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Demographie

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Hauptseite » Gesellschaft » Demographie



Die Demographie (auch Demografie, griech. δημογραφία, von δήμος, démos – Volk und γραφή, grafé – Schrift, Beschreibung) bzw. Bevölkerungs­wissenschaft ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich statistisch mit der Entwicklung von Bevölkerungen und deren Strukturen befasst. Sie untersucht ihre alters- und zahlen­mäßige Gliederung, ihre geographische Verteilung sowie die Umwelt- und sozialen Faktoren, die für Veränderungen verantwortlich sind. Die Erforschung der Regel­mäßigkeiten und Gesetz­mäßigkeiten in Zustand und Entwicklung der Bevölkerung wird vor allem mit Hilfe der Statistik erfasst und gemessen, wofür Beschreibungs- und Erklärungs­modelle entwickelt werden (Wirtschafts- und Bevölkerungs­statistik).

Die Demographie besteht aus vier großen Fachgebieten, nämlich

  • der Theorie der Fertilität (Geburtenzahl),
  • der Theorie der Mortalität (Sterblichkeitsrate),
  • der Theorie der Migration (Aus-, Einwanderung)
  • sowie aus Theorien, die die Struktur des Bevölkerungsbestandes zum Gegenstand haben.
Total Fertility Rates by Race in the USA - 1980-2013

Politischer Diskurs

Nach dem NS-Regime fristete die Demographie in Deutschland lange ein Schatten­dasein, galt die Untersuchung oder gar Beeinflussung reproduktiven Verhaltens doch als moralisch bedenklich.

Erst im Zusammenhang mit der politischen Debatte um die Aufrecht­erhaltung der Sozial­ver­sicherungen kamen auch in Deutschland Debatten über die demo­graphische Entwicklung oder den demographischen Wandel wieder auf. Zum Teil bis heute blieb die Diskussion dabei stark auf Themen der Wirtschaft und Sozial­systeme fixiert. So sprach (und spricht man z. T. bis heute) im Hinblick auf die Altersversorgung vom Problem der Überalterung - wobei objektiv nicht die Existenz älterer Menschen, sondern das Fehlen jüngerer (Unterjüngung) Sorgen bereitet.

Zur Reproduktion einer Bevölkerung mit Sterblich­keits­ver­hältnissen, wie sie z. B. in Deutschland vorliegen, ist es erforderlich, dass jede Frau im Durchschnitt rund 2,1 Kinder zur Welt bringt. 2005 hatte Deutschland eine zusammen­gefasste Frucht­bar­keits­ziffer von etwa 1,34 Geburten pro Frau. Das bedeutet seit rund 40 Jahren ein Geburten­defizit von einem Drittel des erforderlichen Nachwuches.

Demographie ist ohne Zweifel eines der zentralen Themen unserer Zeit. Um so erstaunlicher ist, dass sie als Fach an den Universitäten kaum noch existent ist und auch sonst eine eher stief­mütterliche Behandlung erfährt. Dies beklagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie in einem Interview zur Jahres­tagung der Gesellschaft. Dies ist in der Tat eine Frage an die Wissen­schafts­politik: Kann es sich die deutsche Universitäts­land­schaft leisten, eine derart zentralen Faktor der gesell­schaft­lichen Entwicklung zu ignorieren?[1]

Demographische Entwicklung

So wird es kommen

Ein Informationsplakat aus der Ausstellung "Wunder des Lebens" 1935 in Berlin

1935 hat man die Menschen noch in "Höherwertige" und "Minderwertige" eingeteilt, die Mathematik der demographischen Entwicklung allerdings kennt diese Einteilung nicht und ist für sich genommen vollkommen ideologie­frei. Tatsächlich geht es nicht um "höher-" oder "minderwertig", sondern ganz nüchtern und sachlich um "Kinder" oder "keine Kinder".

"Die Zeit" brachte ein "Demografie-Spezial - Deutschland ohne Kinder?" zu der Frage, warum sich Frauen in Deutschland nicht öfter fürs Kinder­kriegen entscheiden. Jede hat einen guten Grund.[2]

Heute könnte ein Untertitel zur demographischen Entwicklung lauten:

"So wird es kommen, wenn Migrantinnen zwei Kinder und deutsche Power-Frauen ein Kind haben."

oder auch

"So wird es kommen, wenn bildungsferne Schichten zwei Kinder und Bildungs­bürger ein Kind haben."

die Beschriftung ändert nichts an der mathematischen Grundaussage.

Die folgenden Graphiken gehen von einer Gesamtbevölkerung von 81,5 Mio. Personen und einem Migranten­anteil von 8,2 % aus. Der Migranten­anteil ist dabei relativ willkürlich gewählt, da einerseits Migranten mit deutscher Staatsangehörigkeit von der Statistik nicht mehr als Aus­länder ausgewiesen werden, andererseits sich die Geburtenrate von Migrantinnen tendentiell der Durch­schnitts­bevölkerung anpasst. Ver­ein­fachend wird hier an­ge­nommen, dass Migrantinnen ihr Re­produktions­ver­halten nicht ändern. Eine abnehmende Geburtenrate auch bei Migrantinnen würde aber nur noch das Geburten­defizit insgesamt erhöhen. Wenn die Geburtenrate bei Migrantinnen unter die Selbst­erhaltungs­rate von 2,1 Kinder pro Frau fallen würde, dann wäre Einwanderung kein geeignetes Mittel zum Ausgleich des Geburten­defizits.

Bevoelkerungsentwicklung.png

In der linken Graphik ist zu sehen, dass unter diesen Annahmen (ohne Zuwanderung, also nur allein das Reproduktions­verhalten betrachtend) der absolute Bevölkerungs­anteil der Migranten nicht wächst. Die relative Abnahme der Deutschen an der Gesamt­be­völkerung hat also ausschließlich etwas mit der geringen Kinderzahl deutscher Frauen zu tun. Bei diesem Szenario käme es in rund 200 Jahren (das sind nur rund 8 Generationen) zu einer Umkehrung der ursprünglichen Bevölkerungs­anteile.

"Jede Abweichung von der Selbsterhaltungsrate führt langfristig in die Katastrophe."

Über "gut" und "schlecht" sagt das zunächst gar nichts aus. Es spielt auch keine Rolle, ob man Power-Frauen nun gut oder schlecht findet und was man über Migrantinnen denkt. Es sollte allerdings erlaubt sein, die Fortpflanzung mit Selbst­erhaltungs­rate als natürlich zu bezeichnen. Jede Abweichung von der Selbst­erhaltungs­rate würde langfristig in die Katastrophe führen: schon eine leichte Abweichung nach oben würde schließlich zur Über­be­völkerung führen und eine kleine Abweichung nach unten würde, wenn sie auf Dauer wäre, unausweichlich zum Aussterben der Population führen. Deshalb täuscht auch der Blick in die Kindergärten: Wir haben nicht zuviele Migranten­kinder, sondern zuwenige deutsche Kinder. Wir haben also kein Migrations­problem, sondern ein selbstgemachtes Problem.

Was hält deutsche Frauen nur davon ab, Kinder zu bekommen? Sind sie zu faul, oder warten sie auf die Quotenregelung, die vorschreibt, dass 50 % der Kinder von Männer geboren werden müssen? Oder sind sie sich zu fein, als dass sie sich mit den Niederungen der Schwangerschaft beschäftigen wollen? Aber vielleicht hält sich die emanzipierte deutsche Frau ja für so "höherwertig", dass sie die lästige Reproduktions­arbeit an "minderwertige" Ausländerinnen delegiert. Das wäre dann aber eine wirklich rassistische Einstellung.

Es kann auch von einem "demographischen Kolonialismus" gesprochen werden, wenn im "Wettbewerb um die Besten" die Früchte der Erziehungs- und Ausbildungs­leistungen anderer Länder ohne Gegen­leistungen beansprucht werden.[3]

Religion und Demographie

Seid fruchtbar und mehret Euch! Korrelation zwischen Reproduktion und Religion
In Haushalten mit religiösen Eltern wachsen mehr Kinder auf
Entwicklung der Geburtenrate in islamischen Ländern
Deutschland und seine Muslime
Geburtenrate nach Konfessionen in Österreich 1981-2001

Religiöse Menschen sind weltweit durchschnittlich kinderreicher, d. h. reproduktiv erfolgreicher als ihre säkularen Nachbarn gleicher Schicht.

Michael Blume hat keine Zweifel mehr, dass sich die Evolution von Religiosität und Religionen maßgeblich über Reproduktions­vorteile voll­zogen hat - und voll­zieht.[4]

Ein wesentlicher Grund dürfte sein, dass gemein­schafts­bezogene Formen von Religiosität weltweit und quer durch alle Weltreligionen über die Entfaltung einer Vielzahl von Familien­formen regelmäßig mit einer durchschnittlich höheren Kinderzahl einhergehen. Religions­gemein­schaften, die nicht (oder nicht mehr) erfolgreich transzendent verankerte Gründe für Familien, Kinder vermitteln sowie Bildungs- und Betreuungs­ein­richtungen errichten, scheinen ihrerseits in diesem Wettbewerb auf Dauer unweigerlich einzugehen. Religiosität ist nicht die einzige Variable menschlichen Familienverhaltens, aber sie ist empirisch nachweisbar wirksam.[5]

Da es in Deutschland seit Jahrzehnten keine ordentliche Volkszählung mit Erhebung der Religions­zu­gehörigkeit gibt, musste ein Vergleich der Schweizer Daten in 2000 zeigen, dass eingebürgerte Musliminnen im Durchschnitt noch weniger Kinder (1,73) als ihre noch ausländischen Glaubens­schwestern (2,49) erzogen. Deutschland und Europa werden also "nicht" islamisch, sondern unterteilen sich in kinderarm-alternde, säkulare Schichten und darin kinder­reiche "Inseln" christlicher, islamischer, jüdischer und anderer Glaubens­gemein­schaften.[6]

Die Schweizer Volkszählung zeigt, dass alle erfassten religiösen Kategorien der Schweiz deutlich mehr Kinder als die Konfessions­losen verzeichnen. Das gilt auch für Gruppen, die mehr Mitglieder mit akademischer Bildung aufweisen (verschiedene christliche Gemeinschaften, Juden), häufiger vom Land in die Stadt gezogen waren (Methodisten, Zeugen Jehovas) oder zu höheren Anteilen aus gebürtigen Schweizern bestehen (Pfingstkirchen, Neupietisten).[7]

Zensus Schweiz (2000)
Religiöse Zugehörigkeit Lebendgeburten pro Frau (Rang) Reproduktiver Vorteil zu "keine Zugehörigkeit"
Hinduistische Vereinigungen1 (Hin) 2,79 (1) +151,4%
Islamische Glaubensgemeinschaft1 (Isl) 2,44 (2) +119,8%
Jüdische Glaubensgemeinschaft (Jüd) 2,06 (3) +85,6%
Übrige protestantische Kirche (ÜpK) 2,04 (4) +83,8%
Neupietistisch-evangelikale Gem. (Npt) 2,02 (5) +82,0%
Pfingstgemeinden (Pfg) 1,96 (6) +76,6%
Evang.-methodistischeKirche (EmK) 1,90 (7) +71,2%
Andere christl. Gemeinschaften (Acg) 1,82 (8) +64,0%
Christlich-orthodoxe Kirchen1 (CoK) 1,62 (9) +45,9%
Übrige Kirchen und Rel.gem.1 (ÜKR) 1,44 (10) +29,7%
Schweiz Gesamt (ScG) 1,43 +28,8%
Buddhistische Vereinigungen1 (Bud) 1,42 (11) +27,9%
Römisch-Katholische Kirche (RkK) 1,41 (12) +27,0%
Neuapostolische Kirche (NaK) 1,39 (13) +25,2%
Evangelisch-Reformierte Kirche (ErK) 1,35 (14) +21,6%
Zeugen Jehovas (ZeJ) 1,24 (15) +11,7%
Christkatholische Kirche (CkK) 1,21 (16) + 9,0%
Keine Zugehörigkeit (KeZ) 1,11 (17) -
Anzahl der durchschnittlichen Lebendgeburten pro Frau nach Religions­zu­gehörigkeit, Schweizer Volkszählung 2000.[8][9]

1 Denominationen, deren Mitglieder (noch) überwiegend aus Immigranten bestehen.

TFR (Total Fertility Rate) by religion (2003)
Religiöse Zugehörigkeit Lebendgeburten pro Frau Reproduktiver Vorteil zu "keine Religion"
Muslims (MUS) 2,84 +71,1%
Hispanic Catholics (CHI) 2,75 +65,7%
Black Protestants (PBL) 2,35 +41,6%
Fundamentalist Protestants excl. Blacks (PFU) 2,13 +28,3%
Non-Hispanic Catholics (CAT) 2,11 +27,1%
U.S. Population Average 2,08 +25,3%
Moderate Protestants excl. Blacks (PMO) 2,01 +21,1%
Liberal Protestants excl. Blacks (PLI) 1,84 +10,8%
Hindus/Buddhists (HBU) 1,73 +4,2%
No religion (NOR) 1,66 -
Others (OTH) 1,64 -1,2%
Jews (JEW) 1,43 -13,8%
Sources: Author' calculations based on GSS 2000-2006 and USCB [10]

Die außerordentlich niedrige Geburtenrate der US-amerikanischen Juden ist sogar unter die Konfessions­losen gefallen. Dagegen wiesen die Juden in der Schweiz die höchsten Geburtenraten einer mehrheitlich inländischen Religions­gemein­schaft auf - obwohl sie auch dort Spitzenanteile an Akademikern, Berufstätigen in leitenden Funktionen und Stadt­bewohnern aufwiesen. Des Rätsels Lösung ist die Ausprägung der Flügel: Das US-amerikanische Judentum ist (noch) überwiegend liberal geprägt, das Schweizer Judentum stärker konservativ und orthodox. Allerdings gibt es auch in den USA demografisch wachsende Gemeinden von Orthodoxen und Ultraorthodoxen, so dass dort - wie schon in Israel - mittelfristig von einer Verschiebung der Flügel­gewichte auszugehen ist.[10]


Eric Kaufmann weist darauf hin, dass der "Religion-Demographie-Effekt" im Hinblick auf die große Zahl der traditionell-liberalen "moderat Religiösen" unterschätzt werde. Denn diese hätten zwar eine etwas höhere Geburtenrate als die Säkularen (deren Fertilität immer weiter falle), aber viele ihrer Kinder wendeten sich von den "lauen" Glaubens­gemein­schaften ab. Entsprechend gliederten sich moderne Gesellschaften zunehmend in

  1. Säkulare Populationen, die zwar immer weniger Kinder bekämen, aber durch die Austritte aus moderaten Glaubens­gemein­schaften noch länger bestehen könnten.
  2. Moderat-religiösen Populationen, die zwar im Durchschnitt etwas höhere Geburtenraten verzeichneten, aber hohe Anteile ihrer nach­wachsenden Generationen an die Säkularisierung[wp] oder konkurrierende Glaubens­gemein­schaften verlören.
  3. Fundamentalistisch-religiöse Gemeinschaften, die sich von Säkularen und Moderaten zunehmend abgrenzten und durch hohe Geburten­raten, den Zugewinn Suchender und eine niedrigere Aus­steiger­quote unmerklich an demografischen und politischem Gewicht gewönnen.

Im Bezug auf die USA arbeitet Kaufmann am Beispiel der Mormonen, die trotz massiven Bildungsaufstiegs einen Geburten­vorteil von ein bis zwei Kindern pro Frau gegenüber der US-amerikanischen Gesamtbevölkerung erhalten haben, die steigende Bedeutung auch kleiner Fertilitäts­vorteile heraus. Solange bei einer allgemeinen Geburtenrate von 4 die Gruppe 6 verzeichnet habe, habe der Unterschied 50 % betragen, der durch Migrations­prozesse, Säkularisierung und Assimilation durchaus ausgeglichen worden sei. So sei der Anteil der Mormonen in Utah bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein noch gesunken.

Sinke aber die allgemeine und gruppen­bezogene Geburtenrate um je zwei auf dann etwa 2 (USA) und 4 (Mormonen), betrage der Vorteil nun 100 % und wirke stärker als alltägliche Integration und Säkularisierung: Inzwischen sei der Anteil Mormonen in Utah bei über 70 % angelangt und auch angrenzende Kreise anderer US-Staaten verzeichneten zunehmend mormonische Mehrheiten. Frühere Versuche, sich der Ökumene der moderaten Mainstream-Kirchen anzunähern, hätten die Mormonen inzwischen selbstbewusst eingestellt.

Ebenso wachse der Anteil fundamentalistischer Gruppen in der US-Bevölkerung insgesamt, wogegen moderate Religions­gemein­schaften zwischen ihnen und zunehmend aggressiven Säkularen zerrieben würden. In den USA seien die "Culture Wars" mitsamt wechsel­seitigen Verschwörungs­theorien auch wesentlich demografisch bedingt.

In Europa, in dessen Regionen die Geburtenraten flächendeckend unter die Bestands­erhaltungs­grenzen gefallen seien und insbesondere bei Konfessionslose weiter falle (auf teilweise weniger als ein (!) Kind pro Frau), wirke dieser Hebel noch stärker - zumal die alternden und schrumpfenden Gesellschaften zunehmend auf Zuwanderer angewiesen seien, die fast nur noch aus religiösen Populationen zu gewinnen seien.

Auch in der islamischen Welt - wie z. B. in der Türkei - befänden sich nationalistisch-säkulare Eliten längst auf dem auch demografischen Rückzug, während sich islamisch-konservative und fundamentalistische Gemeinschaften gegen den allgemeinen Geburten­rück­gang stemmten und ihren gesell­schaft­lichen Einfluss erhöhten.

Die stärksten Daten und Effekte belegte Kaufmann aber mit Bezug auf Israel: Noch bei der Gründung des Staates hätten die Ultraorthodoxen (Haredim = Gottesfürchtige) nur wenige Prozent der Gesamt­bevölkerung ausgemacht. Doch mit dem Aufbau eigener Einrichtungen und einer auf zuletzt 7,6 steigenden Geburtenrate bei zunehmender Säkularisierung und rückgehenden Fertilität der israelischen Gesamt­gesellschaft wachse ihr Einfluss rapide. Heute gehörten knapp 14 % der israelischen Juden den Ultraorthodoxen an - aber schon mehr als ein Drittel der jüdischen Grund­schüler. Längst setzten sie ihre Interessen mit eigenen Parteien durch, beteiligten sich am Siedlungsbau in palästinensischen Gebieten und drängten Andersdenkende aus zunehmend orthodox geprägten Stadtteilen. Und auch in der Diaspora schrumpften "moderate" (liberale und konservative) jüdische Gemeinden u. a. durch Säkularisierung, Kinder­mangel und Mischehen, wogegen die Orthodoxen massiv wüchsen. Um die Mitte des 21. Jahrhunderts werde das Judentum in Israel und weiten Teilen der Welt mehrheitlich orthodox und ultraorthodox geprägt sein.[11]

Theorie des Thomas Robert Malthus

Die Theorie von Thomas Robert Malthus[wp] besagt, dass das demographische Wachstum unaufhaltsam und unerträglich zu werden droht, dass die Sterblichkeit dramatisch zunehmen und es unmöglich sein werde, den Nahrungsbedarf zu decken oder gar zu befriedigen. Inwieweit hat sich dieses Szenario in Indien seit der 1947 erlangten Unabhängigkeit bestätigt, oder inwieweit wurde es entkräftet? Malthus formulierte "Grundgesetze unserer Natur", wie er sie nannte, und leitete 1798 daraus sein Prinzip ab und schrieb: "Ich behaupte, dass die Vermehrungskraft der Bevölkerung unbegrenzt größer ist als die Kraft der Erde, Unterhalts­mittel für den Menschen hervor­zubringen". [12] Demnach müsse die Menschheit ihr demographisches Wachstum den unweigerlich limitierten Unterhalts­mitteln anpassen.[13]

Deutschland

Zitate

Renate Schmidt
Die Frage, ob die Deutschen aussterben, ist mir verhältnismäßig wurscht."[14]
Eva Herman
Wir [Deutschen] sterben aus. Wir kriegen doch die demographische Kurve gar nicht mehr.
Johann Baptist Kerner (als Antwort)
Naja - dann gibt es ein paar mehr Chinesen - also insgesamt, was die Weltbevölkerung angeht, mache ich mir um das Aussterben [der Deutschen] nicht allzu viele Gedanken.[15]
Hans-Werner Sinn
"Die Babyboomer wollen eine Rente von Kindern, die sie nicht bekommen haben."[16]
Zitat:

«Warum kriegen die Menschen keine Kinder mehr? Die große Frage, die die deutsche Politik mit einem Schulterzucken zu quittieren pflegt, beantwortet Sinn historisch-sozial­psychologisch. Es sei vielleicht kein Wunder, dass Deutschlands Geburtenflaute den anderen Ländern vorauslaufe, schließlich habe Deutschland unter Bismarck[wp] auch als erstes Land 1889 eine staatliche Rentenversicherung eingeführt.

Der Rentenstaat hat ein Lebensmodell möglich gemacht, das zuvor der totalen Erniedrigung gleichkam: Kinderlose, unverheiratete Menschen, vor allem Frauen, waren spätestens im Alter meist auf die Mildtätigkeit ihrer Neffen angewiesen. Wer keine Nachkommen und kein Vermögen hatte, dem drohte im Alter das absolute Elend. Eine Familie zu gründen, war für die meisten Menschen also alternativlos.

Das Alterselend der Kinderlosen wurde nach Bismarck mit jedem Ausbauschritt der Renten­versicherung weniger drohend. Natürlich blieb Kinderlosigkeit zunächst ein Makel. Soziale Prägungen halten lange vor. Aber die Menschen merkten über die Jahrzehnte, dass keine Kinder zu haben dank Rente eine Alternative ist, die zumindest finanziell sehr attraktiv ist. Das Rentensystem suggeriert den Menschen, dass sie eine Rente kriegen, weil sie eingezahlt haben. Und für den einzelnen kinderlosen Beitrags­zahler und Renten­bezieher geht die Rechnung auch auf. Aber in der Summe geht sie nicht auf. Denn die Renten der Kinderlosen werden von Kindern (→ Migranten) erwirtschaftet, zu deren Aufzucht sie selbst keinen Beitrag leisteten.»[16]

Zitat:

«In Deutschland kann die Zahl der Geburten die der Sterbefälle seit Jahrzehnten nicht ausgleichen. Deshalb fehlt es inzwischen an Frauen, die überhaupt Kinder bekommen könnten - und die wenigen Frauen bekommen dann eben auch noch relativ wenige Kinder.»[17]

"Die demographische Krise in zwanzig Jahren ist vorprogrammiert. Sie ist unvermeidlich, [denn] soviel Immigration können wir gar nicht haben."[18]
"Die demographische Krise ist nicht mehr aufzuhalten und die Politik machtlos."[19]

Geburtenrate Gesamtdeutschland

In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war das reale Pro-Kopf-Einkommen in der früheren Bundesrepublik weniger als halb so hoch wie am Ende des 20. Jahrhunderts, aber die Geburtenrate hatte dennoch im statistischen Durchschnitt mit 2,5 Lebend­geborenen pro Frau ein doppelt so hohes Niveau wie heute. In den anderen hochentwickelten Industrieländern verlief die Entwicklung ähnlich. So sank zum Beispiel die Geburtenzahl pro Frau in den USA vom Zeitraum 1960-1965 bis zum Zeitraum 1995-2000 von 3,3 auf 2,1 Lebendgeborene pro Frau, in Japan von 2,0 auf 1,4 und in Westeuropa von 2,7 auf 1,5.[20]

Demographisch-ökonomisches Paradoxon
Je rascher die sozio-ökonomische Entwicklung eines Landes voranschritt und je höher der Lebens­standard stieg, desto niedriger war die Geburtenrate, gemessen durch die Zahl der Lebend­geborenen pro Frau.
Der Grund dafür ist: Je höher das Pro-Kopf-Einkommen, desto stärker wirken sich die "Opportunitätskosten" von Kindern aus und drücken so die Geburtenrate.

Die Geburtenrate beträgt bei der deutschen Bevölkerung zwar wie in Spanien und Italien etwa 1,2 Geburten pro Frau, bei der zugewanderten rund 1,9 und im Durchschnitt, ähnlich wie in anderen Ländern, 1,3 bis 1,4 Geburten.[21]

Die "säkulare Nachwuchs­beschränkung" (Hans Linde) vollzog sich seit über einhundert Jahren parallel zur Industrialisierung: Beim Frauen­jahr­gang 1860 kamen im Durchschnitt fünf Kinder auf eine Frau, beim Jahrgang 1874 vier und bei den 1881 Geborenen drei. Bereits der Jahrgang 1904 hatte nur zwei. Abweichend von diesem Trend stieg die durch­schnittliche Kinderzahl der um 1932 Geborenen auf knapp über zwei an, aber es blieb bei dieser Ausnahme, danach setzte sich die Talfahrt bis zum Jahrgang 1965 auf 1,5 fort. Die hohen Kinderzahlen der um 1932 geborenen Eltern bildeten den "Nachkriegs-Babyboom" mit dem Geburten­maximum von 1964 bei 1,36 Millionen Kindern. Da die Verhaltens­weisen und Wert­vor­stellungen der um 1932 Geborenen teilweise in der Epoche vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs geprägt wurden, muss der Nachkriegs-Babyboom auch als ein Phänomen der Vorkriegsepoche interpretiert werden.[21]

Kinderzahl pro Frau
Jahrgang Anteil der Kinderlosen alle Frauen eines Jahrgangs Teilgruppe mit Kindern
1940 10,6% 1,97 2,17
1945 13,0% 1,78 2,04
1950 15,8% 1,70 2,03
1955 21,9% 1,61 2,07
1960 26,0% 1,57 2,13
1965 32,1% 1,48 2,18
1 Herwig Birg/E.-Jürgen Flöthmann: Entwicklung der Familien­strukturen und ihre Auswirkungen auf die Belastungs- bzw. Transfer­quotienten zwischen den Generationen. Forschungs­bericht im Auftrag der Enquete-Kommission "Demographischer Wandel" des Deutschen Bundestages, IBS-Materialien, Bd. 38, Universität Bielefeld 1996, Tabelle 4, S. 35[22]
Fertilitätsrate (Kinderzahl pro Frau)
Lebendgeborene Deutsche Ausländer
  Westdeutschland 1,3 1,9
  Mitteldeutschland 0,9 1,1
  gesamtdeutsche Tendenz 1,25 1,64
TFR 1998 [22]

Geschätzte Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2050:

Bevölkerungsentwicklung der unter 20-Jährigen [22]
in Mio. 1998 2030 2050
  Deutsche 15,6   8,7 6,0
  Zugewanderte   2,0   3,2 3,7
  Insgesamt 17,6 11,9 9,7
Bevölkerungsentwicklung der Lebendgeborenen [22]
in Tsd. 1998 2030 2050
  Deutsche 685 373 260
  Zugewanderte 100 159 178
  Insgesamt 785 532 438

Die Zahl der Kinder ist in Deutschland seit 2000 um 2,1 Millionen gesunken. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus lebten im Jahr 2010 rund 13,1 Millionen minderjährige Kinder in Deutschlands Haushalten. Vor zehn Jahren lag sie bei 15,2 Millionen. In West­deutschland ist die Zahl der Kinder zwischen 2000 und 2010 um etwa 10 % auf 11,0 Millionen Kinder gesunken, in Ostdeutschland leben im Jahr 2010 knapp 29 % weniger Kinder als zehn Jahre zuvor.[23]

Entwicklung in Mitteldeutschland

In Sachsen nur noch halb so viele Kinder wie 1990

In den vergangenen 20 Jahren hat sich in Sachsen die Zahl der Kinder unter 15 Jahren nahezu halbiert. Lebten Ende 1990 noch 885.462 Kinder im Freistaat, so waren es Ende vergangenen Jahres nur noch 476.168, wie das Statistische Landesamt am Montag in Kamenz mitteilte.

79 Prozent der Kinder wuchsen der Statistik nach bei Paaren auf, von denen mehr als zwei Drittel miteinander verheiratet waren. 21 Prozent der Kinder wurden von ihren allein­erziehenden Müttern oder Vätern betreut. Im März 2010 wurden in 2.734 Kindertageseinrichtungen 252.858 Kinder betreut. Von den ein- bis unter dreijährigen Kindern besuchten 55 Prozent eine Kita, bei den drei- bis unter sechsjährigen Kindern waren es sogar 95 Prozent.

Ende vergangenen Jahres lebten der Statistik zufolge 103.799 unter 15-Jährige in so genannten Bedarfsgemeinschaften, die auf Hartz IV-Leistungen angewiesen waren. Das waren 4.458 Kinder weniger als 2009. Auch der Anteil der betroffenen Kinder wies mit 21,8 Prozent erneut einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (23,3 Prozent) auf. Die Zahl der Scheidungs­kinder sank 2010 um 226 oder 4,5 Prozent auf 4.769, damit waren damit bei 45 Prozent der geschiedenen Ehen auch minderjährige Kinder betroffen.[24]

Zahl der Neu-Azubis in Thüringen erneut gesunken

Die Zahl der Lehrverträge ist in Thüringen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. 2010 sank die Zahl der jungen Menschen, die eine Ausbildung begannen, zum vierten Mal in Folge auf 12.309, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Erfurt mitteilte. Das waren 10,2 Prozent weniger als 2009. Vor zehn Jahren lag die Zahl der Neu-Azubis demnach noch bei etwas über 20.000. Der Trend ist in nahezu allen Branchen rückläufig.[25]

Weltweit

Zitat:

«Die Religion bestimme aber darüber, so Goldman[wp], wie tief die Geburtenraten fallen, ob sie knapp über der Reproduktions­rate von 2,1 bleiben oder weit unter die Reproduktions­rate fallen. Der Ansatz, die Geburtenraten unter­schiedlicher Bevölkerungen mit Unterschieden in deren Religiosität zu erklären, ist nicht neu. Dieser Erklärungs­ansatz, der durchaus plausibel zu sein scheint, stößt aber an empirische Grenzen. Es gibt Phänomene, die sich damit schwer erklären lassen. Zwar sind innerhalb unserer Gesellschaft die Geburten­raten von Kirch­gängern höher als die von Nicht­kirch­gängern oder gar Atheisten. Aber im globalen Vergleich spiegelt sich das nicht wider. Das katholische Polen, Spanien und Italien gehören zu den geburten­schwächsten Ländern der Welt. Nicht einmal auf den Islam ist noch Verlass: Die Geburten­raten im Iran, in der Türkei, in Tunesien, Algerien und anderen muslimischen Staaten sind massiv eingebrochen. [...]

Ein türkischer Sarrazin könnte im Grunde das gleiche Buch nur mit anderem Titel schreiben, "Die Türkei schafft sich ab". Die Differenz in den Geburten­raten zwischen Türken und Kurden in der Türkei ist inzwischen wesentlich größer als die Differenz zwischen den Geburtenraten von Deutschen und Einwanderern in der Bundesrepublik. Pro Frau liegen die Reproduktions­raten der türkischen Bevölkerung in der Türkei bei 1,5 Kindern, die Geburten­rate einer kurdischen Frau liegt im Schnitt bei vier Kindern.»[26]

Problemdiskussion

Zitat:

«Trotz Kita und Krippe sinkt die Zahl der Geburten rapide. Das ist kein Wunder, denn die wahren Gründe hinter der deutschen Geburten­misere werden nicht genannt. Unverdrossen wird an der Mär gestrickt, es bestünde ein positiver Zusammenhang zwischen der Zahl der Kinder und der Zahl der Tagesstättenplätze für Neugeborene. Damit erreicht man nur das Gegenteil. Dann wird man die perfekte Allianz von Berufstätigkeit und Fremdbetreuung so lange beschwören, bis da niemand mehr sein wird, den es zu betreuen gilt.» - Alexander Kissler[wp][27]

Alexander Kissler nennt drei Gründe, die für Geburtenunlust sorgen:

Entwicklung der Weltbevölkerung

Seit Jahrhunderten wird das Thema "Weltbevölkerung" unter dem Schlagwort der Wachstums­beschleunigung diskutiert. Die erste Milliarde wurde um 1805, die zweite um 1926/27 und die dritte 1960 erreicht. Für die vierte, fünfte und sechste Milliarde stehen die Jahre 1974, 1987 und 1999.[21]

Deutschland hat einen Anteil von 1,4 Prozent an der Weltbevölkerung. Selbst wenn Deutschland überhaupt keine Einwohner mehr hätte, läge die Änderung der Welt­bevölkerungs­zahl im Fehlerspielraum der Welt­bevölkerungs­prognosen. Das Verschwinden Deutschlands würde rein numerisch nicht einmal auffallen. Der Bevölkerungs­zuwachs allein in Indien ist in jedem Jahr so groß wie sämtliche Geburten­defizite Deutschlands in vier Jahrzehnten zusammen.[3]

Die Kraft der Exponentialfunktion

Geht man einfachheitshalber davon aus, dass Bevölkerungszahlen bei einer Fertilitätsrate von 2,1 (= durchschnittlich 2,1 Kinder pro Frau) stabil bleiben und nimmt eine Generationen­dauer von 30 Jahren an, dann folgt aus den getroffenen Annahmen, dass sich die Weltbevölkerung seit 2.000 Jahren durchschnittlich mit einer Fertilitätsrate von 2,22 vermehrt hat. Also mit einer Fertilitätsrate etwas größer als bestands­erhaltend. Das wirkt im ersten Moment überraschend, denn 2,22 ist ja gar nicht so viel mehr als 2,1, und trotzdem ist der Effekt gewaltig.[28] Das zeigt die ganze Kraft der Exponential­funktion, die der Bevölkerungs­entwicklung zugrunde liegt und die den Menschen deshalb nicht bewusst wird, weil sie meist nur 2-3 Generationen erleben. Ebenso fatal ist auch eine Fertilitätsrate knapp unterhalb der Bestandserhaltung.

Wenn sich die Erdbevölkerung die nächsten 2.000 Jahre mit einer Fertilitätsrate von 1,67 fortpflanzen würde, dann würde sie bei einer Generationen­dauer von 30 Jahren bis zum Jahr 4000 auf ca. 1.500 Menschen schrumpfen. Noch einmal in Worten und zum Mitschreiben: Eintausendfünfhundert! Würde sich die Weltbevölkerung, wie die Deutschen, sich nur mit einer Fertilitätsrate von ca. 1,4 fortpflanzen, dann verbleiben im Jahr 4000 noch genau Null Menschen übrig. Ausgestorben nennt man das.[28]

Dauerhaft über­bestands­erhaltende Fertilitätsraten führen zu exponentiellem Bevölkerungs­wachstum, nicht­bestands­­erhaltende Werte zu exponentieller Bevölkerungs­schrumpfung, in beiden Fällen also langfristig zur Katastrophe.[28] Gerade wegen dieser gewaltigen Dynamiken ist Bevölkerungspolitik so wichtig, um die Zukunft zu sichern und katastrophale Fehl­ent­wicklungen zu vermeiden.

Einwanderung als neue Art des Kolonialismus

Die meisten Menschen sind einfach schon zu klug, um noch die Bedeutung der simplen Wahrheit erfassen zu können: Für Menschen gibt es keinen Ersatz. Auch die Einwanderer Deutschlands müssen zuerst irgendwo geboren worden sein, bevor sie zuwandern und hier Probleme lösen können.

Dass Deutschland glaubt, seine Zukunft darauf bauen zu können, dass es die von anderen Ländern mit Kosten und Mühen gewonnenen Früchte erntet, darüber gibt es hierzulande nicht die geringste öffentliche Reflexion. Wir sehen uns im Wettbewerb um "die Besten" der anderen Länder und verstehen nicht, dass wir mit unseren Ansprüchen eine neue Art des Kolonialismus betreiben.[21]

Josef Schmid:

Man nähert sich der Geburtenfrage und Immigration nur mit politisch korrekter Verrenkung. Familie wird in veralteter Manier als Konsum­einheit gesehen und nicht als Hervor­bringer der Leistungs­träger von morgen. Die liberale Gesellschaft hat einen Konstruktions­fehler: sie rechnet zwar in ihrem Bildungs­programm für Humankapital und Wirtschafts­leistung fest mit Nachwuchs, überlässt seine Hervor­bringung aber dem Einzelnen, seinen privaten Lebensplänen, seiner Lust und Laune.[29]

Die Trägheit demographischer Prozesse

Der wichtigste und schwerwiegendste Irrtum über die Natur der demographischen Veränderungen ist der Glaube, dass uns ein rascher Wiederanstieg der Geburten­rate auf 1,6, 1,8 oder zwei Kinder pro Frau vor dem Schlimmsten bewahren könnte. Aber es ist dreißig Jahre nach zwölf, heute kann selbst ein Anstieg der Geburten­rate auf die ideale Zahl von zwei Kindern je Frau die Alterung für Jahrzehnte nicht mehr abwenden. Dass es ein demographisches Momentum mit irreversiblen Folgen gibt, ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis der Demographie. Wenn ein demographischer Prozess ein Viertel­jahr­hundert in die falsche Richtung läuft, dauert es ein Dreivierteljahrhundert, um ihn zu stoppen.

Die langen Bremswege in der Demographie sind bekannt, seit die Demographie im achtzehnten Jahrhundert als Wissenschaft begründet wurde. Was Deutschland erwartet, haben Wissenschaftler in unzähligen Artikeln, Büchern und Kongressen seit Jahrzehnten einer des­interessierten Öffentlichkeit mitzuteilen versucht. Die vielzitierte Bringschuld der Wissenschaft wurde von der Politik nicht angenommen, auch die Medien brachten das vorhandene Wissen nicht unter die Leute.[21]


Wer den Trend zumindest so lange umkehren möchte, bis die deutsche Bevölkerung wieder einen Generationen­ersatz aufweist, müssten auf 100 Deutsche statt wie bisher 140 Kinder etwas über 200 Kinder kommen. Das hätte zur Folge, dass die freiwillige Kinder­losigkeit praktisch verschwindet und sich nur bei zehn Prozent der Paare findet, während heute 26 Prozent der 40jährigen Frauen keine Kinder haben. Weiterhin müssten ein Drittel aller Paare zu einem dritten und gelegentlich vierten Kind bereit sein. 15 Prozent sind das heute und es dürften die meisten von ihnen dem außer­europäischen Kulturkreis angehören. Die Bevölkerung in Deutschland wird also nicht mehr schrumpfen, wenn sich die Paare dauerhaft zur Zwei-Kinder-Familie entschließen. Um aus dem Geborenen­defizit des vergangenen Viertel­jahr­hunderts heraus­zu­kommen, braucht es 50 Jahre. Erst dann hätte sich die deutsche Wohn­bevölkerung bei rund 70 Millionen stabilisiert. (...) Würde Deutschland das demographische Stabilisierungs­werk praktisch-politisch umsetzen wollen, würde das nicht nur eine Umleitung von Ressourcen für die jungen Familien und Erziehungseinrichtungen erfordern, es käme vielmehr einer Kulturrevolution gleich. Spätheirat, einst nur beim Bildungs­bürgertum üblich, ist allgemein geworden. Junggesellentum, Kinderlosigkeit, Scheidungs­bereitschaft waren bei der "Bohème" und in Künstler­kreisen nichts Besonderes. Nun haben sich die einzelnen "Spielarten" der Partnerschaft über die ganze Gesellschaft verteilt und bringen dorthin den Wechsel, wo Dauerhaftigkeit verlangt wäre wie in der Kindererziehung.

Es wird häufig der Fehler begangen, dieses Auseinander­streben der Lebensform als individuelles Lustverhalten, als Hedonismus zu deuten. Es zeigen sich darin die Zwänge der gegenwärtigen flexiblen Arbeits­formen und unsteten Arbeits­markt­chancen, die wahr­genommen werden müssen. Zudem ist das weibliche Geschlecht in allen Bildungs­stufen vertreten und muss einiges daransetzen, dass sich die Bildungs­investitionen in entsprechenden Berufs­positionen amortisieren. Das steckt vielfach hinter der Floskel vom "eigen­ständigen weiblichen Lebens­zu­sammen­hang". Er wird gerne als Ergebnis von Freiheit serviert, dabei stecken Etablierungs­zwänge in einem schwierigen Arbeitsmarkt und die allmähliche Trennung des Frauenlebens von der traditionellen Witwen­pension dahinter.

Es ist durchaus offen, ob diese Entwicklung des Arbeitsbereichs und die zunehmende Finanznot der sozialen Sicherungs­systeme zu einem weiteren Hinaus­schieben oder Vereiteln der Familien­bildung führen wird oder ob angesichts der neuen Knappheiten und Zwänge zur Selbstsorge die Familie wieder zur Einrichtung wird, die lebens­erleichternd wirkt und persönliche Investition lohnt.[30]

Selbsthass: Nie wieder Deutschland!

Der deutsche Selbsthass hat in den letzten Jahrzehnten eine Diskussion über dieses Problem verhindert, weil, wer es aufgriff, sofort beschuldigt wurde, klassische Bevölkerungs­politik zu betreiben. Wir müssen nun erkennen, dass der Autonomen-Satz "Nie wieder Deutschland!" auf unheimliche Weise vollstreckt werden könnte. "Von Kindern profitieren in unserer Gesellschaft nur die, die sie nicht haben." Und damit ist ein Prinzip unseres politischen Diskurses benannt.[31]

Feminismus: Nie wieder Kinder!

Gerade wegen dieser gewaltigen Dynamiken ist Bevölkerungs­politik so wichtig, um die Zukunft zu sichern und katastrophale Fehl­ent­wicklungen zu vermeiden. In der Politik wagt aber niemand, von Frauen bei allen Forderungen nach Frauenquoten und anderen Privilegien auch zwei Kinder als Gegenleistung einzufordern.

Simone de Beauvoir schrieb in ihrem Werk "Das andere Geschlecht", die Frau würde die Schwangerschaft gleichzeitig als eine Bereicherung und als eine Verstümmelung erleben. Der Foetus sei ein Teil ihres Körpers und auch wieder ein Parasit, der auf ihre Kosten lebe.[32] "Dieser Embryo, der in ihr haust, ist ja nichts wie Fleisch."[33] Und: "Tag für Tag wird sich ein Polyp, der aus ihrem Körper geboren und ihrem Körper fremd ist, in ihr mästen."[34] Umso heftiger fiel der Kampf für das "Recht auf Abtreibung" aus, also die Freiheit der Frau, diesen "Parasiten", den "Poypen", den "Fleischklumpen" jederzeit "wegmachen" zu lassen.

Angesichts dieser Beschreibungen ist jeder europäische heterosexuelle Mann ein Unhold, der es wagen würde, von einer europäischen Frau Schwangerschaft und Kinder einzufordern. Gleichzeitig scheint es aber für europäische Feministinnen kein Problem darzustellen, die Re­produktions­arbeit via Migration an Frauen in Afrika, Asien und Latein­amerika zu delegieren. (Siehe Abschnitt Einwanderung als neue Art des Kolonialismus.)


Demografen wie Herwig Birg menetekeln seit Langem, dass die derzeitige Situation in ihren Auswirkungen auf die Bevölkerung "schlimmer als der Dreißig­jährige Krieg" sein werde:

"Nichtgeborene können selbst bei der besten Familienpolitik keine Kinder haben."

Und wo unfruchtbare Gesellschaften Räume frei machen, drängen fruchtbare nach; es wird faszinierend sein zu beobachten, wie europäische Schwulen, Lesben und Feministinnen zum Selbst­behauptungs­kampf gegen die muslimischen Machos antreten.[35]

Oswald Spengler hat diesen Prozess vor hundert Jahren prophezeit:

"Aus der Tatsache, daß das Dasein immer wurzelloser wird, geht endlich jene Erscheinung hervor, die im stillen längst vorbereitet war und jetzt plötzlich in das helle Licht der Geschichte rückt, um dem ganzen Schauspiel ein Ende zu bereiten: die Un­frucht­bar­keit des zivilisierten Menschen. Dieser letzte Mensch der Weltstädte will nicht mehr leben, wohl als einzelner, aber nicht als Typus. Die Fortdauer des verwandten Blutes innerhalb der sichtbaren Welt wird nicht mehr als Pflicht dieses Blutes, das Los, der Letzte zu sein, nicht mehr als Verhängnis empfunden."[35]

Dergleichen nennt man Dekadenz[wp]. Da sie von Egalitaristen verwaltet wird, ist diese Dekadenz, anders als im alten Rom oder im Spät­ab­solutismus, ohne Glanz.

Demographische Implosion

  1. Die Bevölkerungs­abnahme zeigt eine Beschleunigung im Verlauf des Prognose­zeitraums und damit den untrüglichen Hinweis auf eine demographische Implosion: Geburten­rück­gang ist zugleich Rückgang der Mütterbasis der kommenden Generation. Folgt diese nun dem gleichen "generativen Verhalten" mit 1,3 oder 1,4 Kindern, die eine weitere Eltern­generation nur noch zu zwei Dritteln ersetzen, dann ist das Schwinden des angestammten Staatsvolks zwar für den einzelnen nicht zu erleben, aber berechenbare Tatsache.
  2. Die fortgesetzte Bevölkerungs­abnahme aufgrund fehlenden Nachwuchses von einem Drittel unter Ersatzniveau entwickelt eine Sogwirkung abwärts, die auch mit einem noch höheren Zuwanderungs­saldo von etwa 300.000 nicht aufzuhalten wäre. Sodann bleibt festzuhalten:
a) Zuwanderer können nur integrierbare und mindestqualifizierte jüngere Menschen sein und das würde aber bedeuten, dass sie sich auch hinsichtlich der Kinder­zahlen dem Aufnahme­land anpassen werden und als erwachsene "Quer­ein­steiger" nach gut 30 Jahren schon ins Renten­alter eintreten.
b) Eine Zuwanderung, welche die demographische Implosion und zusätzlich den Alterungs­prozess auszugleichen imstande wäre, würde ein Ausmaß erreichen, das jenseits aller Vorstellungs­kraft liegt. Von 3,5 Millionen Menschen jährlich ist in einer Zielprojektion der Vereinten Nationen vom Frühjahr dieses Jahres die Rede. Nachdem solche Menschen­massen kaum auf den Weg nach Mitteleuropa gebracht und auch nur aus kulturfernen Räumen Zentral­asiens und Afrikas abgezogen werden könnten, ist diese Projektion eher ein Anschauungs­unter­richt über den Ernst der Lage und der Tatsache, dass gegen die Tendenzen demographischer Implosion in Mittel- und Süd­europa (...) noch kein Rezept gefunden wurde.

Deutschland befindet sich also in einem demographischen Dilemma, wofür es bis heute keine Steuerungs­ziele, geschweige denn Steuerungs­instrumente besitzt. Das Geburtenniveau wird mit Zeitgeist, modernem Lebens­zu­schnitt und Plazierungs­zwängen in neuen Ökonomien und Arbeits­märkten begründet, die eine stabile Zweier­beziehung mit zwei Kindern im Durchschnitt der Bevölkerung geradezu verunmöglichen.

Einwanderung ist nur sozial- und kulturverträglich denkbar, - und wird unter der Vorgabe einer Ein­wanderungs­gesetz­gebung nur Arbeits­markt­lücken schließen können. Sie wäre als quantitative Füllmenge von Einbuchtungen der Alterspyramide politisch nicht durchzusetzen, wirtschafts­politisch fragwürdig und integrations­politisch sogar gefährlich.

Ein langfristig sinnvolles Ziel wäre die Stabilisierung der aktiven Bevölkerung zwischen 20 und 60, des "Erwerbs­potentials". Dies würde jedoch eine jährliche Zuwanderung von ca. 400.000 jüngeren, leistungsbereiten Menschen erfordern, die im Weltmaßstab beschafft werden müssten. Nachdem die Sozialkosten der Einwanderung sehr hoch sind, drängt sich die Überlegung auf, ob nicht wenigstens die Hälfte dieses Menschen­mangels über geburten­fördernde Familienpolitik zu beheben wäre. Damit verbindet sich zwar - gegenüber einem raschen Menschen­import - eine Zeit­verzögerung, doch dürften enorme Einwanderungs­kosten ohne gleichzeitige Familien­förderung im Lande sozial- und innen­politisch kaum zu legitimieren sein.[36]

Kinderzahl und Berufstätigkeit der Eltern

Kinder und Anzahl erwerbstätiger Eltern 2000 und 2010

Der Rückgang der Kinderzahl betrifft nicht alle gesellschaftlichen Schichten in gleicher Weise. Während die Anzahl der Kinder, die mit zwei erwerbs­tätigen Elternteilen aufwachsen bzw. bei denen mindestens ein Elternteil (in der Regel ihr Vater) einer geregelten Arbeit nachgeht, im Vergleich der beiden Jahre zurückgeht, ist die Anzahl der Kinder, die mit nicht-erwerbs­tätigen Eltern konfrontiert sind, gestiegen. In Zahlen: 7.878.000 minder­jährigen Kindern mit zwei erwerbs­tätigen Eltern im Jahre 2000 stehen 6.871.000 minder­jährige Kinder mit zwei erwerbs­tätigen Eltern im Jahre 2010 gegenüber, 5.721.000 minder­jährigen Kinder, die in 2000 mit mindestens einem Elternteil, das einer Arbeit nachgegangen ist, konfrontiert waren, stehen 4.110.000 minderjährige Kinder mit einem erwerbs­tätigen Elternteil im Jahre 2010 gegenüber. Dagegen ist die Anzahl der Kinder, die mit keinem arbeitenden Elternteil konfrontiert sind, von 1.593.000 im Jahre 2000 auf 2.088.000 im Jahre 2010 gestiegen.

Veränderung des Kinderanteils in Abhängigkeit von der Erwerbssituation - Vergleich 2000 mit 2010

Eltern, die keiner Erwerbs­tätigkeit nachgehen, aber Kinder in die Welt setzen, haben im Vergleich der beiden Jahre 2000 und 2010 um 31 % zugenommen. Die Kausalität zeigt sich daran, dass die Steigerungsrate bei nicht-erwerbs­tätigen Eltern von Kindern, die das dritte Lebensjahr noch nicht erreicht haben, mit 33,7 % höher ist als die entsprechende Steigerungsrate für nicht-erwerbstätige Eltern mit minder­jährigen Kindern. Die Anzahl von Kindern mit nicht-erwerbs­tätigen Eltern nimmt als zu. Zudem ist die Arbeits­losen­quote der beiden Jahre 2000 und 2010 wie ein Blick in die Daten der OECD zeigt, nahezu unverändert geblieben (7,4 % in 2000, 7,6 % in 2010), so dass auch die Annahme, die Anzahl der Eltern die (beide) bei Geburt eines Kindes arbeitslos werden, sei zwischen 2000 und 2010 gestiegen, einer empirischen Basis entbehrt.

Nicht-Erwerbstätige haben in Deutschland einen Anreiz, Kinder in die Welt zu setzen. Dies scheint auch die Tatsache zu belegen, dass der Anteil derjenigen Eltern, deren Haupt­ein­kommen aus staatlichen Transferleistungen besteht, ein Wachstum von 24 % (bei minder­jährigen Kindern) bzw. von 30 % (bei Kindern unter 3 Jahren) aufweist.

Die Daten des Statistischen Bundesamts legen den Schluss nahe, dass auf der gesamt-gesellschaftlichen Ebene, der Versuch, die Bevölkerung durch staatliche Alimentierung zur erhöhten Nachwuchs­produktion anzuhalten, gescheitert ist. Für Bevölkerungs­gruppen, die sich Kinder ausschließlich aufgrund staatlicher Transferleistungen leisten können, stellen die staatliche Transfer­leistungen wegen Kinderbesitz einen Einkommens­zu­gewinn dar.[37]

Angst vorm Volk

Einen Hinweis auf mögliche Ursachen für Familienpolitik liefert Gérard Bökenkamp:

Zitat:

«Bevölkerungswachstum ohne Wirtschafts­wachstum legt die Lunte an die Stabilität jedes Regimes. Revolutionen werden von jungen Leuten losgetreten. Je mehr junge, unbeschäftigte, arme und frustrierte Leute es gibt, desto größer ist die politische Detonation, wenn der Sprengsatz explodiert. Deshalb haben die Nachfolger Maos in China auf die Ein-Kind-Politik und die Liberalisierung der Wirtschaft gesetzt und die Machthaber im Iran taten es auch - denn sie wollten nicht enden wie der gestürzte Schah vor ihnen. Vom Ende der 1980er Jahre an propagierten sie, dass Verhütung und Geburten­planung mit dem Islam vereinbar sei, und nach der Jahr­tausend­wende begannen sie mit der Reprivatisierung der Wirtschaft. Die Geburten­rate im Iran liegt heute mit 1,7 unter der der USA, Tendenz weiter fallend.» - Gérard Bökenkamp[38]

Es ist die Angst der Regierenden vor dem eigenen Volk.

Alternativthese zur frühneuzeitlichen Hexenverfolgung

Zitat:

«Popularität einer These

Wenn die Rede von den Opfern der Hexen­verfolgung geht, so trifft man in der Öffentlichkeit am häufigsten die Vorstellung an, es seien die 'weisen Frauen' gewesen, die aufgrund geheimnisvoller Fähigkeiten verfolgt worden seien. Eine bis in das 19. Jahrhundert zurück reichende Tradition ähnlich mystischer Deutungen erfuhr in Deutschland durch das erstmals 1979 erschienene Buch 'Die Vernichtung der weisen Frauen' von Gunnar Heinsohn und Otto Steiger[wp] neue Aktualität. Obwohl die neuere Hexen­prozess­forschung die Thesen des Buches längst als ahistorisch und seine Methodik als unwissenschaftlich widerlegt hat, ist das darin vermittelte Bild in der Öffentlichkeit noch immer vorherrschend.

Von der Bevölkerungs- und Wirtschafts­wissenschaft herkommend, präsentierten die Autoren eine Theorie, welche davon ausgeht, dass kirchliche und weltliche Grund- und Landes­herren' im Übergang vom späten Mittelalter zur frühen Neuzeit in Zentral­europa eine bevölkerungs­politische Strategie verfolgt hätten. Ihr Ziel: die durch die Pestzüge des 14. und 15. Jahrhunderts entvölkerten Gebiete möglichst schnell wieder mit Menschen zu füllen. Als Haupt­hindernis dazu habe man jedoch die Kenntnis empfängnis­verhütender Mittel bei den als Hebammen tätigen 'weisen Frauen' angesehen. Deswegen - und nur deswegen - seien sie als Hexen verfolgt worden.»[39][40]

Unabhängig davon, ob sich diese These erhärten lässt oder nicht, ist auch der Gedanke in Erwägung zu ziehen, ob die heutigen "Landes­herren" mit Feminismus, Genderismus und Schwulen­Förderung (Frühsexualisierung, Homo-Ehe) nicht auch eine 'bevölkerungs­politische Strategie verfolgen.

Zitate

  • "Ich für meinen Teil finde es interessant, dass dieselben Leute, die in den sechziger und siebziger Jahren die traditionellen Familien­strukturen in westlichen Ländern aufbrachen, die Menschen vor den Gefahren der Über­bevölkerung warnten und den Leuten erzählten, sie sollen ihre Geburten­raten verringern, ein paar Jahre später daherkommen und sagen, dass wir Millionen von Einwanderern importieren müssen, weil wir so geringe Geburtenraten haben." - Fjordman[41]
  • "Einer der gesicherten Erkenntnisse aus der Migrations­forschung zufolge pflegt sich auch die Kinderzahl den in der Umgebung vorherrschenden Verhältnissen anzupassen, nicht zuletzt dem nach dem herrschenden Niveau von Bildung und sozialer Absicherung." - Mathias Rohe[42]
  • "Ich sehe, dass unsere Gesellschaft - die deutsche, die europäische, die westliche - ihrem Verfall entgegentreibt - wie einst das römische Reich oder andere Kulturen. Ob sich das aufhalten und gar umkehren lässt, weiß ich nicht. Unser gesellschaftlicher Verfall zeigt sich unter anderem im Rückgang der deutschen Bevölkerung, in der Auflösung der Familie, im Niedergang des Bildungswesens, auch in der sexuellen Verwahrlosung. Der Anthropologe J.D.Unwin kommt in der Untersuchung 'Sex and Culture' zu dem Schluss: 'Wenn eine Gesellschaft drei Generationen lang völlige sexuelle Freiheit gewährt, dann sinkt sie auf das unterste Niveau.' [43][44] Nötig ist eine geistige Umorientierung. Nötig sind mehr Freiheit und Selbstverantwortung für uns Bürger. Wer nicht mehr frei genug ist, haut dorthin ab, wo er sich freier fühlt. Für die junge Generation muss Deutschland attraktiv genug bleiben, vor allem für deren Elite. Für zu viele ist es das nicht mehr." - Dr. Klaus Peter Krause[45]
  • "Die demographische Krise ist nicht mehr aufzuhalten und die Politik machtlos." [46]

Einzelnachweise

  1. Wir brauchen Demografie-Lehrstühle - Interview mit Prof. Tilman Mayer, Die Freie Welt am 21. März 2012
  2. Demografie-Spezial: Jede hat einen guten Grund, Die Zeit am 9. Juni 2008
  3. 3,0 3,1 Herwig Birg: Demographie: Unser Verschwinden würde gar nicht auffallen, 28. Juni 2006 (Vierzehn Richtigstellungen von dreizehn Legenden über die demographische Entwicklung Deutschlands.) (PDF[ext])
  4. Michael Blume: Der reproduktive Vorteil von Religion(en) - Die Datenquellen, 8. Juli 2007
  5. Michael Blume: Religion und Demografie, 5. Mai 2009
  6. Michael Blume: Werden Deutschland, Europa islamisch? Haben Muslime grundsätzlich mehr Kinder?, 4. Januar 2010
  7. Michael Blume: Die (kluge?) Gretchenfrage, 7. Januar 2007
  8. Zahlenmaterial: Pdf-icon-extern.png Eidgenössische Volkszählung 2000 - Religionslandschaft in der Schweiz[ext] - Bundesamt für Statistik, 2004 (132 Seiten)
  9. Aufgearbeitet in: Pdf-icon-extern.png Evolutionsgeschichte der Religion - Glauben stärkt Kooperation und Reproduktion[ext] - Michael Blume, in: Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte Bd. 29, 2008 (S. 30)
  10. 10,0 10,1 Michael Blume: USA-Studie zu Religionen und Reproduktionserfolg, 1. Juni 2010
  11. Demografie, Religion und Fundamentalismus. Shall the Religious inherit the Earth? von Eric Kaufmann, 4. April 2010
  12. Thomas Robert Malthus: Das Bevölkerungsgesetz, 1798
  13. Gerard-Francois Dumont: Indiens Demographie oder wie Malthus widerlegt wird, iDAF am 14. Oktober 2015
  14. Renate Schmidt am 14. März 1987 im Bayerischen Rundfunk
  15. Youtube-logo.png Der Eklat bei Johannes B. Kerner - Youtube-logo.png "Johannes B. Kerner und Eva Herman", Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6 (9. Oktober 2007)
  16. 16,0 16,1 Ferdinand Knauß: Demografie: Deutschland riskiert die Bevölkerungskatastrophe, Wirtschaftswoche am 23. Juni 2014
  17. Überraschende Statistik: Plötzlich haben wir die niedrigste Geburtenrate der Welt, Spiegel Online am 1. Juni 2015 (Die Bruttogeburtenziffer setzt die Anzahl der Geburten in einem Jahr zur durchschnittlichen Bevölkerung im selben Jahr ins Verhältnis: 8,28 Geburten pro 1000 Einwohner für 2009-2013)
  18. Youtube-logo.png Staatsverschuldung und Generationengerechtigkeit - 63. ifo Jahresversammlung, Prof. Hans-Werner Sinn (28. Juni 2012) (Länge: ab 29:55 Min., siehe auch 10:55-16:20 Min.) (ifo Mediathek)
  19. Ifo-Chef Sinn: "Der Wohlstand einer ganzen Generation ist bedroht", Focus am 17. Juli 2013
  20. Herwig Birg: Ergebnisse international vergleichender Forschung, Informationen zur politischen Bildung (Heft 282)
  21. 21,0 21,1 21,2 21,3 21,4 Herwig Birg: Grundkurs Demographie in 10 Lektionen
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 Pdf-icon-extern.png Auswirkungen und Kosten der Zuwanderung nach Deutschland[ext] - Herwig Birg, Dezember 2001 (56 Seiten)
  23. Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 285 vom 03.08.2011
  24. In Sachsen nur noch halb so viele Kinder wie 1990, dapd am 19. September 2011
  25. Zahl der Neu-Azubis erneut gesunken, dapd am 20. September 2011
  26. Gérard Bökenkamp: Rezension: Theopolitik und Geburtenrückgang, ef-magazin am 5. Mai 2014
  27. 27,0 27,1 Alexander Kissler[wp]: Kisslers Konter: Die wahren Gründe für den deutschen Geburtenrückgang, FOCUS-Online am 27. Dezember 2012
  28. 28,0 28,1 28,2 Peter Mersch: Bevölkerungsplanung. Warum die Menschheit sie braucht., 7. Juli 2011
  29. Josef Schmid: Die Jugendlücke bleibt: Anmerkungen zur Demografie in Deutschland, Deutschlandradio Kultur am 31. August 2011
  30. Josef Schmid: Pdf-icon-extern.png Das demographische Dilemma Deutschlands[ext] - In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Mai 2000
  31. Frank Schirrmacher: Grundkurs für Staatsbürger: Dreißig Jahre nach zwölf, FAZ am 28. April 2005 (Handeln Sie bitte vorsichtig! Davon hat man in der Bundesregierung offenbar noch nie etwas gehört. Ein "Grundkurs Demographie" - der "Siebte Sinn" für die alternde Gesellschaft - erklärt, wie wir die Zukunft verspielt haben.)
  32. Le Deuxième Sexe/Das andere Geschlecht. Zweites Buch, Zweiter Teil, VI. Mutterschaft., S. 482
  33. Le Deuxième Sexe/Das andere Geschlecht. Zweites Buch, Zweiter Teil, VI. Mutterschaft., S. 483
  34. Le Deuxième Sexe/Das andere Geschlecht. Zweites Buch, Zweiter Teil, VI. Mutterschaft., S. 484
  35. 35,0 35,1 Zitiert von Michael Klononsky: Ein Nagel im Sarg des westlichen Menschen. Was Gender und Gender-Mainstreaming mit Dekadenz zu tun haben., Focus, Heft 52/2010, S. 64-66
  36. Josef Schmid: Pdf-icon-extern.png Die demographische Lage Deutschlands - Gegenwart und vorhersehbare Zukunft[ext] - In: Wirtschaftsdienst (Zeitschrift für Wirtschaftspolitik), Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA), 80. Jahrg., September 2000 (S. 523-526)
  37. Ein Dokument vollständig gescheiterter Politik, Scienefiles am 4. August 2011
  38. Gérard Bökenkamp: Das fundamentalistische Dilemma, Liberales Institut am 6. August 2013
  39. Bahaar Yaldar: GenderGaga: Ausdruck der derzeitigen Bevölkerungs­politik des feministischen Regimes, 12. Juli 2015, 12:25 Uhr
  40. Walter Rummel: "Weise Frauen" als Opfer der früh­neu­zeitlichen Hexenverfolgungen?, In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, Hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller u. Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net
  41. Fjordman: Der Aufstieg der Glossokratie, 29. Januar 2007
    The Rise of Glossocracy; Original vom 29. Januar 2007 in Gates of Vienna
  42. Mathias Rohe: Der Islam - Alltagskonflikte und Lösungen, Herder 2001, ISBN 3-451-04942-2, S. 70
  43. ' Sex and Culture' by J.D. Unwin, 20. Februar 2008
  44. British anthropologist Joseph Daniel Unwin, whose 1934 book, Sex and Culture, chronicled the historical decline of numerous cultures
  45. Dr. Klaus Peter Krause: Abgerutscht: Mit Deutschlands wirtschaftlicher Freiheit geht's bergab, Freie Welt-Blog am 27. September 2012; Geistige Umorientierung und wirtschaftliche Freiheit, 19. März 2008
  46. Ifo-Chef Sinn: "Der Wohlstand einer ganzen Generation ist bedroht", Focus am 17. Juli 2013

Querverweise

Netzverweise

  • Wikipedia führt einen Artikel über Demografie
  • Wikipedia: List of countries by birth rate (Die zehn geburtenstärksten afrikanischen Länder liegen zwischen 40 und 50 Geburten pro 1000 Einwohner. Der Weltdurchschnitt liegt etwa bei 20. Deutschland liegt mit 8,25 auf dem drittletzten Platz, wobei Japan und die Stadtstaaten Monaco, Singapore, Hong Kong und Macau auf ähnlichem Niveau liegen.)
  • Post Collapse:
    1. Demografie und Überalterung, 17. September 2014 (In Deutschland hat vor ungefähr 40 Jahren ein langsamer Geburtenrückgang begonnen und heute liegt die durch­schnittliche Geburtenrate bei 1.38 Kind(ern) pro Frau. [...] Der Hauptgrund wieso die Politik alle paar Jahre vom Kinder­mangel redet ist nicht etwa Sorge um die Existenz des deutschen Volkes, sondern Sorge um die Gefährdung des Um­verteilungs­system und die Befürchtung, dass zu ihrer aktiven Zeit das Schneeballsystem[wp] aus Renten- und Kranken­versicherung frühzeitig kollabiert, da sich keine neuen Dummen finden lassen, die darin zwangsweise und bestenfalls in gutem Glauben einzahlen werden. Nicht die Existenz des Stammes, nicht das Wohlwollen um glückliche Familien ist die Sorge, sondern das Umverteilungs­system. Daran krankt übrigens jede sozialistische Gesellschaft in Europa. Dadurch, dass der Sozialstaat sich um einen kümmert, gibt es keinen Grund mehr Kinder zu kriegen.)
    2. Demografie Teil 2, 5. Dezember 2014 (Überall in Europa gehen die Geburtenzahlen zurück auf einen Level unter dem minimalen Reproduktions­bedarf, nur um die Gesellschaften generationsweise zu ersetzen. In diese Zahlen des Durchschnitts fließen Unter­teilungen in ethnische Gruppen mit ein, die durch die Zahlen der Weltbank alleine nicht erkennbar sind und im Detail betrachtet werden müssen. So hat die Türkei mit einer Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau unterteilt in ihre ethnischen Gruppen nur 1,5 Kinder pro türkischer Frau, dafür 4,1 Kinder pro kurdischer Frau. Dasselbe Bild im Iran mit 1,9 Kind pro Frau, wo die ethnischen Perser aber nur 1,5 Kind pro Frau kriegen. In Deutschland hat die biodeutsche Frau um die 1,36 Kind, der Rest der 1,4 wird von ethnischen Minderheiten ausgemacht, die sich innerhalb von einer Generation aber schnell anpassen. Die türkische Frau bekommt in Deutschland 2,6 (2,1!) Kinder, Tendenz fallend. In Frankreich kriegen die französischen Frauen selbst 1,6 Kinder, hier bringen es die Vermehrungen der zugewanderten Frauen dann auf den Landes­durchschnitt von 2,0. Die islamische Welt hat ebenso überall Probleme mit dem Wegbrechen der Geburtenzahlen und den letzten geburten­reichen Jahrgängen, als diese Gesellschaften sich gerade im Umbruch befanden und die Kinder­sterblichkeit rapide gesunken ist. Dadurch entstand in vielen dieser Länder eine Jugendblase aus der in letzter Zeit die Revolutionen des "arabischen Frühlings" rekrutieren. Schon mal gefragt wieso diese Flüchtlings­horden die nach Europa wollen zu 99 % aus jungen Männern bestehen? Die will Zuhause niemand, wo es keinen Platz für sie gibt, darum wollen sie hier kolonisieren. Die letzte Festung des Westens ist Nordamerika. Auch wenn die Geburtenraten dort zurückgehen und in den USA gerade bei 1,9 Kind pro Frau sind, so kriegen die USA und Kanada die Talente aus der ganzen Welt. Diese Länder locken diese Leute an und jedes Jahr verlassen auch zwischen 11.000 und 12.000 Deutsche die Bundesrepublik, um in die USA zu gehen, die dort produktiv sind und es auch sein müssen. Deutschland dagegen lockt weiterhin die falschen Leute an.) (Ein Sozialstaat wie der deutsche saugt den Menschen dazu den Lebens­willen aus und für einen Mann gibt es keine Motive mehr Kinder zu bekommen, einen Stamm zu gründen, wenn der Staat sie für die Beschulung beschlagnahmt und sie ansonsten nur von der Mutter beeinflusst werden, was die Gesellschaft um einen herum als Status Quo empfindet.) (Was aber nicht passieren wird, ist, dass sie das sozialstaatliche System für gescheitert erklären, die Verantwortlichen hinrichten, damit ein Statement setzen und nach dem Biss in den sauren Apfel den Neustart mit einer schlankeren Gesellschaft versuchen. Die Deutschen haben die Regierungen, die sie verdienen, der Rest wandert aus.[ext])
    3. Demografie 3 - Konflikt, 11. Dezember 2014 (Die Verfügbarkeit von Menschenmaterial und die Bereitschaft von Zivilisationen zu Konflikten)
    4. Demografie: Genozid, 4. Januar 2015 (Dass es in Kriegen unbeteiligte Zivilisten gibt, stimmt so nicht. Jeder Mensch, der unter dem Einfluß eines der Akteure steht, wird zum Ziel eines anderen. Egal ob er in einer Rüstungs­fabrik arbeitet, Uniformen näht, durch Steuer­zahlungen unterstützt, für Rüstungs­arbeiter Essen kocht, ihre Kinder unterrichtet oder dazu heranwächst, selbst ein Kämpfer zu werden. Jedes Mitglied eines anderen Stammes erhöht dessen Einfluß, vergrößert dessen Basis, aus dem die eigentlichen Kämpfer ihre materielle und moralische Unter­stützung beziehen.)
    5. Demografie: Raubmord, 22. Februar 2015 (Hedonismus und Gier: Demokratien sind, im Gegensatz zur heute verbreiteten Meinung, durchaus fähig zum Völkermord[wp] und auch dazu andere Demokratien anzugreifen. Die Stimm­abgabe zusammen mit vielen anderen ist hierbei soetwas wie die Platzpatrone beim Erschießungs­kommando. Man hat ja mitgemacht, aber irgendwie nicht so richtig. Dadurch befreit man sich von eigener Schuld und es ist leichter überhaupt erst mitzumachen.) (Lebensraum: Der Drang nach Osten der deutschen Stämme als systematisches Vorgehen.)
    6. Demografie: Migration, 23. Dezember 2016 (Migrationswaffe) (Land gehört dem, der es erobern und halten kann. Menschen erobern Land, nehmen es anderen Menschen weg, um es selbst für sich und ihre Familie nutzen zu können. Die grundlegende Idee der Eroberung ist es, die bisherigen Einwohner, seien sie menschlich oder tierisch, zu vertreiben oder auszurotten und dieses Land nach seinen eigenen Vorstellungen zu formen und zu nutzen. Es ist daher völlig natürlich, dass Menschen einer Gruppe die auf dem Territorium einer anderen siedeln und dort geduldet werden, versuchen werden Mitglieder ihrer eigenen Gruppe nachzuholen und dieses Gebiet nach ihren Vorstellungen zu formen. Es ist daher nur logisch, dass abgesehen von einigen wenigen Individuen, sich die Mehrzahl einer Gruppe die in großer Zahl in den Westen immigriert, nicht an dessen Kultur anpassen, sondern diese mit der eigenen ersetzen wird.) (Kommt eine Gruppe von Menschen in den Kulturraum einer anderen Kultur und bekommt präsentiert wie diese Zivilisation nicht selbstbewusst mit der eigenen Kultur umgeht, dann wird diese zugewanderte Identität sich nicht anpassen und viel eher dazu tendieren, diese andere Kultur als etwas schwaches anzusehen, was unterworfen werden kann.) (Radikalisierung findet eher im Westen statt als in islamischen Heimat­ländern. Ein Einwanderer der seinem islamischen Drecksloch entkommen will ist zu Anfang angestrebt eine Kultur zu adaptieren, die ihm einen besseren Lebens­standard bieten kann und wird, auch durch Druck durch eine Mehrheits­gesellschaft und systematische Diskriminierung bei Zuwider­handlung der Norm, sich assimilieren. Was heute allerdings stattfindet ist, dass diese Einwanderer mit einer Meinungs- oder viel eher Deutungshoheit konfrontiert werden, die von subversiven Elementen innerhalb des Westens besetzt ist und nach der Doktrin der Kritischen Theorie[wp] den Westen und seinen kulturellen Chauvinismus verurteilen wird, was diese Kultur die sich scheinbar dauernt selbst verurteilt und kritisiert nicht nur unattraktiv macht, sondern eine Menge Hass auf sich ziehen wird. Unter subversiven Linken herrscht die Vorstellung, der Westen ist nur so reich und fortschrittlich, weil er die Dritte Welt ausbeutet, was der dummen vor­zivilisatorischen Vorstellung von einem Nullsummenspiel im Ressourcen­wettbewerb entspricht und quasi einer primitiv-tribalistischen Vorstellung, es gäbe wohl irgendwo den magischen Geldbaum und die Weißen aus dem Westen haben den Geldbaum gestohlen. Ein Zuwanderer findet also nicht nur eine Zivilisation vor die ihm von deren eigenen Vertretern (Lehrer, Sozialarbeiter etc.) als verkommen präsentiert wird, sondern gleichzeitig als der Unterdrücker seiner eigenen Zivilisation.)
  • Michael Blume: Ob fowid den Religion-Demografie-Zusammenhang wirklich nicht versteht? Ein Blogbrief an Carsten Frerk, SciLogs am 19. März 2017
  • Michael Blume: Die Islamisierung fällt aus - Anmerkungen zur globalen Religionsdemografie und -soziologie, SciLogs am 17. Mai 2016 (Islamisierung)
  • Pdf-icon-extern.png "Thema: Demographischer Wandel"[ext] - Gerd Habermann
  • Pdf-icon-extern.png "Thema: Demographie und Familie"[ext] - Gerd Habermann
  • Einwanderung, Kinderzahlen, Integration: Fakten versus Träume, iDAF am 18. November 2015
  • Ferdinand Knauß: Demografie: Deutschland riskiert die Bevölkerungskatastrophe, Wirtschaftswoche am 23. Juni 2014
  • Hans-Werner Sinn[wp]: Denkfabrik: Die Diktatur der Alten droht, Wirtschaftswoche am 9. Juni 2014
  • Gérard Bökenkamp: Standardwerk zur Demographie und Familienpolitik, Liberales Institut am 22. Mai 2014
  • Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie:
  • WGvdL-Forum: Russen geht Licht auf: "Demographische Krise: Putin verbietet Werbung für Abtreibungen", Musharraf Naveed Khan am 27. November 2013 - 13:53 Uhr
  • Ferdinand Knauß: Bevölkerung: Der große Demografie-Bluff, Wirtschaftswoche am 9. Januar 2013
  • Bevölkerungsstudie: Was Frauen in Deutschland abhält, Mutter zu werden, Die Welt am 17. Dezember 2012
  • Schwindende Geburtenrate in reichen Gesellschaften: Reichtum senkt Kinderwunsch auf Dauer, Focus am 29. August 2012
  • Gérard Bökenkamp: Säkularisierung der Gesellschaft: Die stille Kulturrevolution, Liberales Institut am 12. Juli 2012 (Jahrhunderte lang war Deutschland geprägt vom konfessionellen Gegensatz. Die Kulturgeschichte Mitteleuropas ist nicht verstehbar, ohne die Konflikte und die Koexistenz zwischen Protestanten und Katholiken. Das Parteiensystem der frühen Bundesrepublik mit der Dominanz der christdemokratischen Parteien baute noch auf dieser Ordnung auf. Doch dann ereignete sich seit den 1960er Jahren eine stille Kulturrevolution. Irgendwann in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts setzte eine Absetzbewegung von den Kirchen ein. Gemessen an den Kämpfen und Auseinandersetzungen der Vergangenheit vollzog sich diese Entwicklung relativ konfliktfrei und geräuschlos. Die alten Gegensätze zwischen Protestanten und Katholiken spielten plötzlich keine Rolle mehr, weil Kirche und Religion insgesamt an Bedeutung verloren. Ursache und Auswirkung dieser Entwicklung ist wissenschaftlich noch nicht völlig geklärt. Aber deutlich wird sie in dieser statistischen Darstellung. Die Wiedervereinigung hatte einen starken Effekt auf die Statistik, ist aber nicht allein und nicht einmal in der Hauptsache für den Anstieg der blauen Linie seit 1990 verantwortlich.)
  • Gérard Bökenkamp: Iranischer Geburtenrückgang, Die Freie Welt am 18. Mai 2012 (Wenn über den Iran geschrieben wird, dann über das iranische Atomprogramm. Fast unbemerkt hat sich währenddessen in der Islamischen Republik eine demographische Revolution ereignet: Der schnellste Geburtenrückgang der Geschichte.
  • Birgit Kelle: Demografische Krise? Über die politische Abschaffung von Ehe und Familie, Kopp Online am 13. November 2011
  • Josef Schmid: Die Jugendlücke bleibt. Anmerkungen zur Demografie in Deutschland., Deutschlandradio am 31. August 2011
  • Michael Klein: Ein Dokument vollständig gescheiterter Politik, Kritische Wissenschaft - critical science am 4. August 2011 (Kinderzahl - Erwerbstätigkeit)
  • Pdf-icon-extern.png "Sackgasse Einwanderung"[ext] - Herwig Birg zur aktuellen Migrationsdebatte, in: Focus vom 30. August 2010 (4 Seiten)
  • Familie und Religion: Wenn Kinder ein Segen sind, Zeit am 16. Februar 2010 (Lebendige Religionsgemeinschaften ermöglichen Familien, Säkularisierung führt in die demografische Sackgasse. Ein Kommentar des Religionswissenschaftlers Michael Blume)
  • Gérard Bökenkamp: Die S-Kurve: Wellen der Bevölkerungsentwicklung (Warum die Geburtenrate global zurückgeht, aber in ferner Zukunft wieder steigen wird), ef-magazin am 14. Juni 2009
  • Pdf-icon-extern.png France: High and stable fertility[ext] - Laurent Toulemon, Ariane Pailhé, Clémentine Rossier, Demographic Research Vol. 19, 1. Juli 2008 (53 Seiten)
  • Demographie: Ist Deutschland noch zu retten?, FAZ am 28. August 2006, S. 32-33 (Wie stellen wir uns der demographischen Herausforderung? Steht das Land vor dem Niedergang oder können wir die Probleme meistern? Der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg und der Publizist Albrecht Müller im Streitgespräch.)
  • Pdf-icon-extern.png Was auf Deutschland zukommt - die zwingende Logik der Demographie[ext] - Herwig Birg, Juni 2006 (19 Seiten)
  • Pdf-icon-extern.png Islam in Deutschland 2030 - Erstellung einer begründeten Prognose[ext] - Michael Blume, Universität Tübingen, 2006
  • Pdf-icon-extern.png Religiosität als demographischer Faktor - Ein unterschätzter Zusammenhang?[ext] - Michael Blume, 2006
  • Spaltung der Gesellschaft durch demographische Entwicklung, Deutschlandradio am 16. März 2005 (Interview mit Herwig Birg, Professor für Demographie an der Universität Bielefeld)
  • Herwig Birg: Spaltung der Gesellschaft durch demographische Entwicklung, Deutschlandradio am 16. März 2005
  • Felix Menzel: Vom Verschwinden des Demos, Junge Freiheit 28/04, 2. Juli 2004 (Bevölkerungspolitik: Wie die demographische Dynamik multi­ethnische Gesellschaften verwandelt)
  • Elisabeth Niejahr: Land ohne Leute: Die vergreiste Republik, Zeit Online am 2. Januar 2003 (Deutschland verliert jährlich 200.000 Einwohner, da mehr Menschen sterben als geboren werden. Es wächst ein demografisches Problem ungeheuren Ausmaßes heran, doch die Politiker ignorieren es.)
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