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Deutschland

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Ausländerin zieht dem Deutschen Michel unbemerkt die Brieftasche aus der Hose, während sie, ihn umarmend, ausruft: "Cheri!"
Zitat:

«Die Leistungs­fähigkeit der Deutschen ist zugleich ihr Fluch.» - Michael Klonovsky[1]

Zitat:

«Warum schaffen wir nicht die Bezeichnung "Deutschland" ab und benennen uns in "Große Grüne Wiese" um?» - Hadmut Danisch[2]

Zitat:

«"Deutscher" ist zukünftig jeder, der auf der "Großen Grünen Wiese" lebt.» - Frei nach Angela Merkel

Zitat:

«Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht!» - Margot Käßmann[3]

Zitat:

«2040 wird Deutschland kein Multikulti-Märchen sein, sondern ein umgewälztes Land, in dem junge Menschen aus ganz unter­schiedlichen Kultur­kreisen darum streiten, wer den Ton angibt.

Ein dreigeteiltes Land sind wir bereits jetzt: Das vertraute Alte schrumpft sich selbst weg. Die Bestands­migranten - deren Integration erklärte Merkel übrigens 2010 noch für "absolut gescheitert" - sehen sich plötzlich einer jungen, hungrigen Welle gegenüber, die wieder ganz anders ist. Sie strömt ständig nach und ein Ende ist nicht in Sicht.» - Markus Mähler[4]

Zitat:

«In Deutschland gibt es mehr Juristen als Rechtsextreme und Terroristen. Kinder fallen eher einem Familiengericht zum Opfer, als einem rechten oder islamischen Terroranschlag.» - Walter Albrecht[5]

Pläne für die Abschaffung Deutschlands: Kaufman-Plan[wp], Nizer-Plan[mp], Hooton-Plan[wp], Morgenthau-Plan[wp] zur Immigration in das "Sozialamt der Welt".  © Götz Wiedenroth[6]
Zitat:

«[2015] ist quasi die Maske gefallen. Man hat gesagt: Das Land Deutschland existiert nicht. Jeder, der will, kann reinkommen. Gesetze gelten nur für Deutsche, die wiederum den ganzen Scheiß zu bezahlen haben und sonst gar nix. Ansonsten "Maul halten", sonst Nazi - Akif Pirinçci[7]

Zitat:

«Deutschland ist eigentlich kein Staat und unsere Regierung eigentlich keine Regierung mehr, das ist alles nur noch so eine Art Käfig, so ein Stall zum Abmelken. Viel mehr als Bürger anzuketten und auszunehmen (und neuerdings auch ruhig­zu­stellen) machen die nicht mehr.» - Hadmut Danisch[8]

Emitis Pohl: "Die Deutschen sind bescheuert."[9]
Das moderne Deutschland. Entgrenzt, tolerant, bunt, vielfältig und weltoffen.   © Götz Wiedenroth[10]
Deutschland im Größen­vergleich mit Afrika
Das in seiner notorischen Unsicherheit so resolute Deutschland ist für seine Nachbarn manchmal unheimlich. Oft bewundert oder beneidet, neuerdings auch bemitleidet und kopf­schüttelnd belächelt.

"Deutschland - aber wo liegt es?" Diese Frage der Dichter Schiller[wp] und Goethe[wp] hatte vor über 200 Jahren ihre Berechtigung. Deutschland war um 1800 ein politisch zerrissener, von Frankreich dominierter Sprachraum mit vielen Dutzend Territorial­staaten. Deutsch zu sein war eine Frage der Kultur, Deutschland als Staat hingegen war einigermaßen ortlos. Heute ist es genau umgekehrt. Inzwischen bedeutet Deutschland für die Deutschen nicht mehr eine Frage ihrer politischen Identität - die ist geklärt. Heute geht es stattdessen um die Frage nach dem kulturellen Kern, nach einem vagen Gefühl von Deutschsein. Wo Deutschland liegt, weiß die ganze Welt. Wer die Deutschen sind, das wissen sie oft selbst nicht so genau.

Die Frage, was typisch deutsch sei, was außer dem passenden Pass die deutsche Wesensart denn ausmache, scheint so vertrackt, dass sich sogar die Regierungs­chefin neuerdings lieber um das Wort herumdrückt. Angela Merkel spricht statt von Deutschen gerne von "Menschen, die schon länger hier leben". Das macht es für diejenigen, "die neu hinzugekommen sind", aber nicht gerade leichter. Gibt es überhaupt eine deutsche Lebensweise, in die es sich für die Hinzu­gekommenen zu integrieren lohnt? Sind wenigstens die Deutschen selbst davon überzeugt, eine spezifische Kultur zu pflegen? Wollen sie ihre Sprache erhalten? Welche Werte gelten in diesem "Hierland"? Was es heute heißt, deutsch zu sein - darüber können sich die Deutschen, die mit einer furchtbaren Geschichte, einer rauen Zuwanderungs­gegenwart und einem schwer angekratzten Ego konfrontiert sind, am ehesten noch im Ausland informieren.

In Frankreich wäre Merkels anbiedernder Neusprech unmöglich, denn dort definiert sich die ganze Lebensweise über die Nation: Egal woher die Vorfahren stammen und welcher Religion jemand anhängt - alle sind zuallererst stolze Bürger Frankreichs. Wir können sicher sein: Wenn die Deutschen, allen voran die Kanzlerin, sich für eine bewusst vage Identität entscheiden, dann wird unseren europäischen Partnern dabei eher mulmig. Vielen in Polen oder Dänemark, in Holland oder Italien, die mit ihrem eigenen Land unverkrampfter umgehen, ergeht es beim Blick auf den großen Nachbarn ganz ähnlich wie den Deutschen selbst: Sie wissen nicht recht, was sie mit dieser zahlenmäßig größten und wirtschaftlich stärksten Bevölkerung Europas anfangen sollen.

Das in seiner notorischen Unsicherheit so resolute Deutschland ist im Blick aus dem Ausland ein sehr viel exotischeres Land, als sich das die schon länger im Land Lebenden vorstellen können: manchmal unheimlich, oft bewundert oder beneidet, neuerdings immer öfter auch bemitleidet und kopf­schüttelnd belächelt. So zeigte der Dokumentarfilm "La Deutsche Vita"[ext] die Verwirrung von italienischen Zuwanderern in Berlin, die ihre einheimischen Nachbarn nie zu verstehen lernten. Was sind das bloß für Schaffer, die sogar nach Feierabend am liebsten an Autos herum­schrauben oder wenigstens im Garten die Beete umpflügen? Warum, fragt da ein Italiener fassungslos, werden unmännliche Männer in Deutschland als "Warmduscher" geschmäht? Was ist männlich an einer kalten Dusche?

Nicht viel leichter tun sich Ausländer mit dem deutschen Paarungs­verhalten. So etwa in der Analyse des französischen Links­sozialisten Jean-Luc Mélenchon[wp], dass die Deutschen offenbar so wenige Kinder kriegen, weil sie sich - anders natürlich als die Franzosen - selbst nicht ausstehen können. Eine Journalistin aus Russland formulierte es charmanter: Sie begreife nicht, wie die Deutschen Familien gründen, weil hier so gut wie gar nicht geflirtet werde. Und ist es nicht auch die deutsche Gründlichkeit, die sogar noch im Wohlstand viele Mütter vom Kinder­kriegen abhält? Solange nicht alles gegen das Schicksal abgesichert ist, lösen besorgte Deutsche schwerlich das Ticket fürs Abenteuer.

Augenscheinlich sind also viele der schon länger hier Lebenden nicht minder traumatisiert als die neu Hinzugekommenen, denen von offizieller Seite ihre Traumata aber eher verziehen werden. Doch in den Augen vieler Beobachter sind gar nicht so sehr die Migranten das deutsche Problem, sondern die Gründlichkeit, mit der viele Deutsche sie zur endgültigen Säuberung der befleckten National­historie und zur fast schon religiösen Umerziehung der eigenen Bevölkerung nutzen wollen: Endlich wird sich dieses zähe Hierland drastisch ändern. Da kommt Freude auf, da schlägt die Verleugnung allen Deutschseins in einen fast schon missionarischen Chauvinismus der Vaterlands­losigkeit um: An unserem transnationalen Wesen soll ab sofort die Welt genesen.

Schwer ist es, anderen Europäern die Abgründe solch moralischen Großreinemachens zu erklären. Das gilt für viele Gebiete. Warum setzen Deutsche alles daran, riesige Landschaften systematisch mit Braun­kohle­abbau, Flur­bereinigung, Autobahn­kreuzen, Eigenheim­siedlungen zu zerstören, um sich dann in Bürger­initiativen ebenso gründlich für den Schutz der allerletzten Exemplare des Wachtel­königs oder der Großtrappe einzusetzen? Dass die Deutschen das Sperrgebiet an der Berliner Mauer in ein grünes Band für die bedrohte Tierwelt verwandeln konnten, ist wie die Willkommenskultur für Wölfe und Kraniche eine dieser Erfolgs­geschichten, die Ausländern Respekt einflößt. Solche gesellschaftlichen Initiativen zeugen von Tugenden, die man den Deutschen gerne zuschreibt: planen, vorausschauen, organisieren. Haben die Deutschen so nicht auch die Jahrhundert­aufgabe der Einheit in wenigen Jahren geschultert, ohne dabei trotz der unleugbaren Erfolge ihren vertrauten Missmut abzulegen?

Schwieriger wird es mit jüngeren Misserfolgs­meldungen. Dass deutsche Ingenieure und Planer gewaltige Probleme haben, einen Flughafen, eine Konzerthalle, einen Tiefbahnhof fertig­zu­kriegen, wirkte anfangs derart abstrus, dass Zeitungen im Ausland Berichte darüber als Aprilscherze abtaten. Von renommierten deutschen Autobauern wurden Abgaswerte manipuliert, weil die Technik nicht hinreichte? Schwer zu sagen, ob solche Horror­meldungen die sonst so übermenschlich perfekten Deutschen in den Augen der anderen nun etwas sympathischer erscheinen lassen. Wohl eher nicht. Eher steigert die Erkenntnis neu­deutscher Verlotterung das Staunen über dieses unbegreifliche Volk, das man - wenn es schon nicht gut kocht und sich etwas stillos kleidet - im Bastelkeller der verschrobenen Tüftler eigentlich bestens aufgehoben fand.

Am deutschesten sind die Deutschen ohnehin im Urlaub. Erst an fernen Gefilden wird dieses Volk ohne Eigenschaften für die anderen begreifbar, mitunter sogar für sich selbst. Nicht zuletzt deshalb wirbt ein englischer Reise­veranstalter momentan mit einem eingeölten Tarzan in schwarz-rot-goldener Badehose, der den Briten den perfekt durch­organisierten Strandurlaub mit reservierter Sonnenliege anpreist.

Wohl weil Deutsche unter Ihresgleichen zur Mürrischkeit neigen, präsentiert auch das unschlagbar langweilige deutsche Fernsehen seinem Publikum jeden Tag aufs Neue fidele Senioren bei Pauschal­reise­abenteuern unter südlicher Sonne, gerne direkt auf dem Kreuz­fahrt­dampfer. Als flotte Rentner wollen die neuen Deutschen die Welt erobern, diesmal friedlich. Und fern vom vater­ländischen Niesel und beim hilflosen Verbrüdern mit Einheimischen finden sie dann kurzzeitig zur Ruhe.

Bei einigen Nachbarn - beispielsweise Italien, Österreich, Holland - hat sich deshalb folgende Faustregel eingebürgert: "Die Deutschen lieben uns, aber sie respektieren uns nicht. Und umgekehrt respektieren wir die Deutschen, aber wir lieben sie nicht." Vielleicht wäre es besser bestellt um die brüchige deutsche Identität, wenn die Deutschen das auch einmal über sich sagen könnten: Wir lieben uns, aber wir haben vor uns selbst nicht mehr so furchtbar viel Angst. Denn wenn sie sich selbst sympathischer wären und sie sich zugleich weniger ernst nähmen, dann wäre nicht nur den Deutschen, sondern auch unseren Nachbarn gleich viel wohler mit diesem sonderbaren Gebilde. Zur Erinnerung ans Kanzleramt: Nicht nur die schon länger hier Lebenden nennen es Deutschland.
- Dirk Schümer[wp][11]
Zitat:

«Zwischen Weltkrieg II und Weltkrieg III drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte. Und sie nahmen das, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Und Humanität schien ihnen jetzt der bessere Weg zu diesem Ziel. Sie fanden diesen Weg sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenwahn. [...] So wurden die Deutschen die Erfinder der Ethik der selbstlosen Zudringlichkeit.» - Franz Werfel[wp]: Stern der Ungeborenen, Science-Fiction-Roman, geschrieben 1945.

Einzelnachweise

  1. Michael Klonovsky: Die Leistungsfähigkeit der Deutschen ist zugleich ihr Fluch, PI-News am 29. Mai 2017
  2. Hadmut Danisch: Charme-Offensive der Grünen Jugend zur Fußball-EM, Ansichten eines Informatikers am 12. Juni 2016
  3. Kässmann nutzt Bibelarbeit zu Attacke gegen AfD, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers am 26. Mai 2017
  4. Markus Mähler: Ihr Deutschen müsst lernen, wieder aufrecht zu stehen!, Kopp Online am 20. Dezember 2015
  5. WGvdL-Forum (Archiv 2)Walter Albrecht am 27. Dezember 2011 - 14:40 Uhr
  6. Götz Wiedenroth: Pläne für die Abschaffung Deutschlands schmieden, Politik-Karikatur vom 20. Februar 2013
  7. Akif Pirinçci: Umvolkung für Fortgeschrittene, Der kleine Akif am 5. April 2016
  8. Hadmut Danisch: Die ausgeplünderten 10%, Ansichten eines Informatikers am 12. April 2016
  9. Gastbeitrag von Emitis Pohl: Deutsch-Iranerin: Erwartet ihr denn nichts von den Flüchtlingen? - Ich schon!, Focus vom 14. Oktober 2016
  10. Götz Wiedenroth: Das moderne Deutschland. Entgrenzt, tolerant, bunt, vielfältig und weltoffen.
  11. Dirk Schümer: Essay: Deutschland oder Hierland, Die Welt am 12. Januar 2017

Querverweise

Netzverweise

Vereinigte Schurkenstaaten - Papageienrepublik Deutschland