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Achtundsechziger

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Der Achtundsechziger ist ein Mensch, der die eigene Postpubertät für die bedeutendste Wende der Weltgeschichte hält.[1]

Der Achtundsechziger ist ein Mensch, der sich von seinem antiwestlichen, antisemitischen Vater emanzipiert hat und seitdem unentwegt Amerika und Israel anschuldigt.[1]

Zitate über Achtundsechizger

  • "Ironischerweise ist festzuhalten, dass die 68er und der ambivalente Anti-Amerikanismus aus Amerika importiert wurden und nicht originär deutschen Ursprungs sind, weshalb die nachträgliche Legende, dass 68 aus einem mutigen Kampf deutscher Studenten und Intellektueller gegen Adolf Hitler dreißig Jahre nach Hitlers Tod entstanden sei, eine plumpe Geschichts­klitterung ist." [2][3]
  • "68 war eine hysterische Hasskampagne gewürzt mit den Errungen­schaften der sechziger Jahre, Pille, Pop und pralles Taschengeld." [3]
  • "Die 68er sind fakten- und logik­resistent." [3]
Zitat:

«"Wissen ist Macht. Wir wissen nichts. Macht nichts" hieß es zu Zeiten der 68er. Wie sollte auch jemand - der auf endlosen Hearings, Demos und Wohn­gemein­schafts­sitzungen bis zur Erschöpfung am neuen Menschen modellierte - noch Zeit zu einem sinnvollen Studium, einer fundierten Ausbildung, finden? Wer so selbstlos all seine Lebenskraft in die Zerstörung von Staat und Kapital investierte, hatte am Ende besseres verdient als Maloche und Leistungs­druck.

Da auch für diese Generation die Zeit kam, nach einem geregelten Lebensunterhalt Ausschau zu halten - auch wenn weder Lust auf Arbeit vorlag noch für die Wirtschaft nützliches Wissen, war Phantasie gefragt. Die Lösung: "Der lange Marsch durch die Institutionen". Die Helden und Heldinnen langjähriger Straßen­kämpfe und sexueller Experimente ließen sich ermattet nieder als Lehrer, Ver­waltungs­angestellte, Beamte, Journalisten, machten was "in Medien". Oder entzogen sich als "Kultur­arbeiter" gleich völlig dem unzumutbaren Druck regelmäßiger Arbeits­zeiten.

Eine ungeheure Masse an Menschen, oft mittel­mäßigsten Ausbildungs­standes, fanden nun ihr Auskommen in Politik, öffentlicher Verwaltung, beim Fernsehen, Rundfunk, in Printmedien und, zu Tausenden, im Kultur­sektor.»[4]

Zitat:

«Die in den 1960er Jahre gegründete Außerparlamentarische Opposition[wp] (APO) ist ideologisch-politisch auf der Zielgraden: Tausende höchst­rangige Beamten­positionen sind von den Nachfahren der APO-Gesinnung besetzt - in Parteien, Verbänden, NGOs - und in der Justiz. Eine perfekt funktionierende ideologische "Wert­schöpfungs­kette" ist seit über 40 Jahren intakt.

Es ist alles nachzulesen, was damals propagiert wurde, und - nachweisbar - massiv unterstützt von Stasi, dem KGB, Marxistisch-Leninistischen Studenten­bewegungen, K-Gruppen und der DKP. Es ist reine Fleißarbeit, all das nachzulesen, was Ende der 1960er Jahre, ausgehend von Berlin - sich ideologisch über die Republik ergoss: Abenteuerliche höchst­richterliche Urteile vom Bundes­sozial­gericht und des Bundes­arbeits­gerichts. Soweit ist es gekommen, dass in der Führung des BDI resignativ gesagt wird: "Zu Arbeits­gerichten müssen wir gar nicht gehen, wir wissen vorher, wie dort geurteilt wird". Warum ist das so und warum greift niemand das auf?

Nur unter ächzenden politischen Mühen wurde ein strammer früherer Stasi-Aspirant und gerichtlich festgestellter "Linksextremist" als Staatssekretär in Berlin aus dem politischen Verkehr gezogen - und ein evangelischer Theologe (!) namens Ulrich Schröter[ext] erklärt sogar öffentlich - Holm[wp] in Schutz nehmend: "Dunkle Stellen in der Biographie gehören zum Leben"; und Tausende unterstützen Holm. Soweit sind wir inzwischen gekommen.»[5]

Zitat:

«Man hat dieses Land systematisch unterwandert und die Leute durch Richter- und Beamtenrecht unkündbar verankert. Deshalb ist es so aussichtslos, in diesem Land noch auf faire Gerichts­verfahren zu hoffen. Mir sagte neulich mal ein Berliner Lokal­politiker mit direkter Verbindung zum Wahl­ausschuss, dass im links­extremen Berlin reihenweise Richter gewählt werden, die nicht über die nötige Qualifikation verfügen, was auch gar nicht geprüft wird, denn einziges Kriterium ist nur noch, ob die Richter ideologisch stramm links sind.

Es ist ein zentrales Problem dieses "Rechtsstaats", dass die Gerichte so kaputt sind wie die Presse.

Ich habe das selbst ja schon mehrfach miterlebt. Etwa als die Presse­rechts­kammer des Verwaltungs­gerichts Berlin entschied, dass man erst gar nicht fragen dürfe, ob man "Gender Studies" jemals überprüft habe, weil das polemisch sei, es könnte sie ja verächtlich machen, wenn sie mit "Nein" antworten müssen. Und polemische Fragen dürfe man nicht stellen.

Ich habe dann da später nochmal reingeschlagen und in anderer Sache einen der Richter als befangen abgelehnt, weil es höchst­richterliche Rechtsprechung gibt, die Polemik ausdrücklich als Recht der Presse darstellt, das also kein Grund sein kann, eine Aus­kunfts­klage abzulehnen. Da wollten sie das plötzlich alles ganz anders gemeint haben.

Dieses Land ist kaputt.

Die Presse ist kaputt.

Die Gerichte sind kaputt.

Die Schulen sind kaputt.

Und das sind alles Sachen, die man in überschaubarer Zeit nicht mehr reparieren kann. Es wird nur noch über einen Zusammenbruch laufen.»[6]

Zitat:

«In Gestalt von Donald Trump und der Neuen Rechten in Deutschland will man einen weltumspannenden Faschismus entdeckt haben. Gerade noch kurz vor der Rente: Der Kampf geht endlich weiter. Und die Erben der 1968er machen mobil.» - Alexander Wallasch[7]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Josef Joffe, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Henryk M. Broder: Schöner Denken. Wie man politisch unkorrekt ist., Piper Verlag 2008, ISBN 3-492-2536-4; mm, S. 15
  2. "Trau keinem 68er!" am 22. Januar 2003
  3. 3,0 3,1 3,2 Gute Zitate: Bettina Röhl
  4. Peter Schmidt: Einfallspinsel = Ausfallspinsel: Staat, Medien und die bildungsfernen Schichten, Deutscher Arbeitgeber Verband am 10. August 2015
  5. Hans-Erich Bilges: Die Maßstäbe stimmen nicht: Vor der Tat steht immer die Gesinnung, Tichys Einblick am 31. Januar 2017 (Wer die Zeitgeist-Strömung in Staat und Gesellschaft, insbesondere in großen Teilen der Justiz bis in die obersten Gerichte verstehen will, muss tief in die Zeit der APO-Bewegung Ende der 60er Jahre zurückgehen.)
  6. Hadmut Danisch: Wie Richter Zeitgeist machen, Ansichten eines Informatikers am 31. Januar 2017
  7. Alexander Wallasch: 1977-2017 - 40 Jahre Sehnsucht nach dem deutschen Herbst, Tichys Einblick am 11. Februar 2017

Querverweise

Netzverweise