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Internet

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ErzählMirNix erklärt das Internet

Das Internet ist (unter anderem) ein nützliches Recherche-Werkzeug auch für männer- und familienrechtliche Themen.


Zitat:

«Wir glauben, durch unsere virtuelle Präsenz am echten Leben teilzunehmen, obwohl wir uns in Wirklichkeit davon immer weiter entfernen: Im Schnitt verbringt jeder Facebook-Nutzer drei Stunden täglich in seinem Account. Diese Zeit fehlt dann natürlich woanders! So werden wir immer einsamer, ohne es zu bemerken.» - Andreas Hock[1]

Zitat:

«Wichtigtuer und Aufschneider haben eben auch ganz andere Möglichkeiten als früher, ihren Unsinn kundzutun. Früher hätte vielen Idioten einfach keiner zugehört - jetzt können diese Leute zum Beispiel einen Shitstorm auslösen, der Menschen oder Unternehmen um ihre Existenz bringen kann.» - Andreas Hock[1]

Zitat:

«Im Jahre 1995 war die virtuelle Welt noch in Ordnung: Frauenfrei.

Kaum Zensur, viel Wissenschaft, viele Pornos, harte Diskussions­foren, problemloser Fund für alle relevanten Informationen, viel Gewalt, alles kostenlos, kein Spende- oder Werbe­generve, problemloser Daten­austausch.» - Peter[2]

Knappheit durch Störerhaftung

Nutzungskonkurrenz von Gütern, die in ihrer Verwendung nicht teilbar sind, erzeugt Knappheit[wp]. Ein häufig nicht vermeidbares Problem unseres irdischen Daseins. Wohlstand und Wachstum[wp] sind nichts anderes als die geistige und technologische Überwindung der Güterknappheit. Doch auch dort wo Nutzungs­konkurrenz kaum auftritt, nämlich bei drahtlosen Internet­verbindungen hoher Übertragungs­kapazität, machen wir uns zunehmend durch unser rückwärts­gewandtes Urheberrecht das Leben schwer und erzeugen künstliche Knappheit. Die so genannte Störer­haftung, nach denen ein Besitzer eines WLAN[wp]-Routers für die gesetz­widrige Nutzung der von ihm zur Verfügung gestellten Internet­verbindung haftet, auch wenn dies durch einen anderen Nutzer geschieht, verschreckt mehr und mehr Anbieter offener Internet­zugänge. Nichts weniger als die Freiheit des Internets steht auf dem Spiel, zumal der Grund für die zunehmende Beschränkung der individuellen Freiheit, ein antiquiertes Urheberrecht, eine Rechts­konstruktion mit großem Fragezeichen ist.[3]

Frauen im Internet

Feministinnen bemerken, dass Frauen auch im Internet nichts gebacken kriegen. "Jeder und jede Internet­benutzerIn kann Wikipedia-Artikel ehrenamtlich erweitern und verbessern." Trotzdem: "87 Prozent der Wiki-AutorInnen sind Männer."[4]

Wenig überraschend hat die EMMA-Redaktion wieder die Männer als die Schuldigen ausgemacht:

"Bisher ist es nur einer Handvoll wackerer AutorInnen zu verdanken, dass die Frauenhasser bei Wikipedia nicht die Oberhand bekommen haben. Sie könnten Unterstützung gebrauchen. 'Schwarze Feder' - vom Autor 'Kalfatermann' als 'Held der Wikipedia in Gold für hervor­ragende Artikelarbeit' ausgezeichnet - arbeitet derzeit schwer­punkt­mäßig an Aufbau und Wartung des WikiProjekts 'Diskriminierungs­freie Wikipedia'. Denn als Gemein­schafts­projekt sei Wikipedia 'genauso anfällig gegen Diskriminierungen und Privilegierungen von gesell­schaft­lichen Gruppen wie jedes andere Projekt oder Organisation'. Daher gelte es, gegen jede Form von Diskriminierung anzugehen, die sich in Inhalten, einer ausgewogenen Sprache und auch der Sozialstruktur der AutorInnen äußere."[4]
Zitat:

«Soziale Netzwerke im Internet sind komplett ausgelegt auf ein von Weibern dominiertes Gesellschafts­modell. Man teilt sich mit, um sich mitzuteilen. Man wird gesehen, um gesehen zu werden. Das Sein überwiegt das Tun. Hin und wieder gibt es in größeren Publikationen auch Artikel darüber, dass Frauen wegen ihrer überwiegenden Beteiligung an diesen Sozialen Netzwerken und dem Internet dieses irgendwie dominieren würden, aber das ist total absurd. Es ist genauso als würde jemand behaupten, dass Schweine den Schweinestall beherrschen und der Bauer ja gerade gut genug wäre, sie zu füttern.»[5]

Politiker im Internet

Zitat:

«Im heutigen Politik-Betrieb gilt jeder Depp schon als Internet-Experte, der dreimal unfallfrei twittern konnte.» - Hadmut Danisch[6]

Netzpolitik

Zitat:

«Es dürfte technisch problemlos möglich sein, Infos im Internet unterschiedlich zu filtern. Es dürfte technisch auch heute schon möglich sein, Informationen auf Webseiten individuell für Gruppen von Abrufern zu verändern: Der Unwissende bekommt eine Standardinfo, der Kritischere abgestuft andere Informationen.

Ich befürchte, dass die Informations­freiheit im Internet nur sehr vorübergehend sein wird. Die Hürden für solche Veränderungen von Informationen sind nicht technischer, sondern eher rechtlicher Natur. Und daran wird intensiv gearbeitet. Jeder Aufreger liefert neue Munition.

Und das Übelste daran: Als Nutzer wird man nicht mehr erkennen können, welche Information Original ist und welche wie verändert wurde.»[7]

Internet darf kein rechtsfreier Raum sein

Zitat:

«Wer kennt nicht den Politiker-Spruch "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!", der ständig und immer wieder kommt, wenn es mal wieder darum geht, dass der Staat dem Bürger irgendetwas verbietet oder wegnimmt. Ständig und immer wieder "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!", kann man rauf und runter Googlen.

  • Sagt die CDU[ext], schon vor 20 Jahren[ext], siehe Merkel[ext], natürlich von der Leyen[ext],
  • sagen welche von der CSU[ext],
  • sagen auch CDU und CSU zusammen[ext],
  • sagen welche von der SPD[ext], auch Maas[ext], oder Maas mit den Grünen[ext], die eine "Facebook-Polizei" fordern,
  • die Grünen natürlich auch allein, ob Güldner[ext], gar eine Abrechnung mit Gegner von Internet­sperren, "Unerträgliche Leichtigkeit des Internets"[ext], oder Malte Spitz[ext],
  • und auch Bundespräsident Gauck stimmt in den Chor mit ein[ext]: "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!"

Alle, quer durch alle Parteien und Ministerien, die Regierung rauf und runter, sind sie sich einig, wenn es darum geht, dem Bürger irgendwas zu verbieten oder wegzunehmen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sein darf.

Geht es aber darum, dass der BND das Internet auch rechtswidrig abhören kann, dann entwickeln sie plötzlich die so genannte "Weltraumtheorie", nach der das Internet ja auf dem Weg zu Satelliten stattfindet und Satelliten ja im Weltraum (anderes Wort für "rechtsfreier Raum") hängen, also nicht mehr im deutschen Rechtsraum oder dem irgendeines anderen Landes.

Wenn es darum geht, die Rechte des Bürgers zu verletzen, dann wird das Internet plötzlich ganz schnell zum rechtsfreien Raum erklärt und in den Weltraum verlegt. Siehe Golem[ext], ZEIT[ext], Süddeutsche[ext].

Die Weltraumtheorie: Der BND ist der Ansicht, dass deutsche Gesetze wie beispielsweise das Grundgesetz für ihn nur gelten, solange seine Beamten mit beiden Beinen auf der Erde stehen - auf deutscher Erde. Bekannt gemacht hat diese Haltung die Datenschutz­beauftragte des BND, die unter dem Kürzel "Frau Dr. F." im Ausschuss aussagte. Dort war ihr die Frage gestellt worden, wo denn die Daten­erhebung stattfinde, wenn Kommunikation überwacht werde, die über Satelliten laufe. Ihre Antwort: "Nach meiner Rechts­auffassung ist das in Bad Aibling, daher im Geltungsbereich des BND-Gesetzes. Das sieht die Leitung aber nicht so."
Wie sich herausstellte, ist die Leitung des BND der Meinung, die Datenerhebung finde im Weltraum statt, dort seien ja schließlich die Satelliten. Dort aber würden gar keine Gesetze gelten. Dass die Antennen zur Erfassung der Daten in Bad Aibling in Bayern stehen, sei unerheblich. Fand die Datenschutz­beauftragte zwar nicht, aber sie sei "überstimmt" worden, sagte sie.

Hehe. Da würden gar keine Gesetze gelten, sagen sie. Auch wenn die Antennen in Bayern stehen. Deshalb sei das Internet ein rechtsfreier Raum.

Sie haben doch hier gerade wieder herumposaunt, dass sie wieder soundsoviel Leuten das Haus durchsucht und die Rechner weggenommen haben und ihnen böse Strafen bis zu Knast drohen, weil sie böse Dinge gepostet haben. Würde mich mal interessieren, was die Gerichte mit denen anstellen würden, wenn die sich zur Verteidigung darauf beriefen, dass das Internet im Weltraum stattfände, wo gar kein Recht gilt, auch wenn die PCs in Berlin stehen.

Wenn das nächste Mal irgendein Politiker mit dem Dummspruch ankommt, antwortet mit "Weltraumtheorie!"» - Hadmut Danisch[8]

Zitat:

«Es klingt so: "Ein Karpfenteich darf kein hechtfreier Raum sein." [...]

Seit 1996 sagen Politiker und Lobbyisten [den Satz] wieder und wieder, als würde die Aussage durch Wiederholung richtiger. Ein paar Beispiele:

  • Am 27. Juli 1996 schreibt Bundesforschungs­minister Jürgen Rüttgers[wp] (CDU) in der "Frankfurter Rundschau": "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein." Rüttgers erklärt gleich noch, das in seinem Ministerium vorbereitete Multimedia­gesetz werde genau das verhindern und fordert: "Netz­beschmutzern muss das Handwerk gelegt werden."
  • Als würde das von Rüttgers so gelobte Multimedia­gesetz nicht längst gelten, fordert Bundes­wirtschafts­minister Werner Müller drei Jahre später am 28. August 1999 in der "Welt" bei der Eröffnung der Funkausstellung in Berlin einen "verbindlichen Rechtsrahmen" für die "neuen Medien". Denn: "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein."
  • Der "Welt am Sonntag" erklärte Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) am 10. Dezember 2006, warum der "Waffenhandel im Internet" durch "Cybercops schärfer überwacht" werden müsse. Beckstein sagte, "Online-Anbieter" könnten nicht gezwungen werden, "zuverlässig die Käufer­identitäten sowie die zum Kauf erforderlichen Lizenzen zu prüfen". Da müsse man die "Zahl der Cybercops deutlich erhöhen". Denn: "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum werden."

Die Liste ließe sich fortsetzen. Was all diese Aussagen implizieren, sprach im April Alexander Skipis, Haupt­geschäfts­führer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, [...] einmal aus: "Das Internet ist zu einem völlig rechtsfreien Raum geworden, in dem zivil- und straf­rechtliche Verstöße mehr oder weniger sanktionslos bleiben."

Das stimmt nicht so ganz. Einerseits gelten online dieselben Gesetze wie offline, in der Eckkneipe oder auf der Autobahn. Andererseits gibt es im Web natürlich Rechtsverstöße, die nicht verfolgt werden. Buchhandels-Vertreter Skipis spricht vom rechtsfreien Netz, meint aber nur Urheberrechts­verstöße. Das stimmt: Obwohl Datensauger durchaus zu identifizieren sind, Tausende identifiziert werden und schmerzhafte Sankionen spüren, saugen Menschen weiter urheber­rechtlich geschützte Inhalte im Web.

Wie hoch der Anteil dieser Gesetzesbrecher an den Webnutzern insgesamt ist, weiß niemand so genau. Aber: Es fahren auch sehr viele Menschen auf der Autobahn regelmäßig und ohne schlechtes Gewissen zu schnell, aber niemand käme auf die Idee, Straßen deshalb einen rechtsfreien Raum zu nennen. [...]

Wie sehr der bei Politikern und Lobbyisten so beliebte Satz vom rechtsfreien Raum Internet das wahre Problem verschleiert, bringt der Düsseldorfer Anwalt Udo Vetter, Fachmann fürs Netz, auf den Punkt: "Wäre das Internet tatsächlich ein 'rechtsfreier Raum', würde ich als Strafverteidiger mindestens 35 Prozent weniger verdienen", hat er getwittert.

Das eigentliche Problem im Web ist, dass es in Deutschland eine Menge spezieller Web-Regelungen gibt, dass natürlich dieselben Gesetze online wie offline gelten und dass die Gerichte noch immer dabei sind, in Entscheidungen auszuhandeln, wie man diese zum Teil schwammig bis schlampig formulierten Gesetze in konkreten Fällen auszulegen hat. Das alles ist noch komplizierter, weil Internet­seiten in ganz Deutschland abrufbar sind und daher über viele Web-Streitigkeiten jedes Amts- und Landgericht entscheiden kann.

Bei welchen Online-Aktivitäten man in Deutschland juristischen Ärger riskiert, zeigt schon ein flüchtiger Blick auf die IT-Recht-Rubrik bei SPIEGEL ONLINE: Wenn ein Webseiten-Betreiber (und das ist auch ein Vogelzüchter, der in seinem Papageien-Blog Kommentare zulässt) in Deutschland vorm falschen Gericht landet, haftet er für Schimpf­tiraden Unbekannter auf seiner Seite - egal, ob er sie übersehen oder sofort gelöscht hat. Veröffentlichung genügt.

Wer in den USA verdächtige Ed-Hardy-Marken­klamotten ersteigert, kriegt statt der Ware womöglich eine Abmahnung und wer "Das erotische Rowohlt Lesebuch" im Online-Antiquariat verkauft, sowieso. Wer in Deutschland eine Homepage betreibt, muss sich mit Impressums-Regeln herumschlagen, wer bei Ebay verkauft, sollte sich genau über Vorschriften zu AGB und Widerrufsbelehrungen informieren.

Wer da vom "rechtsfreien Raum" Internet spricht, ignoriert einige Entwicklungen und verschleiert, dass es gerade nicht darum geht, neue Regeln fürs Web zu definieren, sondern die bestehenden zu systematisieren, anzuwenden und eine neue Balance zwischen Grundrechten und staatlichen Eingriffs­möglichkeiten im Web zu finden. [...]» - Konrad Lischka[9]

Internetprobleme

Zitat:

«Das große Problem der Netzgeneration ist doch, dass es kein Zweitinternet gibt, wohin man umziehen könnte, wenn man hier alles verbockt.» - Sascha Lobo[wp][10]

Zitat:

«@saschalobo Das ist das Problem jeder Generation, schließlich gibt es auch keine Zweitwelt, auf die man umziehen kann, wenn man hier alles...» - Tom[11]

Zitat:

«... wenn man einmal genug Unsinn verzapft und sich mit allem und jedem angelegt hat, kann das Internet nicht nur ein peinlicher, sondern auch ein furchtbar anstrengender Ort werden. Es wimmelt auf Twitter von Leuten, die diese Erfahrung gemacht haben.»[12]

Zitat:

«Internet-Router angegriffen

Kam heute schon in den Nachrichten, aber auch schon in Presse und Webmedien: Es gab einen größeren Hacker-Angriff auf DSL-Router, ca. 900.000 Router von Telekom-Kunden waren betroffen.

30 Jahre lang haben wir in Deutschland Sicherheit und sichere Strukturen ignoriert und die Sicherheits­lehrstühle der Universitäten zu Witz­vereinen ausgebaut. Medien und Politik stellen uns irgendwelche ahnungslosen Twitter-Tussis - Hauptsache Frau - als "Internet-Experten" vor, die nicht mal Web von Internet unterscheiden können, und "Internet-Botschafterin" wird 'ne blonde Strickliesel. Experten-Runden bestehen aus Quotenfrauen, Ex-Punkern, Schwätzern und Lobbyisten.» - Hadmut Danisch[13]

Blasen im Internet

Das Internet wird gerne als universeller Informations­lieferant angesehen. Allerdings ist das Internet so weitläufig, so wenig transparent und strukturiert, dass sich im Internet zahllose Parallel­welten (auch Filterblase genannt) bilden. Die Mannosphäre macht da keine Ausnahme.[14]

Freiheit im Internet

"Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein."[15] - Dieser von deutschen Politikern wie Verlegern oft wiederholte Satz ist nicht nur unsinnig. Er sagt auch viel über diejenigen aus, die ihn mantraartig wiederholen. Ignoriert wird dabei komplett, dass das Internet weitaus stärker reglementiert ist, als es offline das "reale Leben" ist.[16]

Zitat:

«Der Satz, das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein, unterstellt eigentlich etwas falsches, nämlich, dass das Internet derzeit ein rechtsfreier Raum ist.» - Udo Vetter[17]

Der Musiker und Netzaktivist John Perry Barlow[wp] formulierte anlässlich eines neuen Telekommunikations-Gesetzes 1996 die "Unab­hängigkeits­erklärung des Cyberspace"[wp]:

Zitat:

«Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Lasst uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr.» - John Perry Barlow[17]

Markus Beckedahl[wp], Internetaktivist und ein bekannter deutscher Blogger, befürchtet, dass eine organisatorische- und technische Infrastruktur geschaffen wird, die leicht missbraucht werden kann:

Zitat:

«Man schafft eine Zensur­infra­struktur, die sehr leicht ausgedehnt werden kann auf alles, was man mal aus dem Internet raus bekommen möchte.» - John Perry Barlow[17]

Zitat:

«"Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein" lautet eine wohlbekannte Floskel von Anwälten, Politikern oder Lobbyisten. Dabei ist das Internet so stark reglementiert, dass das "reale Leben", damit verglichen, wie Sodom und Gomorrha wirkt.»[18]

Strukturwandel durch Internet

Das Internet verschiebt die Produkte der Verlage nicht einfach in die digitale Sphäre. Es zerbröselt und atomarisiert ihre Angebote (und letztlich auch sie selbst) und zerstört damit ihre Monopol­stellungen, auf denen ihre Strukturen aufgebaut waren. Hier passiert etwas, das weder gut noch schlecht ist, sondern einfach anders. Disruption. Aber so tiefgehend, dass eine ganze Industrie aus den Angeln gehoben wird. Das hat nichts mit rechtsfrei zu tun. Das ist ein Kampf der Geschäftsmodelle.

Die Dämonisierung des Internets geht weitgehend von Monopolisten aus, die ihre alten Monopole behalten wollen. Sie wollen, dass sich nichts ändert und alles so bleibt, wie es ist. Deshalb wird das Neue als "rechtsfrei" bezeichnet. Die Freiheiten werden dämonisiert. Es wird Anarchie[wp] suggeriert, wo auf die ehemaligen Monopolisten wie Verleger und Rechte­verwerter lediglich trifft, was anderenorts usus ist: Der freie Markt. Wettbewerb. Konkurrenz.[16]

Ein Internet-Manifest[19], für guten Journalismus in Zeiten des Internets, richtet sich hauptsächlich an die Verleger: Das ist in etwa so, wie nach der Erfindung des Buchdrucks ein Manifest an die Mönche zu schreiben, in dem man ihnen nahelegt, sie müssten sich jetzt aber bitte mal richtig anstrengen und ihre handkopierten Bücher noch schneller fertigen, um Schritt zu halten.[16]

Internetdienstanbieter

Hadmut Danisch berichtet über seine Berufserfahrungen:

Zitat:

«Ich war zweimal im Laufe meines Berufslebens bei Internet-Providern[wp] tätig. Trotzdem unterschieden sich die Tätigkeiten extrem. Beim ersten Provider war ich bei einem der beiden ersten deutschen Provider, bei dem wir damals noch alles selbst machten und wirklich jede Schraube und jedes Bit persönlich und beim Vornamen kannten. Es gab damals nichts anderes. Wir waren sehr gut, sehr seriös, sehr zuverlässig - und sehr teuer. Wir hatten viele Techniker und einen Juristen.

Jahre später war ich bei einem anderen Provider, und es hatte gar nichts mehr mit meiner ersten Tätigkeit zu tun. Das Geschäft hatte sich in der zwischenzeit massiv (zum Billigen und zum Schlechten) verändert, die Preise im Keller, die Branche massiv unseriös. Im Ernst, ich bin der Überzeugung, dass das Tele­kommunikations­massen­geschäft inzwischen allgemein richtig unseriös geworden ist und da richtig krumme Dinger laufen. Das schlug sich auf die Geschäfts­praktiken nieder: Im Prinzip gab es nur noch eine Ver­waltungs­gesellschaft, die ganz viele teure Bonzen mit hohen Gehältern und ganz wenig Sachkunde führte, und die alles an eine unglaublich hohe Zahl externer Dienst­leister auslagerte, zwischendrin sogar den gesamten Außen­dienst. Eigentlich wusste man in vielen Bereichen gar nicht mehr so genau, wie der eigene Laden eigentlich so lief und funktionierte, weil nahezu alles von Externen, von Dienst­leistern, von Frei­beruflern gemacht wurde.

Dokumentation? Dünn bis kaum, weil für Dokumentations­arbeiten häufig das Budget fehlte. Es werden quasi virtuelle Firmen gebaut, die nur noch mit Spucke und Trägheit zusammenhalten, keine Substanz mehr haben und von irgendwelchen Opportunisten geführt werden, die vom technischen Geschäft wenig Ahnung haben, sich aufführen wie die Mafia, und sich selbst stets viele Boni einpacken.»[20]

Schlagwortverzeichnisse

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Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Andreas Hock: Nicht jede Saftnase verdient ein "Like", Focus am 6. November 2013 (Andreas Hock im Interview)
  2. WGvdL-Forum: ... im Jahre 1995, Peter am 14. Dezember 2014 - 22:15 Uhr
  3. Steffen Hentrich: Künstliche Knappheit durch Störerhaftung, Liberales Institut am 20. März 2012
  4. 4,0 4,1 Susanne Patzelt: Internet: Nichts wie rein in die Welt des Wissens!, EMMA, Frühjahr 2010
  5. Gesellschaft Teil 2: Mehr über Frauen, Post Collapse am 18. November 2014
  6. Hadmut Danisch: Die Inkompetenz deutscher Politik gegen Internet-Spionage, Ansichten eines Informatikers am 22. Juni 2013
  7. Leon am 11. Januar 2015 um 21:48 Uhr
  8. Hadmut Danisch: Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!, Ansichten eines Informatikers am 13. November 2015
  9. Konrad Lischka: Phrasen-Kritik: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, Spiegel Online am 26. Juni 2009 ("Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!", fordern deutsche Politiker und Lobbyisten seit Jahren. Web-Nutzer machen sich nun in Ketten-Postings über diese Phrase lustig. Tatsächlich verschleiert das Gerede vom rechtsfreien Raum die wahren Probleme.)
  10. Sascha Lobo[wp]: @saschalobo - 25. Sep. 2014 - 01:16
  11. Tom: @stojmas - 25. Sep. 2014 - 01:20
  12. Die Renaissance der Privatheit, Das Neue Rheingold am 30. September 2014
  13. Hadmut Danisch: Internet-Router angegriffen, Ansichten eines Informatikers am 28. November 2016
  14. They live in a Bubble - Seifenblasen, Emannzer am 9. April 2014
  15. Am 27. Juli 1996 schreibt Bundes­forschungs­minister Jürgen Rüttgers[wp] (CDU) in der "Frankfurter Rundschau": "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein." Rüttgers erklärt gleich noch, das in seinem Ministerium vorbereitete Multi­media­gesetz werde genau das verhindern und fordert: "Netzbeschmutzern muss das Handwerk gelegt werden." - Zitiert nach: Konrad Lischka: Phrasen-Kritik: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, Spiegel am 26. Juni 2009
  16. 16,0 16,1 16,2 Marcel Weiß: Was gemeint ist mit: Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein, netzwertig.com am 8. Oktober 2009
  17. 17,0 17,1 17,2 Philip Banse: Das Internet - ein rechtsfreier Raum?, Deutschlandfunk am 21. August 2009
  18. Bettina Winsemann: Verglichen mit dem Netz ist das Leben ein rechtsfreier Raum, Heise/Telepolis am 27. Juni 2009
  19. Internet-Manifest, Wie Journalismus heute funktioniert - 17 Behauptungen
  20. Hadmut Danisch: Niedergang der Presse am Beispiel der "Brigitte", Ansichten eines Informatikers am 29. Oktober 2014
  21. Telepolis Buch: Michael Firnkes "Das gekaufte Web"

Querverweise

Netzverweise

Internet-Abzocke
  • Wie man mit mobiler Werbung Kinder ausraubt, Spreeblick am 2. April 2014
  • Dr. Michael Spehr: Internet: Mobile Payment-Abzocke im Mobilfunk verhindern, 22. Februar 2014
  • Michael Spehr: Apps für Smartphones: Neue Abzockmasche mit Werbung, FAZ am 13. Oktober 2010 (Die Abzocker-Mafia verschiebt ihre Aktivitäten in den Mobilfunk. Wer ein Smartphone nutzt, kann mit manchen "Apps" in die Falle tappen. Tippt man aus Versehen mit dem Finger auf ein Werbefenster, schließt man einen Kaufvertrag ab.) (Die Netzbetreiber geben die Mobil­funk­nummer des Kunden ohne sein Wissen an Dritte weiter. Für eine solche Übermittlung wäre jedoch die Einwilligung des Kunden in jedem Einzelfall erforderlich. Aber wen stört's? An diesen üblen Machen­schaften verdienen nämlich alle Beteiligten: Der Content-Anbieter, der beispielsweise auf den Kaiman­inseln in der Karibik sitzt, ein Abrechnungs­unternehmen, typischerweise Ericsson IPX, eine Tochter des gleichnamigen schwedischen Tele­kommunikations­konzerns und schließlich der jeweilige Netzbetreiber, der seinen Anteil für das Inkasso erhält.)
  • Youtube-logo.png Macht uns das Internet dumm? - Prof. Harald Lesch[wp], Frag den Lesch[wp] (ZDFneo[wp]) (14. Oktober 2012) (Länge: 13:44 Min.) (90, Staffel 1, Folge 90)
  • Hubert Spiegel: Jaron Lanier: Gadget. Warum die Zukunft uns noch braucht: Der fremdeste Ort der Welt, FAZ am 2. Oktober 2010 (Wissen wir, wie wenig wir über das Internet wissen? Jaron Lanier warnt vor gefährlichen Entwicklungen und fordert die digitale Emanzipation.)
  • IP-Ortsbestimmung: Das Web ist nicht grenzenlos, Der Stern am 31. Juli 2004 (Im WWW gibt es keine Grenzen? Doch. Viele Websites prüfen, woher ihre Besucher kommen und passen ihr Angebot entsprechend an - und schließen manchmal sogar User aus bestimmten Regionen aus.)
Internet-Recht
Internet-Sicherheit