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Väterrechtsbewegung

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Hauptseite » Vater » Väterbewegung » Väterrechtsbewegung



Die Väterrechtsbewegung ist wohl der älteste Teil der Männerrechtsbewegung. Sie verdankt ihrer Entstehung ständig steigender Scheidungszahlen seit 1977 mit damit verbundenen Kindesentfremdungen und Umgangsboykott seitens der Mütter im Trennungsprozess.

Väterrechte sind Menschenrechte

Die Väterrechtsbewegung macht es sich zur Aufgabe, das Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau in Deutschland bei Sorgerecht, Umgangsrecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht auszugleichen.

Bekannte Vertreter sind der Väteraufbruch für Kinder (VAfK) und Pappa.com. Neu dazugekommen ist der Verein Väter für Gerechtigkeit.

Die Lage von Väterrechtsvereinen

Der Moerser Verein "Väter helfen Vätern" leistet gute Arbeit. Auf kommunaler Ebene, aber auch im Landtag wird die Arbeit durchweg gelobt, die Jugendämter im Kreis verweisen Geschiedene gerne an die Beratungsstelle, nur Geld wollte keine der Stellen lockermachen. Die Gründe, warum das Angebot nicht unterstützt wird, benennt der Vorsitzende Thomas Maas so: "Väter, also Männer, brauchen keine Unterstützung - dieses Bild ist noch immer in den Köpfen." Frauenorganisationen zu unterstützen, das habe nicht diesen "Beigeschmack".[1]

Kritik

Zitat:

«Die redlichen und anständigen Väter ärgern sich, weil niemand ihr Gejammer über die falschen Gesetze hören will.» - Detlef Bräunig[2]

Zitat:

«In den letzten Jahren wurden unzählige Petitionen geschrieben und Klagen bis hinauf zum Europäischen Gerichtshof geführt. Kleinere Erfolge wurden als die große Wende im Familienrecht gefeiert. Und was ist danach passiert? Nicht viel, außer dass der Gesetzgeber ein paar neue, aber in der Praxis der Rechtsprechung nutzlose Gesetze verabschiedet hat.

Neue Gesetze bedeuten neue Klagen und da freuen sich lediglich die Familienrechts­anwälte. Die Tür geht auf und da steht ein Trottel von Vater, der sein Recht einklagen will. Die Anwälte würden laut lachen, wenn sie nicht die Kohle bräuchten. Und so wird der gute Papi nett behandelt und zum Verplempern seiner sauer verdienten Kohle in einem ewig dauernden Rechtsstreit motiviert.

Nach zahlreichen Klagen hat dieser Papi in der Sache zwar nichts erreicht, aber sich immerhin die Auszeichnung "Redlicher und anständiger Vater" verdient. Er wird in den Väterforen des Internets geadelt und je höher die Kosten waren, umso größer der Zuspruch als Ausdruck heimlicher Schadenfreude. Dass diese Väter gnadenlos verlieren, interessiert sie weniger. Hauptsache sie haben durch ein Gerichtsurteil den schriftlichen Nachweis bekommen, dass sie gekämpft und alles versucht haben. Da wird das Kind später aber staunen, was Papi alles auf die Beine gestellt hat. In Wirklichkeit interessiert das den Nachwuchs nicht die Bohne. Meist kriegen diese Väter einen Tritt in den Hintern, außer sie lassen ein iPhone springen, damit sich das Kind mit Papi überhaupt abgibt.

Und so jammern diese Väter seit Jahren, treten auf der Stelle, doch das deutsche Familienrecht verstehen sie immer noch nicht.» - Detlef Bräunig[2]

Zitat:

«Auch wenn es schwerfällt es zuzugeben, [Detlef Bräunig] hat Recht. [...]

Väterrechtsgruppen glauben, dass sie die Gesetze auf ihrer Seite haben, das ist aber ein tragischer Irrtum. Die Wahrheit kann wehtun, vor allem wenn sich jemand an die Illusion klammert, dass vor dem Gesetz alle gleich seien und vor Gerichten Recht gesprochen würde.

Detlef Bräunig zerstört nur die Illusion, dass wir in einem Rechtsstaat leben und vor dem Gesetz alle gleich sind.» - JUNGHEINRICH[3]

Zitat:

«Im Prinzip betreiben [die "Väterrechtler"] durch diese Abgrenzung auf die Zielgruppe "Väter" genau die gleiche Spalterei wie Arne Hoffmann mit seiner sinnlosen Rechts-Links-Kategorisierung.

Kein Wunder, dass es im Grunde gar keine "Männerbewegung" gibt. Mit der Solidarität ist es nämlich nicht weit her - die reicht genau so weit, bis die persönlichen Problemchen halbwegs gelöst sind und man sich wieder besser fühlt. Danach verschwindet man wieder aus den Foren und Vereinen. Eine grundlegende Aus­einander­setzung mit Staatsfeminismus und Misandrie findet gar nicht statt - oft werden die selben Fehler sogar wiederholt gemacht, z. B. durch erneute Heirat.

Der typische "Väterrechtler" arbeitet sich am dem Kampf gegen Windmühlen[wp] ab und füttert Anwälte und Helferindustrie mit seinem Geld. Er glaubt tatsächlich noch, auf diesem Wege etwas erreichen zu können. Einer winzigen(!) Minderheit gelingt dies mit immensem Aufwand denn auch, woraufhin man sich für diesen "Sieg" dann unter Gleichgesinnten die Schultern klopfen darf.

Das Modell von Dino ("Ich klatsche alles an die Wand") ist für viele Väter unvorstellbar. Detlef ist geradezu das Gegenmodell der typischen "Väterrechtler" und verkörpert genau das, was diese sich nicht vorstellen WOLLEN oder KÖNNEN. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, ist er für Vereine wie MANNdat naturgemäß "persona non grata"[wp].

Verdrängung ist eben auch eine Lösung.» - Cyrus V. Miller[4]

Zitat:

«Bei jeder politisch inkorrekter Bewegung oder Partei muss man sich auch die Frage stellen: Wann wird sie unterwandert?

Selbst wenn ich ein Väterrechtler wäre, so müsste ich automatisch so einen wie Dino als meinen Kameraden ansehen, der mit anderen Mitteln das gleiche Ziel bekämpft. Und offensichtlich ist er ja erfolgreich. Nun können wir uns die Frage stellen, warum die Väterrechtler ihn als einen Feind sehen: Siehe 1. Satz.

Wenn man also das Ganze politisch aus Sicht des Systems sieht, wird auf einmal alles klar. Die Väterrechtler unterstützen im Kern das System der Männer­ausbeute, sind also Teil von ihm. Deswegen soll man solche Feinde nicht ernst nehmen. ABER auch sie bringen uns ein Stück weiter, denn auch dort gibt es Infos, die unsere Lage verbessern könnte und das System besser verstehen lässt. Diese Rosinen gilt es herauszupicken, den Rest (wie schon treffend formuliert "Geld in den Rachen der Anwälte und des Staates hinterherzuwerfen") sein lassen.» - Dr. Bundy[5]

Zitat:

«Die Väterorganisationen hatten für mich in der konkreten Trennungs­situation mit Kindesentzug keinen Nutzwert. Ich war damals bei zweien. Die stecken bis zur Halskrause in den Rosetten der Mütter mit den angeschlossenen Jugendämtern und richten sich demütig in der staatlich verordneten Ohnmacht ein. Zahnlose Tiger. Vermindert kampffähig.»[6]

Reflexion

Es besteht hier seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, ein großes Missverständnis in der Väterbewegung, das in anderen Bewegungen nicht auftritt. Ich mache es mal an einem (relativ willkürlich gewählten) Zitat aus einer Vätergruppe der letzten Tage fest.
"Radikalisierung ist für mich das exakte Gegenteil von Veränderung. Radikalisierung, Unnachgiebigkeit ist das Verharren auf der eigenen Position, die niemals völlig 'richtig' sein kann."

Alle politischen Bewegungen in Deutschland treten stets unnachgiebig auf, bis sie am Verhandlungs­tisch sitzen. Sodann ist Verhandlungs­stärke, also Durchsetzungs­vermögen (vorläufiges Verharren auf der eigenen Position), aber auch gleichzeitig Diplomatie und Kompromiss­bereitschaft erforderlich. Aus diesem Grund müssen wir differenzieren zwischen Lobbyarbeit, politischer Arbeit, persönlicher Betroffenheit, gesellschaftlicher Aufklärung und wissenschaftlicher Arbeit.

Unnachgiebigkeit und das Verharren auf der eigenen Position ist in der Lobbyarbeit und in der politischen Arbeit unabdingbar. Dies aus eigenen Kreisen als Radikalisierung zu bezeichnen, ist für sich genommen eigentlich eine Unverschämtheit und die Häufigkeit und Regelmäßigkeit, mit der Gruppen von Väteraktivisten andere Gruppen seit Beginn der Emanzipations­bewegung in die Schranken weisen, zeigt, wie die Väterbewegung ständig unterströmt und unterwandert wird, wenn sie einfach nur mal unnachgiebig auftritt. Das Ziel ist klar, die Väterbewegung soll nie erfolgreich werden. Deshalb schreibt auch die SPD, ohne dabei Scham oder Hemmungen zu empfinden: "Die antifeministische Männerrechtsbewegung wird, wenn wir in Regierungs­verantwortung sein sollten, keinerlei Zugang bekommen. Wir werden dafür sorgen, dass progressive und profeministische Kräfte in der Männerpolitik gestärkt werden." Profeministische Kräfte in der Männerpolitik, alles klar. Werden dann auch promaskulistische Kräfte in der Frauenpolitik gestärkt? Natürlich nicht. Männer sollen also von Feministen beurteilt, eingeschätzt und bewertet werden. Dagegen wehre ich mich persönlich.

Antifeministen seitens der SPD grundsätzlich aus der Politik auszuschließen, ist nicht nur undemokratisch, sondern diktatorisch. Diese Haltung ist ein "Verdienst" von Thomas Gesterkamp, Martin Rosowski und Hinrich Rosenbrock. Diese stellen Männerrechtler grundsätzlich in die rechte Ecke - und dürfen sich damit nicht wundern, wenn diese dort stehen bleiben. Robert K. Merton[wp] bezeichnete eine solche selbst­erfüllende Prophezeiung als Denkfehler, die eigene Rolle zu übersehen und die Ereignisse dann als Beweis für die eigene Vorhersage anzuführen. Wenn demokratische Parteien und das Bundesforum Männer sich also erfolgreich gegen die AfD behaupten möchten, dann müssen sie sich für Männer- und Väter­interessen "radikal" öffnen.

Ich würde mir wünschen, dass der Autor des oben genannten "Radikalisierungs-Zitats" mal auf die gleiche Weise gegen den Feminismus vorgeht, indem er diesem vorwirft, sie würden radikalisieren. Früher gab es Selbst­verteidigungs­kurse für Frauen. Heute werden die Frauen ja förmlich in die Opferrolle reingedrängt, dass es ihnen selber schon zu viel Unterdrückung, respektive zu wenig Selbst­behauptung ist. Ich glaube, Frauen und Männer machen gemeinsam drei Kreuze, wenn der Feminismus in die Geschichts­bücher eingeht, Frauen­park­plätze flächendeckend zu Eltern-Kind-Parkplätzen umbenannt werden, männliche Erzieher in Kindergärten wieder Kinder wickeln dürfen und Kinder auch nach der Trennung von beiden Eltern betreut werden dürfen.

Dem Feminismus vorwerfen, sie würden radikalisieren, traut sich aber niemand - außer uns. Da wird lieber in den eigenen Reihen bekämpft, geschmäht und verurteilt, als anzuerkennen, dass der Feminismus den Männern seit der ersten Auflage der "Emma" den Krieg erklärt hat und uns als Feinde betrachtet. Nicht wir radikalisieren, sondern die Radikalfeministen - männlich wie weiblich - radikalisieren und polemisieren gegen Männer, Väter und Jungen.

Viele gutgläubige Menschen, auch als U-Boot oder Maulwurf bezeichnet, die sich selbst aber als Väter­aktivisten sehen, obwohl sie Deserteure sind, winken mit weißen Fähnchen und rufen "Friede sei mit euch". Ich verstehe nicht, wie Menschen so fühlen können. Wer einem Vater die Kinder nimmt, die Vaterrolle auf alle vierzehn Tage Wochenende zurückstuft, von ihm erwartet, dass er die Kinder dann bei Laune hält, ihnen ein Entertainment bietet, das ihren Ansprüchen genügt, oder ihn gar entfremdet, so dass die Kinder ihren Vater hassen, dem kann ich nicht zuwinken und mich freuen, dass er (sie) für die Kinder da ist. Nahezu jeder Vater, der sich an uns wendet, fühlt sich ausgebeutet und ausgegrenzt und beklagt sich darüber, dass Jugendamt und Familiengericht nichts dagegen unternehmen. Wenn dann sogar der Wert des Vaters ausschließlich an der Höhe der zumeist völlig unangemessenen Unterhalts­forderungen bemessen wird, verkommt der Vater zum Geldesel und es wird ihm jegliche Erziehungs­hoheit abgesprochen. Das ist ein massiver Angriff auf die Grund- und Menschenrechte von Vätern (Art. 6 GG, Art. 8 EMRK).

Einen Arbeitgeber, der willkürlich seine Mitarbeiter fristlos rauswirft, wenn ihm seine Nase nicht passt, diesen dann wieder für ein paar Stunden einsetzt, weil er ihn gerade braucht, um ihn anschließend wieder zu beschimpfen und zum Teufel zu jagen, würde jeder Gewerkschafter zurecht als "Abschaum" bezeichnen. Dafür brauchen wir weder das Grundgesetz noch die europäische Menschenrechts­konvention, sondern einfach nur unseren gesunden Menschenverstand. Und wir sollen unsere Ex-Frauen noch huldigen für ihre Entfremdung und Geldgier, sie hofieren und uns in Freundlichkeit und Verbindlichkeit üben, damit man uns nicht "Radikalisierung" vorwirft? Wir sind eine Lobby, keine Radikalen. Wir leisten Lobbyarbeit, politische Arbeit, sind persönlich betroffen, üben gesellschaftliche Aufklärung aus und fördern wissenschaftliche Arbeit. Aber stehen wir wirklich für das Motto "ALLEN Kindern beide Eltern"?

Politische Arbeit

In der politischen Arbeit sucht man Gleichgesinnte, Betroffene, Mitstreiter, Unterstützer und Förderer für ein gemeinsames Ziel. Alle, die mit machen, wären irritiert, wenn man von dem Ziel plötzlich abweichen würde oder das Ziel nicht klar definiert, sondern dieses vernebelt und undurchsichtig ist. Sobald dieses diffuse Gefühl aufkommt, springen die meisten ab und man hat nur noch wenige Sympathisanten. Politische Arbeit hat mit Politik nichts zu tun und Parlamentarier machen keine politische Arbeit. Die Parteien machen im Wahlkampf politische Arbeit. Sind sie einmal gewählt, ist die politische Arbeit beendet. Politische Arbeit ist quasi die Unnachgiebigkeit und das "Verharren auf der eigenen Position, auch wenn diese niemals völlig "richtig" sein kann". Dennoch würde niemand den Parteien "Radikalisierung" vorwerfen.

Politische Arbeit wird gestützt von Parolen, Stimmungsmache und Emotionen, Ich erinnere mich an den Kämpfer Dietrich Wagner im Stuttgart-21-Protest, dem von einem Wasserwerfer beide Auge ausgespült wurden. Seine Unnachgiebigkeit hat ihm zum Helden und Märtyrer der Stuttgart-21-Bewegung gemacht. Ich finde keine Presse, wo der Stuttgart-21-Bewegung oder Dietrich Wagner Radikalisierung vorgeworfen wird. Man mag einwenden, dass die Stuttgart-21-Bewegung nicht erfolgreich gewesen ist, und auch das müssen wir lernen: Nichts garantiert den direkten Erfolg und keine politische Aktion sollte daran gemessen werden, ob sie einen unmittelbaren Erfolg oder gar Misserfolg gebracht hat.

Lobbyarbeit

In der Lobbyarbeit geht es darum, sich Zugang zur Politik zu verschaffen, um eigene Ziele einzubringen. Lobbyarbeit ist Beziehungs­management, Kontaktpflege und Hofieren, aber keine Lobby würde die eigenen Ziele zugunsten von Kontaktpflege verraten, sondern politische Instrumente (Streik, Demo) einsetzen, um seine Lobbyisten zu unterstützen. Lobbyarbeit ist viel Fleißarbeit, weil man ständig im Dialog mit denjenigen stehen muss, bei denen man seine Lobby einbringen möchte. Eine Lobby berücksichtigt aber nicht die Interessen anderer Lobbyverbände, es ist die Aufgabe der Politiker, die Wünsche und Interessen der unter­schiedlichen Gruppen miteinander zu vereinbaren, nicht die der Lobbyisten.

Der Zugang von Lobbyisten zur Politik durch politische Arbeit ist auch in der Väterbewegung möglich, so geschehen nach der Demo 2016 in Köln. Im Nachgang an die Demo (politische Arbeit) folgten Einladungen von Interessen­verbänden (Lobbyisten) in den Landtag NRW, in den Bundestag und zum Bundesforum Männer. So wird Lobbyarbeit und politische Arbeit zum Team. Wer von politischer Lobbyarbeit spricht, hat den Faden verloren und nicht erkannt, dass politische Arbeit und Lobbyarbeit Hand in Hand gehen, aber keine Einheit bilden.

Völlig andere Wege gehen persönliche Betroffenheit, gesellschaftliche Aufklärung und wissenschaftliche Arbeit.

Wissenschaftliche Arbeit

Wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit Studien, Untersuchungen, Befragungen, Erhebungen und wertet diese aus. Die wissenschaftliche Arbeit stellt weder Forderungen noch postuliert sie ein Ziel. Die wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht Forschungs­ergebnisse.

Gesellschaftliche Aufklärung

In der gesellschaftlichen Aufklärung sollen Themen an die Gesellschaft vermittelt werden. Diese ist mit Parolen unter- und mit wissen­schaftlichen Ergebnissen überfordert. Themen können wissen­schaftliche Ergebnisse ebenso wie Meinungen sein. Sie müssen gesellschafts­fähig postuliert und damit verständlich formuliert sein, ohne die gewünschte Aussagekraft zu verwässern. Es ist also auch hier eine gewisse Unnach­giebigkeit gefragt, nur dass diese deutlich weicher bzw, sanfter formuliert wird als in der politischen Arbeit.

Persönliche Betroffenheit

In der persönlichen Betroffenheit ist einzig die Individualität des Einzelfalls in Relation zum gewünschten Ergebnis maßgebend. In der persönlichen Betroffenheit kann weder politische Arbeit, Lobbyarbeit, wissenschaftliche Arbeit noch gesellschaftliche Aufklärung bedient werden, denn es geht ausschließlich um das Kindeswohl, wörtlich übersetzt um die Besten Interessen des Kindes, differenziert nach den Ansprechpartnern. Diese sind Mutter, Jugendamt, Verfahrens­beteiligte, Familiengericht. Mit der Mutter sollte man stets versuchen, zu kooperieren, die Termine beim Jugendamt sind dagegen lediglich eine Pflicht­veranstaltung. Wer versucht, mit dem Jugendamt zu kooperieren und die Mutter in die Pfanne zu hauen, muss das alleinige Sorgerecht oder Gewaltschutz beantragen. Beim Umgangsantrag oder gemeinsamen Sorgerecht nützt es dem Vater in der Regel nicht, mit dem Jugendamt zu kooperieren, wenn er nicht gleichzeitig zumindest versucht, mit der Mutter zu kooperieren. Im Umkehrschluss ist es nicht erforderlich, mit dem Jugendamt zu kooperieren, solange der Vater den Beweis erbringen kann, dass er mit der Mutter kooperiert. Für das Umgangsrecht ist es gleichzeitig erforderlich, die gute Bindung zum Kind in den Vordergrund zu stellen und diese substantiiert darzustellen. Pech für denjenigen, der keine Chance hatte, eine gute Bindung zum Kind aufzubauen. Dem bleibt nur, seine Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung zu belegen. Wer nicht mal das kann, hat nach deutschem Recht keine Chance, es sei denn, er ändert das Recht, wo wir wieder bei der politischen Arbeit wären, die die Lobbyarbeit - sofern vorhanden - unterstützt.

Vergleich: Nutzung und Verarbeitung von Weizen

Es ist also ein Unterschied, ob wir Weizen anbauen, Genmanipulation oder andere Forschung an Weizen vornehmen, Brötchen backen, sie verkaufen oder essen. Alles hat seine Daseinsberechtigung und alles hat mit Weizen zu tun. Wir dürfen uns nur nicht einbilden, dass wir, weil wir Brötchen essen, diese dann auch backen oder gar Weizen anbauen können. Der Agrarminister würde auch nie auf die Idee kommen, eine bestimmte Weizenkultur zu empfehlen oder von einer anderen abzuraten. Die Familienministerin tut das, sie lehnt sinnbildlich verschiedene Weizen­kulturen (Modelle für Unterhalt, Umgang und Sorgerecht) ab und empfiehlt andere, und hier können wir sie packen. Das haben wir aber bisher nicht geschafft, weil sämtliche Väterverbände - um bei dem Beispiel zu bleiben - den eigenen Weizen zum Standard erheben wollen. Dabei stehen wir für das Motto "ALLEN Kindern beide Eltern". In Analogie zum Weizen bedeutet das, dass aus jedem Weizen ein Brötchen gebacken werden darf, solange die Gesundheit des Konsumenten nicht gefährdet ist. Das Bundesverfassungsgericht stellt hohe Hürden gegen den Entzug des Elternrechts aus Art. 6 I, II GG. In der richtigen Kombination aus Lobbyarbeit, politischer Arbeit, persönlicher Betroffenheit, gesellschaftlicher Aufklärung und wissenschaftlicher Arbeit werden wir diese hohen Hürden auch für Väter durchsetzen können. Solange aber jeder nur seinen "Weizen" verkaufen will und anderen "Weizen" schmäht, also verunglimpft oder gar verteufelt, werden wir als Lobby nicht anerkannt und wahrgenommen werden, im Gegenteil. Es wird denjenigen, die unsere Lobbyarbeit zunichte­machen wollen, mühelos gelingen, Zerstrittenheit herauf zu beschwören.
- Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.[7]
Zitat:

«Es ist beschämend, in einem Land zu leben, wo man einen Antrag auf ein Menschenrecht stellen muss, damit man ein gleichberechtigter Vater sein darf.

Es ist beschämend, in einem Land zu leben, wo man sich bei jedem Kind erneut rechtfertigen muss, dass man als Vater nicht kindes­wohl­gefährdend ist.

Wenn dein Flieger zu spät ist, kannst du Schadensersatz verlangen. Wenn sich dein Zug verspätet, bekommst du Fahr­preis­erstattung. Aber du lebst in einem Land, wo man dir nach Belieben dein Familienleben klauen darf und die Täterin als Belohnung auch noch Unterhalt von dir kassiert.

Wenn du dich beschwerst, sagt man dir, du bist wehleidig oder selber schuld. Wenn du Hilfe suchst, verplempern Gerichte und Jugendämter die Lebenszeit von dir und deinen Kindern. Wenn du dich an die Medien wendest, wirst du ignoriert oder als Einzelfall dargestellt. Wenn du eine Petition schreibst, antwortet dir die Ministerin, es gäbe keine Entschädigung "für legislatives Unrecht".

Die Politik entscheidet eiligst und regelmäßig, wenn es um Mütter und Unterhalt geht, aber schleppend oder gar nicht, wenn es um Kinder und Väter geht. Kein Land wird häufiger vom EuGH und EGMR wegen Verletzung der Menschenrechte ermahnt wie Deutschland. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis die UN-Kinder­rechte­konvention anerkannt wurde und bis ledige Väter ein Sorgerecht erhielten.» - Autor unbekannt

Einzelnachweise

  1. Moers: Väter fordern Unterstützung, RP Online am 12. März 2012
  2. 2,0 2,1 Detlef Bräunig: Warum die redlichen Väter einpacken können, Das Männermagazin am 29. Januar 2015
  3. WGvdL-Forum: JUNGHEINRICH am 29. Januar 2015 - 17:48 Uhr
  4. WGvdL-Forum: Väter interessieren sich nur für Väterrechte, nicht für Männerrechte, Cyrus V. Miller am 30. Januar 2015 - 13:44 Uhr
  5. WGvdL-Forum: Dr.Bundy am 1. Februar 2015 - 09:31 Uhr
  6. Radaffe am 24. Juli 2015 um 15:24 Uhr im Blog Geschlechterallerlei
  7. Facebook: Dennis Jorger‎ am 5. September 2016

Netzverweise

  • Pdf-icon-extern.png Warum Antifeminismus?[ext] - Michail Savvakis (A. Xenos) (127 KB)
  • Männerbewegung in Deutschland, 10. Mai 2006 (aktualisiert 2. Mai 2009)