Wiederholung zur gefühlten Wahrheit wird."

Muss man sich mal klarmachen, wie die da im zwangs­finanzierten öffentlich-schlechtlichen Rundfunk so drauf sind: Nachdenken gibt's da nicht viel. Wenn was tagesaktuell durch die Redaktions­konferenz blubbert, dann ballern die einfach drauf los. Und beschimpfen andere des "Postfaktischen"...» - Hadmut Danisch[57]

Finanzierung

Zitat:

«SPD und Grüne haben gedungene Presse gerade sehr nötig.

Wie kann Journalismus in Zukunft finanziert werden? Auf diese Frage gibt es nicht eine einzige Antwort. Das bisherige Modell des klassischen Profit Journalismus trägt immer seltener. Verlage können nicht mehr in jeder Stadt, in jedem Kreis, in jeder Gemeinde genug Geld für journalistische Angebote wie Magazine, Zeitungen oder Online-Ausgaben aus Verkaufs- und Werbe­einnahmen verdienen. Der Öffentlich-rechtliche Journalismus kann mit seinen Radio- und Fernseh­angeboten die sich auftuenden Lücken nicht schließen.[58]

Auf diese Frage gibt es aus einem triftigen Grund keine einzige Antwort: Es ist die falsche Frage.

Die richtige Frage wäre, worin eigentlich Wert und Nutzen des Journalismus (noch) liegen können, wenn keiner mehr dafür zahlen will.

Eine andere richtige Frage wäre, ob man den vielbehaupteten Nutzen für die Demokratie nicht mal nach der Standardfrage cui bono[wp] hinter­fragen sollte. Wenn nämlich nicht die Bürger, aber die Politiker den Journalismus bezahlen wollen, spricht das gegen eine Demokratie und für eine Politokratie. Vielleicht ist das ja gerade ein Symptom der Krankheit.

Eine dritte richtige Frage wäre, ob Journalismus nicht längst obsolet geworden ist und man es so machen sollte, wie Trump: Direkte Kommunikation zwischen Politikern und Bürgern.

Eine vierte richtige Frage wäre, ob bezahlter Journalismus überhaupt funktionieren kann. Zu oft habe ich von Journalisten gehört, dass sie etwas nicht schreiben können, weil sie "Frau und Kinder" haben. Und einfach abhängig sind. Deshalb werden Presseausweise auch nur für die ausgegeben, die zu mindestens 50 % finanziell davon abhängig und damit erpressbar sind.

Eine fünfte richtige Frage wäre, ob nicht auch hier die Marktwirtschaft[wp] gilt und stürzende Preise schlicht auf ein Über­angebot zurück­zu­führen sind.

Eine sechste richtige Frage wäre, ob man Journalismus nicht wie so vieles andere einfach automatisieren und weg­rationalisieren kann. Gar zu oft schreiben nämlich alle wörtlich das gleiche, weil sie entweder alle Agentur­nachrichten durch­reichen oder von­einander abschreiben. Gefühlte 90 % der Journalisten­leistung könnte man durch eine große Webseite ersetzen, auf der einfach alles und dpa direkt erscheint. Wofür braucht man eigentlich noch verschiedene Redaktionen und Zeitungen, wenn die doch oft wort­wörtlich dieselben Texte durchreichen?

Viele Medien sind deshalb auf der Suche nach neuen Finanzierungs­möglichkeiten. Und hier setzt die Idee vom gemeinnützigen Journalismus an. Correctiv wird zum Beispiel zu einem großen Teil durch Spenden und Stiftungen finanziert.[58]

Durch Stiftungen?

Damit habe ich ganz schlechte Erfahrungen. Da übt jemand Macht aus und man weiß nicht, wer und was. Spätestens seit der Amadeu-Antonio-Stiftung muss jeder aufrechte Mensch auf Stiftungen allergisch sein.

Dieses Modell könnte gerade in vielen Städten und Gemeinden erfolgreich sein, in denen es keine ausreichende Versorgung mit klassischen Medien mehr gibt.[58]

Wie kann man denn im Zeitalter der Digitalisierung und des Internet mit Medien unterversorgt sein? (OK, ja, in Deutschland geht das, da gibt's noch nicht überall Internet, aber mehr Journalisten ändern daran auch nichts.)

Doch unser Vorbild hat es bislang in Deutschland schwer zu einem Modell für andere Angebote zu werden, die ebenfalls auf den Non-Profit-Journalismus setzen wollen: Journalismus wird nicht als gemeinnützig anerkannt.[58]

Er ist ja auch nicht gemeinnützig. Der Journalismus heute bewegt sich zwischen eigennützig und parteinützig.

Es können sich keine Vereine gründen, die Medien herausgeben.[58]

Und das ist jetzt schon gelogen. Natürlich kann man Vereine gründen, ist sogar ein Grundrecht. Artikel 9 Grundgesetz. Das hat mit Gemeinnützigkeit[wp] nichts zu tun. Der Punkt ist halt nur, dass ein Verein erst mal Privatsache ist und steuerlich nicht begünstigt wird.

[...] Man kann problemlos einen Verein gründen und publizieren. Was die wollen, ist zusätzliches Geld vom Steuerzahler in Form von Steuer­begünstigungen.» - Hadmut Danisch[59]

Konzentration

Deutschland

Jeweils vier Verlage drucken rund 40 Prozent aller Zeitungen, 60 Prozent aller Zeitschriften und 25 Prozent aller Bücher, zwei Konzerne kassieren 84 Prozent aller Werbegelder im Fernsehen.[60]

Amerika

Zitat:

«Es gibt in Amerika 1.500 Zeitungen, 1.100 Magazine, 9.000 Radiostationen und 1.500 TV-Anstalten. Die sind in sechs Händen konzentriert. Davon sind vier Rüstungs­unternehmen und zwei Energie­unternehmen. Jetzt wissen Sie Bescheid über "die freie Presse".» - Dirk C. Fleck[61]

Bedeutung der Medien

Zitat:

«Die Rolle der Medien wird weitläufig unterschätzt. Und zwar selbst von denen, die glauben, sie hätten sich mit Medien beschäftigt. Der Psychologe Edward Bernays hat mal gesagt, wer die Medien steuern kann, wer die ungenannten Gesellschafts­prozesse steuern kann, der bildet eine wahre Herrschermacht über die demokratischen Strukturen eines Landes. Das heißt eine Herrschermacht im Verborgenen. Dieses Konzept ist sehr vielen mächtigen Leuten bekannt und die streiten sich demnach mit enormer Schärfe darum, Medien zu kontrollieren. [...]
Man sollte jetzt meinen, die [Idee eine] unsichtbare Herrschermacht eines Landes zu haben, das wäre eine fürchterliche Verschwörungstheorie, die also die Rolle der Medien völlig überstreibt. Ein russischer Analyst hat dazu geschrieben, dass sei noch völlig untertrieben.
Die Medien konstituieren in der heutigen Welt einen Staat. Ohne dass es Medien gibt, gibt es keinen Staat mehr. Ohne dass es einen Gleichklang an Medien gibt, ohne einen medialen Konsens darüber, was der Staat ist, gibt es keinen Staat mehr. Das heißt, die Medien bilden den Staat. Sie sind nicht nur bestimmend, sondern es ist eine Identität zwischen Medien und Staat. [...] Wenn die Medien jetzt auf einmal pro-russisch wären, dann wären wir ein pro-russischer Staat ... über kurz oder lang, oder pro-chinesisch, dann wären wir ein pro-chinesischer Staat, und wenn die Medien pro-amerikanisch sind, sind wir ein pro-amerikanischer Staat oder pro-französischer Staat, wenn die pro-französisch sind. Wenn die Medien die staatlichen Institutionen ablehnen, dann haben wir keine staatlichen Institutionen mehr, oder dann werden wir über kurz oder lang keine staatlichen Institutionen mehr haben. Das heißt, die Rolle der Medien ist der Schlüssel schlechthin.» - Marcel Bartels[62]

Alternative Medien

Zitat:

«[Alternative Medien?] Welche denn? Generell sind die doch meist noch schlimmer! Die haben dann, jenseits von Publikum und Auflage, die Narren­freiheit, in obskuren Meinungs­nischen ihre eigene Verwirrung zu pflegen und treiben so mit ihren Privatideen den letzten Rest an Realitäts­kontakt und journalistischer Seriosität aus.»[63]

Zitat:

«[Sozialistisch und kommunistisch orientierte Medien?] Von den 1000 Leuten, die sie lesen, überzeugen die 0,01 % (ja, das ist nur eine intuitive Zahl). Weil schlicht niemand sie aufschlägt, der nicht schon ihre Überzeugungen teilt und eben Konsument seiner eigenen gedruckten Überzeugung ist. "Gegen­stand­punkt", "Junge Welt", "Konkret" und was weiß ich wer noch alles halten höchstens ein paar Gefährten bei Laune, Tendenz sinkend. Das ist kein Funke, der in die Scheune überspringt - eher ein paar zerstrittene Wüsten­mäuse inmitten einer Elefanten­stampede. Das - wohl verstanden! - ist keine inhaltliche Wertung, sondern nur eine Abschätzung der Effizienz solcher Medien.»[63]

Zitat:

«Wer schreibt, ist doch ohne Einfluss, was er schreibt ebenfalls - wichtig sind nur die Leute, die ihn oder sie bezahlen. Die bestimmen über die Verbreitung, die Präsentation und damit letztlich über die Durch­setzungs­kraft eines Gedankens. Zahlungskräftige, einflussreiche Leute finanzieren nur selten ihre eigene Abschaffung. Das ist ein hoffnungsloser Krieg. [...] Inzwischen haben sich derartige Monopole an Geld und Einfluss empor­akkumuliert, dass deren Gewicht die ehemals so genannten "Progressiven" oder "Alternativen", also Staats- und Marktfeinde, die ernstlich die polit­ökonomische Ordnung in Frage stellen, tief unter die 0,5-Prozent-Hürde drückt. "Non­konformismus" scheint mir inzwischen schon eine Floskel aus den Poesie­alben merkwürdig menschlicher Jahrzehnte zu sein ...»[63]

Zitat:

«Von den Zuwachsraten der alternativen Medien kann der Mainstream heute nur träumen. In der Summe können die etablierten Medien das nicht mehr verkraften. Viel schlimmer für sie ist aber, dass die Glaubwürdigkeit in der Sache auf Anbieter im alternativen Medienbereich übergegangen ist. Wer dort zeigt, dass er es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, der verschwindet. Im Mainstream kommt er in den Rundfunkrat.

RT ist zum denkbar besten Zeitpunkt gekommen, wenn man für Pressefreiheit als Grundsubstanz des demokratischen Staates etwas übrig hat. RT stellt das nötige Korrektiv in der Zeit zweck­gerichteter Meinungs­manipulation dar. Die Hohepriester des Mainstreams mussten sich plötzlich wieder mit der Wirklichkeit und den Fakten beschäftigen. Mainstream scheut Fakten, wie wir jeden Tag sehen können. - Willy Wimmer[23]»

Auflagenrückgang der Printmedien

Zitat:

«Ich erinnere daran: in D nahmen die Überregionalen auflagen­mäßig einen gigantischen Aufschwung Ende der Sechziger, als die Bevölkerung stark politisiert war und sowohl auf konservativer als auch auf progressiver Seite eine ganze Reihe von Stars der Szene schrieben und es war wirklich ein Genuß ersten Ranges, Zeitung zu lesen. Da wurden regelrechte Schlachten ausgetragen!

Nachdem die Grünroten endgültig in den 1980ern die Diskurs­hohheit errungen hatten und unter dem Dauerkanzler Kohl[wp] sowohl politischer als auch intellektueller Stillstand eintrat, kamen deren Parteigänger (80 % der Journaille ist grünrot!) nach Abtritt der großen alten Garde ans Ruder der Redaktions­stuben, Kohl zog eine konsequente Sozial­demo­kratisierung seiner Partei durch und plötzlich war niemand mehr da, mit dem man sich hätte anlegen können. Folgerichtig setzte die große Feminisierungs­orgie ein, da man ja voran stürmen wollte zu neuen Ufern und als einzigen Feind den Mann präsentieren konnte.

Die 1990er und 2000er waren geprägt von der immer gleichen Phraseologie des ideologischen Mainstreams und das Publikum begann sich abzuwenden: warum soll ich noch teuer in der Zeitung lesen, was der Propagandist in der Glotze mir auch schon tausend Mal ins Ohr geblasen hat? Der Entpolitisierung und Meinungs­gleichschaltung folgte somit zwangsläufig der Rückgang der Auflage. Das dies nicht sein muss, beweisen kleine Publikationen wie ef und Junge Freiheit, deren Auflagen steigen.

Wie anders sind dagegen die USA: die Schwergewichte "Washington Post" und "New York Times" liefern sich zur Begeisterung des Publikums intellektuelle Gefechte, dass es eine wahre Pracht ist.»[64]

Zitat:

«Zeitungen sind so ziemlich die einzige Branche, die ihre Kunden als dumm hinstellt, beschimpft und bevormundet.» - Hadmut Danisch[65]

Bedeutung der Nachrichten

Fast alle Nachrichten die uns erreichen sind irrelevant für unser Leben. Im Rauschen aller möglichen, angeblich wichtigen Meldungen, gehen all die Dinge unter die eine Bedeutung für unser Leben haben. Ich habe einen interessanten Text zu diesem Symptom gefunden, der es wert ist gelesen zu werden, um sich selbst zu erkennen:[66]

Zitat:

«Dieser Text ist ein Gegengift gegen News. Er ist lang. Wenn Sie es schaffen, ihn zu Ende zu lesen, können Sie sich glücklich schätzen. Sie gehören noch nicht zu den News-Junkies, die so viel von dem Kurzfutter konsumieren, dass sie ihre Konzentrations­fähigkeit verloren haben. Halten Sie also durch. Entzugs­therapien sind immer schwer. Diese ganz besonders.

News sind für den Geist, was Zucker für den Körper ist

Wir sind so gut informiert und wissen doch so wenig. Warum? Weil wir vor zweihundert Jahren eine toxische Wissensform namens "News" - Nachrichten aus aller Welt - erfunden haben. Es ist Zeit, dass wir deren schädliche Auswirkungen erkennen und die nötigen Schritte unternehmen, um uns vor ihren Gefahren zu schützen. In den letzten Jahrzehnten haben wir die Gefahren erkannt, die mit falscher Ernährung einhergehen: Insulin­resistenz, Übergewicht, Anfälligkeit für Entzündungen, Müdigkeit. Wir haben unsere Ernährung umgestellt und gelernt, den verführerischen Reizen von Zucker und anderen einfachen Kohlenhydraten zu widerstehen. Heute sind wir in Bezug auf News an dem Punkt, wo wir in Bezug auf Fast Food vor zwanzig Jahren standen.» - Rolf Dobelli[67]

Vierte Gewalt

Zitat:

«In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungs­bildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen. Oftmals werden Medien auch als "vierte Gewalt" bezeichnet. Die Gleichsetzung mit den drei klassischen Staatsgewalten ist aber problematisch.» - Bundeszentrale für politische Bildung[68]

Zitat:

«Vierte Gewalt, vierte Macht oder publikative Gewalt wird als informeller Ausdruck für die öffentlichen Medien, wie Presse und Rundfunk, verwendet. "Vierte Gewalt" meint dabei, dass es in einem System der Gewaltenteilung eine vierte, virtuelle Säule gibt. Neben Exekutive, Legislative und Judikative gibt es danach die Medien, die zwar keine eigene Gewalt zur Änderung der Politik oder zur Ahndung von Macht­missbrauch besitzen, aber durch Bericht­erstattung und öffentliche Diskussion das politische Geschehen beeinflussen können.» - Wikipedia[69]

Zitat:

«Ich hatte schon ein paarmal beschrieben, auch im Zusammenhang mit der Auskunftsklage, welche seltsame Auffassung von Presserecht bei Richtern und Politikern herrscht. Eigentlich soll ja das Presserecht als Gegengewicht zur Regierung arbeiten.

Die Presse bezeichnet sich deshalb gerne als die "vierte Gewalt". Was so dämlich und verlogen ist, dass die Presse sich damit auch dann dafür disqualifizierte, wenn es die vierte Gewalt tatsächlich gäbe. Denn eine "vierte Gewalt" kann es so, wie sich Presse und Politik das vorstellen, gar nicht geben. Denn es steht in Art. 20 Abs. 2 Grundgesetz:

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

Es kann also keine Staatsgewalt geben, die nicht vom Volk ausgeht oder den drei Staatsgewalten zugeordnet ist. Wer von einer vierten Gewalt redet, der hat das Grundgesetz und die Konstruktion des Staates entweder nicht kapiert, oder verleugnet sie bewusst. Wie kann man dann Journalist sein?

Das Gegenstück zu den drei Staatsgewalten ist das Volk, der Grundrechts­träger, der Souverän selbst. Und dementsprechend ist die Pressefreiheit - anders als immer behauptet - kein Recht von Journalisten, sondern umgekehrt jedermanns Recht, wenn er meinungs­bildend tätig werden will.

Der gleiche Denkfehler wird auch im Wissenschafts­bereich gezüchtet und gepflegt: Die tun immer so, als sei Wissenschafts­freiheit ein Recht bestimmter Leute, nämlich der Professoren, zu tun und zu lassen, was sie wollen. Tatsächlich ist es aber genau umgekehrt. Wissenschaftsfreiheit ist jedermanns Recht, bestimmtes zu tun, nämlich in nachprüfbarer Weise Wissen zu finden und zu publizieren. Doch ausgerechnet die, die das immer als ihr Privatrecht ausgeben, nämlich die Professoren, haben das am wenigsten verstanden und stellen das am falschesten dar, als eine Art Lobby-Sonderrecht. Genau wie die Journalisten mit dem Presserecht. Da versucht man immer, Personen­stände mit Sonder­rechten zu etablieren, obwohl das Grundrecht gerade das verhindern will und Presserecht und Wissenschafts­freiheit jedem zugesteht, sofern er in seiner Tätigkeit qualitativ gewissen Anforderungen genügt.

Man könnte es auch als "Fake News" bezeichnen, wenn es so hingestellt wird, als sei die Pressefreiheit ein Recht bestimmter Personen.

In der real existierenden Bund- und Länder­politik wird es aber eben so gehandhabt, als wäre Pressefreiheit nur das Monopol eines politisch genehmen Kartells von Verlagen und Verbänden, was nicht zuletzt auch damit zusammenhängt, dass die SPD ja auch keine Partei, sondern ein Medien­konzern mit vielen Verlagen ist, der zum Zweck des Lobbyismus und der Geld­beschaffung eine Konzern­tochter Partei spielen lässt.

Muss man sich klarmachen: Die, die von der Presse eigentlich überwacht werden sollen, bestimmen selbst, wer sie überwachen darf. Ratet mal, was dabei herauskäme, wenn die Gefängnis­insassen bestimmen könnten, wer Gefängnis­wärter werden kann.

Und so wird das dann immer hingestellt, als stünde Pressefreiheit nur denen zu, die hauptberuflich in der Presse tätig sind, was in der Realität daran bemessen wird, ob die Leute nachweislich mehr als die Hälfte ihres Jahres­einkommens als Journalist, Fotograph oder sowas erzielen. Was schon deshalb dämlich ist, weil es erstens durch den Steuerbescheid nachzuweisen wäre, das im Steuerbescheid aber nicht drin steht. Und zweitens, weil damit Hochzeits­fotographen, Dekorateure und Koch­buch­autoren in den Genuss des Presserechts kommen, Blogger aber beispielsweise nicht. Der wichtige Punkt daran ist, dass man nur die als Presse­rechts­träger haben will, die auch hinreichend erpressbar sind, die von Werbung und Klickzahlen hinreichend abhängig und manipulierbar sind. So oft habe ich von Autoren schon gehört, dass sie etwas nicht schreiben können, weil sie "Familie haben". Es darf nur der Voll­journalist werden, wer hinreichend erpressbar ist. So wie man ja auch oft sagt, dass nur die Politiker werden können, die genug Leichen im Keller haben, um den Kompromat­koffer gegen sie gefüllt zu haben.

Deshalb hat man auch jahrelang an einem Presseausweis festgehalten, den es rechtlich schon lange nicht mehr gibt. Weil einfach die großen Verbände die Dinger rausgeben und damit selbst bestimmen, wer Konkurrenz sein darf. Ein Kartell, das sich selbst zum Monopolisten macht, und in dem ganz wenige die Strippen ziehen.

In der Realität scheitert man mit Presse­auskunfts­ansprüchen häufig daran, dass Behörden einfach tun und lassen können, was sie wollen. Neulich hatte ich ja schon mal so ein Ding mit dem Direktor - weiß nicht mehr genau - Land- oder Ober­landes­gericht München als Vorgesetzter einer wider­spenstigen Amts­gerichts­direktorin. Der wollte unbedingt einen Presseausweis. Nun versucht mal, einem Richter klarzumachen, dass es etwas rechtlich nicht gibt. Ein aussichts­loses Unterfangen bei jemanden, der hält sich selbst für das Recht.» - Hadmut Danisch[70]

Zitate

Zitat:

«Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda - George Orwell[wp][71][72]

Zitat:

«Was uns als gesellschaftliche Meinung verkauft wird, ist immer die Meinung bestimmter Gruppen.» - Sascha Tamm[73]

Zitat:

«Das ideologisch verbrämte Meinungs-Kalifat mit seinen Gesinnungs­wächtern dominiert längst den deutschen Mainstream - RT Deutsch[74]

Zitat:

«Was uns die Medien heute auftischen (wie man gerade auch bei #Aufschrei bemerkt hat), hat mit Aufklärung, Journalismus und Recherche überhaupt nichts mehr zu tun, sondern nur noch mit Macht­miss­brauch, Propaganda, Korruption und Schmieren­journalismus. Da wurde völlig kritiklos, völlig oberflächlich, völlig parteiisch und einseitig abgeschrieben und herumposaunt, was einige wenige da hinkonstruiert haben. Geprüft wurde gar nichts, weder zu Twitter, noch zum Feminismus. Die können inzwischen behaupten, was sie gerade wollen, die Presse frisst und druckt alles - wenn es ideologisch passt. Laut der Gatekeeper[wp]-Sichtweise gibt die Presse ja überhaupt nur 10 % ihres Wissens weiter und hält 90 % zurück. Genau das erleben wir bei Feminismus und Gender. Da wird alles zurückgehalten, was nicht in den Zeitgeist, in die gepushte Meinung passt. Das Projekt hat einen Namen, genau das nennt man Gender Mainstreaming. Desinformation durch Propaganda - Hadmut Danisch[75]

Zitat:

«Ob die heutigen Mainstream-Nachrichten tatsächlich noch das wirkliche politische Geschehen und, noch wichtiger, die echten dahinter stehenden Absichten wiedergeben, ist sehr fragwürdig.»

Zitat:

«Es darf nichts mitgeteilt werden, was einem das Abendbrot verderben könnte: Alles ist wohltemperiert und vorgekaut. Das ist Essen-Auf-Rädern als Nachrichten. Wir werden wie große Kinder behandelt, denen man mal ganz kurz erklärt, was draußen passiert ist. Da sehne ich mich immer mehr nach der alten Tagesschau zurück: Knochentrocken, aber informativ und sachlich.» - Reinhard Mohr[76]

Zitat:

«Wenn man Journalisten fragt, sagen sie in der Tat sofort: "Niemand hat je Druck auf mich ausgeübt, ich schreibe, was ich will." Das stimmt auch. Würden sie jedoch Meinungen jenseits der herrschenden Norm vertreten, dürften sie ihre Leitartikel nicht mehr schreiben. Es gibt natürlich Ausnahmen: Auch meine Artikel werden gelegentlich publiziert, die USA sind ja kein totalitärer Staat. Aber wer gewisse Mindest­anforderungen nicht erfüllt, hat keine Chance, ein prominenter Journalist zu werden.
Das ist übrigens einer der großen Unterschiede zwischen der Propaganda totalitärer Staaten und den Verhältnissen in demokratischen Gesellschaften. In totalitären Systemen - ich vereinfache etwas - gibt der Staat die Linie vor, und alle müssen sich daran halten. In Demokratien funktioniert das anders. Die "Linie" wird niemals als solche benannt, sondern stillschweigend vorausgesetzt. Es ist eine Art "freiwilliger Gehirnwäsche". Selbst die "leiden­schaft­lichsten" Debatten in den Massenmedien halten sich an implizite, von allen anerkannte Grenzen, die viele abweichende Meinungen ausschließen.

Das Kontrollsystem demokratischer Gesellschaften ist überaus effektiv: Die herrschende Linie ist dort so selbstverständlich wie das Atmen. Man bemerkt sie gar nicht und glaubt manchmal tatsächlich, an einer besonders kontroversen Debatte teilzunehmen. Das ist im Grunde viel wirkungsvoller als jedes totalitäre System.
Vergessen wir nicht, wie Ideologien durchgesetzt werden. Gewalt allein reicht nicht aus, um Menschen zu beherrschen, sie braucht stets eine Rechtfertigung. Wenn ein Mensch Macht über einen anderen ausübt - ein Diktator, ein Kolonist, ein Bürokrat, ein Ehemann oder Vorgesetzter -, braucht er eine ideologische Rechtfertigung, und die lautet immer gleich: Alle Zwangs­maß­nahmen sind "nur zum Besten" der Beherrschten. Die Macht gibt sich stets großzügig und selbstlos.

In den 1930er-Jahren war es das Prinzip der Nazi-Propaganda, einfache Worte zu wählen, sie ständig zu wiederholen und mit Gefühlen, Wünschen und Ängsten aufzuladen. Als Hitler 1938 das Sudetenland besetzte, bekundete er nur die edelsten und menschen­freundlichsten Absichten: als gehe es um eine humanitäre Intervention, die eine ethnische Säuberung unter den Deutsch­stämmigen verhindern sollte.
Auch wenn sich im Bereich der Propaganda seit den alten Griechen nicht viel verändert hat, gibt es doch stetige Verbesserungen. Die Instrumente wurden stark verfeinert, paradoxerweise gerade in den freisten Ländern der Welt, in Großbritannien und den USA. Beide waren schon in den 1920er-Jahren in der Entwicklung der demokratischen Rechte so weit fortgeschritten, dass der Freiheitsdrang ihrer Bürger nicht mehr von der staatlichen Gewalt allein gezügelt werden konnte, weshalb man sich fortan auf die Techniken der "Konsensfabriken" stützte.
Die PR-Industrie stellt Einverständnis, Zustimmung, Unterwerfung her, produziert sie geradezu. Sie kontrolliert die Ideen, die Gedanken und den Verstand der Menschen. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zum Totalitarismus: Es ist sehr viel angenehmer, Werbung zu ertragen, als sich in einem Folterkeller wiederzufinden.

In den USA ist die Meinungsfreiheit so gut geschützt wie wohl in keinem anderen Land der Welt. Diese Entwicklung ist neueren Datums. Seit den 1960er-Jahren hat der Supreme Court die Latte sehr hoch gelegt und ist damit meines Erachtens einem im 18. Jahrhundert entwickelten aufklärerischen Grundprinzip gefolgt. Das Gericht vertrat die Position der absoluten "Freedom of Speech"; einzige Ausnahme ist die Beteiligung an einem Verbrechen. [...]

Französischen Intellektuellen fällt es natürlich schwer zuzugeben, dass sie eine Neigung zu diesen Methoden besitzen. Sie sind jedoch ausnahmslos abzulehnen. Der Staat darf keine Möglichkeit haben, jemanden zu bestrafen, der behauptet, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist etwas ganz Elementares: Entweder verteidigt man es auch für Meinungen, die man selbst ablehnt, oder man verteidigt es gar nicht.
Ich möchte hinzufügen, dass es sehr bedauerlich, ja ein Skandal ist, diese Fragen 200 Jahre nach Voltaire überhaupt noch diskutieren zu müssen, denn der hatte erklärt: "Ich verabscheue, was Sie sagen, aber ich werde bis in den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen." Und man erwiese der Erinnerung an die Opfer des Holocaust einen schlechten Dienst, würde man sich einen der Grundsätze ihrer Henker zu eigen machen.» - Noam Chomsky[77]

  • "Die Tagespresse ist das Grundübel der modernen Welt; das wird sich im Laufe der Zeit mit immerer größerer Deutlichkeit erweisen. Die Degenerations­fähigkeit der Presse kennt buchstäblich keine Grenzen, denn sie kann in der Wahl ihrer Leser immer noch tiefer sinken. Zuletzt wird sie jenen Abschaum der Menschheit aufpeitschen, den kein Staat und keine Regierung beherrschen kann." - Sören Kierkegaard[wp], Tagebücher 1853-1855
  • "Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehre, dass die Alternativ­losigkeit mit der wir regiert werden, auch in einer Alternativ­losigkeit der Bericht­erstattung mündet. Frank-Walter Steinmeier[wp] hat das ja sogar genau so gesagt. Da haben wir einen amerikanischen Spion im NSA-Ausschuss, aber er sagt 'Unsere Partnerschaft mit den USA ist ohne Alternative'[78], gut, dann müssen wir damit wohl leben." - Benjamin Birkenhake[79]
  • "Eine (privat­wirtschaftliche) Branche, die sich selbst als eine Säule der Demokratie versteht, die ist halt kein Bäcker, wie der FAZ-Artikel nahe legt, die muss sich schon an ihrem Selbstbild messen lassen." - Benjamin Birkenhake[79]
  • "Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt." - Peter Scholl-Latour
  • "Die meisten Menschen in Deutschland haben Angst, ihre Meinung öffentlich zu äußern. Sie haben Angst, gegen den von selbst ernannten Eliten - also von den Herrschenden - festgelegten Meinungskanon zu verstoßen. Die Mainstream-Medien tragen die Hauptschuld an dieser Misere." - Alexander Ulfig[80]
  • "Die großen Medien sind vollständig in den Machtapparat eingebunden und erfüllen darin ihren Zweck. Auslands­korrespondenten beliefern regelmäßig Geheimdienste mit Informationen." [81]}}
  • "Wir bekommen eine journalistische Mainstream-Pampe vorgesetzt, die fürchterlich misandrisch und abgestanden schmeckt. [...] Manchmal möchte ich Qualitäts­journalist.I.nnen für ihre geistig minderwertigen Artikel, welche keinen Nährwert haben, Kielholen[wp] lassen. So wie man es früher beispielsweise mit schmierigen Schiffsköchen gemacht hat." [82]
Zitat:

«Macht Aufklärung überhaupt noch Sinn? Diese Frage muss man sich ehrlicherweise immer wieder stellen. Die NachDenkSeiten sind am 30. November 2003, also vor zwölf Jahren ins Netz gegangen. Sie haben viele und engagierte Leserinnen und Leser. Und dennoch muss man fragen, ob der tägliche und anstrengende Kampf nicht sinn- und zwecklos ist. Weil die Propaganda der etablierten Medien zur Unterstützung der etablierten Politik massiv ist und skrupellos. Die Antwort darauf: wir müssen ihre massive Überlegenheit und ihre Skrupel­losigkeit zum Thema machen.» - Albrecht Müller[83]

Zitat:

«Die totale Manipulation ist möglich. Beim Rückblick auf wichtige Ereignisse und Debatten der letzten Zeit findet man diese bedrückende Erkenntnis erneut bestätigt - in der Debatte um Syrien und die Flüchtlinge, um Russland, Putin und den neuen West-Ost-Konflikt. Ganz aktuell: in einem 58 Minuten langen Gespräch mit Anne Will[wp] hat es die Bundeskanzlerin geschafft, bei der Behandlung der Ursachen der Flucht so vieler Menschen mit keinem Wort auf die Kriege zwischen Libyen, Syrien, Irak und Afghanistan einzugehen und schon gar nicht auf die Rolle des Westens und seiner Verbündeten am Golf als Verursacher dieser mörderischen Kriege.» - Albrecht Müller[84]

Zitat:

«Bemerkenswerterweise produzieren Feministen und die Medien einen monate­langen Shitstorm, wenn ein Rainer Brüderle einer Journalisten sagt, dass das Dirndl prall sitzt, kriegen aber das Maul nicht auf, wenn 1000 Leute Frauen in die Hose und zwischen die Beine fassen. Soviel mal zu den Maßstäben und der Geschwindigkeit, mit der sie sich im Wind des Opportunismus ändern.» - Hadmut Danisch[85]

Zitat:

«Meines Erachtens ist das Hauptproblem der enorme Qualitätssturz im Journalismus, diese Verblödung im Journalismus, ausgelöst durch die Politisierung der Geisteswissenschaften - Hadmut Danisch[86]

Literatur

  • Udo Ulfkotte: Gekaufte Journalisten. Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken., Kopp-Verlag 2014, ISBN 3-86445-143-4
  • Michael Brückner, Udo Ulfkotte: Politische Korrektheit. Von Gesinnungspolizisten und Meinungsdiktatoren., Kopp-Verlag 2013, ISBN 3-86445-090-X
  • Peter Bathke, Hermann Kopp, Werner Seppmann: Medienmacht und Widerspruchserfahrung, Pahl-Rugenstein 2008, ISBN 3-89144-395-1 - Pdf-icon-intern.png Einführung
  • M.A. Verick: Das Medienmonopol. Gedankenkontrolle und Manipulation der Dunkelmächte, Rainer Bloch Verlag 2006, ISBN 3-9810951-9-7 (Einführung)
  • Jürgen Wilke: Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland, Verlag Böhlau 1999, ISBN 3-412-14898-9 - Pdf-icon-intern.png Zeitlinie daraus

Literaturliste zum Thema Meinungsmacht und Hegemonialpolitik:

  • Stéphane Hessel[wp]: Engagez-vous! Entretiens avec Gilles Vanderpooten. Aube, La Tour d’Aigue 2011, ISBN 2-8159-0229-X
    • deutsch: Engagiert Euch! Stéphane Hessel im Gespräch mit Gilles Vanderpooten. Übersetzt von Michael Kogon. Ullstein 2011, ISBN 3-550-08885-X
  • Comité invisible: L'Insurrection qui vient 2007
    • Unsichtbares Komitee: Der kommende Aufstand[wp] 2009
  • Noam Chomsky[wp]: Die Herren der Welt. Essays und Reden aus fünf Jahrzehnten. Promedia 2014, ISBN 3-85371-367-X
  • Michel Chossudovsky[wp]: Global brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg. Kopp-Verlag 2012, ISBN 3-86445-034-9
  • Zbigniew Brzeziński[wp]: The Grand Chessboard[wp]: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives. Basic Books 1998, ISBN 0-465-02726-1
    • Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft[wp], Fischer, 8. Aufl., 2004, ISBN 3-596-14358-6
  • Gustave Le Bon[wp]: Psychologie des foules, Paris 1895
    • Psychologie der Massen, deutsch von Rudolf Eisler (2. Auflage, Leipzig 1912), Kröner 2008, ISBN 3-520-71101-X[87]
  • Edward Bernays: Propaganda[wp], Routledge, 1928
    • Propaganda[wp]. Die Kunst der Public Relations., mit einem Vorwort von Klaus Kocks, orange-press 2011, ISBN 3-936086-35-4
  • Daniele Ganser: NATO-Geheimarmeen in Europa: Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung., Orell Füssli 2008, ISBN 3-280-06106-7
  • Erich Fromm[wp]: The Sane Society, 1955
    • Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft, überarbeitet v. Rainer Funk, 36. Aufl., dtv 2009, ISBN 3-423-34234-X
  • Dirk C. Fleck: Die vierte Macht. Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten. Hoffmann und Campe Verlag 2012, ISBN 3-455-50259-8
  • Wolfgang Hetzer: Finanzkrieg. Angriff auf den sozialen Frieden in Europa. Westend 2013, ISBN 3-86489-022-5
  • Heribert Prantl[wp]: Verdächtig. Der starke Staat und die Politik der inneren Unsicherheit. Europa Verlag 2002, ISBN 3-203-81041-7
  • Martin Baltes: absolute. Marshall McLuhan., orange-press 2002, ISBN 3-936086-05-2; orange-press 2011, ISBN 3-936086-55-9 (Marshall McLuhan[wp] (1911-1980) war ein kanadischer Philosoph, Geistes­wissen­schaftler, Professor für englische Literatur, Literatur­kritiker, Rhetoriker und Kommunikations­theoretiker. McLuhans Werk gilt als ein Grundstein der Medientheorie. Seine zentrale These lautet Das Medium ist die Botschaft. Außerdem formulierte er den Begriff "Globales Dorf"[wp]. McLuhan prägte die Diskussion über Medien von den späten 1960er Jahren bis zu seinem Tod.) (Martin Baltes, Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zu Marken­geschichte und Medien­theorie, insbesondere zu Marshall McLuhan. Gründer von orange-press. Übersetzer diverser McLuhan-Texte.)
Artikel
Videos

Einzelnachweise

  1. Zuwanderung: Das Wunschdenken scheitert an der Wirklichkeit, iDAF am 17. Oktober 2015
  2. Rico Albrecht: Einwanderungskrise, Wissensmanufaktur am 12. November 2015
  3. Youtube-logo.png Migrationswaffe - Europas Regierungen bedrohen eigene Völker - Christoph Hörstel auf der 12. AZK-Konferenz (28. November 2015) (Länge: ab 20:15 Min.)
  4. Sinclair Upton: The Brass Check. A Study of American Journalism 1920., S. 400
  5. Jan Fleischhauer: Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde. Rowohlt 2009, ISBN 3-498-02125-7, S. 15
  6. Youtube-logo.png KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld - Rainer Mausfeld (5. August 2016) (Länge: ab 40:55 Min.)
  7. WGvdL-Forum (Archiv 2): realitätsfern, sm0469 am 21. Mai 2012 - 12:20 Uhr
  8. Gérard Bökenkamp: Vom Marxismus zum Idealismus: Die Crux der Bewusstseinspolitik (Über Moralismus und Meinungsfreiheit), ef-magazin am 29. September 2010
  9. Eva Herman interviewt Martin Hohmann: Der Fall Martin Hohmann, Eva Herman: "Das Medienkartell", KOPP-Verlag, 2012, Seiten 207-224
  10. Interview: Thilo Sarrazin zur Verleihung des Sappho Preises für Meinungsfreiheit 2013 in Kopenhagen, EuropeNews am 8. April 2013
  11. Reinhard Jellen: "Gut gemeinte Absicht, die ihre selbst­kritische Kontrolle verliert" (Der Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss[wp] über Political correctness, postmodernen Feminismus und die die Errichtung wahrheitswidriger Tabuzonen. Teil 1), Heise/Telepolis am 7. April 2012
  12. Eva Herman: Gespräch mit Eva Herman über Putins ARD-Interview, Teil 1, Radio Stimme Russlands am 10. April 2013
  13. Kommentar: Journalisten, kämpft um Vertrauen!, Pro-Medien-Magazin am 13. Juli 2013
  14. Kommentar Emil am 27. Mai 2014 um 21:26 Uhr
  15. Jürgen Liminski: Die verratene Familie. Politik ohne Zukunft, Verband Familienarbeit e.V. am 27. August 2008 (Buchbesprechung von Wiltraud Beckenbach)
  16. Youtube-logo.png KenFM im Gespräch mit: Dirk C. Fleck - KenFM (27. Juni 2014) (Länge: 91:15 Min.)
  17. Youtube-logo.png KenFM im Gespräch mit: Dirk C. Fleck - KenFM (27. Juni 2014) (Länge: ab 20:00 Min.)
  18. Tom Schimmeck[wp]: Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache., Westend Verlag 2009, ISBN 3-938060-50-6
  19. Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache - Tom Schimmeck - Der Untergang des unabhängigen Journalismus, Westend-Verlag
  20. Youtube-logo.png KenFM im Gespräch mit: Dirk C. Fleck - KenFM (27. Juni 2014) (Länge: ab 35:00 Min.)
  21. Michael Rediske, Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen[wp] (ROG) Pressefreiheit: Reporter ohne Grenzen stuft USA herab, Media am 12. Februar 2014; Rangliste der Pressefreiheit: Sicherheitsreflexe wie Diktaturen, Süddeutsche Zeitung am 12. Februar 2014
  22. Markus Gärtner: Deutungs-Adel und rebellierende "Dumpfbacken": Der Aufstand gegen die Massenmedien, Kopp Online am 25. Dezember 2014
  23. 23,0 23,1 Willy Wimmer zieht im RT Deutsch-Interview Bilanz: Man kann sich nur an den Kopf fassen, RT Deutsch am 4. Januar 2016
  24. Handelsblatt-Herausgeber: "Wir betreiben zuweilen Desinformation durch Information", PI-News am 16. November 2013
  25. Pdf-icon-intern.png Die Leser-Revolution - Gabor Steingart, 14. November 2013 (8 Seiten)
  26. Steinmeier beklagt "erstaunliche Homogenität" und "Konformitätsdruck" in Medien, Stefan Niggemeier am 15. November 2014 (Frank-Walter Steinmeier[wp] hat auf den Lead-Awards gestern in Hamburg eine Rede über den Zustand des Journalismus in Deutschland und die Glaubwürdigkeits­krise deutscher Medien gehalten, die ich für außerordentlich hellsichtig halte.)
  27. Rede von Außenminister Steinmeier anlässlich der Verleihung der Lead Awards in Hamburg, 14. November 2014, Auswärtiges Amt am 15. November 2014
  28. 28,0 28,1 28,2 28,3 28,4 Hadmut Danisch: Wenn die Öffentlichkeit der Meinungssteuerung entgleitet, Ansichten eines Informatikers am 24. Dezember 2014
  29. 29,0 29,1 29,2 29,3 29,4 Jan Fleischhauer: Der Schwarze Kanal: Aufmarsch der Netzverschwörer, Spiegel Online am 23. Dezember 2014
  30. ZDF-Journalist: Es gibt Anweisungen von oben, MMnews am 30. Januar 2016
  31. Hadmut Danisch: Unter Pressesprechern, Ansichten eines Informatikers am 19. Oktober 2016 (Ich fand es unglaublich seicht. Wiederkäuen des schon tausendmal gehörten in schlaffer Version. Zudem Leute auf dem Podium (und im Publikum), die sich in ihrer Meinung sehr, sehr ähnelten und auf einer 360°-Skala um vielleicht 5 bis 10° unterschieden.)
  32. Kyle Pope: An open letter to Trump from the US press corps, Columbia Journalism Review am 17. Januar 2017
  33. Hadmut Danisch: Kriegserklärung: Alle gegen einen, Ansichten eines Informatikers am 19. Januar 2017;
    "Sie werden es mit einer einheitlichen Front zu tun bekommen" - offener Brief des "US Press Corps" mit drohendem Unterton an Donald Trump, Meedia am 18. Januar 2017 (Kyle Pope, Chefredakteur der Columbia Journalism Review hat dem designierten neuen US-Präsidenten Donald Trump einen offenen Brief im Namen der US-Presse (US Press Corps) geschrieben. In dem Brief wird Trump klar gemacht, dass nicht er die Regeln für das Zusammenspiel mit den Medien vorgibt, sondern die Medien. Stellenweise hat das Schreiben einen deutlich drohenden Unterton.)
  34. Adblock Plus: Axel Springer sieht Journalismus nur als Vehikel für Werbung, Golem am 29. September 2015 (Der Werbeblocker Adblock Plus hat einen weiteren Prozess gegen Medien gewonnen. In dem Verfahren vertrat der Verlag Axel Springer eine sehr ehrliche Auffassung, wozu ihm Journalismus dient und was er von Adblock-Nutzern hält.)
  35. Jean Baudrillard: Requiem für die Medien. In: Jean Baudrillard: Kool Killer oder der Aufstand der Zeichen. Berlin, Merve Verlag, 1978, S. 91
  36. Alexander Kissler: Medien und Meinungsbildung: Hochmut nach dem Fall, Cicero am 29. April 2014
  37. Michael Angele: Nach den Übergriffen von Köln, Cicero Online am 8. Januar 2016
  38. Hadmut Danisch: Man muss Dinge, die schwach sind stärken, und Dinge, die zu stark und mächtig sind, schwächen, Ansichten eines Informatikers am 10. Januar 2016
  39. Kommentar zu: Youtube-logo.png So verarscht uns ARD, ZDF und WDR - VirusK2007 (25. April 2008)
  40. WGvdL-Forum (Archiv 2): OT: Lügen, Nazikeule und Irreführung der Zuschauer, Wilhelm am 31. Mai 2012 - 16:50 Uhr
  41. Der Fall Marin Hohmann, aus Eva Herman: Das Medienkartell, KOPP-Verlag 2012, S. 207-224
  42. 42,0 42,1 Hadmut Danisch: Die Verrohung des Diskurses, diese ganze Häme, mit Diffamierung und Denunziationen, Ansichten eines Informatikers am 20. Juli 2014
  43. Tahir Chaudhry und Cihan Köse: Jörg Kachelmann: Es geht nicht mehr um die Wahrheit! (Interview), Das Milieu am 30. Juni 2014
  44. Hadmut Danisch: Antwort auf "Diese Medien sind kaputt", Ansichten eines Informatikers am 23. September 2013
  45. Hadmut Danisch: Die Desinformationskampagne von "Pro Quote", Ansichten eines Informatikers am 15. Juni 2013
  46. Hadmut Danisch: Und der Preis für das allerdämlichste feministische Gejammer geht - an "Pro Quote", Ansichten eines Informatikers am 30. Oktober 2014
  47. 47,0 47,1 47,2 Noam Chomsky[wp]: Warum die Mainstreammedien "Mainstream" sind, aus dem Buch "Die politische Ökonomie der Menschenrechte", ursprünglich 1997
  48. Thomas am 24. Dezember 2014 um 21:17 Uhr
  49. Petra Schwegler: Böse Kommentare im Netz: Trolle verschrecken immer mehr Journalisten, W&V am 12. März 2015
  50. Timo Steppat: Hass im Netz: Ich bin der Troll, FAZ am 8. September 2014 (Die ersten Nachrichtenportale im Internet schließen ihre Leser­kommentare, weil ihnen die Häme und der Hass dort auf die Nerven gehen. Wer sind die Leute, die das Internet vollschimpfen? Besuch bei einem Leser­kommentierer, bei Uwe Ostertag.
  51. Herbert Wolkenspalter am 9. September 2014 um 17:32 Uhr
  52. Ursula Jens am 8. September 2014 um 18:20 Uhr
  53. Gerhard Spannbauer: Brüssel: die nächste Eskalationsstufe?, Krisenvorsorge am 24. März 2016
  54. Hadmut Danisch: Was ist der Unterschied zwischen Österreich und Großbritannien?, Ansichten eines Informatikers am 27. Juni 2016
  55. Hadmut Danisch: Pressebluten, Ansichten eines Informatikers am 10. November 2016
  56. 56,0 56,1 Hadmut Danisch: Medienversagen: Linke, sehet Euer Werk!, Ansichten eines Informatikers am 10. Dezember 2016
  57. Hadmut Danisch: Die ARD erklärt uns das "Postfaktische", Ansichten eines Informatikers am 10. Dezember 2016
  58. 58,0 58,1 58,2 58,3 58,4 Stefan Laurin, David Schraven: Rot-Grün in NRW für gemeinnützigen Journalismus, Correct!v am 18. Januar 2017
  59. Hadmut Danisch: Correctiv und der "gemeinnützige Journalismus", Ansichten eines Informatikers am 19. Januar 2017
  60. Vortrag: Wer beherrscht die Medien? Machtstrukturen und Tendenzen in der deutschen Meinungswirtschaft., Club Voltaire, Frankfurt/M., 4. Oktober 2010
  61. Youtube-logo.png KenFM im Gespräch mit: Dirk C. Fleck - KenFM (27. Juni 2014) (Länge: ab 33:40 Min.)
  62. Youtube-logo.png Über die Medien - Marcel Bartels - videoatonale (19. Januar 2012) (Länge: 52:13 Min., Zitat ab 48:25 Min.) (Anmerkung: Es ist nicht sicher, dass es der verlinkte Marcel Bartels ist!)
  63. 63,0 63,1 63,2 Linke Identität: Weltrevolution in der Szenekneipe, Le Bohémien am 1. März 2013 (Ein Diskurs unter Marxisten. Im Mittelpunkt steht der unter Pseudonym antwortende "Viktor Vladimirowitsch Starogin". Heraus kommt eine schonungslose Dialektik über die Probleme einer zersplitterten Linken aus ungewohnter Perspektive. Das Gespräch führte Sascha Becker, Blogger des DWR-Autorenkollektivs.)
  64. WGvdL-Forum: Wer zuletzt lacht ..., Holger am 26. Juli 2013 - 14:37 Uhr
  65. Hadmut Danisch: Stellenabbau bei der Hamburger Morgenpost, Ansichten eines Informatikers am 16. Dezember 2016
  66. WGvdL-Forum: Vergessen Sie die News! Für eine gesunde Nachrichtendiät, Rainer am 8. August 2014 - 15:59 Uhr
  67. Pdf-icon-extern.png Vergessen Sie die News! Für eine gesunde Nachrichtendiät - Rolf Dobelli, März 2011
  68. Hadmut Danisch: Medien - Die "vierte Gewalt"?, Bundeszentrale für politische Bildung
  69. Wikipedia: Vierte Gewalt
  70. Hadmut Danisch: Die korrupte Gewalt: Staatssauerei Presse- und Verlagsrecht, Ansichten eines Informatikers am 17. Dezember 2016
  71. Aufgewachter: Zitat (George Orwell)
  72. WGvdL: Zitate Nr. 235
  73. Sascha Tamm: CSR: Opportunismus statt Verantwortung, NovoArgumente am 29. Oktober 2014
  74. Meinungsterror in Deutschland: Xavier Naidoo nach ESC-Nominierung im Visier der Gesinnungswächter, RT Deutsch am 20. November 2015
  75. Hadmut Danisch: Wie wir zur Zensurgesellschaft werden, Ansichten eines Informatikers am 5. Juni 2013
  76. Reinhard Jellen: Bin ich jetzt reaktionär? Bekenntnisse eines Altlinken, Heise/Telepolis am 15. September 2013
  77. Zum Besten der Beherrschten (Noam Chomsky im Gespräch mit Daniel Mermet), Le Monde diplomatique am 10. August 2007, aus dem Französischen von Sabine Jainski
  78. Florian Rötzer: Steinmeier: Unsere Partnerschaft mit den USA ist ohne Alternative, Heise/Telepolis am 11. Juli 2014]
  79. 79,0 79,1 Benjamin Birkenhake: Hasszeit, Anmut und Demut am 12. Juli 2014
  80. Alexander Ulfig: Gegen den propagandistischen Einheitsbrei, Cuncti - Haltbar am 20. September 2014
  81. Kommentar von Alf am 29. Oktober 2014 um 3:04 Uhr
  82. WGvdL-Forum: Sexistische Kackscheiße, Lügenheinis und das "Kultur"-Radio, WWW am 18. September 2015 - 18:08 Uhr
  83. Albrecht Müller: Die herrschenden Meinungsmacher sind um Welten überlegen und obendrein skrupellos. Macht Aufklärung da überhaupt noch Sinn?, NachDenkSeiten am 13. Oktober 2015
  84. Albrecht Müller: Die westliche Propaganda ist so professionell, dass die Tatsachen für das, was wir denken sollen, kaum mehr eine Rolle spielen., NachDenkSeiten am 9. Oktober 2015
  85. Hadmut Danisch: Ende des Rechtsstaates, Ansichten eines Informatikers am 4. Januar 2015
  86. Hadmut Danisch: Als der Spiegel trübe wurde..., Ansichten eines Informatikers am 1. April 2016
  87. Benjamin Henrichs: Gustave Le Bon: Psychologie der Massen, Die Zeit am 14. Oktober 1983

Netzverweise

Querverweise