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Deutschland

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Hauptseite » Staat » Deutschland


Ausländerin zieht dem Deutschen Michel unbemerkt die Brieftasche aus der Hose, während sie, ihn umarmend, ausruft: "Cheri!"
Zitat:

«Die Leistungs­fähigkeit der Deutschen ist zugleich ihr Fluch.» - Michael Klonovsky[1]

Zitat:

«Warum schaffen wir nicht die Bezeichnung "Deutschland" ab und benennen uns in "Große Grüne Wiese" um?» - Hadmut Danisch[2]

Zitat:

«"Deutscher" ist zukünftig jeder, der auf der "Großen Grünen Wiese" lebt.» - Frei nach Angela Merkel

Pläne für die Abschaffung Deutschlands: Kaufman-Plan[wp], Nizer-Plan[mp], Hooton-Plan[wp], Morgenthau-Plan[wp] zur Immigration in das "Sozialamt der Welt".
Zitat:

«Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht!» - Margot Käßmann[4]

Zitat:

«2040 wird Deutschland kein Multikulti-Märchen sein, sondern ein umgewälztes Land, in dem junge Menschen aus ganz unter­schiedlichen Kultur­kreisen darum streiten, wer den Ton angibt.

Ein dreigeteiltes Land sind wir bereits jetzt: Das vertraute Alte schrumpft sich selbst weg. Die Bestands­migranten - deren Integration erklärte Merkel übrigens 2010 noch für "absolut gescheitert" - sehen sich plötzlich einer jungen, hungrigen Welle gegenüber, die wieder ganz anders ist. Sie strömt ständig nach und ein Ende ist nicht in Sicht.» - Markus Mähler[5]

Zitat:

«In Deutschland gibt es mehr Juristen als Rechtsextreme und Terroristen. Kinder fallen eher einem Familiengericht zum Opfer, als einem rechten oder islamischen Terroranschlag.» - Walter Albrecht[6]

Zitat:

«[2015] ist quasi die Maske gefallen. Man hat gesagt: Das Land Deutschland existiert nicht. Jeder, der will, kann reinkommen. Gesetze gelten nur für Deutsche, die wiederum den ganzen Scheiß zu bezahlen haben und sonst gar nix. Ansonsten "Maul halten", sonst Nazi - Akif Pirinçci[7]

Zitat:

«Deutschland ist eigentlich kein Staat und unsere Regierung eigentlich keine Regierung mehr, das ist alles nur noch so eine Art Käfig, so ein Stall zum Abmelken. Viel mehr als Bürger anzuketten und auszunehmen (und neuerdings auch ruhig­zu­stellen) machen die nicht mehr.» - Hadmut Danisch[8]

Zitat:

«Ein besonderer psychologischer Essay wird eines Tages über die fatalistische herden­mäßige Dulder­fähigkeit und Geduld­aus­dehn­bar­keit im deutschen Volk zu schreiben sein.» - Aus dem Kriegstagebuch von Erich Kästner[wp] - 6.6.45

Zitat:

«Die Bundesrepublik Deutschland ist das einzige Land auf der Welt, das seine kulturellen Errungenschaften für eine ungehobelte Minderheit aufgibt.»[9]

Emitis Pohl: "Die Deutschen sind bescheuert."[10]
Das moderne Deutschland. Entgrenzt, tolerant, bunt, vielfältig und weltoffen.
© Götz Wiedenroth[11]
Deutschland im Größen­vergleich mit Afrika
Das in seiner notorischen Unsicherheit so resolute Deutschland ist für seine Nachbarn manchmal unheimlich. Oft bewundert oder beneidet, neuerdings auch bemitleidet und kopf­schüttelnd belächelt.

"Deutschland - aber wo liegt es?" Diese Frage der Dichter Schiller[wp] und Goethe[wp] hatte vor über 200 Jahren ihre Berechtigung. Deutschland war um 1800 ein politisch zerrissener, von Frankreich dominierter Sprachraum mit vielen Dutzend Territorial­staaten. Deutsch zu sein war eine Frage der Kultur, Deutschland als Staat hingegen war einigermaßen ortlos. Heute ist es genau umgekehrt. Inzwischen bedeutet Deutschland für die Deutschen nicht mehr eine Frage ihrer politischen Identität - die ist geklärt. Heute geht es stattdessen um die Frage nach dem kulturellen Kern, nach einem vagen Gefühl von Deutschsein. Wo Deutschland liegt, weiß die ganze Welt. Wer die Deutschen sind, das wissen sie oft selbst nicht so genau.

Die Frage, was typisch deutsch sei, was außer dem passenden Pass die deutsche Wesensart denn ausmache, scheint so vertrackt, dass sich sogar die Regierungs­chefin neuerdings lieber um das Wort herum­drückt. Angela Merkel spricht statt von Deutschen gerne von "Menschen, die schon länger hier leben". Das macht es für diejenigen, "die neu hinzugekommen sind", aber nicht gerade leichter. Gibt es überhaupt eine deutsche Lebensweise, in die es sich für die Hinzu­gekommenen zu integrieren lohnt? Sind wenigstens die Deutschen selbst davon überzeugt, eine spezifische Kultur zu pflegen? Wollen sie ihre Sprache erhalten? Welche Werte gelten in diesem "Hierland"? Was es heute heißt, deutsch zu sein - darüber können sich die Deutschen, die mit einer furchtbaren Geschichte, einer rauen Zuwanderungs­gegenwart und einem schwer angekratzten Ego konfrontiert sind, am ehesten noch im Ausland informieren.

In Frankreich wäre Merkels anbiedernder Neusprech unmöglich, denn dort definiert sich die ganze Lebensweise über die Nation: Egal woher die Vorfahren stammen und welcher Religion jemand anhängt - alle sind zuallererst stolze Bürger Frankreichs. Wir können sicher sein: Wenn die Deutschen, allen voran die Kanzlerin, sich für eine bewusst vage Identität entscheiden, dann wird unseren europäischen Partnern dabei eher mulmig. Vielen in Polen oder Dänemark, in Holland oder Italien, die mit ihrem eigenen Land unverkrampfter umgehen, ergeht es beim Blick auf den großen Nachbarn ganz ähnlich wie den Deutschen selbst: Sie wissen nicht recht, was sie mit dieser zahlenmäßig größten und wirtschaftlich stärksten Bevölkerung Europas anfangen sollen.

Das in seiner notorischen Unsicherheit so resolute Deutschland ist im Blick aus dem Ausland ein sehr viel exotischeres Land, als sich das die schon länger im Land Lebenden vorstellen können: manchmal unheimlich, oft bewundert oder beneidet, neuerdings immer öfter auch bemitleidet und kopf­schüttelnd belächelt. So zeigte der Dokumentarfilm "La Deutsche Vita"[ext] die Verwirrung von italienischen Zuwanderern in Berlin, die ihre einheimischen Nachbarn nie zu verstehen lernten. Was sind das bloß für Schaffer, die sogar nach Feierabend am liebsten an Autos herum­schrauben oder wenigstens im Garten die Beete umpflügen? Warum, fragt da ein Italiener fassungslos, werden unmännliche Männer in Deutschland als "Warmduscher" geschmäht? Was ist männlich an einer kalten Dusche?

Nicht viel leichter tun sich Ausländer mit dem deutschen Paarungs­verhalten. So etwa in der Analyse des französischen Links­sozialisten Jean-Luc Mélenchon[wp], dass die Deutschen offenbar so wenige Kinder kriegen, weil sie sich - anders natürlich als die Franzosen - selbst nicht ausstehen können. Eine Journalistin aus Russland formulierte es charmanter: Sie begreife nicht, wie die Deutschen Familien gründen, weil hier so gut wie gar nicht geflirtet werde. Und ist es nicht auch die deutsche Gründlichkeit, die sogar noch im Wohlstand viele Mütter vom Kinder­kriegen abhält? Solange nicht alles gegen das Schicksal abgesichert ist, lösen besorgte Deutsche schwerlich das Ticket fürs Abenteuer.

Augenscheinlich sind also viele der schon länger hier Lebenden nicht minder traumatisiert als die neu Hinzugekommenen, denen von offizieller Seite ihre Traumata aber eher verziehen werden. Doch in den Augen vieler Beobachter sind gar nicht so sehr die Migranten das deutsche Problem, sondern die Gründlichkeit, mit der viele Deutsche sie zur endgültigen Säuberung der befleckten National­historie und zur fast schon religiösen Umerziehung der eigenen Bevölkerung nutzen wollen: Endlich wird sich dieses zähe Hierland drastisch ändern. Da kommt Freude auf, da schlägt die Verleugnung allen Deutschseins in einen fast schon missionarischen Chauvinismus der Vaterlands­losigkeit um: An unserem transnationalen Wesen soll ab sofort die Welt genesen.

Schwer ist es, anderen Europäern die Abgründe solch moralischen Großreinemachens zu erklären. Das gilt für viele Gebiete. Warum setzen Deutsche alles daran, riesige Landschaften systematisch mit Braun­kohle­abbau, Flur­bereinigung, Autobahn­kreuzen, Eigenheim­siedlungen zu zerstören, um sich dann in Bürger­initiativen ebenso gründlich für den Schutz der allerletzten Exemplare des Wachtel­königs oder der Großtrappe einzusetzen? Dass die Deutschen das Sperrgebiet an der Berliner Mauer in ein grünes Band für die bedrohte Tierwelt verwandeln konnten, ist wie die Willkommenskultur für Wölfe und Kraniche eine dieser Erfolgs­geschichten, die Ausländern Respekt einflößt. Solche gesellschaftlichen Initiativen zeugen von Tugenden, die man den Deutschen gerne zuschreibt: planen, vorausschauen, organisieren. Haben die Deutschen so nicht auch die Jahrhundert­aufgabe der Einheit in wenigen Jahren geschultert, ohne dabei trotz der unleugbaren Erfolge ihren vertrauten Missmut abzulegen?

Schwieriger wird es mit jüngeren Misserfolgs­meldungen. Dass deutsche Ingenieure und Planer gewaltige Probleme haben, einen Flughafen, eine Konzerthalle, einen Tiefbahnhof fertig­zu­kriegen, wirkte anfangs derart abstrus, dass Zeitungen im Ausland Berichte darüber als Aprilscherze abtaten. Von renommierten deutschen Autobauern wurden Abgaswerte manipuliert, weil die Technik nicht hinreichte? Schwer zu sagen, ob solche Horror­meldungen die sonst so übermenschlich perfekten Deutschen in den Augen der anderen nun etwas sympathischer erscheinen lassen. Wohl eher nicht. Eher steigert die Erkenntnis neu­deutscher Verlotterung das Staunen über dieses unbegreifliche Volk, das man - wenn es schon nicht gut kocht und sich etwas stillos kleidet - im Bastel­keller der verschrobenen Tüftler eigentlich bestens aufgehoben fand.

Am deutschesten sind die Deutschen ohnehin im Urlaub. Erst an fernen Gefilden wird dieses Volk ohne Eigenschaften für die anderen begreifbar, mitunter sogar für sich selbst. Nicht zuletzt deshalb wirbt ein englischer Reise­veranstalter momentan mit einem eingeölten Tarzan in schwarz-rot-goldener Badehose, der den Briten den perfekt durch­organisierten Strandurlaub mit reservierter Sonnenliege anpreist.

Wohl weil Deutsche unter Ihresgleichen zur Mürrischkeit neigen, präsentiert auch das unschlagbar langweilige deutsche Fernsehen seinem Publikum jeden Tag aufs Neue fidele Senioren bei Pauschal­reise­abenteuern unter südlicher Sonne, gerne direkt auf dem Kreuz­fahrt­dampfer. Als flotte Rentner wollen die neuen Deutschen die Welt erobern, diesmal friedlich. Und fern vom vater­ländischen Niesel und beim hilflosen Verbrüdern mit Einheimischen finden sie dann kurzzeitig zur Ruhe.

Bei einigen Nachbarn - beispielsweise Italien, Österreich, Holland - hat sich deshalb folgende Faustregel eingebürgert: "Die Deutschen lieben uns, aber sie respektieren uns nicht. Und umgekehrt respektieren wir die Deutschen, aber wir lieben sie nicht." Vielleicht wäre es besser bestellt um die brüchige deutsche Identität, wenn die Deutschen das auch einmal über sich sagen könnten: Wir lieben uns, aber wir haben vor uns selbst nicht mehr so furchtbar viel Angst. Denn wenn sie sich selbst sympathischer wären und sie sich zugleich weniger ernst nähmen, dann wäre nicht nur den Deutschen, sondern auch unseren Nachbarn gleich viel wohler mit diesem sonderbaren Gebilde. Zur Erinnerung ans Kanzleramt: Nicht nur die schon länger hier Lebenden nennen es Deutschland.
- Dirk Schümer[wp][12]
Zitat:

«Zwischen Weltkrieg II und Weltkrieg III drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte. Und sie nahmen das, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Und Humanität schien ihnen jetzt der bessere Weg zu diesem Ziel. Sie fanden diesen Weg sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenwahn. [...] So wurden die Deutschen die Erfinder der Ethik der selbstlosen Zudringlichkeit.» - Franz Werfel[wp]: Stern der Ungeborenen, Science-Fiction-Roman, geschrieben 1945.

Zitat:

«Was ist das nun für ein Land, das durch Merkels schnellen Bevölkerungs­import[wp] entsteht? Die Hoffnung, dass hier viele Renten-Zahlsklaven importiert werden, das wird nicht funktionieren; seit Hegel[wp] wissen wir, wie schnell der Knecht zum Herrn wird. Schließlich prallen zwei Welten aufeinander. [...]

Diese die öko-sozialen Puppenstuben, die "spätrömische Dekadenz"[wp], wird gerade überbevölkert von ziemlich rüden und gierigen Gesellen. Es wird also nicht bleiben, wie es ist. Merkels Politik der bedingungs­losen Grenzöffnung und Menschen­flutung wirkt wie eine Art Putsch von oben gegen die eigene Bevölkerung.» - Roland Tichy[wp][13]

Vergehendes Deutschland

Zitat:

«Das Erste, was meiner Freundin auffällt, als wir im Café in Westerland sitzen, ist, dass um uns herum aus­schließlich Deutsch gesprochen wird. Allein die Hervor­hebung dieser Tatsache als etwas Besonderes lässt erahnen, wie weit die kulturellen Veränderungen dieses Landes bereits voran­geschritten sind. In Braunschweig, wo wir beide wohnen, und selbst in meiner Heimatstadt Goslar, die gerade einmal 50.000 Einwohner zählt, gehört es jedenfalls nicht mehr zu den Selbst­verständlich­keiten des Alltags, die vertrauten Klänge der eigenen Muttersprache zu vernehmen.

Auch internationales Flair durch englischsprachige Touristen entsteht nicht allzu oft. Dafür gibt es einen bunten Mix aus sämtlichen Sprachen der islamischen Welt, der es für den Einheimischen gemeinhin unmöglich macht, zu verstehen, ob die Gruppe junger Männer hinter ihm gerade die Einkaufs­liste für das gemeinsame Kochen bespricht, oder wen sie als nächstes abziehen. Insbesondere als junge Frau in der Öffentlichkeit eine unangenehme Situation, mit der man sich vor allem in den letzten drei Jahren immer häufiger konfrontiert sieht.

Gemeinsame Sprache schafft Vertrauen. Eine Sprach­barriere verstärkt umgekehrt das Misstrauen. Zumal sie längst nichts mehr Temporäres darstellt, sondern dank der hiesigen islamischen Infrastruktur mit eigenen Läden, Übersetzern und Co. zum Dauer­zustand geworden ist. Nicht selten sprechen auch jene, die hier geboren sind, in Gegenwart der autochthonen Bevölkerung in der Muttersprache ihrer Eltern. Aus nach­voll­ziehbarer Bequemlichkeit wurde bewusste Abgrenzung, und diese vollzieht sich nicht nur kulturell und religiös, sondern eben auch sprachlich.

Dass multikulturelle Gesellschaften allgemein eine höhere Anfälligkeit für Misstrauen innerhalb der Bevölkerung besitzen, stellte der Harvard-Professor Robert Putnam[wp] bereits vor mehr als zehn Jahren in einer groß angelegten Studie[ext] in den USA fest. Dass es sich hierbei um eine Studie handelte, die vor allem die ethnische Zusammen­setzung der USA berücksichtigte, sollte uns in Europa nicht allzu positiv stimmen. Die kulturelle und sprachliche Kluft zwischen Europäern und Einwanderern aus der islamischen Welt dürfte höher sein als jene zwischen weißen und schwarzen Amerikanern sowie Hispanics.

Was Putnam registrierte, war eine gravierende Abnahme des "sozialen Kapitals" innerhalb der Gesellschaft. Ein Begriff, dem er einst selbst zu Popularität verhalf, weil er ihn in Bezug auf den Zusammenhalt innerhalb einer Gesellschaft für unerlässlich hält. Dieses "soziale Kapital"[wp] bezieht sich wiederum auf die sozialen Netzwerke der Bürger, wie etwa religiöse und nachbar­schaftliche Gemeinschaften. Je höher das "soziale Kapital", so Putnam, desto lebenswerter das Leben in der jeweiligen Gemeinschaft. Die Nachbar­schaften seien sicherer, die Menschen gesünder, die Wahl­beteiligung höher. Alles eine unmittelbare Folge von gegen­seitigem Vertrauen beziehungs­weise gefühlter "Nähe" zueinander.

Niemand will nur die deutsche Fahrradhelm-Familie

In so genannten "diversen" Gesellschaften ist diese Nähe und folglich diese Form des Vertrauens auf Basis gemeinsamer Ansichten, Werte et cetera aufgrund kultureller Differenzen so gut wie nicht gegeben. Kein Wunder also, dass man in jenem deutschen Journalismus, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Traum der multi­kulturellen Friede-Freude-Eier­kuchen-Gesellschaft entgegen jedweder Realität herbei zu schreiben, einen großen Bogen um die Erkenntnisse des "linken" Putnam macht.

Wie das, was Putnam meint, in der Praxis aussieht, kann man dennoch gut an jenen Orten erkennen, in denen die multi­kulturelle "Diversität" noch nicht allzu voran­geschritten ist. Sylt ist so ein Beispiel, aber auch Teile Ost­deutschlands sowie die meisten ländlichen Regionen dieses Landes. Bei einer Insel wie Sylt spielen zusätzlich Faktoren wie die wirtschaftliche Potenz eine entscheidende Rolle, aber auch woanders lassen sich die Unterschiede zu den "diversen" Regionen deutlich erkennen.

Neben den Faktoren "Sprache" und "Straßenbild" geht es vor allem auch um ein völlig verändertes Sicherheits­gefühl, das sich ebenso mit Putnams Erkenntnissen zum Vertrauen der Bürger unter­einander begründen lässt. Gerade bezüglich des letzten Punktes eignen sich auch Teile des ost­europäischen Auslandes als gutes Beispiel. Aber darf man über so etwas nachdenken?

Ob ich darüber nachdenken darf oder nicht. Ob der Ist-Zustand noch zu ändern ist oder nicht - die Erkenntnis, wie sicher, sauber und vertraut das Deutschland der Gegenwart aussehen kann und wie es in über­wiegenden Teilen mittlerweile tatsächlich aussieht, schmerzt. Dabei geht es nicht um die Sehnsucht nach einer durch und durch homogenen Gesellschaft, in der nur die hetero­sexuelle deutsche Fahrrad­helm-Familie existiert.

Es gibt durchaus so etwas wie multikulturelle Bereicherung und positive Diversität - etwa, wenn es um die Rechte von Homosexuellen geht. Genauso wenig möchte irgend­jemand auf Düsseldorfs Little Tokyo oder den Lieblings-Döner um die Ecke verzichten. Wie immer ist alles eine Frage der Verhältnis­mäßigkeit. Es gibt einen Unterschied zwischen Zuwanderung, die sich in die Mehrheits­gesellschaft einfügt und Zuwanderung, die einen Gegenpol erzeugt und daher zu einem Gefühl der Fremde in der Heimat führt. Ein Unterschied zwischen dem, was man noch als multi­kulturelle Bereicherung bezeichnen kann und dem, was längst nichts mehr mit diesem Begriff zu tun hat.

Vergessen, dass es auch anders geht

Denn ja, es geht nicht um die Ablehnung von Multikulti. Die mono­kulturelle islamische Gegen­gesellschaft, angefangen von der zunehmenden Anzahl verschleierter Frauen in der Öffentlichkeit über die demonstrative Ausübung der eigenen Religion im öffentlichen Raum bis hin zur sprachlichen Verweigerung und Kriminalität, hat nichts mit kultureller Vermischung, nichts mit Multikulti zu tun. Vorteile für die Mehrheits­gesellschaft, so etwas wie Bereicherung, gibt es hierbei nicht.

Nun kann man sich sicherlich fragen, weshalb eine Mehrheit diese Veränderungen zum Nachteil dennoch immer noch schluckt. Warum der Bürger mal mit geballter Faust in der Tasche, mal in masochistischer Glück­seligkeit endlich Buße tun zu können, 50 Prozent seines Einkommens an den Staat abdrückt und dafür Internet auf dem Niveau eines Dritt-Welt-Landes, marode Schulen, zunehmende Unsicherheit und wenig Rente in Kauf nimmt.

Eine Billion verschlingt unser Sozialstaat mittlerweile. Jeder dritte Hartz-4-Bezieher in Deutschland ist mittlerweile Ausländer. Rechnet man die Deutschen mit Migrationshintergrund hinzu, könnte man sich durchaus die Frage stellen, ob wir nicht alle in einem kleinen Sylt leben könnten, wenn Deutschland, ebenso wie die erfolg­reichen Einwanderungs­länder, nur jene dauerhaft einwandern lassen würde, die dem Staat und der Gesellschaft von Nutzen sind und Asyl auch nur an diejenigen erteilt, die nach Recht und Gesetz ein Anrecht darauf besitzen.

Die allgegenwärtige Angst vor dem "Nazi-Sein" und der Drang nach sozialer Kompatibilität in einer Gesellschaft, die linken Irrsinn als Mehrheits­meinung verkauft, wurde hierbei als Grund Nr. 1 in den letzten Jahren hinlänglich benannt. Ebenso Faktoren wie politische Ignoranz, Unwissenheit und grenzenlose Naivität. Ich würde dieses Spektrum um einen weiteren Faktor ergänzen: Das Vergessen oder Unwissen darüber, dass es auch anders geht.

Meiner Generation fallen Unterschiede zu früher nur noch im direkten Vergleich auf, der immer weniger vorkommt. Wie angenehm es ist, um sich herum mehrheitlich die eigene Sprache zu hören, dieses Gefühl, als Frau ohne jegliche Angst abends alleine nach Hause zu gehen, im Prinzip sogar Auto und Haustür offen lassen zu können, die fehlende Angst vor Terror an großen öffentlichen Plätzen, die Ästhetik eines Straßen­bildes ohne Kleider­säcke und junge herum­lungernde Männer in Jogging­hose und Pelz­kragen­kapuze, die dich blöd anmachen, bemerken wir erst, wenn wir uns für ein paar Tage an so "entlegenen" Orten wie Sylt, auf dem Dorf oder gar in Polen aufhalten.

Wachsender Kontrast zu den wenigen Heile-Welt-Rückzugsorten

Die Generation nach uns bemerkt diese Nuancen zumeist schon gar nicht mehr. Sie wachsen, begleitet von schulischer Indoktrinierung - anders kann man das, was in den Lern­plänen steht, nicht mehr bezeichnen - in einer Welt auf, in der uns Vermüllung und Gewalt als Selbst­verständlichkeit, als multi­kulturelle Folklore verkauft wird. Als unabänderlicher Fakt einer Welt, die nie anders war. Ob man diese Generation dafür bemitleiden oder beneiden sollte, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Für mich und vor allem auch die ältere Generation wird der Kontrast zu den wenigen Heile-Welt-Rückzugs­orten hingegen immer unerträglicher. Erst dann fällt auch mir wieder auf, wie unsagbar trist und hässlich dieses Deutschland geworden ist. Wie satt ich es habe, jeden Tag nur noch über die Auswüchse dieser Einwanderung und die Belange der Einwanderer zu diskutieren. Wie groß die Sehnsucht nach ein bisschen heiler Welt ist, die wir uns sowohl aufgrund unserer eigenen zivilisatorischen Entwicklung als auch wirtschaftlich locker leisten könnten.

Eine Welt, die uns vorenthalten wird, von Menschen, die meinen, dass alles Elend dieser Welt auf unserer Schuld beruhe. Die der Meinung sind, die jetzige Politik führe dazu, dass wir unsere zivilisatorischen und wirtschaftlichen Errungenschaften lediglich mit anderen teilen. Die nicht sehen wollen, dass die Dinge nicht aufgeteilt, sondern abhanden kommen werden. Wer sich ab und an noch an den wenigen "nicht-diversen" Orten in Deutschland aufhält, der bekommt eine Ahnung davon, was uns bereits jetzt abhanden gekommen ist.» - Anabel Schunke[14]

Einzelnachweise

  1. Michael Klonovsky: Die Leistungsfähigkeit der Deutschen ist zugleich ihr Fluch, PI-News am 29. Mai 2017
  2. Hadmut Danisch: Charme-Offensive der Grünen Jugend zur Fußball-EM, Ansichten eines Informatikers am 12. Juni 2016
  3. Götz Wiedenroth: Pläne für die Abschaffung Deutschlands schmieden, Politik-Karikatur vom 20. Februar 2013
  4. Kässmann nutzt Bibelarbeit zu Attacke gegen AfD, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers am 26. Mai 2017
  5. Markus Mähler: Ihr Deutschen müsst lernen, wieder aufrecht zu stehen!, Kopp Online am 20. Dezember 2015
  6. WGvdL-Forum (Archiv 2)Walter Albrecht am 27. Dezember 2011 - 14:40 Uhr
  7. Akif Pirinçci: Umvolkung für Fortgeschrittene, Der kleine Akif am 5. April 2016
  8. Hadmut Danisch: Die ausgeplünderten 10%, Ansichten eines Informatikers am 12. April 2016
  9. Twitter: [http://www.twitter.com/cpietsch93/status/979713729259606016 @cpietsch93 - 30. März 2018 - 06:35
  10. Gastbeitrag von Emitis Pohl: Deutsch-Iranerin: Erwartet ihr denn nichts von den Flüchtlingen? - Ich schon!, Focus vom 14. Oktober 2016
  11. Götz Wiedenroth: Das moderne Deutschland. Entgrenzt, tolerant, bunt, vielfältig und weltoffen.
  12. Dirk Schümer: Essay: Deutschland oder Hierland, Die Welt am 12. Januar 2017
  13. Roland Tichy: Merkels Neues Deutschland: Kräuteröle für den Hund sind für die Katz', Tichys Einblick am 9. November 2015 (Wird Deutschland so lebhaft wie New York und London oder ein europäisches Argentinien, in dem man von früherer Blüte erzählt? Es wird jedenfalls anders, ob besser oder schlechter ist eine Frage der Stellung.)
  14. Anabel Schunke: Besuch in einem vergehenden Deutschland, AchGut-Blog am 23. August 2018

Querverweise

Netzverweise

Vereinigte Schurkenstaaten - Papageienrepublik Deutschland