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Peter Mersch

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Hauptseite » Personen-Portal » Peter Mersch

Die Emanzipation - ein Irrtum! Warum die Angleichung der Geschlechter unsere Gesellschaft restlos ruinieren wird. (2007)
Irrweg Bürgergeld. Eine Kritik aus Sicht gesellschaftlicher Reproduktion. (2007)
Hurra, wir werden Unterschicht! Zur Theorie der gesellschaftlichen Reproduktion. (2007)
Die Familienmanagerin. Kindererziehung und Bevölkerungspolitik in Wissensgesellschaften. (2006)
Land ohne Kinder. Wege aus der demographischen Krise. (2006)

Peter Mersch (* 20. Mai 1949 in Köln) ist ein deutscher Systemanalytiker. Mersch studierte Mathematik und Informatik an der RWTH Aachen. Heute leitet er die Mersch Online AG, zu deren Tätigkeits­feldern IT-Beratung und Zukunfts­forschung gehören. Seine wissen­schaft­lichen Arbeits­schwer­punkte liegen in den Gebieten Evolutions­theorie, sozio­kulturelle Evolution, Demographie, Familien­soziologie und Soziologie. Von ihm stammen die Systemische Evolutions­theorie und das Familien­manager-Konzept.[1]

Positionen

Vergewaltigungsvorwurf

Mersch nennt folgende vier Grundannahmen aller aktuellen Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit einer Vergewaltigung:

  • Alle Männer sind potenzielle Vergewaltiger.
  • Weibliche Tränen lügen nicht. Dies bedeutet auch: Wenn Frauen Vergewaltigungen zur Anzeige bringen, dann verfolgen sie keine anderweitigen Ziele.
  • Männer missbrauchen ihre Macht für Gewalt gegen Frauen. Auch bilden sie gerne Netzwerke, die Frauen an der Erlangung machtvoller Positionen hindern, damit sie weiterhin ungehemmt über Frauen verfügen können.
  • Männer kennen keine Gefühle. Konkret: Wenn ein Mann einer Frau ohne deren Einverständnis an die Brust fasst, dann ist sie für den Rest ihres Lebens traumatisiert, wenn ein Mann hingegen mehrere Jahre für eine nicht von ihm begangene Vergewaltigung unschuldig im Gefängnis sitzt und dadurch Familie, Arbeit und soziale Stellung verliert, dann macht das im Grunde nichts, denn er ist ja nur ein Mann.[2]

Demographie

Nimmt man eine Generationendauer von 30 Jahren an, dann folgt aus den getroffenen Annahmen, dass sich die Weltbevölkerung seit 2000 Jahren durchschnittlich mit einer Fertilitätsrate von 2,22 vermehrt hat, also etwas mehr als bestandserhaltend. Möglicherweise sind Sie jetzt überrascht, denn 2,22 ist ja gar nicht so viel mehr als 2,1, und trotzdem ist der Effekt gewaltig.[3] (Demographie)

Seit der Gleichberechtigung der Geschlechter steht der Erfolg im Leben (...) dem genetischen Überleben im Wege. Die weibliche Emanzipation hat also (...) massive Fehlsteuerungen im gesellschaftlichen Selektionsmechanismus hinterlassen, die auf lange Sicht das Ende unserer Kultur bewirken könnten.[4]

Heute reichen durchschnittlich ca. 2,1 Kinder pro Frau aus, damit sich eine Bevölkerung mengenmäßig erhalten kann. Im 18. Jahrhundert lag diese Zahl noch deutlich über vier. Man kann deshalb durchaus behaupten: Der Rückgang der Sterblichkeit war die Voraussetzung für die Emanzipation der Frauen.[5]

Genderismus

Den Vertreterinnen des Genderfeminismus ist es gelungen, fehlende Bildung - und hier ganz besonders in Biologie, aber auch in anderen Naturwissenschaften - als eine besondere Form der Intellektualität zu feiern.[6]

Scheidung und Vertragsrecht

In Deutschland kann aufgrund der gültigen Scheidungsgesetze (...) durch die Aufhebung des Schuldprinzips sich ein Ehepartner vom anderen ohne jegliche weitere Begründung trennen. Dazu genügt ein einfacher Auszug aus der Wohnung. Sollte der sich trennende Partner die Ehefrau sein, die bislang als "Nur-Hausfrau" gearbeitet hat, dann ist sie mit dem Auszug frei von allen weiteren ehelichen Verpflichtungen. Nicht aber ihr Ehemann: dieser darf bei entsprechendem Einkommen unter Umständen lebenslänglich weiter für seine Familie aufkommen, obwohl ihn möglicherweise keinerlei Schuld trifft. Eventuell hat seine Ehefrau die Ehe beendet, weil sie sich in einen anderen Mann verliebt hat. Das Problem besteht - vereinfacht ausgedrückt - darin, dass die eine Seite einen auf ewig geschlossenen Vertrag kündigen kann, die andere Seite dann aber nicht aus dessen Verpflichtungen entlassen wird. Dies ist im deutschen Vertragsrecht einmalig.[7]

Frauenfußball

Je gleichberechtigter und freier Frauen sind, desto stärker werden sie versuchen, Vorteile aus ihren weiblichen Reizen zu schlagen und diese auch zeigen. Dies gilt für die Disco-Girls auf der Loveparade in gleicher Weise wie für unsere Fußballspielerinnen, die mit ihrer Playboy-Aktion ja letztlich auch nichts anderes als ihr Recht, für eine - im Vergleich zu Männern - geringere fußballerische Leistung dennoch die gleiche Aufmerksamkeit (und ggf. das gleiches Geld) zu verdienen, bekunden wollten.[6] (Frauenfußball)

Individualisierung

Die Individualisierungsthese geht unter anderem von einer zunehmenden gesellschaftlichen Arbeitsteilung[wp] aus. Im Rahmen der weiblichen Individualisierung wird aber seit Jahrzehnten in die umgekehrte Richtung ("Zusammenführung der allerersten menschlichen Arbeitsteilung") argumentiert. Man könnte deshalb auch sagen: Die Vereinbarkeitsthese ("Familien bekommen heute deshalb so wenig Kinder, weil die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch nicht ausreichend gegeben ist, obwohl dies prinzipiell möglich wäre") steht im Widerspruch zur Individualisierungsthese.[8]

Eine gesellschaftsweite Angleichung der Lebensentwürfe beider Geschlechter ist aus biologischen Gründen nicht möglich. Gesellschaften, die die Geschlechter auf diese Weise gleichstellen, würden sich sukzessive vieler ihrer Erfolgsmerkmale entledigen. Empirische Daten scheinen zu belegen, dass dieser Prozeß in den entwickelten Ländern längst stattfindet.[8]

Stimmen

  • Franz-Xaver Kaufmann[wp] über "Die Familienmanagerin": "Das Plädoyer für eine Professionalisierung von Familientätigkeiten hat vieles für sich. Manche werden einwenden, das Familienmanager-Konzept leiste einer Deinstitutionalisierung von Familie weiter Vorschub. Auf jeden Fall spricht der konsequente Vorschlag aber eine bisher kaum bedachte Dimension in der Diskussion um die prekäre Nachwuchssicherung an."[9]
  • Christoph Kramer über "Hurra, wir werden Unterschicht!": "Das Buch bietet einen sehr guten und instruktiven Überblick über die einschlägigen Theorien und Debatten. Mitunter werden Zusammenhänge didaktisch geschickt in Form anschaulicher, beispielhafter Modelle verdeutlicht. Hier hat sich jemand intensiv mit der Materie beschäftigt und einen eigenständigen, originellen und diskussionsfähigen Lösungsvorschlag erarbeitet."[10]
  • Michael Blume: "Peter Mersch präsentiert gleich einen Komplettansatz für neue Begrifflichkeiten der Evolutionstheorie als 'Systemische Evolutionstheorie'. Obgleich ich an einigen Stellen Nachfragen hätte, finde ich Vorschläge wie z.B. die Ersetzung des zu engen Begriffes der 'sexuellen Selektion' durch 'Gefallen-wollen-Kommunikation' kreativ und bedenkenswert und werde sie gerne einmal im Rahmen eigener Arbeiten ausprobieren."[11]
  • Meinhard Miegel: "... ich habe Ihnen für drei Bücher zu danken: 'Hurra, wir werden Unterschicht!' und 'Die Emanzipation - ein Irrtum!', die Sie mir bereits im vorigen Jahr übersandten sowie 'Familie als Beruf', das ich Ende Januar diesen Jahres von Ihnen erhielt. Mittlerweile hatte ich Gelegenheit, ihre Texte zu lesen und ich muss sagen, durch sie sehr bereichert worden zu sein. Sie haben eine Fülle von Befunden aufbereitet, die bisher kaum in das öffentliche Bewusstsein eingedrungen sind. Doch befürchte ich mit Ihnen, dass die Bereitschaft, über die von Ihnen aufgeworfenen Fragen nachzudenken und zu diskutieren, gering ist. Ich habe das selbst mit meinem Buch 'Das Ende des Individualismus - Die Kultur des Westens zerstört sich selbst' erlebt, obwohl ich gerne einräume, dass sich inzwischen das geistige Klima ein wenig verändert hat.
    Aus meiner Sicht ist es äußerst verdienstvoll, dass Sie sich nun ebenfalls zu diesen Thema dezidiert äußern und sei es auch nur, um der überfälligen Diskussion einen weiteren Anstoß zu geben."[12]
  • Christa Meves: "... jetzt haben Sie mir auch noch Ihr ganz vorzügliches Buch zugeschickt, das ich mit großem Interesse gelesen habe. Ich sage Ihnen dafür sehr herzlich Dank. Ich empfinde Ihr Modell auch als eine ganz direkte Ergänzung und Realisierung von meinem Vorschlag "Mutter als Beruf", den ich zwar bereits 1984 Kanzler Kohl vorgetragen habe, der von mir aus aber natürlich psychologischen Erwähungen entsprang, den ich aber nicht nach fachspezifisch wirtschaftlichen Aspekten differenzieren konnte. Ich finde es ausgezeichnet, in dieser Weise, wie Sie das begründen, den Zufluss an heiratswilligen Paaren, den das Modell "Mutter als Beruf" sicher hervorrufen würde, einer Steuerung unterziehen wollen, wie Sie sie vorschlagen. ...
    Ich werde Ihr Buch und Ihre Vorschläge empfehlen, wo ich nur kann."[12]
  • webcritics.de: "Fazit: Das Buch bietet einen sehr guten und instruktiven Überblick über die einschlägigen Theorien und Debatten. Mitunter werden Zusammenhänge didaktisch geschickt in Form anschaulicher, beispiel­hafter Modelle verdeutlicht. Hier hat sich jemand intensiv mit der Materie beschäftigt und einen eigen­ständigen, originellen und diskussions­fähigen Lösungs­vorschlag erarbeitet."[12]
  • Maria Steuer: "Wie Sie vermutet haben, fand ich einige Ihrer Argumente überzeugend und nutzbar.
    Ich habe mir auch schon Ihr neues Buch bestellt und bin gespannt auf den Inhalt."[12]

Werke

Einzelnachweise

  1. Knol: Peter Mersch (broken)
  2. Knol: DSK und die Mutter aller Verschwörungstheorien. Was der Fall Dominique Strauss-Kahn über unsere Gesellschaft verrät., 7. Juli 2011
  3. Knol: Bevölkerungsplanung. Warum die Menschheit sie braucht., 7. Juli 2011
  4. Peter Mersch: Hurra, wir werden Unterschicht!, 2007, S. 201-202
  5. Peter Mersch: Evolution, Zivilisation und Verschwendung, 2008, S. 300-301
  6. 6,0 6,1 Eva Herman, der BGH und die deutsche Sprache - Eine Betrachtung aus Sicht eines 68ers, Kopp-Verlag am 17. Juli 2011
  7. Peter Mersch: Die Familienmagerin, 2007, S. 39
  8. 8,0 8,1 Peter Mersch: Die Familie und die Gleichberechtigung der Geschlechter, 2008, S. 18
  9. vgl. Klappentext von Die Familienmanagerin. Kindererziehung und Bevölkerungspolitik in Wissensgesellschaften
  10. Hurra, wir werden Unterschicht! Zur Theorie der gesellschaftlichen Reproduktion, Rezension von Christoph Kramer
  11. Aus: Rezension: Kulturelle Vererbung. Erziehung und Bildung in evolutionstheoretischer Sicht
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 Bücher von Peter Mersch

Netzverweise