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Migranten

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Migranten sind in Deutschland zu einem "Ersatz" für Bevölkerungspolitik geworden. Das Defizit an Nachwuchs (die Geburtenrate liegt in Deutschland unter 1,4 Kinder pro Frau anstatt der bestandserhaltenden 2,1 Kinder) wird durch Einwanderung ausgeglichen.

Auch die speziellen Probleme ausländischer Jungen werden von der Politik zu häufig ignoriert. So stellte das Bundes­ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2004 eine Studie über die Situation der Migrations­kinder in Deutschland vor, die sich ausschließlich mit der Situation der weiblichen Jugendlichen beschäftigte.[1] Angesichts der Gefahren von Kriminalität, Drogen und Islamismus fordern wir, dass die Politik ihre Einseitigkeit in Bezug auf ausländische Jugendliche aufgibt.

Zitat:

«In den Großstädten kippt bei den unter 40-Jährigen schon ab 2010 das Mehrheits­verhältnis Deutscher zu Zugewanderten. Integration bedeutet dann: Wie integriere ich mich als Deutscher in eine neue Mehrheits­gesellschaft aus Zugewanderten?» - Herwig Birg[2]

Zitat:

«Vielen (...) geht es darum, ihr Anderssein mit vollem Rechtsstatus auszuleben. Wir haben in Deutschland längst Parallelgesellschaften, die so groß sind, dass sie ohne die deutsche Gesellschaft auskommen.» - Hans-Ulrich Klose[wp] (SPD)[3]

"Ich habe nichts gegen Ausländer, aber ..."
Ausländer haben mehr Rechte als ein ungeborenes Kind in Deutschland, das im Mutterleib ermordet wird.

Zwangsheiraten, Ehrenmorde

Wenn über Zwangsheiraten und Ehrenmorde unter den in Deutschland lebenden Türken berichtet wird, ist fast immer nur von weiblichen Opfern die Rede. Dass auch türkische Männer gegen ihren Willen von ihren Familien verheiratet werden, findet so gut wie nie Erwähnung. Ebenso die Tatsache, dass ein Drittel der Opfer von Ehrenmorden in Deutschland Männer sind[4], in der Türkei sogar zwei Drittel.[5] Hier fordern wir einer objektivere Berichterstattung von Politik und Medien.

Dass Männer gegen ihren Willen verheiratet werden, geschieht laut der Basler Integrations­beauftragten Angela Bryner gleich oft wie bei Frauen.[6]

Bei dem Thema Zwangsehe gelten oft nur Frauen als Opfer. Das stimmt aber nicht immer, Männer können ebenso betroffen sein. Auch Senol musste seine Cousine heiraten.[7]

Migrantenquote

Die SPD will die Position der Migranten in den eigenen Reihen stärken. SPD-General­sekretärin Andrea Nahles kündigt "mindestens 15 Prozent Migrantenanteil in allen Gremien" an.[8]

SPD-Bundesvorstand hat die Migrantenquote beschlossen.[9] Der Plan hat aber seine Tücken. Was auf dem Papier noch überzeugend aussieht, ist in Wahrheit eine ziemlich vertrackte Angelegenheit. Das fängt schon damit an, dass ja nicht ganz klar ist, was in Deutschland einen Migrations­hinter­grund begründet. Ob jemand Mann oder Frau ist, lässt sich noch immer relativ einfach beurteilen, auch wenn wir inzwischen viel daran setzen, die Grenzen zwischen den Geschlechtern zu verwischen.

Doch wer oder was ist ein Migrant?

Die einfachste Antwort auf die Frage, wer für die Erfüllung der Migrantenquote in Frage kommt, wäre: jemand, der nicht in Deutschland geboren ist. Aber nach diesem Kriterium wäre auch jeder Deutsche, dessen Eltern sich zufällig zum Zeitpunkt der Geburt im Ausland aufhielten, ein Anwärter auf einen der quotierten Führungsplätze, was natürlich eine unberechtigte Vorteilsnahme gegenüber den wirklichen Migranten bedeuten würde. Also jemand mit ausländischem Pass. Das klingt ebenfalls einleuchtend, würde aber alle ausschließen, die sich rechtzeitig haben einbürgern lassen oder überhaupt nie auf einer doppelten Staats­bürgerschaft bestanden haben, so wie es mit dem neuen Ein­bürgerungs­recht beabsichtigt war. Weil auch dies nicht praktikabel erscheint, bleibt nur der Verweis auf die Vorfahren, also die Eltern und Großeltern.

Der Parteivorstand hat in einer gesondert vorgelegten Erklärung ausgeführt, dass als Migrant zu gelten habe, wer bis in die dritte Generation auf einen nicht­autochthonen[wikt], also eindeutig fremd­ländischen Familien­angehörigen verweisen kann. Doch was ist fremd­ländisch genug? Reicht eine französische Großmutter, oder muss es etwas Exotischeres sein? Auch Thilo Sarrazin hätte Anspruch auf einen der Quotenplätze, wenn man die Kriterien zu großzügig auslegt. Seine Großmutter ist eine Engländerin, die Mutter stammt aus Westpreußen, was heute Polen ist, woran sich die Frage anschließt, ob bei der Bestimmung des Migranten­status die Grenzen von 1937 gelten sollen oder doch lieber die von 1949 (womit automatisch alle Vertriebenen einen privilegierten Zugang zu SPD-Führungspositionen hätten).[10]

Da drängt sich die Frage auf, ob die SPD sich mit dem kleinen Nicht-Arier­nachweis[wp] (zwei Generationen) zufrieden geben wird. Wenn die deutschen Sozial­demokraten das ernsthaft durchziehen wollen, werden sie tatsächlich Nachweise wie Geburts­urkunden des Bewerbers und der Eltern (evtl. Großeltern) anfordern müssen, womöglich sogar direkt im Ausland. Ob sind die Initiatoren ernsthaft über die Folgen in der Praxis Gedanken gemacht hat? Möglicherweise wird es letztlich trotz allem aber auch diesmal viele unklare Fälle geben und am Ende auf "Wer Migrant ist, bestimme ich" hinauslaufen.[11]

Hauptartikel: Migrationshintergrund und Quotenregelung

Bevölkerungsentwicklung

Am Zuwanderungsgeschehen nach Deutschland fällt der starke Anteil an humanitär begründeter Menschen­aufnahme auf, wie er in den übrigen westlichen Industrie­staaten, selbst den USA, unbekannt ist. 75 Prozent der Asyl- und Flucht­bewegungen auf Europa zu enden in Deutschland, das mit seiner Gesetzgebung und Praxis wie ein Magnet wirkt und Abwanderung aus immer mehr Herkunfts­gebieten anzeigt. Bei dieser Zuwanderungs­form, zu der die Familienzusammenführung hinzu­gerechnet werden muss, hat das Aufnahme­land gebundene Hände. Es kann nur über Gesetzes- und Bestimmungs­änderungen den Zuzug beeinflussen. Die Zuzugs­gründe sind politischer und sozialer Natur. Es wird daher nie nach den Existenz­grundlagen oder der Brauchbarkeit der Zuwanderer im Lande gestellt. So entsteht der hohe Anteil an Großfamilien, die schon über Jahre hinweg Sozial­empfänger sind. Die Arbeitslosigkeit ist beim ausländischen Bevölkerungsteil doppelt so hoch als beim deutschen. Da das deutsche Abstammungs­recht sich um den nationalen Integrations­grad der Ausländer nicht kümmert, es sei denn im Einbürgerungsfall, also ungewöhnlich tolerant ist, wird die Übersicht über eine aus­ländische Bevölkerung verloren. Die im Lande Befindlichen bilden Anlauf­stationen und Brücken­köpfe für neu ankommende Landsleute. Ihr Integrations­grad ist nicht mehr zu bestimmen. Es existiert auch kein besonderes Integrations­programm. Büro­kratische Einordnung und Schul­pflicht der Kinder ist wahrlich zu wenig, um einmal in der deutschen Gesellschaft und nicht bloß in der Subkultur der Landsleute zu existieren.[12]

Würde man den Trend der deutschen Bevölkerungs­entwicklung aufhalten wollen, bräuchte man dazu eine Million jüngerer Einwanderer jährlich. Denn die ausgleichende Anzahl Babys alleine ist nicht zu importieren, es müssen Familien kommen. Sodann einen wirtschaftlichen arbeits­markt­politischen Zuwanderungs­bedarf, wie ihn die Ein­wanderungs­länder in Übersee im Auge haben. Der demographische Ersatz zwecks "Rektangulierung" der Alters­struktur ist von seinem Quantum her weder zu administrieren, kulturell zu integrieren, noch politisch durchzusetzen. Denn ein größeres Immigrations­reservoir findet sich nicht mehr in Europa. Das schraubt auch Hoffnungen auf ökonomisch erwünschte Einwanderung zurück. Hoch­technologie-Gesell­schaften haben immer weniger Bedarf an "Unter­schichtung". Qualifizierte und Experten von dort abwerben, wo sie dringender gebraucht werden und ohnehin mit Entwicklungs­hilfe ausgebildet wurden, nennt man seit einiger Zeit "die neue Ausplünderung der Dritten Welt".[12]

Mit dem Bau der Mauer 1961 wurde der bis dahin für die westdeutsche Wirtschaft bequeme Zustrom ostdeutscher, unmittelbar integrierter Arbeitskräfte gestoppt. Der dadurch aufgebrochene Arbeits­kräfte­mangel wurde mit massiver "Gastarbeit" aus "Anwerbe­staaten" des Mittel­meer­raums gedeckt.[13]

Hauptartikel: Demographie

Migrantendeutsch

Wer die "Kiezsprache" der Migranten nicht als vollwertigen deutschen Dialekt anerkennt, der ist ein Ausländerfeind.[14] Hinter vorgehaltener Hand wird die Professorin Heike Wiese als "durchgeknallte Multikulti-Enthusiastin" gehandelt, die "falsches, verstümmeltes Deutsch" zur Weiter­entwicklung unserer Muttersprache adelt und gleichzeitig die "Lebenslüge der politischen Linken" am Köcheln hält.[15]

Zitat:

«Migranten ist ein Kunstwort, das den verkrampften Umgang mit Sprache verdeutlicht. Wer beispielsweise als Türke 1970 in die Bundesrepublik kam, durchlief eine rasante semantische Karriere. Zunächst war er "Gastarbeiter", dann pauschal "Ausländer", später dann spezifisch "Türke", zwischenzeitlich "Zuwanderer" oder "Einwanderer", um dann schließlich zum "Migranten" aufzusteigen. Allerdings nur im links-protestantisch-akademischen Wortschatz. Beim Rest der Bevölkerung ist er inzwischen auch kein "Türke" mehr, sondern "Muslim". "Migrant" wird unser Türke aber nicht bleiben, denn er ist auf dem Weg zum "Menschen mit Migrations­hintergrund". Diesen Titel darf er sogar behalten, wenn er Deutscher geworden ist.»[16]

Mehrfachmigration

Der australische Migrationsforscher Stephen Castles weist darauf hin, dass immer mehr Migranten sich nicht darauf beschränken, in ihrem Leben einmal von einem Land in ein anderes, von einer Kultur in die andere zu wechseln. Statt dessen migrierten sie mehrfach, Jobs und Auskommen nach, die in dem unter neoliberalen Bedingungen sich ausbildenden "globalen Arbeitsmarkt" immer schwerer zu fassen seien. Ein Lebens­abschnitt hier, ein Lebens­abschnitt dort, Konfrontation mit mehreren, unterschiedlichen Kulturen: eine grenz­über­schreitende Existenz als Wander­arbeiter der Moderne, die für jene, die sie führen, als Schattenseite wohl auch mehrfache Entwurzelung hat. Castles spricht von einem Trend ohne konkrete Zahlen zu nennen.[17]

Migranten und Deutschland

Filip Piatov auf Welt Online:

Zitat:

«Ich bin mir als Migrant meiner Privilegien bewusst. Meine Eltern und ich wissen, was wir Deutschland schulden. Jedenfalls nicht das Eigentum anderer zu zerstören oder die Polizei zu attackieren.»[18][19]

Blogger Hadmut Danisch hat gut zusammengefasst, was uns einerseits Politiker und Migrations­industrie vormachen und was realistischerweise für die Zukunft zu erwarten ist:

Düstere Aussichten für jugendliche Flüchtlinge.

Die FAZ s­chreibt darüber, wie katastrophal die Ausbildungs­aussichten selbst jugendlicher Flüchtlinge aus Somalia, Eritrea, Elfen­beinküste und Afghanistan ist.

So rein manuell-handwerklich seien sie gar nicht mal so schlecht, aber alles theoretische oder gar normale Arbeits­zeiten liegen außerhalb des Horizontes.

Zitat:

«"Selbst die Fittesten schaffen es nicht", sagt Johannes Fischer, der Leiter des Kreis­jugendamts Rosenheim. [...] Wenn man Fischer fragt, ob denn die jungen Flüchtlinge nicht die Probleme des demographischen Wandels in Deutschland lindern könnten, dann sagt er einen ziemlich ernüchternden Satz: "Nein, nicht diese Generation."»

Das heißt, dass sie nicht - wie so gerne behauptet - unseren Jungen helfen, die Renten der Alten zu bezahlen, sondern ihnen im Gegenteil noch zusätzlich auf der Tasche liegen werden.

Zitat:

«Mehr als 67.000 "unbegleitete minder­jährige" Flüchtlinge lebten Ende Januar in Deutschland. Sie werden so genannt, weil sie ohne Eltern, ohne Verwandte eingereist sind. Sie haben für die Flucht alles riskiert und dürfen in den meisten Fällen in Deutschland bleiben. Behörden, soziale Träger, Wirtschaft - alle setzen sich ein, ringen um die Integration. Bei wem, wenn nicht bei ihnen, könnte es also gelingen? Das dachte auch Fischer. Jetzt aber, sagt er, befänden sich seine Erwartungen "im freien Fall". Immer noch.»

Und wie läuft's?

Zitat:

«Die örtliche Wirtschaft sucht hände­ringend Auszubildende. 2200 freie Plätze in Stadt und Landkreis wurden 2015 gemeldet. "Es ist höchste Zeit, zu handeln", sagte dazu kürzlich die Vorsitzende der örtlichen Industrie- und Handels­kammer. "Flüchtlinge können dabei der Schlüssel zur Lösung des Azubi­mangels werden."

Das hatten auch die Mitarbeiter der "Jungen Arbeit" gehofft. Sie hatten es mit engagierten, höflichen, dankbaren jungen Menschen zu tun, die da kamen. Am Abend habe man sie aus dem Deutsch­unterricht regelrecht herausholen müssen. "Aber in den vergangenen Monaten sind uns jeden Tag die Augen aufgegangen", sagt Astrid Langenegger, Ko-Geschäfts­führerin der Initiative. "Bei rund 80 Prozent der Jugendlichen fehlen fast komplett neun Jahre Schulbildung. Eine Ausbildung ist eigentlich nicht realistisch", sagt sie. [...]

Nach 2 Tagen Ausbildung Friseur

Unter den Jugendlichen in Rosenheim sind vor allem Somalier, Eritreer und Afghanen. Hier stellten sie große Unterschiede in der Arbeits­kultur fest, sagt Langenegger. "Mit Jugendlichen aus afrikanischen Ländern haben wir es uns viel einfacher vorgestellt." Syrer, aber auch Afghanen seien deutlich näher an Deutschland. [...]

Die Jugendlichen sollen in den Praktika zwei Tage à acht Stunden die Woche arbeiten. Aber viele schaffen das nicht. "Die wissen gar nicht, wie Arbeit läuft", sagt Langenegger. Sie nennt das eine "Konfrontation mit der Arbeitswelt". Es gebe Jugendliche, wird in Rosenheim berichtet, die in ihrer Heimat mal zwei Wochen einem Friseur zugeschaut hatten und danach als Friseur arbeiteten. In Deutschland wollen sie das nun auch. Aber sie verstehen nicht, warum ihre Ausbildung erst einmal darin besteht, nur Haare zu waschen - und warum sie so wenig verdienen. Sie haben ihr Leben aufs Spiel gesetzt und viel Geld gezahlt, um nach Deutschland zu gelangen. Nun sind sie am Ziel und müssen rasch Erfolgs­berichte nach Hause schicken - und Geld. Gelingt das nicht, ist das eine große Enttäuschung. Ein Vakuum tut sich auf. "Die schmeißen den Bettel hin, sobald sie sehen, dass sie keine Perspektive haben, schnell Geld zu verdienen", sagt Fischer. [...]

Die Jugendlichen müssten in Arbeit gebracht werden, "bevor sie Hartz IV entdecken", sagt Mitterer. [...]

In Rosenheim erzählen die Helfer, dass ihnen nun, durch den starken Zuzug von gar nicht oder gering qualifizierten jungen Menschen, erst klarwerde, wie anspruchsvoll in Deutschland allein eine Ausbildung geworden sei. Zu Zeiten der Kriegs­flüchtlinge aus dem früheren Jugoslawien in den neunziger Jahren habe es noch Jobs für ungelernte Arbeiter gegeben. Produktions­helfer in der Holzfabrik etwa, sagt Fischer. Heute nicht mehr. Flüchtlinge, die in die Grundschule gingen, hätten noch Chancen, sagt der Jugendamts­leiter. Die meisten der unbegleiteten minder­jährigen Flüchtlinge aber seien einfach nicht qualifiziert genug und könnten sich das, was deutsche Kinder und Jugendliche in vielen Jahren lernten, nicht in drei Monaten aneignen. Fischers Angaben zufolge ist eine Berufsschule für die allermeisten ausgeschlossen. Das Sprachkurs­niveau B2 (etwa das Verständnis für Haupt­inhalte von Texten auch zu abstrakten Themen) sei für viele der jungen Leute "intellektuell nicht erreichbar". Fischer fügt hinzu: "Denen fehlt das Koordinaten­system." Manche der jungen Flüchtlinge sind ein paar Jahre irgendwo zur Schule gegangen, nun wollten sie studieren. "Nicht mal am Horizont", sagt Fischer dazu. "Die komplexe deutsche Welt können wir denen nicht beibringen", sagt auch Mitterer.»

Ich weiß, dass ich mich jetzt blöd und nach alter Knacker anhöre, so in der Tonart "hab ich ja gleich gesagt", und ich zum Drei­millionsten Male dasselbe erzähle, von Reisen und so. Ich weiß, es nervt.

Aber: Genau das haben die in Namibia erzählt, als ich mal dort in Urlaub war. Der Reiseleiter war ein ehemaliger Deutscher, der vor 40 Jahren nach Namibia ausgewandert war und dort seither eine Farm betreibt. Der kennt Land und Leute besser als die sich selbst. Und der hat uns mal erklärt, wie die hohe Kriminalität gegenüber Touristen zustande kommt. Die Leute arbeiten dort wenig (hängt nicht nur, aber auch mit der Hitze zusammen), und wenn, dann arbeiten viele nicht ernsthaft. Es ist etwa auf seiner Farm nicht einfach, Arbeiter zu finden, bei denen da überhaupt was rauskommt, und selbst denen kann man das Geld nur zu einem kleinen Teil in bar auszahlen, weil sie es sofort auf den Kopf hauen und dann nichts mehr zu essen haben. Deshalb unterhalten alle Farmer dort quasi kleine Krämer- und Lebens­mittel­läden, in denen die Arbeiter jeden Tag einen Teil des Lohns in Naturalien ausgezahlt werden. Damit man halt für zwei, drei Tage zu essen hat. Und selbst das sei inzwischen so schwierig zu erwirtschaften, dass viele Farmer nicht mehr rumkommen und sich was anderes suchen. Reiseleiter zum Beispiel. Der hatte nämlich auch das Problem, dass er seine Farm mit der Arbeits­leistung, die da zu bekommen ist, nicht mehr bewirtschaften kann.

Die Leute würden das "Arbeiten" wie in Europa schlicht nicht kennen, könnten sich das nicht vorstellen, würden das auch nicht akzeptieren.

Daher auch die vielen Diebstähle und Überfälle auf Touristen. Das sei nicht mal Kriminalität im eigentlichen Sinne, sondern subjektives Gerechtigkeits­gefühl, denn die Leute würden es als ungerecht empfinden, dass die da aus Europa so reich sind, Geld, Kameras und schöne Kleider haben, und sie nichts. In Europa würde das Geld vom Himmel regnen und auf den Bäumen wachsen, da sei es doch nur fair, sich was davon zu nehmen, die Touristen bekämen das ja wieder nach, wenn sie wieder zurückgehen.

Dass Touristen aber jeden Tag acht Stunden arbeiten, um sich das zu verdienen, das sehen die nicht, weil man Touristen da ja eben nicht arbeiten sieht.

Das ist zwar jetzt nicht ganz fair, weil es eben gerade in den Touristen-Hotels sehr, sehr guten Service gibt und die da wirklich sehr fleißig arbeiten. Da geht's echt rund. Als Kind habe ich öfters den Spruch gehört, "Da sieht's aus wie bei den Hotten­totten", wenn ich mein Zimmer nicht aufgeräumt und alles herumliegen hatte. Die Hotten­totten leben in einem Teil von Namibia, und ich war dort. Zumindest in einem ihrer Hotels. Leute, bei denen herrscht Ordnung, alles picco bello tadellos sauber und aufgeräumt.

Aber es sind halt eben die seltenen Ausnahmen. Die Mehrzahl der Leute dort arbeitet eben kaum oder gar nicht und kennt das auch nicht.

In Windhuk hat mir ein Einheimischer, Bewohner eines Township (übler Slum), zu Leuten, die da rumsitzen und auf Aufträge warten, erklärt, dass die faktisch nichts verdienen, weil sie faktisch auch nichts arbeiten und nichts können. Denen kann man nichts erklären, sie können nichts nachmachen, nicht lesen, nicht schreiben, nicht englisch. Nur aller­einfachste Arbeiten, zwei, drei Stunden am Tag. Könnten sie alles kostenlos lernen, wollen sie aber nicht. Reicht denen so.

Es ist mir schleierhaft, wie man glauben konnte, dass man da einfach junge Leute aus allen Teilen der Welt ranholt und nach einer Kurz­einweisung ins Deutsche sofort auf den Lehrstellen­markt schieben kann. Hätte man aber wissen können, wenn man mal ein wenig gereist wäre anstatt sich von den Soziologen post­strukturalistisch einreden zu lassen, dass man das alles sozial formen und passend reden könne.

Geldbedarf der Familie in der Heimat

Der Geldbedarf von Migranten ist endlos:

Zitat:

«Die Verwandten aus der Heimat brauchen Geld. Manchmal bekomme er mehrere Anrufe pro Tag: "Meine Tante, die sich beschwert, dass meine andere Tante von mir Geld bekommen hat, sie aber nicht - oder meine Geschwister, die fragen, wann wieder was kommt." In manchen Monaten hat er seinen gesamten Verdienst nach Hause geschickt und nur von Spenden gelebt. [...] Jeder afrikanische Flüchtling habe den Druck, Geld nach Hause zu schicken. "Wir kommen aus armen Ländern, sobald wir hier sind, sind wir unseren Familien verpflichtet", sagt er. "In Afrika ist die ganze Familie für die Kinder­betreuung zuständig - Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Neffen und Nichten, alle haben sie uns aufgezogen. Also müssen sie alle etwas abbekommen, wenn etwas da ist."» - Christoph Twickel[21]

Grundtypen des Migranten

Zitat:

«Ganz offensichtlich gibt es also neben dem Flüchtling und dem Arbeits­migranten noch einen dritten Grundtypus des Migranten, der ausgesprochen problematisch und destruktiv ist. Doch dafür gibt es offenbar bisher keine Wortprägung. Wir stehen einem wichtigen Sozial­phänomen unserer Zeit buchstäblich sprachlos gegenüber. Die sozial­wissen­schaftliche Beschreibung dieses Typus ist kaum vorangekommen. Diese Beschreibung müsste bei einem offen­sichtlichen Merkmal anfangen: einer Entwurzelung[ext], die nicht zu neuen Bindungen, sondern in eine dauerhafte Bindungs­losigkeit führt. Die Entwurzelung bedeutet aber nicht Schwäche und Verletzlichkeit (wie beim Flüchtling), und auch nicht die Suche nach einer neuen Existenz­grundlage (wie beim Arbeits­migranten), sondern eine ungebunden-vagabundierende Kraft mit erheblicher destruktiver Energie.

Die Bindungslosigkeit bedeutet nicht, dass es nur um Einzel­kämpfer ginge. Auch ohne ausgeprägte Organisation kann es ein gemeinsames soziales Milieu geben. In der sozial­wissen­schaftliche Milieu­forschung wird ein Teil der deutschen Gesellschaft dem so genannten "entwurzelten Milieu" zugeordnet. Auch unter den Migranten ist dieses Milieu schon identifiziert worden. In einer Studie des VHW, Bundesverband für Wohnen und Stadt­entwicklung nimmt es 9 % aller Migranten ein. Bei einer erweiterten Definition von "entwurzelt" würde man auf fast 25 % kommen. Wenn man berücksichtigt, dass das ein Durch­schnitts­wert für alle Herkunfts­länder ist, kann dieses Milieu schnell auf 33-50 % anwachsen, wenn man nur auf den arabisch-islamischen bzw. den afrikanischen Migranten­bereich blickt. Man muss die Gefahr eines bindungs­losen Milieus mit destruktiver Energie also tatsächlich ernst nehmen. Und man kann das tun, ohne zu ethnischen oder gar rassischen Zuschreibungen zu greifen. Man muss nur auf die gesellschaftlichen Entwicklungen schauen, die hier ablaufen.

Das Problem der Entwurzelung und der Grundtypus des vagabundierenden Migranten, der außerhalb des Gesetzes steht, hat auch eine historische Dimension. Die Auseinander­setzung mit diesem Problem und die Einhegung der vagabundierenden Gewalt gehört zur Vor­geschichte der modernen Rechtsstaatlichkeit und zur Ausbildung großer Markt­wirtschaften. Gerade in diesem historischen Maßstab wird deutlich, wie wichtig es ist, dass wir für die heutige Migrations­welle nicht nur die Begriffe "Flüchtling" und "Arbeitsmigrant" zur Verfügung haben, sondern auch den Begriff des bindungs­losen Migranten.

Damit ist auch eine ganz eigene Handlungsweise der Ziel­länder gefordert, die sich von der Nothilfe (beim Flüchtling) und von der Integration (beim Arbeits­migranten) prinzipiell unterscheidet: Als Antwort auf die bindungslos-vagabundierende Migration wird eine einhegende, zurück­weisende, repressive Politik gebraucht. Ein Wachstum dieses Milieus kann kein modernes Land tolerieren - hier brauchen wir eine offen erklärte Null-Toleranz-Politik.» - Gerd Held[22]

Binnenmigrantion

Zitat:

«Die Ablehnung von Schwaben [in Berlin] ist auch nichts anderes als Fremden­feindlich­keit. Ob man Angst um Arbeits­plätze oder günstigen Wohnraum hat, ist im Prinzip das Gleiche. Und die Angst vor Über­fremdung, weil die Weckle (oder noch schlimmer: bayerisch Semmeln) statt Schrippen sagen, anders aussehen, einen anderen Lebensstil pflegen, ist nichts anderes als das klassische Fremden­feindlich­keits- und Über­fremdungs­motiv.

Und obwohl sich beide Arten von Fremden­feindlich­keit - bis auf die unter­schied­lichen Rechts­lagen und dass der Schwabe schon immer Steuern zahlte, aus denen Berlin quer­sub­ventioniert und alle Bundes­aus­gaben mitbezahlt wurden - praktisch deckungs­gleich ähneln, hat sich in Berlin eine völlig geteilte moralische Bewertung breit gemacht:

Schwaben zu beschimpfen, ihnen die Autos anzuzünden, sie anzugreifen und die Scheiben einzuwerfen, gilt als gut, moralisch edel, quasi als Bürgerpflicht. Wehe aber, jemand würde das gleiche gegenüber Migranten sagen. Der klassische Berliner an sich ist ja am Dilemma fast geplatzt als es neulich um die Frage des Umgangs mit dem türkisch-stämmigen Schwaben Cem Özdemir[wp] ging, weil sie bei dem wirklich nicht wissen, ob sie für oder gegen den sein sollen. Das ist so wie Transsexuell auf Migration bezogen. Sie stehen davor und wissen nicht, wofür sie ihn halten sollen: Sakro­sankt oder des Teufels. Türke oder Schwabe.

An solchen Dilemmen labt sich der Logiker und Analytiker der Bigotterie und Doppelmoral.

Schwabe, verpiss Dich!
Politisch nicht korrekt wäre:
"Türke, verpiss Dich!"
"Araber, verpiss Dich!"
"Nordafrikaner, verpiss Dich!"

Nun lest bitte mal diesen Artikel in der Berliner Zeitung:

In Berlin brodelt es gewaltig. Gegen die "Zugezogenen", die mit viel Geld und überdrehter Lebensart angeblich den Alt­ein­gesessenen dieser Stadt das Lebens­gefühl nehmen. Man wehrt sich. Mit Steinen, die Links­radikale gegen Edel-Restaurants in Kreuzberg werfen, oder mit Worten. Wie Anna Thalbach, die sich nun gegen das "prollige Geprotze" der Neu-Berliner aufregt.
"Das, was ich an Berlin geliebt habe, das Bescheidene, ist einfach nicht mehr da." Die Kritik der Schauspielerin Anna Thalbach[wp] (43) im RBB-Inforadio über die protzigen Neu-Berliner schlägt hohe Wellen. [...]
In der Choriner Straße steht zwischen sanierten Häusern noch ein verfallene Mietshaus. In ihm wohnt eine Zugezogene, Andrea Hollmann (37) aus Schleswig Holstein. "Ich kann verstehen, dass die Berliner wütend sind. Wenn man erlebt, wie Zugezogene ihnen ihre Lebensart aufdrücken und es dann beim Bäcker auf einmal Wecken statt Schrippen gibt." [23]

Nun lest den Artikel noch einmal, aber ersetzt mal gedanklich in Text und dem ersten Bild "Schwabe" durch "Türke" oder "Syrer" oder "Araber" oder sowas.

Und dann stellt Euch mal vor, was dann passieren würde. Wie der eigentlich selbe Sachverhalt politisch-moralisch plötzlich völlig anders bewertet und beschrieben würde. Es gäbe sofort Shit-Storms wegen Ausländer­feindlich­keit, Islamophobie und so weiter, die Schau­spielerin würde gekündigt, und so weiter.

Man muss sich das da schon mal klarmachen, wie man durch Medien und Politik manipuliert und getäuscht wird, wie vergleichbare Sach­verhalte einmal so und einmal gegenteilig moralisch bewertet werden.

Man muss sich klar machen, dass das dann eigentlich gar keine Moral ist, sondern Willkür.» - Hadmut Danisch[24]

Zitate zu Migration und Migrationskritik

Der deutsch-türkische Autor Akif Pirinçci attackiert die Spiegel-Autorin Sibylle Berg[wp]. Berg verdrehe bezüglich der Migranten-Debatte die Tatsachen. Dabei greife sie auf die altbekannte "Nazi-Keule" zurück. Doch nicht die Deutschen seien intolerant, sondern die Muslime - und jene türkischen Migranten, die in Deutschland Sozialhilfe kassieren und sich in der Türkei von dem Geld schöne Häuser bauen. Eine Polemik.


Liebe Sibylle,

ich hab da mal eine Frage: Kann es sein, daß du gar keine Schrift­stellerin bist, sondern eine Schrift­steller­darstellerin, die von S.P.O.N. wöchentlich ein paar hundert Euro zugesteckt bekommt, damit du exakt die Multikulti-Kampf-gegen-Rechts-schaffen-wir-die-Familie-ab-alle-Deutschen-sind-Nazis-Kacke, eigentlich das irre und total abgedroschene Gesülze der GRÜNEN JUGEND in witzig sein sollender Weise wiederkäust?

Weißt du, Sibylle, Autoren zeichnen sich dadurch aus, daß sie hinter die Verhältnisse schauen, die auf den ersten Blick glasklar und plausibel erscheinen, aber es doch nicht sind, eben nicht blind die Sichtweise von Verfassern von Partei­programmen übernehmen. Deshalb wollen die Leute ja ihr Zeug lesen, weil es etwas anderes, etwas Überraschendes ist als das Übliche. Im besten Falle kommt dabei die Wahrheit ans Licht. Davon bist du allerdings Lichtjahre weit entfernt.

"Europa, 2013. Am Gorki-Theater zeigen Shermine Langhoff und Jens Hillje dem Erfinderland der Leitkultur, wie Internationalität funktioniert. Die Eltern vieler der hier arbeitenden Künstler kommen aus Wuppertal, der Türkei, aus dem Sudan oder - es ist vollkommen egal woher."

Jaja, Sibylle, im Gorki-Theater ist es ganz toll und alles zum Jauchzen multikulti, und alle springen vor lauter Einander­liebhaben im Sechseck. Aber weißt du, warum das in Wirklichkeit so ist? Rate mal. Weil dieses Theater und diese Es-ist-vollkommen-egal-woher-"Künstler" samt und sonders von deutschen Steuer­geldern ausgehalten werden. Du übrigens auch. Mal schauen, wie tolerant es dort zugehen würde, wenn das Rohr zur Staatsknete plötzlich gekappt wäre. Mal schauen, ob du den Türken oder den Sudanesen dann immer noch so herzlich umarmen würdest, wenn man dir sagte: Sibyllechen, du bekommst heute vom Staats­künstler­kuchen nix ab, sondern der Ali, weil "es ist vollkommen egal woher" der Staatskünstler kommt.

"Denn im Moment lebt man eben hier, vielleicht für immer, vermutlich, es ist unbedeutend."

Klar, heute hier, morgen dort. Dieses Land ist sozusagen eine Art Wärmestube, bis morgen die Sonne wieder scheint. Es gibt da nur ein Problem, Sibylle: Der Großteil derjenigen, von denen du da so generös und mit der edlen Geste des Weltbürgers sprichst, leben eben nicht "im Moment" hier, sondern immer und ständig. Kannst dir denken, warum? Ebenfalls wegen der deutschen Staatsknete. Oder glaubst du wegen des tollen Wetters? Okay, zwischendurch fliegen sie in die Heimat und kontrollieren den Baufortschritt ihrer in Entstehung befindlichen Häuser, die mit eben dieser Art der Kohle finanziert werden.

"In diesem Herbst marschieren Deutsche gegen ein Asylantenheim ..."

Was für Nazi-Schweine! Ich nehme an, du meinst das Asylantenheim, welchem du gegenüber wohnst, Sibylle? Wie, doch nicht? Ach so, hab’s ja ganz vergessen, du wohnst im feinen Zürich, bestimmt im renovierten Altbau mit Stuck und glänzendem Dielenboden, und gegenüber ist dieses weltberühmte Juweliergeschäft. Die Leute, die gegen das Asylantenheim "marschieren" (Deutsche können nun einmal nicht richtig gehen), tun es bestimmt aus Jux und Dollerei, weil sie halt scheiße sind, und nicht weil die Asylanten ihre Frauen sexuell belästigen, mit Drogen handeln und ihren Gastgebern gegenüber völlig aggressiv und fordernd auftreten. Was für eine Brut, diese Deutschen!

"Hier versammeln sich Herr Sarrazin und andere, die aus den dunklen Erdspalten unserer schlechten Träume gekrochen sind, um ihr Weltbild zu beschwören. Ich will es hier kurz zusammenfassen: Die Länder Europas müssen denen gehören, die am besten über tausend Generationen da geboren wurden. Für das Land der Leitkultur heißt das: ein Deutschland der deutschen Frau, dem deutschen Herd, dem deutschen Mann, dem Herrscher und Ernährer, der deutschen im Haus erzogenen Kinderschar. Weg mit all den italienischen Restaurants ..."

Da ich selber der schreibenden Zunft angehöre, Sibylle, durchschaue ich augenblicklich, mit welchen Tricks du arbeitest, was jedoch bei solch einer Phrasen­drescherin wie dir nicht besonders schwer fällt. "Sarrazin" und "... aus den dunklen Erdspalten ... gekrochen". Ekelhafte Tiere, Geschlinge, Insektenartige halt. Vorsicht, hier verwendest du die gleichen Sprachbilder des Unmenschen, die du den Sarrazin­artigen selber vorwirfst.

"Die Länder Europas müssen denen gehören, die am besten über tausend Generationen da geboren wurden."

Ja, was für ein Quatsch, daß man den Platz, wo man geboren wurde und aufgewachsen ist, seine Heimat nennt. Und dann noch die total absurde Vorstellung, daß man das Land, in dem schon seit Generationen die Ahnen beheimatet waren, als "meins" bezeichnet. Dabei gehört es doch allen, auch demjenigen, der letzten Donnerstag hier aus dem Bus gestiegen ist.

Kleiner Tipp, Sibylle: Flieg doch mal bitte in die Türkei und erzähle den Türken dort, daß die Türkei nicht den Türken gehört, sondern "allen". Zieh dir aber vorher drei schußsichere Westen übereinander an. Sicher ist sicher.

"... ein Deutschland der deutschen Frau, dem deutschen Herd, dem deutschen Mann, dem Herrscher und Ernährer, der deutschen im Haus erzogenen Kinderschar."

Ekelhaft! Wie kann man nur eine deutsche Frau sein?! Und die Kinder werden auch noch im Haus erzogen, diese beschissenen kleinen Rassisten! Aber was meinst du mit "deutscher Herd"? Mit einer Nationalfahne daneben oder was? Dem deutschen Mann hast du schnell mal den Zusatz "Herrscher" angedichtet, damit das nächste Wort "Ernährer", wogegen niemand etwas haben kann, negativ aufgeladen ist. Nur, Sibylle, welcher deutscher Mann wähnt sich heutzutage und in dieser Gesellschaft noch als Herrscher? Oder hast du wieder mal zu viel gesoffen?

Am besten ist aber: "Weg mit all den italienischen Restaurants." Genau, hierin entzündet sich der deutsche Rassismus, an den italienischen Restaurants, wir wollen sie weg haben. Laß mal dein Kopf untersuchen!

"Aus welchen persönlichen Angststörungen Rassisten, Homophobe und Rechtspopulisten auch agieren, sie werden von der Geschichte überrollt werden. Verstorben, vergessen irgendwann, mit ihren kleinen Hasspredigten, mit ihrem engen Verstand, aus dem nur dummes Zeug entspringt."

Nee, Sibylle, sie werden nicht von der Geschichte überrollt werden, sondern von der Tatsache, daß jeder Analphabet hier rein und ein Stunde später Stütze beziehen kann. Ach übrigens, die Nazi-Deutschen sind längst nicht mehr homophob, sondern diejenigen mit dieser bestimmten Religion, weißt schon ...

"Es gibt die Welt, wie ihr sie wollt, nicht mehr. Mit rechts links, gut böse, Eingeborenen und Fremden, mit der Frau als Gebärmaschine, dem Patriarchen."

Interessant. Der böse Deutsche will also die Frau als Gebärmaschine. Aha! Sag mal, Sibylle, kann es sein, daß du die letzten Jahre ganz allein im Wald verbracht hast? Oder auf dem Mond? Liest du keine Zeitung? Kannst du mir mal verraten, welcher deutscher Mann eine Gebärmaschine haben möchte? Ich dachte, das Problem ist genau das Gegenteil davon, nämlich daß die Deutschen mittlerweile überhaupt keine Kinder mehr haben wollen. Und das mit dem "Patriarchen" - geschenkt. Noch was, Sibylle, Frau als Gebärmaschine, Patriarch, ähm, hört sich eher nach "Südland" an. Aber lassen wir das.

"Eure Kinder, Enkel, in korrekten heterosexuellen Beziehungen erzeugt, werden irgendwann sitzen, friedlich nebeneinander. Unter künstlichen Himmeln, in künstlichem Klima, das perfekt ist, immer warm, das Meer künstlich, die Seen, die Berge, aber nicht minder schön, die Sonne geht unter. Sie sitzen auf einem künstlichen Rasen, Vögel-Avatare, und sehen sich im Lesegerät Dinge von früher an. Aus der Zeit der Großeltern."

Verstehe zwar nicht, was du da wieder halluzinierst, Sibylle, aber glaube ich herauszulesen, daß du einen ziemlichen Ekel gegen Menschen empfindest, die in "heterosexuellen Beziehungen" und dann auch noch "korrekt" (damit ist wohl spießig gemeint) gezeugt worden sind. Gut, kann man so sehen. Ähm, hast du da einen Gegenvorschlag, ich meine rein technisch? Vielleicht das Sperma mit der Spritze rein oder Befruchtung im Reagenzglas? Ganz nebenbei bemerkt würde mich interessieren, wie du gezeugt wurdest. Doch nicht ... oh, ich glaube, ich muß mich übergeben!

"Sie werden sich wundern in einer Welt, in der alle gleich sind, es keinen Rassismus mehr gibt, keinen Sexismus, in der Frauen und Männer und Menschen des dritten Geschlechts lieben, wen sie wollen, sich nicht bekämpfen."
Jaja, das mit dem dritten Geschlecht ist sehr wichtig, weil es ja so verbreitet ist. Aber mach dir mal keine Sorgen, Sibylle, hier "bekämpft" niemand niemanden. Alle sind im Tran und oder noch am Schlafen. Am besten legst du dich auch wieder hin.
- Akif Pirinçci gegen Sibylle Berg: Was für eine Brut, diese Deutschen!, Deutsch-Türkische Nachrichten am 2. Dezember 2013
Zitat:

«Sind Wanderungsbewegungen in ethnisch relevanten Größen­ordnungen überhaupt sinnvoll? Zunächst ist festzustellen, daß sie in der ganzen Menschheits­geschichte immer wieder stattgefunden haben, in allen denkbaren Formen, selten mit für alle glücklichen Ergebnissen. [...]

Alles deutet darauf hin, daß solche Wanderungen insgesamt weit mehr Probleme schaffen, als sie lösen - und zwar nicht nur vorübergehend, sondern oft für lange geschichtliche Zeiträume. Weltweit haben Umsiedlungen und Vertreibungen größerer Bevölkerungs­teile, wo sie nicht mit der völligen Verdrängung der Eingesessenen verbunden waren, in aller Regel zu Konflikten, Spannungen und Klassen­herrschaft, zu Elend und Gewalt geführt.»[25]

Zitat:

«Junge Männer sind risikobereiter, sie blenden mögliche Gefahren aus, vor allem aber sind sie auf der Suche nach Status. Also sind auch bereit, durch die Wüste zu marschieren, einen Neuanfang zu wagen. Ganz ähnlich verhielt es sich mit jenen Europäern, die einst etwa Richtung Amerika strebten. Es entstand ein Männerüberschuss, der nach 1848, als die jungen Männer ohne Zukunft in Europa den Aufstand probten, nochmals anstieg. Denn wer unter den Revolutionären nicht hingerichtet wurde, emigrierte. Die Geschichte des Wilden Westens mit seiner Gewalt ist auch eine Geschichte des lang andauernden Männerüberschusses.

Auf der Suche nach einer "neuen Welt" sind seit Jahren Millionen auf Wanderung. "Der Druck ist hoch in einer Reihe von Herkunftsländern", heißt es in dem jüngsten Ausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. So geben in Nigeria 44 Prozent der über 15-Jährigen an, dauerhaft auswandern zu wollen. In Albanien sind es 39, im Senegal 37 und in Syrien 31 Prozent.»[26]

Literatur

  • Friedrich Heckmann: Integration von Migranten. Einwanderung und neue Nationenbildung., VS Verlag für Sozialwissenschaften 2014, ISBN 3-658-06979-1

Einzelnachweise

  1. Pdf-icon-extern.png Viele Welten leben. Lebenslagen von Mädchen und jungen Frauen mit griechischem, italienischem, jugoslawischem, türkischem und Aussiedlerhintergrund - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2004
  2. "In den Großstädten werden sich die Deutschen integrieren müssen", Die Welt am 2. Januar 2002 (Kopie)
  3. "Ein Paß ist genug" - Gespräch mit Hans-Ulrich Klose (MdB), in: Die Zeit am 14. Januar 1999
  4. BKA Studie 2006: Ehrenmorde in Deutschland
  5. Neue Statistik über "Ehrenmorde" in der Türkei, Deutschlandradio
  6. Mann zur Zwangsheirat nach Basel verschleppt
  7. Männliche Opfer der Zwangsehe: Der Mann an ihrer Seite
  8. Integrationsdebatte: SPD plant parteiinterne Migrantenquote, Die Zeit am 2. Mai 2011
  9. SPD: Gabriel drückt Migrantenquote durch, Spiegel am 9. Mai 2011
  10. Jan Fleischhauer: Ausländerquote bei der SPD: Vorwärts, Migranten!, Spiegel Online am 12. Dezember 2011
  11. (Neugelbes WGvdL-)Forum: SPD ist die Pest, Nihilator am 12. Dezember 2011 - 17:09 Uhr  (Archiv)
  12. 12,0 12,1 Josef Schmid: Pdf-icon-extern.png Das demographische Dilemma Deutschlands - In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Mai 2000
  13. Josef Schmid: Pdf-icon-extern.png Die demographische Entwicklung Deutschlands - Ursachen, Folgen und politische Optionen - (Gutachten für die inter­ministerielle Arbeitsgruppe der Bayerischen Staats­regierung zu Fragen der Zuwanderungs­steuerung und Zuwanderungs­begrenzung), Teil II: Materialien zum Bericht der interministeriellen Arbeitsgruppe, München 2000
  14. Germanistikprofessorin: Kanak Sprak sei gutes Deutsch, 27. März 2012
  15. Sprache: Kiezdeutsch - Ein neuer deutscher Dialekt?, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag am 25. März 2012
  16. Josef Joffe, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Henryk M. Broder: Schöner Denken. Wie man politisch unkorrekt ist., Piper Verlag 2008, ISBN 3-492-2536-4; mm, S. 109
  17. Irene Brickner: "Multikulti" ist von gestern, Der Standard am 13. Juli 2013
  18. Filip Piatov: Dumme Zöglinge der Wohlstandsgesellschaft, Welt Online am 19. März 2015
  19. Sofia Taxidis: Migrantenkinder wünschen sich oft ein Deutschand, das die Multikultis am liebsten abschaffen wollen: Blockupy und anderer Wahn: Das Korrektiv der Migrantenkinder, Tichys Einblick am 21. März 2015
  20. Hadmut Danisch: Nicht mal am Horizont..., Ansichten eines Informatiker am 10. März 2016
  21. Christoph Twickel: Flüchtlinge: Die verdienen was anderes, Die Zeit am 19. Oktober 2015 (Viele Flüchtlinge dürfen nicht arbeiten - und tun es trotzdem, zum Beispiel in der Billstraße. Ein Besuch in der Schattenwirtschaft.)
  22. Gerd Held: Im Gefängnis der Worte (2): Die Rede von "den Flüchtlingen", AchGut-Blog am 20. Juli 2016
  23. Norbert Koch-Klaucke: Gentrifizierung: Zugezogene protzen Berliner Lebensgefühl weg, Berliner Zeitung am 5. März 2017
  24. Hadmut Danisch: Schwabe verpiss Dich!, Ansichten eines Informatikers am 5. März 2017
  25. Die Reichen werden Todeszäune ziehen, Spiegel Online am 19. April 1982
  26. Karin Kneissl: Flüchtlinge: Der lange Marsch der jungen Männer, Die Presse am 3. Oktober 2015

Querverweise

Netzverweise